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Thema: Die Aufdeckung der Entstellungen der Jahmiah, und die Vernichtung ihrer Beschuldigung

  1. #1
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    Die Aufdeckung der Entstellungen der Jahmiah, und die Vernichtung ihrer Beschuldigung

    Von Abu al-Qaa-Qaa:

    Dies soll als Widerlegung derjenigen dienen, die die Überlieferungen von Imām al-Buchārī aus seinem bekannten Werk gegen die Jahmiah aus ihren Kontexten bringen und ihnen falsche Bedeutungen entsprechend ihres nichtigen Glaubens zuschreiben. Sie haben ihre Schrift mit der Überschrift versehrt, womit ich Abu Bilāl und seine Schaaren meine:



    „Die Erschaffung der Taten der Menschen
    und die Antwort auf die Jahmiyya und die
    Leugner der Gottesattribute“


    Eine Untersuchung des Buches aus der Sicht der Ahlu Sunna
    und die Antwort auf die wahhabitischen Missdeutungen der
    Aussagen der Salaf


    Und ich nenne meine Worte:


    Die Aufdeckung der Entstellungen der Jahmiah;
    und die Vernichtung ihrer Beschuldigungen gegenüber den Wahabiah



    Wir beginnen mit ihrer ersten Entstellung:




    Imām Hammād bin Zayd, möge Allāh Sich seiner erbarmen, sagte: "Der Qurān ist die Rede Allāhs, womit Jibrīl herabgestiegen ist. Sie [die Jahmiah] streiten nur darüber, dass es keinen Ilāh [Gott] im Himmel gäbe."



    Bevor wir auf die Argumentation von Abū Bilāl (eigentlich von Hānī 'Alī ar-Ridhā) kommen, um diese Schritt für Schritt zu widerlegen, möchten wir auf die einzelnen Elemente dieser Worte eingehen; und diese sind:


    • Der Qurān ist die Rede Allāhs, womit Jibrīl herabgestiegen ist


    Diese Überlieferung [S. 8; Mu'assasatu ar-Risālah] erwähnte Imām al-Buchārī, möge Allāh Sich seiner erbarmen, gleich nach der Aussage von Imām Sufiān ath-Thaurī, möge Allāh Sich seiner erbarmen: "Wer behauptet, dass der Qurān erschaffen sei, der ist ein Kāfir." Daraus lässt sich schlussfolgern, dass es sich in diesem Textabschnitt um die Erschaffung des Qurān und die Widerlegung dieses Irrglaubens handelt. Nach dieser Aussage von Imām Ḥammād bin Zayd erwähnte der Imām, möge Allāh Sich seiner erbarmen, die Aussage von Ibn Muqātil: "Ich hörte Ibn al-Mubārak hören: Wer behauptet, dass {Gewiß, Ich bin Allah. Es gibt keinen Gott außer Mir.} erschaffen sei, der ist ein Kāfir. Es steht einem Geschöpf nicht zu dies zu sagen." Und zur Verdeutlichung der Bedeutung dieser Aussage erwähne ich hier noch einmal die Aussage von 'Alī bin 'Āṣim: "Diejenigen, die sagten, dass Allāh einen Sohn habe sind ungläubiger als diejenigen, die sagten, dass Allāh nicht spreche."


    • Die Jahmiah bemühen sich darum die Realität zu negieren, dass Allāh nicht über Seinen Thron ist


    Diese Aussage wird ein weiteres Mal durch die Aussage von Sa'īd bin 'Āmir erklärt. Er sagte, möge Allāh Sich seiner erbarmen: "Die Worte der Jahmiah sind übler als die der Juden und der Christen, denn die Juden, die Christen und die Anhänger aller Religionen sind sich einig darüber, dass Allāh -segensreich und erhaben ist Er- über Seinen Thron ist. Und sie (also: die Jahmiah) sagten: Es gibt nichts über den Thron."


    Demzufolge ist die Aussage von Imām Ḥammād so zu deuten, dass Allāh tatsächlich sprach und Sich über Seinen Thron befindet.


