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Thema: Der gewissenhafte Glaube an Allah

  1. #11
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    As Salam Alaikum,


    b) Es ist bindend die Namen und Eigenschaften so zu verstehen wie Allah sich selbst beschreibt, gemäß dem Verständnis des Gesandten Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) und seinen Gefährten (Möge Allah sich ihrer aller Erbarmen). Dieses Verständnis drückt sich darin aus, ohne dabei seine Namen und Eigenschaften zu Interpretieren, indem man Seine Namen und Eigenschaften eine andere Bedeutung bemisst als deren Offensichtliche Bedeutung es bedingt. Denn die Eigenschaften Allahs sind rein offenbarungsrechtlich bestimmt und was in den Texten vorkommt übernehmen wir, in den Maßen, wie es in den Texten auftaucht, ohne jegliche Ergänzung oder Unterlassung. Es steht uns nicht zu, eine unerwähnte Eigenschaft zu ergänzen oder sie anders zu erklären, als es im definitiven Text erfolgt ist. Die Eigenschaften Allahs muss man so Akzeptieren, wie sie in den Texten vorkommen, ohne sie mit der Schöpfung zu vergleichen, noch das "Wie" zu hinterfragen, dies ist der Weg des Gesandten Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) und seinen Gefährten und jenen Gelehrten, die ihnen in ihrer Methodik folgten. Allah, der Allwissende, sagt das Er über die Heuchler zürnt:

    {"Und (auf dass Er) die Heuchler und Heuchlerinnen und die Götzendiener und Götzendienerinnen bestrafe, die üble Gedanken über Allah hegen. Auf solche (Sünder) wird ein böses Unheil niederfallen; und Allah ist zornig auf sie; und Er hat sie verflucht und die Hölle für sie bereitet. Und das ist eine üble Bestimmung." (Sure al-Fath, Vers.6)}

    Die Eigenschaft mit welcher Allah, der Allwissende, Sich in diesem Vers selbst beschreibt ist die des Zornes. Einige Scholastiker meinen das Sein Zorn Seine Strafe bedeutet, weil der Zorn ein Zeichen der menschlichen Schwäche darstellt und die offensichtliche Bedeutung nicht zum Wesen Allahs passt, weshalb sie diese Eigenschaft umgedeutet haben oder die Bedeutung dessen Allah, den Segensreichen, überlassen. Diese Herangehensweise ist schlichtweg nichtig, denn keine einzige authentische Überlieferung existiert, welche besagt das der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) oder einer Seiner Gefährten (Allahs Wohlgefallen auf ihnen), oder einer der Imame von den as-Salaf al-Salihin (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihnen sein) die Verse indem die Eigenschaften Allahs beschrieben werden, umgedeutet haben oder etwa die Bedeutung der Wörter Allah, den Segensreichen, überlassen haben, vielmehr wurde uns vielfach Überliefert das sie an die Eigenschaften Allahs geglaubt haben, wie Allah, der Segensreiche, sich beschrieb, ohne Hinterfragung, noch es Metaphorisch oder anderweitig umzuinterpretieren und das Seine Eigenschaften, wie Bsp. der Zorn nicht mit dem Zorn Seiner Geschöpfe gleichzusetzten ist, lediglich die Begriffe ähneln sich, doch die Realität des Schöpfers und der Geschöpfe sind verschieden, da Allah, der Allerhabene, sagt:

    {"Es gibt nichts Seinesgleichen[...]" (Sure asch-Schura, Vers.11)}

    Die Bestätigung der Eigenschaften Allahs darf weder die Uminterpretation oder den Tafwhid al-Mana unterworfen sein, denn dies führt zur Verdrehung der Wörter Allahs und zur Behauptung Allah, der Segensreiche, hätte uns etwas Offenbart, wovon wir ein Teil nicht Begreifen würden, obwohl doch, der Allerhabene, sagt:

    {"Wir haben sie als Qur'an auf Arabisch offenbart, auf dass ihr (sie) begreifen möget." (Sure Yusuf, Vers.12) }

    Imam Maysarah Ibn Masrouq (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagt: „Die Gefährten von Muhammad (Allahs Segen und Friede auf ihm) haben nichts gesagt, außer, dass das Wissen darüber im Qur'an ist. Jedoch hat sich unser Wissen darüber verringert. Und dies ist ein breites Thema, welches schon an dessen richtigen Ort ausgelegt wurde.“[1]

    Und Allah, der Allerhabene, sagt:

    {"Ein Buch, dessen Zeichen ausführlich dargelegt sind, als ein arabischer Qur'an, für Leute, die Bescheid wissen." (Sure al-Fussilat, Vers.3) }

    Desweiteren steht die Uminterpretation oder der Tafwhid al-Mana Diametral entgegen den I’tiqad der as-Salaf al-Salihin, wie die zahlreichen authentischen Aussagen es darlegen. Welcher glaube ist reiner, unveränderter, wahrhaftiger und besser, als der Glaube der Imame der lauteren Altvorderen? Nimmer, bei Allah, den Segensreichen, nimmer gibt es einen wahrhaftigeren glauben als den der lauteren Altvorderen, doch diejenigen unter den Menschen die einen anderen Weg eingeschlagen haben, sind wahrlich weit in die Irre gegangen. Diejenigen die den Weg der Scholastiker eingeschlagen haben, um die Eigenschafen Allahs zu begreifen, sind vom Wahrhaftigen Weg des Propheten Muhammad (Allahs Segen und Friede auf ihm) und Seinen Gefährten abgewichen. Denn die Eigenschaften Allahs sind rein offenbarungsrechtlich bestimmt und was in den Texten vorkommt übernehmen wir, in den Maßen, wie es in den Texten auftaucht, ohne jegliche Ergänzung oder Unterlassung. Es steht uns nicht zu, eine unerwähnte Eigenschaft zu ergänzen oder sie anders zu erklären, als es im Text erfolgt ist. Denn die Namen und Eigenschaften Allahs sind derart zu Akzeptieren, wie sie in den Texten vorliegen, ohne sie mit der Schöpfung zu vergleichen, noch das "Wie" zu hinterfragen. Dies ist der Weg des Gesandten Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm), Seinen Gefährten und jenen Imamen, die Ihnen in ihrer Methologie folgten. So wird von den Imamen der Salaf und Khalaf berichtet, dass sie an die Offensichtliche Bedeutung der Eigenschafen Allahs glaubten, sodass Allah, der Segensreiche, wirklich (Haqiqatan) Eigenschaften besitzt mit denen Er sich oder Sein Gesandter (Allahs Segen und Friede auf ihm) Ihn beschrieb, ohne Unterlassung, Ergänzung, Anthropomorphismus, Uminterpretation, Entstellung und Hinterfragung des „Wie“.

    Scheich al-Islam Taqiyyudin Abu’l Abbas Ahmad Ibn Taymiyah (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagt hinsichtlich der äußeren Bedeutung des Textes: „(Die zweite Grundregel): Wenn einer sagt: „Die äußere Bedeutung der Texte ist gewollt.“, oder: „Die äußere Bedeutung der Texte ist nicht gewollt.“ So wird gesagt, dass der Ausdruck „äußere Bedeutung“ eine Generalität und eine Gemeinsamkeit beinhaltet. Wenn die Person nun glaubt, dass die äußeren Bedeutungen der Texte ein Vergleich mit den Eigenschaften der Schöpfungen sind, oder welche zu ihren Besonderheiten gehören, so besteht kein Zweifel darin, dass dies nicht gewollt ist. Jedoch nannten die Altvorderen und Imame das nicht „äußere Bedeutung/Äußeres“, und sie akzeptierten nicht, dass das Äußere/die äußere Bedeutung des Koran oder des Hadith Unglaube und Falschheit ist. Und Allah, der Gepriesene und Erhabene, ist wissender und weiser, dass Seine Worte, mit denen Er Sich beschrieben hat, nichts ausdrücken, außer was Unglaube und Irrglaube ist. Jene aber, die dieses als Äußeres/äußere Bedeutung darstellen, begehen aus zwei Gesichtspunkten Fehler: Manchmal bezeichnen sie das Äußere des Ausdruckes als ungültige Bedeutung, damit dieser einer Missdeutung bedarf, welche der äußeren Bedeutung widerspricht. Und manchmal weisen sie die wahre Bedeutung, welche das Äußere des Ausdruckes ist, zurück, basierend auf ihrem Glauben, dass dieses falsch ist.“[2]


    Imam Abu Abdullah al-Qurtubi al-Maliki (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) beschreibt beispielsweise den glauben der Salaf hinsichtlich der Erhebung Allahs auf Seinem Thron: „Imam Tabari, Ibn Abi Zaid (Al Qayrawaanee), Qadi Abdul Wahaab und die Gesamtheit der Gelehrten des Hadith und der der Rechtslehre (Fiqh) sagen das Allah "Istawa" gemacht hat über seinem Thron mit seinem Wesen (bi-Dhatihi)[3]....und dieser Umstand ist offensichtlich wenn man in das Werk des Qadi Abu Bakr (At-Tamhid) schaut in dem er die Aussagen des Ibn Abdel Barr, At-Talamanki und andere Fuqaha aus Andalusien aufführt.“[4] Und der Imam sagt weiter: „Die offensichtlichsten Worte (unter) allen Ansichten -und wenn ich diese nicht vertrete und es auswähle, ist jene, die von den Versen und den Überlieferungen der vorzüglichen Noblen bestätigt wird, dass Allah, gepriesen sei Er, über Seinen Thron ist, wie Er in Seinem Buch berichtete, ohne Wie, separat von Seiner gesamten Schöpfung. Dies ist die Ansicht/die Methodik der lauteren Altvorderen.“[5]

    Imam Abdul Qadir al-Dschilani (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagt: „Es ist absolut verbindlich die Eigenschaft „al-Istawa“ freizusprechen von jeder Art der Uminterpretation (Tawil) und er (Allah) hat sich erhoben über seinem Thron mit seinem Wesen! Al-Istawa" bedeutet nicht sitzen (al- qu‘ud) oder berühren (al-mumaasa) des Thrones, wie es etwa die Mudjasima (das sind jene die Allah Verkörpern) und die Karamiyyah behaupten, weder bedeutet es Majestät bzw. Herrschaft wie es die Aschariya sagen, auch bedeutet (Al-Istawa) nicht "Istila" wie es die Mu’tazila sagen, rein Garnichts von diesen falschen Aussagen ist verankert in der Scharia und nichts wurde uns von den tugendhaften Vorfahren (Salaf) und ihren Lehrern (die Sahaba) oder von den Leuten des Hadith darüber auf authentische Weise mitgeteilt. Man weiß nur von ihnen, dass man Al-Istawa mit seiner offensichtlichen Bedeutung akzeptieren muss.“[6]

