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Thema: Aqidah Reihe

  1. #1
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    Aqidah Reihe

    Bismillahi Ar-Rahmani Ar-Rahim
    Assalamu alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh

    Meine lieben Geschwister, wenn die Forumsleitung es genehmigt, würde ich gerne ein Projekt beginnen und zwar die Übersetzung der Artikel von http://saheefah.org/, damit auch der deutschsprachige Leser, in sha Allah von diesen Texten profitieren kann.

    Der Segen in dem Streben nach Wissen


    Allah hat das Wissen gelobt und den Status der Leute [des Wissens] erhöht.


    {Allah wird die unter euch, die gläubig sind, und die, denen Wissen gegeben wurde, um Rangstufen erhöhen.} (Al-Mujaadilah, 58:11)


    Durch das Wissen wurde die Überlegenheit von Adam (alaihis salam) über die Engel bewiesen.


    {Und Er brachte Adam alle Namen bei, dann brachte Er diese vor die Engel und sagte: "Nennt mir die Namen dieser Dinge, wenn ihr wahrhaftig seid!" Sie sprachen: "Gepriesen seist Du. Wir haben kein Wissen außer dem, was Du uns gelehrt hast; wahrlich, Du bist der Allwissende, der Allweise." Er sprach: "O Adam, nenne ihnen ihre Namen!" Und als er ihnen ihre Namen nannte, sprach Er: "Habe Ich nicht gesagt, daß Ich das Verborgene der Himmel und der Erde kenne, und daß Ich kenne, was ihr offenbart und was ihr verborgen gehalten habt."} (Al-Baqarah, 2:31-34 )


    Es geschah mittels Wissen, dass der Status des Propheten (sallallahu alaihi wa sallam) etabliert wurde.


    {Allah hat das Buch und die Weisheit auf dich herabgesandt und dich gelehrt, was du nicht wußtest, und Allahs Huld, die Er dir erwiesen hat, ist wahrlich großartig.} (An-Nisaa’, 4:113)


    Der Status derjenigen, die Wissen haben ist so groß; Allah selbst bezeugt an ihrer Stelle.


    {Bezeugt hat Allah, daß kein Gott da ist außer Ihm Selbst; und die Engel und die Wissenden (bezeugen es); Er sorgt für die Gerechtigkeit. Es ist kein Gott außer Ihm, dem Allmächtigen, dem Allweisen.} (Aali ‘Imraan, 3:18)


    Ibn al-Qayyim sagte, dass dieser Vers das größte Lob für die Leute des Wissens ist. Allah erwähnt sie [zusammen] mit sich selbst und den Engeln. Er bezeugt an Stelle der Leute des Wissens.


    Es sind die Gelehrten, die den Qur'aan wahrhaftig verstehen.


    {Und dies sind Gleichnisse, die Wir den Menschen prägen; doch es verstehen sie nur jene, die Wissen haben.} (Al-‘Ankabuut, 29:43 )


    Es sind die Gelehrten, die Allah wahrhaftig fürchten. Niemand fürchtet Allah so, wie die Gelehrten,


    {Wahrlich, nur die Wissenden unter Seinen Dienern fürchten Allah.} (Faatir, 35:28 )


    "Ich bin der Wissenste von euch in Bezug auf Allah und derjenige, der Ihn am meisten fürchtet." (Berichtet von al-Bukhari)


    Dies beweist, dass Wissen und Frömmigkeit Hand in Hand miteinander gehen. Es beweist auch die Exklusivität der Leute des Wissen, da Perfektion nur durch `Ilm erreicht wird.


    Es sind die Gelehrten, die nicht von ihren Gelüsten beeinflusst werden und die mit Weisheit gesegnet sind.


    {So ging er denn in seinem Schmuck hinaus zu seinem Volk. Jene nun, die nach dem Leben in dieser Welt begierig waren, sagten: "O wenn wir doch das gleiche besäßen wie das, was Korah (Qaaruun) gegeben wurde! Er hat wahrlich großes Glück." Die aber, denen Wissen zuteil geworden war, sagten: "Wehe euch, Allahs Lohn ist besser für den, der glaubt und gute Werke tut; und keiner wird ihn erlangen außer den Geduldigen."} (Al-Qasas, 28:79-80)


    Wissen ist ein Anzeichen für Allahs Liebe für eine Person


    "Für wen auch immer Allah etwas Gutes möchte, dem gewährt Er Verständnis (fiqh) von der Religion" (Berichtet von al-Bukhari [Nr. 71] und von Muslim [Nr. 1037])


    Der Nutzen des Wissens hält nach dem eigenen Tod an


    "Wenn ein Mann stirbt kommen seine Taten zu einem Ende, außer drei: Wiederkehrende Almosen, Wissen [welches den Leuten] nützt, oder ein frommer Sohn, welcher für ihn betet." (Berichtet von Muslim)


    Die Gelehrten sind die Erben der Propheten (alaihimus salam)


    Ein Mann kam zu Abu Darda (radiallahu anhu), als dieser sich gerade in Damaskus befand. Abu Darda (radiallahu anhu) fragte ihn: "Was hat dich hierher geführt mein Bruder?" Er antwortete: "Ein Hadith, welchen du vom Propheten (sallallahu alaihi wa sallam) berichtest." Abu Darda (radiallahu anhu) fragte: "Bist aufgrund irgendeines weltlichen Bedürfnisses gekommen?" Er erwiederte: "Nein." "Du bist nur gekommen, um diesen Hadith zu suchen?" Er antwortete: "Ja." Daraufhin sagte Abu Darda (radiallahu anhu), "Ich hörte den Gesandten Allahs (sallallahu alaihi wa sallam) sagen":


    "Demjenigen, der auf der Suche nach Wissen einen Weg beschreitet, wird Allah einen Weg der Wege ins Paradies erleichtern. Die Engel senken ihre Flügel für den Studenten des Wissens in Anerkennung für das, was er tut. Alle Geschöpfe in den Himmeln und auf der Erde und sogar die Fische in den tiefen des Wassers bitten für den Gelehrten um Vergebung. Die Überlegenheit von einem Gelehrten über einen der Anbeter ist wie die Überlegenheit des Vollmondes bei Nacht über den Rest der Sterne. Wahrlich die Gelehrten sind die Erben der Propheten. Die Propheten haben gewiss keine Dinars oder Dirhams hinterlassen. Sie hinterließen das Wissen, so hat derjenige, der es nimmt, wahrlich ein großes Glück erlangt." (Al-Musnad 5/196, Abu Daawud 3/317, At-Tirmidhi 5/49, Ibn Maajah 1/81, Ad-Daarimi 1/98)


    Abschließende Bemerkungen


    Es ist wichtig zu beachten, dass das Wissen, welches gelobt wurde, religiöses Wissen ist. Die Wissenden Leute in der Zeit von Qaaruun waren `Ulamaa, keine Doktoren und Igeneure.


    Ein Beweis dafür ist die Ayah:


    {Sie kennen nur die Außenseite des diesseitigen Lebens; das Jenseits aber beachten sie gar nicht.}(Ar-Rum, 30:7)


    Das Wissen sollte sich auch in dem Akhlaaq und den Taten einer Person zeigen. Ein Student muss aufrichtig sein und sich selbst von Sünden und von Neid und Hass auf andere reinigen. Er muss auch die Wichtigkeit des Wissens spüren, dessen Ernsthaftigkeit und Heiligkeit. Es ist nicht angebracht nach Wissen zu streben, um mit den Unwissenden zu debattieren oder um berühmt zu werden, sondern wird das Wissen begehrt, um sich Allah zu nähern.


    Ali ibn Abi Talib (radiallahu anhu) sagte: "Wissen ruft nach Taten. Wenn [die Taten] nicht antworten, wird [das Wissen] weggehen."


    Imam ash-Shafi’i: "Ich beschwerte mich bei Wakee’ über mein schlechtes Gedächtnis, so leitete er mich zum Unterlassen der Sünden an. Das Wissen von Allah ist ein Licht und das Licht Allahs wird nicht den Ungehorsamen gegeben."


