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Thema: Was man über die rituelle Reinheit wissen muss

  1. #1
    Ibn Muhammed
    Nicht registriert

    Was man über die rituelle Reinheit wissen muss

    Was man über die rituelle Reinheit (Taharah) wissen muss
    ما يجب معرفتة عن الطهارة

    (
    Die rituelle Gebetswaschung (Wudu') - Die rituelle Benetzung - Die rituelle Ganzwaschung (Ghusl) - Die rituelle Reinigung mit Erde (Tayammum) - Die rituelle Benetzung von Verbänden)
    von

    Dr.Abdul Rahman Al-Sheha


    Erste Ausgabe

    Übersetzt von:
    Ahmed Ateia


    Überarbeitung von:
    Dr.Ghembaza Moulay Mohamed
    (Abu Ammar)
    David Mitterhuber



    Die PDF hierzu: http://www.islamhouse.com/p/260182

    Geändert von Abdu ar Rahman (13.03.2010 um 12:13 Uhr)

  2. #2
    Ibn Muhammed
    Nicht registriert

    Inhaltsverzeichnis


    Einleitung

    Teil 1: Die Eigenschaften der rituellen Reinheit (Taharah)
    Teil 2: Die körperliche rituelle Reinheit (Taharah)
    Teil 3: Was ist Istenjaa und Istejmar?
    Teil 4: Was ist die rituelle Gebetswaschung (al-Wudu')?
    Teil 5: Pflicht-Teile der rituellen Gebetswaschung (al-Wudu’)
    -Zusammenstellung der ausreichenden rituellen Gebetswaschung (al-Wudu’)
    - Sunnah-Teile der rituellen Gebetswaschung (Wudu’)
    Teil 6: Annullierung der rituellen Gebetswaschung (Wudu') Teil 7: Unerwünschte Handlungen der Gebetswaschung Teil 8: Islamische Rechtssprüche(Fatawy) über die rituelle Gebetswaschung (Wudu')
    Teil 9: Die rituelle Benetzung von Schuhen und Socken (Al-Mash)
    - Definition der rituellen Benetzung von Schuhen und
    Socken (Al-Mash) und die Art wie man sie durchführt
    Teil 10: Die rituelle Benetzung von Verbänden (Al-Mash)
    Teil 11: Islamische Rechtssprüche(Fatawy) über die rituelle
    Benetzung von Verbänden.
    Teil 12: Die rituelle Ganzwaschung (al-Ghusl)
    Teil 13: Verbote für den rituell Unreinen, bis er die Ganzwaschung (Ghusl) vollzieht
    Teil 14: Die rituelle Reinigung mit Erde (Tayammum)
    Teil 15: Annullierung des Tayammum
    Teil 16: Islamische Rechtssprüche (Fatawy) in Bezug auf die rituelle Reinigung mit Erde (at-Tayammum) Teil 17: Wie wird die rituelle Reinheit bei Kranken
    durchgeführt?
    Geändert von Ibn Muhammed (19.01.2010 um 12:19 Uhr)

  3. #3
    Ibn Muhammed
    Nicht registriert

    Die Muslime sprechen bei der Erwähnung von Allah (), dem Propheten Muhammad (), allen anderen Propheten(), den Engeln () und den rechtschaffenen Gefährten () des Propheten Muhammad besondere Segenswünsche. Diese stehen in diesem Buch auf arabisch hinter dem Namen und bedeuten folgendes:

    1. ALLAH : Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste.
    2. der Prophet Muhammad: salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Preisen und Frieden auf ihm.
    3. bei der Erwähnung aller Engel und Propheten: ´alaihi salaam. Friede sei mit ihm.
    4. Gefährte des Propheten Muhammad: radia-llahu ´anhu. Allahs Wohlgefallen auf ihm.
    5. Gefährten des Propheten Muhammad : radia-llahu ´anhum Allahs Wohlgefallen auf ihnen
    رب (Rabb) Manche bevorzugen es, den Ausdruck „Rabb“ als „Herr“ zu übersetzen. Angesichts der Tatsache, dass es sich beim Letzteren um einen biblischen Ausdruck handelt, der sich angeblich auf den Diener Allahs, den Propheten Jesus, bezieht, wäre es besser, das arabische Wort beizubehalten, denn das Wort „Herr“, welches sich auf Meister, Führer, Besitzer oder Herrscher begrenzt, kann niemals die umfassende Bedeutung des Ausdrucks „Rabb“ übermitteln. Im Arabischen bedeutet der Ausdruck „Rabb“: der Schöpfer, der Gestalter, der Ernährer, der Einzige, von Dem die Möglichkeit der Existenz aller Geschöpfe abhängt, und der Einzige, der Leben gibt und den Tod veranlasst.
    Geändert von Ibn Muhammed (19.01.2010 um 12:07 Uhr)

  4. #4
    Ibn Muhammed
    Nicht registriert

    دين (Diin) Das Wort, das allgemein als Religion übersetzt wird ist Diin, was im Arabischen gewöhnlich auf eine Lebensart hinweist, die sowohl privat als auch öffentlich ist. Es umfasstalle Handlungen des Gottesdienstes, politische Verfahrensweisen und ein detailliertes Gesetz für das Verhalten bzw. Handhabung, sei es in Bezug auf die Hygiene oder andere allgemeine Angelegenheiten.


    Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Alles Lob gebührt Allah und Sein Segen und Friede seien auf unserem Propheten Muhammad, dessen Familie und Gefährten.

