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Thema: Sammelthread: Geschichten der Sahaba, Tabi‘in etc.

  1. #1
    Erweitertes Mitglied Avatar von Mohammed Isa
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    Sammelthread: Geschichten der Sahaba, Tabi‘in etc.

    Selam Aleykum,

    Dieser Thread soll unterschiedliche Geschichten, Ereignisse etc. der Sahaba, der Tabi‘un, großer Gelehrten etc. beinhalten.

    wsalam
    "Die Zeit der Belehrungen ist vorbei. Es gab mal eine ungewöhnliche Epoche, in der der Westen die Welt dominiert hat, sie kolonialisiert, sie kontrolliert hat. Diese Epoche ist jetzt vorbei. Endgültig. Hört endlich auf, uns zu erzählen, wie wir unsere Gesellschaften organisieren sollen!"
    (Kishore Mahbubani; Interview im Spiegel)

    „Das Problem ist klar: die Fremden müssen verschwinden. Bilden wir eine gemeinsame Front gegen den Unterdrücker und verstärken wir diese Front durch den bewaffneten Kampf.“
    (Frantz Fanon; Die Verdammten dieser Erde, S. 112)

    "Wenn seine Sprache ein Gewehr ist, nehmt ein Gewehr. Ja, ich sagte, wenn er nur die Sprache eines Gewehrs versteht, nehmt ein Gewehr."
    (Malcolm X)

    "Only blind people will integrate with the enemy"
    (Malcolm X)

  2. #2
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    Amir ul-Mu’minin und seine Frau


    Wie üblich ging Umar ibn al-Khattab (Allahs Wohlgefallen auf ihm), in der Nacht hinaus, um sich um die Bedürfnisse der Leute zu kümmern, und um sicherzustellen, dass jeder sicher war.
    Als er an einem offenen Gebiet in al-Madinah vorbeiging, hörte er das Wehklagen einer Frau, das aus einem kleinen armseligen Haus kam, vor dessen Tür ein Mann saß. Umar grüßte ihn, und fragte wie es ihm ging.
    Der Mann sagte, dass er aus der Wüste gekommen sei, um die Wohltat von Amir ul-Mu’minin (dem Führer der Gläubigen) zu suchen.
    Umar fragte ihn nach der Frau und ihren schmerzerfüllten stöhnenden Lauten, und der Mann, nicht wissend, dass er mit dem Führer der Gläubigen sprach, sagte, „Geh weg, möge Allah gnädig mit dir sein, frag nicht nach dem, was dich nichts angeht.“

    Doch Umar stellte beharrlich dieselbe Frage, und erklärte sich bereit zu helfen, wenn er konnte.
    Und so informierte der Mann ihn: „Sie ist meine Frau, die kurz vor der Geburt steht, doch es ist niemand hier, um ihr zu helfen.“
    Umar verließ den Mann und eilte rasch nach Hause, trat hinein, und sagte zu seiner Frau Umm Kulthum (Allahs Wohlgefallen auf ihr), „Wirst du den Lohn annehmen, den Allah dir gebracht hat?“ Sie sagte, „Und was ist diese Güte und der Lohn, O Umar?“

    Kaum hatte er sie informiert, was geschehen war, trug sie alles zusammen, was sie brauchte, um der Frau bei der Geburt zu helfen, und auch alles was das Neugeborene benötigte.
    Währenddessen nahm der Führer der Gläubigen einen Topf, etwas Fett und Getreide. Er und seine Frau eilten, bis sie dasselbe schäbige Haus erreichten. Während Umm Kulthum hineinging, um der schwangeren Frau zu helfen, blieb Amir ul-Mu’minin mit dem Mann draußen, und kochte das Essen, das er mitgebracht hatte.

    Aus dem Haus rief Umm Kulthum heraus, „O Führer der Gläubigen, gib deinem Gefährten die frohe Botschaft, dass Allah ihn mit einem kleinen Jungen gesegnet hat.“

    Der Mann war überrascht herauszufinden, dass es der Führer der Gläubigen war, der mit ihm saß, und mit ihm kochte; und die Frau war ebenfalls erstaunt herauszufinden, dass es die Frau von Amir ul-Mu’minin war, die gekommen war, um sie zu treffen und ihr in ihrem armseligen Haus zu helfen.

