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Thema: Islam, Schöpfung und Evolution

  1. #31
    thomas87
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    Mein Argument über Mikroevolution und dem Vergleich zur Kriminalszene würd ich grad mal zurückziehen. Der hinkt ein wenig. Konnte nicht lange genug darüber nachdenken, weil man mich aus der Bbibliothek getrieben hat. Sie hat zu gemacht ^^. Und als ich aus der Bibo kam, ist mir aufgefallen, dass da was nicht stimmte.

    Jedenfalls, wäre schön, wenn du genau auf die Szene eingehen würdest und was sich daraus implizieren soll.

    Ich lese die Szene so, dass Anhänger des Intelligent Design die Urheberschaft des Schöpfers leicht in der Szene der Natur erkennen, weil sie einen Analogie-Schluss ziehen, zwischen komlexen Gegenständen, die offensichtlich gestaltet sind und komplexen Gegenständen in der Natur, die dann ja wohl auch gestaltet sein müssen. Ich versteh aber nicht ganz, wo genau der Bezug zur Evolutionstheorie deutlich werden soll. Nur dahingegend, dass Indizien vorhanden sind und angeblich falsch interpretiert werden.

    Vergessen wird einfach, dass die Gottes-Hypothese selbst einfach aufgestellt wird, ohne sie wissenschaftlich anzugehen. Gibt es Beweise für einen Schöpfer, der die Welt erschaffen hat ? Wenn man konstatiert, ja der Beweis ist die Schöpfung selbst, so hat man nichts gewonnen, sondern befindet sich in einem Zirkelschluss, der jeder Logik entbehrt.

    Gott hat die Welt erschaffen --> die Welt ist erschaffen --> deshalb muss es einen Schöpfer geben.

    Bringt uns absolut nicht weiter. Es ist also nicht wissenschaftlich zu sagen, zu behaupten, die gesamte Szene (das Universum) ist durch einen personalen, allmächtigen, allgütigen, allwissenden, barmherzigen Gott entstanden. Jedes einzelne Element der Behauptung müsste wissenschaftlich untersucht werden.

    Mal ganz davon abgesehen, dass Anhänger des Intelligent Designs die Szene beobachten und sofort daraus schließen, es muss einen Gestalter geben, ohne die Szene gründlich zu untersuchen, wie das die Biologen in der Natur tun, um dann schließlich Hinweise zu bekommen, dass eine Entwicklung stattgefunden hat.

    Am besten du erklärst nochmal präzise welche Indizien falsch interpretiert werden ?

  2. #32
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    Weiter unter Quelle, Information in der Natur:
    http://www.evolutionstheorie.info/id...formation1.htm

  3. #33
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    Zitat Zitat von thomas87 Beitrag anzeigen
    Mal ganz davon abgesehen, dass Anhänger des Intelligent Designs die Szene beobachten und sofort daraus schließen, es muss einen Gestalter geben, ohne die Szene gründlich zu untersuchen, wie das die Biologen in der Natur tun, um dann schließlich Hinweise zu bekommen, dass eine Entwicklung stattgefunden hat.

