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Thema: Al-Kufr - gemäß der Sunnah

  1. #1
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    Al-Kufr - gemäß der Sunnah




    Alles Lob Gebührt Allah, dem Herr der Welten, und Friede und Segen auf Seine Propheten und Gesandten, Hiermit Bezeuge Ich, dass Muhammad der letzte Prophet und Gesandte ist und das Allah es Einzig und Alleine Verdient Angebetet zu werden.


    Al-Kufr - gemäß der Sunnah

    Meine Ehrwürdigen Geschwister, Ich habe diese Abhandlung angefertig da Gegenwärtig bei vielen Muslimen das falsche Verständis von al-Kufr vorherrscht, um diese Zweifel bei ihnen und die falschen Vorstellungen auszumerzen, erschien es mir als Essenziel, diese Thematik gemäß der Sunnah anzufertigen. So Möge Allah durch diese Worte, die Worte der Erneurer verstummen lassen. Folgende Gesichtspunkte werden behandelt:

    - Linguistische Definiton des al-Kufr
    - Terminologische Definiton des al-Kufr
    - Der Kufr kann für sich in den Handlungen und Aussagen erfolgen


    Möge Allah die Augendienerei abwenden und die Aufrichtigkeit Emporheben. Mögen die Leser und Leserin aus den folgenden Worten ihr Nutzen ziehen.

    Sofern ihr, meine Lieben Geschwister Fehler findet so bitte Ich euch diese Emporzuheben und zu Korrigieren und solltet ihr Erweiterungen haben dann könnt ihr sie gerne miteinbauen - so Allah will. Und falls ihr Fragen bezüglich einer Sache habt, da der Text unklar ist, so bitte Ich euch diese Fragen darzulegen.

    Geändert von Abu_Taymiyyah (09.02.2010 um 06:10 Uhr)

  2. #2
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    Al-Iman und al-Kufr sind wie zuvor schon erwähnt die wichtigsten und essenziellsten Themenbereiche in der Lebensordnung Allahs. Für jeden Gläubigen ist es obligatorisch sich das notwendige Wissen in dieser Angelegenheit anzueignen, um sich Wahrhaftig den Iman unterzuordnen und sich von dem Unglauben Innerlich und Äußerlich zu Distanzieren. Im Falle der Vernachlässigung oder Unterlassung sich das notwendige obligatorische Wissen über diese auferlegten Pflichten anzueignen, so ist derjenige bei Allah, dem Allerhabenen, nimmer dafür entschuldigt, ausgenommen jene die der Intellekt oder die Botschaft nicht erreicht haben.




    Die Linguistische Definition des Kufr

    Linguistisch drückt al-Kufr, etwas zu Bedecken, Verbergen, Verhüllen, die Verleugnung und die Undankbarkeit gegenüber den Gaben und Wohltaten Allahs. Al-Qadi al-Imam Muhammad Ibn Mandhur al-Ansari al-Afriqi – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – führte in seinem berühmten Referenzwerk der arabischen Linguistik, folgendes aus: „Es bedeckt etwas und verbergt es. Und all jenes was jemand bedeckt hat, begeht folglich Kufr. Aus diesem Grund kann der Bauer als Kafr bezeichnet werden, da er den Samen mit Erde bedeckt. Allah, der Allerhabene, sagt: {"Es gleicht dem Regen (der Pflanzen hervorbringt), deren Wachstum die Kuffar (Bauer) erfreut." (Sure al-Hadid, Vers.20)} Dies bedeutet, dass es die Ackerfräser (Bauer) erfreut und deshalb wird der Ackerfräse (Bauer) als Kafr bezeichnet, da er die Begünstigung von Allah verschleiert hat. Al-Azhari – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Und Seine Vorlieben sind Seine bewiesenen Zeichen Seines Tawhid. Und die, welche der Kafr verschleiert hat, sind die Zeichen welche den Menschen ermöglicht, die Unterscheidung zu machen, dass der Erschaffer der Eine ohne jeglichen Partner ist. Und ebenso entsandte Er die Boten mit Wundervollen Zeichen, Schriften und reichlichen eindeutigen Beweisen, als eine Vergünstigung Seinerseits. Dementsprechend ist jeder, der zu den Gaben nicht Wahrheitsgetreu ist und dies zurückweist ein Kafr in den Gaben von Allah geworden, dies bedeutet, dass er es bedeckt und die Gaben vor sich selbst verschleiert hat.“[1]



    Die Terminologische Definition des Kufr

    Die Terminologische Definition des Begriffs al-Kufr lautet gemäß den Renommierten Wissenschaftlern der Sunnah; Allah, dem Allerhabenen, und Seine Offenbarung zu leugnen, sowie jegliche weitere Überzeugungsinhalte, Worte und Handlungen, die der Lebensordnung Diametral entgegenstehen. Es steht für jeden verstoß gegen die Grundsätze des Tawhid, für jegliche Ideologie die dem Islam entgegensteht, für das vollständige bzw. teilweise Negierung eines Iman bzw. Islam Inhaltes oder eines der eindeutigen Gesetzte oder Grundsätze der islamischen Ideologie zu leugnen, sowie für jegliche Form von Polytheismus bzw. polytheistischen Konzepten. Es ist die vollkommene Liquidierung des gewissenhaften Iman und dessen Diametraler Gegensatz. Es ist der Unglaube an Allah, dem Allmächtigen, und seine Bevorzugungen (Gaben).



    ________________________________________

    [1] Lisan al-Arab



    Fortsetzung Folgt - So Allah will -



    Geändert von Abu_Taymiyyah (02.06.2010 um 02:48 Uhr)

  3. #3
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    Der Unglauben wird in zwei Arten gegliedert; Kufrun al-Akbar (großer Unglaube) und Kufrun al-Asghar (geringer Unglaube). Scheich al-Islam al-Mujaddid Taqiyyudin Abul Abbas Ahmad Ibn Taymiyah al-Hanbali – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – erläutere diese Gliederung, wie folgt: „Al-Kufr ist von zweierlei Arten: das eine (Kufrun al-Akbar) ist jenes wegen dessen eine Person aus der Gemeinschaft exkommuniziert wird; das andere (Kufrun al-Asghar) betrifft jenes wegen dessen man nicht exkommuniziert wird. Dasselbe trifft auch auf die anderen Begriffe, wie Schirk, Fisq und Dhulm zu. Der Iman besitzt sowohl eine Essenz als auch eine Konsequenz. Der Unglauben steht den Iman in beiderlei Hinsicht entgegen.“[1]

    Al-Hafidh al-Imam Abu Fida Ismail Ibn Kathir – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – erläuterte den Begriff, wie folgt: „Der Koran verwendet den Begriff Kufr (in Linguistischen Sinne), um jene Menschen zu symbolisieren welche etwas verschleiern oder die Realität verbergen. Der Koran verwendet den Begriff (in Terminologische Sinne), um jene zu symbolisieren welche die Begünstigung Allahs bestreiten, indem sie Seine Herrschaft und Autorität nicht akzeptieren. Al-Kufr ist demgemäß ein Antonym für Iman oder Unglauben an Allah und ein Kafir ist ein Ungläubiger. Diese Art des Kufr ist Kufrun al-Akbar. Von denen etliche Arten existent sind.“[2]

    Gleichermaßen wie der Iman durch Überzeugung (I’tiqad), Bekräftigung (Iqrar) und Handlung (Amal) entsteht, kann sich der Iman auch durch einer dieser drei Komponenten auflösen; entweder in Relation zueinander oder Unabhängig voneinander. Der Unglaube wird in drei Kategorien eingegliedert: ein Mensch kann durch Überzeugung, durch eine Bekräftigung oder aber durch eine Handlung ungläubig werden. Im Diesseits wird das Verurteilen eines Menschen auf Grund seiner Taten oder seiner Aussagen ausgesprochen. Jedoch was sich eigentlich im Inneren, also im Herzen befindet, ist für uns irrelevant, denn der Mensch wird gemäß dem beurteilt, was er nach Außen zeigt. Die renommierten Wissenschaftler der Sunnah und andere Denkrichtungen, wie die Mu’tazila, Kharawij, und Scholastiker haben einen Konsens darüber getroffen. So sagte der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm: „Ich bin nicht entsandt worden, um die Menschen nach ihrem Inneren zu beurteilen.“ Al-Hafidh al-Imam Ahmad Ibn Ali Ibn Hadschar al-Asqalani – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte dazu: „Die Gelehrten haben eine Entscheidung festgesetzt, dass das Urteil einer Person erst nach dem äußeren Zustand ausgesprochen wird.“[3]Falls Allah, gepriesen sei Er, eine Bekräftigung oder Handlung als Unglauben klassifizierte, so ist der ausführende gemäß der Beurteilung des äußeren ein Ungläubiger, sowie in Wirklichkeit, d.h. vor Allah; also im Inneren. Der Äußerliche Unglaube ruft konsequenter weise dem Inneren Unglauben hervor; gleichermaßen wie die äußerlichen Handlungen eine Bekräftigung für den Innerlichen Iman sind, ist auch der Äußerliche Unglaube eine Bekräftigung für den Innerlichen Unglauben. Wer auch immer mit seiner Zunge ein Wort des Unglaubens ausspricht, ohne jegliches Verlangen danach und vorsätzlich dies aussagt, dann wird er dadurch sowohl Innerlich als auch Äußerlich zum Ungläubigen und wir erlauben es nicht zu sagen: es ist für solch jemand möglich in Inneren noch ein Gläubiger zu sein. Das der Innerliche Unglauben dadurch ebenso zustande kommt, bedeutet nicht zwangsläufig – gemäß der Meinung der Ahl al-Hadith – das derjenige die Botschaft zwangsläufig Ablehnt oder Zurückweißt, ja sogar seine Bezeugung der Botschaft wird ihm nicht vor dem Unglauben schützen, hingegen sind die Hanafiten und die Ascha’irah anderer Meinung, ihre Meinung besagt: „Wer eine Bekräftigung oder Handlung des Unglaubens begeht, so ist dies ein Beleg dafür das dieser im Herzen unweigerlich leugnet (Takdhib) oder keine Bestätigung (Tasdiq) mehr für die Botschaft des Gesandten Allahs –Allahs Segen und Friede auf ihm – vorhanden ist.“

    Imam Abu Muhammad Ali Ibn Hazm al-Andalusi al-Zahiri – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Wenn man etwas zurückzuweist, wofür ein gesunder (Definitiver) Beweis vorhanden ist, so kann es keine Religion geben, ohne daran Iman zu haben und dies ist Unglaube; und das Bekräftigen von Wörtern, wofür Beweise vorhanden sind, dass das aussprechen davon Unglaube ist, ist Unglaube (Kufr).Ebenso das begehen jeder Handlung, wofür Beweise vorhanden sind, dass es Unglaube ist, ist Unglaube (Kufr).“[4]

    Imam Muhyid-Din Abu Zakariyya Yahya Ibn Scharaf an-Nawawi asch-Schafi’i – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Die Sachen die den Islam zerstören ereignen sich zuweilen durch Bekräftigungen welche Kufr darstellen, sowie durch Handlungen und die Handlungen, welche den Kufr (Definitiv) erforderlich machen, sind diejenigen welche mit der klaren Spöttelei der Religion entstehen, wie die Niederwerfung vor einem Abgott oder der Sonne, oder den Mushaf in den Schmutz schmeißen und die Magie, welche die Dienerschaft der Sonne oder ähnlichen Impliziert.“[5]

