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Thema: Sammelstrang: Wahabi-Fiqh

  1. #1
    Erweitertes Mitglied Avatar von Umar
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    Sammelstrang: Wahabi-Fiqh



    Dies ist ein Sammelthread über die Madhhab von Rasulullah . Hier können inshāʾAllāh Videos, E-Books (PDF's), Internetseiten und ähnliches eingestellt werden, die über diese Rechtschule informieren.

    !نہ حنفيہ نہ جعفریہ! محمدیہ محمدیہ

    Weder Ḥanafiyyah noch Jaʿfariyyah, Muḥammadiyyah, Muḥammadiyyah!
    Ein Wahlspruch der Ahl al-Ḥadīth aus dem indischen Subkontinent

    Hanafitische "Diskussionskultur":

    ‫كل آية تخالف ما عليه أصحابنا فهي مؤولة أو منسوخة وكل حديث كذلك فهومؤول أو منسوخ

    Jede Ayah, die dem widerspricht, worauf sich unsere Gefährten befinden ist zu interpretieren oder ist aufgehoben, und genauso ist jedes Hadith in dieser Weise zu interpretieren oder es ist aufgehoben.
    (Vom hanafitischen Gelehrten Abul Hassan al Karkhi al Hanafi; al-Asl Seite 152)


  2. #2
    Administrator Avatar von Tariq
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    Al-Schaykh Muḥammad bin ʿAbd al-Wahhāb sagte:

    Dies sind vier Prinzipien, welche den Dreh- und Angelpunkt der Rechtsurteile darstellen. Sie gehören zu dem Gewaltigsten, womit Allah Muḥammad und seine Ummah segnete, insofern als dass er ihre Religion zu einer vollkommenen und umfassenden Religion machte, die mehr und vollständigeres Wissen besitzt, als alle anderen Religionen. Und trotz dessen fasste er (j) es alles für sie in nur wenigen Worten zusammen, was etwas ist, was verstanden werden sollte, bevor man die vier Prinzipien kennenlernt. So gilt es die Aussage des Propheten zu kennen, in welcher er uns darlegte, womit Allah ihn gegenüber den übrigen Gesandten auszeichnete, was er in der Absicht tat, dass wir die Gnade Allahs erkennen und dankbar für sie sein mögen. So sagte er, als er die Besonderheiten erwähnte: «Mir wurde die umfassende Rede gegeben». Imām al-Ḥijāz Muḥammad bin Schihāb al-Zuhrī sagte: „Die Bedeutung hiervon ist, dass Allah für ihn viel Sinngehalt in wenigen Worten zusammenfasste.“

    Das erste Prinzip:
    Das Verbot ohne Wissen über Allah zu sprechen, da der Erhabene sagte:
    „Sprich: Mein Herr verbot mir allein die Schändlichkeiten“ bis zu seinen Worten „und dass ihr über Allah sprecht was ihr nicht wisst“.

    Das zweite Prinzip:
    Dass alles, worüber der Gesetzgeber schwieg eine Gnade ist und es niemandem erlaubt ist es zu verbieten oder es zur Pflicht zu erklären, oder es als verhasst oder als geschätzt zu bezeichnen, da der Erhabene sagte:
    „Oh ihr Gläubigen, fragt nicht nach dem, was wenn es euch offengelegt wird leid tut“. Und der Prophet (s) sagte: „Er schwieg aus Barmherzigkeit und nicht aus Vergesslichkeit über Dinge, so fragt nicht danach.“

    Das dritte Prinzip:
    Dass die Abwendung vom klaren Beweis, und die Argumentation mit mehrdeutigen Worten der Weg der Abweichler wie der Rāfiḍah und der Khawārij ist. Der Erhabene sagte:
    „Was jene angeht, in deren Herzen Abweichung ist, so folgen sie dem, was an Mehrdeutigem in ihm ist“. Die Pflicht des Muslims ist es, dem Eindeutigen zu folgen, und wenn er den Sinn des Mehrdeutigen erkennt, so wird er sehen, dass es dem Eindeutigen nicht widerspricht, sondern vielmehr mit ihm übereinstimmt. Und erkennt er ihn nicht, so ist es seine Pflicht denen zu folgen, die standhaft in ihrer Aussage sind: „Wir glauben daran, es ist alles von unserem Herrn.“

    Das vierte Prinzip:
    Dass der Prophet (s) erwähnte:
    „Das Erlaubte ist klar und das Verbotene ist klar und dazwischen gibt es zweifelhafte Dinge“. Wer dieses Prinzip nicht versteht und in einer solchen Angelegenheit ein klares Wort sprechen will, der ist irregegangen und führt in die Irre.

