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Thema: Ursprung von Weihnachten und Ostern

  1. #1
    Benutzer
    Religion
    Islam
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    Sunnah
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    561

    Ursprung von Weihnachten und Ostern

    Weihnachten: <BR>
    <P>Das Weihnachtsfest steht wieder vor der Tür, was uns nicht nach einem flüchtigen Blick auf den Kalender oder aufgrund einer aufkommenden Erkältung bewusst wird, sondern eher nach einem Besuch in einem dieser glitzernden, nach Zimt, Mandeln und Tannenzweigen riechenden Konsumpaläste. Weihnachtsbeleuchtung wohin man nur schaut, vom Glockenspiel begleitete Weihnachtsmusik, aufdringliche Weihnachtsmänner, bunter Deko-Kitsch und gestresste Menschen. Das Fest der Liebe und Besonnenheit naht und wir alle wollen schenken und beschenkt werden, weil das einige, uns nah stehenden Menschen von uns erwarten ... und der Einzelhandel auch. Wir huschen hin und her, treten uns auf die Füße und stehen in Staus, die unsere Geduld und die Besonnenheit einer harten Prüfung unterziehen. Vielleicht fragt sich der eine oder der andere, was an diesem chaotischen Tummeln so feierlich sein soll - wer will schon wieder Socken, Unterwäsche oder einen weiteren Pullover haben oder auch diese verschenken -, aber im nächsten Augenblick findet man sich mit seinem Los ab und gliedert sich in den Strom ein ... wenn die Ampel endlich auf Rot geschaltet hat. Der Verkehr roll wieder, und der Rubel auch.</P>
    <P>Die Christen beanspruchen eine Monopolstellung auf die Idee der Weihnachten. Ein durch und durch christliches Fest, würde man meinen. Aber ist das denn wirklich so? Woher nimmt Weihnachten seinen Ursprung? Doch nicht etwa in der Marktwirtschaft? Obschon Weihnachten eine zentrale Gestalt im Christentum einnimmt, ist es kein christliches Fest, und wer denkt, dass das Weihnachtsfest das Fest der Geburt Jesu Christi ist, der irrt. Die Tradition des Weihnachtsfestes ist älter als das Christentum und ist von diesem erst im 4. Jahrhundert n. Chr. aus Gründen der Taktik übernommen worden. Tatsächlich haben schon viele Kulturen diesen Tag als das Wintersonnenwendfest gefeiert.</P>
    <P>Wenn wir mal davon ausgehen, dass Jesus eine historische Gestalt gewesen ist, so können die Umstände um seine Geburt nicht eindeutig geklärt werden. Nicht einmal das Jahr, geschweige denn das Datum sind heute bekannt. Die Urchristen haben sich für die Figur Jesu Christi auch nicht besonders interessiert. Stattdessen bereiteten sie sich mit ihrer asketischen Lebensweise ähnlich den heutigen Zeugen Jehovas auf den Weltuntergang vor. Fröhlich zu sein und seinen Geburtstag zu feiern war nicht in ihrem Sinn. Parallel dazu existierten im römischen Reich und um ihn herum mehrere Religionen, die in friedlicher Koexistenz einander die Gottheiten stahlen und sich die Riten absahen.</P>
    <P>Etwa im Jahre 70 vor unserer Zeit begann sich in Rom eine neue Religion auszubreiten: der Mithraskult. Mithras war ein aus Persien stammender Sonnengott, der zuerst über Kleinasien und dann über Griechenland nach Rom gelangte. Vor allem die Griechen trugen zur Verbreitung des Kultes bei, da sie Mithras mit ihrem Sonnengott Helios gleichsetzten. Der Mithraskult hielt unaufhaltsam den Siegeszug über das ganze Römische Reich und fand in der Bevölkerung eine breite Akzeptanz. Insbesondere bei den Legionären und Händlern erfreute sich der Kult großer Beliebtheit.</P>
    <P>Der Mithraskult blieb nur Männern vorbehalten, die ihn in sogenannten Mithräen (Grotten) zelebrierten. Die Religionsgemeinde war streng hierarchisch gegliedert, an deren Spitze ein Oberpriester pater patrum (Vater der Väter) stand. Der Mithraskult kannte die sieben Sakramente mit der Taufe, Firmung und Kommunion. Frömmigkeit und Nächstenliebe, Keuschheit und Askese waren in der Mithrasreligion eine große Tugend. Die Gläubigen nannten sich "Brüder", die an die Lehre der Dreifaltigkeit glaubten und die Messe mit einem Kreuzzeichen versehten Hostien und Weihwasser zelebrierten. Sie glaubten an die Unsterblichkeit der Seele, an das letzte Gericht und die Wiederauferstehung und verehrten Mithras als Heiland und Erlöser. Seine Anhänger glaubten, dass er einst wiederkehren würde, um über die Lebenden und die Toten zu richten. Mithras war Gott des himmlischen Lichtes. Sonntag, der Tag der Sonne, war der Tag des Herrn. "Mithras' Höhlentempel befand sich auf den Hügeln des heutigen Vatikans (!) und wurde 376 n. Chr. von der Kirche vereinnahmt." [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[1]">1</A>] Der Geburtstag von Mithras war der 25. Dezember, Tag der Wintersommerwende, die längste Nacht des Jahres. [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[11]">11</A>]</P>