    Imam Abu Hanifa al-Nu’am Ibn Thabit al-Kufi (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagt: Es darf nicht gesagt werden, dass Seine „Yad“ Seine Macht oder Seine Gabe ist, denn
    diese Interpretationen annullieren die Eigenschaften. Die Annullierung der
    Eigenschaften ist der Weg der Qadariyya und der Mu’tazila. Vielmehr ist Allahs
    Yad Seine Eigenschaft ohne Wie. Genauso sind Sein Zorn und Sein Wohlgefallen
    zwei Eigenschaften ohne Wie.“[7]

    Imam Abu Nasr as-Sidjzi (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagt: „Unsere Imame wie Sufyan ath-Thawri, Malik Ibn Anas, Sufyan Ibn Uyayna, Hamad Ibn Salamah, Hamad Ibn Zaid, Abdullah Ibn al-Mubarak, Fadl Ibn Iyad, Ahmad Ibn Hanbal und Ishaq Ibn Rahaway sind sich unmissverständlich einig, dass Allah sich über (Fawqa) Seinem Thron mit Seinem Wesen (bi-Dhatihi) befindet und Er ist mit Seinem Wesen überall![...] und man wird Allah sehen am Tag der Auferstehung mit der Sehkraft und dem Augenlicht (al-Absaar) und Er ist über (Fawqa) Seinem Thron und Er steigt herab zum untersten Himmel (Sama’a ad-Dunya) und Er wird Zornig und hat Wohlgefallen und Spricht wie Er es will.“[8]

    Scheich al-Islam Abu Uthman Ismail Ibn Abdurrahman as-Sabuni (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagt: „Und die Anhänger des Hadith glauben und bezeugen, dass Allah, der Gepriesene und Erhabene, über den sieben Himmeln über Seinen Thron ist. [...] Sie bestätigen für Ihn das, was Allah, der Erhabene, bestätigt hat. Und sie glauben daran und glauben den Herrn in Seiner Benachrichtigung. Und sie sprechen das, was Er, der Gepriesene und Erhabene, über Sein Erheben über Seinen Thron ausgesprochen hat, und akzeptieren die offensichtliche (dhahir) Bedeutung und überlassen das Wissen darüber (über das Wie) Allah.“[9]

    Al-Qadi Abu Ya’la Ibn al-Farra al-Hanbali (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagt: „Die Zurückweisung oder das Beschäftigen mit der Interpretation dieser Überlieferungen ist nicht erlaubt. Die Pflicht ist es, dass man diese nach ihrer offensichtlichen Bedeutung versteht und dass sie Eigenschaften Allahs sind, die nicht den Eigenschaften der Geschöpfe ähneln. Und auf die Nichtigkeit der Interpretation deutet, dass die Gefährten und die (Menschen) nach ihn diese (Eigenschaften) nach ihren offensichtlichen Bedeutungen verstanden haben. Und sie näherten sich nicht der Interpretation weder haben sie sie (die Eigenschaften) von ihren offensichtlichen Bedeutungen abgebracht. Wenn nun die Interpretation akzeptabel wäre, dann wären sie die ersten, um den Anthropomorphismus aufzulösen.“[10]

    Imam Abu Bakr al-Marwazi (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagt: „Ich fragte Ahmad Ibn Hanbal über die Ahadithe, welche von den Jahmiyyah über die Eigenschaften Allahs, dass die Gläubigen ihren Herrn am Tag des Gerichts sehen werden, Allah (zum untersten Himmel) herabsteigt und dem Thron (d.h. dass Er über dem Thron ist). Abu Abdullah gab kund, dass sie alle authentisch sind. Er sagte ‚Die Gelehrten haben sie angenommen. Wir lassen die Überlieferungen so, wie sie zu uns gelangt sind.“[11]


    ________________________________________

    [1] Ahmad Ibn Taymiyah, Al-Fatawa al-Hamawiyyah, Kap. Die Widerlegung der Mufawwidha in den Namen und Eigenschaften.
    [2] Al-Majmoo al-Fatawa, 3:43; At-Tadmuriah, S.61.
    [3] Shamssuddin Muhammad Ibn Ahmad adh-Dahabi sagt bezüglich dessen Verwendung: „[...] den Begriff „bi-Dhatihi“ gebrauchten zuvor schon Abu Jafar Ibn Abi Shaybah und Uthman bin Sa`id ad-Darimi, sowie Yahya bin Ammar, der Prediger von Sidjistaan, wie er in seinem Risalah erwähnte.“ (Siyaar A’lam an-Nubala , 17:656 )
    [4] Al-Asna fi Sharh Asma Allah Al-Husna, 2:123
    [5] Al-Asna fi Sharh Asma Allah Al-Husna, 2:132
    [6] Ibn Radschab al-Hanbali, Tabaqat al-Hanbalia, 3:296
    [7] Al-Fiqh al-Akbar, S.3.
    [8] Al-Ibanah
    [9] Aqidat as-Salaf Ashab al-Hadith
    [10] Ibtal at-Ta'wil
    [11] Ibn Abi Ya’la, Tabaqat a-Hanabila, 1:56
    Geändert von Abu_Taymiyyah (03.02.2010 um 08:41 Uhr)

  2. #12
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    As Salam Alaikum,


    c) Es ist obligatorisch, dass man den Erhabenen so versteht wie Er sich selbst schildert, ohne dabei Ihm erneuerte Namen oder Eigenschaften zuzuschreiben. Der Namen al-Ghadib (der Zornige) darf beispielsweise nicht Allah, den Segensreichen, zugeschrieben werden, trotz Seiner eigenen Aussage, dass Er Zürnt, da weder Allah, der Segensreiche, noch Sein Gesandter (Allahs Segen und Friede auf ihm) diesen Namen verwendeten. Imam Abu Hanifa al-Nu’am Ibn Thabit al-Kufi (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagt diesbezüglich: „Niemanden steht es zu etwas über das Wesen Allahs zu sagen, vielmehr ist Er mit dem zu beschreiben, womit Er sich selbst beschrieb und nichts darf über Allah ausgesagt werden, was auf der eigenen Meinung aufgebaut ist. Erhaben und Segensreich ist Allah, der Herr der Welten.“[1] Dieser Gesichtspunkt ist notwendig, um falschen Beschreibungen hinsichtlich unseres Herrn vorzubeugen. Denn der Mensch, welcher seiner begrenzten Sinneswahrnehmung unterliegt ist Definitiv nicht in der Lage den Herrn der Welten zu bestimmen.



    d) Ein anderer Gesichtspunkt der Namen und Eigenschaften Allahs erfordert, dass dem Menschen keinesfalls die Namen und Eigenschaften Seines Herrn zugesprochen werden oder jemand sich selbst damit ausrüstet. Wer immer dies vermag oder daran glaubt ist bei Allah, ein Ungläubiger. Allah, der Allerhabene, sagt:

    {"Wahrlich, Allah wird es nicht vergeben, dass Ihm Partner zur Seite gestellt werden: doch Er vergibt, was geringer ist als dies, wem Er will. Und wer Allah Götter zur Seite stellt, der ist in der Tat weit irregegangen." (Sure al-Nisa, Vers.116)}

    Und, die Worte:

    {"Es gibt nichts Seinesgleichen[...]" (Sure asch-Schura, Vers.11)}

    Vergänglich und Gegenwärtig haben etliche Menschen, ja sogar jene welche sich selbst als Muslime ansehen göttliche Namen und Eigenschaften zugeschrieben. Allah ist der weise Richter (al-Hakam), der Einzige und absolute Herrscher (al-Waali), Ihm gebührt das alleinige Recht Gesetzte zu verabschieden und Er ist es der uns die Scharia herabsandte, um Einzig und Alleine damit über die Menschen zu Regieren. In der gegenwärtigen Zeitepoche, genauer gesagt seit dem Zerfall des Islamischen Staates, herrscht auf Erden das Gesetzt der Götzen. Auf der gesamten Erde, sowie innen des islamischen Territoriums werden mit Unglauben Regiert, die heuchlerischen Regenten der sog. Islamischen Länder sind jene die sich durch ihre Handlungen das alleinige Recht Allahs – Gesetzte zu erlassen – zugesprochen haben und somit haben sie sich ein Attribut Allahs zugesprochen, was einzig und alleine Allah, den Segensreichen, gebührt. Trotz der Tatsache das sie sich dieses Attribut nicht Explizit zuschreiben haben sie sich des Unglauben und das Erheben neben Allah, den Allerhabenen, schuldig gemacht, dies weil sie mit den Gesetzten des Taghut[2] Regieren, welche Diametral Allahs Lebensordnung entgegensteht. Allah, der Segensreiche, sagt hinsichtlich Seiner Souveränität:

    {"Statt Ihm verehrt ihr nichts anderes als Namen, die ihr selbst genannt habt, ihr und eure Väter; Allah hat dazu keine Ermächtigung herabgesandt. Die Souveränität steht Allah allein zu. Er hat befohlen, dass ihr nur Ihm dienen sollt. Das ist der richtige Glaube. Aber die meisten Menschen wissen (es) nicht." (Sure Yusuf, Vers.40)}

    Und, Er sagt:

    {"Und du sollst zwischen ihnen nach dem richten, was von Allah herabgesandt wurde; und folge nicht ihren Neigungen, und sei vor ihnen auf der Hut, damit sie dich nicht bedrängen und von einem Teil dessen, was Allah zu dir herabgesandt hat, wegtreiben. Wenden sie sich jedoch (von dir) ab, so wisse, dass Allah sie für etliche ihrer Sünden zu treffen gedenkt. Wahrlich, viele der Menschen sind Frevler. Ersuchen sie etwa die Gesetze der Jahiliya? Und wer ist ein besserer Richter als Allah für ein Volk, das Fest im Glauben ist?" (Sure al-Maida, Vers.48-49)}