    _________________________________________

    [1] Al-Majmoo al-Fatawa, 7:324
    [2] Tafsir al-Quran al-Adhim
    [3] Fath al-Bari, 12:273
    [4] Al-Fisal fi al-Milal wa al-Ahwa wa al-Nihal
    [5] Rawdhat al-Talibeen, Kitab ar-Riddah, 7:283f
    Geändert von Abu_Taymiyyah (04.06.2010 um 03:22 Uhr)

  4. #4
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    Kufrun al-Akbar:

    Im Allgemeinen ist es der Unglaube an Allah, Seine Engel, Seine Propheten, Seine geoffenbarten Schriften, den Tag der Auferstehung und al-Qada und al-Qadr, dass sowohl das Gute als auch Schlecht von Allah stammen oder an andere Überzeugungsinhalte, wie die Namen und Attributen Allahs, das Becken, die Fürsprache des Propheten, die Waage, die Brücke, das Bestreichen des Mash etc. Dies bezieht auch jenes mit ein, was den Iman Diametral entgegensteht; wie eine geäußerte Bekräftigung oder Handlung des Unglaubens, wodurch der Islam Liquidiert wird. Außerdem wenn jemand die Säulen des Islams nicht Praktiziert , welche Allah, gepriesen sei Er, als ein offenkundiges Zeichen für eine Person festgelegt hat, um sein Blut, seine Ehre und sein Hab und Gut zu bewahren, kann dies in gewissen Umständen ggf. zum Unglauben führen. Schon Vergänglich und Gegenwärtig vertreten einige Muslime die Überzeugung, dass der Unglaube sich ausschließlich in den Überzeugungen des Herzens und den daraus resultierenden Bekräftigungen mit der Zunge äußert, diese Ansicht ist schlichtweg nichtig und entspricht nicht der Lehre des Gesandten Allahs - Allahs Segen und Friede auf ihm -, seinen Edlen Gefährten - Allahs Wohlgefallen auf ihnen - und den Gelehrten, die ihnen in ihrer Rechtschaffenheit nacheifern.

    Der große Unglaube beisitzt mehrere Erscheinungsformen, welche die Wissenschaftler folgendermaßen zusammenfassten:

    a) Juhud: Es ist die Vorsätzliche Leugnung der Zeichen Allahs; wie ein Prophet, Wunder, Engel, Gesetzte oder die Herabgesandten Schriften zu leugnen, obwohl man die Wahrheit im Herzen kennt. Diese Form des Unglaubens hat drei Erscheinungsformen:

    1) Juhud al-Qalb: Es ist die Vorsätzliche Leugnung im Herzen und ereignet sich bei jene, welche keine Bindung zwischen ihrem Herzen und Verstand aufweisen, sowie die Unaufrichtigkeit der Aufrichtigkeit überwiegt. Sie kennen die Wahrheit, doch nimmer wird es ihnen dadurch Wohlergehen, da er sie leugnet. Allah, gepriesen sei Er, sagt:

    {"Sie kennen Allahs Gnade, und sie leugnen sie doch und die meisten von ihnen sind ungläubig." (Sure al-Naml, Vers.83) }

    2) Juhud al-Lisan: Dies ist die Bestreitung, der Zeichen Allahs mit der Zunge, obwohl das Herz eigentlich Zufrieden ist. Diese Art des Juhud, wird auch Juhud der Hochmut und Ungerechtigkeit genannt. Dies ist der wohlbekannteste Juhud der üblen Tyrannen. Der ägyptische Pharao und seine Streitkräfte sind bzw. bleiben in der Historik einer der größten Beispiele von Juhud al-Lisan, wie Allah, der Segensreiche, sprach:

    {"Doch als Unsere sichtbaren Zeichen zu ihnen kamen, sagten sie: „Das ist offenkundige Zauberei.“ Und sie verwarfen (Juhud) sie in Ungerechtigkeit und Hochmut, während ihre Seelen doch von ihnen überzeugt waren. Siehe nun, wie das Ende derer war, die Unheil anrichteten!" (Sure an-Naml, Vers.13-14)}

    Diese Art des Unglaubens ist auch der, der Ahlal-Kitab (Leute der Schrift), sowie Allah, der Allerhabene, sagt:

    {"Und als zu ihnen ein Buch von Allah kam, das bestätigend, was ihnen vorlag - und zuvor hatten sie (Ihn) um den Sieg angefleht über diejenigen, die ungläubig waren; als aber zu ihnen das kam, was sie schon kannten, da leugneten sie es. Darum laste der Fluch Allahs auf den Ungläubigen!" (Sure al-Baqara, Vers.89) }

    Al-Mujaddid Allamah Abu Dschafar Muhammad Ibn Dscharir at-Tabari – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – Verzeichnet in seiner Erläuterung zu den vorab genannten Vers, dass der Stern der Exegeten Sayyiduna Abdullah Ibn Abbas – Allahs Wohlgefallen auf ihm – diesbezüglich sagte: „Die Juden pflegten die Hilfe von Muhammad – Allahs Segen und Friede auf ihm – in Anspruch zu nehmen, bevor er zum Gesandten erwählt wurde, um die Aus und Khazraj zu überwältigen. Doch als Allah, der Segensreiche, Ihn (Muhammad) mitten unter den Araber entsandte, bezweifelten sie Ihn (Muhammad) und bestritten was sie zuvor über Ihn aussagten. Sodann sagten Mu’adh Ibn Jabal und Bishr Ibn al-Baara Ibn Marur von den Stamm Banu Salma zu ihnen (der Jüdischer Gemeinschaft): „Oh Gemeinschaft der Juden, Fürchtet Allah und nehmen sie den Islam an. Ihr pflegtet die Hilfe von Muhammad – Allahs Segen und Friede auf ihm – zu beanspruchen, um uns zu überwältigen, als wir noch Mushrikun waren und ihr sagtet uns, dass er entsandt wird und auch beschriebet ihr ihn uns.“ Salam Ibn Mishkam (Jude) aus dem Stamm Banu an-Nadeer erwiderte: „Er (Muhammad) brachte uns nichts, was wir anerkennen und auch ist er nicht derjenige von denen wir ihnen zu erzählen pflegten.“ So entsandte Allah, der Segensreiche, dies herab, hinsichtlich dessen was sie Aussagten: {"Und als zu ihnen ein Buch von Allah kam, das bestätigend, was ihnen vorlag - und zuvor hatten sie (Ihn) um den Sieg angefleht über diejenigen, die ungläubig waren; als aber zu ihnen das kam, was sie schon kannten, da leugneten sie es. Darum laste der Fluch Allahs auf den Ungläubigen!" (Sure al-Baqara, Vers.89)}.“[1]

    Scheich al-Islam al-Mujaddid Taqiyyudin Abu‘l Abbas Ahmad Ibn Taymiyah al-Hanbali – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – sprach: „Die Juden haben sich den Zorn Allahs auf sich gezogen und die Christen sind Irregegangen.“ Denn die Juden kennen die Wahrheit, so wie sie ihre Söhne kennen. Trotzdem schlossen sie sich nicht der Wahrheit an. Ihre Arroganz und ihr Neid hat sie dazu veranlasst, die Wahrheit nicht zu erkennen und dagegen Feindschaft zu hegen. [...] Aus diesem Grund, besaßen sie (Juden) weder ein nützliches Wissen von dem sie sich Vorteile verschaffen konnten[...]“[2]

    Imam Shamssuddin Abu Abdullah Ibn al-Qayyim al-Dschauzijja al-Hanbali – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte hinsichtlich des Juhud al-Lisan: „Allah, der Segensreiche, gebietet über Pharao und sein Volk: {"Sie leugneten ihn in Unrecht und Hochmut, obwohl sie selbst an ihn fest geglaubt haben. Siehe nun, wie das Ende derer war, die Unheil anrichteten!" (Sure an-Naml, Vers.14)} Allah, der Segensreiche, gebietet Seinem Gesandten Muhammad (Allahs Segen und Friede auf ihm):{"Wir wissen, dass dich das traurig macht, was sie sagen. In Wahrheit leugnen sie dich nicht, sondern die Ungerechten leugnen die Zeichen Allahs." (Sure al-An’am, Vers.33)} Auch wenn diese Art des Kufr, Unglaube durch Leugnung genannt wird, ist dies richtig. Denn hier besteht die Leugnung mit der Zunge.“[3]

    3) Juhud al-Amal: Diese Form des Juhud entsteht daraus, dass eine Person, dies etwa nicht wie zuvor, durch die Zunge, sondern einzig und allein durch seine Handlung leugnet. Dies ereignet sich, sofern jener etwas verkündet (durch die Handlung) was entgegengesetzt dem steht, was ihm von Allah erzählt worden ist, ohne dies Explizit zu bestreiten. Ebenso ist dies so, wenn er dem Befehl bewusst zuwiderhandelt, ohne dies mit der Zunge zu verleugnen.

    Ein Beispiel hinsichtlich dieser Form des Juhud sind jene Herrscher, die beispielsweise die Erkenntnis besitzen, dass das Urteil für einen Dieb bedeutet, den Täter die Handabzuschneiden. Doch anstatt das Gesetzt Allahs zu implementieren, bevorzugt der Herrscher das Gesetzt, das der Dieb nur eine Geldstrafe zu bezahlen hat und dies obwohl es alle Bedingungen für den Vollzug der Scharia Strafe erfüllt, wie z.B. dass, der Wert über ¼ Dinar beträgt.

    Ein weiteres Beispiel ist Gegenwärtig in unseren Ländern aufzuweisen, nämlich jene Herrscher, die das Gesetzt Allahs vollkommen oder nur Teilweiße austauschten, um ihre Menschen geschaffenen Gesetzte zu realisieren, anstatt die Gesetzte Allahs in vollkommener Weiße auf die Menschen anzuwenden. Obwohl sie nie Explizit das Gesetzt Allahs, mit der Zunge bestritten, haben sie es nichtdestotrotz bestritten, indem sie einfach entgegengesetzt der göttlichen Ordnung handelten. Daraus darf jedoch nicht missverstanden werden, dass jeder, der den Islam in den Gesetzten zuwiderhandelt ein Ungläubiger wird, dies ist nur auf jene Handlungen bezogen, die Allah, der Segensreiche, und sein Gesandter – Allahs Segen und Friede auf ihm –, als solch eine Handlungen dargelegt haben. Keinesfalls ist jemand ein Ungläubiger, der beispielsweise Unzucht begeht, solange er im Herzen und mit der Zunge bestätigt, dass dies von Allah, den Segensreichen, Verboten worden ist. Dass, das austauschen oder Umänderung der Gesetzte Allahs Kufrun al-Akbar darstellt ist Leuchtend, wie die Sonne. Al-Qadi al-Hafidh Iyyad Ibn Musa al-Jahsubi al-Maliki al-Andalus – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Der Konsens der Gelehrten ist einer Meinung, dass wenn jemand die Scharia leugnet, sie als Falsch darstellt oder gegen sie handelt ein Ungläubiger ist.“[4]

    Allamah al-Imam Muhammad Ibn Ali al-Schawkani – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Ohne Zweifel ist es Kufr gegenüber dem, was an Muhammad (Allahs Segen und Friede auf ihm) herabgesandt wurde. Es ist sogar Kufr gegen alle Gesetzte, die auf Propheten von Adam bis Muhammad herabgesandt wurden. Der Jihad gegen solche ist verpflichtend, bis sie zum Gesetzt Allahs zurückkehren.“[5]