    Dies sind drei Prinzipien die Allah in seinem Buch erwähnt, und das Vierte erwähnte der Prophet (s).

    (Fortsetzung folgt bi ithnillah)
    Geändert von Tariq (06.11.2011 um 18:58 Uhr)

    So manche Mär schon ist entsprungen,
    der wilden Turbanträger Phantasie.
    Fast möchte man sie hören,
    der Torheit schrille Melodie:
    Wäre ich ein Mensch, so feixt sie schallend,
    dann gewiss ein Rafidi!


  3. #3
    Administrator Avatar von Tariq
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    Und weiter sagt der Schaykh:

    Wisse – möge Allah sich deiner erbarmen – dass diese vier Worte trotz ihrer Kürze der Dreh- und Angelpunkt der Religion sind, egal ob jemand über die Wissenschaften des Tafsīrs, der Uṣūl, der Taten des Herzens (die sog. Sulūk), des Ḥadīths, des Erlaubten, Verbotenen und der Regeln (der sog. Fiqh), des Versprochenen und des Angedrohten, oder über irgendeinen anderen Bereich der religiösen Wissenschaft spricht. Ich gebe dir ein Beispiel in einer einzelnen Disziplin der Religion, und zwar in der Wissenschaft des Fiqhs, und ich werde es alles nur auf ein einzelnes Kapitel aus ihm beziehen, und zwar das erste Kapitel: „Kapitel der Wässer“.

    Wir sagen: Einige Gelehrte sagten: „Jedes Wasser reinigt, es sei denn es verändert sich durch eine Unreinheit oder es fällt nicht mehr unter den Begriff Wasser, wie etwa das Rosenwasser oder das Bohnenkochwasser und dergleichen.Und andere sagen: „Das Wasser ist von dreierlei Art: Reinigend, rein und unrein. Und der Beweis dafür ist die Aussage des Propheten «Keiner von euch soll sich in stehendem Wasser waschen». Würde dies kein Verbot bedeuten, dann hätte er es nicht untersagt. Und der logische Beweis ist, dass wenn jemand mit dem Kauf von Wasser beauftragt wäre, und er würde benutztes Wasser oder Wasser, das sich durch einen reinen Stoff verändert hat, kaufen, so müsste es nicht notwendigerweise von ihm akzeptiert werden, was beweist, dass es nicht unter den Begriff des Wassers an sich fällt.“

    Der Ersteren entgegnen: „Der Prophet verbot es, dass sich jemand in stehendem Wasser wäscht, doch wenn er nicht gehorcht und es doch tut, so ist das Urteil über das Wasser eine Frage für sich, für welche das Ḥadīth weder Ablehnung noch Bestätigung beinhaltet. Und was vom Beauftragten nicht akzeptiert wird ist kein Beweis, denn würde er ihm Meereswasser kaufen, so müsste es auch nicht zwingend akzeptiert werden, und ebenso Wasser, welches zwar reinigend ist, aber als verschmutzt betrachtet wird. Auch dieses müsste nicht akzeptiert werden, womit das was ihr sagtet hinfällig geworden ist.“

    Wenn ihr eingesteht, dass euch diese Beweise nichts einbringen außer Vermutungen, wobei belegt ist, dass «die Vermutung das verlogenste der Worte» ist, so seid ihr mit Gewissheit in das Verbotene gefallen, egal ob ihr richtig oder falsch liegt, denn ihr habt ein Urteil auf der Basis bloßer Vermutung gesprochen. Seine Aussage {und ihr findet kein Wasser} ist allgemein und gehört zur umfassenden Rede. Wenn dieses darunter fällt, dann habt ihr dem Text widersprochen, und wenn es nicht darunter fällt, und es etwas ist, worüber der Gesetzgeber schwieg, so ist es eine Gnade, und niemandem ist es erlaubt etwas darüber zu sagen. Somit habt ihr euch der Aussage des Erhabenen widersetzt: {Oh ihr die ihr glaubt, fragt nicht nach den Dingen… }der Vers.

    Und das selbe war der Fall, als ihr den allgemeinen und umfassenden Wortlaut beiseitegelassen habt, ebenso wie die Aussage [des Propheten] : «Das Wasser reinigt und nichts macht es unrein». Ihr habt diese klaren und allgemeingültigen Worte beiseitegelassen und behauptet auf Basis der Beweise die ihr erwähntet, dass das Wasser von dreierlei Art sei. So seid ihr auf den Weg der Abweichler geraten, welche das Eindeutige lassen und dem Mehrdeutigen folgen. Und wenn ihr sagen würdet: „Es ist uns nicht klar, ob es reinigend ist, und wir fürchteten, dass das Verbot einen Einfluss darauf haben könnte.“ So sagen wir: Allah hat euch einen Ausweg geschaffen, und dieser ist sich zu enthalten oder zu sagen „ich weiß es nicht“ und ansonsten habt ihr es zu der Angelegenheit der mehrdeutigen Dinge zu fügen. Was die entschlossene Bestimmtheit angeht, dass das Gesetz (Scharʿ) dieses zu etwas reinem gemacht habe, was nicht reinigt, so seid ihr darin der Nachforschung nach Dingen, über welche geschwiegen wurde, sowie dem Befolgen des Zweifelhaften verfallen, und ihr habt die Aussage des Propheten g übergangen, welcher sagte: «Und zwischen beiden gibt es Zweifelhaftes».