    Al-Hafidh al-Imam Abu al-Fidal Ismail Ibn Kathir (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) führt hinsichtlich der Worte: {"Ersuchen sie etwa die Gesetze der Jahiliya?"}folgendes aus: „Allah kritisiert die, welche Allahs Befehle ignorieren, die alle Arten der guten, rechtschaffenen Dinge enthalten und alle Arten des Schlechten verbieten, stattdessen urteilen sie nach eigenen Meinungen, Gelüsten und Bräuchen die sie selbst erfunden haben, und die alle keine Grundlage in Allahs Religion haben. In der Zeit der Jahiliya pflegten die Leute die Ignoranz und Irreleitung zu befolgen die sie selbst aus bloßer Meinung und Neigung erfunden habe. Die Tataren gehorchten dem Gesetz dass sie von ihrem König Jingis Khan in seinem Buch Al Yasiq hatten. Dieses Buch beinhaltete einige Gesetze die von verschiedenen Religionen abgeleitet waren, zum Beispiel aus dem Judentum, dem Christentum und dem Islam. Viele dieser Gesetze waren zu seiner eigenen Meinung und seinen Neigungen verändert. Später wurden diese Gesetze das Gesetz, welches von seinen Kindern angewendet wurde, und sie stellten es über das Gesetz aus dem Quran und der Sunna des Propheten (Allahs Segen und Friede auf ihm). Daher, wer auch immer so handelt, ist ein Ungläubiger und muss bekämpft werden, bis er zu der Entscheidung Allahs und seines Propheten zurückkehrt, so dass kein Gesetz, sei es ein kleines oder großes, gilt das nicht von Allah ist.“„Allah kritisiert die, welche Allahs Befehle ignorieren, die alle Arten der guten, rechtschaffenen Dinge enthalten und alle Arten des Schlechten verbieten, stattdessen urteilen sie nach eigenen Meinungen, Gelüsten und Bräuchen die sie selbst erfunden haben, und die alle keine Grundlage in Allahs Religion haben. In der Zeit der Jahiliya pflegten die Leute die Ignoranz und Irreleitung zu befolgen die sie selbst aus bloßer Meinung und Neigung erfunden habe. [3]

    Desweiteren sind die Zwölfer-Imamiten (Rafidha)[4] diejenigen, welche ihre Imame[5] göttliche Eigenschaften übertragen haben, wie die Definitive Unfehlbarkeit sowohl innerlich als auch äußerlich, das Wissen über die Vergangenheit, Zukunft und Verborgenes, die Kraft das Schicksal zu variieren, das Sayyiduna Ali Ibn Abi Talib (Allahs Wohlgefallen auf ihm) der Richter über Paradies und Hölle sein wird und das Sayyidah Fatima az-Zahra[6] (Möge Allahs Wohlgefallen auf ihm) ein engelsgleiches und göttlich machtvolles Wesen ist.

    Der schiitische Imam Muhammad Rida al-Muffazar sagt hinsichtlich des Glaubens der Zwölf-Imame: „Wir glauben daran, dass ein Imam wie der Prophet unfehlbar sein muss, dies bedeutet, dass er unfähig ist Fehler zu begehen oder etwas falsch zu machen, weder von innen noch von außen, von seiner Geburt bis zu seinem Tod, sei es absichtlich oder unabsichtlich. Dies deswegen, weil die Imame die Erhalter des Islams sind und der Islam wird von ihnen bewahrt. [...]Wir glauben, dass die Macht der Imame Inspirationen zu erhalten, die höchsten Stufen der Exzellenz erreicht haben. Und wir sagen, dass es eine von Gott gegebene Kraft ist. Dies bedeutet, dass der Imam fähig ist, Informationen über alles zu verstehen, überall und zu jeder Zeit hat. Er versteht sofort mit diesen von Gott gegebenen Mitteln, ohne Zuhilfenahme von jeglicher Führung von Lehrern und ohne Rückgriff auf methodologische Beweise.“[7]

    Und der schiitische Imam Musavi al-Khomeini beschreibt Sayyidah Fatima az-Zahra (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein), wie folgt: „(Fatimah) Az-Zahra war keine gewöhnliche Frau, sie war eine seelige Frau, eine engelsgleiche Frau... Sie war ein Mensch im vollkommensten Sinn des Wortes, ein Abbild perfekter Menschlichkeit... eine wahrhaftig vollkommene Frau... die Wahrheit des vollkommenen Menschen. Sie war keine gewöhnliche Frau, sondern sie war ein engelsgleiches Wesen, welches in der Gestalt eines Menschen erschien... ein göttlich machtvolles Wesen, das sich in der Form einer Frau äußerte ... in ihr vereinten sich alle für einen Menschen und eine Frau denkbaren Eigenschaften der Vollkommenheit. Sie war eine Frau, welche alle Eigenschaften der Propheten trug... eine Frau die - wäre sie ein Mann gewesen - ein Prophet gewesen wäre, und die - wäre sie ein Mann gewesen - den Rang des Gesandten Allahs gehabt hätte. Morgen ist der Tag der Frau, an welchem die gesamte Dimension ihres Ranges und ihrer Persönlichkeit zu Tage trat. Morgen ist der Gedenktag der Geburt eines Wesens, welches in sich das Ideelle und das Fassbare der Engelshaftigheit, der Göttlichkeit, der Mächtigkeit, der Königlichkeit und der Menschlichkeit vereint.“[8]

    Und der schiitische Imam Muhammad Musa al-Yaqoobi sagt das die Imame und Allah verschmolzen miteinander sind: „FRAGE: Es gibt ein Hadith der folgendes besagt: Im Buch "Haquk ul Yakeen" arabische Version Band 2 Seite 7 Kapitel Argument Reejat. Ali – Der Führer der Gläubigen (as) sagt: "Ich bin derjenige, der die Wolken kontrolliert, erhelle den Tag, Nacht, Wolken, Meere, Sterne. Sonne und Mond (tue mit ihnen was ich will)."ANTWORT: Auch wenn diese Aussage wirklich von Imam Ali stammt, widerspricht sie der im Rahmen der islamischen Philosophie durch die Vernunft nachweisbare Meinung nicht, dass der Mensch deshalb erschaffen wurde, dass er die göttlichen Vollkommenheiten und Eigenschaften aneignet, bis er zum Stadium kommt, in dem er sich in Allah verschmelzt. Die Imame sind schon zu diesem Stadium gekommen.“[9]

    Diese Konzeptionen des Unglauben wiedersprechen den glauben des Heiligen Koran und der authentischen Sunnah, so sagt Allah, der Segensreiche, hinsichtlich der Kenntnis über das Verborgene:

    {"Er ist der Kenner des Verborgenen - Er enthüllt keinem Seine Kenntnis vom Verborgenen, außer allein dem, den Er unter Seinen Gesandten erwählt hat. Und dann lässt Er vor ihm und hinter ihm eine Schutzwache, damit Er gewährleistet sieht, dass sie (Seine Gesandten) die Botschaften ihres Herrn verkündet haben. Und Er umfasst alles, was bei ihnen ist, und Er zeichnet alle Dinge ganz genau auf." (Sure al-Dschinn, Vers.26-28)}

    e) Die Erhaltung der Einheit in den Namen Allahs besagt zudem, dass man Allahs Namen in bestimmter Form Seiner Schöpfung nicht zuteilen kann, und zwar solange nicht, bis eine Beifügung "Abd" vorausgeht, welche "Sklave des" oder "Diener des" bedeutet. Unzählige der göttlichen Namen in ihrer unbestimmten Form wie Ra’uf und Rahim sind zulässige Namen für Menschen, da Allah manche von ihnen in Bezug auf den Propheten (Allahs Segen und Friede auf ihm) in ihrer unbestimmten Form benutzt hat:

    {"Wahrlich, ein Gesandter aus eurer Mitte ist zu euch gekommen; es schmerzt ihn sehr, wenn ihr unter etwas leidet; er setzt sich eifrig für euer Wohl ein; zu den Gläubigen gnadenvoll (Ra’uf) und barmherzig (Rahim)." (Sure at-Tauba, Vers.128)}

    Ar-Ra’uf (derjenige voller Erbarmen) und Ar-Rahim (der Barmherzige) können in Bezug auf den Menschen nur dann verwendet werden, wenn "Abd" vorausgeht, so wie es bei Abdur-Ra’uf oder Abdur-Rahim der Fall ist, da diese in ihrer bestimmten Form eine Stufe der Perfektion vertreten, welche Allah jedoch allein gehört. Genauso sind Namen wie Abdur- Rasul (Diener des Gesandten), Abdun-Nabi (Diener des Propheten), Abdul-Husayn (Diener des Husayn), etc., wo sich Menschen als Diener anderer neben Allah bezeichnen, nicht gestattet. Auf diesem Grundsatz stützend hat der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) den Muslimen verwehrt, sich an ihre Schützlinge mit Abdi (mein Diener) oder Amati (mein Dienstmädchen) zu wenden.

    ______________________________________________

    [1]Ibn Abi al-Izz al-Hanafi, Scharh al-Aqida at-Tahawiya.
    [2] Ibn al-Qayyim al-Dschauzijja sagt: Jeder, der seine Schranken überschreitet, gleich ob (er dabei) angebetet, befolgt oder ihm Gehorsam geleistet wird - daher ist der Taghut jedes Volkes jener, den sie zum Richter neben Allah und Seinen Gesandten machen. Jemand, den sie neben Allah anbeten, ihm ohne Hinsicht auf Allah folgen oder ihm in einer Weise Gehorsam leisten, der ein Ungehorsam gegenüber Allah ist.“ [I’lam al-Muwaqtin, 1:50]
    [3] Al-Tafsir al-Quran al-Adhim.
    [4] Ibn Hadschar al-Asqalani sagt: „Was nun aber den Schiismus in der Bedeutung der späteren Generationen betrifft, so bezeichnet er die reine Ablehnung (Rafd) [...].“ [Tahdhib at-Tahdhib, 81:1]
    [5] Die sog. Zwölf Imame sind frei von derartige Lügen; sie waren Rechtschaffene Diener Allahs von Ahlu Sunnah Wal Jammah.
    [6] Die Ehrwürdige Anhängerin des Hauses des Propheten ist frei von jeglichen Lügen welche die heuchlerischen Rafidha über sie erzählen.
    [7] Faith of Sh’ia Islam, S.32-33.
    [8] Al-Asrar al-Fatimiyyah, S.354-355.

    لم تكن الزهراء امرأة عادية كانت امرأة روحانية امرأة ملكوتية... كانت أنسانا بتمام معنى الكلمة نسخة إنسانية متكاملة... امرأة حقيفية كاملة... حقيفة الإنسان الكامل. لم تكن امرأة عادية بل هي كائن ملكوتي تحلي في الوجود بصورة إنسان ... بل كائن إلهي جبروتي ظهر على هيئة امرأة... فقد اجتمعت في هذه المرأة جميع الخصال الكمالية المتصورة للإنسان وللمرأة. إنها المرأة التي تتحلى بجميع خصال الأنبياء... المرأة التي لو كانت رجلا لكانت نبيا... لو كانت رجلا لكانت بمقام رسول الله. غدا يوم المرأة حيث ولدت جميع أبعاد منزلتها وشخصيتها. غدا ذكرى مولد كائن الذي اجتمعت قيه المعنويات والمظاهر الملكوتية والإلهية والجيروتية والملكية والإنسانية.