    _________________________________________________

    [1] Al-Musamma Dschami al-Bayan an Ta’wil ay al-Quran
    [2] Al-Iman al-Awsat, S.70f
    [3] Madaariju’s Saalikeen, 1:337
    [4] Asch-Schifa
    [5] Ad-Dava al-Aqil li Daf al-Aduv as-Sail, S.34
    Geändert von Abu_Taymiyyah (06.06.2010 um 03:36 Uhr)

  5. #5
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    b) Takdhib: Es ist die falsche Darstellung oder etwas von Wörtern, Zeichen oder Versprechen Allahs, wie den Tag der Auferstehung zurückzuweisen. Diese Art gliedert sich in drei Formen:

    1) Takdhib al-Qalb: Diese Form des Takdhib bedeutet die Zurückweißung der Wahrheit im Herzen, wie Er, gepriesen sei Er, sagt:

    {"Und wer ist ungerechter als jener, der eine Lüge gegen Allah erdichtet oder die Wahrheit verwirft, wenn sie zu ihm kommt? Existiert denn für die Ungläubigen keine Wohnstatt im Feuer?" (Sure al-Ankabut, Vers.68)}

    Imam Shamssuddin Abu Abdullah Ibn al-Qayyim al-Dschauzijja al-Hanbali – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Das Leugnen des Boten: Das ist der Glaube, dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) ein Lügner ist. Diese Art des Kufr kommt unter den Ungläubigen selten vor. Denn Allah, der Segensreiche, hat seine Gesandten unterstützt und ihnen Wunder und Beweise gegeben, um die Wahrhaftigkeit der Sachen zu bestätigen zudem sie aufrufen und die Entschuldigungen derjenigen, die wiedersprachen zu Nichte zu machen.“[1]

    2) Takdhib al-Lisan: Es ist die Zurückweisung durch die Zunge. Diese Form gliedert sich in zwei weitere unterformen:

    · Die direkte Verwerfung, durch die Aussage: „Allah sagte dies, doch dies ist nicht richtig.“

    · Dies ist der Takdhib der Umdeutung hinsichtlich einer Sache. Ein Beispiel diesbezüglich ist, wenn eine Person zu jemand sagt: „Allah sagt: {"Und wahrlich, Wir gaben David und Salomo Wissen, und beide sagten[...]" (Sure an-Naml, Vers.15) }Die andere Person erwidert, indem er sagt: „Nein, Allah sagte: "Und wahrlich, Wir gaben David und Salomo kein Wissen, und einer sagte[...]" Derjenige der dadurch die Texte Verfälscht ist ein Ungläubiger, denn solch jemand, ist wie die Mushrikun, die dasselbe sagen: {"Die Götzendiener werden sagen: „Hätte Allah es gewollt, so hätten weder wir noch unsere Väter (Allah etwas) beigesellt, auch hätten wir nichts ohne Erlaubnis gemacht.“ Genauso leugneten schon jene, die vor ihnen waren, bis sie Unsere Strenge zu kosten bekamen. Sprich: „Habt ihr irgendein Wissen? Dann bringt es für uns zum Vorschein. Doch ihr geht nur Vermutungen nach und ihr rätselt nur“." (Sure al-An’am, Vers.148)} Und Allah, der Segensreiche, berichtet uns über die Mushrikun: {"Und die Götzendiener sagen: „Hätte Allah es so gewollt, so hätten wir nichts außer Ihm angebetet, weder wir noch unsere Väter, noch hätten wir etwas ohne Seinen (Befehl) verboten.“ Genauso taten schon jene vor ihnen. Jedoch, sind die Gesandten für irgendetwas außer für die deutliche Verkündigung verantwortlich?" (Sure an-Nahl, Vers.35) }

    3) Takdhib al-Amal: Durch eine ausgeführte Handlung wird aufzeigt das jemand dies bestreitet. Ein Beispiel diesbezüglich, sind die folgenden Worte Allahs:

    {"Hast du nicht jene gesehen, die den al-Din Verleugnen (Takdhib)? Er ist daran zu erkennen, dass er die Waise unterdrückt und ungerecht behandelt und nicht zur Speisung des Armen anspornt." (Sure al-Maun, Vers.1-3) }

    Dies bedeutet jedoch nicht das eine Person die die Armen nicht speist oder die Waisen unterdrückt oder ausbeutet ein Ungläubiger ist; vielmehr legt dieser Vers offen, dass Allah, gepriesen sei Er, dass diejenigen welche das Gegenteil dessen tun, was ihnen erzähl wird, die höchste Form des Takdhib begehen, welche die schlechteste von all seinen Formen ist. Allah, gepriesen sei Er, sagt:

    {"Allah verzeiht dir! Warum erlaubtest du ihnen (zurückzubleiben), bis die, welche die Wahrheit sagten, dir bekannt wurden und du die Lügner erkanntest? Diejenigen, die an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, bitten dich nicht um Erlaubnis, nicht mit ihrem Gut und ihrem Blut kämpfen zu müssen, und Allah kennt diejenigen recht wohl, die (Ihn) fürchten. Nur die werden dich um Erlaubnis bitten, (dem Kampf fernzubleiben,) die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben und deren Herzen voller Zweifel sind; und in ihrem Zweifel schwanken sie." (Sure At-Tauba, Vers.43-45)}

    {"Die (wahren) Gläubigen sind ja diejenigen, die an Allah und Seinen Gesandten glauben und hierauf nicht zweifeln und sich mit ihrem Besitz und mit ihrer eigenen Person auf Allahs Weg abmühen." (Sure Al-Hugurat, Vers.15)}

    Scheich al-Islam al-Mujaddid Taqiyyudin Abul Abbas Ahmad Ibn Taymiyah al-Hanbali – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte diesbezüglich: „Er, gepriesen ist Er, stellte klar, dass der Iman notwendige/obligatorische und gegensätzliche Aspekte besitzt, die die Bestätigung seiner notwendigen Aspekte und die Negierung (all) seiner Gegensätze bedingen. Zu den Gegensätzen des Iman gehört das Bezeigen der Zuneigung jener, die Allah und Seinem Gesandten zuwiderhandeln. Ebenfalls gehört zu den Gegensätzen des Iman das Bitten um Erlaubnis den Jihad zu unterlassen. Hierauf deklariert Er, dass das das Bitten um Erlaubnis nur von jenen stammen kann, welche nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben.“[2]

    Zudem sagt Allah, gepriesen sei Er:

    {"Nur jene glauben an Unsere Zeichen, die sich, wenn sie an sie gemahnt werden, niederwerfen und das Lob ihres Herrn preisen; und sie sind nicht hochmütig." (Sure as-Sagda, Vers.15) }

    Scheich al-Islam al-Mujaddid Taqiyyudin Abu‘l Abbas Ahmad Ibn Taymiyah (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) in "al-Majmoo al-Fatawa", auf der Seite.158: „So erklärte Er den Iman aller anderen ab. Wer nun mit dem Koran ermahnt wird, jedoch nicht tut, was Allah ihn auferlegt hat, sich niederzuwerfen, der gehört nicht zu den Gläubigen. Und die Niederwerfung in den fünf (Pflicht)gebeten ist mit Konsens der Muslime eine Pflicht. Was die Niederwerfung der Rezitation angeht, so herrscht darin Uneinigkeit. Jene, die die Niederwerfung der Rezitation als Pflicht sehen, argumentieren mit diesem (oben erwähnten) Vers.“[3]

    Die angeführten Verse wiederlegen die falsche Darstellung, dass man den großen Unglauben in der Rede auszuführen haben müsse, um dadurch aus der Lebensordnung (al-Din) herauszufliegen. Diese Verse beweisen eindeutig das Gegenteil und zudem ist es die Auslegung der Gelehrten der Ahlu Sunnah Wal Jammah, dass man allein wegen solch einer Handlung zum Ungläubigen wird, ohne dies mit der Zunge zu bestätigen bzw. zu legitimieren. Denn Allah sagt nicht: "Hast du nicht gehört", noch Sprach Er: "Bestritt er dies nicht mit der Zunge?" Doch Er, der Segensreiche, hat gesagt: {"Hast du nicht jene gesehen, die den al-Din Verleugnen (Takdhib)?" }

    ____________________________________________

    [1] Madaariju’s Saalikeen, 1:337
    [2] Al-Majmoo al-Fatawa, 7:158
    [3] Al-Majmoo al-Fatawa, 7:158
    Geändert von Abu_Taymiyyah (07.06.2010 um 02:32 Uhr)

  6. #6
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    c) Al-Istikbaar: Es ist der Unglaube, durch greifbaren Stolz und Hochmütigkeit gegenüber der Wahrheit und sich Arrogant zu äußern, wenn die Zeichen Allahs dargelegt werden. Dies ist jene Art des Unglaubens welche Allah, gepriesen sei Er, dazu veranlasste Iblis – Allahs Fluch auf ihm – zum Ungläubigen zu deklarieren:

    {"Da sprach dein Herr zu den Engeln: „Es ist Mein Wille, einen Menschen aus Ton zu erschaffen. Und wenn Ich ihn gebildet und Meinen Geist in ihn eingehaucht habe, dann fallt vor ihm nieder.“ Da warfen sich alle Engel nieder, bis auf Iblis. Er wandte sich hochmütig ab und war ungläubig. Er (Allah) sprach: „O Iblis, was hindert dich daran, dich vor etwas niederzuwerfen, das Ich mit Meinen Händen geschaffen habe? Bist du hochmütig (Istikbaar) oder gehörst du zu den Arroganten?“ Er sagte: „Ich bin besser als er. Du erschufst mich aus Feuer, und ihn hast Du aus Ton erschaffen.“ Er (Allah) sprach: So geh hinaus von hier, denn du bist ein Verfluchter“." (Sure al-Saad, Vers.71-78) }

    Imam Shamssuddin Abu Abdullah Ibn al-Qayyim al-Dschauzijja al-Hanbali – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Der Unglaube (Kufr) durch Hochmut und Abwenden [...] Der Unglaube von Iblis ist solch einer. Denn er hat Allahs Befehl nicht verleugnet und hat ihn nicht mit Leugnung entgegnet. Er ist nur vor diesem Befehl hochmütig geworden und hat sich abgewendet. Auch der Kufr eines jemanden, der hochmütig wird, sich abwendet und sich ihm nicht bindet, obwohl ihm bewusst ist, dass der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – von seitens Allah mit der Wahrheit entsandt wurde, ist von dieser Art. Der Kufr der meisten Leute, die dem Propheten – Allahs Segen und Friede auf ihm – feindselig wurden und sich ihm wiedersetzten war von dieser Art. Genau wie es Allah, der Segensreiche, über Pharao und sein Volk bekannt gibt: {"Sie sagten: „Sollen wir an zwei uns gleichen Menschen (Moses und Aron) glauben, wo ihr Volk doch unsere Sklaven sind?" (Sure al-Mu’minun, Vers.47)} Allah, der Segensreiche, teilt uns mit, dass diejenigen, die dem Gesandten Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – wiedersprachen, ihm folgendes sagten: {"Ihr seid nur Menschen wie wir." (Sure Ibrahim, Vers.10) Allah, der Segensreiche, sagt: "Das Volk Samud leugnete die Wahrheit in ihrem Trotz." (Sure asch-Schams, Vers.11) } Wie es Allah, der Segensreiche, in dem folgenden Vers mitteilt, war auch der Unglaube der Juden von dieser Art: {"Und als zu ihnen ein Buch von Allah kam, das bestätigend, was ihnen vorlag - und zuvor hatten sie (Ihn) um den Sieg angefleht über diejenigen, die ungläubig waren; als aber zu ihnen das kam, was sie schon kannten, da leugneten sie es." (Sure al-Baqara, Vers.89)} Außerdem sagt Allah, der Segensreiche, über sie: {"Sie kennen ihn, so wie sie ihre eigenen Söhne kennen." (Sure al-Baqara, Vers.146) } Auch der Kufr von Abu Talib ist von dieser Art. Denn er hat den Gesandten Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – bestätigt, an ihn nicht gezweifelt, aber wegen seiner übertriebenen Bindung zu seiner Familie, die Verehrung seiner Väter und dass er sich von seinem Volk, d.h. von den Sachen, denen sie sich gebunden hatten, nicht wenden und sie nicht des Unglaubens bezichtigen wollte, hat er den Islam nicht angenommen.“[1]

