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Thema: Werden Muslime auch respektiert, die sich entscheiden, nicht mehr an Allah zu glauben

  1. #1
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    Werden Muslime auch respektiert, die sich entscheiden, nicht mehr an Allah zu glauben

    Im Internet habe ich gelesen, dass es im Islam erwünscht ist, dass die Männer und Frauen unter sich heiraten und dafür sorgen sollen, dass die Kinder muslimisch erzogen werden sollen.
    Wenn sich aber ein Türke/Araber oder eine Türkin/Araberin entscheidet, eine Nichtmuslimin bzw. einen Nichtmuslimen zu heiraten, den Glauben aufgibt und die Kinder nicht muslimisch erzieht, wird diese Entscheidung von der eigenen Familie respektiert?

    Wäre es nicht besser, wenn es mehr Mischehen geben würde zwecks besserem Verständnis und Integration?

  2. #2
    Administrator Avatar von Tariq
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    Hallo Nicole,
    Mischehen sind durchaus möglich, so dürfen muslimische Männer christliche oder jüdische Frauen heiraten, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, etwa dass die Frau keine Unzucht betrieben hat, was heute aber leider selbst unter Christen Gang und Gebe ist. Auch das Heiraten von Atheistinnen und Anhängerinnen anderer Religionen als dem Christen- oder Judentum ist nicht gestattet. Auch ist es dem Muslim unter keinen Umständen erlaubt seine Religion aufzugeben. Wer dies dennoch tut, den erwartet das ewige Höllenfeuer, und auch im Diesseits wird er - zumindest in einem islamischen Staat - bestraft.

    Was muslimische Frauen angeht, sie dürfen nur muslimische Männer heiraten.

    So manche Mär schon ist entsprungen,
    der wilden Turbanträger Phantasie.
    Fast möchte man sie hören,
    der Torheit schrille Melodie:
    Wäre ich ein Mensch, so feixt sie schallend,
    dann gewiss ein Rafidi!


  3. #3
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    Hallo Tariq,

    danke für die Antwort. Aber richtig beantwortet ist meine Frage noch nicht. Wenn ein Moslem also eine Nichtgläubige heiratet oder seine Religion aufgibt, wird er dann von seiner Familie ausgestoßen oder trotzdem akzeptiert?

    Ich habe eher das Gefühl, dass so etwas nicht akzeptiert wird.

  4. #4
    Erweitertes Mitglied Avatar von Al-Hubb
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    Hallo Nicole,

    das kommt ganz darauf an, wie religiös (oder auch nicht) seine Familie ist.
    Wenn sie quasi "nur auf dem Papier" Muslime sind, aber nicht praktizieren und ihnen ihre Religion egal ist, wird dem Angehörigen der Familie, der genauso handelt (oder handeln will) wohl eher nichts geschehen.

    Ohnehin hat er weniger seine Familie oder deren Traditionen oder deren "Verlust der Familienehre" zu fürchten, als Gott - und damit die gerechte Strafe, die er erhalten wird.
    Geändert von Al-Hubb (05.09.2010 um 23:02 Uhr)

  5. #5
    Abū Muḥammad
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    Ich möchte um des Verständnis Willen noch anmerken, dass jemand, welcher sich entscheidet, einen anderen Weg als den Weg des Islāms zu gehen, dadurch zu einem Abtrünnigen sprich Ungläubigen geworden ist. Das bedeutet, dass diese Person somit kein Muslim mehr darstellt. Niemand obgleich Vater oder Mutter würde es jemals akzeptieren, wenn sich das Kind oder der Ehepartner (welcher in diesem Fall geschieden wäre) für die Abtrünnigkeit entscheiden würde. Denn dies würde bedeuten, dass sich diese Person geradewegs ins Verderbnis stösst, sowohl im Diesseits wie auch für Ewigkeiten im Jenseits. Welche Eltern würden das denn akzeptieren?

  6. #6
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    Da hört sich der Islam für mich aber nicht sehr tolerant an. Ich würde mein Kind immer lieben, egal für welches Religion es sich entscheidet. Da scheint doch das Christentum moderner zu sein.

  7. #7
    Erweitertes Mitglied Avatar von Al-Hubb
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    Nicole, es kommt nicht im geringsten darauf an, welche Religion "modern" ist und welche nicht.
    Es geht einzig um den Glauben an die Religion an sich. Und wenn man von seiner Religion überzeugt ist (egal, welche) und sie auch wirklich ausübt, dann hält man sich eben an ihre Gesetze.
    Und glaub mir, in der Bibel zum Beispiel stehen Gebote und Verbote, von denen die meisten Christen keine Ahnung haben! Eben, weil ihnen ihre Religion egal ist und sie nicht danach leben.
    So zum Beispiel die U-Boot-Christen (die, die einmal im Jahr auftauchen und zu Weihnachten in die Kirche gehen).