    [9] http://www.yaqoobi.de/rechtsfragen/Imam_Ali.html


    Fortsetzung Folgt - So Allah will -
    Geändert von Abu_Taymiyyah (03.02.2010 um 09:02 Uhr)

  3. #13
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    Tawhid al-Hakimiyyah:


    Diese Kategorie – Tawhid al-Hakimiyyah – beinhaltet den festen glauben, dass Allah, der Allerhabene, der alleinige Herrscher und Gesetzgeber ist. Ihm gebührt die alleinige Souveränität, Er ist der Herrscher am Tag des Gerichts und einzig, alleine gemäß Seinen Gesetzten zu Herrschen und Richten. Einzig und Allein Seinen Urteilsfindungen (Hukm) und Gesetzen (Tashree) gehorchen, Ihm zum Einzigen in dieser Angelegenheit zu erklären und sich von allen anderen Gesetzgebern Loszusagen, d.h. den Unglauben ihnen entgegenzubringen (Kufr bit-Taghut). Also genauso wie Er, der Allerhöchste, keine Partner in seiner Herrschaft und bei der Kontrolle der Angelegenheiten der Schöpfung hat, genauso hat er keine Partner in Seiner Urteilsfällung (Hukm) und in Seiner Gesetzgebung (Tashree). Allah, der Segensreiche, sagt hinsichtlich Seiner Einheit der Hakimiyyah:

    {"Sie haben keinen Helfer außer Ihm, und Er teilt Seine Befehlsgewalt mit keinem." (Sure al-Anfal,Vers.26)}

    { "Ist nicht Allah der beste Richter?" (Sure at-Tin, Vers.8)}

    {"Die Gesetzgebung liegt einzig und allein bei Allah." (Sure Yusuf, Vers.40)}

    {"Und richte unter ihnen mit dem, was Allah herabgesandt hat, und folge ihren Neigungen nicht. Und Hüte dich vor ihnen, dass sie dich auch nicht von einem Teil dessen abbringen, was Allah zu dir herabgesandt hat." (Sure al-Maida, Vers.49)}

    {"Nein, bei deinem Herrn, sie sind nicht eher Gläubige, bis sie dich zum Richter über alles erheben, was zwischen ihnen strittig ist, sie sodann in ihren Herzen keinen Argwohn gegen deine Entscheidung hegen und sich vollends ergeben." (Sure al-Nisa, Vers.65)}

    {"Wahrlich, zu dir haben Wir das Buch mit der Wahrheit niedergesandt, auf dass du zwischen den Menschen richten mögest, wie Allah es dir gezeigt hat. Und sei kein Verfechter der Treulosen." (Sure al-Nisa, Vers.105)}

    {"Und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat, so sind das die Ungläubigen." (Sure al-Maida, Vers.44)}

    {"Gesandter! Richte alles aus, was von deinem Herrn zu dir herabgesandt worden ist! Wenn du es nicht tust und ein Teil verschweigst, so hast du seine Botschaft wahrlich nicht verkündet! Und Allah schützt dich vor den Menschen. Allah leitet das Volk der Ungläubigen wahrhaft nicht recht." (Sure al-Maida, Vers.67)}

    {"Und richte unter ihnen mit dem, was Allah herabgesandt hat, und folge ihren Neigungen nicht. Und Hüte dich vor ihnen, dass sie dich auch nicht von einem Teil dessen abbringen, was Allah zu dir herabgesandt hat." (Sure al-Maida, Vers.49)}

    {"Ihr Gläubigen! Gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und jenen, die unter euch die Befehlsgewalt innehaben. Und solltet ihr in einer Sache strittig sein, so führt sie auf Allah und den Gesandten zurück, wenn ihr an Allah und den Jüngsten Tage glaubt." (Sure al-Nisa, Vers.59)}


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    Geändert von Abu_Taymiyyah (04.02.2010 um 02:30 Uhr)

  4. #14
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    As Salam Alaikum,


    Gegenwärtig vertreten manche die Auffassung das die Kategoriesrung des Tawhid in die al-Hakimiyyah eine Irreführung, also eine Erneuerung (Bid’a) darstelle. Dies sind zumeist diejenigen welche unter der Obhut der heuchlerischen Regime stehen, sowie jene die solchen Menschen Blind nacheifern - also Fanatisch ohne den Beweis zu beachten. Dies ist ein Beitrag die islamische Gemeinschaft negativ zu beeinflussen und sie von der Wahrheit in die Finsternis hinzuführen, indem sie al-Hakimiyyah als eine Art Erneuerung darstellen, indem sie (die Opposition) unteranderem folgende der nachfolgenden Aussagen tätigen: „Wer behauptet, dass es eine vierte Kategorie von Tauhid unter den Titel Tauhid al-Hakimiyyah gibt, so ist er ein Innovator (Mubtabi).“ Ebenso wird Ausgesagt: „Das (al-Hakimiyyah) ist Irreführung und ein Zusatz, den die Menschen des Wissens noch nicht bestätigt haben. Tauhid ist in zwei oder drei Kategorien... Es ist widersprüchlich wenn eine Person sagt der Tauhid ist nur eine Kategorie und jemand anderes sagt der Tauhid ist in vier in Kategorien. All dies ist eine Irreführung.“ Auch wird gesagt: „Ja es sind keine Zweifel vorhanden, denn es steht im Gegensatz zu den Konsens der Gelehrten der Ahlu Sunnah Wal Jammah. Keiner von den Leuten des Wissens hat je darüber gesprochen.“ Und es wird gesagt: „Die al-Hakimiyyah ist ein Zweig von den Zweigen des Tawhid al-Uluhiyyah/Ibada bzw. die Hälfte der Uluhiyyah und etwas davon ist ein Teil der Rububiyyah und diejenigen die ihre Aufmerksamkeit auf diese in der Neu-Zeit Erfundenen Kategorie (al-Hakimiyyah) fokussieren, verwenden es als eine Politische Waffe.“

    Derartige Ausführungen haben keinerlei Grundlagen in der Offenbarung und dementsprechend sind solche Aussagen ohne jegliche Beweiskraft. Dies weil die Kategorisierung des Tawhid in ar-Rububiyyah, al-Uluhiyyah und al-Asma’i was Siffat genauso wenig Existierten zur Lebzeiten des Gesandten Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) und Seinen Gefährten (Allahs Wohlgefallen auf ihm), dementsprechend ist die Aussage „Tauhid ist in zwei oder drei Kategorien... Es ist widersprüchlich wenn eine Person sagt der Tauhid ist nur eine Kategorie und jemand anderes sagt der Tauhid ist in vier in Kategorien“, ohne jegliche Beweiskraft, denn gemäß derer Denkweiße, müsse es denn nicht ein Wiederspruch in sich sein, wenn der Eine meint, es währen zwei und die anderen meinen es seien drei Kategorien? War es denn nicht ein Wiederspruch für jenen Gelehrten, der eine dritte Kategorie einführte, als zwei bereits existierten? War es denn nicht ein Wiederspruch, für jenen Gelehrten der die ersten zwei Kategorien einführte? Der Kernpunkt ist der, dass die Einführung einer vierten Kategorie, genauso wenig eine Irreführung darstellt, wie zur damaligen Zeit die Einführung einer dritten Kategorie, oder der Einführung der ersten zwei Kategorien. Bezüglich der Aussage „Ja es sind keine Zweifel vorhanden, denn es steht im Gegensatz zu den Konsens der Gelehrten der Ahlu Sunnah Wal Jammah. Keiner von den Leuten des Wissens hat je darüber gesprochen“, so ist dem lediglich beizutragen, dass die Leute des Wissens vor dem auftauchen der dritten Kategorie oder vor der Erscheinung der ersten beiden Kategorien ebenso nicht diesbezüglich sprachen[1]. Und hinsichtlich des Scheinargumentes: „Die al-Hakimiyyah ist ein Zweig von den Zweigen des Tawhid al-Uluhiyyah/Ibada bzw. die Hälfte der Uluhiyyah und etwas davon ist ein Teil der Rububiyyah [...]“, ist zu sagen, dass es keine andere Kategorie neben Uluhiyyah darstellt, aber darunter fällt. Und etwas davon fällt unter Tawhid ar-Rububiyyah und al-Asma’i was Siffat. Gleichermaßen verhält es sich mit den anderen Kategorien des Tawhid, denn Tawhid al-Uluhiyyah und Rububiyyah sind ebenso ein Bestandteil des Tawhid al-Asma’i was Siffat und al-Asma’i was Siffat ist ein Bestandteil der Uluhiyyah und Rububiyyah. Sofern die Kategoriesrung in Tawhid al-Hakimiyyah eine Erneuerung darstellen sollte, da es in die Uluhiyyah enthalten ist, müssten dann gleichermaßen die anderen Kategorien eine Erneuerung darstellen, da sie gegenseitig einen Bestandteil des anderen ausmachen?!

    Da der Schirk, mit etwas anderem, als was Allah niedersandte, zu Regieren, in der islamischen Welt anstieg und sie die Entscheidungen der Gesetzgebung des Kufr und des Taghut annahmen und sich wie ein Krankheitserreger verbreitete, wurde es notwendig diese Essenziele Kategorie der Einheit Allahs näher darzulegen, indem man sie einzeln anführt, um die Blicke der Menschen auf ihre Wichtigkeit hinzuweisen und das Wahrhaftige Verständnis dieser Lehre von allen Unreinheiten befreit darzulegen. Gleichermaßen wie dies bei der Entstehung der anderen Kategorien des Tawhid allgemein erfolgte.

    Desgleichen verhält es sich, wenn die Menschen in den Gesichtspunkten der Liebe (Mahabbah) und der Loyalität und Lossagung (al-Walaa wal Baraa) Allah, den Allerhabenen, etwas beigesellen, müssten man es als Notwendigkeit empfinden den Tawhid der Liebe emporzuheben und auszurufen, dass der, für den man liebt, Allah allein ist. Oder wenn die Menschen beginnen in den Dschihad zu ziehen aus Weltlichen Absichten, um beispielsweise die Kriegsbeute oder Kriegsgefangene zu ergattern, wird es Notwendig den Menschen den Tawhid al-Dschihad darzulegen, sodass sie sich auf dessen Wahrhaftigen Verständnis fokussieren, indem dargelegt wird, dass der Dschihad allein, um Allahs willen vollzogen wird. Dieser Tawhid ist kein neuer Tawhid neben Tawhid al-Uluhiyyah, genauso wie auch die Aussage über Tawhid al-Mu’habba in keinster Weise eine Irreführung oder Erneuerung Bid’a wäre.