    [Übersetzung aus dem Englischen; Gems and Jewels von Abdul-Malik Mujahid]


    http://schams.wordpress.com

    wsalam
    "Die Zeit der Belehrungen ist vorbei. Es gab mal eine ungewöhnliche Epoche, in der der Westen die Welt dominiert hat, sie kolonialisiert, sie kontrolliert hat. Diese Epoche ist jetzt vorbei. Endgültig. Hört endlich auf, uns zu erzählen, wie wir unsere Gesellschaften organisieren sollen!"
    (Kishore Mahbubani; Interview im Spiegel)

    „Das Problem ist klar: die Fremden müssen verschwinden. Bilden wir eine gemeinsame Front gegen den Unterdrücker und verstärken wir diese Front durch den bewaffneten Kampf.“
    (Frantz Fanon; Die Verdammten dieser Erde, S. 112)

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  3. #3
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    Selam Aleykum,

    Der Führer der Gläubigen

    Fatimah, die Frau von Umar bin Abdul-Aziz betrat einmal sein Gebetszimmer, und fand ihn tränenüberströmt mit seinen Händen auf den Wangen.

    Sie fragte:
    „O Führer der Gläubigen, was ist geschehen, dass dich so weinen lässt?“


    Er antwortete:
    „O Fatimah, wahrlich, ich habe die Verantwortung für die Ummah des Propheten Muhammad (sallallahu alayhi wa sallam) übernommen, und wenn ich an den Zustand des Hungrigen, des Armen, des Verlorenen, des Kranken, des Unterdrückten, des Inhaftierten und des Belasteten denke, fürchte ich, dass am Jüngsten Tag, an dem der Prophet (sallallahu alayhi wa sallam) sie als mein Gegner vertreten wird, kein Beweis zu meinem Gunsten als ihr Beschützer aufgestellt wird. Ich denke mit bedauern an mein Schicksal und weine.“



    [Übersetzt aus dem Englischen; Gems and Jewels von Abdul-Malik Mujahid]


    http://schams.wordpress.com/
    Geändert von Mohammed Isa (02.12.2010 um 13:19 Uhr)
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    (Kishore Mahbubani; Interview im Spiegel)

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    (Frantz Fanon; Die Verdammten dieser Erde, S. 112)

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  4. #4
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    Selam Aleykum,

    Wieso begann Ibn Hazm Al Andalusi den Islam zu studieren?


    In Siyar A’lam an-Nubala (13/547), überliefert adh-Dhahabi, dass Abu Muhammad ‘Abdullah bin Muhammad, der Vater des bekannten spanischen Geleherten Ibn al-’Arabi (nicht der Sufi Kafir Ibn ‘Arabi) sagte:

    “Ibn Hazm berichtete mir über den Grund, wieso er anfing Fiqh zu studieren.

    Er war einst bei einem Totengebet. So betrat er die Moschee und saß sich hin ohne zu beten. Ein Mann sagte dann zu ihm: “Steh auf und bete Tahiyyat al-Masjid” und er war 26 zu der Zeit.

    Ibn Hazm selber sagte: “So stand ich auf und betete. Als wir dann von dem Begräbnis zurückkamen, betrat ich die Moschee und betete bevor ich mich setzte. Dann wurde mir gesagt “Setz dich hin, Setz dich hin. Das ist nicht die Zeit um zu beten,” da es Zeit nach ‘Asr war.

    So ging ich sehr traurig weg. Ich ging zu meinem Lehrer, der mich aufgezogen hatte und sagte: “Zeige mir das Haus von dem Gelehrten Abu ‘Abdillah bin Daahun.” So ging ich zu ihm und erzählte ihm von dem was passiert ist und er zeigte mir al-Muwatta von Malik. So begann ich es bei ihm zu studieren und ich fuhr fort mit dem studieren mit ihm und anderen, in einer Periode von 3 Jahren. Danach begann ich mit den Leuten zu debattieren.

    Nach dem Erwähnen der Geschichte, begann adh-Dhahabi die fast 80 Bücher von Ibn Hazm aufzulisten, welche Ibn Hazm während seiner Lebzeiten geschrieben hat. Das längste war “al-Isal ila Fahm Kitab al-Khisal”, welches eine längere Version von dem bekannten “al-Muhalla” ist und es hat über 15.000 Seiten!!!

    Angesichts, dass Ibn Hazm mit 26 begann den Islam zu studieren und im Alter von 71 Jahren verstarb, heißt es, dass er durchschnittliches 2 Bücher pro Jahr geschrieben hat. Und das sind nur die Bücher die wir von ihm kennen. Er hat über 300 Bücher geschrieben, die von dem damaligen Herrscher, al-Mu’tadid, verbrannt wurden.