    Am besten du erklärst nochmal präzise welche Indizien falsch interpretiert werden ?
    Ich fange nicht noch mal an. Lese einfach den ganzen Theards und die Quelle dazu, wenn dir deine Sinne und deine Intelligenz den Schöpfer nicht erkennen können, dann glaube weiter daran, dass Dinge auf der Welt durch tode physikalische und chemische Vorgänge ablaufen und sogar Leben bringen können.
    Noch mal zum Mitschreiben: Ich brauche nicht zu wissen wie die Intelligenz die intelligente Schöpfung geschaffen hat. Ich brauche nur Indizien suchen die die Schöpfunshypothese weiter unterstreichen, dafür treibt man unter Anderem Wissenschaft. Außerdem akzeptieren wir, dass wir nicht alles erforschen können und gerade unsere begrenzte Macht, gegenüber dem mächtigen Universum und gerade weil alle Menschen die Frage stellen: Woher wir kommen, wohin gehen wir? Was ist der Sinn des Lebens? Warum wurden die Menschen mit solchen Sinnfragen geschaffen, die die Intelligenz produziert? Warum? Weil die blinde Evolution die Macht dazu hatte?
    Wir Muslime sind nicht wie das Vieh welche betäubt in einem dunklen Raum mit Essen gestellt werden und ohne W-Fragen zu stellen einfach drauf los essen. Das ist jetzt im übertragenen Sinne auf die Schöpfunghypothese gemeint in Bezug auf die heutige atheistische Konsumbevölkerung.
    Mit dem Schöpfungshypothese kann man alles erklären und Indizien die für die Evolution hindeuten, sind nach unsere Meinung für auch für die Schöpfung plausbiler.
    Stelle dir vor du bist eine Puppenmarionette und du würdest behaupten: Es sind die mächtigen Seile (Naturgesetze) die mich und die anderen Puppen bewegen und nicht der Marionettenspieler (Allah). Nur weil die Puppe den Marionettenspieler nicht sehen kann, heißt das nicht, dass er nicht existiert. Die Menschen sind als Kinder mit Gottesveranlagung geboren und stellen unter Anderem die W-Fragen und können sich mit der Schöpfungshypothese schnelle anfreunden. Sie glauben indirekt an eine höhere Authorität (egal welchen Namen man dazu dichtet). Wollte das die Evolution? Sicherlich nicht, weil es ein toder Vorgang ist, welch in euren Köpfer statt findet.
    Die Geschwistern haben dazu Posts gesendet mit Quellenangaben dazu.

    Quelle: http://www.intelligentdesigner.de/kritik.html

  4. #34
    thomas87
    Nicht registriert

    Ich fange nicht noch mal an. Lese einfach den ganzen Theards und die Quelle dazu, wenn dir deine Sinne und deine Intelligenz den Schöpfer nicht erkennen können, dann glaube weiter daran, dass Dinge auf der Welt durch tode physikalische und chemische Vorgänge ablaufen und sogar Leben bringen können.
    Ich hab kein Problem damit mir einzugestehen, dass mich Biochemie am Leben erhält und Thermodynamik mein Leben beendet.

    Noch mal zum Mitschreiben: Ich brauche nicht zu wissen wie die Intelligenz die intelligente Schöpfung geschaffen hat. Ich brauche nur Indizien suchen die die Schöpfunshypothese weiter unterstreichen, dafür treibt man unter Anderem Wissenschaft. Außerdem akzeptieren wir, dass wir nicht alles erforschen können und gerade unsere begrenzte Macht, gegenüber dem mächtigen Universum und gerade weil alle Menschen die Frage stellen: Woher wir kommen, wohin gehen wir? Was ist der Sinn des Lebens? Warum wurden die Menschen mit solchen Sinnfragen geschaffen, die die Intelligenz produziert? Warum? Weil die blinde Evolution die Macht dazu hatte?
    Einverstanden, wir brauchen Indizien.

    Deine Frage ist also: Warum machen wir uns Gedanken um unser Leben ? Erwartest du für Menschen, die aus einem Evolutionsprozess entstanden sind, dass sie sich nur mit Fortpflanzung und der Beschaffung der nächsten Mahlzeit beschäftigen ? Wäre es nicht ebenso denkbar, dass Homo sapiens einfach die nötige neuronale Struktur besitzt, um einen gewissen Grad an Abstraktion möglich zu machen. Oder die Fähigkeit seine eigene Existenz in einen größeren Kontext verorten zu können. Wieso kann das Gehirn nicht durch einen evolutiven Prozess entstanden sein ? Wieso sollte es sich ausschließen eine Frage nach der nächsten Mahlzeit stellen zu können und die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht ? Wieso sollte sich das widersprechen ?

    Ist zuerst der Schöpfer oder die Frage nach dem Schöpfer ?

    Ich könnte dein Argument genauso nutzen, um aufzuzeigen, dass Religionen menschengemacht sind. Es war zuerst die Frage nach dem Schöpfer. Danach hat man sich Weltbilder zusammen"gebastelt" , in denen ein Schöpfer Platz hatte. Wir sehen doch real, dass Gottesvorstellungen derart unterschiedlich sind, dass man daraus keinen Beweis für die Existenz einer bestimmten Gottesvorstellung (monotheistisch, personal, gewisse Eigenschaften) ableiten könnte.