    _______________________________________

    [1] Anm. Die Leute des Wissens Predigten den Tawhid, jedoch unterteilten sie ihn nicht.
    Geändert von Abu_Taymiyyah (04.02.2010 um 02:56 Uhr)

  5. #15
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    As Salam Alaikum,


    Sofern dies begriffen wird, wird einen Einleuchten, dass diese Entwicklung gegen diese Kategorie des Tawhid die von der Opposition propagiert wird, keinen anderen Grund hat, außer dass sie diese Art des Tawhid verharmlosen wollen, um somit den Kufr und Schirk der Tawagheet beim Herrschen durch ihre Abweisung und ihrer Abneigung gegen diesen notwendigen Aspekt des Tawhid, rechtfertigen zu können. Diejenigen die der Opposition angehören sind allgemein jene, welche sich dem Taghut ihres Landes verschrieben haben, wodurch sie ihre Glaubwürdigkeit und Rechtschaffenheit abgelegt haben. Aus diesem Anlass sollte ihr Standpunkt keine Aufmerksamkeit und Gewicht beigemessen werden, da der Idschtihad solch einer Person keinesfalls anzunehmen ist, da die Bedingungen für ihn - als Gelehrten - nicht erfolgt sind. Imam Abu Hamid Muhammad asch-Schafi’i al-Ghazali (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) legt die Eigenschaften eines Wahrhaftigen Gelehrten, wie folgt dar: „Damit der Idschtihad angenommen werden kann, ist es notwendig, dass sich bei einer Person alle Eigenschaften vereinen, die bei einem Mudjtahid[1] vorhanden sein müssen. Denn damit der Idschtihad die Grundlage für irgendeine Handlung werden kann, muss der Mudjtahid rechtsschaffend (Adl), wahrhaftig (Sadiq) und gottesfürchtig (Muttaqi) sein.“[2]

    Folglich ist ihr Zustand jener, dass sie nicht diese Eigenschaften in sich vereinigen, da sie die Tawagheet durch ihre Rechtsgutachten Beistand leisten und somit nicht frei von äußeren Einflüssen sind. Der Standpunkt jener Personen, die nicht unabhängig von den Kalifen waren, waren jederzeit Thema von Diskussion und Kritik. Die as-Salaf al-Salihin kritisierten jene unter den Gelehrten welche sich nicht von den Toren des islamischen Herrschers entfernten...wie würde ihre Meinung hinsichtlich der heutigen „Gelehrten“ seien, welche sich den ungläubigen Herrschern verschrieben haben? Es ist eine unabdingbare Verpflichtung gegen die Mächte des Taghut und ihren Helfern vorzugehen, sodass die Vasallen des Westens fallen und durch einen Rechtschaffenen Kalifen ersetzt werden, um die Pflicht das Wort Allahs über den gesamten Globus emporzuheben zu erfüllen. Jemand der die Herrschaftsgewalt der Ungläubigen akzeptiert und von ihnen eine Aufgabe annimmt (d.h. in ihre Dienste tritt), verliert die Eigenschaften wie rechtschaffend und wahrhaftig zu sein. Folglich darf man den Idschtihad solch einer Person nicht annehmen, selbst wenn diese Person auf der Stufe eines Mudjtahid stehen sollte. Diese „Gelehrten“ versuchen, indem sie diese Kategorie des Tawhid, nicht emporheben und als Irreführung bezeichnen, die Wichtigkeit der Souveränität Allahs zu verschleiern, um die islamischen Gemeinschaft auf dem Pfad der Dunkelheit zu führen, indem sie beispielsweise Saudi-Arabien als Islamischen Staat darstellen wollen.

    Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) und Seine Edlen Gefährten (Allahs Wohlgefallen auf ihnen), sowie die lauteren Altvordern haben bereits zu ihrer damaligen Zeit – als ein islamisches Regime vorherrschte – vor jenen Gelehrten gewarnt die im Dienste der Kalifen waren...wie Grausam, Erniedrigend und Beschämend ist die Lage jener, die im Dienste eines Ungläubigen Herrschers stehen, der gegen Allah, den Allerhabenen, und Seinen Gesandten (Allahs Segen und Friede auf ihm) Rebelliert?! Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte zu Ka'b Ibn Ujra (Allahs Wohlgefallen auf ihm): „Oh, Ka'b Ibn Ujra, ich ersuche Allahs Schutz für dich vor der Führerschaft der Narren. Es wird Herrscher geben, wer auch immer auf sie zugeht, sie dann in ihrer Unterdrückung unterstützt und ihre Lügen bestätigt, dann ist er nicht von mir und ich bin nicht von ihm und er wird nicht zum Hawd (Becken) zugelassen. Und wer immer sich von ihnen abwendet, sie nicht in ihrer Unterdrückung unterstützt und ihre Lügen nicht für gültig erklärt, dann ist er von mir und ich bin von ihm und er wird zum Hawd zugelassen.“[3]

    Abu al-A'war as-Sulami (Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtet, dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte: „Hütet euch vor den Toren der Herrscher, denn dort ist Schwierigkeit und Erniedrigung!“[4]

    _________________________________________________

    [1] Rechtsgelehrter, der die Fähigkeit zum Idschtihad besitzt und dies ausübt.
    [2] Al-Mustafa min Illm al-Usul, 2:351-352.
    [3] Ahmad; al-Bazzar; Ibn Hibban; ähnliche Überlieferungen von an-Nu'man Bashir, Abdallah Ibn Khabb (von seinem Vater), Abu Sa’id al-Khudri und Ka'b Ibn Ujra
    [4] Al-Tabarani; Ad-Daylami

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    Geändert von Abu_Taymiyyah (04.02.2010 um 03:02 Uhr)

  6. #16
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    Was die Überlieferungen von Aussagen der Gefährten angeht, so sind welche bei al-Hafidh Jalaludin as-Suyuti, Ahmad al-Baihaqi, Abu Bakr Ibn Abi Shaybah, Muhammad al-Bukhary und ad-Darimi von Ali Ibn Abi Talib, Ibn Mas’ud, Hudhayfa Ibn al-Yaman und Abu Dharr niedergeschrieben:

    Abdullah Ibn Mas‘ud (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte: „Ein Mann geht bei dem Herrscher auf etwas ein, seine Religion bei sich tragend. Sodann wird er ihn verlassen ohne etwas bei sich zu haben.“[1]Und folgende Aussage ist auch von ihm bekannt: „Wer auch immer seine Religion ehren möchte, der sollte sich nicht unter die Herrscher mischen.“[2]

    Hudhayfa Ibn al-Yaman (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte: „Oh, wahrlich! Niemals sollte einer von euch selbst von der Weite einer Handspanne in die Richtung des Herrschers machen gehen.“[3]

    Ebenso verzeichneten die zuvor aufgezählten Gelehrten ähnliche Überlieferungen von den Imamen der Salaf, wie Sufyan ath-Thawri, Malik Ibn Anas, Sa’d Ibn al-Musayyib, Hamad Ibn Salama, al-Hasan al-Basri, Abi Hazim, al-Awza’i, Ibn al-Mubarak und Fadl Ibn al-Iyad.

    Imam Ahmad Baihaqi (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) zeichnete folgende Aussage des Imam Sufyan ath-Thawri (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) auf: Geht nicht (zum Herrscher), selbst wenn sie dich bitten sie zu besuchen um nur ,Qul huwaAllāhu Ahad‘ zu rezitieren.“

    Imam Malik Ibn Anas (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagte: „Ich traf mehr als zehn und einige Tāby'īn und jeder von ihnen sagte, nicht zu ihnen zu gehen und sie nicht zu ermahnen. Gemeint waren die Herrscher.“[4]

    Imam Bishr Ibn al-Harith al-Hafi (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte: „Wie empörend ist es nach einem Gelehrten zu fragen um daraufhin die Antwort zu bekommen, dass er vor den Toren des Herrschers ist.“[5]

    Der Grund für dessen verbot ist das der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm), Seine Gefährten und die Imame der Salaf sich davor fürchteten, dass die Mehrheit zu schwach sein würden, entschlossen vor einen ungerechten Herrscher zu treten, um ihm das segensreiche zu gebieten und das tadelnswerte zu verbieten und stattdessen von seinem Reichtum und seiner Macht beeinflusst werden könnte, wodurch solch jemand um des Herrschers Willen religiöse Kompromisse mit dem Herrscher eingehen könnte. Tatsächlich ist solch ein ‚Gelehrter‘ gebunden an den Konzeptionen des Herrschers, womit seine Vertrauenswürdigkeit und Rechtschaffenheit entbehrt wird, denn der ungerechte Herrscher versucht mittels solcher ‚Gelehrten‘ seine Handlungen ‚islamisch‘ zu legitimieren, wodurch es gewissermaßen gewiss ist, dass solch ein ‚Gelehrter‘ durch die Blendung der Weltlichen Güter die Offenbarungstexte absichtlich falsch Interpretiert, damit sie den Wünschen des ungerechten Herrschers entsprechen. Die Wahrheit Kompromisslos an den ungerechten Herrschern zu Richten ist deshalb der größte Jihad, denn nachdem der Gelehrte auf diese Weise das Gute gebietet und das Schlechte verbietet, wird der Herrscher ihn töten. Dies ist die wahre Aussprache der Wahrheit und nicht die Verfolgung der eigenen Gelüste und der tägliche Besuch beim Herrscher bis der Gelehrte einer seiner angestellten Berater und treuen Anhänger wird. Abu Sa’d al-Khudri (Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtet von Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm):„Der beste Jihad ist ein gerechtes Wort gegenüber einem ungerechten Herrscher.“[6] Es ist, deshalb der größte Jihad, denn nachdem der Gelehrte oder ein einfacher Muslim auf diese Weiße das segensreiche gebietet und das tadelnswerte anprangert, wird der Herrscher ihn Töten. Genau das ist, was wir bei einigen Gelehrten gegenwärtig sehen, womit sie entgegen den zu vorigen Überlieferungen handeln. Tatsächlich ist ihr Zustand noch schrecklicher als von jene Gelehrten von denen in den Überlieferungen die Rede ist, denn die Überlieferungen warnen im Allgemeinen von ungerechten Muslimischen Herrschern...und wie ist dann der Zustand der heutigen, welche sich den ungläubigen Herrschern verschrieben haben?!