    Imam ash-Shafi’i sagte, dass Wissen eine Verbindung zwischen den Leuten aufbaut. Wenn wir uns versammeln, um zu studieren, verbindet die Studenten ein Band des Wissens, so sollten sie sich gegenseitig mit einer besonderen Liebe lieben. Sie sollten füreinander Du`ah machen, sich gegenseitig helfen und immer gut voneinander denken.

    [Da Fehler in der Übersetzung nicht ausgeschlossen sind, bitte ich um die Korrektur]

    Euer Bruder Abdullah, welcher eure Bittgebete benötigt

  2. #2
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    Die Wichtigkeit von `Aqidah

    Die Wichtigkeit von `Aqidah
    {

    Siehst du nicht, wie Allah das Gleichnis eines guten Wortes prägt? (Es ist) wie ein guter Baum, dessen Wurzeln fest sind und dessen Zweige bis zum Himmel (ragen). Er bringt seine Frucht zu jeder Zeit mit der Erlaubnis seines Herrn hervor. Und Allah prägt Gleichnisse für die Menschen, auf daß sie nachdenken mögen.
    } (Ibrahim, 14:24,25)

    Dieser Baum ist ein Gleichnis für das Leben selbst.


    So wie der Baum der Baustein des Lebens ist, ist der Iman der Baustein des spirituellen Lebens.


    Die Wurzeln sind fest. Das zeigt, dass er stark und kraftvoll ist. Er kann nicht bewegt oder erschüttert werden. Auf die gleiche Weise muss der Iman fest im Herzen einer Person sein. Eine Person muss ein festes Fundament und Stabilität haben mit den Wurzeln des Tawhid.


    Die Zweige reichen hoch zu Allah und in Richtung Jannah. Sie verbergen alles und können nicht verborgen werden. Ebenso kann der Iman nicht verborgen werden. Nichts kann diesen Baum verdecken, welcher bis hoch zum Himmel reicht. Das bedeutet, wenn du Iman hast, dann wirst du dies offenkundig an deinen Taten sehen.


    Ein Baum wie dieser ist ein Orientierungspunkt zu dem die Leute schauen und von dem sie sich inspirieren und eine Richtung weisen lassen. Eine Person mit Iman wird zum Anker der Gemeinschaft und die Leute werden sie als Vorbild betrachten.


    Der Baum des Iman verschafft dir Annehmlichkeiten, wie etwa Schatten und Früchte. Es gibt keinen Baum auf der Erde, welcher zu jeder Zeit fruchtbar ist, außer der Baum des Iman. Er kann dich zu jeder Zeit und an jedem Ort nähren. Nur der Baum des Iman trägt verschiedene Arten von Früchten. Die Früchte werden auch das gesamte Jahr über wieder aufgestockt, so wie auch der Iman ständig aufgestockt werden muss.


    Dieses Gleichnis zeigt uns die Wichtigkeit die richtige Theologie bezüglich unseres Glaubens zu haben. Wenn wir diese feste Wurzel errichten, werden wir die Früchte tragen.


    Es ist das Gleichnis von La Ilaha illallah: dem Göttlichen Wort. Wer auch immer la ilaha illallah in seinem Herzen pflanzt und es nährt, werden die Früchte die es tragen wird, nicht geringer sein als der Eintritt in Gärten, groß wie die Himmel und die Erde.


    Die Wurzeln des Iman sind so tief, dass wahrer Glaube, wenn er erst einmal das Herz betreten hat, dort für immer verweilen wird.


    Heraclius sagte zu Abu Sufyan (radiallahu anhu) in dem berühmten Hadith von Sahih Bukhari, "Ich fragte dich, ob sich seine Anhänger vermehren oder verringern. Du antwortetest, dass sie sich vermehren und in der Tat dies ist der Weg des wahren Glaubens, bis er in jeglicher Hinsicht komplett ist. Ich fragte dich weiterhin, ob es irgendjemanden gab, welcher, nachdem er seine Religion angenommen hat, damit unzufrieden wurde und seine Religion verlassen hat. Deine Antwort war verneinend und in der Tat dies ist (ein Zeichen für) wahren Glauben, wenn seine Wonne in die Herzen gelangt und sich vollständig mit ihnen vermischt."
    Geändert von Abu Walid (14.02.2010 um 15:32 Uhr)

  3. #3
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    Bismillah

    Die Früchte des Iman


    Jannah


    {Wahrlich, jene, die da glauben und gute Werke tun - ihnen wird das Paradies von Al-Firdaus ein Hort sein.} (Al-Kahf, 18:107)


    Schutz vor dem Feuer


    Anas ibn Maalik (radiallahu anhu) berichtet, dass der Prophet (sallallahu alaihi wa sallam) sagte, "Aus dem Höllenfeuer wird jeder entlassen, der "la ilaha illa-llah (= kein Gott ist da außer Allah)" sagte, und in seinem Herzen soviel von den guten Vorsätzen (oder auch Glaube) hatte, wie das Gewicht eines Gerstenkorns..." (Al-Bukhari 13/394 and Muslim 3/59)


    Abu Sa’id Al-Khudri (radiallahu anhu) sagte, dass der Prophet (sallallahu alaihi wa sallam) sagte, dass die Leute des Paradieses das Paradies betreten werden und die Leute des Höllenfeuers das Höllenfeuer betreten werden. Dann wird Allah (subhanahu wa ta`ala) sagen: "Kommt heraus, wer auch immer von euch Glaube im Gewicht eines Senfkorns hat..." (Bukhari- Siehe Al-Fath 1/72 und Muslim- Siehe An-Nawawi 3/36)


    [Abu Huraira (radiallahu anhu) berichtete:] „Ein Wüstenaraber kam zum Propheten (sallallahu alaihi wa sallam) und sagte: „Nenne mir eine Tat, welche - wenn ich diese begehe - mich ins Paradies bringt!“ Der Prophet (sallallahu alaihi wa sallam) sagte zu ihm: „Du dienst Allah und stellst Ihm nichts zur Seite, verrichtest das Pflichtgebet, zahlst die vorgeschriebene Zakah und fastest im Ramadan!“ Der Mann entgegnete: „Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass ich nichts mehr als dies tun werde!“ Als der Mann wegging, sagte der Prophet (sallallahu alaihi wa sallam): „Wen der Blick an einem Menschen erfreut, der zu den Bewohnern des Paradieses gehört, der soll diesen Mann anschauen!“ (Bukhari)


    Der Schlüssel dafür, dass andere Taten akzeptiert werden


    {Und wenn aber einer das Jenseits begehrt und es beharrlich erstrebt und gläubig ist - dessen Eifer wird mit Dank belohnt.}(Al-Israa’, 17:19)


    Ein Mittel zur Vergebung der Sünden


    {Außer denen, die bereuen und glauben und gute Werke tun; denn deren böse Taten wird Allah in gute umwandeln; und Allah ist ja Allverzeihend, Barmherzig.} (Al-Furqaan, 25:70)


    Das Erhalten von Allahs Schutz


    {Wisset, daß über Allahs Schützlinge (Awliyaa') keine Furcht kommen wird, noch sollen sie traurig sein.} (Yunus, 10: 62)


    Allah wird seinetwegen kämpfen


    {Wahrlich, Allah verteidigt jene, die gläubig sind.} (Al-Hajj, 22:38)


    Allah wird ihn leiten


    {Jene jedoch, die da glauben und gute Werke tun, wird ihr Herr um ihres Glaubens willen leiten. Bäche werden unter ihnen in den Gärten der Wonne fließen.} (Yunus, 10:9)


    Schutz und Komfort für die Gläubigen


    {Diejenigen, zu denen die Leute sagten: "Seht, die Leute haben sich bereits gegen euch geschart; fürchtet sie darum!" - nur stärker wurden sie im Glauben und sagten: "Uns genügt Allah, und Er ist der beste Anwalt!"} (Aali ‘Imraan, 3:173)


    Ihm widerfährt immer nur Gutes


    Abu Yahya Suhaib ibn Sinan (radiallahu anhu) überliefert, daß der Gesandte Allahs (sallallahu alaihi wa sallam) sagte: "Der Gläubige (Mu'min) ist zu bewundern, da alles für ihn gut ist. Und niemanden außer einem Gläubigen zeichnet dies aus: Wenn ihm etwas Erfreuliches widerfährt und er dankt (Allah) dafür, so ist das gut für ihn. Wenn er von einer Prüfung heimgesucht wird und sich in Geduld übt, so ist das auch gut für ihn." (Muslim)


    Ein echter Mu'min kann niemals unter Depressionen leiden. Ein Mu'min realisiert, dass alles, was ihm widerfährt, von seinem Herrn ist und dass sein Herr ihn mit nichts prüfen wird, das er nicht zu tragen vermag.