    Kommen wir nun zu der Antwort auf die Aussage von Imām Ḥammād, möge Allāh Sich seiner erbarmen. Der Gegner, möge Allāh ihn rechtleiten sagt: "Ja, der Qurān ist die unerschaffene Rede Allāhs, erhaben und majestätisch ist Er." Diese Aussage ist in der Tat die Wahrheit. Allerdings ist uns die Methode der Ashā'irah bekannt, wie Ibn Qudāmah, möge Allāh Sich seiner erbarmen, sagte: "Und wir kennen unter den Leuten der Neuerungen keine Gruppe, die ihre Ansichten verschweigen und sich nicht wagen sie preiszugeben, außer die Ketzer und die Ash'ariah." [Al-Munādharatu-fil-Qurān; S. 35] Bemerkenswert ist, dass der Gegner die Aussage des Imām basierend auf seinem Verständnis interpretiert hat und nicht dessen Bedeutung aus dem Kontext der Worte des Imām al-Buchārī, möge Allāh Sich seiner erbarmen.


    Imām al-Buchārī, möge Allāh Sich seiner erbarmen, sagt in seinem Buch: "Al-Ḥassan bin Sabāḥ erzählte uns: Ma'bad Abū 'Abdirraḥmān al-Kūfī erzählte uns: [...] Mu'āwiah bin 'Ammār erzählte uns: Ich fragte Ja'far bin Muḥammad über den Qurān. Er antwortete: Er ist weder Schöpfer noch Schöpfung."


    Aus diesen Worten lässt sich ein wichtiger Aspekt entnehmen, der sehr wichtig ist. Und dieser ist, dass der Qurān weder Schöpfer noch Schöpfung ist. Das bedeutet, dass der Qurān die Rede Allāhs ist und eine Eigenschaft von den Eigenschaften des Wesens ist. Und diese Aussage widerspricht völlig dem Glauben der Ashā'irah, da sie der Ansicht sind, dass die Rede lediglich eine Eigenschaft der Handlung (صفة فعل) sei. Die Wahrheit ist, dass der Qurān sowohl eine Eigenschaft der Handlung als auch eine Eigenschaft des Wesens ist, wie wir im späteren Verlauf festlegen werden, so Allāh will.


    Allerdings wundere ich mich über die Worte des Gegners, während er lediglich dem Leser die Eisbergspitze zeigt und die Wahrheit der Finsternis des Meeres überlässt. Hätte er doch nur darüber geschwiegen und sich nicht zum Angriff gegen die Wahābiah aufgerüstet. Bevor ich aber seinen faulen Glauben aufdecke, möchte ich auf eines aufmerksam machen. Es besteht eine Grundlage, die Shaikh al-Islām Ibn Taimiah, möge Allāh Sich seiner erbarmen, genügend ausgelegt hatte. Diese Grundlage besagt, dass jeder Beweis, mit dem die Leute der Neuerung argumentieren, in Wahrheit ein Beweis gegen sie ist, wenn man diesen gemäß seiner korrekten Bedeutung auslegt. [Al-Majmū' (6/288)]


    Sodann folgt eine sinnlose Auseinandersetzung des Gegners mit Dingen, die absolut nichts mit dem Thema am Hut haben, wie der Vorwurf, dass Ibn Taimiah, möge Allāh Sich seiner erbarmen, die Ansicht vertrete, dass die Welt urewig sei. Und da dies nicht unser Thema ist, möchte ich auf das Buch der ehrenwerten Gelehrtin Kāmilah Kuārī, möge Allāh sie bewahren, mit dem Titel „Qidam al-'Ālam wa Tassalsul al-Hawādith baina Shaikh al-Islām Ibn Taimiah wa-l-Falāsifah“ hinweisen. Möge Allāh sie für diese Bemühung reichlich belohnen.


    Der Grund für meine Behauptung, dass die Ashā'irah ihren Glauben verborgen halten und sich nicht trauen ihn offenkundig preiszugeben ist, dass sie von einer sogenannten „inneren Rede“ oder einer „mentalen Rede“ sprechen.