    Allein aus den angeführten Offenbarungstexten sollte es jedem einleuchten, das die Scheinargumente der Opposition kein Gewicht trägt. Sofern ihre Beweisführung den Tatsachen entspricht und nicht lediglich Scheinargumente sind – um die Souveränität der Tawagheet zu wahren – müssten sie gemäß ihrer eigenen Beweiskette die Einteilung der anderen drei bzw. zwei Kategorien als Irreführung ansehen. Sind Tawhid ar-Rububiyyah und al-Uluhiyyah nicht ebenso eine Irreführung, da der Tawhid al-Asma’i was Siffat beide enthält? Diejenigen die realisieren das es nimmer möglich ist die al-Hakimiyyah abzulehnen, schieben es unter Tawhid ar-Rububiyyah, womit sie darlegen das beide Kategorien ein und dasselbe darstellen. Dadurch resultiert das Iblis die Hakimiyyah Allahs Akzeptierte, da er an die Rububiyyah glaubt, denn als Iblis aus dem Himmel verband wurde, sprach er zu Seinem Herrn:

    {"Mein Herr, so gewähre mir einen Aufschub bis zu dem Tage, an dem sie auferweckt werden." (Sure al-Hijr, Vers.36) }

    Diese Worte sind ein klarer Beweis dafür, dass Iblis an Tawhid ar-Rububiyyah glaubt, da er sprach ‚Mein Herr‘, aber er akzeptierte die Hakimiyyah nicht, wegen der Weigerung Allahs Befehl zu beherzigen, indem er sich vor Adam (Friede sei auf ihn) niederknien sollte. Denn es ist möglich und spiegelt die Realität wieder, dass eine Person an einen Teil des Tawhid glaubt und an einen anderen Teil nicht. Allah, der Allerhabene, hat die vier Kategorien des Tawhid in der Sure al-Fatiha gesondert voneinander angeführt: {"Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten."}Dieser Vers steht für die ar-Rububiyyah, da sie die Herrschaft Allahs anführt. Und: {"Dem Allerbarmer, dem Barmherzigen[...]" }Dieser Vers steht für al-Asma‘i was Siffat, da sie auf die zwei wichtigsten Eigenschaften von Allah hinweist. Und: {"[...]dem Herrscher am Tage des Gerichts!"}Dieser Vers steht für die al-Hakimiyyah, denn es steht dafür, dass Allah der einzige Richter am Tage der Auferstehung ist. Einige wenige der Opposition meinen dass diese Worte lediglich darstellen, dass Allah, der Allerhabene, nur im Jenseits der Richter und nicht im Diesseits ist. Dadurch zerstören sie die geoffenbarte Heilige Scharia, indem sie die Texte gemäß ihren Gelüsten Interpretieren. Und: {"Dir (allein) dienen wir, und Dich (allein) bitten wir um Hilfe."}Dieser Vers steht für die al-Uluhiyyah, weil es heißt, dass Allah allein verdient hat angebetet zu werden

    _______________________________________

    [1] Muhammad al-Bukhary: Tarikh; Ibn Sa’d: Tabaqat.
    [2] Ad-Darimi
    [3]Abu Bakr Ibn Abi Shaybah.
    [4] Abu Bakr al-Khatib al-Baghdadi: Ruwa al-Malik
    [5] Ahmad al-Baihaqi: Sh’uab al-Iman
    [6] Muhammad Bin Isa at-Tirmidhiy: Dschami' at-Tirmidhiy; Muhyiddin Yahya Ibn Scharaf an-Nawawi sagt: „Nach at-Tirmidhiy ist dies ein guter Hadith (hasan).“ [Riyad us-Salihin/Nr.194]
    Geändert von Abu_Taymiyyah (04.02.2010 um 03:57 Uhr)

  7. #17
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    Der Irrtum der Scholastiker und Sufis hinsichtlich des Tawhid:

    Ein Zahlreicher Teil der Scholastiker formulieren die Grundsätze der Einheit Allahs (Tawhid) auf eine Art, welche Seine Namen und Eigenschaft negieren. Die Sufis hingegen reduzieren die Einheit Allahs auf die Rububiyyah und es als Tawhid al-Af’al bezeichnen. Sowohl die Scholastische Formulierung, als auch die Reduzierung der Sufis[1] sind beide abwegig.

    Diverse Gruppierungen welche der spekulativen Scholastik (al-Illm al-Kalam) nachhingen oder sich mit Gottesdienst und Spirituellen Praktiken beschäftigten, haben eine fehlerhafte Vorstellung der Einheit Allahs entwickelt und veränderten seine Wahrhaftige Bedeutung. Eine Gruppe die sich selbst als „die Leute des Tawhid und der Gerechtigkeit“ (ahl al-Tawhid wal-Adl) bezeichnen, meinen, dass um die Einheit Allahs zu verinnerlichen, sie Seine Attribute und sogar Seine Namen negieren müssen. Tatsächlich bestätigen sie ausschließlich eine bloße Essenz, entkleidet von allen Eigenschaften, also ein Wesen ohne jegliche Befähigungen. Dies waren die Anhänger der Mu’tazila, eine von der griechischen Philosophie beeinflusste irregegangene Denkschule. Sie legten dar das, dass Wesen Allahs und Seine Eigenschaften ein und dasselbe seien. So meinten sie: Allah sei lebendig, wissend, mächtig in Sich Selbst und nicht durch ein Wissen, eine Macht und eine Lebendigkeit, die über Sein Selbst hinausgehe. Denn wäre Er nämlich wissend und lebendig durch ein Wissen und eine Lebendigkeit, die über Sein Selbst hinausgehen, dann müsste es die „Beschreibung“ und das „Beschriebene“, den „Träger“ und das „Getragene“ geben. Dies sei aber die Eigenschaft der Körper und Allah sei über jede Verkörperung erhaben. Auch behaupten sie, das falls jede Eigenschaft für sich alleine stehe, so hätte das die Existenz mehrerer Ewigkeiten zur Folge, mit anderen Worten die Existenz mehrerer Götter. Auf diese weiße negierten die Mu’tazila die Eigenschaften Allahs, sie schlossen nämlich grundsätzlich aus, dass Allah Eigenschaften besitze, die über Sein Selbst hinausgingen. Sie meinten: „Es steht fest, dass Allah mächtig, wissend, allumfassend ist und Sein Selbst und Seine Eigenschaften keine Veränderung erfahren, denn Veränderung ist die Eigenschaft von Entstandenem, worüber Allah jedoch erhaben ist. Ebenso steht fest, dass etwas vorhanden ist, nachdem es nicht vorhanden war, bzw. verschwindet, nachdem es existierte. Wenn nun die Macht Allahs und Sein Wille diese Aufgabe übernehmen, also etwas entstehen lassen, nachdem es nicht existent war, bzw. verschwinden lassen, nachdem es existierte, wie kann aber in diesem Fall die zeitlose göttliche Macht mit etwas Zeitlichem verknüpft werden und es entstehen lassen? Und warum hat sie es gerade in diesem Moment entstehen lassen und in keinem anderen, obwohl keine Zeit gegenüber einer anderen im Vorzug wäre? Denn der Vollzug der Macht gegenüber einer Sache, nachdem sie (vorher) nicht vollzogen wurde, stellt eine Machtveränderung dar. Es steht aber zweifellos fest, dass Allah keiner Veränderung unterliegt, wie es sich für den zeitlos Ewigen gebührt. Gleiches kann auch im Falle des Willen und des Wissen Allahs gesagt werden. Das Wissen stellt nämlich die Offenbarung des Gewussten in seinem wahren Zustand dar. Nun ändert sich aber das Gewusste von einem Zeitpunkt zum anderen. So fällt das Blatt vom Baum, nachdem es noch nicht gefallen war. Das Feuchte wird trocken, das Lebendige stirbt. Mit dem Wissen Allahs offenbart sich eine Sache in ihrem wahren Zustand. Er weiß über eine Sache Bescheid bevor sie geschieht, dass sie geschehen wird, und Er weiß über sie Bescheid, wenn sie geschieht, dass sie geschehen ist. Wie kann sich nun das Wissen Allahs mit der Veränderung des Entstandenen mit verändern, wo doch das sich mit der Veränderung des Entstandenen mitverändernde Wissen ebenfalls entstanden ist? Allah der Erhabene darf aber nicht mit etwas Entstandenem verknüpft werden. Denn was mit etwas Entstandenem verknüpft ist, ist ebenfalls entstanden.“

    Die andere Gruppe – die der Sufis – meint, dass der Tawhid die Bestätigung der Rububiyyah sei, dass Allah, der Segensreiche, alles Erschuf und jede Handlung durchführt. Sie bezeichnen es als Tawhid al-Af’al – die Bekräftigung der Einheit von den Handlungen. Einige der Scholastiker haben Argumente für dessen Befürwortung hervorgebracht: Wir können nicht aussagen, dass die Handlungen von Allah, den Segensreichen, und der Menschen verknüpft durchgeführt werden, denn dies würde die Allmacht Allahs beeinträchtigen und die Makellosigkeit gegenüber anderem, was – im Fall der Menschen – undenkbar ist. Durch diese Art der Argumentation meinen sie, dass sie den Tawhid fest etabliert, sowie bestätigt haben das niemand der Anbetung würdig sei, außer Allah und das die Göttlichkeit (Ilahiyyah) nichts anderes bedeutet als die Macht Neues zu erschaffen, Er der alleine Versorger, der die Lebensfrist eines jeden Lebewesen festsetzt etc. Sie beschränken also die Einheit Allahs einzig auf die Rububiyyah, welche die Erschaffung, Herrschaft und Kontrolle über das Universum ausmacht. Demnach, sobald es gemäß ihrer Vorstellung etabliert ist, dass niemand außer Allah die Macht hat zu Erschaffen und das niemand mit Ihm bei der Erschaffung Partizipiert, fühlen sie sich befriedigt, dass sie auf diese Weiße Wahrhaftig bezeugt haben, dass niemand der Anbetung würdig sei, außer Allah, der Allerhabene. Dabei sind sie Unwissend, dass die Heiden Arabiens auch an diese Kategorie des Tawhid Wahrhaftig glaubten. Allah, der Segensreiche, betonte dies in Seinem Worten:

    {"Und wenn du sie fragst: "Wer schuf die Himmel und die Erde?" - dann werden sie gewiss sagen: "Allah." Sprich: "Alles Lob gebührt Allah." Jedoch die meisten von ihnen wissen es nicht." (Sure Luqman, Vers.25) }

    {"Sprich: "Wer versorgt euch vom Himmel her und aus der Erde? Oder wer ist es, der Gewalt über die Ohren und die Augen hat? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten hervor und das Tote aus dem Lebendigen? Und wer sorgt für alle Dinge?" Sie werden sagen: "Allah". So sprich: "Wollt ihr Ihn denn nicht fürchten?" (Sure Yunus, Vers.31) }

    {"Und wenn du sie fragst: "Wer schuf sie?" werden sie sicher sagen: "Allah“." (Sure az-Zuhruf, Vers.87)}

    {"Und wenn du sie fragst: „Wer sendet Wasser vom Himmel nieder und belebt damit die Erde nach ihrem Tod?“, dann werden sie gewiss sagen: „Allah“." (Sura al-Ankabut, Vers.63)}

