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Thema: Unsere ʿAqīdah

  1. #1
    Tuwailib saghir
    Nicht registriert

    Unsere ʿAqīdah

    Unsere ʿAqīdah

    Alles Lob gebührt Allāh, wir loben Ihn, bitten Ihn um Hilfe und um Vergebung, und wir suchen Zuflucht bei ihm vor unserem eigenen Übel, sowie dem Übel unserer schlechten Taten. Wen Allāh rechtleitet, so gibt es keinen, der ihn irreleiten kann, und wen Allāh irreleitet, so gibt es keinen, der ihn rechtleitet.

    Und wir bezeugen, dass es keinen gibt, der der Anbetung würdig ist, außer Allāh, der keinen Partner hat. Und wir bezeugen, dass Muḥammad Sein Diener und Gesandter ist, Segen und Heil auf ihm, sowie auf seiner Gefolgschaft und seinen (edlen) Gefährten.



    Alsdann:

    Dies ist unser Glaube… Und zu dem rufen wir auf… Und wir strengen uns auf Seinem Weg an… (Es ist jener Glaube,) auf dem wir sterben, wiederauferweckt werden und Allāh, den Erhabenen, damit treffen werden, so Allāh will: So bezeugen wir wahrlich, -äußerlich und innerlich-, dass Allāh einzig und allein ist und unbedarft (an Seiner Schöpfung) ist, er gebärt nicht, weder wurde er geboren, noch gibt es einen, der Ihm gleichgestellt ist.

    Allāh, der Segensreiche, existierte und es gab mit Ihm, noch vor Ihm nichts. So ist das erste was Allāh erschuf, der Stift, sodann erschuf Er den Thron, sodann bestimmte Er die Bestimmungen der Geschöpfe und was noch entstehen wird, -bevor Er die Himmel und Erde um 50.000 Jahren erschuf-, bis zum Tage der Auferstehung.

    Ihm, erhaben ist Er, gebühren die schönsten Namen und die allerhöchsten Eigenschaften (auch: Attribute), ohne dass es einen Gleichartigen und Ebenbürtigen gibt, noch einen Vergleichbaren in Seinem Wesen, weder in irgendetwas Seiner Auszeichnungen und Eigenschaften, oder (in) Seiner Herrschaft und Göttlichkeit -gepriesen und erhaben ist Er-, wie Er, der Erhabene, über Sich sprach:


    لَيْسَ كَمِثْلِهِ شَيْءٌ وَهُوَ السَّمِيعُ البَصِيرُ
    Nichts ist Ihm gleich; und Er ist der Allhörende und Allsehende.“
    [Sūratu Ash-Shūrā (42) : Ayah 11]

    Wir bestätigen und glauben an all Seinen schönsten Namen und allerhöchsten Eigenschaften, den fest verankerten -Namen und Eigenschaften- im Buch -dem Qur’ān- und der Sunnah, ohne Fehlinterpretierung (Tā’wīl), Aussetzung (Tʿaṭīl), Vergleichung mit der Schöpfung- (Tashbīh) oder Assimilation (Tamthīl)-, denn wir halten uns an dem fest, auf dem der Prophet -Friede und Heil auf ihm- verblieb, sowie auch seine edlen Gefährten -Allāh's Wohlgefallen auf ihnen-.

    Und wir glauben (mit fester und tiefer Gewissheit) daran, dass Er, der Erhabene, der (zu Recht) Angebetete ist, dem es einzig und allein gebührt, angebetet zu werden, außer dem es keinen gibt, der das Recht dazu besitzt und es die Pflicht ist, dass Er allein angebetet wird…


    Und alles was neben oder anstatt Ihm angebetet wird, ist (strengstens) verboten, denn er/es ist ein Geschöpf und ist beherrscht, so besitzt er/es kein Recht, in jeglicher Hinsicht angebetet zu werden. Und sollte er/es angebetet werden, so ist jene Anbetung falsch und gehört zur Beigesellung Allāhs, des Erhabenen. Es gibt keinen, dem Gehorsam gezeigt werden darf, außer für Allāh… (Und) es gibt keinen, dem (vollständige) Liebe gezeigt werden darf, außer für Allāh… (Und) es keinen, für den geliebt und Gehorsam gezeigt werden darf, außer für Ihn, gepriesen und erhaben ist Er.