    Es ist sehr interessant, dass so ein gewaltiger und einflussreicher Gelehrter, mit sovielen großartigen und brillianten Werken, durch ein einmaliges Ereignes zum studieren führte.

    http://salafiyya.wordpress.com/category/ibn-hazm/

    wsalam
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    (Kishore Mahbubani; Interview im Spiegel)

    „Das Problem ist klar: die Fremden müssen verschwinden. Bilden wir eine gemeinsame Front gegen den Unterdrücker und verstärken wir diese Front durch den bewaffneten Kampf.“
    (Frantz Fanon; Die Verdammten dieser Erde, S. 112)

    "Wenn seine Sprache ein Gewehr ist, nehmt ein Gewehr. Ja, ich sagte, wenn er nur die Sprache eines Gewehrs versteht, nehmt ein Gewehr."
    (Malcolm X)

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  5. #5
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    Selam Aleykum,

    Wortgefecht zwischen Al Hajjaj und Sa’id ibn Jubayr

    Al Hajjaj verfolgte den edlen Gelehrten Sa’id ibn Jubayr seit 8 Jahren, oder mehr bis er ihn letzendlich gefangen nahm.

    Sa’id ibn Jubari war ein Gelehrter der bekannt war für seine Frömmigkeit, für sein großartiges Wissen und Taten. Er war einer der den Jihad führte um die Flagge von “La ilaha ill Allah” zu erhöhen.

    Als er gefangen wurde – wie es in der Geschichte erwähnt wurde von dem Autor von “Tuhfatul Ahwadhi”- trat Sa’id ibn Jubayr bei Al Hajjaj ein und Al Hajjaj fragte ihn: “Wie ist dein Name?” (und er wusste seinen Namen)

    Er antwortete: “Sa’id ibn Jubayr.”

    Al Hajjaj antwortete ihm: “Nein, du bist Shaqy ibn Kusayr.” (Al Hajjaj spielt hier mit den Wörtern: Sa’id heißt glücklich und Shaqy heißt unglücklich und erbärmlich. Jubayr beudetet einer der die gebrochenen Knochen verschient und Kusayr bedeutet einer der die Knochen bricht.)

    Sa’id sagte ihm: “Meine Mutter wusste es besser als sie mich benannte.”

    Al Hajjaj sagte ihm: “Du bist erbärmlich (shaqayta) und deine Mutter ist erbärmlich (shaqiyat)”. Dann sagte er ihm: “Bei Allah, ich wechsel deine Dunya gegen ein höllisches Feuer.”

    Sa’id sagte: “Wenn ich wüsste, dass du das machen könntest, würd ich dich zum Gott nehmen”

    Al Hajjaj sagte: “Ich habe Gold und Reichtum”

    Taschen voller Gold und Silber wurden vor Sa’id ibn Jubayr ausgebreitet, um ihn zu prüfen.

    Sa’id ibn Jubayr sagte: “Oh Hajjaj, wenn du es gesammelt hast um gesehen und gehört zu werden und um anzugeben und um andere von Allah abzulenken, dann bei Allah, es wird dir nichts gegen Ihn nützen( (lan yughniika).”

    So sagte Al Hajjaj:“Ich habe eine weibliche Sängerin (al-mughaniyya; Al Hajjaj fing wieder an mit den Wörtern zu spielen, antwortend auf Sa’ids Worte “lan yughniika”, mit einem Wort welches ähnlich klingt).”

    Er befahl ihr:“Sing für mich und unterhalte mich.”

    Sa’id ibn Jubayr weinte und Al Hajjaj sagte ihm: “Weinst du aus Freude?”

    Sa’id sagte ihm: “Bei Allah, ich weine nicht aus Freude, aber ich weine wegen dem Sklavenmädchen, welche etwas anderem unterworfen wurde, als wofür sie erschaffen wurde. Sie wurde nicht erschaffen um zu singen und ‘ood (musikalisches Instrument) wurde nicht hergestellt, außer für die Ungehorsamkeit gegenüber Allah.”

    Al Hajjaj sagte: “Nehmt ihn und dreht ihn in eine andere Richtung als die Qibla. Bei Allah oh Sa’id ibn Jubayr, ich werde dich in einer Art und Weise umbringen, in der ich nie jemanden zuvor umgebracht habe.”

    Sa’id ibn Jubayr sagte: “Oh Hajjaj, entscheide selber welche Ermordung du willst, bei Allah du wirst mich nicht umbringen, außer Allah wird dich in einer Art davon umbringen, so entscheide für dich selber welche Ermordung du willst.”

    Al Hajjaj sagte: “Wendet ihn in eine andere Richtung als die Qibla!”