    Den heidnischen Arabern war allen bewusst, dass Allah ihr Schöpfer, Erhalter, Herr und Herrscher ist. Trotzdessen waren sie aus dem Blickwinkel Allahs, des Allerhabenen, durch dieses Wissen keine Gläubigen. Stadtdessen spricht, Er:

    {"Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allah, ohne (Ihm andere) beizugesellen." (Sure Yusuf, Vers.106)}

    Allamah Mujahid Ibn Dschubair al-Makki (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagt hinsichtlich der zuletzt angeführten Worte Allahs: „Ihre Überzeugung an Allah, umschrieben durch die Bekräftigung „Allah hat uns erschaffen, Er versorgt uns und wird unser Leben zurücknehmen“, hat sie keineswegs davon Abstand zu nehmen, andere Götter neben Allah anzubeten.“[2]

    Sayyiduna Abdullah Ibn Abbas (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagt: „Wenn du sie fragst wer schuf die Himmel und die Erde, werden sie sagen, Allah. Aber sie beteten andere Gottheiten an.“[3]
    _________________________________________
    [1]Anm. Die Sufis werden gemäß Ahmad Ibn Taymiyah in drei Kategorien aufgegliedert: Die erste Kategorie der Sufis wurden mit Masheich al-Islam, Masheich al-Kitab wa al-Sunnah und A'imma al-Huda betitelt, unter ihnen erwähnte er, Abu Ali Fudayl Ibn al-Iyyad, Ibrahim Ibn Adham, Shaqiq al-Balkhi, Abu Sulayman al-Darani, Maruf al-Karkhi, Bishr al-Hafi, Sari al-Saqati, al-Junayd Ibn Muhammad, Sahl Ibn Abdallah al-Tustari und Amr Ibn Uthman al-Makki. Spätere Sufis welche er anführte, waren Abdul Qadir al-Dschilani, Hammad al-Dabbas und Abu al-Bayan. Diese waren niemals benebelt, verloren nie ihr Denkvermögen und sagten oder handelten nie entgegengesetzt des Quran und der Sunnah. Ihr Leben und ihre Handlungsweise waren immer homogen mit der Scharia. [Majmu'at al-Rasa'il wal Masa'il: 1:179; Majmoo al-Fatawa: 10:516f; 11:233] Die zweite Kategorie besteht aus jenen, welche Fana und Berauschung erfuhren, ihr Denkvermögen schwächten und daraufhin Worte aussprachen, welche sie nachkommend, als sie wieder bei Verstand waren, als falsch erfassten. Manche von ihnen begangen im Zustand der Beneblung Sachen, welche die Scharia nicht befürwortet, aber früher oder später wurden sie wieder nüchtern und führten ein segensreicheres Leben. In dieser Kategorie führte Ahmad Ibn Taymiyah, die Namen von Abu Yazid al-Bustami, Abu al-Hussein al-Nuri und Abu Bakr al-Shibli. Er verurteilte nur jenes, was sie im Zustand der Besinnungslosigkeit (Rausches) aussagten oder taten und entschuldigte sie auf der Grundlage, dass sie im Rauschzustand waren und die Kontrolle über den Verstand verloren hatten. [Majmoo al-Fatawa, 10:220f, 382, 557; Majmu'at al-Rasa'il wal Masa'il, 1:168] Die tatsächliche Kritik richtet sich gegen die dritte Kategorie von Sufis, welche Konzepte und Lehren aufwiesen, die den Fundamentalen islamischen Prinzipien auf messerschärfste wiedersprachen oder die Praktiken einführten die von der Scharia streng verurteilt wurden. Diese Kategorie gliedert sich in zwei Unterkategorien: Die einen verehren andere neben Allah, wie z.B. Propheten oder (verstorbene oder lebendige) Awliya, indem sie sagen „Ya Dschilani“, „Ya Rifaa’i“ – also ihre Awliya anrufen – oder aussagen „Oh Gesandter Allahs, hilf und beschütze uns“, oder „Oh Gesandter Allahs von dir sind wir abhängig.“ Die andere Unterkategorie besteht aus jene Sufis, die an die Lehre al-Wahdat al-Wujud (Einheit des Seins) glauben. Sie vertreten nicht die Idee eines Schöpfers und Seiner Schöpfung, sondern meinen stadtdessen, dass ALLES Schöpfung und ALLES Allah ist, d.h. Allah und Seine Geschöpfe sind miteinander verschmolzen (Pantheismus). Der erste Sufi, der diesen Unglauben verherrlichte war al-Hallaj der Abtrünnige. Andere die an die Lehre al-Wahdat al-Wujud festhielten und auf heftigste von den Gelehrten der Sunnah kritisiert und als Abtrünnige gebrandmarkt wurden, waren Muhammad Ibn Arabi, Sadr al-Din Muhammad Ibn Ishaq al-Qunawi, Sulayman Ibn Ali al-Tilimsani, Ibn Sab’in, Umar Ibn Ali Ibn Rushd Ibn al-Farid und Abdullah Ibn Masud al-Husayni al-Baylani. Besonders der Abtrünnige Ibn Arabi, der eine zentrale Figur in diesem Kreis ist, wurde von Ahmad Ibn Taymiyah einer detaillierten Kritik unterzogen. [Majmoo al-Fatawa, 11:18; Majmu'at al-Rasa'il wal Masa'il, 1:81, 83, 171ff]
    [2] Verzeichnet von Abu Dschafar Ibn Jareer at-Tabari; Abdurrahman at-Tahir, Tafsir al-Mujahid
    [3] Ahmad Ibn Taymiyah, Iqtida as-Sirat al-Mustaqim, S.460




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  8. #18
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    Imam Sadr ad-Din Abu’l Hassan Ali Ibn Abi al-Izz al-Hanafi (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagt: „Keine bekannten Menschen haben jemals die Wahrhaftigkeit dieses Aspektes des Tawhid (die Rububiyyah) bestritten. In Wahrheit haben die Herzen eine innewohnende Tendenz daran zu glauben, mehr als für jede andere Wahrheit oder Existenz. Die Gesandten, wie Allah erwähnte befragten ihre Leute über diesem glauben auf die folgende weiße: {"Existiert etwa ein Zweifel über Allah, den Schöpfer der Himmel und der Erde?" (Sure Ibrahim, Vers.10) }Die Person, die am berüchtigtsten ist, wegen seiner Ignoranz oder Abweisung (Takdhib) bezüglich der Existenz Allahs geltend zu machen, war Pharao. Aber innerlich in seiner Seele war er davon in Wahrheit Überzeugt. Moses (Friede sei auf ihm) sagte zu ihm: {"Du weißt recht wohl, dass kein anderer als der Herr der Himmel und der Erde diese (Zeichen) als Zeugnisse herabgesandt hat[...]" (Sure al-Isra, Vers.102)} Und Allah bekundet folgendes über Pharao: {"Und sie verwarfen sie in Ungerechtigkeit und Hochmut, während ihre Seelen doch von ihnen überzeugt waren." (Sure an-Naml, Vers.14)}.“[1]

    Diese Kategorie des Tawhid ist jedoch ausschließlich ein Teil dessen, was die Wahre Essenz der Einheit Allahs von uns, in Wahrheit erfordert. Indem man nur diesen Bestandteil des Tawhid bezeugt, kann nicht Erhaben sein von der Anbetung anderer Gottheiten (Schirk), der größten abscheulichsten Sünde, was Allah, der Allerhabene, nimmer verzeiht. Wie ist es möglich ausschließlich die Rububiyyah Allahs zu bezeugen, jedoch die anderen Aspekte des Tawhid nicht? Wird von uns nicht verlangt die gesamte Anbetung und Gehorsamkeit einzig Allah zu widmen, niemanden außer Ihm zu Dienen und Seinen Pfad zu folgen, wie Er ihn ordiniert hat. Nur wer all dies Bezeugt und demgemäß Sein Leben gestaltet wird sich Wahrhaftig der Lebensordnung Allahs widmen.

    Imam Sadr ad-Din Abu’l Hassan Ali Ibn Abi al-Izz al-Hanafi (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagt: „Es ist der endgültige glaube von vielen Philosophen[2], Scholastikern und einigen Sufis.[...] Den Tawhid den die Propheten predigten und den ihre (geoffenbarten) Bücher Lehren, ist der Tawhid al-Ilahiyyah, welcher die Rububiyyah einbezieht bzw. impliziert. Es bedeutet die Anbetung und Dienerschaft Allah zu widmen, ohne Ihm (dabei) irgendeinen Partner beizumessen. Die arabischen Polytheisten und Atheisten bestätigten den Gedanke des Tawhid ar-Rububiyyah und das der Erschaffer der Himmel und Erde ein Einziger ist. Allah sagt diesbezüglich: {"Und wenn du sie fragst: "Wer schuf die Himmel und die Erde?" - dann werden sie gewiss sagen: "Allah." (Sure al-Luqman, Vers.25) }Und, Er sagt: {"Sprich: „Wessen ist die Erde, und (wessen,) wer auf ihr ist, wenn ihr es wisset?“ Sie werden sagen: „Allah.“ Sprich: „Wollt ihr denn nicht nachdenken?“" (Sure al-Mu’minun, Vers.84-85)} Es sind viele Verse dieser Natur im Koran. Sie (die arabischen Polytheisten und Atheisten) glaubten über ihre Götzen nicht, dass sie mit Allah, den Allerhabenen, an der Kreation der Welt partizipierten. Ihr (der arabischen Polytheisten) weltanschauliches Bekenntnis war derselbe, wie derjenigen der anderen Polytheisten auf Erden, wie die Inder, Türken, Berber und anderer (Völker). Zuweilen glaubten sie, dass ihre Götzen, etwa Fromme Menschen, Propheten oder Heilige repräsentieren, welche für sie bei Allah Fürsprache einlegen und näher zu Allah hinführen sollen. Dies war der Ursprung des Polytheismus, der Araber. In der Unterhaltung über die Leute Noahs, legte Allah (folgendes) dar: {Und sie sagen (zueinander): „Lasst eure Götter nicht im Stich. Und verlasst weder Wadd noch Suwa noch Yaghuth und Ya'uq und Nasr.“" (Sure Nuh, Vers.23)}[...] Solche Leute bezeugten die Existenz des Schöpfers und verneinten, dass es zwei Schöpfer dieser Welt gäbe. Aber sie nahmen sich diese Götzen als Mittelsmänner, um Fürsprache für sie (bei Allah) einzulegen. Allah, der Segensreiche, sagt über derartige Menschen: {Wahrlich, Allah (allein) gebührt lauterer Gehorsam. Und diejenigen, die sich andere zu Beschützern nehmen statt Ihn (,sagen): "Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Allah nahebringen." Wahrlich, Allah wird zwischen ihnen über das, worüber sie uneins sind, richten. Wahrlich, Allah weist nicht dem den Weg, der ein Lügner, ein Undankbarer ist. (Sure az-Zumar, Vers.3) }Er, sagt auch: {Sie verehren statt Allah das, was ihnen weder schaden noch nützen kann; und sie sagen: "Das sind unsere Fürsprecher bei Allah." Sprich: "Wollt ihr Allah von etwas Nachricht geben, was Ihm in den Himmeln oder auf der Erde unbekannt ist?" Gepriesen sei Er, und hoch Erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) zur Seite stellen. (Sure Yunus, Vers.18)}[...][3]