    Vorwort:

    Die rituelle Reinheit ist ein sehr schönes, angenehmes und liebliches Wort, das man gern hört. Und es ist etwas, das sich jeder vernünftige Mensch als seinen ständigen Begleiter wünscht. Aus islamischer Sicht ist es ein allgemeiner und umfassender Begriff und nicht begrenzt. Man meint damit die körperliche rituelle Reinheit (Taharah) und die Reinigung von Notdurft und rituell unreinen Substanzen (an-Nadschasa). Aber auch die seelische rituelle Reinheit (Taharah) ist damit inbegriffen: die Reinigung der Seele von Unkorrektheiten, das Vermeiden bzw. Unterlassen von Sünden und schlechten Taten, das Vollbringen von guten Taten und Sprechen von Gutem usw. Der folgende Hadith, der von Abu Huraira (r) überliefert wurde, beweist, dass es sich bei diesem Begriff um eine allgemeine und umfassende Bezeichnung handelt. Der Gesandte des Islam sagte:


    Stellt euch vor, jemand von euch hätte vor seiner Haustür einen Fluss, in dem er fünfmal am Tag baden würde; würde dann etwas von seinem Schmutz an ihm zurückbleiben?“ Die Leute antworteten: „Nichts von seinem Schmutz würde an ihm zurückbleiben.“ Der Prophet sagte: „Genauso ist es mit den fünf Gebeten, durch die Allah die Sünden tilgt.” (Sahih Al-Bukhari, Hadith Nr.505)

    Ein Gebet wird ohne rituelle Reinheit nicht angenommen. Und die rituelle Gebetswaschung (Wudu') ist die Reinigung mit Wasser zur Aufhebung der kleineren Unreinheiten (z.B. das Beseitigen der großen und kleinen Ausscheidungen). Der Prophet sagte:


    Allah nimmt ein Gebet ohne Reinigung nicht an und keine Almosen (Sadaqah) von Betrug.” (Sahih Muslim,Hadith Nr. 224)

    Wer sich so reinigt, wie Allah es ihm befohlen hat und wie es der Gesandte Allahs beschrieben hat, dem dient das Gebet als Reinigung von Sünden, Fehlern und Schändlichem. Der Islam ist die Religion der äußeren und inneren Reinheit. Und es wird sehr stark darauf hingewiesen, bei der körperlichen rituellen Reinigung nicht nachlässig zu sein, denn sie ist eine Bedingung für manche islamischen gottesdienstlichen Handlungen (Ibadat), damit sie angenommen werden, wie zum Beispiel: das Gebet (al-Salah), die rituelle siebenmalige Umrundung der Ka`ba (at-Tawaf), die Berührung des Qur´an usw..
    Von Ibn Abbas (r) wird überliefert, dass der Gesandte Allahs an zwei Gräbern vorbeiging und sagte:

    Die Bewohner dieser Gräber werden gepeinigt, und dabei geht es nicht um schwerwiegende Sünden. Einer von den beiden ging herum und verbreitete üble Nachrede (Namimah) über die anderen, und der andere pflegte sich während des Urinierens nicht vor der Öffentlichkeit zu schützen. Der Prophet ließ sich dann einen Palmzweig holen, brach diesen in zwei Stücke und legte (pflanzte) auf jedes Grab ein Stück davon. Anschließend sagte er: “Diese mögen ihnen die Pein erleichtern, solange sie noch nicht ausgetrocknet sind.” (Sunan Al-Bukhari, Hadith Nr.5705)

    Die Vorschriften der Religion motivieren zur Sauberkeit und befehlen sie. Jaber () sagte: Der Gesandte() kam zu uns und sah einen Mann, dessen Haare sehr durcheinander waren und sagte:


    Konnte er nichts finden, um damit sein Haar in Ordnung zu bringen?“ Dann sah er einen anderen Mann, mit sehr schmutzigen Kleidern und sagte: „Konnte er nichts finden, um seine Kleider zu waschen?” (Musnad Al-Imam Ahmad,Hadith Nr.14893)

    1. Die rituelle Reinheit von den Sünden. Allah (I) sagt:
    (Nimm von ihrem Besitz ein Almosen, mit dem du sie rein machst und läuterst...) (Qur´an 9:103)

    Von Ibn Abbas (y) wird berichtet:

    Der Prophet () forderte die Abgabe des Fastenbrechens (Zakat-ul-Fitr) als Reinigung und Ausgleich für die Verfehlung während des Fastens und eine Gunst für die Bedürftigen und armen Menschen. Wer sie vor dem Fest-Gebet entrichtet, dem ist sie eine angenommene Zakaat und wer sie nach dem Fest-Gebet entrichtet, dem ist sie eine Spende.” (Sunan Abu Dawud, Hadith Nr.1609)




    2. Die Reinigung von den Götzen. Allah (I) sagt:
    (Und Wir verpflichten Ibrahim und Ismail: „Reinigt Mein Haus für diejenigen, die den Umlauf vollziehen und die sich (dort) zur Andacht zurückziehen und die sich (vor Allah) verbeugen und niederwerfen.) (Qur´an 2:125)


    3. Die rituelle Reinheit ist eine großartige und herrliche Sache. Allah (I) sagt:
    (Diejenigen von den Leuten der Schrift und den Götzendienern, die ungläubig sind, werden sich nicht (eher von ihrem Unglauben) lösen, bis (dass) der klare Beweis zu ihnen kommt. Ein Gesandter von Allah, der gereinigte Blätter verliest, in denen rechte Schriften sind.) (Qur´an 98:1-3)


    4. Die rituelle Reinheit in erlaubter Form. Allah (I) sagt:
    (Auf ihnen werden grüne Gewänder aus Seidenbrokat sein und schwerer Brokat, und geschmückt werden sie sein mit Armreifen aus Silber. Und zu trinken wird ihr Herr ihnen ein reines (auch: reinigendes) Getränk geben.) (Qur´an 76:21)