    Ein Ausweg aus Sorgen und Probleme


    {Und dem, der Allah fürchtet, verschafft Er einen Ausweg.} (At-Talaaq, 65:2)


    Erhöht im Rang in diesem Leben und im Jenseits


    {Allah wird die unter euch, die gläubig sind, und die, denen Wissen gegeben wurde, um Rangstufen erhöhen.} (Al-Mujaadilah, 58:11)


    Schutz davor auf Abwege zu geraten


    [Abu Huraira (radiallahu anhu) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sallallahu alaihi wa sallam) sagte:] „Derjenige, der Unzucht begeht, begeht diese nicht in dem Augenblick, in dem er ein Gläubiger ist. Und derjenige, der Diebstahl begeht, begeht diesen nicht in dem Augenblick, in dem er ein Gläubiger ist. Und derjenige, der Alkohol trinkt, trinkt ihn nicht in dem Augenblick, in dem er ein Gläubiger ist. (Al-Bukhari- See Al-Fath 12/58-59 and Muslim-See An-Nawawi 2/42)


    Ein gutes Leben


    {Dem, der recht handelt - ob Mann oder Frau - und gläubig ist, werden Wir gewiß ein gutes Leben gewähren.} (An-Nahl, 16:97)


    Engel geben den Gläubigen eine frohe Botschaft


    {Wahrlich, diejenigen, die sagen: "Unser Herr ist Allah", und die sich dann aufrichtig verhalten - zu ihnen steigen die Engel nieder (und sprechen): "Fürchtet euch nicht und seid nicht traurig, und erfreut euch des Paradieses, das euch verheißen wurde.} (Fussilat, 41:30)


    Herrschaft auf der Erde


    {Verheißen hat Allah denen, die von euch glauben und gute Werke tun, daß Er sie gewiß zu Nachfolgern auf der Erde machen wird, wie Er jene, die vor ihnen waren, zu Nachfolgern machte; und daß Er gewiß für sie ihre Religion befestigen wird, die Er für sie auserwählt hat; und daß Er gewiß ihren (Stand) nach ihrer Furcht in Frieden und Sicherheit verwandeln wird, auf daß sie Mich verehren (und) Mir nichts zur Seite stellen. Wer aber hernach undankbar ist, wird ein Frevler sein.} (An-Nur, 24: 55 )


    Bruderschaft


    {Die Gläubigen sind ja Brüder.} (Al-Hujuraat, 49:10)


    Auf der Erde wird für ihn Liebe geschrieben


    [Abu Huraira (radiallahu anhu) berichtete, dass der Prophet (sallallahu alaihi wa sallam) sagte:] „Wenn Allah einen Seiner Diener liebt, ruft Er Gabriel zu: „Wahrlich, Allah liebt den Soundso also liebe ihn auch!“ Dann liebt ihn Gabriel. Darauf ruft Gabriel unter den Bewohnern des Himmels aus: „Wahrlich, Allah liebt den Soundso, also liebt ihr ihn auch!“ Dann lieben ihn die Bewohner des Himmels. Abschließend wird für ihn bestimmt, dass er auf der Erde immer gut ankommt.“ (Al-Bukhari/3209)


    Er zieht Nutzen aus Ratschlägen


    {Doch fahre fort, (sie) zu ermahnen; denn die Ermahnung nützt den Gläubigen.} (Adh-Dhaariyaat, 51:55)


    Der Iman sorgt für die Anerkennung eines Ratschlags. Eine Person ohne Iman wird in einer feindlichen Weise auf einen Ratschlag reagieren, doch eine Person mit Iman wird ihn akzeptieren und daraus einen Nutzen ziehen.


    Ihm wird Licht gegeben am Tag des Gerichts


    {Am Tag, da du siehst, wie den gläubigen Männern und den gläubigen Frauen ihr Licht vorauseilt und (ebenso) zu ihrer Rechten.} (Al-Hadid, 57:12)


    Die Gläubigen werden Allah sehen


    {Denen, die Gutes tun, soll das Beste zuteil sein und noch mehr.} (Yunus, 10:26)


    Diejenigen ohne Iman werden dieses Segens beraubt sein.


    {Keineswegs! Sie werden von ihrem Herrn an jenem Tag bestimmt abgeschirmt sein.} (Mutaffiffeen, 83:15)


    Der Prophet (sallallahu alaihi wa sallam) sagte, "wenn eine Person gute Taten verrichtet und sich gut fühlt und eine Sünde begeht und sich schlecht fühlt, ist sie ein Mu'min (Gläubiger)."

  4. #4
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    Die Implikationen des Tawhiid

    Der Zweck der Schöpfung

    {Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen (sollen).} (Adh-Dhaariyaat, 51:56)

    Dies ist der eindeutigste Vers im Quran über den Zweck unserer Schöpfung.


    Der Grund für das Entsenden von Propheten

    {Und Wir schickten keinen Gesandten vor dir, dem Wir nicht offenbart haben: "Es ist kein Gott außer Mir, darum dient nur Mir."} (Al-Anbiyaa’, 21:25)

    {Und in jedem Volk erweckten Wir einen Gesandten (,der da predigte): "Dient Allah und meidet die Götzen." Dann waren unter ihnen einige, die Allah leitete, und es waren unter ihnen einige, die das Schicksal des Irrtums erlitten. So reist auf der Erde umher und seht, wie das Ende der Leugner war!} (An-Nahl, 16:36)

    Der Grund für das Offenbaren von Büchern

    {Er sendet die Engel auf Seinen Befehl mit der Offenbarung zu dem von Seinen Dienern hernieder, zu dem Er will: "Warnt (die Menschen,) daß kein Gott da ist außer Mir. Mich allein sollt ihr fürchten."} (An-Nahl, 16:2)

    Jeder Prophet und Gesandter erhielt Wahy, welche die Basis für ein Buch ist. Mal wurde es niedergeschrieben und manchmal nicht. Es ist die Eingebung, die sie erhielten. Viele andere Bücher wurden niedergeschrieben, doch wir sind am vertrautesten mit den vier Berühmten.

    Unterscheiden zwischen Muslim und Kaafir

    {Er ist es, Der euch erschaffen hat, aber einige von euch sind ungläubig und einige von euch sind gläubig; und Allah durchschaut das, was ihr tut.} (At-Taghaabun, 64:2)

    Das Befolgen des Tawhid ist die Ursache für Ruhe und Zufriedenheit in diesem Leben und im Jenseits

    {Es sind jene, die glauben und deren Herzen Trost finden im Gedenken an Allah. Wahrlich, im Gedenken Allahs werden die Herzen ruhig.} (Ar-Ra’d, 13:28)

    Der erste Aufruf, welcher uns zu tun befohlen wurde

    {O ihr Menschen, dient eurem Herrn, Der euch und diejenigen vor euch erschaffen hat, damit ihr gottesfürchtig sein möget.} (Al-Baqarah, 2:21)

    Dies ist der erste Befehl, welcher im Quran erscheint.

