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Thema: Die Ash`aris und der Quran

  1. #1
    Erweitertes Mitglied
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    Islam
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    Ahlu Sunnah
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    Feb 2010
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    158

    Die Ash`aris und der Quran

    Folgende Diskussion habe ich in einem Philosophenforum aufgegriffen und ich wollte euch den Inhalt nicht vorenthalten:

    Mitglied A schreibt:

    Geehrte Geschwister im Islam, mich verwirrt ein Thema bis zum heutigen Tag, und bis jetzt habe ich noch keine Antwort dafür erhalten. Wie in der Überschrift handelt es um den Koran, den wir -Sunna- als Wort Allahs definieren. Die Wahabis definieren den Koran ebenfalls als Wort Allahs . Wo liegt jetzt der Unterschied?
    Der Unterschied ist gewaltig wie man in sha Allah noch sehen wird...

    Meine bisherigen Erkenntnisse sind, dass wir die Definition so erklären, dass es innere Worte sind und Allah ohne Buchstabe und Laut gesprochen hat. Das würde auch bedeuten, dass wir Allah nicht hören können.
    Der markierte Teil ist den Maturidis tatsaechlich nicht fremd! Mitglied B antwortet mit einer Erklaerung was die Fehler der ''Wahhabis'' sind (aber wir überspringen dies, wobei es sich lohnen würde darauf zu einem anderen Zeitpunkt einzugehen):

    Unsere Ansicht - die der Ahlu Sunnah - wird klar wiedergegeben von Sultan al-'Ulama, al-'Izz ibn 'Abdussalam:

    ...Wie kann irgendjemand glauben, dass Ahmad ibn Hanbal und andere der Gelehrten des Wissens der Ansicht waren, dass Allah anfangsloses Attribute essentiell genau das Gleiche sei, wie die Aussprache des Rezitators und die Tinte des Schreibers [wasf Allah al-qadim bi dhatihi huwa aynu lafdh al-lafidhin wa midad al-katibin]! - während Allahs Eigenschaft Anfangslos ist, während die Aussprache in bestimmter Zeit hergestellt wird [haditha], wie es die Vernunft befiehlt und es explizit überliefert wurde in Beweisen?

    Allah erklärt in drei Passagen von seinem Buch, dass sie [die Rezitation und die Niederschrift] nicht anfangslos sind. Die erste Passage ist seine Aussage:

    مَا يَأْتِيهِم مِّن ذِكْرٍ مَّن رَّبِّهِم مُّحْدَثٍ إِلَّا اسْتَمَعُوهُ وَهُمْ يَلْعَبُونَ
    Keine neue Ermahnung kommt zu ihnen von ihrem Herrn, die sie nicht spöttelnd anhörten.[21;2]


    Er bezeichnet das, was zu ihnen kam, als „neu“[muhdath]. Deswegen, jemand der behauptet, dass es Anfangslos ist, hat Allah mit Lüge bezichtigt.

    Ja, dieses „neu“ ist ein Beweis, welches zu der Anfangslosigkeit hindeutet, genauso als würden wir den geehrten Namen Allahs auf ein Stück Papier schreiben; der anfangslose Herr würde niemals dadurch in dieses Papier innewohnen oder inkarnieren [hallan].

    Genauso ist es, wenn seine anfangslose Eigenschaft irgendwo niedergeschrieben wird, dass die geschrieben Eigenschaft nirgendwo innewohnt, wo das schreiben stattfindet.

    Die zweite Aussage ist:
    فَلَا أُقْسِمُ بِمَا تُبْصِرُونَ وَمَا لَا تُبْصِرُونَ إِنَّهُ لَقَوْلُ رَسُولٍ كَرِيمٍ
    „Nein, Ich schwöre bei dem, was ihr seht, Und bei dem, was ihr nicht seht, Daß dies fürwahr das Wort eines ehrenhaften Gesandten ist.“[69;38-40]


    Das Wort des Gesandten ist ein Attribut für ihn. Das Attribut eines Geschaffenen [hadith] ist ebenfalls ein Geschöpf, welches [aber] auf das Anfangslose [yadullu ala al-kalam al-Qadim] Wort hinweist.
    Man beachte den markierten Teil und was unser Fragesteller (A) daraus versteht, der Beitrag von Mitglied B geht noch weiter doch wir überspringen dies in sha Allah, um uns den Rest zu ersparen.

