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Thema: Was geht der Islam den deutschen Michel an?

  1. #21
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    Re: Was geht der Islam den deutschen Michel an?

    السلام على من اتبع الهدى


    An dieser Stelle eine aktuelle Wortmeldung von Rashid Neusner, in welcher er Innenansichten seines Weges gewährt: "Vier persönliche Gründe für einen Deutschen, den Islam anzunehmen"...


    [right:eiwqfruo].[/right:eiwqfruo]
    Von der Schönheit


    Vier persönliche Gründe für einen Deutschen, den Islam anzunehmen.

    Von Rashid Neusner



    Warum geht ein Mensch, der 50 Jahre im "westlichen" Kulturkreis lebte, eines Tages in die Moschee und wird Muslim?
    Um es mit einem Wort zu sagen: es war die Schönheit des Islam, die mich überzeugte. Ich entdeckte, dass Islam gar nichts absolut Fremdes ist, gar nicht diese finstere Rückständigkeit, die man uns immer vormalt – sondern ein wunderbarer Ausdruck für das, was auch "uns" im Herzen bewegt, aber in den industriellen und kirchlichen Mustern des Abendlandes keinen Ausdruck mehr findet. Was ich mit "Schönheit des Islam" meine, das möchte ich durch vier Gründe genauer erklären.


    1. Islam steht für Einheit in der Vielfalt

    Die "westliche" Kultur ist gerade dabei, sich völlig zu atomisieren. Spaltungen wie die zwischen "Seele" und "Leib" zerschneiden schon seit Jahrhunderten die Welt. Heute zerfällt das Weltbild in tausende Splitter, die keine Orientierung geben und nur mühsam vom Wirtschaftsdiktat zusammengehalten werden.
    Dagegen setzt das "La ilaha illallah" ganz klar Einen Gott - Einen Schöpfer "der Welten". Der Welten! Das ist das Schöne: Er lässt viele Welten zu. Kein Chaos, aber auch keine starres Diktat, sondern "Einheit in der Vielfalt".
    Es gibt viele Propheten, die im Islam Brüder sind. *
    Vor Allah sind alle Menschen gleich, egal welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe, Sprache, Nation oder Klasse. Diese schöne, reiche Einheit des Vielfältigen und Verschiedenen wurde schon früh von islamischen Künstlern geschildert. Wenn ich diese Bilder sehe, ist für mich ganz klar: Islam ist der friedliche Weg in die Zukunft - One God, many worlds.


    2. Islam ist praktisch

    Glaube ist etwas für sonntags, einige fromme Gedanken im Kopf, die aber nichts mit dem Alltag zu tun haben. So haben die Lehrer uns das in der Schule beigebracht.
    Der Islam überwindet diese Spaltung: So wie sich Gott in der Natur zeigt, so zeigt sich der Gottes-Glaube im praktischen Alltag. Daher die fünf Gebete, daher die lebendige Gemeinschaft im Islam. Überall und stets ist das Wirken des Barmherzigen gegenwärtig. Das Leben ist schön.


    3. Islam heißt Freude am Leben statt an toten Götzen

    Die vielleicht größte Leidenschaft Muhammads, Friede sei mit ihm, galt der Zerstörung der Götzenbilder.
    Mich hat das fasziniert – denn sind wir nicht heute wieder von Götzenkulten umstellt? Das perfekte Ich, das stärkste Auto, die tolle Figur, der dickste Profit (und früher die Nation, die Partei): diese Idole versklaven "aufgeklärte" Menschen. Räumt Leistungswahn und Drogensüchte weg, und ihr habt wieder Raum für menschlichen Umgang, für freundliches Geben und Nehmen!
    Die Befreiung des Lebens von allen Götzen, Mächten, Autoritäten und Zwängen, die nicht Gott sind, das ist im Islam Programm. Anstatt irgendwelche Gemächte anzubeten, freuen sich Muslime des lebendigen Schöpfers, der "größer" ist – und viel schöner.