    5. Die rituelle Reinheit des Herzen von den Sünden. Allah (I) sagt:
    (Und wenn ihr sie um einen Gegenstand bittet, so bittet sie hinter einem Vorhang. Das ist reiner für eure Herzen und ihre Herzen.) (Qur´an 33:53)


    6. Die rituelle Reinheit von dem Schändlichen. Allah (I) sagt:
    (Und als die Engel sagten: „O Maryam, Allah hat dich auserwählt und dich rein gemacht und dich auserwählt vor den Frauen der (anderen) Weltenbewohner!.) (Qur´an 3:42)


    7. Die rituelle Reinheit um den Rang bei Allah zu erhöhen. Allah (I) sagt:
    (Haltet euch in euren Häusern auf; und stellt euch nicht zur Schau wie in der Zeit der früheren Unwissenheit. Verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe und gehorcht Allah und Seinem Gesandten. Allah will gewiss nur den Makel von euch entfernen, ihr Angehörigen des Hauses, und euch völlig rein machen.) (Qur´an 33:33)


    8. Die rituelle Reinheit von Schmutz und Makel. Allah (I) sagt:
    (Diejenigen aber, die glauben und rechtschaffene Werke tun, werden Wir in Gärten eingehen lassen, durcheilt von Bächen, ewig und auf immer darin zu bleiben. Darin haben sie vollkommen gereinigte Gattinnen; und Wir lassen sie in vollkommenen Schatten eingehen.) (Qur´an 4:57)

    9. Die rituelle Reinheit von der Notdurft. Allah (I) sagt:
    (O die ihr glaubt, wenn ihr euch zum Gebet aufstellt, dann wascht euch das Gesicht und die Hände bis zu den Ellenbogen und streicht euch über den Kopf und (wascht euch) die Füße bis zu den Knöcheln. Und wenn ihr im Zustand der Unreinheit seid, dann reinigt euch. Und wenn ihr krank seid oder auf einer Reise oder jemand von euch vom Abort kommt oder ihr Frauen berührt habt und dann kein Wasser findet, so wendet euch dem guten Erdboden zu und streicht euch damit über das Gesicht und die Hände. Allah will euch keine Bedrängnis auferlegen, sondern Er will euch reinigen und Seine Gunst an euch vollenden, auf dass ihr dankbar sein möget.) (Qur´an 5:6)

    Geändert von Ibn Muhammed (19.01.2010 um 12:21 Uhr)

  5. #5
    Ibn Muhammed
    Nicht registriert

    Die Eigenschaften der rituellen Reinheit (Taharah)

    1. Ihrem Vorteil gleicht die Hälfte des Glaubens (Iman). Der Gesandte des Islam () sagte: Die Reinheit ist die Hälfte des Glaubens. Al-Hamdu lillah (alles Lob gebührt Allah) füllt die Waagschale, und subhana Allah (gepriesen sei Allah) und al-Hamdu lillah füllen, was zwischen Himmel und Erde ist. Das Gebet ist ein Licht, Almosen ein Beweis, Standhaftigkeit ein Glanz (Geduld eine Erleuchtung), und der Qur´an ein Beweis für oder gegen dich. Jedermann geht in den Tag und verkauft seine Seele (sich selbst) und bringt (entweder) ihre (seine) Befreiung oder ihr (sein) Verderben (herbei).” (Sahih Muslim, Hadith Nr.223)

    2. Sie ist ein Grund der Liebe zu Allah und das Erlangen Seiner Zufriedenheit. Allah (
    ) sagt:Allah liebt die Reumütigen, und Er liebt die, die sich rein halten. (Qur´an 2:222)
    Von Abu Huraira () wird überliefert, dass der Prophet ()sagte:
    Dieser Vers wurde für die Bewohner von Qibaa herabgesandt: In ihr sind Männer, die es lieben, sich zu reinigen. Und Allah liebt die sich Reinigenden. (Qur´an 9:108)
    Sie lieben es, sich mit Wasser zu reinigen.” (Sunan Ibn Majah, Hadith Nr.277)

    3. Die Einhaltung der rituellen Reinheit ist eine Eigenschaft der Gläubigen (
    Mu`minien), weil sie ein ritueller Gottesdienst (Ibadah) ist, den nur Allah () beobachten kann. Der Gesandte des Islam () sagte: Seid gerade und standhaft, und ihr werdet es nicht können, ihr sollt wissen, dass eure beste Tat das Gebet ist, und nur der Gläubige (Mu`min) hält seine rituelle Reinheit (Wudu') ein.” (Sunan Ibn Maja,Hadith Nr. 277)

    4. Die Einhaltung der rituellen Reinheit ist ein Grund, damit das Flehen und die Bittgebete zu Allah (
    ) erhört und angenommen werden können. Der Gesandte des Islam () sagte: Es gibt keinen Muslim der mit voller Reinheit ins Bett geht, dann in der Nacht aufsteht, Allahs gedenkt und Ihn um etwas besseres im Diesseits und Jenseits bittet, ohne dass Allah sein Flehen erfüllt.” (Musnad Al-Imam Ahmad,Hadith Nr.17062)

    5. Die Einhaltung der rituellen Reinheit ist ein Grund für die Erhöhung des Ranges bei Allah. Von Abu Huraira (
    ) wird überliefert, dass der Prophet () beim Fajr-Gebet (Morgengebet) zu Bilal sagte: "O Bilal, erzähl mir von einer Tat, die du im Islam begingst, und auf deren Lohn du am meisten hoffst! In dieser Nacht hörte ich deine Schritte vor mir im Paradies." Da sagte Bilal: “Ich habe keine Tat im Islam begangen, auf deren Lohn ich am meisten hoffe, außer dass ich keine vollständige große rituelle Waschung bei Tag oder bei Nacht unternehme, ohne dass ich mit dieser Reinheit bete, solange es Allah will.” (Sahih Al-Bukhari, Hadith Nr.1098)