    Und was die natürliche kindliche Neigung angeht Absichten zu erkennen, wo keine sind: die meisten Kinder halten einen Baum auch nur darum für nützlich, damit sich Bären daran kratzen können. Kinder sind nunmal , genauso wie wir, kulturelle Wesen, die Dinge aufsaugen, wo sie nur können. In der Grundschule zeigen sie auch nur Leistung, um der Grundschullehrerin zu gefallen. Erst später entwickelt sich ein Bewusstsein darüber, dass man für's Leben lernt oder für einen bestimmten Beruf. Kinder sind rein neuronal gesprochen auch bis zu einem bestimmten Zeitpunkt noch gar nicht voll-entwickelt. So können Kleinkinder stehende von fahrenden Autos nicht unterscheiden. Und für die Frage nach einem derart abstraktem Modell wie das einer Gottheit sollen sie zugänglich sein ? Ich finde man macht sich hier als Gläubiger keinen besonderen Gefallen. Man könnte glatt dazu verleitet sein seinen eigenen Glauben zu einem naiven Kinderglauben zu degradieren.


    Mit dem Schöpfungshypothese kann man alles erklären
    Ja kann man. Das Universum schuldet uns aber keine Antworten. Und von der Notwendigkeit aus Antworten zu finden, ergibt sich kein automatischer Wahrheitsgehalt.

    Stelle dir vor du bist eine Puppenmarionette und du würdest behaupten: Es sind die mächtigen Seile (Naturgesetze) die mich und die anderen Puppen bewegen und nicht der Marionettenspieler (Allah). Nur weil die Puppe den Marionettenspieler nicht sehen kann, heißt das nicht, dass er nicht existiert.
    Das Beispiel funktioniert ja nur, weil es konstruiert ist für deinen Fall. Ob es nun geschickt ist Gott als Puppenspieler darzustellen und uns nur eine unterhaltende Rolle bzw. eine gänzlich passive Rolle zuzuschreiben, sei dir überlassen. Vom Ansatz her würde ich dem Atheisten aber mehr Ehrlichkeit unterstellen. Wieso etwas annehmen, wofür es keine Beweise/Indizien gibt ? Wenn ich die Seile sehe, und mein Erklärungsansatz die Phänomene aufgrund von Evidenz beschreibt, wunderbar. Und wenn du antwortest: Seile sprechen immer für einen Puppenspieler, dafür gibt es Beweise. Dann hätte der Atheist aufgrund dieser Tatsache auch den Puppenspieler angenommen. Ausserdem würde der Muslim dem nicht nachweisbaren Puppenspieler vermutlich noch äußerlich beschreiben, er hat dies und jenes an, hat solche und jene Charaktereigenschaften, obwohl dies gar nicht wissenschaftlich nachzuweisen ist. Ja er würde darauf hinweisen, dass es da ein Buch gibt über einen besonderen Puppenspieler. Daraus hat er alles. Leider gibt es mehrerer dieser Bücher, aber seines ist sicher das richtige. (Ja ich weiß Muslime stellen sich Allah nicht bildlich vor, aber das ist deine Metapher)


    Wissenschaft funktioniert ungefähr so, dass man Hypothesen aufstellt, die möglichst simpel und elegant sind. Zum Beispiel würde man annehmen, dass sich ein Ball von A nach B bewegt, weil eine andere Kraft A in die Richtung von B gelenkt hat. Nun könnte man natürlich auch sagen: Der Ball bewegt sich nicht, sondern die gesamte Erde bewegt sich um die Distanz AB unter Naturgesetzen, die bislang unverstanden blieben.

  5. #35
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    Kommen wir wieder zurück zum Ausgang, lieber Atheist. Du sagst also, dass der Ursprung von allem um uns herum inkl. alles Lebendigem, unser Gehirn, welches möglich machte, dass wir uns hier virtuell treffen, letztlich alles "einfach so" entstanden ist, wenn man ganz zum Anfang zurückkhehrt. Da gab es irgendeine willenlose Art von Energie, die ewig mal hier und mal dahin schwappte oder einfach nur da war und sich dann spontan und zufällig in all das verwandelt hatte, was wir heute als die Realität bezeichnen. das hälst du für die plausibelste Erklärung, wenn man alle Fakten heranzieht.

