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Thema: Der Atheistenwahn

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    Der Atheistenwahn

     
    Buchtext von Konrad Scholze, Leipzig; Fassung vom April 2009
    DER ATHEISTENWAHN
    Dieser Buchtext ist ein Gegentext zu dem auf Deutsch im Jahre 2007 als siebente Auflage bei Ullstein erschienenen Buch „DER GOTTESWAHN" des Autor Richard Dawkins.
    Vorwort
    Mister Dawkins ist Ethologe, und wohl auch Evolutionsbiologe. Leider bleibt er nicht auf seinem Fachgebiet, sondern fühlt sich ermüßigt gegen die Religion im Allgemeinen, und gegen den Gott des Judentums, der Christenheit, und – so sieht es Dawkins – auch des Islams, in wohl beispielloser Art und Weise zu Felde zu ziehen. In seinem Buch „Der Gotteswahn" zitiert er einen Mister Gould, der einen Begriff geprägt hat: NOMA. Das heißt auf Englisch: „non - overlapping magisteria", auf Deutsch: „nicht überlappende Wissensbereiche". Leider hat Dawkins das nicht beherzigt, und in seinem nicht nachvollziehbaren Hass, der einen in seinem Buch immer regelrecht anspringt, zieht er gegen Gott und alle Glaubenden in wohl ziemlich beispielloser Art los, und meint er könne als Evolutionsbiologe Gottes Nichtexistenz mit naturwissenschaftlichen Mitteln und Methoden beweisen. Falls das einige Leser seines Buches nicht nachvollziehen können, und trotzdem stur behauptet „es gibt Gott", versucht er den Glaubenden ihren Gott so widerlich als nur irgend möglich darzustellen. Und da ist ihm aber auch jedes Mittel recht. Religionen sollen als der Urquell alles Bösen überhaupt erscheinen.
    Aus meiner extrem kritischen Sicht ist so gut wie alles falsch, was Dawkins behauptet.
    Wenn ich das so sage, ist das aber auch nur eine Behauptung – von mir. Nein, man muss, um die Sache wirklich zu klären, den Gotteshasser Punkt für Punkt widerlegen. Auf dem Gebiet der Theologie ist das noch nicht gar so schwer, denn da hat Dawkins nicht so sehr viel Ahnung. Aber deshalb versucht er ja auch so sehr mit seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu trumpfen. Wer da nicht mitkommt, denn es ist ja nicht jeder Biologe, der kann ihm schnell auf den Leim gehen. Ja, wenn es ein Wissenschaftler sagt, dann wird es wohl so sein. Und wenn dieser behauptet, er habe Gottes Nichtexistenz definitiv bewiesen, dann lohnt es nicht an diesen Gott zu glauben – dieser Gott ist wohl doch nur eine Illusion. Denn im Original, auf Englisch, heißt der Buchtitel „The God Delusion". Delusion wird im Buch übersetzt mit „Irrglaube". Also in etwa eine Illusion. Und da haben wir in jungen Jahren ja alle welche, vom Reichtum über ein langes Leben, bis hin zur ganz großen einmaligen Liebe. Und wir glauben felsenfest daran dass es alles eintreffen wird. Leider ist es gar zu oft ein Irrglaube. Als solchen sieht Dawkins auch den Glauben an einen Gott an. Ich weiß nicht, wer dem Buch im Deutschen den Titel „Der Gotteswahn" gegeben hat. Wahn – nun, das klingt ja direkt gefährlich! Da denken wir doch gleich an Größenwahn, an Menschen, die die ganze Welt wollen ihr Eigen nennen können. Aber Dawkins ist nicht zu bremsen, auch nicht von Fachleuten. Lesen wir mal, was er selber in seinem Buch „Der Gotteswahn" auf Seite 17 dazu schreibt: „Das Wort „Wahn" (delusion, Irrglaube) im Titel meines Buches hat manchen Psychiatern Sorge bereitet: Sie sehen darin einen Fachbegriff, mit dem man kein Schindluder treiben sollte. Drei von ihnen schlugen mir in ihren Zuschriften einen besonderen Begriff für religiöse Wahnvorstellungen vor: „resolution"." Und dann versucht Dawkins seine Wortwahl umständlich zu begründen, mit langen Zitaten aus englischen Wörterbüchern. Also er ist doch völlig unschuldig! Schuld sind die Wörterbücher. Doch er schrieb das Buch, er musste den Titel keinesfalls so wählen!
    Auf Seite 18 lässt Dawkins dann vollends die Katze aus dem Sack: „Wenn dieses Buch die von mir beabsichtigte Wirkung hat, werden Leser, die es als religiöse Menschen zur Hand genommen haben, es als Atheisten wieder zuschlagen. Welch voreiliger Optimismus!" Nun so unbegründet scheint dieser aber gar nicht zu sein. Auf Seite 448 in seinem Buch sagt er: „Hier konnte ich meine eigenen Erfahrungen beisteuern – Briefe von Menschen aus den Vereinigten Staaten, die mir berichteten, wie sie meine Bücher gelesen und anschließend ihre Religion aufgegeben hatten." - „Der Gotteswahn" lag da noch nicht mal vor!