    6. Die rituelle Reinheit ist eine Vergebung von Sünden. Der Gesandte des Islam (
    ) sagte: Wer immer für das fällige Gebet sorgfältig Wudu durchführt und die Verbeugungen demütig auf die beste Weise macht, dem werden die vorher begangenen Verfehlungen verziehen, solange sie keine große Sünden sind. Dies gilt das ganze Leben.” (Sahih Muslim,Hadith Nr.228)

    7. Allah tilgt mit ihr die Sünden und erhöht mit ihr den Rang bei IHM. Der Gesandte des Islam (
    ) sagte: Wollt ihr nicht, dass ich euch etwas sage, womit Allah die Sünden tilgt und den Rang (bei Ihm) erhöht?" Sie sagten: "Doch bitte, o Gesandter Allahs!" Er sagte: "Das Verrichten des (vorschriftsmäßig) ausgeführten Wudu` trotz Unannehmlichkeiten, das häufige Beten in den Moscheen und das Abwarten nach einem Gebet auf das folgende Gebet, denn dies ist gewiss das (bestrebte) Wachen.” (Sahih Muslim,Hadith Nr.251)

    Und der Gesandte des Islam (
    ) sagte:

    Wenn ein Mensch mit der Gebetswaschung beginnt und seinen Mund ausspült und seine Nase reinigt, werden die Sünden seines Mundes und seiner Nase weggespült. Wenn er dann sein Gesicht wäscht, wie Allah es befohlen hat, werden die Sünden seines Gesichts durch seine Augen fortgespült. Dann wäscht er seine Hände bis zum Ellenbogen hinauf, und die Sünden seiner Hände werden mit Wasser durch seine Finger hindurch fortgespült. Dann fährt er mit den nassen Händen über seinen Kopf, und die Sünden seines Kopfes werden über seine Ohren mit Wasser fortgespült. Dann wäscht er seine Füße bis zu den Knöcheln, und die Sünden seiner Füße werden mit Wasser durch seine Zehen fortgespült. Und seine Schritte zur Moschee und das anschließende Gebet werden zusätzlich anerkannt.”
    (Al-Mustadrak ala Al- Sahihain,Hadith Nr.446)

    8. Sie ist eine natürliche Veranlagung (
    Fitra). Der Gesandte des Islam () sagte: Zehn Sachen gehören zur natürlichen Veranlagung des Menschen (Al-Fitra): „ Das Stutzen des Schnurrbartes, die Pflege des Vollbartes, der Siwak, das Wasser in die Nase hineinziehen, das Schneiden der (Finger- und Fuß) Nägel, das Waschen der Fingerzwischenräume, das Zupfen der Achselhaare, das Entfernen der Schamhaare, dann sagte Mesaab: ich habe die Zehnte vergessen, wenn es nicht die Mundspülung war.” (Sahih Muslim,Hadith Nr.261)

    9. Von den Besonderheiten und Vorteilen des Wudu'-Gebets, die in dem Hadith von Abu Huraira (
    ) erwähnt werden: Der Gesandte Allahs ()besuchte den Friedhof (in Madina) und sagte: As-Salamu alaikum (Friede sei über euch), o Bewohner dieser Stätte der Gläubigen! Wir werden euch, so Allah will (Inschaallah), nachfolgen. Ich wünschte, wir hätten unsere Brüder sehen können!“ Man fragte ihn: "O Gesandter Allahs! Sind wir nicht deine Brüder?" Er sagte: "Ihr seid meine Gefährten, denn unsere Brüder sind diejenigen, die noch nicht geboren sind." Sie fragten: "O Gesandter Allahs! Wie wirst du jene aus deiner Gemeinde erkennen, wenn sie noch nicht gekommen sind?" Er sagte: "Seht ihr: Wenn jemand weiß gestiefelte Pferde mit hellglänzenden Flecken an der Stirn hätte, würde er sie nicht unter schwarzen erkennen?" Sie antworteten: "Doch, o Gesandter Allahs!" Er sagte: "So werden sie (am Tag der Auferstehung) mit leuchtenden Gesichtern und weißen Gliedmaßen zur (einzigen) Quelle kommen, wobei ich sie führe und ihnen zu trinken gebe. Einige jedoch werden von meinem Wasserbecken (Haud) entfernt, genauso wie das streunende Kamel weggejagt wird. Ich werde sie rufen und sagen: "Kommt her!" Mir wird aber gesagt: "Sie haben sich nach dir (in der Religion) verändert." Da werde ich sagen: "Nieder mit dem, nieder mit dem, der sich nach mir abgewandt hat.” (Sahih Muslim,Hadith Nr.249)

    10. Die Einhaltung der rituellen Reinheit (
    Taharah) und Sauberkeit ist ein wichtiger Weg um sich vor Krankheiten zu schützen. Es ist auch bekannt, dass das Vorbeugen besser als die Behandlung ist. In den alten Zeiten wurde gesagt: „Ein Dirham Schutz ist viel besser als eine Tonne Behandlung.“ InschaAllah wird unser Thema in diesem Büchlein "Die körperliche rituelle Reinheit (Taharah)" sein. Ich bitte Allah, den Absoluten Könner, den Höchsten, Dessen Stellung unvorstellbar ist, dass Er dieses Werk für alle nützlich macht.
    Geändert von Abdu ar Rahman (24.01.2010 um 21:03 Uhr)

  6. #6
    Abdu ar Rahman
    Nicht registriert

    Die körperliche rituelle Reinheit (Taharah)


    Die rituelle Gebetswaschung (Wudu') ist eine vorgeschriebene Bedingung für ein gültiges Gebet, ganz gleich ob es ein Pflicht- (Fard)gebet oder freiwilliges (Sunnah) Gebet ist.