    Klar...*zwinker*
    Geändert von T._al_A. (04.02.2012 um 16:28 Uhr)



  6. #36
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    Zitat Zitat von T._al_A. Beitrag anzeigen
    Kommen wir wieder zurück zum Ausgang, lieber Atheist. Du sagst also, dass der Ursprung von allem um uns herum inkl. alles Lebendigem, unser Gehirn, welches möglich machte, dass wir uns hier virtuell treffen, letztlich alles "einfach so" entstanden ist, wenn man ganz zum Anfang zurückkhehrt. Da gab es irgendeine willenlose Art von Energie, die ewig mal hier und mal dahin schwappte oder einfach nur da war und sich dann spontan und zufällig in all das verwandelt hatte, was wir heute als die Realität bezeichnen. das hälst du für die plausibelste Erklärung, wenn man alle Fakten heranzieht.

    Klar...*zwinker*
    Wissenschaft funktioniert nicht in der Weise, dass Sie uns bequeme Antworten präsentiert die dem "gesundem Menschenverstand" genügen, sondern den Evidenzen.

    Wenn wir unsere Alltagsebene verlassen, wird man mit Beobachtungen und Erklärungsmodellen konfrontiert, die dem intuitiven Realitätsverständnis bei weitem widersprechen.Beispielsweise Schwarze Löcher, expandierende Universen, heisenberg'sche Unschärferelation und Schrödingers Katze(n).

    Selbst in unserem Alltag gibt es Dinge, die dem gesunden Menschenverstand zuwiderlaufen.
    Viele Menschen denken intuitiv, dass ein schweres Objekt schneller fällt als ein leichteres Objekt. Doch wenn man mal das Experiment mal macht, fallen beide Objekte ,entgegen jede Erwartung, mit gleicher Geschwindigkeit nach unten.
    Oder die (scheinbare) Umkreisung der Sonne um die Erde ,welche bloß aus einer Eigenrotation der Erde resultiert.Und dass die Sonne in Relation zur Erde stillsteht und die Erde es ist, die sich um die Sonne dreht , läßt sich auch nicht aus der unmittelbaren Wahrnehmung des Sonnenverlaufs erschließen.

    Als das Konzept der Gravitation noch nicht bekannt war, war die Vorstellung einer kugelförmigen Erde auch "unlogisch",(obwohl die Vorstellung einer kugelförmigen Erde mit diversen Beobachtungen übereinstimmte)..."Wäre die Erde rund, dann müssten die Menschen, die unten" sind", doch herunterfallen."
    Zu blöd dass den damaligen Menschen nicht in den Sinn kommen konnte, das "oben" und "unten" keine im Universum absoluten Konzepte sind und das es mit dem heutigen Wissen sehr wohl logisch ist, sich eine kugelförmige Erde vorzustellen.


    Es ist nicht die Realität oder "Wahrheit", die sich unserem Denken,unseren Wünsche,Hoffnungen und Weltbilder anpasst... vielmehr sollten wir Menschen unser Möglichsten tun, unser Weltbild der Realität anzupassen.

  7. #37
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    Ich würde gerne auf eine wichtige Sache aufmerksam machen (ich kann leider aus Zeitmangel jetzt keine weiteren Punkte außer dem, der folgt, ansprechen):

    Die Annahme, dass nur das, was wir in diesem Leben sehen und messen können existiert oder aber dass wir nur über die genannten Angelegenheiten Wissen erlangen können (also nach dem Motto: "Ich weiss nicht ob Gott existiert (auch wenn die gesamte Schöpfung dafür spricht!), aber da ich ihn nicht messen kann, kann ich nicht wissen, dass er existiert und gehe deswegen von seiner Nichtexistenz aus") hängt übrigens sehr stark mit einer gewissen philosophischen Denkrichtung zusammen.