    Sa’id sagte: “Und Allah gehört der Osten und der Westen; wo immer ihr euch also hinwendet, dort ist das Antlitz Allahs. Wahrlich, Allah ist Allumfassend, Allwissend. (Al Baqara; Aya 115)”

    Al Hajjaj sagte: “Legt ihn in die Erde!”

    Sa’id sagte: “Aus ihr (der Erde) haben Wir euch erschaffen, und in sie werden Wir euch zurückkehren lassen, und aus ihr bringen Wir euch abermals hervor. (Taha; Aya 55)”

    Al Hajjaj sagte: “TÖTET IHN!”

    Sa’id sagte: “La ilaha illa lah, Muhammadun Rasululah. Brings fertig oh Hajjaj, wir werden uns morgen vor Allah treffen. OH ALLAH, gib ihm keine Macht über eine Person nach mir! OH Du der die Tyrannen erschüttert, erschüttere Hajjaj!”

    In diesem Moment bekam Al Hajjaj eine Brandblase auf seiner Hand und er wurde so sauer, wie ein Bulle im ganzen Monat und er brachte Sa’id Ibn Jubayr um.

    Er konnte nicht schlafen wegen dem Schmerz und der Erschöpfung, noch konnte er essen und trinken.

    Al Hajjaj sagte über sich selber: “Keine Nacht ist vergangen, ohne dass ich mich selber gesehen habe, wie ich in Blut schwamm und keine Nacht ist vergangen, ohne dass ich sah wie Al Qiyama standfand und Allah mit mir abrechnete. Für jeden den ich umgebracht habe, wurde ich auch umgebracht, außer bei Sa’id ibn Jubayr, für seinen Mord wurde ich 70x umgebracht.”

    http://salafiyya.wordpress.com/2008/...id-ibn-jubayr/

    wsalam
    Geändert von Mohammed Isa (02.12.2010 um 13:25 Uhr)
    "Die Zeit der Belehrungen ist vorbei. Es gab mal eine ungewöhnliche Epoche, in der der Westen die Welt dominiert hat, sie kolonialisiert, sie kontrolliert hat. Diese Epoche ist jetzt vorbei. Endgültig. Hört endlich auf, uns zu erzählen, wie wir unsere Gesellschaften organisieren sollen!"
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  6. #6
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    Selam Aleykum,

    Ibn Taymiyyas Verhalten beim Eintritt ins Gefängnis

    Es wurde berichtet, dass als Ibn Taymiyya von den Regierungsbeauftragten in das Gefängnis von Alexandria gebracht wurde sah ein Zuschauer ihn und sagte:
    „Mein Meister, das ist die Zeit der Geduld.“

    Ibn Taymiyya schaute ihn an und antwortete ihm:
    „Vielmehr ist es die Zeit dankbar zu sein. Bei Allah, so eine Freude und Zufriedenheit kommt von meinem Herz in diesem Moment, sodass wenn es aufgeteilt wird zwischen den Leuten von Shaam und Ägypten, etwas übrig bleiben würde und wenn ich dieses Maß in Gold hätte und es verteilen würde, wäre es nur ein Zehntel von dem Segen welches ich spüre."

    Später, am Montag den 6. Sha’ban im Jahre 726 nach Hijra, wurde er wieder verhaftet auf Anordnung des Herrschers in das Citadel Gefängnis in Damaskus gebracht. Als er es hörte sagte er:
    „Ich habe darauf gewartet und es beinhaltet ein großen Nutzen.“

    Als er dann im Gefängnis war sagte er:
    „Wenn dieses Gefängnis für Gold eingetauscht worden wäre, bin ich der Meinung, dass dies nicht den Segen in dem ich bin und das Gute welches es mir brachte, erstatten kann.“

    Als er in in die Zelle des Citadel Gefängnis in Damaskus eintrat und die Wände betrachtete rezitierte er den Vers:

    „Dann wird zwischen ihnen eine Mauer mit einem Tor darin errichtet werden. Innerhalb davon befindet sich die Barmherzigkeit und außerhalb davon die Strafe.“ (al-Hadid 57:13)

    [Siehe Ibn 'Abd al-Hadis 'al-'Uqud ad-Durriyyah'; Seite. 177-178, 365, und Seite 44 von Ibn al-Qayyims 'al-Wabil as-Sayyib']

    http://salafiyya.wordpress.com/2008/...ins-gefangnis/

    wsalam
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  7. #7
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    Bin ich einer der Unterdrücker?