    So ist es Allah, der die Schöpfung erschuf, die Gesandten sandte und die Bücher für ein (einziges) Ziel herab sandte, und dieses ist, dass sie (die Geschöpfe) Allāh, den Erhabenen, einzig anbeten und Ihm nichts beigesellen, so sagte Allāh, der Erhabene:

    وَمَا خَلَقْتُ الْجِنَّ وَالْإِنسَ إِلَّا لِيَعْبُدُونِ
    Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.“
    [Sūratu Aẓ-Ẓāriāt (51) : Ayah 56]

    Und dies ist das Recht Allāhs gegenüber Seinen Dienern. Und sollten sie für Ihn, dem Gepriesenen, dieses Recht erfüllen, wird er sie nicht bestrafen und sie in Sein Paradies eintreten lassen.

    So wie Ihm, dem Erhabenen, die Schöpfung (allein) gehört, so gehören ihm (ebenfalls) der Befehl und das Urteil über die Schöpfung… So ist es Er, der Gepriesene, der erschuf… Und er ist der Wissendste darüber, was zu dem, was Er erschuf, am besten passt. So darf in Seiner Schöpfung und Herrschaft nur Sein Befehl durchgeführt werden, und alles andere, ist ein ungültiger Befehl und wird zurückgewiesen, so sagte Allāh, der Erhabene:

    أَلاَ لَهُ الْخَلْقُ وَالأَمْرُ تَبَارَكَ اللّهُ رَبُّ الْعَالَمِينَ
    Sein ist die Schöpfung und der Befehl. Segensreich ist Allāh, der Herr der Weltenbewohner.“
    [Sūratu Al-Anʿām (7) : Ayah 54]

    So ist Sein Urteil das uneingeschränkte Recht, sowie auch die uneingeschränkte Wahrheit, und Seines (Sein Urteil) ist das beste, das schönste und das nutzvollste (Urteil), so ist es eine Pflicht, diesem zu folgen. Und alle (Urteile), die dem widersprechen, sind ungültig und werden zurückgewiesen, und sind das Urteil der Jahiliyah (Zeit der Unwissenheit), wie Allāh, der Erhabene, sagte:

    أَفَحُكْمَ الْجَاهِلِيَّةِ يَبْغُونَ وَمَنْ أَحْسَنُ مِنَ اللّهِ حُكْماً لِّقَوْمٍ يُوقِنُونَ
    Begehren sie etwa das Urteil der Unwissenheit? Wer kann denn besser walten als Allāh für Leute, die (in ihrem Glauben) überzeugt sind?“
    [Sūratu Al-Mā’idah (5) : Ayah 50]

    Und wir glauben (fest) daran, dass die einzig anerkannte Religion (Dīn) bei Allāh der Islām ist, und dieser ist die Religion der gesamten Propheten und Gesandten, die Glaubensgemeinschaft Ibrāhīms, der sich von jeder falschen Glaubensgemeinschaft abwendete (Ḥanīf) und nicht zu den Götzendienern gehörte. Allāh, der Erhabene, sagte:

    وَمَن يَبْتَغِ غَيْرَ الإِسْلاَمِ دِيناً فَلَن يُقْبَلَ مِنْهُ وَهُوَ فِي الآخِرَةِ مِنَ الْخَاسِرِينَ
    Wer aber als Religion etwas anderes als den Islām begehrt, so wird es von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er zu den Verlierern gehören.“
    [Sūratu Āl-ʿImrān (3) : Ayah 85]

    Und wir glauben (fest) daran und bestätigen, dass Muḥammad -Segen und Heil auf ihm- ein Diener Allāhs und Sein Gesandter ist,… und, dass er Sein Liebling und Freund ist,… der Führer der Propheten und Gesandten,… den Allāh, der Erhabene, als Barmherzigkeit für die Welten -Jinn und Menschen- als Warner und Verkünder froher Botschaft sandte.

    So finden die Menschen und die Jinn seit seiner Sendung -Segen und Heil auf ihm- und bis zum Tag der Auferstehung ihren Anteil unter allen Nationen und Völkern -dieser Erde- (nur noch) bei ihm,… niemandem gehört es, der davon hört, jemanden anderen zu folgen,… und wer davon hört, und nicht daran glaubt und dem nicht folgt, gehört zu den Höllenbewohnern.