    Es wird kein Gebet ohne gültige Gebetswaschung und kein Almosen von Betrug angenommen.” (Sahih Muslim, Hadith Nr. 224)

    Derjenige, der die rituelle Gebetswaschung (
    Wudu') vornehmen will, soll sich nach dem Verrichten der Notdurft, wie Ausscheidung von Urin oder Exkrementen, alle unreinen Substanzen (an-Nadschasa) von den beiden Bereichen entfernen; und dies kann er entweder mit Istenjaa oder mit Istejmaroder mit beiden tun. Wenn er nur eines von beiden benutzen will, dann istIstenjaamit Wasser besser, denn das Wasser ist noch wirksamer bei der Reinigung und Säuberung des Körpers und entfernt die unreinen Substanzen (an-Nadschasa).

    Von Al-Miqdad wird berichtet:

    Er wäscht sein Glied und vollzieht Wudu'.”
    (Sahih Muslim, Hadith Nr. 303)

    Man muss sich von unreinen Substanzen (an-Nadschasa) aller Art reinigen. Und es wurde mit voller Schärfe und Härte vor denen gewarnt, die sich nicht von ihrem Urin reinigen und bei der körperlichen rituellen Reinheit nachlässig sind.

    Von Ibn Abbas () wird überliefert, dass der Gesandte () an zwei Gräbern vorbeiging und sagte:

    Die Bewohner dieser Gräber werden gepeinigt, und dabei geht es nicht um schwerwiegende Sünden. Einer von den beiden ging herum und verbreitete üble Nachrede (Namimah) über die anderen, und der andere pflegte sich während des Urinierens nicht vor der Öffentlichkeit zu schützen. Der Prophet ließ sich dann einen Palmzweig holen, brach diesen in zwei Stücke und legte (pflanzte) auf jedes Grab ein Stück davon. Anschließend sagte er: “Diese mögen ihnen die Pein erleichtern, solange sie noch nicht ausgetrocknet sind.” (Sunan Al-Bukhari, Hadith Nr.5705)


    Was ist Istenjaa und Istejmar


    • Istenjaa ist die Säuberung und Entfernung von allem, was über die zwei Ausscheidungswege ausgeschieden wird, wie z.B. Urin usw., mit Wasser.
    • Istejmar ist die Säuberung und Entfernung von allem, was über die zwei Ausscheidungswege ausgeschieden wird, wie Urin und Exkremente, mit Steinen oder etwas Ähnlichem, wie Textilstoff, Papier usw. Die beiden Ausscheidungsstellen sollen mit drei sauberen und reinen Steinen von den unreinen Substanzen (an-Nadschasa) gereinigt werden.

    Der Gesandte Allahs (
    ) sagte:

    Wenn jemand von euch zum Abort geht, dann soll er drei Steine mitnehmen um sich damit zu reinigen, dies genügt.”
    (Sunan Al-Nisaai,Hadith Nr. 44)

    Man kann mehr als drei Steine mitnehmen, bis man sicher ist, dass die
    unreinen Substanzen (an-Nadschasa) gänzlich entfernt sind. Bevorzugt werden Steine in der ungeraden Zahl (Witr) (3,5,7 usw.) verwendet. Der Prophet () sagte:

    Wenn jemand von euch Istejmar vorhat, dann soll er es mit einer ungeraden Zahl an Malen tun!”
    (Sahih Muslim,Hadith Nr.239)

    Man soll mit der rechten Hand weder Istejmar noch Istenjaa vornehmen. Von Abdulrahman ibn Zaid () wird berichtet, dass zu Salman gesagt wurde:Euer Gesandte () hat euch über alles unterrichtet, sogar über die Notdurft.”, woraufhin Salman sagte:

    Ja, “Er hat uns angewiesen, bei der Verrichtung unserer Notdurft (Urinieren usw..) nach Möglichkeit nicht in Richtung Qiblah (Ka`ba) zu sein. Und nicht mit der rechten Hand Istenjaa zu machen, auch dies nicht mit weniger als drei Steinen zu tun, oder wir können Istenjaa mit einem Knochen machen.”
    (Sahih Muslim,Hadith Nr.262)
    Geändert von Abdu ar Rahman (04.02.2010 um 17:20 Uhr)

  7. #7
    Abdu ar Rahman
    Nicht registriert

    Was ist die rituelle Gebetswaschung (al-Wudu')?


    Unter Wudu' versteht man die Waschung (Reinigung) bestimmter Körperteile mit Wasser, das die Eigenschaften „rein und reinigend“ (tahur) besitzt. Die Körperteile sind: das Gesicht, die Hände, der Kopf und die Füße.


    - Die rituelle Gebetwaschung (al-Wudu') ist Pflicht:


    • Für das Gebet, ob Pflicht (Fard) oder Sunnah. Der Prophet () sagte:
    Es wird kein Gebet ohne gültige Gebetswaschung und kein Almosen von Betrug angenommen.” (Sahih Muslim,Hadith Nr. 224)
    • Über die rituelle siebenmalige Umrundung der Ka`ba (at-Tawaf) sagte der Prophet () :
    Die rituelle siebenmalige Umrundung der Ka`ba (at-Tawaf) ist ein Gebet, nur hat Allah dabei das Sprechen erlaubt, wer etwas spricht, so soll er nur Gutes sagen.” (Sahih Ibn-Haban,Hadith Nr. 3846)
    • Bei der Berührung des Qur´an.
    Von Abu Bakr bin Muhammad bin Amro, wird überliefert, dass der Prophet () einen Brief an die Bewohner von Yemen schrieb, der folgendes enthielt:

