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Thema: Der Tyrann ist beseitigt! Was nun?

  1. #1
    Moderator Avatar von Al-Faris
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    Der Tyrann ist beseitigt! Was nun?



    Viel wurde in den letzten Wochen über die Tyrannen der arabischen Welt gesprochen. Keine Freitagspredigt, Nachrichtensendung oder Diskussionsrunde verging ohne das auf die aktuelle Lage eingegangen wurde. Die Massen waren sich einig, der Tyrann muss beseitigt werden. Die Frage die sich mir nun stellt ist, wie geht es weiter? Was hat sich an der Lage verändert und ist wirklich der erhoffte islamische Wandel eingetreten?

    Vielleicht kann man einige Info's dazu posten.

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  2. #2
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    In Tunis attackierten Islamisten unterdessen eine Straße im Rotlichtbezirk und versuchten, Bordelle in Brand zu setzen. Die Angreifer wurden nach Angaben eines Polizisten von Sicherheitskräften auseinandergetrieben, das Militär war demnach mit Hubschraubern vor Ort im Einsatz. Dutzende Islamisten hatten nach dem Freitagsgebet vor dem Innenministerium für die Schließung von Bordellen demonstriert. "Nein zu Prostituierten-Häusern in einem muslimischen Land", riefen sie, bevor sie in die Straße im Rotlichtbezirk marschierten.
    http://www.google.com/hostednews/afp...eed61e4cb1.461

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  3. #3
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    ,

    Zitat Zitat von Al-Faris Beitrag anzeigen
    Die Frage die sich mir nun stellt ist, wie geht es weiter? Was hat sich an der Lage verändert und ist wirklich der erhoffte islamische Wandel eingetreten?


    Zitat Zitat von Abou Jandal Beitrag anzeigen
    liebe Geschwister,

    hier ein interessanter Artikel über die Geschehnisse in Ägypten und Tunesien vom kanadischen Global Research Institut (er wurde aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt):

    Prof. Michel Chossudovsky

    Das Mubarak-Regime könnte angesichts der landesweiten Protestbewegung zusammenbrechen. Welche Chancen böte das für Ägypten und die arabische Welt? – »Diktatoren« herrschen nicht uneingeschränkt, sie gehorchen Befehlen – das gilt gleichermaßen für Ägypten, Tunesien und Algerien. Diktatoren sind ausnahmslos politische Marionetten. Diktatoren entscheiden nicht. Präsident Hosni Mubarak war ebenso wie Ben Ali ein gewissenhafter Diener westlicher Wirtschaftsinteressen. Die Protestbewegung richtet sich gegen die Regierung des Landes. Ziel ist es eher, die Marionette abzusetzen, als den Puppenspieler.

    [...]

    Weiterlesen: http://derhonigmannsagt.wordpress.co...chen-befehlen/
    Es geht darum, dass man unabhängig wird (vom Westen) und sich nicht von ihren Medien, 'Entwicklungshilfen' etc. einlullen lässt.

    Huch, ein Unrechtsstaat!

    Sprachwandel, schneller als die Revolution erlaubt: Binnen weniger Tage wurde Hosni Mubarak vom honorigen Staatspräsidenten zum Diktator. Seltsam ist das schon. Ein Kommentar
    http://www.zeit.de/kultur/2011-02/aegypten-sprache

  4. #4
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    In Tunesien wächst die Angst vor den Radikalen

    München - Eine Bloggerin erhält Morddrohungen, ein Fernsehsender wird attackiert, eine Universität lahmgelegt: Immer häufiger kommt es in Tunesien zu Zwischenfällen mit Islamisten. Am Samstag protestierten daher Zehntausende im Zentrum von Tunis, um Freiheiten und Menschenrechte zu verteidigen. Zu dem Marsch entlang der Avenue Bourguiba, dem zentralen Boulevard von Tunis, hatten die linken Oppositionsparteien sowie Menschenrechtsgruppen aufgerufen. Es war die erste große Demonstration seit den Wahlen im vergangenen Oktober, bei denen die gemäßigte islamistische Partei Ennahda stärkste Kraft wurde.