    Selam Aleykum,

    Imam Ahmad ibn Hanbal


    Ich habe meinen Iman nicht verloren


    Al Hasan ibn Arafah überliefert:
    „Ich besuchte Imam Ahmad ibn Hanbal nachdem er ausgepeitscht und gequält wurde.
    Ich sagte zu ihm „Oh Abu Abdillah, du hast die Stufe der Propheten erreicht“

    Er sagte, „Sei ruhig. Wahrlich ich habe nichts mehr gesehen, als Leute die ihren Deen verkaufen. Und ich sah Gelehrte die mit mir waren, wie sie ihren Glauben verkauften. Also sagte ich mir „Wer bin ich? Was bin ich? Was werde ich morgen zu Allah swt sagen wenn ich vor Ihm stehe und Er mich fragt „Hast du deinen Deen verkauft wie die Anderen?“ Also habe ich zu dem Schwert und zu der Peitsche geschaut und sie ausgewählt. Und ich sagte „Wenn ich sterbe, werde ich zu Allah swt zurückkehren und sage: „Mir wurde gesagt, dass ich sagen soll, dass eine Deiner Eigenschaften etwas Erschaffenes ist. Aber ich habe es nicht getan.“ Danach wird es Ihm überlassen – entweder bestraft er mich oder er ist barmherzig mit mir.“

    Al-Hasan ibn Arafah fragte dann: „Hast du Schmerzen verspürt als sie dich ausgepeitscht haben?“

    Er sagte „Ja, ich spürte den Schmerz bis 20 Peitschenhiebe danach verlor ich die Gefühle (Sie peitschen ihn über 80mal). Danach spürte ich keinen Schmerz und an dem Tag betete ich Dhuhr im Stehen.“

    Al-Hasan ibn Arafah begann zu weinen als er hörte was passierte.

    Imam Ahmad fragte ihn: „Warum weinst du? Ich habe meinen Iman nicht verloren. Wieso sollte es mich danach noch interessieren ob ich mein Leben verliere“

    http://scholarsandmartyrs.wordpress....loose-my-life/


    Bin ich einer der Unterdrücker?

    Als Imam Ahmad ibn Hanbal im Gefängnis war, kam einer der Gefängniswärter zu ihm und fragte:
    “Oh Abu ‘Abdillah” Der Hadith der überliefert wurde über den Unterdrücker und denjenigen die ihm helfen, ist der authentisch?.”

    Imam Ahmad sagte: “Ja.”

    Der Gefängniswärter sagte dann: “Werde ich also als Helfer eines Unterdrückers betrachtet?”

    Imam Ahmad antwortete: “Nein. Die Helfer des Unterdrückers sind diejenigen die deine Haare kämmen, deine Kleider waschen und dein Essen vorbereiten und von dir kaufen und an dich verkaufen. Für dich gilt, dass du einer von den Unterdrückern bist.”

    ['Manaqib al-Imam Ahmad' von Ibn al-Jawzi; Seite. 397]

    http://salafiyya.wordpress.com/2008/...-unterdrucker/

    wsalam
    Geändert von Mohammed Isa (02.12.2010 um 13:39 Uhr)
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  8. #8
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    Selam Aleykum,

    Jamal ‘Abdel Nasser ließ verkünden, dass Sayyid Qutb (rahimah-Allāh) begnadigt würde, falls er sich von dem, was er bislang sagte und tat, distanziere und es für falsch erkläre und sich bei dem Präsidenten Nasser entschuldige.

    Sayyid Qutb (rahimah-Allāh) gab folgende Antwort:

    „Falls ich mit dem Befehl des Rechts erhängt werde, weil ich die
    Todesstrafe gerechterweise verdiene, so ist es rechtlos zu
    widersprechen. Falls ich der Ungerechtigkeit der Falschheit geopfert
    werde, so werde ich mich nicht soweit erniedrigen, als dass ich den
    Unglauben um Entschuldigung bitte.“


    [Einleitung; Zeichen auf dem Weg]

    wsalam
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  9. #9
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    Selam Aleykum,

    Imam Abu Yusuf (rahimahullah)und Imam Abu Hanifah (rahimahullah)

    Sanftmut verschönert nur..


    Al-Imam Abu Yusuf (rahimahullah) ist einer der bekanntesten Gelehrten der Hanafiyyah. Er war einer der herausragendsten Studenten von Imam Abu Hanifah (rahimahullah).

    Abu Yusuf war während seiner Kindheit sehr arm, und sein Vater verbot ihm den Unterricht von Abu Hanifah zu besuchen, stattdessen befahl er ihm zum Marktplatz zu gehen und etwas für den Lebensunterhalt zu verdienen.