    Der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – sagt:“Wer auch nur eine Spur von Überheblichkeit in seinem Herzen hat, wird nicht ins Paradies eintreten." Ein Mann sagte: "Was ist mit dem Mann, der gerne schöne Kleidung und schöne Schuhe trägt?" Er – Allahs Segen und Friede auf ihm – sagte:Allah ist schön und liebt die Schönheit. Hochmut verachtet das Recht und ist Geringschätzung des Menschen.“[2]
    d) Al-Nifaq: Diese Kategorie des Unglauben ist das man äußerlich eine Bekräftigung durch die Zunge und den Handlungen fingiert, obgleich keine Überzeugung im Herzen vorhanden ist, gerade so wie Er, der Segensreiche, es in der Heiligen Schrift darlegt:

    { "Sie haben ihre Eide als Schutzbehauptung vorgebracht; so wenden sie vom Wege Allahs ab. Schlimm ist wahrlich das, was sie zu tun pflegen. Dies (ist so), weil sie glaubten und hernach ungläubig wurden. So ist ein Siegel auf ihre Herzen gesetzt worden, so dass sie nicht begreifen (können)." (Sure al-Munafiqun, Vers.2-3) }

    Desweiteren Glieder sich diese Kategorie in zwei weitere Bereiche:

    1) Dies ist der Nifaq in der Überzeugung (al-I’tiqad), welcher sich in sechs weitere Formen gliedert:
    • Den Propheten zu leugnen
    • Einen Teil dessen zu verleugnen, was der Prophet verkündet
    • Groll gegen den Propheten zu hegen
    • Groll gegen ein Teil dessen zu hegen, was der Prophet verkündet
    • Freude über Misserfolge des vom Propheten Verkündeten zu verspüren
    • Trauer über Erfolge dessen zu verspüren, was der Prophet kundgibt
    Jemand der an einer dieser Formen des Nifaq erkrankt ist, wird im tiefsten Abgrund des Feuers eintreten, denn Allah, der Segensreiche, sagt:

    { "Wahrlich, die Heuchler befinden sich auf dem untersten Grund des Höllenfeuers, und du findest für sie keinen Helfer, außer jenen, die es bereut haben und sich bessern und zu Allah Zuflucht nehmen und die sich mit ihrem Glauben nur an Allah richten. Diese gehören also zu den Gläubigen. Und Allah wird den Gläubigen einen gewaltigen Lohn geben." (Sure an-Nisa, Vers.145-146) }

    2) Der Nifaq in der Handlung ist in fünf Formen, gemäß der Aussage, des Gesandten Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – vorhanden: Die Zeichen durch die sich ein Heuchler deuten lässt sind drei; wenn er spricht lügt er, wenn er verspricht bricht er sein Versprechen, wenn ihm etwas anvertraut wird verrät er das anvertraute.“[3]

    Hinsichtlich dieser Kategorie des Unglauben (Nifaq) sagte Scheich al-Islam al-Mujaddid Taqiyyudin Abu’l Abbas Ahmad Ibn Taymiyah al-Hanbali – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein: „Nifaq (Heuchelei) Gliedert sich in zwei Formen. Die erste (Form) ist den Propheten zu verleugnen; ein Teil seiner Lehre zu zurückzuweisen; den Propheten (Allahs Segen und Friede auf ihm) zu hassen; man weigert sich Ihn zu folgen; an Misserfolge des Propheten Freude verspüren; oder Trauer über Erfolge dessen zu verspüren, und so weiter. Dies ist der große Nifaq (welcher einen aus den Din befördert). Der kleine Nifaq ist anderseits, der Nifaq in den unterschiedlichen Handlungen[...]“[4]

    Der Nifaq in den Handlungen kann sowohl kleiner, als auch großer Unglaube sein.

    e) Al-Shakk: Es ist jener Unglaube, der durch Zweifel oder Vermutung an der Wahrheit zustande kommt. Allah, gepriesen sei Er, sagt:

    {"Und er betrat seinen Garten, während er sündig gegen sich selbst war. Er sagte: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser je zugrunde gehen wird, noch glaube ich, dass die Stunde heraufkommen wird. Selbst wenn ich zu meinem Herrn zurückgebracht werde, so werde ich ganz gewiss einen besseren Aufenthalt als diesen finden.“ Sein Gefährte sagte zu ihm, indem er sich mit ihm auseinandersetzte: „Glaubst du denn nicht an Ihn, Der dich aus Erde erschaffen hat, dann aus einem Samentropfen, (und) dich dann zu einem vollkommenen Mann bildete? Was jedoch mich betrifft - Allah ist mein Herr, und nie will ich meinem Herrn etwas anders zur Seite stellen“." (Sure al-Kahf, Vers.35-38) }

    {"Und wenn ihr im Zweifel seid über das, was Wir auf Unseren Diener herabgesandt haben, so bringt doch eine Sura gleicher Art herbei und beruft euch auf eure Zeugen außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid." (Sure al-Baqara, Vers.23)}

    Shahid al-Ustadh al-Kabir Sayyid Qutb – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte erklärend zu der zuletzt genannten Aussage Allahs: „Die Juden aus Medina pflegten die Wahrhaftigkeit der Botschaft des Propheten zu bezweifeln, während die Heuchler, wie die Heidnischen Araber von Mekka Skeptisch und es in Frage stellten. Aus diesem Grund finden wir im Koran, die Herausforderung an alle, da es tatsächlich die Menschheit im Allgemeinen herausfordert: {"Und wenn ihr im Zweifel seid über das, was Wir auf Unseren Diener herabgesandt haben, so bringt doch eine Sura gleicher Art herbei und beruft euch auf eure Zeugen außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid."(Sure al-Baqara, Vers.23)}[5]

    Desweiteren sagt Allah, gepriesen sei Er:

    {"Und die meisten von ihnen folgen bloß einer Vermutung; doch eine Vermutung nützt nichts gegenüber der Wahrheit. Siehe, Allah weiß recht wohl, was sie tun." (Sure Yunus, Vers.36) }

    Imam Abdurrahman Ibn Kamaluddin Jalaluddin as-Suyuti und sein Lehrer Imam Jalaluddin al-Mahalli – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihnen sein – in ihrer Gemeinsam verfassten Schrift hinsichtlich der zuvor angeführten Worte, des Segensreichen: „Und die meisten von ihnen, die ihre Idole (Götzen) anbeten, folgen nichts weiteres außer Vermutungen, dies weil sie ihre Vorfahren darin imitieren; denn Wahrlich nützt die Vermutung nichts gegen die Wahrheit[...]“[6]

    Imam Shamssuddin Abu Abdullah Ibn al-Qayyim al-Dschauzijja al-Hanbali – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte hinsichtlich dieser Kategorie des Unglauben: „Beim Kufr durch Zweifeln an der Wahrheit, glaubt die Person weder an die Richtigkeit einer Sache noch leugnet er sie. Er zweifelt nur daran. Falls der Zweifler, sich nicht abwendet die Heilige Verse anzuhören und über sie nachzusinnen, so werden seine Zweifel aufgehoben. Jemand, der diese Verse liest, sie hört und über sie nachsinnt, für ihn wird kein Zweifel mehr bleiben. Diese Verse beweisen die Wahrheit, so wie die Sonne ein Beweis für den Tag ist.“[7]

    ___________________________________________

    [1] Madaariju’s Saalikeen, 1:337
    [2] Abu’l Hussein Asakir ud-Din Muslim an-Naisaburi: al-Dschami as-Sahih, Nr.91
    [3] Muhammad Ibn Ismail al-Bukhary: al-Dschami as-Sahih, Kitab al-Adab, Nr.65
    [4] Al-Majmoo al-Fatawa, 28:434
    [5] Fi Dhilal al-Quran, 1:38
    [6] Tafsir al-Dschalalain
    [7] Madaariju’s Saalikeen, 1:338
    Geändert von Abu_Taymiyyah (08.06.2010 um 01:55 Uhr)

  7. #7
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    f) Jahl: Dies ist der Unglaube durch Unwissenheit. Diese Kategorie Gliedert sich in zwei weitere Formen:

    1) Die einfache Unwissenheit: Dies ist von Beginn an die Wahrheit nicht zu hören, wie bei einigen Menschen welche die Botschaft des Islams nicht erreichte. Jene Menschen die unter diese Form des Unglauben fallen werden am Tag der Auferstehung, sofern sie die Botschaft nicht erreichte, geprüft. Imam Shamssuddin Abu Abdullah Muhammad Ibn al-Qayyim al-Dschauzijja al-Hanbali – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Islam ist; Allah einzig zu machen, nur Ihm zu dienen, Ihm nichts bei zugesellen, an Allah und Seinem Gesandten zu glauben und sich an die Sachen zu binden, die der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) gebracht hat. Der Diener, der diese Sache nicht erfüllt ist kein Muslim. Falls derjenige, der dieses nicht erfüllt kein trotziger Kafr ist, so ist er ein unwissender Kafir. Diese Leute, die unter die Gruppe der unwissenden Leute fallen, begehren Kufr auf Grund ihrer Ignoranz, obwohl sie sich nicht hartnäckig gegen die Wahrheit wenden. Ihr Mangel an Trotz hat sie nicht davor bewahrt Kufr zu begehen. Denn der Kafir ist jemand, der Allahs Tawhid und Seinen Gesandten leugnet, sei aus Trotz, aus Unwissenheit oder mit der blinde Befolgung der Trotzigen und das, obwohl sie selber der Wahrheit gegenüber nicht trotzig sind. Es ist für den Diener Pflicht daran zu glauben, dass diejenigen, die nicht dem Islamischen Din angehören Kafir sind. Ohne Zweifel wird Allah niemanden bestrafen ohne ihm zuvor einen klaren Beweis mit dem Gesandten zu schicken. Dies jedenfalls entspricht dem allgemein angenommenen Urteil. Die Entscheidung darüber, wer am Tage des Gerichts einen klaren Beweis erhalten bzw. nicht erhalten wird, liegt einzig bei Allah. Die Peinigung und die Belohnung hängen von dieser Entscheidung ab. Doch auf der Welt wird nur nach dem Äußeren geurteilt. Aus diesem Grund sind die Kinder der Ungläubigen und Verstand losen unter ihnen auf der Welt für uns Ungläubige. Denn sie bekommen das Urteil ihrer Verantwortlichen.“[1]

    2) Die starke Unwissenheit: Diese Form der Unwissenheit ist, dass man an eine Sache anders glaubt, als sie in Wirklichkeit ist. Beispielsweise ist der Unglaube der Christen von dieser Art, denn sie glauben an Jesus (Friede und Segen auf ihm), jedoch anders als es sich in Wirklichkeit verhält oder diejenigen, die ihnen in dieser Angelegenheit ähneln, wie jene die sich den Islam zuschreiben, jedoch aus Blinder Nachahmung ihrer Vorfahren, die Gräber oder den Taghut anbeten oder die an Wahdati’l Wujud oder an die Reinkarnation, wie manche Schiitische Sekten oder Sufis glauben. Scheich al-Islam al-Mujaddid Taqiyyudin Abu’l Abbas Ahmad Ibn Taymiyah al-Hanbali – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Unter den Christen dagegen gab es viele, die ihre Ibada zu Allah verrichteten. Außerdem sind ihre Herzen noch feinfühliger und barmherziger. Sie haben das Mönchsleben geschaffen. Doch sie besitzen kein Wisse. Aus diesem Grund gingen sie in die Irre. [...] und die Christen sind wegen ihrer Unwissenheit abgeirrt, obwohl sie sich der Wahrheit binden wollten.“[2]

    g) Ta’wil: Dies ist die Form des Unglauben, welche durch die Uminterpretation der eindeutigen (Muhkam) Texte zustande kommt. Jemand, der diese Eindeutigen Texte, gemäß seinen Gelüsten Interpretiert, indem er beispielsweise dadurch die Existenz der Engel oder des Teufel negierte und dadurch ein Ungläubiger ist, wie Mustafa Zaid, es in seinem sog. Tafsir darlegt; indem er sie in Metaphorischen Sinne umdeutet. Oder jene, welche die eindeutigen Gesetzesgrundlagen, wie die Strafen (al-Uqubat), die vertragsrechtlichen Bindungen (al-Mu’amalat) oder die Gottesdienstlichen Handlungen, umdeuten, sodass es dem Ursprünglichen Verständnis wiederspricht.