    Der Gesandte (sallallahu alaihi wa sallam) sagte zu Mu’aadh ibn Jabal (radiallahu anhu) als er ihn in den Jemen schickte: "Lass das Erste zu dem du sie rufst sein, dass niemand das Recht hat angebetet zu werden außer Allah." Und in einer anderen Überlieferung: "...dass sie Allah allein anbeten." (Al-Bukhari and Muslim)

    Das Recht von Allah über uns

    Oh Mu’adh, weißt du, was das Recht Allahs gegenüber seinen Dienern ist?“ Ich antwortete: „Allah und sein Gesandter wissen es am besten.“ Er fuhr fort, „Das Recht Allahs gegenüber seinen Dienern ist, nur Ihm allein zu dienen und Ihm niemals etwas beizugesellen. Weißt du, was ihr Recht gegenüber Ihm ist? Ich erwiederte, „Allah und sein Gesandter wissen es am besten.“ Der Prophet (sallallahu alaihi wa sallam) sagte, "Sie nicht zu bestrafen (wenn sie dies tun)." (Berichtet von Al-Bukhari: Band 9, Buch 93, Nr. 470)

    Die Ursache für den Eintritt ins Paradies

    [Der Gesandte Allahs (sallallahu alaihi wa sallam) sagte,] "Ein Mann, welcher niemals eine gute Tat getan hat, sagte, dass seine Familie ihn, wenn er gestorben sei, verbrennen und die Hälfte der Asche seines verbrannten Körpers in die Erde werfen solle und die andere Hälfte ins Meer, denn bei Allah, wenn Allah ihn zu fassen kriegte, würde Er solch eine Strafe über ihn verhängen, wie Er sie sonst über niemanden unter den Menschen verhängen würde. Doch Allah befahl dem Meer, zu sammeln, was sich (von seiner Asche) in ihm befand und gleicherweise befahl Er der Erde, zu sammeln, was sich (von seiner Asche) in ihr befand. Dann sagte Allah (zu dem wiedererschaffenen Mann), "Warum hast du dies getan?" Der Mann antwortete, "Weil ich Angst vor dir hatte und Du weißt es (am Besten)." So vergab Allah ihm. (Al-Bukhari: Band 9, Buch 93, Nr. 597)

    Abdullaah bin ‘Amr berichtete, dass der Gesandte Allahs (sallallahu alaihi wa sallam) sagte, "Ein Mann wird am Tag der Auferstehung zu den Wagen gebracht und es werden neunundneunzig Schriftrollen für ihn hervorgebracht, jede Schriftrolle sich erstreckend (wenn sie ausgerollt ist) so weit das Auge reicht, in welchen seine Sünden und schlechten Taten geschrieben stehen und sie werden in eine Schale der Waage gelegt. Anschließend wird ein kleines Kärtchen hevorgebracht, auf dem das Glaubensbekenntnis geschrieben steht: Es gibt keinen wahren Gott außer Allah und Muhammad ist Sein Diener und Gesandter, welches in die andere Schale gelegt werden wird und es wird all seine Missetaten überwiegen." (Ibn Maajah)

    Dies geschah bei einer Person und es geschah nur bei ihr. Dies wird nicht automatisch bei jedem geschehen. Etwas bezüglich seiner Shahadah überwog die [Shahadah] einiger anderer.

    Die Gefahren von seinem Gegenteil (Shirk)

    {Wahrlich, Allah wird es nicht vergeben, daß Ihm Götter zur Seite gestellt werden; doch Er vergibt das, was geringer ist als dies, wem Er will. Und wer Allah Götter zur Seite stellt, der hat wahrhaftig eine gewaltige Sünde begangen.} (An-Nisaa, 4:48)

    Und hiermit endet die Einleitung in `Aqidah und wir beginnen in sha Allah als nächstes mit Tawhid al-Uluhiyyah and Tawhid ar-Rububiyyah

  5. #5
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    Ar-Rubuubiyyah

    Die Bedeutung von Rabb


    Rabb ist ein sprachlicher Ausdruck, welcher verwendet wird für den Besitzer (al-Maalik), den Meister (as-Sayyid), denjenigen, der sich kümmert, der aufrecht erhält, ernährt (al-Qayyuum) und versorgt oder sich um alles kümmert (ar-Razzaaq) (Lisan al-Arab von ibn Mandhuur (gest. 711)).


    Diese Definition beinhält Folgendes:


    • Der wahre und vollkommene Besitzer
    • Derjenige, der das Recht hat, dass man Ihm gehorcht
    • Derjenige, der ernährt und [alles] aufrecht erhält. Er ist der Meister und Lenker des gesamten Universums.


    Dies bedeutet auch Tawhid von Allah bezüglich Seiner Taten. Nur Er ernährt, gibt Leben und erhält [alles] aufrecht. Kein anderes Wesen ist dazu in der Lage die Dinge zu tun, die Allah tut. Kein anderer darf Gesetze erlassen oder hat das Recht das man ihm gehorcht außer Allah.


    Es ist auch wichtig zu wissen, dass das Erschaffen in dieser Definition nicht erwähnt ist, doch dies wird mit dem vollkommenen Besitz besagt, denn nur der Schöpfer hat das vollkommene Recht auf Besitz. Derjenige, der aus dem Nichts erschafft, ist derjenige, welcher das Recht hat Gesetze zu erlassen und dieses Recht hat sonst niemand.


    Das Wort Tarbiyyah ist ebenfalls von der selben Wurzel abgeleitet und bedeutet sich kümmern. Allah ist derjenige, der sich um alles kümmert. Die Existenz der Schöpfung ist von Allah abhängig.


    Rabb wird für denjenigen verwendet, dem man gehorcht:


    {O meine beiden Kerkergenossen, was den einen von euch anbelangt, so wird er seinem Herrn (Rabb) Wein ausschenken; und was den anderen anbelangt, so wird er gekreuzigt werden, so daß die Vögel von seinem Kopfe fressen. Die Sache, worüber ihr Auskunft verlangtet, ist beschlossen.} (Yuusuf, 12:41)

  6. #6
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    بسم الله الرحمن الرحيم


    Die gesamte Schöpfung ist unter der Rubuubiyyah von Allah


    Damit ein Rabb ein Rabb sein kann, muss sich jedes Objekt der Schöpfung vollkommen unter der Kontrolle des Rabb befinden. Nichts kann der Rubuubiyyah von Allah entrinnen.

    Jedes Objekt der Schöpfung weiß, dass es nicht selbständig überleben kann, vielmehr braucht es die Hilfe seines Schöpfers, um zu erhalten, was es benötigt. Kein Objekt kann dem entkommen, was für es bestimmt wurde, oder sein eigenes Schicksal bestimmen. Jedes einzelne Objekt ergibt sich der Macht und dem Willen Allahs und was auch immer geschieht, es muss dieses ertragen.

    Ein Beweis hierfür ist, dass in Zeiten der Not jeder seinen Schöpfer anruft.

    Allah (subhanahu wa ta`ala) gibt einige Beschreibungen von Ar-Rabb im Quran:

    {Begebt euch zu Fir'aun und sagt: ,Wir sind der Gesandte des Rabb der Weltenbewohner: Lasse die Kinder Isra'ils mit uns gehen'." Er (Fir'aun) sagte: „Haben wir dich nicht als kleines Kind unter uns aufgezogen, und hast du dich nicht (viele) Jahre deines Lebens unter uns aufgehalten? Und du hast deine Tat, die du (damals) getan hast, verübt und gehörst zu den Undankbaren." Er sagte: „Ich habe sie da(mals) verübt, als ich (noch) zu den Irregehenden gehörte. Und so floh ich vor euch, als ich Angst vor euch bekommen hatte. (Doch) dann schenkte mir mein Rabb Urteil(skraft) und machte mich zu einem der Gesandten. Ist das (etwa) eine Gunst, die du mir vorhältst, daß du die Kinder lsra'ils geknechtet hast?" Fir'aun sagte: „Was ist denn der Rabb der Weltenbewohner?" Er (Musa) sagte: „Der Rabb der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, wenn ihr überzeugt seid." Er (Fir'aun) sagte zu denjenigen in seiner Umgebung: „Hört ihr nicht zu?" Er (Musa) sagte: „(Er ist) euer Rabb und der Rabb eurer Vorväter." Er (Fir'aun) sagte: „Euer Gesandter, der zu euch gesandt wurde, ist fürwahr besessen." Er (Musa) sagte: „(Er ist) der Rabb des Ostens und des Westens und dessen, was dazwischen ist, wenn ihr (nur) begreifen würdet." Er (Fir'aun) sagte: „Wenn du dir einen anderen Gott als mich nimmst, werde ich dich ganz gewiß zu einem der Gefangenen machen." Er (Musa) sagte: „ Etwa auch, wenn ich dir etwas Deutliches bringe?" Er (Fir'aun) sagte: „Dann bringe es her, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst." Da warf er seinen Stock hin, und sogleich war er eine deutliche Schlange. Und er zog seine Hand heraus, da war sie weiß für die Betrachter. Er (Fir'aun) sagte zu der führenden Schar in seiner Umgebung: „Dieser ist fürwahr ein kenntnisreicher Zauberer, der euch mit seiner Zauberei aus eurem Land vertreiben will. Was befehlt ihr nun?" Sie sagten: „Stelle ihn und seinen Bruder zurück und schicke in die Städte (Boten), die (die Leute) versammeln, damit sie dir jeden kenntnisreichen Zauberer herbringen." So wurden die Zauberer auf die festgesetzte Zeit eines (wohl)bekannten Tages versammelt. Und es wurde zu den Menschen gesagt: „Werdet (auch) ihr euch nun wohl versammeln? Vielleicht werden wir den Zauberern folgen, wenn sie es sind, die siegen." Als die Zauberer kamen, sagten sie zu Fir'aun: „Wir bekommen doch sicher einen Lohn, wenn wir es sind, die siegen?" Er sagte: „Ja. Und ihr werdet dann also fürwahr zu den Nahegestellten gehören." Musa sagte zu ihnen: „Werft hin, was ihr zu werfen habt!" Da warfen sie ihre Stricke und Stöcke hin und sagten: „Bei der Macht Fir'auns, wir werden ganz gewiß Sieger sein." So warf Musa seinen Stock hin, und da verschlang er sogleich, was sie vortäuschten. Da warfen sich die Zauberer ehrerbietig nieder. Sie sagten: „Wir glauben an den Rabb der Weltenbewohner, den Rabb von Musa und Harun."}(Shu`araa, 26:16-48)