    Nur der rituell Reine darf den Qur´an berühren.” (Sunan Al-Baihaqii, Hadith Nr.414)




    Geändert von Abdu ar Rahman (04.02.2010 um 17:19 Uhr)

  8. #8
    Abdu ar Rahman
    Nicht registriert

    Pflicht-Teile der rituellen Gebetswaschung (al-Wudu’)


    1. Die Absicht
    (Niyyah). Die Absicht soll im Herzen gefasst werden. Zur Durchführung der rituellen Ganzwaschung muss sie davor gefasst werden. Denn es ist nicht bekannt, dass der Gesandte () bei seinem Wudu’, Gebet und allen anderen gottesdienstlichen Handlungen (Ibadat), außer beim Hadsch, die Absicht mit der Zunge ausgesprochen hat. Der Beweis dafür ist der Hadith des Propheten (): Wahrlich, die Taten sind entsprechend den Absichten, und jedem Menschen (gebührt), was er beabsichtigt hat. Wer also seine Auswanderung (Hijrah) um Allahs und Seines Gesandten willen unternahm, dessen Auswanderung (Hijrah) war für Allah und Seinen Gesandten, und wer seine Auswanderung (Hijrah) um der Welt willen (Diesseits) unternahm, sie zu erlangen, oder wegen einer Frau, sie zu heiraten, dessen Auswanderung (Hijrah) war für dessentwegen er auswanderte.” (Sahih Al-Bukhari, Hadith Nr. 6311)

    2. Für die
    Tasmiya am Anfang des Wudu’ sagt man:“Bismillah - Im Namen Allahs”. Von Abu Huraira () wird überliefert, dass der Prophet () sagte:
    Kein gültiges Wudu’ für denjenigen, der nicht den Namen Allahs ausgesprochen hat.” (Sunan Al-Darmii,Hadith Nr. 691)

    3. Dreimaliges Waschen der Hände zu Beginn der Gebetswaschung.
    Denn in der Überlieferung von Aaws Ibn Aaws Al-Thaqafi () heißt es:
    Ich sah den Propheten () seine rituelle Gebetswaschung verrichten und wie er seine Hände dreimal wusch.” (Musnad Al-Imam Ahmad, Hadith Nr. 16225)

    4. Dreimaliges Ausspülen des Mundes und der Nase mit der rechten Hand und Säuberung der Nase mit der linken Hand.
    In einer Überlieferung wird berichtet, dass Ali () nach dem Fajrgebet in den Hof ging, sich setzte und zu einem Jungen sagte:
    Bring mir reines Wasser." Der Junge brachte ihm einen Wasserbehälter und eine Schüssel, woraufhin Ali () sagte: "Ein guter Diener." Wir saßen und schauten ihm zu. Er nahm mit der rechten Hand den Wasserbehälter und goss Wasser in seine linke Hand, stellte den Behälter zurück und wusch beide Hände, diesen Vorgang wiederholte er dreimal, ohne seine Hände in den Wasserbehälter zu führen. Dann führte er seine rechte Hand in den Wasserbehälter, nahm sie heraus und spülte Mund und Nase mit einer Hand. Er tat dies dreimal. Er führte dann wieder seine Hand in den Wasserbehälter, nahm sie heraus und wusch sein Gesicht dreimal. Er führte noch mal seine Hand in den Wasserbehälter, nahm sie dann heraus, und wusch jeden Arm bis zu den Ellenbogen dreimal. Er führte dann seine Hand in den Wasserbehälter, nahm sie heraus und strich mit beiden Händen über seinen Kopf von vorne nach hinten und von hinten nach vorne nur einmal. Letztlich wusch er seine Füße bis zu den Knöcheln jeweils dreimal. Er führte dann seine Hand in den Wasserbehälter, entnahm Wasser und trank es. Anschließend sagte er: Genauso pflegte der Gesandte Allahs () seine rituelle Gebetswaschung (Wudu’) durchzuführen. Wer also wissen will, wie der Prophet seine Gebetswaschung vornahm, so ist es genauso, wie ich es gemacht habe.” (Sahih Ibn Habban,Hadith Nr.1079)

    5. Waschen des Gesichts, dreimal. Zum Gesicht zählt der Bereich vom Haaransatz über der Stirn bis zum Unterteil des Kinns, und vom Ohrläppchen bis zur Ohrspitze. Allah (
    ) sagt:O die ihr glaubt, wenn ihr euch zum Gebet aufstellt, dann wascht euch das Gesicht und die Hände bis zu den Ellenbogen und streicht euch über den Kopf und (wascht euch) die Füße bis zu den Knöcheln. (Qur´an 5:6)

    6. Waschen der Arme, dreimal von den Fingerspitzen bis zu den Ellenbogen, beginnend mit der rechten Seite. Falls man einen Ring oder eine Uhr trägt, soll man sie während dem Waschen bewegen, damit das Wasser auch an diese Stellen kommt. Der Prophet (
    ) sagte: Wenn ihr euch angezogen habt und die Gebetswaschung vollzieht, so fangt mit rechts an.” (Sahih Ibn-Habban,Hadith Nr. 1090)
    Von Nu`aim bin Abdullah Al-Mujmir, der sagte:
    Ich habe Abu Huraira () bei der Gebetswaschung zugeschaut. Er wusch sein Gesicht, er nahm dann Wasser in die Hand und wusch damit seinen rechten Unterarm bis über das Ellenbogengelenk, dann nahm er Wasser in die Hand und wusch damit seinen linken Unterarm bis über das Ellenbogengelenk. Dann strich er über seinen Kopf. Danach nahm er wieder Wasser in die Hand, verteilte es auf seinem rechten Fuß und wusch ihn bis über den Knöchel, nahm dann Wasser in die Hand und wusch damit seinen linken Fuß bis über den Knöchel." Anschließend sagte er: "Genauso sah ich den Gesandten Allahs (), als er den Wudu` vorgenommen hat." Und berichtet weiter, dass der Gesandte Allahs () sagte: "Ihr seid diejenigen, die mit einem Mal an der Stirn und einem Reifen am Fußgelenk (als Spuren des Wudu`), am Tag der Auferstehung erscheinen werden. Wer von euch die Dauer seiner Niederwerfung (Sudschud) verlängern kann, der soll es tun.” (Sahih Muslim, Hadith Nr. 246)