    Und der Glaube daran, dass dieses Universum einfach aus sich heraus so entstanden ist ohne einen Schöpfer und dass das Leben einfach so aus lebloser Materie entstanden ist und dass der Mensch, der Baum, die Gazelle und die Banane allesamt aus einer Urart entspringen und damit natürlich auch, dass sich der Mensch aus einem anderen Lebewesen entwickelt hat (in diesem Fall - wie sie behaupten - aus einem affenähnlichen Lebewesen) entspringt aus genau der gleichen philosophischen Denkweise!

    Die Rede ist hierbei von der Philosophie des Naturalismus.

    Folgendes steht bei Wikipedia:

    Mit Naturalismus bezeichnet man in der Philosophie eine uneinheitliche Gruppe verwandter Theorien, die die Welt als naturhaftes Geschehen beschreiben. Diese Annahme, die oft auch durch den Spruch Alles ist Natur pointiert wird, führt allerdings zu keiner hinreichenden Begriffsbestimmung, wenn der Begriff der Natur nicht klar umgrenzt ist. Versteht man unter „Natur“ allein die physische Natur, so ergibt sich aus dem Spruch Alles ist Natur eine materialistische oder physikalistische Position. Derartige Theorien vertreten, dass auch der Geist oder das Bewusstsein Teil der physischen Natur sei.
    Als Naturalismus kann seit dem frühen 17. Jhd. jede Lehre bezeichnet werden, die allein die Natur zum Grund und zur Norm aller Erscheinungen erklärt. Dies entstand vor allem aus der Motivation heraus, sich von übernatürlichen Phänomenen im religiösen Sinne abzugrenzen. Ein so verstandener Naturalismus lehnt etwa die Existenz von Wundern, übernatürlichen Wesen oder spirituellen Erkenntnissen ab.
    Bei modernen naturalistischen Theorien seit Anfang des 20. Jhd. steht jedoch oft der Begriff der Naturwissenschaft und nicht der Begriff der Natur im Vordergrund. Dabei wird argumentiert, dass die Naturwissenschaften zu den grundlegenden Beschreibungen der Strukturen der Welt führen und in diesem Sinne philosophischen, geisteswissenschaftlichen und alltäglichen Methoden überlegen sind. Der Naturalist Wilfrid Sellars erklärt daher: „Wenn es um die Beschreibung und Erklärung der Welt geht, sind die Naturwissenschaften das Maß aller Dinge.“ [1]
    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Naturalismus_(Philosophie)

    Man sollte also hier anmerken, dass diejenigen, die meinen, dass nur das existiert, was sie in diesem Leben durch ihre begrenzten Mittel sehen oder messen können und diejenigen, die sagen, dass wir Menschen von affenähnlichen Lebewesen abstammen nicht uneinvorgenommen sind wie sie einem suggerieren wollen und dass sie hierbei von einer materialistischen und naturalistischen Überzeugung ausgehen.

    Und von diesem Denken ist übrigens die heutige Wissenschaft, insbesondere wenn es um Themen wie "Entstehung des Universums" oder aber "Ursprung des Menschen" geht, sehr stark beeinflusst, so dass viele derjenigen, die solchen Wissenschaftlern in diesen Themen Glauben schenken, meinen, dass die Behauptung der Mensch stamme von affenähnlichen Lebewesen ab ein Fakt sei, das niemand ablehnen darf.

    Und wenn man ihnen sagt "die Theorie der Evolution hat Anteile, die stimmen und Anteile, die nicht stimen, und eure Behauptung wir stammen von affenähnlichen Lebewesen ab ist und bleibt lediglich eine Behauptung", so widerspricht dies ihrer naturalistischen/materialistischen Überzeugung und deswegen reagieren sie in einer Art und Weise als hätte man eine Art von "Gotteslästerung" (also aus Sicht der Naturalisten/Atheisten) begangen.

    Und ihr Hang dazu sich über jeden, der ihre Behauptung bezüglich des Ursprungs des Menschen ablehnt, lustig zu machen, ihn ins Lächerliche ziehen zu wollen und ihn als "minderbemittelt" darstellen zu wollen, deutet für mich darauf hin, dass sie - vielleicht teils unbewusst - verbergen wollen, dass ihre Aussage in dieser Angelgenheit auf einer gewissen Überzeugung (also in ihrem Fall: Naturalismus) basiert und somit sie dessen schuldig sind, was sie den Theisten vorwerfen (also nicht uneinvorgenommen zu sein)!