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    [1] Scharh al-Aqida at-Tahawiya, S.3
    [2] Die Wesentlichen Unterschiede zwischen Scholastikern und Philosophen: die Scholastiker waren in einigen philosophischen Ideen bewandert. Die Philosophen hingegen waren echte Gelehrte der Philosophie. Daher betrachteten sie die Scholastiker als Unwissenden, als Anhänger von sophistischem Geschwätz und leidigen Disput. Die wesentlicher Unterschiede zwischen der Methode der Scholastiker und jener der Philosophen: Scholastiker: Erstens, die Scholastiker waren von den Fundamenten des Iman überzeugt. Sodann zogen sie ihre rationalen Belege heran, um ihre Wahrhaftigkeit zu beweisen. Bei ihrer Untersuchung bedienten sie sich der logischen Methode, um ihr Überzeugungsfundament zu beweisen. Zweiten, die Untersuchungen der Scholastiker beschränkten sich auf die Verteidigung ihrer Glaubensüberzeugung und die Widerlegung der Argumente ihrer Gegner, seien es Muslime oder Nichtmuslime. Drittens, die Intention ihrer Untersuchung war das islamische Überzeugungsfundament, d.h. deren Inhalt gegen seine wiedersacher, durch rationale und logische Argumente zu verteidigen. Philosophen: Erstens, Die Philosophen untersuchen die Themen in abstrakter Weise. Methode und Eckpfeiler ihrer Untersuchung ist die Betrachtung der Angelegenheiten nach (abstrakter) Beweisvorgabe. Ihre Betrachtung des Göttlichen erfolgt aus der Betrachtung der absoluten Existenz und was diese für sich erfordert. Sie beginnen die Untersuchung in Erwartung dessen, wo der Beweis sie hinführt. Dabei gehen sie Schritt für Schritt vor, bis sie zu welchem Ergebnis auch immer gelangen und nehmen es dann als Überzeugung auf. Dies ist der Zweck der Philosophie und ihr Eckpfeiler. Ihre Untersuchung ist rein philosophischer Natur und hat von ihrem Charakter her nichts mit dem Islam zu tun, auch wenn man hinsichtlich einiger ihrer Themen eine Verbindung zu erkennen vermag. So haben sie oft in ihren Untersuchungen übermittelte Dinge akzeptiert, für deren Richtigkeit oder Falschheit man keinen rationalen Beweis aufstellen kann, wie die Auferstehung und Versammlung (zum Jüngsten Gericht) und die körperliche Wiederauferstehung. Es war aber keine maßgebliche intellektuelle Beeinflussung, der den Islam zur Grundlage ihrer Untersuchungen machte, wie es bei den Scholastikern der Fall war. Ihre Beeinflussung erfolgte durch die griechische Philosophie und ihre Denkweise wurde auf der Grundlage dieser Philosophie ausgebildet. Sie verfassten ihre philosophischen Gedanken, nachdem sie im Studium der griechischen Philosophie ausgereift waren. Deswegen steht der Islam zu ihrer Philosophie in keiner Verbindung. Zweitens, die Philosophen verteidigten nicht den Islam. Vielmehr hielten sie bei den Wahrheiten (zu denen sie gelangt waren) inne und führten ihre diesbezüglichen Beweise aus. Sie zitierten keine gegenteiligen Meinungen und widerlegten sie in Verteidigung des Islam, auch wenn eine gewisse Beeinflussung möglich war. Grundlage und Thema ihrer Untersuchung war die (abstrakt) rationale Analyse und nichts weiter. Drittens, Die Untersuchungen der muslimischen Philosophen stellen keine islamischen Untersuchungen dar. Es handelt sich vielmehr um rein philosophische Analysen, die in keiner Verbindung zum Islam stehen. Auch gibt es für den Islam bei diesen Analysen keinen Raum. Sie stellen somit keine islamischen Meinungen dar und gehören nicht zur islamischen Geistesbildung. Dies ist der Unterschied zwischen der Methode der Scholastiker und jener der muslimischen Philosophen. Und das ist auch die Wahrheit bezüglich der muslimischen Philosophen. Es wäre eine Ungerechtigkeit, ein Widerspruch zur Realität und eine Intrige gegen den Islam, die Philosophie mit der sich Leute wie Al-Kindiy, Al-Farabiy und Ibn Sina beschäftigt haben, als „islamische Philosophie“ zu bezeichnen, da sie zum Islam in keiner noch so gearteten Verbindung steht.
    [3] Scharh al-Aqida at-Tahawiya, S.3ff

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    Fortsetzung Folgt - So Allah will - mit den weiteren Worten des Ehrenwerten Imam Sadr ad-Din Abu'l Hassan Ali Ibn Abi al-Izz al-Hanafi und die Worte des Ehrenwerten Imam Taqiyyudin Abu'l Abbas Ahmad Ibn Taymiyyah bezüglich dieses Sachverhalts.

    An die Aufmerksamen Leser: Sofern ihr Fehler findet, sei es Grammatik, Aufbau oder Inhaltlich, also was entgegen der Grenzen der Ahlu Sunnah Wal Jammah liegt, so Bitte Ich dies Anzumerken, um die Kundgebung falscher Lehren vorzubeugen, denn Wahrlich Ich bin nur ein Mensch und keinesfalls Unfehlbar oder desgleichen, weshalb sicherlich Fehler vorhanden sind, aber der Beste unter den Söhnen Adams ist jener, der seine Fehler einsieht bzw. bereut. Barakallahufeek meine Ehrenwerten Brüder und Schwester. Möge Allah Euch Segnen

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    Wa Salam Alaikum
    Geändert von Abu_Taymiyyah (06.02.2010 um 07:51 Uhr)

  9. #19
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    Al-Ilah bedeutet Ma’luh; jedes Ding dem man mit Liebe und Hingabe, dem Gottesdienst und Dienerschaft widmet. Das Allah der einzig wahre Illah ist bedeutet das Er alleine dazu befähigt ist der alleinige Besitzer der absoluten Vollkommenheiten bezüglich des Wesens, der Eigenschaften und Handlungen zu sein. Folglich kann es keine andere Gottheit geben, welche das Objekt von Dienerschaft und Liebe in sich selbst sein, außer Er – Allah – allein. Dies bedeutet das jegliche Handlung, welche nicht vollzogen wird, um Sein Wohlgefallen zu erlangen, null und nichtig ist. Tatsächlich ist der Ursprung des ganzen Übels und Unheils, die Anbetung und Liebe anderer Wesen, als Allah. Dies wurde vom Herrn der Welten selbst festgesetzt:

    {"Gäbe es in (Himmel und Erde) Götter außer Allah, dann wären wahrlich beide dem Unheil verfallen." (Sure al-Ambiya, Vers.22) }

    Diejenigen die den Tawhid mittels mystischen Termen darlegen, halten die Realisierung des Tawhid ar-Rububiyyah als ihr äußerstes bestreben und vertiefen darin als das ultimative Ende. Durch das Erreichen dieser Ebene, denken sie das es für sie nicht länger erforderlich ist zwischen den Guten und den Bösen zu unterscheiden. Dies führte sie zur Negierung der Ge-und Verbote der Scharia, sowie dessen Belohnung und Bestrafung. Sie scheitern zwischen den schöpferischen Willen Allahs, der alles umfasst und Seine Liebe und Wohlwollen, welche sich ausschließlich auf die Folgsamkeit der Befehle bezieht zu differenzieren; desweiteren scheitern sie daran zwischen den Kreativen Wörtern Allahs zu unterscheiden, welche alles umfasst und welche niemand – ob Fromm oder Sündhaft – vereiteln kann und Seine verordneten Wörter, welche ausschließlich die Propheten und die Freunde Allahs (Awliya) vollständig ausführen können.

    Deshalb ist es von Essenzieller Notwendigkeit, dass man nicht nur die Rububiyyah Allahs realisiert, welche sowohl den Gläubigen als auch den Ungläubigen, den Gehorsamen als auch den Ungehorsamen umgibt, sondern auch Seine Ilahiyyah befolgt, welche nur die Gläubigen die Ihn Anbeten und Dienen und den Boten, die Er sendet, befolgt umgibt. Lasst jedem Begreifen, wer auch immer nicht zwischen den Freunden Allahs (Awliya) und den Feinden Allahs, Iman und Kufr, Folgsamkeit und Ungehorsam, Guten und Bösen und Erlaubten und Verbotenen unterscheidet, obgleich er Allah bestätigt, so soll derjenige wissen das er einer Religion folgt, die sich von der der Wüstenaraber nicht im geringsten unterscheidet, welche sagten:

    {"Hätte Allah es gewollt, so hätten weder wir noch unsere Väter (Allah etwas) beigesellt; auch hätten wir nichts ohne Erlaubnis gemacht." (Sure al-An’am, Vers.148)}


    Imam Sadr ad-Din Abu’l Hassan Ali Ibn Abi al-Izz al-Hanafi (Möge Allah Wohlzufrieden mit ihm sein) sagte: Jedoch, wenn irgendjemand an die Einheit der Rububiyyah glaubt, wie die Scholastiker und Philosophen es darlegen und viele der Sufis, die durch Ekstatischen Erfahrungswerten bemüht sind, ihr Eigenbewusstsein[1] (Fana) – gänzlich – zu verlieren, denkend das dies das Ende ihres Bestrebens ist, so wie der Autor von „Manzil al-Sa’irin“ und andere es aussagten, aber wenn sie zur selben Zeit Allah nicht allein Dienen und sich von der Anbetung von etwas anderen enthält, sodann ist er ein Polytheist, gleich dem anderen.“[2]

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    [1] Im Sufismus umschreibt „Fana“ die Vernichtung des (Eigenen) Bewusstseins, durch die Auslöschung in Allah.
    [2] Scharh al-Aqida at-Tahawiya, S.9



    Ende der Abhandlung


    Geändert von Abu_Taymiyyah (07.05.2010 um 04:51 Uhr)

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