Dieser Ijmāʾ der Ṣaḥāba, von dem du redest, wird von Shaykh ibn ʿUthaymīn, Ibn Taymiyyah und al-Maruzi berichtet. Doch muss man fairerweise sagen, dass die meisten Gelehrten diese Ansicht nicht teilen. Die meisten Gelehrten sind der Ansicht, dass es kein Ijmāʾ in dieser Sache gibt.
Ibn Hazm z.B. berichtete z.B. von nur 17 Ṣaḥāba, welche sagten, dass derjenige der nicht betet ein Kāfir ist.
Ich denke, dass Bruder Muaawiyah schon die Genugtuung erbracht hat. Dennoch muss noch auf eine wichtige Sache in dieser Thematik hingewiesen werden. Ich sage - und bei Allāh liegt der Erfolg:
ʿAbdullāh bin Shaqīq al-ʿUqailī (رحمه الله) sagte: "Die Gefährten [des Propheten] Muḥammads (صلى الله عليه وسلم) pflegten nichts von den unterlassenen Handlungen als Kufr zu betrachten, außer das Gebet."
Diesen Ḥadīth verzeichnete al-Tirmiḍī (2622), sowie auch Ibn Abī Shaibah (6/172) in seinem Muṣannif und Muḥammad bin Naṣr in Taʿḍhīm Qadr al-Ṣalāh (2/904). Imām al-Nawawī sagte in al-Maḍmūʿ (3/16): "Sein Isnād ist authentisch."
Ibn Ḥaḍar (رحمه الله) sagte in al-Tahḍīb über ʿAbdullāh bin Shaqīq: "Er überlieferte von seinem Vater [...], ʿUmar, ʿUthmān, ʿAlī, Abī Ḍarr, Abī Hurairah, ʿĀ'ishah, Ibn ʿAbbās, Ibn ʿUmar, ʿAbdullāh bin Abī al-Ḍadʿā', ʿAbdullāh bin Surāqah und Aqraʿ, dem Mu'aḍḍin von ʿUmar, sowie auch von anderen. [...] Al-Haiṭam bin ʿAdyy und Muḥammad bin Saʿd sagten: Er ist gestorben, als al-Ḥaḍḍāḍ über den Irak regierte. Abu Khalīfah sagte: Er ist nach dem ersten Jahrhundert gestorben. Andere sagten: Er ist im Jahre 108 gestorben. [...]"
Al-Ḍahabī (رحمه الله) sagte in al-Kāshif: "ʿAbdullāh bin Shaqīq al-Baṣrī [überlieferte] von ʿUmar, Abī Ḍarr und den Großen."
Dadurch, dass ʿAbdullāh bin Shaqīq von ʿUmar und anderen großen Gefährten des Propheten (صلى الله عليه وسلم) überlieferte. Darüber hinaus verstarb er im Jahre 108 n.H. gemäß der überlieferten Angaben. Ist es da nicht irrsinnig zu behaupten, dass ʿAbdullāh bin Shaqīq (رحمه الله) nur von 17 Ṣaḥābah überlieferte? Darauf werde ich - in shā'a Allāh - später näher eingehen.
Des Weiteren überlieferte ʿAbdullāh bin Shaqīq von Abī Hurairah, der sagte: "Die Gefährten des Gesandten Allāhs (صلى الله عليه وسلم) pflegten nichts von den unterlassenen Handlungen als Kufr zu betrachten, außer das Gebet."
Diesen Ḥadīth verzeichnete al-Ḥākim (1/48) und sagte: "Dieser [Ḥadīth] erfüllt die Kriterien der Shaykhain [also: Buchārī und Muslim]." Und al-Ḥākim genügt als Indiz für die Richtigkeit dieser Überlieferung. Sollte jemand al-Ḥākim zurückweisen wollen, so möge er wissen, dass er ein erbärmlicher Diener ist.
Der Gesichtspunkt in dieser Beweisführung ist, dass in diesem Fall nicht ʿAbdullāh der Berichtende ist, sondern Abū Hurairah (رضي الله عنه), und niemand leugnet seine Vertrauenswürdigkeit, außer die abscheulichen Rawāfiḍh. Möchte hiernach jemand behaupten, dass Abū Hurairah behauptet hat, dass ein Konsens unter den Gefährten existiert, während er niemals existiert hat? Möchte jemand behaupten, dass Abū Hurairah nur wenige Gefährten getroffen hat? Niemand würde es behaupten, außer ein wahnsinniger Mensch.
