يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا كُتِبَ عَلَيْكُمُ الصِّيَامُ كَمَا كُتِبَ عَلَى الَّذِينَ مِن قَبْلِكُمْ لَعَلَّكُمْ تَتَّقُونَ
O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget. [2:183]
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1. Das Fasten und sein Wert
a. Allah der Erhabene, unser Schöpfer, weiß am besten, was gut für uns ist und was nicht. Er hat uns die Dienerschaft Ihm gegenüber vorgeschrieben. Im Qur’an 51/56 heißt es:
„Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen (sollen).“
Das Fasten ist eine gottesdienstliche Handlung, die dem Fastenden sowohl im Diesseits als auch im jenseits Gutes bringt. Zweifelsohne ist das Fasten gesund. Nichtsdestotrotz fasten wir Muslime nicht deswegen,
weil das Fasten gesund ist, sondern um Allah (s.w.t.) zu dienen, indem wir das ausführen, was Er uns befohlen hat. Das Fasten ist eine Pflicht und die unentschuldigte Unterlassung bewirkt eine große Sünde. Durch das Fasten beabsichtigt der Muslim seine Gottesfurcht zu stärken und sich von Sünden fernzuhalten. Er erinnert sich an die Armen und Bedürftigen. Und er behält dadurch die Kontrolle über die menschlichen Triebe.
Vorgeschrieben ist dem Muslim das Fasten im Monat Ramadan.
„Und wer von euch in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten.“
(Qur’an 2/185) Im Übrigen kann der Muslim aber auch freiwillig fasten, wobei es Zeiten gibt, zu denen fasten erwünscht ist, zu denen es erlaubt ist und zu denen es missbilligt oder verboten ist.
b. Abu Huraira (r.a.) berichtete, dass der Gesandte Allahs
sagte: „Das Fasten ist (für den Menschen) ein Schutz, so soll er (während des Fastens) weder Schändlichkeit noch Torheit begehen und wenn jemand ihn zum Zweikampf auffordert oder beschimpft, soll er ihm zweimal sagen: „Ich faste.“ Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass der Geruch aus dem Mund eines Fastenden bei Allah besser ist als Moschus. Allah sagte: „Er (der Fastende) stellt Meinetwegen sein
Essen und Trinken sowie seine Begierde ein. Das Fasten ist Mir gewidmet und Ich belohne entsprechend und jede gute Tat wird gleichermaßen zehnfach belohnt.“ [1]
Sahl (r.a.) berichtete, dass der Prophet
sagte: „Es gibt im Paradies ein Tor, das Ar-Rayyan heißt, durch das die Fastenden am Tage der Auferstehung eintreten werden und kein anderer außer ihnen wird hindurch eintreten. (An jenem Tage) wird ausgerufen: „Wo sind die Fastenden?“ Da stehen diese dann auf und sonst kein anderer außer ihnen wird hineintreten. Wenn sie darin sind, wird das Tor geschlossen und danach tritt keiner mehr durch dieses ein.“ [2]
c. Fasten bedeutet Enthaltung; sich von etwas fernzuhalten, auf etwas zu verzichten, insb. auf Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr. Der Muslim muss sich von allem fernhalten, was das Fasten „bricht“ und zwar zwischen der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang jener Tage, an denen das Fasten vorgeschrieben ist.
„Und esst und trinkt, bis der weiße Faden vom schwarzen Faden der Morgendämmerung für euch erkennbar wird.“
(Qur’an 2/187) Adyy Ibn Hatim (r.a.) berichtete: „Als der Qur`an –Vers „..., bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden der Morgendämmerung für euch erkennbar wird...“, offenbart wurde, nahm ich einen weißen und einen schwarzen Strick und legte die beiden unter mein Kopfkissen. In der Nacht verglich ich laufend die beiden gegeneinander und habe den Farbunterschied nicht erkannt. Als der Morgen anbrach, suchte ich den Gesandten Allahs
auf und erzählte ihm dies. Er sagte zu mir: „Damit ist nur die Finsternis der Nacht und die Helligkeit des Tages gemeint!“ [3] `Umar (r.a.) berichtete: Der Gesandte Allahs
sagte: „Wenn die Nacht hereinbricht und der Tag dahinschwindet und die Sonne untergeht, dann bricht der Fastende das Fasten.“ [4]
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[1] Bukhari (1894)
[2] Buhari (1896)
[3] Buhari (1916)
[4] Muslim (1841)
FORTSETZUNG FOLGT INSHa'ALLAH