    <P>Rasant verbreitete sich der Kult über weite Teile des Roms und über seiner Provinzen bis nach Spanien, Germanien und sogar nach Schottland. Über 200 Jahre lang dominierte der Mithraskult die religiöse Welt des späten Römischen Reiches und wurde zur dessen bedeutenden Religion. Unter dem Kaiser Aurelian (270-275) wurde Mithras als "Sol Invictus" zur Staatsreligion erhoben. Diokletian (284-305), bekannt für die gnadenlose Verfolgung der Christen, ernannte Mithras zum "Beschützer des Reichs" (fautor imperii sui). Mithraskult war eine mächtige Staatsreligion, die von der breiten Masse praktiziert und gepflegt wurde. Was läutete dann Mithras' Untergang ein? Dazu müssen wir einen kleinen Ausflug in die Geschichte der Spätantike unternehmen.</P>
    <P>Die Zeit des späten Römischen Reiches war von Instabilität und politischen Intrigen gekennzeichnet, die das riesengroße Reich, das weite Teile Europas samt Britannien, Nordafrika und Mesopotamien umfasste, zu spalten drohten. Vor Aurelian herrschten über 50 "Soldatenkaiser" - Herrscher, die von Truppenteilen ausgerufen und wieder gestürzt wurden. [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[11]">2</A>] Die Wirtschaft war ruiniert, die Republik existierte schon lange nicht mehr.</P>
    <P>Als Konstantin 306 von den Truppen zum Augustus ausgerufen und zum Verwalter des Westens (Provinzen Gallien und Britannien) ernannt wurde, hatte er zwei Mitstreiter, gegen die er sich durchsetzen musste: Galerius im Osten, und Severus (Caesar in Pannonien, Italien und Afrika). Die Rivalität unter den Herrschern war groß, ihr Hunger nach Macht unersättlich. 307 wurde Severus von Maxentius besiegt und ermordet. Ein Jahr später wurde die Konferenz von Carnuntum einberufen zur Erneuerung der Tetrarchie, bei der Konstantin und Maxentius die Caesarwürde aberkannt wurde. Man ernannte zwei neue Kaiser: Licinius und Maximinus II, die die unrechtmäßigen Caesaren stürzen sollten. Statt ihrem Auftrag Folge zu leisten, wandten sie sich gegeneinander, wobei Licinius als Sieger hervorging. Konstantin unternahm unterdessen einen Feldzug nach Rom gegen seinen Rivalen Maxentius.</P>
    <P>Den Kampf zwischen Konstantin und Maxentius, der Anhänger des Mithraskultes war, stellt man gerne im Licht des Armageddon dar: als einen Kampf zwischen Christen und Heiden, als <I>den</I> Kampf zwischen Gut und Böse. In Wirklichkeit dürfte es den Beteiligten vor 1.700 Jahren um reine machtpolitische Interessen gegangen sein. Konstantin, der von der Ostkirche bis heute als Heiliger verehrt wird, hatte nicht die Frömmigkeit im Sinn, als er mit 40.000 Mann in Italien einmarschierte. Als ein nicht rechtmäßiger Kaiser versuchte er, das Reich im Herzen zu treffen und seine Position zu sichern. Maxentius erwartete den Rivalen mit der Prätorianergarde und einem zahlenmäßig mindestens doppelt so großen Heer vor den Toren Roms.</P>
    <P>Der Legende zufolge soll Konstantin kur vor der Schlacht eine Vision von einem Kreuz am Himmel gehabt haben, das eine Aufschrift "In diesem Zeichen wirst du siegen" (In hoc signo vinces) getragen haben soll. In derselben Nacht soll ihm im Traum Christus erschienen sein, der ihm befohlen habe, ein helles Kreuz auf den Schildern seines Heers zu malen, was Konstantin umgehend in die Tat umsetzte. An dieser Legende mag durchaus etwas dran gewesen sein, denn Christen waren in der Bevölkerung und auch in den Legionen zahlreich vertreten. Und als Maxentius' christliche Soldaten das Zeichen ihres Glaubens sahen, könnte es ihre Moral tatsächlich beeinträchtigt haben. Am 28. Oktober 312 wurde Maxentius an der milvischen Brücke vernichtend geschlagen, er selbst ertrank im Tiber, und Konstantin war nunmehr unumschränkter Herrscher des Westens.</P>
    <P>Es gibt wenig Hinweise, die darauf deuten, dass Konstantin sich als Christ sah. "Auf dem Triumphbogen, der seinen Sieg an der milvischen Brücke feiert, fehlen zwar die sonst üblichen heidnischen Opfer, aber ebenso alle christlichen Symbole." [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[3]">3</A>] Dafür fehlen nicht die Siegesgöttin Viktoria und der Sonnengott (!). Zwar nahm er die Christen in Schutz und verabschiedete dazu mit seinem Mitkaiser Licinius die Mailänder Toleranzedikte, aber damit sicherte er nur seine eigenen Interessen, weil er die Potentiale der neuen Religion erkannte. Mit anderen Worten: er instrumentalisierte die Religion, um seine politische Ziele durchzusetzen. Der nicht christliche Kaiser, der dem Christentum zum Durchbruch verhalf, ließ sich erst am Sterbebett taufen, drei Tage vor seinem Tod.</P>