    7. Das Bestreichen des Kopfes und der Ohren mit nassen Händen, nur einmal. Beginnend am vorderen Teil des Kopfes, nach hinten und wieder zurück. Abdullah bin Zaid (
    ) sagte,dass der Prophet (), mit beiden Händen über seinen Kopf strich, angefangen vom Vorderteil seines Kopfes über die Haare bis zum Hinterkopf und wieder zurück.” (Sahih bin Khusaimah,Hadith Nr.155)

    8. Das Führen der Zeigefinger in die Ohren und das Außen-Entlangstreichen mit den Daumen. Ibn Abbas (
    ) beschrieb die rituelle Gebetswaschung des Propheten (): Dann strich er einmal über seinen Kopf und die Ohren.” (Sunan Abu Dawud, Hadith Nr.133)
    Und in einer anderen Erzählung:
    Dann strich er über seinen Kopf, führte die Zeigefinger in die Ohren und strich mit den Daumen außen entlang.” (Sahih Ibn Habban, Hadith Nr.1086)
    Der Prophet () sagte:
    Die Ohren sind Teil des Kopfes.” (Sunan Ibn Majah)

    9. Waschen der Füße, dreimal, beginnend von den Zehenspitzen bis zu den Knöcheln und beginnend mit dem rechten Fuß. Ibn Omar (
    ) sagte: Der Prophet () blieb einmal auf einer Reise, die wir unternommen hatten, hinter uns zurück. Er holte uns ein, als wir gerade den Wudu für ein Gebet vornahmen, welches schon überfällig war; wir fuhren deshalb (in Eile) mit den Händen über unsere Füße, da wandte sich der Prophet () mit lauter Stimme uns zu und sagte: "Wehe den Fersen, wenn sie im Feuer brennen." Und er wiederholte es zwei - oder dreimal.” (Sahih Al-Bukhari,Hadith Nr. 60)

    10. Bei der rituellen Gebetswaschung soll die Reihenfolge beachtet werden, deshalb soll man die Reinigung, wie Allah im folgenden Vers (Ajat) befohlen hat, Glied nach Glied, vornehmen. Allah (
    ) sagt:O die ihr glaubt, wenn ihr euch zum Gebet aufstellt, dann wascht euch das Gesicht und die Hände bis zu den Ellenbogen und streicht euch über den Kopf und (wascht euch) die Füße bis zu den Knöcheln. (Qur´an 5:6)


    Man soll sich an das halten, was der Prophet () getan hat und die Reihenfolge beachten. Der Prophet () sagte:
    Dies ist die Gebetswaschung (Wudu´) und Allah nimmt kein Gebet ohne sie an.” (Sunan Ibn Majah)

    11. Bei der rituellen Gebetswaschung soll die Reihenfolge eingehalten werden, deshalb soll man die Reinigung wie Allah es in der vorigen Ajat befohlen hat, Glied nach Glied, vornehmen. Man soll sich beim Waschen eines Gliedes nicht so lang aufhalten, dass das vorige Glied trocknet. Der Prophet (
    ) sah einen betenden Mann, der auf seinem Fuß einen trockenen Fleck (so groß wie ein Dirham) hatte. Der Prophet () wies ihn dazu an, die Gebetswaschung und das Gebet zu wiederholen.” (Sunan Abu Dawud,Hadith Nr.175)
    Geändert von Abdu ar Rahman (28.01.2010 um 15:07 Uhr)

  9. #9
    Abdu ar Rahman
    Nicht registriert

    Zusammenstellung der ausreichenden rituellen

    Gebetswaschung (Wudu’)




    • Die Absicht(Niyyah), sie soll im Herzen gefasst werden.
    • Die Tasmiya, das man am Anfang des Wudu`s “Bismillah” sagt.
    • Mund ausspülen und Säuberung der Nase einmal.
    • Gesicht einmal waschen.
    • Arme einmal bis zu den Ellenbogen waschen.
    • Bestreichen des Kopfes mit den Ohren, nur einmal.
    • Waschen der Füße bis zu den Knöcheln einmal.
    • Bei der rituellen Gebetswaschung soll die Reihenfolge beachtet werden.
    Geändert von Abdu ar Rahman (04.02.2010 um 17:07 Uhr)

  10. #10
    Abdu ar Rahman
    Nicht registriert

    Sunnah-Teile der rituellen Gebetswaschung (Wudu’)


    1.
    Der Siwak, nach der Aussage des Propheten (
    ):

    Wäre es für meine Umma nicht eine Last, hätte ich sie angewiesen, bei jeder Gebetswaschung den Siwak zu benutzen.” (Al-Mustadrak ala Al-Sahihain,Hadith Nr.516)

    2. Waschen des Bartes. In der Überlieferung von Anas () heißt es, dass der Gesandte Allahs () beim Vollziehen des Wudu´ mit einer Hand voll Wasser seinen Bart mit seinen Fingern durchfuhr und sagte:
    So hat es mir Allah () befohlen.”(Sunan Abu Dawud, Hadith Nr.145)