    4. Islam eröffnet Wandlung und Entwicklung

    Trotz hektischer "Innovationen" ist die westliche Kultur in Erstarrung gefallen ("Krise"). Mit Scheuklappen starren Menschen und Medien auf Wirtschaftswerte und Konsum-Idole. Über andere Wege wird nicht einmal mehr nachgedacht.
    Die Welt des Islam ist heute eine Blick-Erweiterung, ein Weg aus der Sackgasse. Die Natur des Menschen ist nicht, Geld zu zählen. Die Natur des Menschen ist seine Weiterentwicklung. Schon Goethe wusste, dass der Orient nicht Feind des Okzidents ist, sondern beide eine Entwicklungsgemeinschaft bilden.
    Das alte Feindbild propagiert nur, wer sich nicht menschlich entwickeln und wandeln will. Wer aber seine Angst vor Neuland überwindet, den wird die Schönheit des Islam belohnen.



    >>>
    *
    (verzeichnet bei Buchari, Nr. 3443)

    >>>



    {Verlangen sie etwa eine andere als Allahs Religion?
    Ihm ergibt sich [aslama], was in den Himmeln und auf der Erde ist, gehorsam oder wider Willen, und zu Ihm kehren sie zurück.

    Sprich: "Wir glauben an Allah und an das, was auf uns herabgesandt worden ist, und was herabgesandt worden ist auf Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und die Stämme (Israels), und was gegeben worden ist Moses und Jesus und den Propheten von ihrem Herrn; wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen, und Ihm sind wir ergeben [Muslimun]."

    Und wer eine andere Religion als den Islam begehrt: nimmer soll sie von ihm angenommen werden, und im Jenseits wird er unter den Verlierern sein.



    (Qur´an 3:83-85)
    }
    [right:eiwqfruo].[/right:eiwqfruo]





    Wahrlich, Ich bin Allah. Es ist kein Gott ausser Mir;

    darum diene Mir und verrichte das Gebet zu Meinem Gedenken.

    -> (Qur´an 20:14)

    .


  2. #22
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    .


    Bundeskanzlerin Angela Merkel … verwies am Mittwoch in Berlin auf die "prägende Kraft" der christlich-jüdischen Tradition hierzulande, die "über Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende" zurückreiche.

    (Rheinische Post: RP-online vom 06.10.2010)




    Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen



    ...Um Pathos und raumgreifende Rhetorik war man in der deutschen Politik wohl nie verlegen. Was jedoch überrascht, sind die gegenwärtig unermüdlichen Versuche seitens der Verantwortlichen, Geschichte im obigen Sinne zu verklären: Süsser die Glocken nie klangen als derzeit.



    Denn gerade die jüngere Vergangenheit blieb den Deutschen so nachhaltig im Gedächtnis, dass das (rückwirkende!) Ausrufen jener "Innigkeit" (sueddeutsche.de) durch die Politik beschämend konstruiert anmutet und unabhängig von der verbalen Verpackung durchsichtig bleibt.


    "Beim Reden von der christlich-jüdischen Tradition handelt es sich aber um eine gewaltige Heuchelei.
    Die deutsche Politik drückt die alte, früher stigmatisierte Minderheit der Juden an die Brust, um die neue Minderheit, die Muslime, zu stigmatisieren. Die Juden werden missbraucht, um die Muslime als unverträglich zu kennzeichnen."


    (>>> ebenda)


    Was hingegen in keiner der Bierzelt-Reden Erwähnung findet, ist ein anderes, lichtes Kapitel der deutschen Geschichte.
    So lernten exponierte deutsche Geistesschaffende, Träger der Kultur im Lande der Dichter und Denker und sozusagen Teil des Nationalerbes (Goethe z. B. sah man gerade seit 1871 als »Kronzeugen der nationalen Identität der Deutschen« an, vgl. Prof. Dr. Dieter Borchmeyer: "Schnellkurs Goethe", S. 15), den Islam eingehend kennen und gelangten zu gänzlich anderen Ansichten, als man aus der heutigen Propaganda schliessen könnte.