    Shaikh Munīf al-'Utaibī, möge Allāh ihn bewahren, sagte: „Und der erste, der von der mentalen Rede sprach war 'Abdullāh bin Sa'īd bin Kullāb, woraufhin Abu al-Ḥassan al-Ash'arī dies von ihm adoptierte. Sodann wurde dies die offizielle Ansicht der Ashā'irah darin. Und die mentale Rede ist auf der Grundlage aufgebaut, dass die Rede im Wesen des Sprechenden bestehen muss und die Buchstaben und Töne sich ereignen und erschaffen sind. Demzufolge ist es unmöglich, dass sie (die Rede) im Wesen des Herrn, erhaben ist Er, besteht, weil (bei ihnen) im Wesen Allāhs, gepriesen ist Er, keine Akzidenten (Geschehnisse) auftreten; weil sie behaupten, dass wenn etwas nicht frei von Akzidenten ist, ebenfalls eine Akzidenz sei. Und diese Ansicht basiert auf die Leugnung des Auftretens der ausgewählten/selektierten Handlungen und Dingen im (Wesen) des Herrn, erhaben ist Er. Und dieses nennen sie „Eintritte der Akzidenzen“ im Wesen Allāhs, erhaben ist Er. Und ihre Realität ist die Ablehnung Seiner Handlung, erhaben ist Er, und Seines Willens.“ [Naqd Madh-hab al-Mu'tazilah wa-l-Ashā'irah fī Kalāmillāhi ta'ālā; S. 903]


    Dies bedeutet, dass Allāh, erhaben ist Er, in Wahrheit nicht spricht. Die Folge dieser Aussage ist, dass Allāh stumm ist, während doch Allāh, erhaben ist Er, die Heuchler degradierte: {Taub, stumm und blind: So werden sie nicht umkehren.} [Al-Qurān al-Karīm 2:18]


    Imām as-Sijsī, möge Allāh Sich seiner erbarmen, sagte: „Und wäre die Realität des Redens nur vom Herzen ohne das Aussprechen [gemeint damit ist die mentale Rede] abhängig, dann würde jeder, der ein Herz besitzt, im Zustand seiner Stille und in der Existenz einer Plage sprechen [und] reden, wie der Stumme, das Kleinkind und der Schlafende. Und es besteht keine Uneinigkeit zwischen den Intellektuellen, dass das Säugling zu Beginn seiner Geburt nicht spricht, und dass der Stumme und der Stille nicht sprechen, sowie auch der Schlafende überwiegend. Doch verwies der Qurān darauf hin, dass der Qurān das Sprechen (النطق) ist, und dies ist Seine Aussage, gepriesen ist Er: {Und wenn der Qur'an vorgetragen wird, dann hört ihm zu und horcht hin.} Und das Horchen bei den Arabern ist das Unterlassen des Sprechens. Der Prophet, Allāhs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Möge Allāh Sich dem erbarmen, der sprach und erbeutete, oder schwieg und unversehrt blieb.“ Daraus wird erkenntlich, dass das Schweigen und das Reden nicht in einem Moment und in einem Ort gleichzeitig auftreten können. Und es besteht keine Uneinigkeit zwischen den Oberhäuptern der Gelehrten der Muslime, dass wenn einer in sich selbst sagt: Mein Sklave ist frei, ohne dies auszusprechen, dass sein Sklave nicht freigelassen wird. […] Und als wir herausfanden, dass die islamischen Urteile, die vom Reden abhängen, mit der Aussprache bedingt wurden, welche der Buchstabe und der Ton sind, ohne das Innere zu berücksichtigen, fanden wir heraus, dass die Rede der Buchstabe und der Ton ist. [...]“ [Ar-Radd 'alā man ankara al-ḥarfa wa-ṣ-ṣawt; S. 145-148]


    Hieraus wird ersichtlich, warum der Gegner über den Eintritt der Akzidenzen sprach. Und ich habe diese Scheinargumentation der Ashā'irah schon vor geraumer Zeit im Forum widerlegt und verweise darauf, ohne dies wieder aufzurollen. Denn durch die Behauptung, dass es sich bei Allāhs Rede lediglich um eine mentale Rede ohne Buchstabe und Laut handelt, werden unzählige Urteile der islamischen Rechtssprechung negiert, wie das Freilassen des Dieners auf Grund seines Gedankens. Allerdings ist die Folge der Ansicht nicht die Ansicht selber, es sei denn, man bestätigt sie.