    Interessant finde ich folgenden Artikel (etwas älter, aber trotzdem gut; es heisst "The Church of Darwin" von Philip E. Johnson):

    http://www.arn.org/docs/johnson/chofdarwin.htm

    Ein Zitat aus dem Artikel:

    The root of the problem is that "science" has two distinct definitions in our culture. On the one hand, science refers to a method of investigation involving things like careful measurements, repeatable experiments, and especially a skeptical, open-minded attitude that insists that all claims be carefully tested. Science also has become identified with a philosophy known as materialism or scientific naturalism. This philosophy insists that nature is all there is, or at least the only thing about which we can have any knowledge. It follows that nature had to do its own creating, and that the means of creation must not have included any role for God. Students are not supposed to approach this philosophy with open-minded skepticism, but to believe it on faith.

    Er sagt also, dass "Wissenschaft" zwei verschiedene Definitionen hat (ich würde sagen: zwei Arten, wie es verstanden werden kann):

    - Auf der einen Seite ist "Wissenschat" eine Methode um die Welt um uns zu erforschen und natürlich spielen dabei Tests und Experimente eine große Rolle!
    - Aber auf der anderen Seite hat man auch das, was mit der Philosophie des Naturalismus in Verbindung steht (er nennt es "Materialismus und "wissenschaftlicher Naturalismus"). Und er sagt, dass da diese Philosophie davon ausgeht, dass nichts außer der "Natur" existiert und dass daraus folgt, dass die "Natur" sich selbst erschaffen hat und somit es bei der die Erschaffung der "Natur" keine Rolle für einen Gott gibt.

    Und der wichtigste Satz ist folgendes:

    Students are not supposed to approach this philosophy with open-minded skepticism, but to believe it on faith.

    Ungefähre Übesetzung:

    Schüler/Studenten sollen sich dieser Philosophie nicht mit uneinvorgenommenem Skeptizismus nähern, sondern sie sollen einfach daran glauben.
    - Ende des Zitats -

    D.h. also, dass erwartet wird, dass ein jeder diese Denkweise einfach so akzeptiert und dann meint man aber gleichzeitig, dass man anderen vorwerfen kann sie wären nicht "skeptisch" genung und nicht "uneinvorgenommen", während man selbst diese Philosophie einfach so ohne nach zu denken akzeptiert hat!

    Er sagt danach folgendes:

    The reason the theory of evolution is so controversial is that it is the main scientific prop for scientific naturalism. Students first learn that "evolution is a fact," and then they gradually learn more and more about what that "fact" means. It means that all living things are the product of mindless material forces such as chemical laws, natural selection, and random variation. So God is totally out of the picture, and humans (like everything else) are the accidental product of a purposeless universe. Do you wonder why a lot of people suspect that these claims go far beyond the available evidence?
    Hier sagt er also, dass den Schülern/Studenten zunächst beigebracht wird "Evolution ist eine Tatsache" und dass sie dann Schritt für Schritt mehr über diese "Tatsache" lernen. Und diese Theorie der Evolution besagt, dass alles Leben das Produkt von gewissen unintelligenten Kräften (also: Gesetze der Chemie, natürliche Selektion usw.) ist und dass wir Menschen einfach nur ein zufälliges Produkt eines sinnlsosen Universums sind.

    D.h. also, dass bei dieser Sicht der Dinge Gott natürlich völlig aus dem Spiel ist und somit man einem von Anfang an beibringt, dass Gott nichts mit der Welt zu tun hätte (und somit er auch nicht existiert) und dies wird einem als "Fakt" präsentiert.