    Und wir bezeugen -mit voller Überzeugung-, dass er -Segen und Heil auf ihm- die Botschaft verkündet hat, und das Anvertraute überbracht hat und sich für Allāh wahrhaftig anstrengte,… Segen und Heil seien auf ihn.Verpflichtet ist jeder, ihm Gehorsam und Gefolgschaft in allen Dingen zu denen er befahl und über seinen Herrn verkündet hat, zu leisten,… und wer ihm Gehorsam leistet, leistet Allāh Gehorsam, und wer ihm Ungehorsam leistet, leistet Allah ebenfalls Ungehorsam, so sagte Allāh, der Erhabene:

    وَأَطِيعُواْ اللّهَ وَالرَّسُولَ لَعَلَّكُمْ تُرْحَمُونَ
    Und gehorcht Allāh und dem Gesandten, auf daß ihr Erbarmen finden möget!
    [Sūratu Āl-ʿImrān (3) : Ayah 132]

    Und zum Gehorsam zu ihm -Segen und Heil auf ihm- gehört, dass man sich von ihm und seiner Sunnah richten lässt,… und wer sein Urteil und seine Sunnah ablehnt, lehnt somit das Urteil Allāhs ab. Allāh, der Erhabene, sagt:

    فَلاَ وَرَبِّكَ لاَ يُؤْمِنُونَ حَتَّىَ يُحَكِّمُوكَ فِيمَا شَجَرَ بَيْنَهُمْ ثُمَّ لاَ يَجِدُواْ فِي أَنفُسِهِمْ حَرَجاً مِّمَّا قَضَيْتَ وَيُسَلِّمُواْ تَسْلِيماً
    Aber nein, bei deinem Herrn! Sie glauben nicht eher, bis sie dich über das richten lassen, was zwischen ihnen umstritten ist, und hierauf in sich selbst keine Bedrängnis finden durch das, was du entschieden hast, und sich in voller Ergebung fügen.“
    [Sūratu An-Nisā’ (4) : Ayah 65]

    So ist es, dass jede Person -egal welche Stellung sie besitzt- falsch oder richtig (in der Urteilsfällung) liegen kann, von der (Aussagen) angenommen oder auch zurückgewiesen werden können,… es ist erlaubt, zu ihr zu sagen: „Du liegst falsch,… du liegst richtig.“,… ausgeschlossen ist der Prophet -Segen und Heil auf ihm-, denn es ist nicht erlaubt, ihm etwas außer die Wahrhaftigkeit, die Richtigkeit und die Gerechtigkeit zuzuschreiben, denn er spricht nicht aus eigenen Trieben, so sagte Allāh, der Erhabene:

    وَمَا يَنطِقُ عَنِ الْهَوَى (٣) إِنْ هُوَ إِلَّا وَحْيٌ يُوحَى 
    Und er redet nicht aus (eigener) Neigung. Es ist nur eine Offenbarung, die eingegeben wird.“
    [Sūratu An-Najm (53) : Ayah 3-4]

    Und wer ihn hasst,… oder seine Religion und sein Urteil (Ḥukm) hasst,… oder ihn beleidigt,… oder sich über ihn lustig macht,… oder seine Stellung verringert,… hat somit Unglauben (Kufr) begangen und ist aus dem Islām ausgetreten, so sagte Allāh, der Erhabene:

    وَلَئِن سَأَلْتَهُمْ لَيَقُولُنَّ إِنَّمَا كُنَّا نَخُوضُ وَنَلْعَبُ قُلْ أَبِاللّهِ وَآيَاتِهِ وَرَسُولِهِ كُنتُمْ تَسْتَهْزِئُونَ (٦٥) لاَ تَعْتَذِرُواْ قَدْ كَفَرْتُم بَعْدَ إِيمَانِكُمْ إِن نَّعْفُ عَن طَآئِفَةٍ مِّنكُمْ نُعَذِّبْ طَآئِفَةً بِأَنَّهُمْ كَانُواْ مُجْرِمِينَ
    Und wenn du sie fragst, werden sie ganz gewiß sagen: „Wir haben nur (schweifende) Gespräche geführt und gescherzt.“ Sag: Habt ihr euch denn über Allāh und Seine Zeichen und Seinen Gesandten lustig gemacht? Entschuldigt euch nicht! Ihr seid ja ungläubig geworden, nachdem ihr den Glauben (angenommen) hattet. Wenn Wir (auch) einem Teil von euch verzeihen, so strafen Wir einen (anderen) Teil (dafür), daß sie Übeltäter waren.“
    [9:65-66]

    Und wir sprechen über den Imān, genauso wie die Salafu Aṣ-Ṣālih über ihn sprachen, und worauf die islamischen Texte hingedeutet haben, dass er aus Aussage (Qawl) und Tat (ʿAmal) besteht, der durch den Gehorsam steigt, und durch die Sünden und den Ungehorsam sinkt, und nicht absolut nichtig wird, außer durch den Unglauben (Kufr) oder der Beigesellung (Shirk).