Auch wenn ʿAbdullāh bin Shaqīq alleinig den Konsens übermitteln würde, wie man in seinen Worten sieht, so besteht immer noch der Fall, dass er niemanden traf, der den Gefährten - die den Takfīr aussprachen - widersprach. Somit ist das Schweigen der Gefährten ein Indiz dafür, dass sie mit den Worten der Gefährten, die den Takfīr aussprachen, einverstanden waren. Somit sind sich alle Gefährten einig, dass das ledigliche Unterlassen des Gebetes als Kufr gilt.
Betrachten wir einmal die Worte von ʿUmar bin al-Khaṭṭāb (رضي الله عنه), der sagte: "Keinen Anteil am Islām hat jener, der das Gebet unterlassen hat.", und in einer anderen Überlieferung heißt es: "Keinen Islām für den, der nicht betet."
Diesen Ḥadīṭh überlieferte Ibn ʿAbdilbarr (رحمه الله) in al-Istiḍkār. Bevor wir auf den Ḥadīth zu sprechen kommen, möchte ich hier die Stellung von ʿUmar (رضي الله عنه) sprechen. Es genügt alleinig, dass ʿUmar dieses Urteil sprach, da uns anbefohlen wurde unter anderem ʿUmar nach dem Gesandten zu folgen, wie im Ḥadīth: "Folgt den beiden nach mir: Abū Bakr und ʿUmar." Des Weiteren sprach der Gesandte Allāhs (صلى الله عليه وسلم): "Nun, wenn sie Abū Bakr und ʿUmar gehorchen, dann werden sie rechtgeleitet." Des Weiteren sagte der Gesandte Allāhs (صلى الله عليه وسلم): "Euch ist meine Sunnah und die Sunnah der rechtgeleiteten, rechtleitenden Khalīfen nach mir aufgetragen worden. Beißt euch an ihr mit euren Eckzähnen fest." Und der Gesandte Allāhs (صلى الله عليه وسلم) sagte: "In den vergangenen Nationen vor euch verweilten unter ihnen Muḥaddaṭhūn. Wahrlich, wenn es in meiner Nation einen von ihnen geben sollte, dann ist es ʿUmar bin al-Khaṭṭāb."
Des Weiteren sprach al-Muḥadditḥ Sulaimān bin Nāṣir al-ʿUlwān (فك الله أسره) über die Stellung ʿUmars in seiner Schrift "Muhimmāt ul Masā'il fī Masḥi ʿalā al-Khuffain" folgende Worte: "Wie dem auch sei. Durch al-Aṭhrām entsteht ein Argument, so ist es nicht bekannt, dass einer von den Gefährten ʿUmar und ʿUqbah widersprochen hat. Und die Handlung von ʿUqbah weist darauf hin, dass dieser Sachverhalt bekannt unter den Gefährten war. [...] Und wenn seine Handlung durch seinen [eigenen] Ijtihād entstanden ist, so hat ihn ʿUmar darin bekräftigt. Und er ist ein rechtleitender Khalīf, der Eingebungen erhalten hat, und der Prophet (صلى الله عليه وسلم) befal uns ihm zu folgen."
Fest steht aber auch, dass ʿUmar diese Worte in der Nacht tätige, als er ermordert wurde, und man zu ihm sagte: "Bist du in der Lage zu beten?". Wenn dies feststeht, dann ist es auch offenkundig, dass niemand ʿUmar hierin widersprach.
Shaikh ul Islām Ibn Taimiah (رحمه الله) sagte: "Und weil dies der Konsens der Gefährten ist. ʿUmar sagte, als als man ihn ansprach, während er auf dem Weg zum Gebet war: Ja, keinen Anteil am Islām hat jener, der das Gebet unterlässt. Und seine Geschichte ist im Ṣaḥīḥ. Und in einer anderen Version lautet es: Keinen Islām hat jener, der nicht betet. Dies verzeichnete al-Naḍḍād. Und dies sagte er in Anwesenheit der Gefährten."
Bekräftigt wird dies auch dadurch, was Ibn Masʿūd sagte: "Kein Muslim ist jemand, der das Gebet unterlässt." Diesen Ḥadīth überlieferte unter anderem Ibn ʿAbdilbarr in al-Istiḍkār.
Es genügt schon, dass Ibn Masʿūd dies gesagt hat, da der Gesandte Allāhs (صلى الله عليه وسلم) sagte: "Folgt der Rechtleitung von 'Ammar und haltet daran fast, was euch Ibn Mas'ud berichtet hat."
Möchte man denn nicht ʿUmar allen voran und Ibn Masʿūd, sowie auch Abū Hurairah folgen, während der Gesandte Allāhs (صلى الله عليه وسلم) explizit befehligte den beiden Ersteren zu folgen, und worüber hinaus jedem bekannt sein sollte, dass niemand von den Gefährten ihnen widersprach?
Und Allāh weiß am Besten
Euer Bruder Abu al-Qaa-Qaa


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