    Ein Rabb muss der Schöpfer von allem sein, dem gesamten Universum, nicht nur deiner Leute.

    Nahezu jedes Du`a im Quran beginnt mit dem Wort Rabb. Es ist der gewaltigste Name, den man im allgemeinen Du`a verwenden kann, denn dieser Name verkörpert genau die Beziehung zu Allah.

    Es gibt zwei Arten von Rubuubiyyah:
    1. Allgemein – Bezieht sich auf die gesamte Schöpfung
    2. Speziell – Dies ist speziell für die Gläubigen und beinhält spirituelle Versorgung. Dies ist der Grund dafür, warum die meisten Du`as im Quran mit dem Wort "Rabb" beginnen.
    [Hinzufügung des Übersetzers: Wir finden in dem Buch "Die Anstandsregeln des Du`a" von Allamah Jallaluddin Suyuti folgende Überlieferung (ich bitte die dazu fähigen Geschwister die Authenzität dieser Überlieferung zu prüfen, vorher sollte niemand danach handeln):

    و اخرج البزار و ابو الشيخ في الثواب عن عائشة رضي الله تعالى عنها قالت: قال رسول الله صلى الله تعالى عليه و سلم اذا قال العبد يارب، يارب اربا، قال الله: لبيك عبدي سل، تعطه

    Ungefähre Übersetzung: `Aa'ishah (radiallahu anha) berichtet, dass der Gesandte Allahs (sallallahu alaihi wa sallam) sagte: Wenn ein Diener viermal "Ya Rabb" sagt, sagt Allah "Mein Diener Ich bin da, frage und du wirst es erhalten." (Musnad Bazzaar)]

  7. #7
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    Islamische Beweise für Rubuubiyyah

    Die Schöpfung und ihre Zeichen

    Es sind nur annähernd fünf Ayaat im Quran auf diejenigen gerichtet, die die Existenz Allahs ablehnen, gegenüber hunderten Ayaat bezüglich der Mushrikiin und Ahlul Kitaab. Dies ist deshalb so, weil diejenigen, die leugnen, dass sie einen Schöpfer haben, in ihrem Glauben den Gipfel der Arroganz erreicht haben.

    Jedes Objekt hat einen Schöpfer.

    {Oder sind sie wohl durch nichts erschaffen worden, oder sind sie gar selbst die Schöpfer? Oder schufen sie die Himmel und die Erde? Nein, aber sie haben keine Gewissheit.}(At-Tuur, 52:35,36)

    {Dies ist Allahs Schöpfung. Zeigt mir nun, was andere außer Ihm geschaffen haben. Nein, die Ungerechten befinden sich in einem offenkundigen Irrtum.}(Luqmaan 31:11)

    {O ihr Menschen, ein Gleichnis ist geprägt, so hört darauf: Gewiss, jene, die ihr an Allahs Statt anruft, werden in keiner Weise vermögen, eine Fliege zu erschaffen, auch dann nicht, wenn sie sich dazu zusammentäten. Und wenn die Fliege ihnen etwas raubte, könnten sie es ihr nicht entreißen. Schwach ist der Suchende wie der Gesuchte.}(Hajj 22:73)

    Schöpfen bedeutet etwas aus dem Nichts hervorzubringen. Selbst in der modernen Wissenschaft mit dem Klonen können sie nichts aus dem Nichts erschaffen.

    Zeichen der Schöpfung bezeugen auch, dass es einen Schöpfer gibt.

    {Wahrlich, im Erschaffen der Himmel und der Erde und im Wechsel von Nacht und Tag und in den Schiffen, die im Meer fahren mit dem, was den Menschen nützt, und in dem, was Allah vom Himmel an Wasser herniedersandte - und Er gab der Erde damit Leben, nachdem sie tot war und ließ auf ihr allerlei Getier sich ausbreiten - und im Wechsel der Winde und den dienstbaren Wolken zwischen Himmel und Erde, (in all dem) sind Zeichen für Leute, die begreifen.}(Al-Baqarah, 2: 164)

    Es gibt zahlreiche Verse über Allahs Zeichen in der Schöpfung.

    Fitrah

    {So ist die natürliche Veranlagung, mit der Allah die Menschen geschaffen hat.} (Ar-Ruum, 30:30)

    Abu Huraira (radiallahu anhu) berichtete, dass der Prophet (sallallahu alaihi wa sallam) sagte: „Jedes Kind wird mit der Fitrah geboren, und seine Eltern machen dann aus ihm entweder einen Juden, einen Christen oder einen Sabäer. Genauso wie das Tier, das ein Tier zur Welt bringt: Siehst du darin Unstimmigkeiten?“ (Al-Bukhari)

    {Und als dein Herr aus den Kindern Adams - aus ihren Lenden - ihre Nachkommenschaft hervorbrachte und sie zu Zeugen gegen Sich Selbst machte (,indem Er sprach): "Bin Ich nicht euer Herr?", sagten sie: "Doch, wir bezeugen es."} (Al-A`raaf, 7:172)

    Die Fitrah beinhaltet die angeborene Güte, die in der Menschheit ist und dies kommt von dem Miithaaq (Abkommen).

    Es wurde berichtet, dass ibn `Abbaas (radiallahu anhu) überlieferte, dass der Gesandte Allahs (sallallahu alaihi wa sallam) berichtete:

    „Als Allah (subhanahu wa ta`ala) Adam (alaihis salam) erschuf, ließ Er ihn an einem Ort namens Na’mân am Tag von `Arafat bezeugen, anschließend zog Er aus ihm alle Nachkommen heraus, die bis zum Ende der Welt geboren werden, Generation nach Generation und breitete sie vor sich aus, um auch mit ihnen den Bund zu schließen. Er sagte zu ihnen:

    Bin Ich nicht euer Herr?“

    Und alle antworteten: „Ja, wir bezeugen es.“ Allah erklärte dann, warum Er die gesamte Menschheit bezeugen ließ, dass Er ihr Schöpfer ist und der einzig wahre Gott, der der Anbetung würdig ist. Er sagte:

    Das war dafür, falls ihr (Menschen) am Tag der Auferstehung sagen würdet: 'Wahrlich, wir waren in Unkenntnis darüber. Wir wussten nicht, dass Du Allah unser Herr bist. Niemand hat uns erklärt, dass wir eigentlich nur Dich anbeten durften.'“

    [Sahîh von Shaikh al-Albanî in Silsilah al-Ahâdîth as-Sahîhah Band 4, Nr. 1623]

    Die Erinnerung an das Abkommen ist ausgelöscht, doch uns wurde eine angeborene Veranlagung gegeben es zu erneuern. Die Fitrah ist das Überbleibsel des Miithaaq. Es ist aus diesem Grund, dass die Menschheit bezüglich der allgemeinen Moralität übereinstimmt, wie etwa bei Dingen wie Töten und Stehlen. Jeder weiß, dass dies schlecht ist. Jeder schaut zur Güte auf. Es gibt diesbezüglich keine unterschiedlichen Meinungen in den Zivilisationen. Selbst in einer Gesellschaft in der Unzucht weit verbreitet und „normal“ ist, schauen sie zu denjenigen auf, die dies nicht tun, außer innerhalb der Schranken der Ehe.