    Ibrahim al-Nakhi – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – berichtet, dass Abu Bakr as-Siddiq – Allahs Wohlgefallen auf ihm – sagte: „Welcher Himmel würde mich bedecken und welche Erde würde mich tragen, wenn ich einfach so – ohne Wissen und nach Gutdünken – etwas vom Koran interpretieren würde?!“[3]

    Allah, gepriesen sei Er, sagt:

    {Deshalb, weil sie ihren Bund brachen, haben Wir sie verflucht und haben ihre Herzen verhärtet. Sie entstellten die Schrift an ihren richtigen Stellen und sie haben einen Teil von dem vergessen, woran sie gemahnt wurden. Und du wirst nicht aufhören, auf ihrer Seite - bis auf einige von ihnen - Verrat zu entdecken. Also vergib ihnen und wende dich (von ihnen) ab. Wahrlich, Allah liebt jene, die Gutes tun. (Sure al-Maida, Vers.13) }

    Al-Hafidh al-Imam Abu al-Fida Imad ad-Din Ismail Ibn Kathir – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – Erläuterte die Worte: {Sie entstellten die Schrift an ihren richtigen Stellen}, wie folgt: „D.h. sie verstanden die Schrift falsch, interpretierten sie falsch, wendeten sie falsch an und sagten über Allah, was Er nicht gesagt hat.“[4]

    Imam Abu Dschafar Muhammad Ibn Jareer at-Tabari – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – Erläuterte die Worte, wie folgt: „D.h. …und sie schreiben etwas auf, was Allah gar nicht Seinem Propheten geoffenbart hat und sagen dann zu den Unwissenden des Volks: ‚Dies ist das Wort, welches Allah Seinem Propheten Moses herabgesandt hat und dies ist die Thora, die Er ihm offenbarte‘.“[5]

    ___________________________________________

    [1] Tariqu’l Hijratayn, 1:382
    [2] Kitab al-Iman al-Awsat, S.70f
    [3] Ahmad al-Baihaqi: Shu`ab al-Iman, 5:293; Ibn Hadschar al-Asqalani erwähnt diesen Bericht von Abu Bakr über zwei verschiedene Überlieferketten. Er kommentiert dazu, dass sie zwar beide unterbrochen sind, dass jedoch die eine von ihnen die andere stärkt
    [4] Tafsir al-Quran al-Adhim
    [5] Al-Musamma Dschami al-Bayan an Ta’wil ay al-Quran
    Geändert von Abu_Taymiyyah (09.06.2010 um 02:19 Uhr)

  8. #8
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    h) Istihzaa: Es ist der Unglaube, welcher durch das Spotten über Allah, Seine Propheten, Seine Zeichen oder irgendeine andere Angelegenheit des Islam entsteht. Die Belustigung, Schlechtmachung oder Geringschätzung der Lebensordnung, wie über das Gebet, Jilbab, Fasten, Bart etc. ist Unglaube welcher einem aus der Gemeinschaft exkommuniziert. Dabei ist es irrelevant ob jemand dies aus Scherz, Ernst oder Wut aussagt, ausgenommen jene welche nicht bei Verstand oder bei Sinnen sind, wie jene welche im Zustand des Rausches sind, oder jene welche sich versprochen haben, wie der Mann in der Wüste der sein Verschollenes Kamel wiederfand. Anas Ibn Malik – Allahs Wohlgefallen auf ihm – berichtet, dass der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – sagt: „Allah ist mehr erfreut über die Reue Seines Dieners als einer von euch es wäre, dem sein Reittier mit seinem gesamten Proviant in einer Wüste davongelaufen ist, und der, nachdem er die Hoffnung, es wieder zu finden, bereits aufgegeben und sich in den Schatten eines Baumes gelegt hatte, sein Tier plötzlich, während er dort liegt, mit baumelndem Zügel direkt vor sich stehend findet, und der überglücklich sagt: „Oh Allah, Du bist mein Diener und ich bin Dein Herr!“, wobei er sich vor lauter Freude derart verspricht.“[1]

    Jeder aufrichtige Gläubige weiß dass das Beleidigen Allahs, Seiner Lebensordnung oder Seiner Gesandten eines der gewaltigsten und elendesten Vergehen ist, das die Herzen der Leute des Tawhid zutiefst verachten. Es sind die Herzen derer die Allah, gepriesen sei Er, Lieben und Hochschätzen wie nichts anderes sonst; diejenigen welche deshalb keine Verachtung verspüren sind jene ohne Iman und Liebe zu Allah und Seinem Propheten Muhammad – Allahs Segen und Friede auf ihm. Dieses Vergehen gehört zu der eindeutigen, offenkundigen Blasphemie, die sich in unsere Zeit ohne einen islamischen Staat wie die Pest unter den sog. Muslimen ausgebreitet hat. Die Ursache dafür sind ihre blasphemischen, unwürdigen Gesetzte, welche für das Beschimpfen der weltlichen, menschlichen Tawaghit, ihrer heiligen Verfassungen und niederträchtigen Ideologie gewaltigere und hartnäckigere Strafen vorsehen, als für jemanden, der den König aller Könige, Sein nobles Buch oder Seiner mächtigen göttlichen Ideologie beschimpft. Die Praxis all dessen wird beim Blick auf die gegenwärtige Realität offenkundig. Besonders bei den türkisch und arabisch stämmigen Familien ist diese Blasphemie weit verbreitet; sie Fluchen oder Spotten über die Lebensordnung Allahs – sei es aus Wut oder Spaß – in solch einem Fall muss man sie zur aufrichtigen Reue aufrufen, um sie vor den ewigen Höllenschlund bewahren zu können, ansonsten werden sie – falls sie keine Reue zeigten – als Ungläubige sterben, gleichgültig ob sie ihren Iman bekräftigen oder die gottesdienstlichen Handlungen ausführen; ausschließlich die Reue und Lossagung vor dieser begangenen Tat des Unglaubens wird sie erretten können.

    Allah, gepriesen sei Er, sagt:

    {"Und wenn du sie fragst, werden sie ganz gewiss sagen: „Wir haben nur (schweifende) Gespräche geführt und gescherzt.“ Sag: „Habt ihr euch denn über Allah und Seine Zeichen und Seinen Gesandten lustig gemacht? Entschuldigt euch nicht! Ihr seid ja ungläubig geworden, nachdem ihr den Glauben (angenommen) hattet.“ Wenn Wir (auch) einem Teil von euch verzeihen, so strafen Wir einen (anderen) Teil (dafür), dass sie Übeltäter waren“." (Sure at-Tawba, Vers.65-66) }

    Imam Abu Abdullah al-Qurtubi al-Maliki – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – verzeichnet in seiner Exegese, die Aussage von al-Qadi al-Imam Abu Bakr Ibn al-Arabi al-Maliki – Möge Allah Wohlzufrieden ihm sein – diesbezüglich: „Es ist nicht unbelegt das sie dies aus Ernsthaftigkeit oder Spaß aussagten, jedoch ist beides Unglauben (Kufr), weil das Spotten mit Unglauben ist Unglauben und diesbezüglich gibt es keine Uneinigkeit (Khilaf) zwischen der Gemeinschaft.“[2]

    Imam Fakhr al-Din Abu Abdullah Muhammad al-Razi asch-Schafi’i – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: Die Belustigungen der Religion in jeglicher Form ist Unglauben an Allah[…] zweitens zeigt es die Falschheit jener, welche meinen das Unglauben nimmer zustande kommt, ausgenommen durch die Handlungen des Herzens (Amalu bil-Qalb).“[3]

    Scheich al-Islam al-Mujaddid Taqiyyudin Abu‘l Abbas Ahmad Ibn Taymiyah al-Hanbali – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Dieser Abschnitt zeigt, dass das Lustig machen über Allah oder etwas von Seiner Religion oder Seinen Propheten – Allahs Segen und Friede auf ihm – Kufr (Unglaube) und Abtrünnigkeit nach dem Glauben ist, gleichgültig ob aus Spaß oder vollem Ernst. Diese Verse sind auf Grund von Leuten herabgesandt worden, die mit dem Propheten zum Jihad ausgezogen sind und dann anfingen sich über einige Sahaba lustig zu machen. Als diese Verse herabgesandt wurden haben diese (Schmäher) sich entschuldigt indem sie sagten: „Wahrlich wir haben uns nur während des Reitens eine Geschichte erzählt, um uns mit ihr den Weg zu verkürzen.“ Mit anderen Worten: „Wahrlich wir haben nur gescherzt und gespielt, haben nicht den Kufr beabsichtigt und waren nicht von ihm überzeugt.“ Darauf hat Allah nicht etwa zu ihnen gesagt: „Ihr habt gelogen, vielmehr wart ihr überzeugt davon!“ Sondern Er sagte: {"Entschuldigt euch nicht! Ihr seid ja ungläubig geworden." } Also, mit dieser eurer Tat, auch wenn ihr nicht davon überzeugt wart. Daraus verstehen wir, dass der Schmäher Allahs, Seiner Religion oder Seines Propheten –Allahs Segen und Friede auf ihm – ungläubig ist, ganz gleich ob er damit nur scherzte oder dies ernst meinte und egal ob er diese Schmähung als erlaubt ansah oder nicht. Darin ist zugleich eine Antwort auf die Murji’ah, die glauben, dass der Kufr nicht eintritt, außer durch Überzeugung, das für Erlaubt halten der Verbote Allahs oder die Verleugnung der Gebote Allahs.“[4]

    In diesem Zusammenhang bringt manch einer, dass folgende Scheinargument; „Warum hat der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – die Schmäher nicht getötet, wo sie doch mit dem was sie machten ungläubig und abtrünnig wurden?“ Betreffs dieser Frage hin hat bereits Ahmad Ibn Taymiyah in vielerlei Hinsicht geantwortet, so wie beispielsweise, wie folgt: „Sie haben in der Vergebung Zuflucht gesucht. Das ist in den diesen Worten des Erhabenen offensichtlich:{"Wenn Wir (auch) einem Teil von euch verzeihen, so strafen Wir einen (anderen) Teil (dafür), dass sie Übeltäter waren."} Wer mit aufrichtiger Reue um Vergebung bittet, dem vergibt Allah. Wer jedoch aus Heuchelei und Angst vor der weltlichen Strafe bereut, so bewahrt ihn dies lediglich im Diesseits, im Jenseits jedoch ist sein Schicksal das Schicksal der Heuchler. Dies ist der Grund, warum der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) sie ließ und nicht tötete.“[5]