    Und wir verinnerlichen den Glauben über den Unglauben jener Person, die nicht nach dem Tauḥid handelt, denn Allāh, der Erhabene, sagte:


    قُلْ إِن كُنتُمْ تُحِبُّونَ اللّهَ فَاتَّبِعُونِي يُحْبِبْكُمُ اللّهُ وَيَغْفِرْ لَكُمْ ذُنُوبَكُمْ وَاللّهُ غَفُورٌ رَّحِيمٌ
    Sag: Wenn ihr Allāh liebt, dann folgt mir. So liebt euch Allah und vergibt euch eure Sünden. Allah ist Allvergebend und Barmherzig.“
    [Sūratu Āl-ʿImrān (3) : Ayah 31]

    Und wir bitten (Allāh) um Wohlgefallen für alle Gefährten des Propheten -Segen und Heil auf ihm-, den Helfern (Anṣār) von ihnen, sowie den Auswanderern (Muhājirīn) und anderen die nach der Eroberung (von Makkah) den Islām annahmen…. So verbünden wir uns mit ihnen und verbünden uns mit jenen, die sie lieben. Und wir verfeinden uns gegen jene, die sie hassen. Allāh, der Erhabene, sagte:

    لَقَدْ رَضِيَ اللَّهُ عَنِ الْمُؤْمِنِينَ إِذْ يُبَايِعُونَكَ تَحْتَ الشَّجَرَةِ فَعَلِمَ مَا فِي قُلُوبِهِمْ فَأَنزَلَ السَّكِينَةَ عَلَيْهِمْ وَأَثَابَهُمْ فَتْحاً قَرِيباً
    Allāh hatte ja Wohlgefallen an den Gläubigen, als sie dir unter dem Baum den Treueid leisteten. Er wußte, was in ihren Herzen war, und da sandte Er die innere Ruhe auf sie herab und belohnte sie mit einem nahen Sieg“
    [Sūratu Al-Fatḥ (48) : Ayah 18]

    Und die Anzahl jener, die ihm -Segen und Heil auf ihm- die Treue unter dem Baum gelobten, betrug mehr als 1.400 Gefährten,... Und wenn Allāh, der Erhabene, mit ihnen wohl zufrieden ist, dann nur aufgrund ihrer Religiosität und ihrem Glauben, ihrer schönen Anstrengung -auf dem Wege Allāhs- und der Unterstützung des Propheten -Segen und Heil auf ihm-.

    Und wir verinnerlichen den Glauben, dass die gesamten Gefährten gerecht sind,… und sie sind die beste Schöpfung nach den Propheten und Gesandten,… und dass ihre Generation, die beste aller Generationen ist,… wer ihren Weg und ihre Methodologie einschlägt,… und sich ihr Verständnis angeeignet hat,… ist rechtgewiesen und gerettet,… und wer sie verletzt, und eine andere Methodologie und einen anderen Weg als ihren folgt, ist irregegangen.

    Und wir verinnerlichen den Glauben, dass die Gläubigen Geschwister sind,… und dass die Verbundenheit zu ihnen eine Pflicht ist,… und dass der Muslim der Bruder des anderen Muslims ist, er tut ihm nicht unrecht, gibt ihn nicht frei, verrät ihn nicht, noch verunglimpft er ihn.

    So ist der Muslim dem anderen Muslim verboten, sein Blut, sein Geld und sein Vermögen sind geschützt,… es nicht erlaubt sich mit ihn um etwas zu verfeinden, so wie es nicht erlaubt ist, ihn zum Ungläubigen (Kāfir) aus Mutmaßung zu erklären, oder durch etwas widerlegtes oder etwas mehrdeutigem,… außer, dass von ihm ein offensichtlicher Unglaube gesehen wird, der keine Absetzung oder Interpretierung zulässt, für den wir aus dem Buche Allāhs und der Sunnah Seines Gesandten einen offenkundigen Beweis haben.