    Dies ist unsere am wenigsten verwendete Waffe beim Da`wah machen.

    Das beste Beispiel für Fitrah ohne Islam ist der Prophet (sallallahu alaihi wa sallam) vor der Offenbarung des Islam.

    Angeborenes Gefühl der Hilfslosigkeit

    {Und wenn den Menschen ein Schaden trifft, ruft er Uns an, ob er nun auf der Seite liegt oder sitzt oder steht; haben Wir aber den Schaden von ihm fortgenommen, dann geht er seines Weges, als hätte er Uns nie um (die Befreiung) vom Schaden, der ihn getroffen hat, angerufen.}(Yuunus, 10:12)

    {Hast du denn nicht gesehen, dass die Schiffe durch Allahs Gnade auf dem Meer fahren, auf dass Er euch Seine Zeichen zeige? Hierin sind wahrlich Zeichen für jeden Standhaften, Dankbaren. Und wenn Wogen sie gleich Hüllen bedecken, dann rufen sie Allah in lauterem Glauben an; doch rettet Er sie dann ans Land, so sind es (nur) einige von ihnen, die einen gemäßigten Standpunkt vertreten. Und niemand leugnet Unsere Zeichen, außer allen Treulosen, Undankbaren.} (Luqmaan 31:31-32)

    Das Senden von Propheten und Büchern

    Dies ist mehr ein logischer Beweis. Allein die Tatsache, dass es Menschen gibt, die behaupten Propheten zu sein und mit Wundern und Offenbarungen kommen, beweist, dass Allah existiert und Offenbarungen herabgesandt hat.
    Geändert von Abdullah Tarkan (18.02.2010 um 07:33 Uhr)

  8. #8
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    Logik als Beweis für die Existenz Allahs



    Einst wurde ein Beduine gefragt, was eine so einfache Person wie ihn an die Existenz Allahs glauben lässt.

    Beduine: "Siehst du die Spuren im Sand?"

    Mann: "Ja."

    Beduine: "Was sagen sie dir?"

    Mann: "Ein Kamel ging hier vorbei."

    Beduine: "Hast du das Kamel gesehen?"

    Mann: "Nein, aber diese Fußspuren im Sand lassen darauf schließen, dass ein Kamel sie gemacht hat."

    Beduine: "Siehst du diese Berge?"

    Mann: "Ja."

    Beduine: "Sie weisen mich darauf hin, dass Allah sie gemacht hat."

    Einst wurde Imam Malik von Khalifa Haroon Rasheed gefragt: "Was ist der Beweis (Daliil) für die Existenz Allahs?" Imam Malik antwortete: "Unterschiedliche Sprachen, unterschiedliche Tonhöhen der Stimmen, unterschiedliche Gesänge sind ein Beweis dafür, dass Allah existiert!"

    Die selbe Frage wurde Imam Abu Hanifah von einem Atheisten gestellt und er antwortete: "Vergiss dies! Momentan bin damit beschäftigt über dieses Schiff nachzudenken. Die Leute sagen mir, dass es da ein großes Schiff gibt, welches verschiedene Güter an Bord hat. Es giebt niemanden, der es steuert oder verwaltet. Dennoch fährt dieses Schiff vor und zurück; es überquert sogar große Wellen auf dem Ozean; es hält an den Orten, an denen es halten soll; es fährt in die Richtung weiter, die es einschlagen soll. Dieses Schiff hat keinen Kapitän und niemanden, der dessen Fahrten plant."

    Der Atheist, der die Frage gestellt hatte, unterbrach ihn und rief aus: "Was für eine merkwürdiger und dummer Gedanke ist dies? Wie kann eine intelligente Person denken, dass etwas wie dies geschehen kann?"

    Imam Abu Hanifah sagte: "Dein Zustand tut mir Leid! Du kannst dir kein Schiff vorstellen, welches fährt, ohne dass jemand auf dessen Angelegenheiten achtet. Dennoch glaubst du, dass es für diese Welt, welche fehlerfrei und genau läuft, niemanden gibt, der auf sie achtet und dem sie gehört."

    Nachdem er die Antwort gehört hatte, war der Atheist sprachlos, doch er fand mehr über Haqq (die Wahrheit) heraus und nahm den Islam an.

    Imam Shafi`i antwortete auf folgende Weise auf die Frage: "Die Blätter von Tuut (Beeren) sind alle gleich. Jedes Blatt schmeckt genau gleich. Insekten, Bienen, Kühe, Ziegen und Hirsche leben davon. Nach dem Essen von diesen produzieren Insekten Seide; Bienen produzieren Honig; Hirsche geben Moschus (eine besondere Art von Duft); Kühe und Ziegen bekommen Nachwuchs. Ist es nicht ein klarer Beweis, dass eine Art von Blatt so viele Eigenschaften hat und wer hat diese Eigenschaften erschaffen? Es ist der Khaaliq (Schöpfer), den wir Allah nennen, welcher der Erfinder und Schöpfer ist."

    Imam Ahmad ibn Hanbal dachte auf folgende Weise über diese Frage nach. Er sagte: "Es gibt eine unglaublich Festung, sie hat keine [sich öffnen lassende] Türen, es gibt keinen Weg hinein. Tatsächlich ist noch nicht einmal ein Loch darin. Von Außen leuchtet sie, wie der Mond und im Inneren schimmert sie, wie Gold. Sie ist von allen Seiten versiegelt, sie ist, um genau zu sein, luftdicht. Plötzlich bricht eine ihrer Türen zusammen, ein lebendiges Etwas mit Augen und Ohren, ein wunderschön anzusehendes Tier erscheint schreiend und umherirrend. Gibt es denn keinen Schöpfer, der es möglich machte, dass Leben in dieser gesicherten und verriegelten Festung entstand? Und ist dieser Schöpfer nicht besser als Menschen? Dieser Schöpfer hat keine Einschränkung."

    Imam Ahmad ibn Hanbal bezog sich auf ein Ei, welches von allen Seiten verschlossen ist, doch Allah, der Khaaliq (Schöpfer), brachte Leben hinein und ein Küken kam hervor.

    [Ich hatte es bereits erwähnt, aber ich sage es vorsichtshalber noch einmal: Diese Übersetzungen sind nicht vor Fehlern geschützt und man soll gegebenenfalls mit dem Original vergleichen: http://saheefah.org/]
    Geändert von Abdullah Tarkan (19.02.2010 um 08:10 Uhr)

  9. #9
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    Die westlichen Beweise für die Existenz Gottes


    Der ontologische Beweis

    Dies bedeutet "Beweis durch Definition" und benötigt keine Überlegung . So sagen sie,
    • Gott ist etwas, worüber hinaus nichts Größeres (Vollkommeneres) gedacht werden kann.
    • Was ist größer: Etwas, das wahrhaftig ist, oder etwas, das man sich nur in Gedanken vorstellt?
    • Deshalb kann man sich die Idee vom großartigsten vorstellbaren Wesen nicht nur in Gedanken vorstellen, sondern man muss es sich auch als existierend vorstellen. Andererseits würde das 'Konzept' von Gott widersprüchlich sein, da ein existierender Gott perfekter ist als ein gedanklicher Gott.
    Mit anderen Worten: Gott muss per Definition existieren.

    Der kosmologische Beweis

    Dieser wurde in unentwickelter Form als erstes von Aristoteles vorgestellt und wurde dann unglücklicherweise von den "muslimischen" Philosophen aufgenommen, die ihn verfeinerten. Dieser wird unter die westlichen Beweise gezählt, da diese Philosophen tatsächlich keine Muslime waren. Ibn Siina (Avicenna), zum Beispiel, endete sogar so, dass er leugnete, dass Allah Wissen hat oder dass Er uns erschaffen hat.