    Zitat Zitat von Abū Muḥammad Beitrag anzeigen
    Niemand obgleich Vater oder Mutter würde es jemals akzeptieren, wenn sich das Kind oder der Ehepartner (welcher in diesem Fall geschieden wäre) für die Abtrünnigkeit entscheiden würde. [...] Welche Eltern würden das denn akzeptieren?
    Bruder, auch wir Muslime dürfen keine rosarote Brille tragen.
    Es gibt Eltern, denen ihre Religion so dermaßen egal ist (oder sie verabscheuen sie gar), dass es ihnen rein gar nichts ausmacht, wenn ihr Kind sich von dieser Religion lossagt.
    Geändert von ʿAbd al-Ḥakam (06.09.2010 um 00:16 Uhr)

  8. #8
    Moderator Avatar von Al-Faris
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    Der Islam ist eine Botschaft für alle Zeiten und daher ist sie sozusagen immer modern und der Maßstab für das was gut und schlecht ist. Die Menschen meinen sich immer, aufgrund ihrer eigenen Arroganz oder ihrer mangelnden Einsicht, anmaßen zu können selbst zu entscheiden was gut und schlecht für sie und ihre Umgebung ist. Dies ist jedoch ein fataler Fehler, doch die meisten wissen es nicht. Allah sagt uns im Qur'an (sinngemäße Bedeutung): {Sag: Sollen Wir euch Kunde geben von denjenigen, die an ihren Werken am meisten verlieren, deren Bemühen im diesseitigen Leben fehlgeht, während sie meinen, daß sie gut handeln würden? Das sind diejenigen, die die Zeichen ihres Herrn und die Begegnung mit Ihm leugnen. So werden ihre Werke hinfällig, und so werden Wir ihnen am Tag der Auferstehung kein Gewicht beimessen. }

    Wie soll man nun akzeptieren, dass das eigene Kind ins Verderben läuft? Kein Elternteil kann dies auch nur im geringsten gutheißen. So kennen wir die Geschichte Noah's. Sein Sohn war ungläubig und dennoch hatte er Zuneigung für ihn bis Allah ihm mitteilte, dass er nicht zu seiner Familie gehöre. Die wahre Zugehörigkeit bestimmt sich durch den Islam und die Verbundenheit mit ihm.

    قال أبو إدريس الخولاني [رحمه الله]: ما على ظهرها من بشر لا يخاف على إيمانه أن يذهب إلا ذهب، والله أعلم


  9. #9
    Gesperrt Avatar von Ibnu Ṣalāḥ al-Būnawī
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    Zitat Zitat von Nicole Beitrag anzeigen
    Da hört sich der Islam für mich aber nicht sehr tolerant an. Ich würde mein Kind immer lieben, egal für welches Religion es sich entscheidet. Da scheint doch das Christentum moderner zu sein.
    Hallo Nicole,
    wie kann es sein, das die Eltern/Familien Muslime sind, vom Islām überzeugt und auch dran glauben, das jeder Nicht-Muslim ewig in der Hölle verweilen wird, aber gleichzeitig lässt man sein Kind Abtrünnig werden und ihn ins verderben laufen lassen? Wenn man sein Kind wirklich liebt sollte man ihn erst recht davon abhalten!

  10. #10
    Abū Muḥammad
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    Zitat Zitat von Al-Hubb Beitrag anzeigen
    Bruder, auch wir Muslime dürfen keine rosarote Brille tragen.
    Es gibt Eltern, denen ihre Religion so dermaßen egal ist (oder sie verabscheuen sie gar), dass es ihnen rein gar nichts ausmacht, wenn ihr Kind sich von dieser Religion lossagt.




    Jazāka llāhu chayran.

    Akhī, mir ist wohl klar, dass es viele Menschen gibt, die so etwas nicht interessiert. Jedoch sprach ich von Muslimen und nicht von welchen, die einem anderen Dīn folgen oder denen ihre Religion egal ist.

    Da hört sich der Islam für mich aber nicht sehr tolerant an. Ich würde mein Kind immer lieben, egal für welches Religion es sich entscheidet. Da scheint doch das Christentum moderner zu sein.
    Der Islām ist sehr wohl tolerant, aber nur im Rahmen des Guten, so dass es nicht zum Uebel sowie zur Wertelosigkeit für die Gesellschaft führt und solange es sich nicht im Ungehorsam gegenüber dem Schöpfer bewegt. Die Gesetze des Islāms sind vom Allweisen und Allmächtigen Schöpfer herabgesandt worden, welches somit die beste Gesetzgebung ist und in welcher keinerlei Schaden, sondern sehr viel Nutzen und Segen für die Menschheit steckt.

    Allāh sagt im Qur'ān:{„… Dies ist Mein Weg, ein gerader. So folgt ihm! Und folgt nicht den (anderen) Wegen, damit sie euch nicht von Seinem Weg auseinanderführen! …“ (6:153)}

    So sagte auch schon der Prophet Muḥammad : „Die wahrhaftigste Rede ist das Buch Allahs und die beste Führung ist die Führung von Muhammad und die übelsten aller Dinge sind diejenigen, die neu eingeführt wurden.Weiterhin sagte er : „Wer in dieser unserer Sache (d. h. Islam) etwas Neues begründet, was nicht dazu gehört, ist abzuweisen.“ (Bukhāri #2697; Muslim #1718)



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