    Und wer die Allgemeinheit der Muslime hasst oder sie beleidigt,… oder sie zu Ungläubigen (Kuffār) erklärt,… ist ein heuchlerischer Ungläubiger, denn keiner hasst die Gesamtheit der Muslime, außer ein Heuchler, der an den Islām nicht glaubt und ihn hasst.

    Und der Muslim, in dem Gutes und Frevel hausen,… wird aus einer Sicht zum Verbündeten genommen, und wiederrum wird er aus anderer Sicht grob behandelt,… dennoch wird er nicht im Allgemeinen grob behandelt, außer der, der den Unglauben (Kufr) und den Götzendienst (Shirk) über dem Glauben bevorzugt hat, und zu den Verbrechern gehörte.

    Und wir verinnerlichen den Glauben, dass das sich Verbünden mit den Ungläubigen in zwei Kategorien eingeteilt wird: Die große Verbundenheit, die die Person aus dem Islām austreten lässt, sowie auch die kleine Verbundenheit; eine Verbundenheit niedriger als Verbundenheit; die die Person nicht aus der Glaubensgemeinschaft austreten lässt.

    Und zur großen Verbundenheit gehört das Unterstützen der Götzendiener (Mushrikīn) gegen die Muslime, denn Allāh, der Erhabene, sagt:

    وَمَن يَتَوَلَّهُم مِّنكُمْ فَإِنَّهُ مِنْهُمْ
    Und wer von euch sie zu Schutzherren nimmt, der gehört zu ihnen.“
    [Sūratu Al-Mā’idah (5) : Ayah 51]
    Und Allāh, der Erhabene, sagt:
    لاَّ يَتَّخِذِ الْمُؤْمِنُونَ الْكَافِرِينَ أَوْلِيَاء مِن دُوْنِ الْمُؤْمِنِينَ وَمَن يَفْعَلْ ذَلِكَ فَلَيْسَ مِنَ اللّهِ فِي شَيْءٍ إِلاَّ أَن تَتَّقُواْ مِنْهُمْ تُقَاةً
    Die Gläubigen sollen nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Schutzherren nehmen. Wer das tut, hat überhaupt nichts mit Allah (gemeinsam) –, es sei denn, daß ihr euch (durch dieses Verhalten) vor ihnen wirklich schützt.
    [Sūratu Āl-ʿImrān (3) : Ayah 28]

    Und wir verinnerlichen den Glauben, dass die Leute der großen Sünden, die zu den Angehörigen des Tauḥīd (Einzigartigkeit Allāhs) und des Gebetes angehören -und sollten sich ihre Sünden noch soviel anhäufen-, unter dem Willen Allāhs, des Erhabenen, sind. Sollte Er sie bestrafen wollen, bestraft Er sie. Und sollte Er ihnen vergeben wollen, vergibt er ihnen,… und wir verinnerlichen den Glauben, dass der Tauḥīd ihnen Nutzen bringt,… und sie rettet,… und dass die Fürsprache der Fürsprecher von den Propheten, Wahrhaftigen und den Märtyrern sie mit Allāhs Erlaubnis vermehrt nutzen wird.

    Und wir verinnerlichen den Glauben, dass Allāh, der Erhabene, nicht den Unglauben oder den Götzendienst vergeben wird, und alles was geringer ist, vergeben wird, so sagte Allāh, der Erhabene:

    إِنَّ اللّهَ لاَ يَغْفِرُ أَن يُشْرَكَ بِهِ وَيَغْفِرُ مَا دُونَ ذَلِكَ لِمَن يَشَاءُ وَمَن يُشْرِكْ بِاللّهِ فَقَدِ افْتَرَى إِثْماً عَظِيماً
    Allāh vergibt gewiß nicht, daß man Ihm (etwas) beigesellt. Doch was außer diesem ist, vergibt Er, wem Er will. Wer Allah (etwas) beigesellt, der hat fürwahr eine gewaltige Sünde ersonnen.
    [Sūratu An-Nisā’ (4) : Ayah 48]

    Und wir verinnerlichen den Glauben, dass die aufrichtige Reue (Taubah) alles was vorher geschah (an Sünden) verdeckt und es auslöscht,… und dass die Tür zur Reue nicht eher verschlossen wird, bis die Seele den Kehlkopf erreicht hat und der Tod gesichtet wird, so sagte Allāh, der Erhabene:

    وَلَيْسَتِ التَّوْبَةُ لِلَّذِينَ يَعْمَلُونَ السَّيِّئَاتِ حَتَّى إِذَا حَضَرَ أَحَدَهُمُ الْمَوْتُ قَالَ إِنِّي تُبْتُ الآنَ وَلاَ الَّذِينَ يَمُوتُونَ وَهُمْ كُفَّارٌ أُوْلَـئِكَ أَعْتَدْنَا لَهُمْ عَذَاباً أَلِيماً
    Nicht aber ist die Annahme der Reue für diejenigen, die böse Taten begehen, bis daß, wenn sich bei einem von ihnen der Tod einstellt, er sagt: „Jetzt bereue ich“, und auch nicht für diejenigen, die als Ungläubige sterben. Für jene haben Wir schmerzhafte Strafe bereitet.“
    [Sūratu An-Nisā’ (4) : Ayah 18]

    Und wir entschuldigen -nach dem handelnd, worauf die islamischen Texte und die Aussagen der Gelehrten hingewiesen haben- die Unwissenheit, dem Unfähigen, der nicht dazu in der Lage ist, seine Unwissenheit abzudrängen,… sowie auch die angesehene Fehlinterpretierung.

    Und wir verinnerlichen den Glauben, dass der Anfang jeder Übertreibung im Takfīr (Ausschluss aus dem Islam) auf die Nichtigkeit der uneingeschränkten Entschuldigung aufgrund von Unwissenheit zurückzuweisen ist,… ohne jeglicher Detailliertheit oder Konstanten.

    Und wir unterscheiden nicht -beim Auftreten von Unfähigkeit und der Nichtigkeit der Kraft- zwischen der Unwissenheit in den Abzweigungen und der Unwissenheit in den fundamentalen Grundlagen,… sodass der erste entschuldigt wird und der andere nicht,… diese (Meinung) wird nicht von uns vertreten, denn es ist eine erfundene und fremde Meinung und widerspricht dem, worauf die islamischen Texte hingedeutet haben.

    Doch unterscheiden wir zwischen dem allgemeinen Unglauben (Kufru Al-ʿĀm) und dem individuellen Unglauben (Kufru Al-Muʿayan), so untermauern wir den Unglauben eines Individuums nicht eher, bis die (gesamten) Bedingungen erfüllt worden sind und die Verhinderungsfaktoren ausgeschlossen sind. Und wir verinnerlichen den Glauben, dass der Ursprung der Menschen in den muslimischen Gemeinschaften der Islām ist,… und dass sie Muslime sind,… solange sich nichts verdeutlicht, was auf das Gegenteil hindeutet.
    Und wir erklären keinen einzelnen zum Ungläubigen, bis von ihm ein offenkundiger und unverblümter Unglaube hervorgeht, für den wir einen Beweis aus dem Buch -dem Qur’ān- und der Sunnah haben,… so lässt sich der offenkundige Islām mit nichts, außer mit dem offenkundigen Unglauben auflösen.
    Und wir untermauern die Richtigkeit des Gebetes hinter einem Frommen und einem Widerspenstigen, sowie hinter dem, dessen Situation verdeckt und unbekannt ist,… solange wir keinen offenkundigen Unglauben sehen,… und es ist nicht bedingt -um hinter dem Imām zu beten- , dass man seine ʿAqīdah und die Kenntnis um seine Situation festlegt oder aufklärt,… denn dies gehört zur Erzeugung der Angehörigen der Gelüste und der Übertreibung,… und dies widerspricht (ebenfalls) dem, worauf die Sunnah hingedeutet hat, und worüber Einigkeit unter den Gelehrten der Nation herrschte.
    Ebenfalls verinnerlichen wir den Glauben, dass Allāh, der Erhabene, keinen am Tage der Auferstehung bestraft, außer den, zu dem der deutliche Beweis von seitens der Warnung der Gesandten gekommen ist, und ihr sodann mit der Abwendung entgegen kam.
    Genauso ist es der Fall im Diesseits, denn die Sunnah Allāhs, des Erhabenen, über Seine Diener ist, dass Er sie nicht mit einer allgemeinen Strafe vernichtet, außer wenn nachdem sie die Warnung der Gesandten erreicht hat, und sie sie sodann mit der Leugnung und Abwendung entgegen kamen.
    Weder bezeugen wir für einen von den Angehörigen der Qiblah das Paradies oder die Hölle,… noch die Vergebung oder die Strafe,… außer über den, von den Vorrausgeeilten, ein islamischer Text überliefert wurde,…