    "Wer sich vor Augen hält, daß Goethe während der Arbeit an einem seiner bedeutendsten Werke, dem West-östlichen Diwan, sich eingehend mit dem Islam befaßt, ja sich rundheraus zu ihm bekannt hat, … der wird sicher gern Näheres erfahren wollen über die Gründe für Goethes bemerkenswertes Interesse an dieser uns angeblich so fremden Religion."

    (Peter-Anton von Arnim im Nachwort zu Katharina Mommsen: "Goethe und der Islam", S. 433)



    »Der Dichter [und er meint damit sich selbst] ... lehnt den Verdacht nicht ab, daß er selbst ein Muselman sei.«

    (Johann Wolfgang von Goethe 1816 in Ankündigung seines "West-östlichen Diwan", vgl. Katharina Mommsen: "Goethe und der Islam, S. 11)

    "Weiter rühmt Herder den hohen Grad der Kultur, den die Muslime erreicht hätten, und der sie den Pöbel der Christen in seinen groben Ausschweifungen und verwilderten Sitten tief verachten lasse.

    Das Verbot des Weins und unreiner Speisen, das Verbot des Wuchers und gewinnsüchtigen Spiels gehören zu den von Herder hervorgehobenen Reinheitsbestrebungen, mit denen die Anhänger der muslimischen Religion Gott, dem Schöpfer, Regierer und Richter der Welt, zu dienen sich bemühen.

    Dieses Reinheitsstreben sowie die eifrige tägliche Andacht, die Werke der Barmherzigkeit und die Ergebung in Gottes Willen, welche der Koran vorschreibt: all dies präge den Muslimen Ruhe der Seele und Einheit des Charakters auf...

    In seinen Ideen zur Philosophie einer Geschichte der Menschheit, Buch 19 (1791), würdigt er [Herder] Mohammeds »hohe Begeisterung für die Lehre von Einem Gott« und »die Weise, ihm durch Reinigkeit, Andacht und Guttätigkeit zu dienen«."


    (Katharina Mommsen: "Goethe und der Islam", S. 19)

    Georg Wilhelm Friedrich Hegel, der bedeutendste Vertreter des deutschen Idealismus, war fasziniert vom Islam und charakterisierte ihn als die "Religion der Erhabenheit".


    (Spiegel online, 25.03.2008)


    So verwechsle also niemand Lautstärke mit Evidenz und prüfe im eigenen Interesse auf Substanz und Glaubwürdigkeit...
    Deutschland mangelte es nie an fähigen Köpfen, was jedoch nicht davor bewahrte, kollektiv gewissenlosen Führungen zu verfallen. An diese unselige Tradition anzuknüpfen und sein persönliches Schicksal daran zu binden, wäre verfehlt, zumal die Entscheidung über den eigenen Weg jedermann frei steht - Allah sei Dank.

    Friede sei auf dem, der der Rechtleitung folgt.



    Und Wir entsandten dich nur aus Barmherzigkeit für alle Welten.

    (Qur´an 21:107)



    Und an dem Tage wird sich der Himmel mitsamt den Wolken spalten
    und die Engel werden ununterbrochen herabgesandt.
    Das Königreich, das wahrhaftige - an jenem Tage wird es des Allerbarmers sein;
    und ein Tag soll es sein, (der) schwer für die Ungläubigen [-> Kafirun] (ist).
    Am Tage, da der Ungerechte sich in die Hände beißen wird, wird er sagen:
    "O wäre ich doch den Weg mit dem Gesandten gegangen!
    (Qur´an 25:25-27)


    Wer begeht also ein größeres Unrecht als einer, der Lügen gegen Allah vorbringt,
    oder einer, der die Wahrheit verwirft, wenn sie zu ihm kommt?
    Ist nicht in Ğahannam (>>>) eine Herberge für die Ungläubigen [Kafirun]?
    (Qur´an 39:32)


    .






    Wahrlich, Ich bin Allah. Es ist kein Gott ausser Mir;

    darum diene Mir und verrichte das Gebet zu Meinem Gedenken.

    -> (Qur´an 20:14)

    .


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