    Abu Hanifah war sehr um ihn bemüht, und wies ihn zurecht, wenn er seinen Unterricht versäumte.
    Einmal beklagte sich Abu Yusuf bei Abu Hanifah über seinen Vater.

    Abu Hanifah rief den Vater zu sich und fragte ihn: „Wie viel verdient dein Sohn an einem Tag?“
    Er antwortete: „ Zwei Dirham.“
    Abu Hanifah sagte: „Ich werde dir 2 Dirham geben, wenn du ihm erlaubst zu studieren.“


    So studierte Abu Yusuf bei seinem Lehrer jahrelang.


    Als Abu Yusuf zu einem jungen Mann herangewachsen war, der sich von seinen Kollegen deutlich abhob, traf ihn eine Krankheit, die ihn ans Bett fesselte.
    Abu Hanifah besuchte ihn und sah, dass seine Krankheit sehr ernst war, er wurde traurig darüber und fürchtete, dass er sterben könnte.
    Er verließ Abu Yusuf und sagte zu sich selbst: „Ach Abu Yusuf! Wie sehr ich wünschte, dass du nach mir den Leuten dienst.“
    Abu Hanifah ging schleppend zu seinem Studienkreis, wo seine Studenten auf ihn warteten.

    Nach einigen Tagen erholte sich Abu Yusuf wieder. Er nahm ein Bad, zog sich an und machte sich auf den Weg, um dem Unterricht seines Lehrers beizuwohnen.
    Die Leute um ihn fragten: „Wohin gehst du?“
    Er antwortete: „Zum Unterricht des Schaykhs.“
    Sie sagten: „Auch jetzt gehst du noch studieren? Du brauchst nicht. Hast du nicht gehört, was dein Schaykh über dich gesagt hat?“
    „Was hat er gesagt?“, fragte er.
    Sie sagten: „Er sagte: ’Ich wünschte, du würdest den Leuten nach mir dienen’, damit ist gemeint, dass du Abu Hanifah’s gesamtes Wissen erlernt hast, und wenn der Lehrer heute sterben sollte, würdest du seinen Platz einnehmen.“

    Abu Yusuf war von sich selbst beeindruckt und ging zur Masjid, wo er in der Ecke Abu Hanifah’s Studienkreis sah, also ging er in eine andere Ecke und begann zu unterrichten und Rechtsurteile abzugeben.
    Abu Hanifah bemerkte den neuen Studienkreis und fragte „Wessen Studienkreis ist das?“
    Sie, sagten „Abu Yusuf’s.“
    „Ist er genesen?“ fragte er.
    „Ja“ sagten sie.
    Abu Hanifah fragte: „Warum ist er nicht zu unserem Unterricht gekommen?“
    Sie sagten: „Es wurde ihm erzählt, was du über ihn gesagt hattest, also hat er begonnen die Leute zu unterrichten, da er nichts mehr zu lernen braucht.“
    Abu Hanifah dachte nach, wie er diese Sache sanft angehen konnte, und kam auf eine Idee, mit der er Abu Yusuf eine Lektion erteilen wollte.


    Er wandte sich an einen seiner Studenten, und sagte: „O So-und-So, geh zu dem Schaykh, der dort sitzt (d.h. Abu Yusuf) und sag ihm: „O Schaykh! Ich habe eine Frage.“ Er wird sehr erfreut darüber sein, dass du ihm eine Frage stellst, denn er sitzt nur deshalb dort, um Fragen zu beantworten.
    Sag ihm: „Ein Mann gibt sein Kleidungsstück einem Schneider, um es kürzen zu lassen. Als er es nach einigen Tagen abholen kommt, bestreitet der Schneider, dass er sein Kleidungsstück je hatte. Der Mann geht zur Polizei
    (*gemeint sind die damaligen Ordnungshüter) um sich zu beschweren, und diese gehen in das Geschäft und besorgen ihm das Kleidungsstück wieder.
    Die Frage ist: „Verdient der Schneider eine Bezahlung für das Kürzen der Kleidung, oder nicht?“ Wenn er sagt: „Ja, er verdient es“, sag ihm, dass er sich irrt. Und wenn er dir sagt: „Nein, er verdient es nicht“, sag ihm, dass er sich irrt.“