    Mitglied A antwortet:

    Also sollte man daraus verstehen, dass der Koran, den wir zwischen unseren Händen haben, in Wahrheit nicht die Worte Allahs sind, sondern vielmehr ein Ausdruck oder eine "Formulierung seiner inneren Worte" ist.
    Darauf laeuft dieser haeraetische Glauben hinaus...

    Mitglied B antwortet:

    Darf ich fragen, wie du auf so eine Schlussfolgerung nach meinem oben geschriebenen Text kommst? Dort steht nichts dergleichen.
    Hier ist der passende Zeitpunkt, um uns die Worte von dem geehrten Gelehrten des Islam Ibn Qudamah anzuschauen, er sagt in seiner Widerlegung der Ash`aris [dieser Gelehrte ist übrigens frei von dem was sie ihm zuschreiben]:

    Was erstaunlich ist, ist das sie nicht mutig genug sind, ihren Glauben in der Öffentlichkeit bekanntzumachen, noch sagen sie es ausdrücklich, ausser wenn sie alleine sind. Selbst wenn sie die Herrscher oder Statthalter waeren und man ihnen diesen Glauben zuschriebe, würden sie es hassen und verurteilen und stur werden. Sie würden es nur vortaeuschen den Quran zu ehren, den Mushaf zu respektieren und aufstehen wenn sie ihn sehen, doch wenn sie alleine sind würden sie sagen:'Darin ist nichts ausser Papier und Tinte, was sonst ist noch darin?' Und dies gehört zu den Handlungen der Zanadiqah (Munadhara ma’a Ahl al-Bid’a)
    Welche weise Worte dieses grossen Gelehrten, rahimahullah.

    Unser Fragesteller scheint weiterhin verwirrt zu sein und fragt:

    Ich verstehe nicht recht. Wäre es demnach richtig zu sagen, dass Allah nicht spricht? Und als Allah zu Mose' sprach, ließ er ihn in Wahrheit seine Worte hören, sondern er erschuf in Mose' die Wahrnehmung seines Willens.
    Das Ergebniss der Philosophie und nun verstehen wir, warum uns die Salaf so davor warnten.

    Unser ''Experte'' B antwortet:

    1. Wo haben wir gesagt, dass Allah nicht "spricht"? Wir sagen, dass der Qur'an - also nicht die Rezitation, die Buchstaben, die Laute, sondern die Bedeutungen der Rezitation - Allahs Wort ist und Allahs Rede ist unerschaffen. Alles zwischen den zwei Deckeln ist unerschaffen, das bedeutet, nicht, dass die Arabische Grammatik, Syntax etc. unerschaffen ist oder die Buchstaben
    Man beachte den Widerspruch, jemand sollte diesem Unwissenden erklaeren was sich ''zwischen den zwei Deckeln'' befindet.

    Fragesteller A fragt die entscheidene Frage:

    Ich möchte Dir eine Frage stellen und möchte eine ehrliche Antwort haben: Jener Koran, der zwischen unseren Händen und in unseren Regalen liegt, ist dies lediglich ein zweiter (unewiger Koran) - eine Art Erzählung vom urewigen Koran, der nicht teilbar ist?
    Die Antwort eines weiteren Experten C:

    Der Koran ist geschrieben in den Masahif, gelesen durch die Zungen, bewahrt in den Herzen ohne dass er sich in diesen Dingen inkarniert hat. Es gibt nur einen Koran und der Koran ist Kalam Allah unerschaffen. Unterscheide endlich zwischen der Lesung und dem Gelesenen.
    Diese Heuchelei ist gewaltig, möge Allah ihren Glauben aufdecken und vernichten.


  2. #2
    Ibnu Ṣalāḥ al-Būnawī
    Nicht registriert



    Geehrter Bruder Abdullah, möge Allāh dich für diesen Thread belohnen.

    Hier noch ein hervorragender Artikel, auf Englisch, zum Thema Qurʿān bei den Aschʿairah

    http://www.asharis.com/creed/article...is-created.cfm

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