    Kehren wir zurück zu dem, was der Gegner behauptet. Er behauptet, dass der Imām Ḥammād, möge Allāh Sich seiner erbarmen, über die Negierung der Existenz Allāhs, des Erhabenen, spricht und durch seine Worte dies klarzustellen versucht. Dies ist der reinste Blödsinn und beweist die schwache Argumentation und das falsche Verständnis dieser Menschen. Jeder, der in der islamischen Geschichte bewandert ist, weiß, dass Jahm niemals die Existenz Allāhs, des Erhabenen, verneint oder geleugnet hat, sondern behauptete, dass Allāh überall -in Seiner Schöpfung- sei. Ebenfalls behaupteten sie, dass der Qurān erschaffen sei. Dies sind zwei von vielen Ansichten, wodurch Jahm bin Safwān bekannt geworden war.


    Weder über die Erschaffung des Qurān (außer ein minimaler Satz), noch über die Existenz Allāhs, des Erhabenen, über Seinen Thron sprach der Gegner, während Jahm bin Safwān sagte: „Bei Allāh, wenn ich einen Weg finden würde sie (die Aya 5 in Surat Ṭāhā) wegzukratzen, dann würde ich sie aus dem Muṣḥaf wegkratzen.“ [Khalq Af'āl al-'Ibād (S. 16)] Anstattdessen spricht der Gegner über Ibn Taimiah, obwohl Ibn Taimiah frei von diesen Behauptungen ist.









    Abschließend erwähne ich die Aussage von Imām al-Buchārī, möge Allāh Sich seiner erbarmen, zum Schluss des ersten Kapitels: „Die Leute des Wissens sagten: Die Jahmiah sind die Mushabbiah [Jene, die Allāh mit seiner Schöpfung vergleichen], weil sie ihren Schöpfer mit dem tauben und stummen Götzen verglichen, der weder hört, noch sieht, redet oder erschafft. Und die Jahmiah sagten: Ebenfalls spricht er weder, noch sieht er sich selbst.“ [S. 21]

    Al-Buchārī, möge Allāh Sich seiner erbarmen, überlieferte den Hadīth: "Dass Allāh mit einer Stimme rufen wird, die vom Nahen gehört wird, ...". Sodann sagte er: "Und hierin liegt ein Beweis, dass die Stimme Allāhs nicht die Stimmen der Schöpfung ähnelt, weil die Stimme Allāhs (jalla dhikruh) sowohl von der Nähe als auch aus der Entfernung gehört wird, und dass die Engel wegen Seiner Stimme zusammenbrechen werden,..." [idib]
















    Und dies zeigt die Realität der Ashā'irah, die es verneinen, dass Allāh, der Erhabene, spricht.

    • Und es ist eine Widerlegung ihrer Ansicht, da sie nicht glauben, dass Allāh in Wahrheit sprach, sondern lediglich mental sprach, wie wir es aufzeigten.
    • Ebenfalls ist das eine Widerlegung der Ashā'irah die es verneinen, dass Allāh, der Erhabene, über Seinen Thron ist.
    Es ist offenkundig aus den Worten des Imām Ḥammāḍ ersichtlich geworden, dass er zwei verschiedene Dinge ansprach. Die Neuerungsträger namens Ashā'irah entstellten diese wahren Worte so sehr, als ob es sich bei den Worten des Imām um das Eintreten der Akzidenzen handelt, was erstunken und erlogen ist. Der Imām ist frei von diesem faulen Glauben.

    Als nächstes werden wir -so Allāh will- ihre Entstellungen der Worte von Ibn al-Mubārak, möge Allāh Sich seiner erbarmen, entblößen. Möge Allāh uns vor ihrem Übel bewahren.
    Geändert von Salman al-Farsi (17.07.2010 um 19:22 Uhr)

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    Hinzufügung zum ersten Teil der Widerlegungsreihe. Der Bruder Abu al-Qaa-Qaa sagte:

    Und bezüglich der Behauptung, dass Ibn Taimiah, möge Allāh Sich seiner erbarmen, die Urewigkeit der Welt befürwortete, so ist dies eine Lüge über ihn, möge Allāh die unheilvollen Zungen und Hände vernichten.