    Ja Wahn: Das riecht direkt nach Wahnsinn, nach krankhafter Veränderung im Gehirn. Ich sehe das nun aber keinesfalls zu krass; nein, auch Dawkins selber sieht es so. So verweist er in seinem Buch auf Seite 234 auf eine Vermutung von Michael Persinger und anderen - nicht Genannten – dass visionäre religiöse Erlebnisse mit einer Schläfenlappenepilepsie zusammen hängen könnten. Das ist freilich Musik für ihn, zumal ja dann nicht er der Bösewicht ist. Zuvor schreibt er aber: „Die naheliegende Ursache der Religion ist vielleicht die übermäßige Aktivität irgendeines Gehirnareals."
    Und nun ist endlich Rettung in Sicht; Dawkins hofft den Glaubenden ihren Wahn austreiben zu können. Wer sein Buch gelesen hat, wird schon davon geheilt sein. Ja, wer dieses Buch liest, ohne an 2
    seinem Glauben Schaden zu nehmen, der hat einen superfesten Glauben. Dieses Buch ist so „hervorragend" demagogisch (laut Wörterbuch zur aktuellen Deutschen Rechtschreibung: aufwieglerisch, die Wahrheit verfälschend) geschrieben, dass man es durchaus als Lehrbuch für Demagogie empfehlen könnte. Diesem Buch muss man entschieden gegensteuern, denn wir können dem Unglauben nicht noch mehr Terrain kampflos überlassen. Als Richard Dawkins in Johannes B. Kerners Show in der Runde saß, hatten Bischof Wolfgang Huber, ein Hamburger Weihbischof und „Jesuitenurgestein" Heiner Geißler mächtig zu tun, um diesem als „Papst" der „Neuen Atheisten" bezeichneten Engländer Paroli zu bieten. Aus meiner ganz persönlichen Sicht kam dabei nicht mehr als ein mühseliges Patt heraus. Auf theologischem Gebiet waren die drei Christen freilich stärker als der „Vorzeigeatheist". Aber das reicht eben leider nicht. Man muss ihn auch auf seinem ureigensten Gebiet, der Evolutionstheorie, bezwingen. Das will ich in diesem Buchtext versuchen, obwohl ich auch kein Biologe bin. Aber ein solides Abiturwissen, mit allem danach angelesenem Wissen, und mit Hilfe von Lexikon, Fremdwörterbuch und Internet kann man schon einiges erreichen. Vor allem aber muss man an ein geschultes logisches Denken gewöhnt sein. Als Logiker habe ich bereits sehr viel an Fehlern bei der Kirchentheologie aufgedeckt, und in meinem ersten Buch „DER WAHRE PAULUS" aufgelistet. Auf dieses Buch verweise ich manchmal im folgenden Text, obwohl es im Moment noch nicht gedruckt erhältlich ist. Es steht aber seit Sommer 2008 auch auf meiner Internetseite. Für alle, die den „Atheistenwahn" bereits vor meinem Paulusbuch lesen, bringe ich einige wesentliche Gedanken aus meinem Paulusbuch in diesem Buch im Stenogrammstil.
    Wer den „Atheistenwahn" gelesen hat, wird dann hoffentlich immun gegen solche Angriffe des Bösen sein.
    Nun noch eine Anmerkung zu den ersten zwei Kapiteln. Diese sind einige Wochen früher als dieses Buch entstanden, zu einer Zeit, zu der ich von Dawkins noch nichts wusste. Aber auch dieses „Wissenschaftliche Glaubensweltbild" hat eine Entstehungsgeschichte. (Hier im Buch die Kapitel 1 + 2). Im Fernsehen erfuhr ich vom mühsamen Kampf der an die Hundert Mitglieder der „Akademie der Wissenschaften des Vatikans", alles weltbedeutende Wissenschaftler, gegen die Evolutionstheorie. Aus Mitleid habe ich mich dann an meinen Laptop gesetzt und dieses Weltbild für diese Leute niedergeschrieben. Es beruht auf über vierzig Jahren intensiven Nachdenkens. Leider verlangt es solches in dichter Drängung auch von jedem Leser, der es zu verstehen begehrt. Zum Trost – alles verstehe auch ich selber noch nicht ganz. Es lohnt aber sich Gedanken dieser Art zu machen, denn es ist ja Fakt, dass es uns gibt. Und so muss man eine Antwort über den Ursprung allen Seins finden, denn ohne solchen würde es uns ja nicht geben. Also lieber Leser, lass dich bei der Hand nehmen, und versuche mir zu folgen – auf dem „Glatteis" des Nachdenkens. Auch in den Texten ab Kapitel drei geht es nicht ohne eigenes Nachdenken – ich schreibe ja kein Lehrbuch, sondern einen Kampftext; und ich möchte jeden Leser im eigenen Nachdenken ein wenig schulen. Ich habe vorm Tippen in den Computer die vorherigen handschriftlichen Notizen ein wenig geordnet, aber doch darauf verzichtet alles streng zu gliedern. Wenn die Gedanken einmal abschweifen, dann liest sich das viel besser, als ein dozierender Text. Auf den Grundfehler Dawkins`, die angebliche „natürliche Selektion", von der es in seinen beiden von mir genutzten Büchern, neben dem „Der Gotteswahn" noch „Das egoistische Gen", zum 30-jährigen Jubiläum herausgegeben vom akademischen Verlag Spektrum, 2007, nur so wimmelt, gehe ich sicherheitshalber mehrfach und ausführlich ein. Durch manche schwierigen Textstellen heißt es sich durchbeißen, andere aber werden sich auch sehr gut, und sogar mit Vergnügen, lesen lassen. Gott wird einen jeden Leser, der dieses Buch mit ehrlichen Absichten liest, mit seinem Geist zur Seite stehen.

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