

Muslimische Familien verhalten sich recht verschiedenartig wenn ihre Kinder sich von der Religion entfernen. Bei minderjährigen Kindern gibt es gewöhnlicherweise keine Ausgrenzung, sondern, ganz im Gegenteil, eher eine stärkere Bindung um dieses Defizit zu beseitigen.
Sollten jedoch die Kinder schon das Erwachsenenalter erreicht haben, dann kommt es durchaus vor das die Familie sich von ihrem Kind lossagt. Das ist aber eher die Minderheit (nach meiner Erfahrung). Die meisten Eltern lieben tatsächlich ihre Kinder und machen sich auch selber Vorwürfe (speziell hier im nichtmuslimischen Ausland oft zurecht) und versuchen mit Liebe und Weisheit dieses Defizit zu beseitigen.
Man muß aber auch ehrlich sein und den Zustand vieler sogenannter "Muslime" hier in Deutschland richtig darstellen. Ein nicht kleiner Anteil unter den Türken, Albanern, Bosniern, Arabern usw ist eher dem Nationalismus verfallen als das sie den Islam für sich in Anspruch nehmen. Unter ihnen ist ein Abfall vom Islam eher eine KLeinigkeit...oft wird eine Entfernung von den islamischen Traditionen sogar gefördert.
Man kann "die Muslime" nicht über einen Kamm scheren. Auch wir sind sehr verschiedenartig in unseren Verhaltensformen.
Ibn Rainer