    Der Student freute sich über diese komplizierte Frage, er ging zu Abu Yusuf und sagte: „O Schaykh! Ich habe eine Frage.“
    Abu Yusuf sagte: „Wie lautet deine Frage?“
    Er sagte: „Ein Mann gibt sein Kleidungsstück einem Schneider….“ und noch bevor er am Ende angelangt war, antwortete Abu Yusuf: „Ja, er verdient es bezahlt zu werden, solange er seine Arbeit beendet hat.“
    Der Fragensteller sagte: „Du irrst dich.“
    Abu Yusuf war überrascht und dachte über die Angelegenheit gründlicher nach, und sagte: „Eigentlich, verdient er die Bezahlung nicht.“
    Der Fragensteller sagte: „Du irrst dich wieder.“
    Abu Yusuf blickte ihn an und sagte: „Bei Allah! Wer hat dich hergeschickt?“
    Der Mann deutete auf Abu Hanifah und sagte: „Der Schaykh hat mich gesandt.“

    Abu Yusuf stand von seiner Versammlung auf, ging zum Kreis von Abu Hanifah und sagte: „O Schaykh! Ich habe eine Frage.“
    Abu Hanifah ignorierte ihn.
    Abu Yusuf kam und setzte sich vor dem Schaykh auf die Knie, und sagte mit gebührendem Respekt: „O Schaykh! Ich habe eine Frage.“
    Er sagte: „Wie lautet deine Frage?“
    Abu Yusuf sagte: „Du kennst die Frage bereits.“
    „Die Frage über den Schneider und das Kleidungsstück?“ fragte Abu Hanifah.
    „Ja“, antwortete Abu Yusuf.
    Abu Hanifah sagte, „Beantworte du die Frage. Bist du kein Schaykh?“
    Er antwortete, „Vielmehr bist du der Schaykh!“


    Abu Hanifah sagte dann als Antwort auf die Frage, „Wir überprüfen, um welche Länge er das Kleidungsstück gekürzt hat. Wenn das Kleidungsstück so gekürzt wurde, dass es der Größe des Mannes passt, dann bedeutet es, dass er die Arbeit vollständig erledigt hatte, erst dann kam ihm die Idee abzustreiten, dass er das Kleidungsstück hat. In diesem Fall, kürzte er das Kleidungsstück für diesen Mann, und verdient es deshalb bezahlt zu werden.
    Aber wenn er das Kleidungsstück gekürzt und es seiner eigenen Größe angepasst hat, dann bedeutet es, dass er es für sich selbst tat, und deshalb verdient er es nicht bezahlt zu werden.“


    Nachdem er das gehört hatte, küsste Abu Yusuf die Stirn von Abu Hanifah und blieb sein Student, bis Abu Hanifah starb. Erst dann saß Abu Yusuf auf seinem Platz und unterrichtete die Menschen.


    Wie schön ist Sanftmut, und wie wunderbar ist es mit solchen Problemen zart umzugehen!

    [Übersetzt aus dem Englischen, „Enjoy Your Life“ von Dr. Muhammad Abd Al-Rahman Al-Arifi]

    wsalam
    Geändert von Mohammed Isa (02.12.2010 um 14:05 Uhr)
    "Die Zeit der Belehrungen ist vorbei. Es gab mal eine ungewöhnliche Epoche, in der der Westen die Welt dominiert hat, sie kolonialisiert, sie kontrolliert hat. Diese Epoche ist jetzt vorbei. Endgültig. Hört endlich auf, uns zu erzählen, wie wir unsere Gesellschaften organisieren sollen!"
    (Kishore Mahbubani; Interview im Spiegel)

    „Das Problem ist klar: die Fremden müssen verschwinden. Bilden wir eine gemeinsame Front gegen den Unterdrücker und verstärken wir diese Front durch den bewaffneten Kampf.“
    (Frantz Fanon; Die Verdammten dieser Erde, S. 112)

    "Wenn seine Sprache ein Gewehr ist, nehmt ein Gewehr. Ja, ich sagte, wenn er nur die Sprache eines Gewehrs versteht, nehmt ein Gewehr."
    (Malcolm X)

    "Only blind people will integrate with the enemy"
    (Malcolm X)

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    Selam Aleykum,

    Beneide keinen der nicht für seine Sache (d.h. Islam) verletzt wurde

    „al Harith ibn Miskin trat bei Imam Ahmad ibn Hanbal ein, während der gefoltert wurde und überliefert: „Yusuf bin ‘Umar bin Yazid erzählten mir, dass Malik ibn Anas sagte: „Az-Zuhri wurde rumgeschleift und ausgepeitscht.“