    وَاللّهُ يَعْلَمُ وَأَنتُمْ لاَ تَعْلَمُونَ
    Allah weiß, ihr aber wißt nicht.“
    [Sūratu Al-Baqarah (2) : Ayah 216]

    Und wenn das Ende gut gewesen ist, und sich Dinge beim Toten erkennen lassen, die gutes berichten, so ist es an diesem Zeitpunkt möglich zu sagen -aus Sicht der Hoffnung und nicht aus Sicht der Bestätigung-: „Wir sehen ihn als Märtyrer an,… Wir erhoffen, dass er ein Märtyrer (Shahīd) ist,… und zu den Leuten des Paradieses gehört.“

    Doch der Ungläubige, der auf dem Unglauben stirbt, für den bezeugen wir die Strafe (im Feuer) und das ewige (Verweilen) im Feuer,… und wir überbringen ihm diese Botschaft, wie es die überlieferten Aḥadīth und Athār zeigen.

    Dennoch ist es nicht erlaubt den Ungläubigen in seinem Leben mit der Hölle zu verurteilen, aufgrund der möglichen Reue und Seines Eintretens in den Islām, jedoch ist es möglich, je nach Ende das Urteil zu fällen, sodass gesagt wird: „Wenn er auf diesen Unglauben (verbleibt und) stirbt, so ist er von den Höllenbewohnern.“

    Und wir verinnerlichen den Glauben, dass es eine bindende und unerlässliche Verbindung zwischen dem Äußeren und dem Inneren gibt, und jedes von beiden beeinflusst und durch das andere beeinflusst wird. Wessen Äußeres (nun) verdirbt, so verdirbt (ebenfalls) sein Inneres, und wessen Inneres verdirbt, so verdirbt (ebenfalls) sein Äußeres, und wer äußerlich ungläubig wird, wird (ebenfalls) innerlich ungläubig, und wer innerlich ungläubig wird, wird (ebenfalls) äußerlich ungläubig,… Und sollte der Heuchler noch versuchen, seinen Unglauben zu verbergen, so wird er von zahlreichen Dingen erkannt,… Und Allah, der Erhabene, wird ihn bloßstellen,…

    Und wir verinnerlichen den Glauben, dass es nicht möglich ist, dass der Imān mit dem Kufr in einem einzigen Herzen einer Person auftreten kann,… und wenn einer von ihnen sich bekräftigt hat, löscht sich der andere aus. Dennoch ist es möglich, dass sich in einem Herzen der Imān und der Nifāq (Frevel) zusammentreffen können, oder der Imān und Kufr Al-Aṣghar (der kleine Unglaube) oder Shirk Al-Aṣghar (der kleine Götzendienst).

    Und wir sagen uns für Allāh, den Erhabenen, von den Irreführungen und der Übertreibung (Ghuluw) der Khawārij und von all jenen, die ihnen folgen von den Ghulātu At-Takfīr (Übertreibern im Takfīr) in dieser Zeit,… und wir warnen vor ihnen und ihren Übertreibungen, sowie vor ihrem Ḍulm (Ungerechtigkeit),… und raten dazu, sich von ihnen abzusondern und das Sitzen mit ihnen zu vermeiden,…

    Und ebenfalls (sagen wir über) die Üblen von den Angehörigen der Jahmiyah und des Irjā’,… denn sie sind die gegenteilige Seite der Khawārij und der Übertreiber im Takfir,… und wir sagen uns für Allāh, den Erhabene, von ihrer irreleitenden und üblen Methode los,… sowie auch von ihrer Moral,… und wir warnen vor ihnen, ihrer Fehlleitung, ihrer Übertreibung und ihres Übels,… sowie auch vor ihrer Lügen über die Religion Allāhs,…!