    Shaikh al-Islām Ibn Taimiah, möge Allāh Sich seiner erbarmen, sagte in seinem Kommentar zu al-Aṣfahāniah: "Der erste, von dem die Aussage über die Urewigkeit der Welt (qidam al-'Ālam) vernommen wurde, war Arestoteles, welcher ein Irregegangener, ein Polytheist war, der die Götzen angebetete -also die Idole in ihren Tempeln in Gestalten von fortlaufenden Himmelskörpern-. Von ihm gibt es Worte über die Zustände und die Modalitäten [siehe Lisān al-'Arab zu dem Vokabel al-Hai²ah], welche alle falsch sind und von vielen Gruppen der Muslimen mit einer Widerlegung geahndet wurde, selbst von den Jahmiah, den Mu'tazilah und den Philosophen des Islām lehnten ihn deswegen ab." Ebenso sagte er, möge Allāh Sich seiner erbarmen: "Weder Arestoteles noch andere besitzen einen einzigen Beweis, welcher auf die Urewigkeit von etwas dieser Welt hinweist." [Sharḥ al-'Aqīdatu al-Aṣfahāniah (S. 71ff)]

    Vielmehr sagt sein Schüler Ibn al-Qayyim in seiner bekannten Nūniah:

    "Wir sagen nicht, wie der Atheist, der/Ketzer, der Herr der griechischen "Logik" sagt,
    über die Ewigkeit dieser zu sehenden Welt und [über] die/Seelen, [dass] sie urewig und nicht vergänglich seien.
    "

    Wie kann da noch behauptet werden, dass Shaikh al-Islām Ibn Taimiah diese Ansicht vertreten würde. Und all jene, die diese Behauptung tätigen bestehen aus zwei Kategorien: (1) Entweder man ist ein lügnerischer Feind, der versucht Lügen über Ibn Taimiah zu erdichten, (2) oder man ist einer, der die Texte des Imām missverstanden hat und ihm diese Ansicht vorgeworfen hat.

    Kommen wir weiter zum Sharḥ vom Naturtalent unserer Zeit und Sonne unseres Himmelszeltes, Abū Bilāl al-Mālikī, der sich anmaßt sogar Fußnoten zu schreiben. Die Ansicht von Imām al-Qurṭubī, möge Allāh Sich seiner erbarmen, sollte jedem bekannt sein und dass in seinen Texten widersprüchliche Aussagen zu dieser Thematik aufgetaucht sind, sodass wir uns die Rede darüber ersparen können.

    Allerdings ist mir aufgefallen, dass die Ashā'irah vermehrt auf al-Qādhī 'Iyādh, möge Allāh Sich seiner erbarmen, und seine Aussage aufmerksam machen und sie ein wenig "verschönern", um dem Leser den Anschein zu vermitteln, dass der Qādhī (Richter) der Ansicht wäre, dass die Verse und Aḥādīth der Eigenschaften nicht nach ihren äußeren Bedeutungen verstanden werden sollen. Ich erwähne hier den von Abū Bilāl aufgezeigten Abschnitt (S. 46; Fußnote):

    قَالَ الْقَاضِي عِيَاض : لَا خِلَاف بَيْن الْمُسْلِمِينَ قَاطِبَة فَقِيههمْ وَمُحَدِّثهمْ وَمُتَكَلِّمهمْ وَنُظَّارهمْ وَمُقَلِّدهمْ أَنَّ الظَّوَاهِر الْوَارِدَة بِذِكْرِ
    الَّله تَعَالَى فِي السَّمَاء كَقَوْلِهِ تَعَالَى : { أَأَمِنْتُمْ مَنْ فِي السَّمَاء أَنْ يَخْسِف بِكُمْ الْأَرْض } وَنَحْوه لَيْسَتْ عَلَى ظَاهِرهَا ، بَلْ مُتَأَوَّلَة
    عِنْد جَمِيعهمْ