    <P>Der Mithraskult durfte weiterhin praktiziert werden, aber in Anbetracht des immer stärker werdenden Gegners war der heidnische Sonnenkult dem Untergang geweiht. Der Kaiser Theodosius (379-395) erklärte das Christentum zur Staatsreligion und brachte damit den Stein des künftigen Genozids ins Rollen. Die immer mächtig werdende Kirche dämonisierte die heidnischen Riten, stieß aber auf wenig Verständnis in der Bevölkerung, die noch immer an ihren traditionellen Göttern hing. Darauf hin machte die Kirche den taktischen Schachzug, die bestehenden Traditionen mit in die eigene Rituale zu integrieren und sie zu assimilieren.</P>
    <P>Ursprünglich kannte das Urchristentum "keine größeren kultischen Akte, und die ersten Gottesdienste waren äußerst einfach. Es gab weder Liturgie noch Priester, keinen Altar, keine Opfer." [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[4]">4</A>] Auch der Sonntag als Feiertag war der jungen Religion unbekannt. Die ersten Christen feierten nur ein Fest - das Passah. [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[5]">5</A>] Im Jahre 321 führte Konstantin "den Sonntag als gesetzlichen Feiertag ein. Mit dem erstarkenden christlichen Glauben wurde er dann im christlichen Sinn umgewandelt zum 'Tag des Herrn.' " [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[4]">4</A>]</P>
    <P>Die Grundzüge wie die Nächstenliebe, die Kommunion, den Gebrauch von Weihwasser hat man dem Mithraskult entlehnt. Auch die Kommunionfeier, die Lehre der Dreieinigkeit, "die Lichterprozession zu Mariä Lichtmeß gehen auf einen römischen Sühneumzug, das "Amburbale", zurück. [...] Die Bischofsmütze wird [bis heute] übrigens Mitra genannt." [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[1]">1</A>]</P>
    <P>"Im Römischen Reich hatte man in der Zeit vor der Wintersonnenwende [Natalis solis invicti] die Saturnalien als Friedensfest gefeiert und dabei vor allem an die Armen und Sklaven gedacht." [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[4]">4</A>] Die damaligen Kirchenoberhäupter nutzten dieses Fest und wandelten es zur Legende von Christus Geburt um. Auf dem 2. Konzil von Konstantinopel im Jahre 381 wurde das Weihnachtsfest schließlich zum Dogma erklärt. [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[6]">6</A>] So wurde aus dem Sonnenkult der Römer das christliche Weihnachtsfest.</P>
    <P>Mit der immer stärker werdenden Macht der Kirche begannen die Verfolgungen der Mithrasanhänger, "wohl wegen etlicher Ähnlichkeiten im Kult, der in 'Konkurrenz' zum Christentum stand." [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[7]">7</A>] "Von der Kirche aufgestachelt, haben die Christen noch im 4. Jahrhundert seine Anhänger überall verfolgt, die Mithräen geplündert [und] die Priester getötet." [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[5]">5</A>] Nachdem Theodosis im Jahre 392 alle heidnischen Kulte verbot, verschwand bald darauf der Name der alten Religion völlig. [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[1]">1</A>] Lediglich "in den Alpen und Vogesen konnte sich der Mithrasglaube bis ins 5. Jahrhundert erhalten." [<A href="http://www.ahlu-sunnah.com/#[5]">5</A>]</P>
    <P>Weihnachten ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken, nicht zuletzt deshalb, weil es zum Motor für die Konsumwirtschaft geworden ist. Gehet und kauft, sagen uns die Werbung und die Politik, und wir fallen wie die Heuschreckenplage über unnütze Dinge her, von denen viele gleich nach der Bescherung in den Müll wandern. Die Besonnenheit und Besinnung verlieren sich zwischen den Regalen, gehen in der Menschenmenge unter. Die Hintergründe der traditionellen Feste, ob christlichen oder heidnischen Ursprungs, interessieren uns wenig. Vielmehr quält uns die Frage, was wir der Tante Hildegard dieses Jahr schenken werden. So schlendern wir die Einkaufsmeile entlang, in der Hoffnung, doch noch einen Einfall zu bekommen, wohl wissend, dass es wieder bei einer kitschigen Vase oder einer Schachtel Pralinen bleiben wird. Fröhliche Weihnachten!</P>