    Und wir verinnerlichen den Glauben, dass Allāh, der Erhabene, die Bewahrung dieser Religion versicherte,… und, dass die Nation sich nicht auf eine Irrleitung einigt,… und, dass Er, der Erhabene, immer noch darauf verbleibt, für diese Nation Männer bereitzustellen, durch die Er diese Glaubensgemeinschaft (Ummah) unterstützt,… und durch die Er ihre Religion bewahrt,… und durch die Er Sein Wort erhöht,… über all jene, die sich ihnen in den Weg stellen,… schaden wird sie der nicht, der sie verrät,… ihnen vergeht keine Zeit,… bis zum Einbruch der Stunde…

    Und wir bezeugen und glauben daran, dass Jesus -Friede auf ihm- ein Diener Allāhs und Sein Gesandter ist, der Sohn Seiner Dienerin und Sein Wort, das Er Maryam eingehaucht hat und ein Geist von sich,…

    وَمَا قَتَلُوهُ وَمَا صَلَبُوهُ وَلَـكِن شُبِّهَ لَهُمْ
    Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so.“
    [Sūratu An-Nisā’ (4) : Ayah 157]

    Ebenfalls wird er zur Erde als gerechter Richter herabsteigen, das Kreuz zerbrechen, das Schwein töten und die Kopfsteuer ablegen, sodann wird von den Menschen nichts anderes, außer den Islām angenommen.

    Und wir glauben an das Schicksal(Al-Qadr), das Gute sowie das Schlechte davon,… und, dass was uns geschehen mag, uns nicht verfehlen wird,… und, dass was uns verfehlen mag, uns nicht geschehen wird,… und, dass alles geschieht nur durch Vorherbestimmung,… und das, was uns geschieht von den schlechten (Schicksalen) von uns selber kommt,… und durch Vorherbestimmung,… und das, was uns an guten (Schicksalen) geschieht, von Allāh, dem Erhabenen, kommt,… und durch Vorherbestimmung.

    Und wir verinnerlichen den unerschütterlichen Glauben, dass der Tod wahr ist,… und, dass die Peinigung im Grab wahr ist,… und, dass die Wiederauferweckung und die Versammlung wahr sind,… und, dass die Abrechnung wahr ist,… und, dass der Bund, den Allāh, der Erhabene, mit Ādam und seinen Nachkommen eingegangen ist, wahr ist,… und, dass die Waage, mit der die Taten gewogen werden, wahr ist,… und, dass das Becken unseres Propheten -Segen und Heil auf ihm- wahr ist,… und, dass das Paradies und die Gunsten ihr wahr sind,…und, dass die Hölle und die Strafe in ihr wahr sind,… und, dass es nicht erlischt und vergeht,… und, dass die Fürsprache wahr ist,… und, dass niemand sie durchführt, bis Allāh ihm es gewährt,… und, dass die Gläubigen ihren Herren am Tage der Auferstehung sehen wahr ist,… und, dass der Thron wahr ist,… und, dass der Schemel, der zwischen den Beinen des Thrones ist, wahr ist,… und, dass die Erhebung Allāhs, des Erhabenen, über Seinen Thron wahr ist,… und, dass der Qur’ān das Wort Allāhs und nicht erschaffen ist, ist wahr,… und, dass alles, was im Buche Allāhs, des Erhabenen und in der authentischen Sunnah Seines Gesandten -Segen und Heil auf ihm- (sei es eine Nachricht, ein Befehl oder ein Verbot), wahr ist und wir glauben (mit unerschütterlichem Glauben) daran,…

    Das ist unsere ʿAqīdah,… und an dies glauben wir und rufen dazu auf,… und strengen uns auf diesem Wege an,… mit ihr leben wir,… und mit ihr werden wir sterben und Allah, den Erhabene, -so Allāh will- treffen,… Wir bitten Allāh, den Erhabenen, um Annahme, Festigung und um ein gutes Ende.

    وصلى الله على محمد النبي الامي وعلى اتباعه وصحبه

    Und Segen und Heil seien auf Muhammad, den analphabetischen Propheten, auf dessen Gefolgschaft und edlen Gefährten.


    Nachtrag: Die Quelle dieser Abhandlung ist www.as-sunnah.de.tl , und wurde etwas auf Rechtschreibung kontrolliert, desweiteren wurden die arabischen Ayat mit der Bubenheim-Übersetzung hinzugefügt! Ich dachte mir bei diesen Post, dass man das anpinnen kann, sodass man hier einen klaren Stand hat und nicht fragen kommen wie "Sind Wahhabiten Sunniten?" oder irgendwelche Abweicher von Ahlu As-Sunnah wa Al-Jamʿah und hier Fitan verbreiten, Dʿawah zu ihrem Manhaj bzw. das Forum nicht kennen....

    Geändert von Abdu ar Rahman (31.01.2010 um 12:38 Uhr)

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