    Die drei primären Formen:

    1 Das Argument über die Bewegung
    2 Das Argument über die Ursache
    3 Das Argument über die Möglichkeit (Existenz)

    Bewegung

    Dieses Argument besagt, dass sich jedes Objekt entweder in Bewegung befindet oder im Stillstand. Wenn es sich in Bewegung befindet, muss es von einem anderen Objekt in Bewegung gebracht worden sein. Wenn ein Objekt sich im Stillstand befindet, kann es sich nicht selbst bewegen, deshalb muss es einen 'Beweger' geben, der es in Bewegung setzt. Es kann jedoch nicht einen infiniten Regress von Dingen, die Bewegungen verursachen, geben, da es ansonsten keinen ersten Beweger gäbe. Deshalb: Es muss einen 'unbewegten Beweger' geben, welcher die Ursache von jeder Bewegung ist, sich jedoch nicht selbst bewegt und dies ist Gott.

    Das gesamte Konzept von Allah ist ein 'unbewegter Beweger'.

    Die Probleme an diesem Beweis sind zahlreich. Er ist sehr kompliziert und seine Schlussfolgerungen haben Konsequenzen, die gegen den Tawhiid gehen. Ein Beispiel hierfür ist, dass die Leute die so glauben, zum Beispiel leugnen, dass Allah im letzten Drittel der Nacht zum untersten Himmel kommt.

    Der teleologische Beweis

    Dies bedeutet "Beweis mittels der Schöpfung". Das bekannteste Beispiel ist das von Payleys Uhr. Grundsätzlich sagte es, dass, wenn man am Strand entlangginge und eine Uhr im Sand liegen sehen würde, man daraus schließen würde, dass sie von einem Uhrmacher hergestellt worden ist. Ähnlicherweise, wenn wir die Schöpfung sehen, muss angenommen werden, dass es einen Schöpfer gibt.

    Dieses Beispiel ist wahrscheinlich der islamischte der philosophischen Beweise, doch selbst dieses wurde stark kritisiert. Unter den Kritiken ist, dass die Schöpfung nicht perfekt ist und es deshalb keinen Schöpfer geben kann. Sie könnten auch argumentieren, dass beim Uhrmachen eine Evolution zu perfekteren Uhren sichtbar ist und dass dies deshalb eigentlich ein Beweis für die Evolution wäre.

    Die Pascalsche Wette

    Diese sagt einfach, dass eine 50/50 Chance besteht, dass Gott existiert oder nicht. Die Konsequenzen des Glaubens, dass Er existiert sind weitaus größer als die des Nicht-glaubens. Daraus folgt, dass an Gott zu glauben die sichere "Wette" ist.

    Fazit

    Diese 'Beweise' lassen uns dankbar für die Methodologie des Qurans sein. Wir müssen nicht irgendwelche mentalen Verrenkungen machen, um die Existenz Allahs zu beweisen, oder diesem übermäßig viel Aufmerksamkeit schenken. Vielmehr sollten wir nur den einfachen Quranischen Beweis nehmen. Aufgrund der Verbreitung des Atheismus in unserer Zeit und wegen der Eingliederung einiger dieser Gedanken in die islamische Literatur, ist es wichtig, dass wir uns wenigstens mit diesen Konzepten vertraut machen.

  10. #10
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    Antwort auf Atheisten: Schmerz und Leid im Leben



    Wenn Gott Allgütig ist, muss Er das Übel verhindern wollen. Aber Übel und Leid existieren. Wie ist es möglich, dass Gott Allmächtig und Allgütig ist und dennoch eine Welt zulässt, in der Übel und Leid existieren?

    Aller Preis und Dank gebührt Allah und Friede und Segen seien auf Seinem Gesandten.

    Dr. Muzammil H. Siddiqi, Direktor der islamischen Gesellschaft von Orange County und Präsident der islamischen Gesellschaft von Nordamerika, sagt in Antwort auf die Frage:

    "In der Tat, Allah ist Allmächtig (al-`Aziz) und Er ist dazu in der Lage alles zu tun (`ala kulli shay’in qadir). Der Qur’an hat dies hunderte Male erwähnt. Es wird auch im Qur’an erwähnt, dass Allah der Schöpfer ist und dass Er der beste Schöpfer ist. {So sei denn Allah gepriesen, der beste Schöpfer.} (Al-Mu’minun: 14)

    Doch nun kommt die Frage auf, warum existieren Schmerz und Leid in der Welt? Darunter finden wir Krankheit, ein hohes Alter und den Tod. Wir sehen Dinge, die hässlich sind, Menschen, die verrückt und dumm sind. Es gibt Stürme, Erdbeben, Überflutungen, Luftzüge [? eng: draught] und Hungersnöte. Ebenfalls sehen wir Leute, die Sünden begehen, sie zeigen Unloyalität, Untreue, Gier und Unaufrichtigkeit. Wir sehen Menschen, die Überfälle und Morde begehen; sie kämpfen und führen Kriege. All dies kennen wir und noch viele andere Probleme. Es gibt Übel, die von Menschen verursacht worden sind und es gibt Naturkatastrophen. Es gibt das Leid von Einzelpersonen und das Leid, welches eine große Anzahl von Menschen betrifft.

    Doch wir wissen auch, dass das nicht die ganze Geschichte ist. Neben all diesen negativen Dingen, sehen wir Schönheit, Gesundheit, Wohlstand, Leben, Geburt, Weisheit, Intelligenz, Wachstum und Fortschritt. Auch sehen wir unter den Menschen Glaube, Aufrichtigkeit, Wohltätigkeit, Liebe und den Geist der Selbstaufopferung. Wir sehen ebenfalls viel Tugend und Frömmigkeit. Es ist falsch nur die eine Seite der Medaille zu sehen und nicht die andere. Jede Philosophie, die sich auf einen Aspekt der Schöpfung konzentriert und die andere Seite leugnet oder ignoriert ist teilweise wahr und unvollständige Wahrheiten sind keinesfalls die Wahrheit.

    Es ist auch eine Tatsache, dass das Element des Guten größer ist als das Element des Üblen, Wir alle sehen, dass es mehr gesunde Menschen gibt als Kranke. Es gibt mehr [Menschen], die essen als solche, die verhungern.

    Es gibt mehr [Menschen], die ein ordentliches Leben leben, als diejenigen, die Verbrechen begehen. Das Gute ist die Regel und das Übel ist die Ausnahme. Die Tugend ist die Norm und die Sündhaftigkeit die Abweichung. Üblicherweise tragen Bäume Früchte, Blumen blühen und der Wind weht sanft.

    Doch dann ist Frage, warum lässt Allah diese Ausnahmen bei den Regeln zu?

    Lasst uns diese Frage stellen, um die Methode Allahs in Seiner Schöpfung zu verstehen. Der Qur’an sagt uns, dass Gutes, Schlechtes und alles, was in der Welt geschieht durch Allahs Willen geschieht (mashi’at Allah). Nur Allah kennt Seinen Willen vollkommen. Wir begrenzten Wesen können Seinen grenzenlosen Willen und Weisheit nicht erfassen. Er führt Sein Universum so, wie Er es für angemessen hält. Der Qur’an sagt uns, dass Allah weise ist und dass alles, was Allah tut richtig, gerecht, gut und fair ist. Wir müssens uns Seinem Willen ergeben und uns ihm unterwerfen. Der Qur’an hat nicht alle Details über Allahs Willen preisgegeben, doch er hat uns mit der Rechtleitung aufgeklärt, welche nützlich und ausreichend für uns ist. Es gibt mehrere Punkte, die wir beachten sollten, um dieses Thema zu verstehen:

    1. Allem voran, Allah hat diese Welt nicht zu einer permanenten Welt gemacht. Dies ist eine befristete Welt und alles hier ist zeitlich begrenzt. Wenn seine Zeit kommt, wird es sterben, zu einem Ende kommen und aufhören. Weder die guten Dinge in dieser Welt sind für immer, noch die schlechten. Wir sind für eine kurze Zeit hier und werden getestet. Diejenigen, die diesen Test bestehen, werden eine ewige Welt, die perfekt und permanent ist, vorfinden. Diejenigen, die diesen Test nicht bestehen, werden die üblen Konsequenzen für ihre Sünden und Verderbung sehen.