    Ostern:
    Wie kam es zu einer Verbindung zwischen der Anbetung antiker Götter und dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi? Die Details darüber sind mit der Zeit verloren gegangen. Dennoch hilft uns eine nähere Untersuchung des antiken Götzendienstes zu verstehen, wie sich heidnische Praktiken in heutigen Osterbräuchen fortsetzen konnten.
    Unter den ersten Göttern, über die man Aufzeichnungen fand, sind der babylonische Fruchtbarkeitsgott Tammuz und die Göttin Ischtar. Man glaubte damals, dass Tammuz „jedes Jahr von neuem sterben und von der sonnigen Erde in die düstere Unterwelt eingehen“ müsse (Sir James Frazer, Der goldene Zweig – Das Geheimnis von Glauben und Sitten der Völker, 2004, Seite 475).
    Der Zyklus der Jahreszeiten wurde mit Tammuz’ angeblichem jährlichem Tod und seiner Auferstehung in Verbindung gebracht. „Unter dem Namen Osiris, Tammuz, Adonis und Attis stellten die Völker Ägyptens und West-Asiens den jährlichen Verfall und das Wiedererstehen des Lebens dar . . ., das sie als Gott verkörperten, der alljährlich starb und wieder von den Toten auferstand. In Bezug auf Namen und Einzelheiten wechselten die Riten von Ort zu Ort; dem Wesen nach waren sie gleich“ (Seite 474).
    Viele dieser Riten sollten Tammuz’ Rückkehr von den Toten herbeiführen. Über eine dieser Zeremonien wird in dem Buch Hesekiel, Kapitel 8, Vers 14 berichtet, als der Prophet Hesekiel eine Vision von einer Gräueltat hatte – Frauen „beweinten den Tammus“ im Tempel des Schöpfergottes.
    Das Nachschlagewerk The Expositor’s Bible Commentary sagt zu diesen Versen: „Tammuz, der später durch den Namen mit Adonis und Aphrodite in Verbindung stand, war ein Gott der Fruchtbarkeit und des Regens . . . Im mythologischen Zyklus der Jahreszeiten starb er im Herbst, als die Vegetation verwelkte. Seine Wiederbelebung, durch Ischtars Klagen, wurde durch die Frühlingsknospen und die Fruchtbarkeit der Erde symbolisiert. Diese Wiederbelebung wurde durch zügellose Fruchtbarkeitsfeiern ermutigt und gefeiert . . . Die Frauen beklagten Tammuz’ Tod. Wahrscheinlich folgten sie auch dem Ritual der Ischtar, für die Wiederbelebung Tammuz’ zu weinen“ (Ralph Alexander, Band 6, 1986, Seite 783-784).
    Als sich die Anbetung Tammuz’ und Ischtars im Mittelmeerraum ausbreitete, einschließlich des Gebiets vom biblischen Israel, wurde dieses Götterpaar unter anderen Namen verehrt – Baal und Astarte (Ashtoreth), Attis und Cybele und Adonis und Aphrodite. Gott verurteilte die sinnliche und pervertierte Anbetung Baals und Astartes aufs Schärfste (Richter 2,11-15; 3,7-8; 10,6-7; 1. Könige 11,4-6. 31. 33; 16,30-33; 22,51-53).
    Im antiken Götzendienst finden wir die Mythologie, die diese alten Bräuche letztendlich mit dem Tod und der Auferstehung Christi in Verbindung brachte. Der Religionsphilosoph Alan Watts schreibt dazu: „Es würde sehr langwierig sein, all die Einzelheiten, die über die verschiedenen Riten für Tammuz, Adonis . . . und viele andere . . . festgehalten wurden, aufzuzählen. Ihre universelle Thematik – das Drama von Tod und Auferstehung – macht sie zu den Vorläufern des christlichen Ostern, und somit zu den ersten ,Ostergottesdiensten’. Während wir fortfahren, das christliche Osterfest zu beschreiben, werden wir sehen, wie viele seiner Bräuche und Zeremonien diesen vergangenen Riten ähneln“ (Easter: Its Story and Meaning, 1950, Seite 58).
    Der Götzendienst an Tammuz-Adonis-Attis verbreitete sich in unterschiedlicher Form durch das ganze römische Reich, einschließlich Rom selbst. Während sich das Christentum im ganzen Reich ausbreitete, haben religiöse Führer anscheinend die Bräuche und Praktiken, die mit diesem antiken „auferstandenen“ Gott in Verbindung standen, vermischt und auf den auferstandenen Sohn Gottes bezogen.
    In dieser Hinsicht folgte Ostern dem Beispiel von Weihnachten, das ebenfalls allgemein angenommen und in der Kirche willkommen geheißen wurde. Der Ethnologe James G. Frazer schreibt dazu: „Ähnliche Beweggründe [mögen] die kirchlichen Behörden dazu bestimmt haben, das Osterfest des Todes und der Auferstehung eines anderen asiatischen Gottes anzugleichen, das in dieselbe Zeit fiel. Die Osterriten, die noch heute in Griechenland, Sizilien und Süditalien abgehalten werden, weisen in mancher Beziehung eine auffallende Ähnlichkeit mit dem Adonisritus auf, und ich habe angenommen, dass die Kirche bewusst das neue Fest seinem heidnischen Vorgänger zu dem Zwecke anpasste, Seelen für Christus zu gewinnen“ (ebenda, Seite 523-524).