    Auslöser für die Proteste war vor allem eine Attacke auf den privaten Fernsehsender Nessma TV. Dieser hatte den Film einer iranischen Regisseurin gezeigt, der angeblich gotteslästerliche Bilder enthält. Daraufhin hatten radikale Islamisten das Gebäude von Nessma TV gestürmt. Dessen Chefredakteur Nabil Karoui wurde verklagt. Beim Prozess Anfang dieser Woche kam es zu Demonstrationen, bei denen ein junger Salafist einen Journalisten bedrohte. Auch die Tageszeitung Le Maghreb erhielt Drohungen, nachdem sie über ein salafistisches Emirat im nordtunesischen Sejnane berichtet hatte.

    An der Samstagsdemonstration nahmen viele Intellektuelle teil. Sie sind besonders beunruhigt, seitdem Salafisten Ende vergangenen Jahres die Fakultät von Manouba in der Nähe von Tunis zwei Monate lang lahmgelegt hatten. Sie wollten damit erzwingen, dass Studentinnen einen schwarzen Ganzkörperschleier, den Niqab, tragen. Am Freitag schrieb zudem die Bloggerin Lina Ben Mhenni, die für den Friedensnobelpreis nominiert war, auf Facebook, dass ihr Name auf einer Todesliste von Salafisten auftauche. Der Süddeutschen Zeitung sagte Ben Mhenni, sie werde häufig als Hure oder Zionistin beschimpft. 'Die Islamisten sind sehr aggressiv und werden sofort gewalttätig, wenn man sie kritisiert.'

    Die oppositionellen Sozialisten kritisieren, dass die Regierung sich den Salafisten gegenüber zu freundlich verhalte. Sihem Bensedrine, eine der bekanntesten Oppositionellen Tunesiens, warnt davor, dass die Regierung schwach sei. Beängstigend sei, sagte Bensedrine der SZ, dass die Islamisten sich von den Kräften des alten Regimes, insbesondere der Sicherheitspolizei, manipulieren ließen.
    http://www.sueddeutsche.de/f5z382/44...alafisten.html

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  5. #5
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    Schura-Wahl in Ägypten hat begonnen

    Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit gehen die Ägypter wieder an die Wahlurnen. Nach den Parlamentswahlen für das Unterhaus stimmen sie nun über Mitglieder der Schura, dem Oberhaus, ab.
    http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15700975,00.html
    Militärrat in Ägypten erwägt raschere Übergabe der Macht


    Kairo - Der Militärrat in Ägypten erwägt eine raschere Übergabe der Macht an eine zivile Regierung. Mohammed El-Choly, Sprecher eines Beratergremiums des Rats, erklärte am Montag, dieses wolle die Lage nach den Straßenprotesten am Jahrestag des Aufstands gegen den damaligen Präsidenten Husni Mubarak entspannen. Ein Vorschlag bestehe darin, die Präsidentschaftswahl, die für Ende Juni geplant ist, vorzuziehen.
    http://www.net-tribune.de/nt/node/98...gabe-der-Macht

    Egypt’s military rulers mull early power transfer as voting for Shura Council resumes
    http://english.alarabiya.net/article...30/191397.html

  6. #6
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    Kairo — Demonstranten gegen die Militärregierung in Ägypten und Sicherheitskräfte haben sich den dritten Tag in Folge Straßenschlachten geliefert. Nahe dem Innenministerium in Kairo bewarfen Demonstranten Polizisten mit Steinen, die Sicherheitskräfte schossen Tränengas und Schrotpatronen ab. Nach einer vorübergehenden Beruhigung flammten die Unruhen am Abend erneut auf.


    In Suez starben nach Angaben von Ärzten zwei Menschen an Verletzungen mit Schrotmunition, die sie bei Zusammenstößen in der Nacht erlitten hatten. Laut ägyptischem Innenministerium gab es seit Beginn der Unruhen am Donnerstag in Kairo und Suez insgesamt zwölf Todesopfer. Weitere 2532 Menschen wurden nach Ministeriumsangaben verletzt.


    In Ägypten liefern sich Demonstranten und Sicherheitskräfte schwere Auseinandersetzungen, seit am Mittwochabend bei Krawallen nach einem Fußballspiel in Port Said 74 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt wurden. Die bei der Parlamentswahl siegreichen islamistischen Muslimbrüder sprachen von politisch motivierter Gewalt. Seit dem Volksaufstand gegen den früheren Machthaber Husni Mubarak vor einem Jahr kommt es in Ägypten immer wieder zu blutigen Unruhen, die Sicherheitslage in dem Land ist äußerst angespannt.
    Erneut Straßenschlachten und Tote in Ägypten

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