    Es gibt keine Meinungsverschiedenheit zwischen den Muslimen, sei es die Rechtsgelehrten, die Hadithgelehrten, die Theologen, die Rhetorikern oder die Mutakallimun, über die Texte die Allah so bezeichnen, dass er im Himmel wäre, (alle meinen) sie sind nicht wortwörtlich zu nehmen, wie der Vers: Wähnt ihr euch denn in Sicherheit davor, dass der, der im Himmel ist, die Erde mit euch versinken lässt, so dass sie ins Schwanken gerät? Sondern alle (Gelehrten) sind der Meinung, dass sie zu interpretieren sind. Imam an-Nawaw 2004, 4/193.
    Und wie Shaikh 'Abdurraḥmān ad-Dimashqiah, möge Allāh ihn bewahren, schon einst sagte: "Und angesichts dessen, was ihr (damit sind die Aḥbāsh gemeint) von an-Nawawī übermittelten, dass Seine Aussage, erhaben ist Er: Wähnt ihr euch denn in Sicherheit davor, dass der, der im Himmel ist [...] nicht nach ihrer wortwörtlichen Bedeutung genommen werden, sondern bei allen [Gelehrten] interpretiert werden, so ist darauf zu antworten: Du hast seine Worte abgetrennt, du Mudallis [Verschönerer], du al-Ḥabashī. Und dies sind seine restlichen Worte: [...] Wer nun die Richtung Oben ohne Spezifizierung (taḥdīd) und ohne Hinterfragung der Modalität (takiyīf) von den Hadīthgelehrten, den Rechtsgelehrten und den Scholastikern befürwortet hat, der hat <im Himmel> interpretiert, also <über dem Himmel>."


    Wo bleiben diese Worte, Abū Bilāl, oder verfolgst du immer noch wie damals die Methode des Abschneidens von vorne und hinten? Miskīn, möge Allāh dich rechtleiten. Anstatt wir uns um wichtige Dinge in der 'Aqīdah kümmern, beschäftigt ihr euch mit Dingen im Fiqh, worin schon Uneinigkeit unter den Gelehrten bestand, um dann Streit bei den Muslimen zu verbreiten. Und wenn einer sich über etwas lustig gemacht haben soll, dann gibt ihm eine Naṣīḥāh, oder wo bleibt dein Adab? Miskīn.

    Wie dem auch sei. Dies ist eine Anmerkung zum ersten Punkt. Und aller Lob gebührt Allāh und Segen und Heil seien auf Seinem Propheten.

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    Eine fiktive Debatte zwischen den Ashā'ira und den Mu'tazilah



    Eine Hinzufügung des Bruders (und die letzte an diesem Abend):

    Ich werde nun eine fiktive Debatte zwischen den Ashā'irah und den Mu'tazilah präsentieren, damit dem Leser eines deutlich wird. Und dies ist, dass sie sich einig sind bezüglich der Worte Allāhs, des Erhabenen, und dass die Ashā'irah gelogen haben, als sie sagten, dass der Qurān die unerschaffene Rede Allāhs ist, während sie das nicht glauben.

    Die Jahmiah und die Mu'tazilah sagten: Der Qurān ist erschaffen
    Die Ashā'irah erwiderten: Nein, die unerschaffene Rede Allāhs. Und Allāh -majestätisch und erhaben ist Er- wird mit der Rede beschrieben.
    Die Mu'tazilah sagen: Allāh, majestätisch und erhaben ist Er, sprach zu Mose, nachdem Er ihn erschaffen hatte, und Er sprach mit dem Qurān als Er ihn auf Muḥammad herabsandte, und Er wird zu den Menschen am Tage der Auferstehung sprechen. Demnach spricht Allāh etwas nach dem anderem. Und dies sind bei euch, o Ashā'irah, Akzidenzen. Und ihr sagt, dass in Allāh keine Akzidenzen eintreten, da derjenige, bei dem Akzidenzen eintreten ein Geschöpf sei. Somit, o Ashā'irah ist Allāh eurer Rede zufolge ein Geschöpf.
    Die Ashā'irah sagen: Nein, wir bestätigen die Rede anders als ihr sagtet. Vielmehr sagen wir...
    Die Mu'tazilah sagen: Was sagt ihr, o Ashā'irah?
    Sie sagen: Wir sprechen von der Bestätigung der mentalen Rede.
    Die Mu'tazilah: Was ist die Bedeutung der mentalen Rede?
    Die Ashā'irah: Wenn du dich ruhig hinsetzt und du Gedanken in dir selbst hast. Dies bestätigen wir.
    Die Mu'tazilah: Und was hörte Mose von Allāh und wie? Und wie hörte Jibrīl von Allāh den Qurān, woraufhin er damit zum Gesandten herabstieg. Was sagt ihr?
    Die Ashā'irah: Dieser Qurān ist nicht die Rede Allāhs, denn vielmehr ist er nur eine Formulierung der Rede Allāhs.
    Die Mu'tazilah: Was meint ihr damit?