    Imam Abu Abdullah Ibn Ahmad Ibn Hanbal – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Ich fragte meinem Vater nach einem Mann, der zu einem anderen sagte: „Oh, du Sohn von Soundso, ach, du und dein Erschaffer.“ Da sagte mein Vater: „Er ist Abtrünniger des Islam“, ich sagte: „Köpft man ihn?“ Er sagte: „Ja, man köpft ihn“.“[6]

    Imam Ishaq Ibn Ibrahim Ibn Rahaway – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Die Muslime stimmen darin überein, dass derjenige, der Allah oder Seinem Propheten Beleidigt, oder etwas was Allah, der Segensreiche, offenbarte entfernt (Dafa’a) oder einen Propheten unter den Propheten Allahs tötet, sodann ist er ein Ungläubiger (Kafir), selbst wenn er all jenes beglaubigt (wa in kana Muqirran) was Allah offenbarte.“[7]

    Imam al-Kamal al-Din Ibn al-Human al-Hanafi – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Derjenige der Spötteleien mit den Wörtern des Unglaubens betreibt wird zum Apostanten, sogar wenn er nicht daran Iman hat, aufgrund der Diffamierung (Istikhfaf) und es ist ein Kufr des Inad (Trotz) und die Aussagen die einem zum Ungläubigen machen sind in den Rechtsgutachten (Fatawa) bekannt.“[8]

    Imam Sa’ad al-Din Ibn Umar al-Taftazani al-Hanafi – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Derjenige der Flachsereien mit den Unglauben (Apostasie) begeht, wird zum Apostanten durch die Flachserei allein und nicht wegen dessen worüber er sich Lustig machte, denn darin liegt die Schlechtmachung der Religion[…] und zugleich ist dies eine Antwort auf jene, die meinen das der Unglauben (Apostasie) ausschließlich durch den Wandel der Überzeugung entsteht und die Spöttelei dies – die Überzeugung bzw. die Aqida – negiert, da ein Fehlen an Anerkennung des Hukm vorhanden ist.[9]

    _____________________________________________

    [1] Abu’l Hussein Asakir ud-Din Muslim an-Naisaburi: al-Dschami as-Sahih, Kitab al-Tauba Nr.4932
    [2] Al-Jami' li Ahkam il-Qur'an
    [3] Tafsir al-Kabir
    [4] As-Sarim al-Maslul alaa Shatim ar-Rasul, S.177, 516
    [5] As-Sarim al-Maslul alaa Shatim ar-Rasul; Abu Muhammad Ibn Hazm: al-Muhalla, 11:207
    [6] Ahmad Ibn Taymiyah: as-Sarim al-Maslul alaa Shatim ar-Rasul, S.546
    [7] Ahmad Ibn Taymiyah: As-Sarim al-Maslul alaa Shatim ar-Rasul; Dr. Alawi Saqqaf: Tawassut wal Iqtisad fi Anna Kufra yakunu bil Qawl Awil fi'l Awil I'tiqad
    [8] Fath al-Qadir; Dr. Alawi Saqqaf: in Tawassut wal Iqtisad fi Anna Kufra yakunu bil Qawl Awil fi'l Awil I'tiqad notiert
    [9] Scharh al-Talwih alaa l-Tawdih; Dr. Alawi Saqqaf: in Tawassut wal Iqtisad fi Anna Kufra yakunu bil Qawl Awil fi'l Awil I'tiqad notiert
    Geändert von Abu_Taymiyyah (09.06.2010 um 02:21 Uhr)

  9. #9
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    Imam Shami Muhammad Amin Ibn Abidin al-Hanafi – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Außerdem wird ein Rechtsfähiger (Mukallaf) von allen Gelehrten zum Ungläubigen erklärt, wenn dieser über eine lustige Natur verfügt und mit der Absicht eine humorvolle Zeit zu verbringen ein Wort des Kufr äußert, auch wenn das, was er sagt eigentlich gegen seine innere Überzeugung ist.“ [1]

    i) Istihlal: Dies ist der Unglaube durch das Verbieten des Erlaubten und das Erlauben des Verbotenen. Jene Person, die solches begeht ist dadurch ohne jeglichen Zweifel zum Ungläubigen geworden, denn er hat sich eine Besonderheit, die ausschließlich Allah, den Segensreichen, gebührt zu Eigen gemacht und Ihn geleugnet. Der Segensreiche, sagt:

    { "Sie haben sich ihre Schriftgelehrten und Mönche zu Herren genommen außer Allah; und den Messias, den Sohn der Maria. Und doch war ihnen geboten worden, allein den Einzigen Gott anzubeten. Es ist kein Gott außer Ihm. Gepriesen sei Er über das, was sie (Ihm) zur Seite stellen!" (Sure at-Tawba, Vers.31) }

    Als Adiy Ibn Haatim – Allahs Wohlgefallen auf ihm – von dem Ruf des Gesandten Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – hörte, flüchtete er nach al-Sham (Großsyrien). Adiy war ein Christ als der Islam kam. Auf dem Weg wurde seine Schwester gefangen genommen, sowie eine Anzahl von anderen Mitgliedern seines Stammes. Der Gesandte Allahs - Allahs Segen und Friede auf ihm - hatte dann Gnade mit ihr und lies sie gehen. Als sie zu ihrem Bruder zurückkehrte, überzeugte sie ihn, den Islam zu überdenken und den Gesandten Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm –, zu treffen. Adiy war einer der Führer seines Stammes und sein Vater, Haatim al-Taae, war bekannt für seine Großzügigkeit. Adiy zog also nach Medina und die Leute begannen von seiner Ankunft zu berichten. Als er auf den Gesandten Allahs traf, Frieden und Segen auf ihm, trug er ein silbernes Kreuz um seinen Hals; der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – rezitierte den Vers: „Sie nehmen ihre Rabbis und Priester als Herrn neben Allah“. Als Adiy das hörte, sagte er: „Sie beteten sie nicht an.“ Der Prophet – Allahs Segen und Friede auf ihm – entgegnete: „Doch! Haben sie den Menschen nicht das Erlaubte verboten und das Verbotene erlaubt? Und sind die Menschen ihnen darin nicht gefolgt? Das ist ihr Gottesdienst an Ihnen.“

    Imam Abdurrahman Ibn Kamaluddin Dschalaluddin as-Suyuti und sein Lehrer Imam Dschalaluddin al-Mahalli – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihnen sein – Erläuterten die zuvor genannten Wörter Allahs: „Sie haben ihre Rabbiner und Mönche zum Herren neben Allah genommen, da sie ihnen in der Gesetzgebung folgten hinsichtlich dessen, was sie Ungesetzlich und Verboten haben und was sie Erlaubt haben.“[2]

    Scheich al-Islam al-Mujaddid Taqiyyudin Abu’l Abbas Ahmad Ibn Taymiyah al-Hanbali –Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm – sagte:„Wenn eine Person das legalisiert, was per Konsens verboten ist, oder verbietet, was per Konsens erlaubt ist oder die Scharii3ah, über die man sich per Konsens einig ist, ersetzt, dann ist er ein Kafir mit Übereinstimmung der Gelehrten des Fiqh.“[3]

    j) Istibdaal: Es ist der Unglauben, durch das Ersetzten der Scharia; dies könnte einer dieser Formen annehmen: Die Ablehnung von Allahs Gesetz, ohne es zu leugnen. Die Leugnung der Gesetze Allahs und der daraus folgenden Ablehnung. Das Austauschender Gesetze Allahs durch Menschen-Gemachte Gesetze. Die gegenwärtigen Tawaghit Herrscher in unseren Ländern sind das dienlichste Beispiel hinsichtlich dieser Kategorie des Unglaubens. Denn die tyrannischen Herrscher haben die Gesetzte Allahs, durch ihre eigenen Menschen geschaffenen Gesetzte eingetauscht; entweder vollkommen oder teilweise, andere mehr als die anderen. Indem diese Tyrannen das Gesetzt Allahs entweder teilweiße oder vollkommen eintauschten entgegen ihre Eigenen, um sie in der Gesellschaft zu implementieren haben sie sich des großen Unglaubens schuldig gemacht, entsprechend den überlieferten Konsens der muslimischen Gemeinschaft. Eine derartige verfahrensweiße stellt offenkundigen Unglauben dar, dabei ist es unerheblich ob der tyrannische Herrscher, welcher diese abscheuliche und tadelnswerte Handlung begeht, seine Handlungen als Verboten (Haram) betrachtet. Das Prinzip: „Wir bezeichnen niemanden, der Ahl al-Qiblah, als Kafr, solange er nicht seine Sünde für Erlaubt erklärt“, ist keinesfalls auf diese Situation anwendbar; es gilt ausschließlich für die Sünden (Kabira), welche nicht die Stufe des Kufrun al-Akbar oder Schirk al-Akbar erreicht haben. Imam Sadr ad-Din Abu‘l Hasan Ali Ibn Abi al-Izz al-Hanafi – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – erläuterte das aufgestellte Prinzip, wie folgt: „Bezüglich der Aussage des Imam Tahawi, so war seine Aussage auf die Kharawij bezogen, weil sie wegen großen Sünden (Kabira) jemanden von Ahl al-Qiblah exkommunizieren. Durch diese Aussage hat der Imam ein Unterschied zwischen Ahlu Sunnah Wal Jammah und Kharawij gemacht, in dem er darlegte, dass Ahlu Sunnah Wal Jammah aufgrund von Sünden keine Exkommunizierung vornimmt, bis derjenige, diese Sünde nicht für erlaubt erklärt. Die Sünden, die hier erwähnt werden sind wie Zina, Alkohol trinken "Zamb mufasiq wa kheyri mukafir" (d.h. großen Sünden, die nicht die Stufe des Kufr/Schirk erreichen).“[4]

    Allah, gepriesen sei Er, sagt:

    { Und du sollst zwischen ihnen nach dem richten, was von Allah herabgesandt wurde; und folge nicht ihren Neigungen, und sei vor ihnen auf der Hut, damit sie dich nicht bedrängen und von einem Teil dessen, was Allah zu dir herabgesandt hat, wegtreiben. Wenden sie sich jedoch (von dir) ab, so wisse, dass Allah sie für etliche ihrer Sünden zu treffen gedenkt. Wahrlich, viele der Menschen sind Frevler. Ersuchen sie etwa die Gesetze der Dschahiliya? Und wer ist ein besserer Richter als Allah für ein Volk, das Fest im Glauben ist?" (Sure al-Maida, Vers.48-49)}