    So manche Mär schon ist entsprungen,
    der wilden Turbanträger Phantasie.
    Fast möchte man sie hören,
    der Torheit schrille Melodie:
    Wäre ich ein Mensch, so feixt sie schallend,
    dann gewiss ein Rafidi!


  4. #4
    Erweitertes Mitglied Avatar von Umar
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    "Jene Hanbaliten sind die Leute mit der wenigsten Bid'a, doch das meiste von dem, was in al-Iqnaa' und al-Muntaha steht widerspricht der Madhhab von Ahmad sowie seinen Aussagen, ganz zu schweigen von den Aussagen des Gesandten Allahs ."
    ad-Durar as-Sanniyyah

    Geändert von Umar (15.11.2011 um 20:10 Uhr)

    !نہ حنفيہ نہ جعفریہ! محمدیہ محمدیہ

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    Hanafitische "Diskussionskultur":

    ‫كل آية تخالف ما عليه أصحابنا فهي مؤولة أو منسوخة وكل حديث كذلك فهومؤول أو منسوخ

    Jede Ayah, die dem widerspricht, worauf sich unsere Gefährten befinden ist zu interpretieren oder ist aufgehoben, und genauso ist jedes Hadith in dieser Weise zu interpretieren oder es ist aufgehoben.
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  5. #5
    Erweitertes Mitglied Avatar von Alma'i
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    Zitat Zitat von Umar Beitrag anzeigen

    "Jene Hanbaliten sind die Leute mit der wenigsten Bid'a, doch das meiste von dem, was in al-Iqnaa' und al-Muntaha steht widerspricht der Madhhab von Ahmad sowie seinen Aussagen, ganz zu schweigen von den Aussagen des Gesandten Allahs ."
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    Könnte man diese allgemeine Aussage mal näher erläutern ? den Werke wie Al-Iqnaa' und Al-Muntaha sind sehr bekannt und Wertvoll deshalb würde ich gerne mal wissen in welchen Masa'il die Hanbaliten Imam Ahmad widersprechen. Barak Allahu feek

    أَرى أُمَّتي لا يُشرِعونَ إِلى العِدا * رِماحَهُمُ وَالدِّينُ واهي الدَّعائِمِ
    أَتَهويمَةً في ظِلِّ أَمنٍ وَغِبطَةٍ * وَعَيشٍ كَنُّوارِ الخَميلَةِ ناعِمِ؟!


    :“Der von Allah am meisten gehaßte Mensch ist der unverschämt Streitsüchtige”
    (Bukhari)



    Er sieht ein Stäubchen im Auge seines Bruders, aber sieht nicht die Verstümmelung in seinem (eigenen) Auge.






  6. #6
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    Vielleicht sollte man lesen was der Shaykh vorher und nachher erwähnt. Es geht um die Leute, die nur aus diesen beiden Büchern nehmen und nix anderes nehmen. Und wenn jemand etwas anderes erwähnt, als was in diesen paar Büchern steht, sagen sie, das ist gegen den Madhhab von al-Imaam Ahmad.

    Und weiterhin kritisiert der Shaykh, dass diese Leute die Bücher des Hadeeth und der Erklärungen nicht mehr lesen und in den Schränken stehen.

    So sieht die Aussage doch gleich ganz anders aus

    :قال العلامة إبن القيم
    أتحب اعداء الحبيب وتدَّعي ::: حبا له !! ما ذاك في الإمكان
    وكذا تُعادي جاهداً أحبابه ::: أين المحبة ؟! يا أخا الشيطان


    Liebst du etwa die Feinde des Geliebten und behauptest (gleichzeitig) --- ihn zu lieben, obwohl dies nicht geht?
    Genauso verfeindest du dich, mühevoll, mit seinen Geliebten! --- Wo ist die Liebe, o Bruder des Shaitaan?!


  7. #7
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    Assalaamu 'alaykum,

    Vielleicht sollte man diesen Thread in den Zahiri-Sammelthread verschieben? Die Inhalte überschneiden sich doch teils...

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