    Quelle: http://www.science-at-home.de/referate/weihnachten.php
    http://www.gutenachrichten.org/ARTIKEL/gn09ma_art5.htm

  2. #2
    thomas87
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    Informativer Beitrag einer fundiert wissenschaftlich orientierten Seite.


    Darüberhinaus empfehle ich auf der selben Seite: "Schimpansen unsere nächsten Verwandten"

    oder in der Rubrik Paläontologie die Kladogramme der Evolution der Tiere und Pflanzen.

    Vielleicht auch Beiträge zu kritischem Denken über "Kreationismus" o.ä..


    Die genannten Beiträge werden dich sicher ebenso zufriedenstellen wie dein eigener Beitrag über die christlichen Feste.

  3. #3
    Benutzer
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    Zitat Zitat von thomas87 Beitrag anzeigen
    Informativer Beitrag einer fundiert wissenschaftlich orientierten Seite.


    Darüberhinaus empfehle ich auf der selben Seite: "Schimpansen unsere nächsten Verwandten"

    oder in der Rubrik Paläontologie die Kladogramme der Evolution der Tiere und Pflanzen.

    Vielleicht auch Beiträge zu kritischem Denken über "Kreationismus" o.ä..


    Die genannten Beiträge werden dich sicher ebenso zufriedenstellen wie dein eigener Beitrag über die christlichen Feste.
    Vielleicht findet die Evolution nur in atheistischen Köpfen statt, beginnend mit dem Hochmut gegenüber den Schöpfer in verzweigten Stammbaum von vielen Spekulationen in Bezug zur Evolution?
    Bis sie dann von spkeulationen weg kommen, liegen sie ergebnislos Morgen unter der Erde. Denn schließlich ist die Geschwindigkeit der Zeit relativ. Das denke ich ist sehr wahrscheinlich.

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