    Al-Hafidh al-Imam Abu al-Fida Imad ad-Din Ismail Ibn Kathir – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte erklärend zu der Aussage Allahs: {"Ersuchen sie etwa die Gesetze der Dschahiliya"}, folgendes: „Allah kritisiert die, welche Allahs Befehle ignorieren, die alle Arten der guten, rechtschaffenen Dinge enthalten und alle Arten des Schlechten verbieten, stattdessen urteilen sie nach eigenen Meinungen, Gelüsten und Bräuchen die sie selbst erfunden haben, und die alle keine Grundlage in Allahs Religion haben. In der Zeit der Dschahiliya pflegten die Leute die Ignoranz und Irreleitung zu befolgen die sie selbst aus bloßer Meinung und Neigung erfunden habe. Die Tataren gehorchten dem Gesetz dass sie von ihrem König Jingis Khan in seinem Buch al-Yasiq hatten. Dieses Buch beinhaltete einige Gesetze die von verschiedenen Religionen abgeleitet waren, zum Beispiel aus dem Judentum, dem Christentum und dem Islam. Viele dieser Gesetze waren zu seiner eigenen Meinung und seinen Neigungen verändert. Später wurden diese Gesetze das Gesetz, welches von seinen Kindern angewendet wurde und sie stellten es über das Gesetz aus dem Koran und der Sunna des Propheten – Allahs Segen und Friede auf ihm. Daher, wer auch immer so handelt, ist ein Ungläubiger und muss bekämpft werden, bis er zu der Entscheidung Allahs und seines Propheten zurückkehrt, so dass kein Gesetz, sei es ein kleines oder großes, gilt das nicht von Allah ist.“[5]

    Al-Hafidh al-Imam Abu al-Fida Imad ad-Din Ismail Ibn Kathir – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte desweiteren: „Wer also das vollendete Gesetz verlässt, welches auf Muhammed Ibn Abdullah, das Siegel der Propheten, herabgesandt wurde, und sich stattdessen auf eine andere, nichtige Gesetzgebung bezieht, der ist ungläubig geworden. Und wie ist es erst bei jemandem, der ein Urteil durch al-Yasiq sucht und es davor setzt? Wer dies tut, der ist nach Konsens der Muslime ungläubig geworden.“[6]

    Imam Ahmad Muhammed Shakir – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – kommentierte diese Aussage mit folgenden Worten: „Habt ihr diese strenge Darlegung des Hafidh Ibn Kathir im 8. Jahrhundert bezüglich der erfundenen Gesetze gelesen, welche der Feind des Islams Jingis Khan eingeführt hatte? Seht ihr darin nicht die Situation der Muslime in unserer Zeit, dem 14. Jahrhundert, genau beschrieben? Bis auf einen Unterschied, auf den wir bereits zuvor hinwiesen, nämlich dass es nur eine bestimmte Schicht der Richter betraf, deren Zeit schnell vorüber ging, und die in die islamische Gemeinschaft eingegliedert wurden, sodass keine Spur von dem zurückblieb, was sie taten. Sodann finden sich die Muslime heute in einer übleren Situation und unter schlimmerem Unrecht wieder, denn die meisten islamischen Nationen sind dabei sich diesen Gesetzen unterzuordnen, die im Widerspruch zur Scharia stehen und die darin dem Gesetzbuch al-Yasiq am nächsten kommen, welches von einem Mann deutlichen Unglaubens verfasst wurde. Die Angelegenheit dieser erfundenen Gesetze ist sonnenklar. Es ist offenkundiger Unglaube und hiervor gibt es weder Verstecken noch Ausflüchte. Es gibt keine Entschuldigung für jemanden, der sich dem Islam zuschreibt, während er nach ihnen handelt, sich ihnen unterwirft oder sie bestätigt.“[7]

    Allah, gepriesen sei Er, sagt:

    { "Und wer nicht nach dem richtet, was Allah hinabgesandt hat das sind die Ungläubigen (Kafirun)." (Sure al-Maida, Vers.44)}

    { "[...], und wer nicht nach dem richtet, was Allah hinabgesandt hat das sind die (wahren) Ungerechten (Dhalimun)." (Sure al-Maida, Vers.45)}

    { "[...], und die sich nicht nach dem richten, was Allah herabgesandt hat das sind die (wahren) Frevler (Fasiqun)." (Sure al-Maida, Vers.47) }

    Manche vertreten die Meinung das diese Worte ein Beweis dafür seien, dass ein Herrscher der nicht nachdem Herrscht bzw. Richtet was Allah, gepriesen sei Er, herabgesandt hat, nicht zwingend ein Ungläubiger ist, weil die nachfolgenden Verse ihn mit dem Urteil Ungerechten (Dhalim) und Frevler (Fasiq) versehen. Diese irrsinnige Beweisführung kann nur von jenen stammen, welche überhaupt kein wissen haben, worüber er eigentlich redet. Jenen Leuten ist wohl entgangen das der Dhulm und Fisq – gleich dem Kufr und Shirk – sich in großen und geringeren einteilen. Scheich al-Islam al-Mujaddid Taqiyyudin Abu’l Abbas Ahmad Ibn Taymiyah al-Hanbali – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Al-Kufr ist von zweierlei Arten: das eine (Kufrun al-Akbar) ist jenes wegen dessen eine Person aus der Gemeinschaft exkommuniziert wird; das andere (Kufrun al-Asghar) betrifft jenes wegen dessen man nicht exkommuniziert wird. Dasselbe trifft auch auf die anderen Begriffe, wie Schirk, Fisq und Dhulm zu. Der Iman besitzt sowohl eine Essenz als auch eine Konsequenz. Der Unglauben steht den Iman in beiderlei Hinsicht entgegen.“[8] Der große Dhulm ist der Dhulm der Ungläubigen. Gleichermaßen verhält es sich mit dem Fisq. Gemäß dieser Beweisführung könnte man bei etlichen Stellen im noblen Koran über den Shirk und Kufr der Götzendiener und Ungläubigen behaupten, dass es sich lediglich um den geringeren Kufr und Shirk handelt. Denn Allah, gepriesen sei Er, bezeichnet den Shirk an etlichen Stellen mit Dhulm oder Fisq.

    Imam Muhammad Ibn Ibrahim al-asch-Scheich – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Es gibt keine wahre Gerechtigkeit, außer dem Urteil Allahs und Seines Gesandten und das Urteilen nach etwas anderem als diesen, ist die wahre Ungerechtigkeit, Falschheit, Irreleitung, der wahre Unglaube und Frevel... Man achte darauf, wie der Allerhabene, den Unglauben (Kufr), die Ungerechtigkeit (Dhulm) und den Frevel (Fisq) jener niederlegt, die nach etwas anderem urteilen, als nach dem, was Allah offenbart hat. Und es ist unmöglich für Allah, den Gepriesenen, jemanden, der nach etwas anderem urteilt als dem, was Allah offenbart hat, als einen Ungläubigen (Kafir) zu benennen und dieser dabei (aber) kein Kafir ist – vielmehr ist er ein Kafir –sei es der Kufr in der Handlung oder der Kufr im Glauben.“[9]

    Zudem führen sie einige Aussagen von den noblen Gefährten Sayyiduna Abu Abdullah Ibn Abbas – Allahs Wohlgefallen auf ihm – heran, um ihre Meinung zu untermauern, wie wir dereinst sehen werden. Diese Ansicht ist jedoch falsch und entbehrt jegliche Wissenschaftliche Grundlage, wie bündig Dargelegt wird. Sodann wird diese Thematik in einem der darauffolgenden Kapitel gründlich Islamrechtlich Untersucht und die Scheinargumente auf Basis von Koran, Sunnah und den Aussagen der noblen Gefährten und Gelehrten wiederlegt. Sayyiduna Abu Abdullah Ibn Abbas – Allahs Wohlgefallen auf ihm – sagte: „Kufr duna Kufr – Niedriger Unglaube als großer Unglaube.“[10] Ähnliche seiner Aussagen werden wir anschließend näher durchleuchten. Scheich al-Islam al-Mujaddid Taqiyyudin Abu’l Abbas Ahmad Ibn Taymiyah al-Hanbali – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – kommentierte seine Aussagen, wie folgt: „Er Unterschied zwischen den Unglauben der mit dem Alif und dem Lam determiniert wurde, wie bei seinem Ausspruch, Allahs Segen und Friede auf ihm: „Nichts ist zwischen dem Diener und dem Unglauben oder dem Götzendienst (al-Kufri aw ash-Schirk), außer das Gebet“, und dem indeterminierten Unglauben (ohne Alif und Lam) in der Bestätigung. So ist der mit dem Alif und dem Lam determinierte Unglaube in den meisten Fällen der große Unglaube (Kufr), wie in Seinen Worten: {"[...], dies sind Ungläubigen (al-Kafirun)."} Diese wurde wegen dem herab gesandt, der mit etwas anderem regiert/richtet, was nicht von Allah herab gesandt wurde. Und was von Ibn Abbas überliefert wurde, dass er sagte: „Niedriger Unglaube als großer Unglaube“, so wurde das nicht bestätigt. Al-Hakim überlieferte ihn in seinem Mustadrak in Band.3, auf der Seite.313, von Hisham Ibn Hujair von Tawus von Ibn Abbas. Und Hisham wurde von Ahmad Ibn Hanbal und Yahya Ibn Main als schwach (Dai’f) eingestuft. Auch wurde ihm zuwider gehandelt in seiner (Überlieferung), denn Abdurrazzaq überlieferte ihn in seinem Tafsir von Ma´mar von Ibn Tawus von seinem Vater, dass er Ibn Abbas über die Worte Allahs: {"Und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat - das sind die Ungläubigen"},befragt wurde. Er (Ibn Abbas) sagte: „Es ist Unglaube.“ Und diese (Überlieferung) wurde von Ibn Abbas bewahrt, dass dieser Vers uneingeschränkt ist. Und die Uneingeschränktheit (Itlaaq) dieses Verses deutet darauf hin, dass damit der große Unglaube gemeint ist, denn wie kann man den Islam jener Person bestätigen, die die Gesetzgebung abändert und sie mit den Ansichten der Juden und der Christen und anderen eintauscht? Dies ist eine Abänderung der herab gesandten Gesetzgebung, und dies ist eine Abneigung zur reinen Gesetzgebung. [...] Was aber Ibn Dscharir at-Tabari in seinem Tafsir von Ibn Abbas überliefert hat, dass er sagte: „Es ist nicht wie der, der nicht an Allah, an seinen Büchern, [...]“, so ist damit nicht der Unglaube gemeint, der niedriger als der -Betonung liegt auf "der"- Unglaube ist. Und wer dies daraus verstanden hat, der muss die Beweise für seine Behauptung bringen. Offensichtlich ist aber aus seinen Worten zu verstehen, dass damit der große Unglaube gemeint ist, der verschiedenartige Stufen hat, von denen manche gewaltiger sind als die anderen. So ist der Unglaube an Allah, an seine Engel und an den letzten Tag gewaltiger als der Unglaube des Herrschers, der mit etwas anderem richtet, was nicht von Allah herab gesandt wurde. Und wir sagen: Der Unglaube des Herrschers, der mit etwas anderem richtet, was Allah herab gesandt hat, ist niedriger/leichter als der Unglaube einer Person, der nicht an Allah und an Seine Engel glaubt. Das soll nicht heißen, dass der Herrscher ein Muslim ist, dessen Unglaube ein kleiner Unglaube ist. Abermals nein! Er ist aus der Religion (Islam) ausgetreten, weil er die Gesetzgebung verunstaltet hat. Und Ibn Kathir hat den Konsens darauf berichtet.“[11]

    __________________________________________________ ___

    [1] Radd al-Muhtar alaa al-Dur al-Mukhtar, 9:7
    [2] Tafsir al-Dschalalain
    [3] Al-Majmoo al-Fatawa, 3:267
    [4] Sharh al-Aqida at-Tahawiya, S.265
    [5] Tafsir al-Quran al-Adhim
    [6] Al-Bidaayah wa al-Nihaayah, 13:139
    [7] Umdah al-Tafsir, 4:173f
    [8] Al-Majmoo al-Fatawa, 7:324
    [9] Tahkim al-Qawanin
    [10] Al-Hakim an-Naisaburi: al-Mustadrak alaa al-Sahihain, 3:313
    [11] Al-Iqtidhaa, 1:208
    Geändert von Abu_Taymiyyah (10.06.2010 um 06:58 Uhr)