    2. Allah hat ein physikalisches Gesetz und ein moralisches Gesetz in diesem Universum festgesetzt. Allah erlaubt, dass Leid auftritt, wenn eines oder mehrere dieser Gesetze gebrochen werden. Das physikalische Gesetz basiert auf Ursache und Wirkung. Krankheit tritt auf, wenn man sich nicht um seine Gesundheit kümmert oder Infektionen ausgesetzt ist. Ein Autounfall passiert, wenn man nicht wachsam ist, oder auf eine sorglose Weise fährt, oder die Autos nicht geprüft sind, [oder] Straßen und Autobahnen nicht in der richtigen Form gebaut und gewartet wurden, oder die Vekehrsregeln nicht richtig sind oder ordentlich durchgesetzt werden. Das Studieren von Ursachen und Wirkungen ist sehr wichtig, um die Sicherheitsmaßnahmen zu ermöglichen. Selbst hier sollten wir beachten, dass Allah uns oft bewahrt und uns nicht für jede Nachlässigkeit leiden lässt. Wie oft passiert es, dass wir nicht vorsichtig sind und dennoch sicher unsere Ziele erreichen. Bei der Art wie manche Menschen in der Stadt fahren, ist es ein Wunder, dass nicht mehr Unfälle passieren und mehr Leute leiden. Allah sagt:

    {Der Allerbarmer hat den Qur'an gelehrt. Er hat den Menschen erschaffen. Er hat ihm das deutliche Reden beigebracht. Die Sonne und der Mond kreisen nach einer festgesetzten Berechnung. Und die Sterne und Bäume fallen (vor Ihm) anbetend nieder. Und den Himmel hat Er emporgehoben. Und Er hat das (richtige) Abwiegen zum Gebot gemacht, auf dass ihr euch in der Waage nicht vergeht; so setzt das Gewicht in gerechter Weise und betrügt nicht beim Wiegen. Und Er hat die Erde für die Geschöpfe bereitet.} (Ar-Rahman:1-10)

    Die Art in der wir die Grenzen, die von Allah gesetzt wurden, überschreiten und Seine Gesetze von Ursache und Wirkung brechen ist unglaublich. Es ist wahrlich die Gnade Allahs, dass wir sicher sind. Direkt gesprochen sollte die Frage nicht lauten warum Allah Leid zulässt, sondern wie oft Allah uns in der gesamten Zeit trotzt unserer Verstöße und Nachlässigkeiten bewahrt und beschützt. Der Qur´an sagt:

    {Und wollte Allah die Menschen für alles bestrafen, was sie tun, würde Er nicht ein Lebewesen auf der (Erd-)oberfläche übrig lassen; doch Er gewährt ihnen Aufschub bis zu einer bestimmten Frist; und wenn ihre Frist um ist, dann durchschaut Allah Seine Diener.} (Fatir: 45)

    Doch manchmal bestraft Allah die Menschen für Verstöße gegen Seine Gesetze, ob physische oder moralische. Der Qur´an sagt uns, dass viele Nationen und Gemeinschaften aufgrund ihres sündhaften Lebensstils zerstört wurden.

    {Wenn sie dich der Lüge bezichtigen, so waren schon vor ihnen das Volk Noahs und die 'Ad und die Thamud Verleugner sowie auch das Volk Abrahams und das Volk Lots und die Bewohner von Madyan. Auch Moses wurde der Lüge bezichtigt. Ich gewährte alsdann den Ungläubigen Aufschub; dann erfasste Ich sie, und wie war es mit der Verleugnung! Und so manche Stadt haben Wir zerstört, weil sie voll des Frevels war, dass sie nunmehr in Trümmern steht, und so manch verlassenen Brunnen und manch hochragendes Schloss (haben Wir zerstört)!} (Al-Hajj: 42-45)

    3. Leid kann auch ein Test und eine Prüfung für einige Menschen sein. Allah lässt es zu, dass einige Leute Leiden, um ihre Geduld und Standhaftigkeit zu testen. Selbst den Propheten und Gesandten Allahs wurde Leid zugefügt. Prophet Ayyub (alaihis salam) wird im Qur´an als ein Prophet, der sehr geduldig war, erwähnt. Gute Menschen leiden manchmal, doch ihr Leid heilt andere und sorgt für Gutes in ihren Gemeinschaften. Menschen lernen Lektionen von ihren guten Vorbildern. Märtyrer sterben für ihren Glauben, Soldaten geben ihr Leben für ihre Nationen und dies sorgt für die Befreiung und Freiheit ihres Volkes.

    4. Manchmal lässt Allah einige Menschen leiden, um damit andere zu testen, wie sie darauf reagieren. Wenn man eine Person sieht, die krank, arm und hilfsbedürftig ist, dann wird man von Allah getestet. Allah testet durch diese kranke Person deine Nächstenliebe und deinen Glauben. In einem sehr bewegenden Hadith Qudsi (Göttlicher Hadith) sagt der Prophet (sallallahu alaihi wa sallam):

    "Allah wird am Tag der Auferstehung sagen: "Oh Sohn Adams, ich war krank und du hast mich nicht besucht." Er wird sagen: "Oh Herr, wie kann ich dich besuchen, wo du doch der Herr der Welten bist?" Allah wird sagen: "Hast du nicht gewusst, dass mein Diener Soundso krank war, und du hast ihn nicht besucht? Hast du nicht gewusst, dass wenn du ihn besucht hättest, du mich bei ihm gefunden hättest?" Allah wird sagen: "Oh Sohn Adams, ich habe dich um Speise gebeten, doch du hast mich nicht gespeist." Er wird sagen: "Oh Herr, wie kann ich dich speisen, wo du der Herr der Welten bist?" Allah wird sagen: "Hast du nicht gewusst, dass mein Diener Soundso dich um Speise bat, doch du hast ihn nicht gespeist? Und hast du nicht gewusst, dass wenn du ihn gespeist hättest, hättest du festgestellt, dass dies für Mich gewesen wäre? O Sohn Adams, ich habe dich um Trank gebeten, doch du hast mich nicht getränkt." Er wird sagen: "O Herr, wie kann ich dich tränken, wo du der Herr der Welten bist?" Allah wird sagen: "Mein Diener Soundso hat dich um Trank gebeten, doch du hast ihn nicht getränkt. Wenn du ihn aber getränkt hättest, hättest du festgestellt, dass dies für Mich gewesen wäre." (Muslim)

    Von Prophet `Isa (alaihis salam) wird berichtet, dass er Ähnliches gesagt hat. (Siehe: Matthäus
    25: 35-45)

    Um also zusammenzufassen können wir sagen, dass Leid auftritt, um uns zu lehren, dass wir an Allahs natürlichen und moralischen Gesetzen festhalten müssen. Manchmal geschieht dies, um diejenigen zu bestrafen, die Allahs natürliche und moralische Gesetze verletzen. Es geschieht, um unseren Glauben an Allah und unsere Hingabe zu menschlichen Werten und Nächstenliebe zu testen. Wann auch immer uns ein Leid trifft, sollten wir uns fragen, "Haben wir irgendein Gesetz Allahs gebrochen?" Lasst uns die Ursache des Problems studieren und die korrigierenden Methoden verwenden. "Könnte es eine Strafe sein?" Lasst uns bereuen und um Vergebung bitten und unser Verhalten verbessern. "Könnte es ein Test und eine Prüfung für uns sein?" Lasst uns hart daran arbeiten diesen Test zu bestehen.

    Gläubige begegnen dem Leid mit Gebeten, Reue und guten Taten. Die Ungläubigen begnen dem Leid mit Zweifeln und Verwirrung. Sie beschuldigen Allah und suchen Argumente gegen Ihn.

    Möge Allah uns auf dem graden Weg halten, Amin!

    Das Original kann hier gefunden werden: http://www.islamonline.net/servlet/S...=1119503544478

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