    Wir können also folgendes festhalten:

    Diejenigen, die unbedingt jeden glauben lassen wollen, dass wir von affenähnlichen Lebewesen abstammen und somit unser Leben keinen wirklichen Sinn hat und dass alles einfach so aus sich heraus entstanden ist, basieren ihre Behauptung auf der Philosophie des Naturalismus.
    Nur blöd für sie, dass wir ihre "Wahrheiten" und ihre "Tatsachen" bezüglich des Ursprung des Menschen nicht akzeptieren werden!
    Wieso sollten wir auch?!?

    Deswegen sage ich: Ihr braucht euch nicht so anzustrengen eure Behauptung hier als "Wahrheit und Fakt" darstellen zu wollen, denn die Katze ist nun aus dem Sack. *lächelnd*
    Geändert von Abu Sulayman (07.02.2012 um 03:54 Uhr)

    Der edle Prophet (sallallahu 'alayhi wa sallam) sagte:

    أَلَا إِنَّ سِلْعَةَ اللَّهِ غَالِيَةٌ ، أَلَا إِنَّ سِلْعَةَ اللَّهِ الْجَنَّةُ

    "Wahrlich die Ware Allahs ist teuer, wahrlich die Ware Allahs ist al-Jannah (das Paradies)."

    [Jami' at-Tirmidhi 2450]


  8. #38
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    Zitat Zitat von Iceman Beitrag anzeigen
    Wissenschaft funktioniert nicht in der Weise, dass Sie uns bequeme Antworten präsentiert die dem "gesundem Menschenverstand" genügen, sondern den Evidenzen.

    Wenn wir unsere Alltagsebene verlassen, wird man mit Beobachtungen und Erklärungsmodellen konfrontiert, die dem intuitiven Realitätsverständnis bei weitem widersprechen.Beispielsweise Schwarze Löcher, expandierende Universen, heisenberg'sche Unschärferelation und Schrödingers Katze(n).
    Was zuerst widersprüchlich erscheint, ist in Wirklichkeit nicht. Oder haben schwarze Löcher fürs Leben auf der Erde gesorgt? Wir gehen wieder zur spekulativen Vorangehensweise. Theorien müssen irgendwann mit anderen Theorien zusammenpassen oder die Andere auflösen und dabei verlangt man Forschung. Doch die Schöpfungshypothese erklärt jede Theorie auf intelligente elegante Weise. In Der Schöpfung findet man nicht nur Ordnung, sondern auch intelligente Information. Das findet man auch in Allahs Worte des Qurans und wenn man 1 und 1 zusammenzählt, dann weiss man welches Argument am plausiebelsten ist. Unsere Argumentation hat mit Glauben und unterschwellige emotionale Argumentationen zu tun. Sicherlich spielt die Gewißheit in unsere Glaubenswelt eine wichtige Rolle, aber auch die Weißheit und Vertrauen dahinter.
    Merkt ihr nicht, dass Menschen das steritsüchtigste Wesen bisher im Universum ist. Alle Himmelskörper und Welten folgen ihre wiederholenden Funktionen und wiedersprechen sich in ihre Funktionen nicht. Sie erhalten sich gegenseitig wie eine Kette. Nur der Mensch aber, als hätte er eine geistige Störung. Streit aufbauend in Ruhe ist nur zur gewißen Grad für die geistige Entwicklung förderlich, aber viele sterben an einem sinnlosen Traum. Spielt Ignoranz aubauend auf Arroganz eine entscheidene Rolle bei dieser geistigen Störung? Lieber bin ich an Ketten an mein Schöpfer angekettet, als ein zerstreunder Selbstlügner zu sein.
    Arroganz ist wenn man seine eigene natürlich Grenzen unterschäzt und das gehört zur atheistischen Wissenschaft angekettet an philosophischen Denkkneu dazu.


    Zitat Zitat von Iceman Beitrag anzeigen
    Es ist nicht die Realität oder "Wahrheit", die sich unserem Denken,unseren Wünsche,Hoffnungen und Weltbilder anpasst... vielmehr sollten wir Menschen unser Möglichsten tun, unser Weltbild der Realität anzupassen.
    Das passiert aber bei jeden Menschen, weil wir keine Maschinen sind, sondern Glaubenswesen. Jede Wissenchaftsmethode hat ihren Glaubensanker, weil wir nicht Allwissend sind und Erwartungen haben.