    3. Massieren der gewaschenen Glieder. Von Abdullah bin Zaid ()wirdberichtet:

    Der Gesandte () bekam einen Eimer Wasser, der zu zwei Dritteln gefüllt war; damit hat er seine Gebetswaschung vorgenommen, dann massierte er seine Arme.” (Sahih Ibn Habban,Hadith Nr.1083)

    4. Überschreiten der festgelegten Grenzen beim Waschen des Gesichtes, der Arme und der Füße, gemäß der Aussage des Propheten ():

    Die Angehörigen meiner Umma werden am Tage der Auferstehung aufgerufen, und sie werden mit einem Mal auf der Stirn und einem Reifen am Fußgelenk – als Spuren des Wudu`- erscheinen. Wer von euch dann die Dauer seiner Niederwerfung (Sudschud) verlängern kann, der soll es tun.” (Sahih Al-Bukhari, Hadith Nr.136)

    5. Waschen der Finger- und Zehenzwischenräume. Ibn Abbas () berichtet, dass der Prophet () sagte:

    Wenn du die Gebetswaschung verrichtest, dann sollst du das Wasser zwischen deine Finger und Zehen führen.” (Al-Mustadrak ala Al-Sahihain,Hadith Nr.648)

    Hier muss darauf geachtet werden, dass Ringe an den Fingern bewegt werden, damit das Wasser auch diese Stellen erreichen kann. Es wurde vom Propheten () überliefert:

    Wenn er seine Gebetswaschung vollzog, bewegte er seinen Ring.” (Sunan Ibn Majah, Hadith Nr.449)

    6. Man soll beim Hineinziehen des Wassers in die Nase übertreiben, aber dies gilt nur für die Nicht-Fastenden. Luqait bin Sabrah () überlieferte von seinem Vater und sagte: "Ich sagte: O Prophet Allahs (), berichte mir über Wudu´. Er sagte:

    Übertreibe bei der Gebetswaschung: du sollst das Wasser zwischen deine Finger führen und übertreibe beim Hineinziehen des Wassers in die Nase, es sei denn du fastest.” (Sahih Ibn Khusaimah,Hadith Nr.150)

    7. Sparsam mit dem Wasser umgehen. Von Abdullah bin Mughafal (), dass er seinen Sohn sagen hörte:

    O Allah ich bitte Dich um den weißen Palast auf der rechten Seite des Paradieses. “ Ich sagte: “ O mein Sohn, wenn du Bittgebete sprichst, dann bitte Allah um das Paradies (Jannah) und suche Zuflucht bei Ihm vor dem Höllenfeuer, denn ich habe den Propheten () sagen hören: “Gegen Ende der Zeit werden die Menschen in den Bittgebeten und in der Reinheit übertreiben.” (Sahih Ibn Habban,Hadith Nr. 6763)

    Und unser Vorbild ist der Prophet Allahs (), der Gefährte des Propheten Allahs () Abu Bakr sagte:

    Der Prophet () hat sich immer mit einer Saa` (ein altes Hohlmaß, das etwa 3 kg beträgt) Wasser gewaschen (Ganzwaschung) und mit einer Mud (eine Maßeinheit, die 2 Handvoll gleicht) gereinigt.”(Sahih Muslim,Hadith Nr. 326)

    8. Das Bittgebet danach. Von Omar () wird berichtet, dass der Prophet () sagte:

    Jeder, der die Gebetswaschung gut durchführt und danach sagt: “Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt. Er ist der Einzige und Er hat keinen, der Ihm beigesellt ist, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.” (“Aschhadu an-la-illaha illa-llah wahdahu la-scharika-lah, wa-aschhadu anna Muhammadan abduhu wa-rasuluh.”) Oh Allah mach mich von den reuig Umkehrenden und von den sich Reinigenden; dem werden alle acht Tore des Paradieses geöffnet und er kann eintreten, von welchem Tor er will.” (Sahih Ibn Habban,Hadith Nr. 6763)

    Jeder, der die Gebetswaschung gut durchführt und danach sagt: “Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt. Er ist der Einzige und Er hat keinen, der Ihm beigesellt ist, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.” (“Aschhadu an-la-illaha illa-llah wahdahu la-scharika-lah, wa-aschhadu anna Muhammadan abduhu wa-rasuluh.”) Oh Allah mach mich von den reuig Umkehrenden und von den sich Reinigenden; dem werden alle acht Tore des Paradieses geöffnet und er kann eintreten, von welchem Tor er will.” (Sahih Ibn Habban,Hadith Nr. 6763)

    9. Das Verrichten des Wudu-Gebets (Salatu-ul-Wudu) nach Beendigung der Gebetswaschung; es besteht aus zwei Einheiten (Raka`a). Von Uqba bin Amer () wird berichtet, dass der Prophet () sagte:

    Jeder Muslim, der die Gebetswaschung gut durchführt und danach ein Gebet von zwei Einheiten (Raka`a) mit aufrichtiger Hingabe betet, wird mit dem Paradies (Jannah) belohnt.” (Sahih Muslim,Hadith Nr. 234)

    Und von Abu Huraira () wird berichtet, dass der Gesandte Allahs () beim Fajr (Frühgebet) zu Bilal sagte:

    "O Bilal, erzähl mir von einer Tat, die du im Islam begingst, und auf deren Lohn du am meisten hoffst! In dieser Nacht hörte ich deine Schritte vor mir im Paradies." Da sagte Bilal: “Ich habe keine Tat im Islam begangen, auf deren Lohn ich am meisten hoffe, außer dass ich keine vollständige große rituelle Waschung bei Tag oder bei Nacht unternehme, ohne dass ich mit dieser Reinheit bete, solange es Allah will.” (Sahih Al-Bukhari, Hadith Nr.1098)
    Geändert von Abdu ar Rahman (04.02.2010 um 17:23 Uhr)

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