  10. #10
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    Kufrun al-Asghar:

    Der geringere Unglaube (Kufrun al-Asghar) ist die Undankbarkeit gegenüber den Gaben und der Gunst Allahs. Der Unterschied zum Kufrun al-Akbar ist jener, dass dies einem zwar nicht aus der Lebensordnung Allahs befördert, solange er es als Verboten betrachtet, jedoch begeht solch jemand eine sehr große Sünde. Allah, gepriesen sei Er, sagt:

    {"Und Allah gibt das Gleichnis von einer Stadt: Sie genoss Sicherheit und Frieden und wurde reichlich aus allen Orten versorgt; doch sie leugnete die Wohltaten Allahs. Darum ließ Allah sie eine umfassende Not des Hungers und der Furcht kosten für das, was sie (ihre Bewohner) zu tun pflegten." (Sure an-Nahl, Vers.112) }

    Hier seien einige Beispiele für die Form des geringeren Unglaubens;

    {"Da sprach einer, der Kenntnis von der Schrift besaß: „Ich bringe ihn dir innerhalb eines Augenzwinkerns von dir.“ Und da er ihn vor sich stehen sah, sagte er: „Dies geschieht durch die Gnade meines Herrn, um mich zu prüfen, ob ich dankbar oder undankbar (Akfuru) bin. Und wer dankbar ist, der ist dankbar zum Heil seiner eigenen Seele; wer aber undankbar ist - siehe, mein Herr ist auf keinen angewiesen, Großzügig“." (Sure al-Naml, Vers.40)}

    Der in diesem Vers vorkommende Begriff Akfur bedeutet den Unglauben gegenüber der Gabe, jedoch ist dies nicht der Unglaube, der einem aus der Gemeinschaft befördert, noch ist es der, der durch die Leugnung Allahs hervortritt. Die Undankbarkeit gegenüber einer Gabe kann sowohl geringerer, als auch großer Unglaube seien, dies ist abhängig von der Art der Undankbarkeit. Sollte man sich bei Allah, den Segensreichen, nicht bedanken auf Grund der gegeben Gaben ist dies geringerer Unglaube, doch sofern man die Güte und die Wohltaten Allahs leugnet oder daran glaubt, dass die Wohltaten (Gaben) nicht von Allah, sondern von einem selbst durch die Arbeit kommen, also wenn man daran glaubt dass nicht Allah sondern die eigenen Kraft der Grund ist für die Gaben, dann ist dies großer Unglaube, welcher einem zum abtrünnigen macht. Desweilen, sagt Er:

    {"Er sagte: „Es (die Schätze) wurde mir nur um des Wissens willen, das ich besitze, gegeben.“ Wusste er denn nicht, dass Allah vor ihm schon Geschlechter vernichtet hatte, die noch gewaltigere Macht und größeren Reichtum als er besaßen? Und die Schuldigen werden nicht nach ihren Sünden befragt. So ging er denn in seinem Schmuck hinaus zu seinem Volk. Jene nun, die nach dem Leben in dieser Welt begierig waren, sagten: „O wenn wir doch das gleiche besäßen wie das, was Korah gegeben wurde! Er hat wahrlich großes Glück.“ Die aber, denen Wissen zuteil geworden war, sagten: „Wehe euch, Allahs Lohn ist besser für den, der glaubt und gute Werke tut; und keiner wird ihn erlangen außer den Geduldigen“." (Sure al-Qasas, Vers.78-80)}

    {"Dann ließen Wir ihn von der Erde verschlingen, und (auch) sein Haus; und er hatte keine Schar, die ihm gegen Allah helfen konnte, noch konnte er sich (selbst) retten. Und jene, die sich noch tags zuvor an seine Stelle gewünscht hatten, sagten: „Ah sieh! Es ist wahrlich Allah, Der denen von Seinen Dienern die Mittel zum Unterhalt erweitert und beschränkt, denen Er will. Wäre uns Allah nicht Gnädig gewesen, hätte Er uns (von der Erde) verschlingen lassen. Ah sieh! Die Ungläubigen haben nie Erfolg“." (Sure al-Qasas, Vers.81-82) }

    {"Er (Pharao) sagte: „Haben wir dich nicht als Kind bei uns aufgezogen? Und du hast viele Jahre deines Lebens bei uns verbracht. Und du begingst jene deine Tat, die du begangen hast, und du warst undankbar (Kafirin)“." (Sure ash-Sura, Vers.18-199 }

    Al-Hafidh al-Imam Abu Fida Ismail Ibn Kathir – Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein – berichtet das Sayyiduna Abu Abdullah Ibn Abbas – Allahs Wohlgefallen auf ihm – bezüglich des Begriffs Kafirin sagte: „Du bist ein Lügner unser Gaben.“[1]

    Abdullah Ibn Umar – Allahs Wohlgefallen auf ihm – berichtete, dass der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – sagte: „O ihr Frauen! Gebt Almosen, und bittet Allah häufig um Verzeihung! Denn ich habe gesehen, dass ihr die Mehrzahl der Höllenbewohner seid. Da fragte eine unter den Frauen, die sich durch Vernunft und Frömmigkeit auszeichnete: Wie kommt es, Gesandter Allahs, dass wir die Mehrzahl der Höllenbewohner sind? Er antwortete: Ihr flucht häufig und seid oft undankbar gegenüber euren Ehemännern. Auch sah ich nie jemanden mit wenigem Verstand und geringerer Religiosität, der selbst einen einsichtigen Mann betören kann, als euch. Die Frau fragte dann: O Gesandter Allahs! Was ist denn mit wenigem Verstand und geringer Religiosität gemeint? Er erwiderte: Mit dem mangelnden Verstand ist gemeint, dass der Zeugenaussage einer Frau nur das halbe Gewicht derselben eines Mannes zukommt. Das ist der mangelnde Verstand. Die Frau bleibt auch Nächte lang ohne zu beten und bricht das Fasten in Ramadan. Das ist es, was mit mangelnder Religiosität gemeint ist.“[2]

    Sayyiduna Abdullah Ibn Abbas – Allahs Wohlgefallen auf ihm – berichtete, dass der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – sprach: „Die Hölle wurde mir gezeigt. Seine Bewohner sind meistens Frauen. Denn sie leugneten.“ Die Gefährten fragten: „Haben sie Allah geleugnet?“ Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) erwiderte: „Nein, sie leugnen das Gute. Denn wenn du ihnen nur Gutes tust und sie nur einmal etwas an dir sehen, dass ihnen nicht gefällt, dann sagen sie: Ich habe von dir nichts Gutes bekommen. Auf diese Weise leugnet sie die gute Tat, die sein Ehemann für sie tat.“[3]

    Das Leugnen, wie in dieser Überlieferung beschrieben ist, bezieht sich auf die Gaben und das Gute. Solch ein Unglaube (Kufr) befördert einen nicht aus dem Islam raus. Al-Bukhary setzte für diesen Hadith in seinem Sahih folgendes Kapitel: „Kufra l-Aschir; und dieser Kufr ist kleiner als der große Kufr.“ Al-Qadi Abu Bakr Ibn al-Arabi al-Maliki – Möge Allah Wohlzufrieden ihm sein – sagte: „Bukhary, der diese Überlieferung Überlieferte, wollte folgendes damit sagen: So wie man fromme Taten als Iman bezeichnen kann, so kann man auch die Sünden als Kufr (Unglaube) bezeichnen. Doch der Grund weshalb die Sünden als Unglaube (Kufr) bezeichnet werden ist der, um zu erläutern dass es kein großer Unglaube (Kufr) ist.“[4]

    Der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – sprach: „Unter den Menschen gibt es zwei weit verbreitete Dinge, die Kufr sind: Die Beschimpfung der Abstammung und die Totenklage.“[5]

    Der Prophet Muhammad – Allahs Segen und Friede auf ihm – sagte: „Wer einer Frau beischläft, die die Menstruation hat oder mit einer Frau von hinten beischläft, der hat das geleugnet, was zu Muhammad herabgesandt wurde.“[6]

    Ebenso ist der Kampf gegen einen Muslim geringerer Unglaube, sowie der Gesandte Allahs –
    Allahs Segen und Friede auf ihm – sagte: „Die Beschimpfung des Muslim ist Frevel und gegen ihn zu Kämpfen ist Kufr.“[7]

    Der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – sagte: „Kehrt nach mir nicht zum Kufr zurück, die einen von euch schlagen die Hälse der anderen (kämpfen gegen die anderen).“[8]

    Denn Allah, der Segensreiche, bezeichnet den Mu’min, der einen anderen Mu’min tötet, als Mu’min und als Bruder des bevollmächtigten Verwandten des Ermordeten, sowie Allah, gepriesen sei Er, sagt:

    {"[...], Doch wenn einem von seinem Bruder etwas erlassen wird[...]" (Sure al-Baqara, Vers.178)}

    {"Und wenn zwei Parteien von den Gläubigen (Mu’minin) einander bekämpfen, so stiftet Frieden zwischen ihnen[...]" (Sure al-Hugurat, Vers.9) }

    Desweiteren ist das Schwören bei jemand anderem außer Allah geringerer Unglaube, sowie der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede auf ihm – sagte: „Wer bei jemand anderem außer Allah schwört, der begeht Kufr.“[9]



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    [1] Tafsir al-Quran al-Adhim
    [2] Muhammad Ibn Ismail al-Bukhary: al-Dschami as-Sahih, Kitab al-Iman, Nr.45
    [3] Muhammad Ibn Ismail al-Bukhary: al-Dschami as-Sahih, Kitab al-Kusuf, Nr.161
    [4] Ahmad Ibn Hadschar al-Asqalani: Fath al-Bari, 1:83
    [5] Abu’l Hussein Asakir ud-Din Muslim an-Naisaburi: al-Dschami as-Sahih, Kitab al-Iman, Nr.67; Ahmad Ibn Hanbal: al-Musnad, 2:377, 441, 496
    [6] Abu Dawud Sulaiman Ibn Aschath: Sunan Abu Dawud, Nr.3904; Abu Isa at-Tirmidhi: al-Dschami at-Tirmidhi, Kitab at-Taharah, Nr.135; Abu Abdullah Ibn Madscha: Sunan Ibn Madscha, Nr.639; Ahmad Ibn Hanbal: al-Musnad, 2:408, 429, 476
    [7] Muhammad Ibn Ismail al-Bukhary: al-Dschami as-Sahih, Nr.48, 6044, 7076; Abu’l Hussein Asakir ud-Din Muslim an-Naisaburi: al-Dschami as-Sahih, Kitab al-Iman, Nr.64
    [8] Muhammad Ibn Ismail al-Bukhary: al-Dschami as-Sahih, Nr.4403, 6166, 6775, 7077; Abu Dawud Sulaiman Ibn Aschath: Sunan Abu Dawud, Nr.4686; Abu Abdullah Ibn Madscha: Sunan Ibn Madscha, Nr.3943
    [9] Abu’l Hussein Asakir ud-Din Muslim an-Naisaburi: al-Dschami as-Sahih, Kitab al-Iman, Nr.67; Ahmad Ibn Hanbal: al-Musnad, 2:377, 441, 496
    Geändert von Abu_Taymiyyah (11.06.2010 um 07:42 Uhr)

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