  9. #39
    Kafira
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    Zitat Zitat von Abu Sulayman Beitrag anzeigen
    Die Rede ist hierbei von der Philosophie des Naturalismus.

    Folgendes steht bei Wikipedia:



    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Naturalismus_(Philosophie)

    Man sollte also hier anmerken, dass diejenigen, die meinen, dass nur das existiert, was sie in diesem Leben durch ihre begrenzten Mittel sehen oder messen können und diejenigen, die sagen, dass wir Menschen von affenähnlichen Lebewesen abstammen nicht uneinvorgenommen sind wie sie einem suggerieren wollen und dass sie hierbei von einer materialistischen und naturalistischen Überzeugung ausgehen.
    Lies dir doch mal diesen Teil hier erneut durch:

    "Bei modernen naturalistischen Theorien seit Anfang des 20. Jhd. steht jedoch oft der Begriff derNaturwissenschaft und nicht der Begriff der Natur im Vordergrund. Dabei wird argumentiert, dass die Naturwissenschaften zu den grundlegenden Beschreibungen der Strukturen der Welt führen und in diesem Sinne philosophischen, geisteswissenschaftlichen und alltäglichen Methoden überlegen sind."


    Naturalismus ist eine Philosophie, aber in dem Artikel steht doch, dass die heutige Naturwissenschaft jeder Philosophie überlegen ist wenn es um die Beschreibung der Welt geht. Es ist also Blödsinn zu behaupten, der Ausgangspunkt unserer Überzeugung wäre eine Philosophie. Vielleicht war es vor 300 Jahren mal so als die Menschheit noch nicht so viel wusste, aber doch heute nicht mehr.
    Zitat Zitat von Abu Sulayman Beitrag anzeigen
    Deswegen sage ich: Ihr braucht euch nicht so anzustrengen eure Behauptung hier als "Wahrheit und Fakt" darstellen zu wollen, denn die Katze ist nun aus dem Sack. *lächelnd*
    Heißt das dann, das wir deiner Meinung nach die ganze Zeit wissentlich gelogen haben als wir von Fakten geredet haben?

  10. #40
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    Zitat Zitat von thomas87 Beitrag anzeigen
    Ich hab kein Problem damit mir einzugestehen, dass mich Biochemie am Leben erhält und Thermodynamik mein Leben beendet.



    Einverstanden, wir brauchen Indizien.

    Deine Frage ist also: Warum machen wir uns Gedanken um unser Leben ? Erwartest du für Menschen, die aus einem Evolutionsprozess entstanden sind, dass sie sich nur mit Fortpflanzung und der Beschaffung der nächsten Mahlzeit beschäftigen ? Wäre es nicht ebenso denkbar, dass Homo sapiens einfach die nötige neuronale Struktur besitzt, um einen gewissen Grad an Abstraktion möglich zu machen. Oder die Fähigkeit seine eigene Existenz in einen größeren Kontext verorten zu können. Wieso kann das Gehirn nicht durch einen evolutiven Prozess entstanden sein ? Wieso sollte es sich ausschließen eine Frage nach der nächsten Mahlzeit stellen zu können und die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht ? Wieso sollte sich das widersprechen ?
    blieben.
    Ist das nicht viel abstrakter und unglaubwürder, dass ausgerechnet im unseren Planeten Wesen wie unserer von uns entdeckt wurde, ausgerechnet hier Menschen leben und einen größeren Gehirn als Tiere haben, Moral, Religion usw. erfinden und einen fehlerfreien Buch wie Quran erfindet? Die Entwicklung unzählicher Tiere und unzähliger Phänome statt findet. die die Inforamtionen zwischen Einander verbreiten und Lebewesen mehre Sprachen zum kommunizieren haben? Menschen komplexere Sprache als die Tiere haben. Ist das nicht abstrkater und skuriller als die Gotteshypothese? Ich meine im ganzen Schöpfung stehen Informationen, Kommunikation, Ordunng in ständiger Harmonie miteinander. Alles erklärbar durch ungerichtete blinde Kräfte????
    Sicherlich nicht. Eurer Gedanke ist sicherlich leichtsinnig und Haarsträubend.

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