    Imam Malik sagte auch: „Sa’id ibn al-Musayyib wurde mit einer Peitsche geschlagen und seine Haare und Bart wurden ihm wegrasiert und Abu az-Zinad wurde mit einer Peitsche geschlagen und genauso Muhammad bin al-Munkadir.“

    Und ‘Umar ibn ‘Abd al ‘Aziz sagte: „Beneide keinen der nicht für seine Sache verletzt wurde (d.h. Islam).“

    So wurde Imam Ahmad zufrieden wegen den Überlieferungen von al-Harith.“

    ['Manaqib al-Imam Ahmad'; Seite. 321]

    Und die Leute werden immernoch auf die Probe gestellt für Allah und sie sind geduldig. Zum Beispiel wurden die Propheten getötet, und die rechtschaffenen Leute unter den vergangenen Völkern wurden getötet und verbrannt. Einem von ihnen wurde sogar sein Fleisch mit einem Eisenkamm von seinem Körper getrennt, trotzdem verharrte er auf seine Religion.
    Der Gesandte Allahs wurde vergiftet, genau so Abu Bakr. ‘Umar, ‘Uthman und ‘Ali wurden alle getötet. Al-Hassan wurde vergiftet und al-Husain wurde getötet. ‘Abdullah ibn az-Zubair, ad-Dahhak ibn Qays und Nu’man ibn Bashir wurden ebenfalls getötet und Khubayb ibn ‘Udayy wurde gekreuzigt.

    Al-Hajjaj tötete ‘Abd ar-Rahman bin Abi Layla, ‘Abd ar-Rahman bin Ghalib al-Hidani, Sa’id bin Jubayr, Abu al-Bukhtari at-Ta’i, Kumayl bin Ziyad, und kreuzigte Mahan al-Hanafi. Er kreuzigte auch ‘Abdullah ibn az-Zubair.
    Al-Wathiq tötete Ahmad ibn Nasr al-Khuza’i und kreuzigte ihn.
    Und von den großen Gelehrten die verfolgt wurden waren: ‘Abd ar-Rahman ibn Abi Layla, er wurde von al-Hajjaj mit über 400 Peitschenhieben geschlagen, als al-Hajjaj ihn letzendlich tötete.Abu az-Zinad wurde von Banu Umayyah ausgepeitscht und Abu ‘Amr bin al-’Ala’ wurde von Banu Umayyah mit über 500 Peitschenhieben geschlagen und Rabi’a ar-Ra’i wurde ebenfalls ausgepeitscht von Banu Umayyah.

    ‘Atiyyah al-’Awfi und Yazid ad-Dabiyy wurden beide von al-Hajjaj mit über 400 Peitschenhieben geschlagen.Thabit al-Binani wurde von al-Jarud ausgepeitscht und ‘Abdullah bin ‘Awn wurde über 700x von Bilal ibn Abi Bardah ausgepeitscht.
    al-Imam Malik ibn Anas wurde von al-Mansur mit 70 Peitschenhieben geschlagen und Abu as-Sawwar al-’adawi und ‘Uqbah bin ‘Abd al-Ghafir wurden ebenfalls mehrmals ausgepeitscht.“

    ['Manaqib al-Imam Ahmad'; Seite 322]

    Shabat (einer von Imam Ahmads Folterer, der später Tauba machte) sagte:„Ich peitschte Ahmad ibn Hanbal über 80x aus. Würde ich einen Elefanten mit diesen Schlägen treffen, wäre es zusammengebrochen.

    ['Manaqib al-Imam Ahmad'; Seite 157]

    http://salafiyya.wordpress.com/category/ibn-al-jawzi/

    wsalam
    Geändert von Mohammed Isa (05.12.2010 um 12:14 Uhr)
    "Die Zeit der Belehrungen ist vorbei. Es gab mal eine ungewöhnliche Epoche, in der der Westen die Welt dominiert hat, sie kolonialisiert, sie kontrolliert hat. Diese Epoche ist jetzt vorbei. Endgültig. Hört endlich auf, uns zu erzählen, wie wir unsere Gesellschaften organisieren sollen!"
    (Kishore Mahbubani; Interview im Spiegel)

    „Das Problem ist klar: die Fremden müssen verschwinden. Bilden wir eine gemeinsame Front gegen den Unterdrücker und verstärken wir diese Front durch den bewaffneten Kampf.“
    (Frantz Fanon; Die Verdammten dieser Erde, S. 112)

    "Wenn seine Sprache ein Gewehr ist, nehmt ein Gewehr. Ja, ich sagte, wenn er nur die Sprache eines Gewehrs versteht, nehmt ein Gewehr."
    (Malcolm X)

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