    So spalteten sich die Ashā'irah.

    • Eine Gruppe sagte: \"Dass Allāh, majestätisch und erhaben ist Er, seine mentale Rede Jibrīl eingegeben habe. Er soll dessen Bedeutung in die Seele Jibrīls schleuderte. Und Jibrīl soll nichts von Ihm gehört haben. So soll Jibrīl diese Bedeutung von sich formuliert haben und es dem Propheten anhören lassen. Demnach ist der Qurān die Rede Jibrīls und nicht die Rede Allāhs.\"
    • Eine andere Gruppe sagte: \"Nein, Jibrīl hat nicht die Rede Allāhs formuliert, vielmehr hat Muḥammad (Allāhs Segen und Heil auf ihm) formuliert. So legte Allāh die Bedeutung (des Qurān) in die Seele Jibrīls und Jibrīl legte sie wiederum in die Seele des Propheten, Allāhs Segen und Heil auf ihm. Daraufhin hat der Prophet Muḥammad den Qurān mit seinen Worten formuliert. Demnach ist der Qurān die Rede Muḥammads.\"
    • Und eine andere Gruppe sagte: \"Nein, Allāh, majestätisch und erhaben ist Er, erschuf den Qurān in der wohlbewahrten Tafel und Jibrīl übernahm ihn von der wohlbewahrten Tafel und steig mit ihm zum Propheten. Demnach hörte er nichts von Allāh.\"
    Und diese Worte findet man im Buch \"al-Itqān\" von Imām as-Suyūṭī und in vielen Schriften der Ashā'irah.

    Und hier eine offenkundige Bekanntgabe, erstmals auf www.ahlu-sunnah.com: Al-Būṭī bestätigt den Vorwurf der Wahābiah, dass die Mu'tazilah und Ashā'irah am gleichen Strang ziehen.

    Er sagt: \"Sodann erklärten die Mu'tazilah das, worauf sich die Muslime in seiner Bestätigung für Allāh (ta'ālā) einigten, dass es Buchstaben und Töne sind, die Allāh in etwas anderem erschafft, wie in der wohlbewahrten Tafel und [in] Jibrīl.\" Weiterhin sagte er: \"Die Mehrheit der Muslime, die Anhänger der Sunnah und der Jamā'ah [die Ashā'irah], sagen: Wir leugnen nicht das ab, was die Mu'tazilah sagen, vielmehr bestätigen wir es und nennen es \"verbale Rede\". Und wir alle sind uns einig, dass sie erschaffen ist und nicht in Seinem Wesen, erhaben ist Er, besteht, weil sie [die Rede] eine Akzidenz ist.\" [Kubrā al-Yaqīniāt al-Kauniah (S. 125ff)]

    Online-Scan: http://www.ahlalhdeeth.com/vb/attach...4&d=1244790008

    Ebenfalls sind uns die Aussagen von Dr. Muḥammad Abu Zuhrah bekannt. Die Kopien liegen uns vor. Der einzige (so al-Būṭī) Unterschied zwischen den Mu'tazilah und den Ashā'irah ist, dass sie eine mentale Rede determinieren und dadurch versuchen aus dem Kreis der Angeklagten im Buch des Imām al-Buchārī zu flüchten.

    Möge Allāh uns vor ihrem Übel bewahren. Und aller Lob gebührt Allāh und Segen und Heil seien auf Seinem Propheten.

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