Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen
Das Fasten
Von Sheikh Muhammad Ibn Saleh Al Utheimin
Aller Lob gebührt Allah, und möge Friede und Segen auf Seinem Gesandten Muhammad sein.
Vorzüge des Ramadan
Abu Hurairah berichtet: „Allahs Gesandter, Friede und Heil auf ihm, sagte:
„Wenn der Monat Ramadan beginnt, sind die Tore der Djannah (Paradies) geöffnet, und die Tore der Hölle sind geschlossen, und die Satane sind angekettet.’“
Die Tore der Djannah sind in diesem Monat geöffnet, da sehr viele rechtschaffene Taten verrichtet werden, und auch als eine Ermutigung für diejenigen, die Allahs Belohnung suchen. Während die Tore der Hölle geschlossen sind, weil von den Gläubigen nur wenige Sünden begangen werden. Die Satane werden angekettet, damit sie nicht die Möglichkeit haben, die sie sonst in anderen Monaten haben, den Gläubigen einzuflüstern und sie irrezuführen.
Allah hat das Fasten vorgeschrieben und es allen Gemeinschaften zur Pflicht gemacht. Er sagt:
„O die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, wie es denen vor euch vorgeschrieben war, auf dass ihr gottesfürchtig werdet.“ (Sura Al Baqarah:183)
Wäre das Fasten keine größere Tat der Anbetung und die Belohnung dafür nicht so groß, hätte Allah es nicht allen Gemeinschaften vorgeschrieben. Einer der Vorzüge des Fastens ist, dass es ein Mittel zur Buße von Sünden ist. Von Abu Hurairah wird berichtet, dass der Prophet, Friede und Heil auf ihm, sagte:
„Derjenige, der das Fasten im Monat Ramadan aus Aufrichtigkeit befolgt und auf die Belohnung Allahs hofft, dem werden die vergangenen Sünden vergeben.“
Das heißt, wenn das Fasten aus Glauben und ohne Unwillen dafür als eine Tat der Anbetung und ohne Zweifel an seine Belohnung befolgt wird, wird Allah die vergangenen Sünden desjenigen, der es befolgt, vergeben. Abu Hurairah berichtete, dass der Prophet, Friede und Heil auf ihm, sagte:
„Allah sagte: ‚Alle Taten der Kinder Adams gehören ihnen, außer dem Fasten, das Mir gehört, und Ich werde es belohnen!’ Das Fasten ist ein Schutz (gegen die Hölle und gegen das Begehen von Sünden). Wenn einer von euch fastet, soll er geschlechtliche Beziehungen mit seiner Frau vermeiden, und er soll Streit vermeiden. Sollte jemand ihn angreifen oder mit ihm streiten, soll er sagen: ‚Ich faste.’ Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele ist, der Mundgeruch eines Fastenden ist Allah lieber als der Duft von Moschus.“
Es ist ein Schutz, da es den Gläubigen vor unnützem Gerede und falschen Taten schützt und ihn deshalb vor der Hölle bewahrt. Von allen guten Taten hat Allah das Fasten als von Ihm hoch belohnt bevorzugt und mit Ansehen ausgezeichnet, sobald es mit der reinen Absicht befolgt wird, Ihm allein zu gefallen. Fasten ist für einen Gläubigen so verdienstvoll, dass er zwei Anlässe zur Freude hat, einen zur Zeit seines Fastenbrechens, denn er ist mit Allahs Barmherzigkeit, das Fasten zu befolgen, begünstigt worden, während viele andere diesen großen Segen nicht haben. Darum wird er sich beim zweiten Anlass freuen, wenn er seinen Herrn treffen wird und sich der reichlichen Belohnung dafür, dass er das Fasten befolgt hat, erfreut. Auf der anderen Seite verwendet sich das Fasten am Tag der Auferstehung in der Tat bei Allah zu Gunsten des Gläubigen.