Tötet sie. Der Herr wird die Seinen schon erkennen!

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Es ist doch immer wieder erstaunlich, was Menschen mit zu viel Tagesfreizeit alles herausfinden können, wenn man sie ungehindert machen lässt. Der Islam, die Manifestation prophetischer und göttlicher Direktiven, ist leider zu oft Spielball und Projektionsfläche eben dieser Menschen.

Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien seine ewigen Begleiter), der den tribalistischen Umtrieben seiner Landsleute ein Ende setzte, der ein meritokratisches Prinzip formulierte, in dem Herkunft und Rang durch Taten und Absichten ausgetauscht wurden, der als Paradigma für die gesamte Welt gesandt wurde, hat durch sein Beispiel der Welt gezeigt, dass es in der Religion des Islams keinerlei Rassismus gibt. Dennoch haben die eingangs erwähnten Menschen, die heutzutage als gut genährte, goldumhangtragende, staatsalimentierte Luftatmer ihr Dasein fristen, es immer wieder geschafft, sich über das erhabene Beispiel des Propheten hinwegzusetzen, und sein „Erbe“ nach Gesellschaftsschicht, Herrscherklasse oder Pöbel anzupassen. So wurde der für tot erklärte Rassismus in der islamischen Gesellschaft abermals durch das Machwerk übereifriger Gelehrter reaktiviert. Obwohl der Prophet mit entsprechenden Aussagen diese Form der Überheblichkeit und Arroganz verdammte und Nicht-Araber, darunter auch Schwarzafrikaner, zu seinen engsten Freunden und Verbündeten zählte. Näheres unter diesem Link.

Arabischsstämmige Gelehrte haben schon immer versucht ihren hässlichen Rassismus islamisch zu legitmieren. Der Imam Ibn Hazm (Vorsicht Ketzer!), der die klerikale Idiotie seiner Zeit gerne mit scharfen Worten attackierte und sich bei „anerkannten“ Gelehrten äußerst unbeliebt machte, kommentierte das faktische Eheverbot zwischen Arabern und Nicht-Arabern folgendermaßen:

1875- مسألة‏:‏ وأهل الإسلام كلهم إخوة لا يحرم على ابن من زنجية لغية نكاح ابنة الخليفة الهاشمي‏.‏ والفاسق الذي بلغ

الغاية من الفسق المسلم ما لم يكن زانيا كفؤ للمسلمة الفاضلة‏.‏

Die Anhänger des Islams sind alle Brüder. Es ist dem Negersohne unbekannter Abstammung nicht verboten die Tochter des haschimitischen Kalifen zu ehelichen und der muslimische Sünder, der den höchsten Grad der Sündhaftigkeit erreicht hat, ist für die vorzügliche Muslimin angemessen, solange er kein Hurer ist.

Dasselbe könnte ich natürlich auch so schreiben, aber wenn ich das sage, klingt das ganze nicht so heilig.

Mit keinem Vers und keinem prophetischen Ausspruch lässt sich ein Eheverbot zwischen Arabern und Nicht-Arabern legitimieren. Koran und Sunnah können für diese idiotischen Aussagen nicht herhalten, daher müssen sich die Gelehrten auf ihre „Prinzipien“ und andere gestörte Erklärungen berufen, um den arabischen Rassismus in der Gesellschaft weiter zu befeuern.

Gut, wir haben gesehen, man kann mit ein wenig Fantasie, einem gut gefüllten Magen und einen majestätischen Goldumhang so jede Regel des Islams außer Kraft setzen und / oder neue dazu erfinden. Es ist lediglich eine klerikale Approbation vonnöten und der Tyrannei des Menschen sind keine Grenzen mehr gesetzt.

Ein weiteres wichtiges Thema, was ähnlich gelagert ist wie der vermeintliche „islamische Rassismus“, ist das Thema Selbstmordattentat bzw. Selbstmordanschlag. Auch in diesem Bereich gibt es mehrere Lager. Ja, ähnlich wie beim Thema Rassismus, kann man anscheinend „islamrechtliche“ Argumente für die Legitimität von Selbstmordanschlägen vorbringen. Aussagen des Propheten und der Koran verbieten jedwegliche Form des Selbstmords. Aber wir sehen überall suizidierende Muslime, die sich auf belebten Marktplätzen in die Luft jagen, und in Bekennerschreiben / Videos (von Leuten, die sich zu Schade sind ähnliches zu tun) werden die Attentäter als Märtyrer in den Himmel gelobt und ihre Opfer allesamt als Vergewaltiger, Mörder und Verräter geschmäht.

Man muss sich das mal vorstellen.Vermeintliche Muslime sprengen sich auf einem belebten Marktplatz in die Luft, reißen dabei 63 Menschen mit in den Tod und feiern diese Tat als hätten sie Mekka für den Propheten erobert. Die Opfer, Menschen, die ihrem Alltag nachgingen und ihre privaten Geschäfte zu erledigen hatten und nur zufällig Opfer wurden, werden verbal zum Teufel gejagt. Allesamt Mörder und Vergewaltiger und davon noch mal mindestens 10 % Verräter.

Gut, wir sollten fair bleiben. Neben jenen, die sagen, dass jedes Opfer den Tod verdient hat, gibt es auch jene Gestalten, die nach solchen Anschlägen gerne mal ein „Inshallah Shaheed“ vom Stapel lassen. Ganz nach dem Motto: „Caedite eos. Novit enim Dominus qui sunt eius.“ (Tötet sie. Der Herr wird die Seinen schon erkennen). Dieser Satz wurde während des Albigenserkreuzzuges geprägt. Die Kreuzfahrer fragten den päpstlichen Legaten Arnold Amalrich danach, wie sie denn nun Ketzer und Gläubige voneinander unterscheiden sollen, dieser antwortete, dass man einfach alle töten soll, Gott wird die Seinen schon aussortieren! Ein Schelm, wer böses dabei denkt!

Ich hoffe jene, die ja den Tod eines Muslims mit dem ungewissen Märtyrertod rechtfertigen, können das auch einer Witwe oder einer Mutter erklären, die ihren Sohn bei diesem sinnlosen Anschlag verloren hat. Ich möchte gerne die Reaktion sehen, wenn man ihr sagt: „Alles nicht so schlimm, inshallah Shaheed!“. Aber solche Aussagen fallen nun mal leicht, wenn man im beschaulichen Deutschland sein Dasein als hartz4-finanziertes Wesen verbringen kann.

Bezeichnend ist allerdings auch hier: Es sind immer die einfachen Leute, das Fußvolk, das als Kanonenfutter für die „hehren“ Ziele der Drahtzieher den Kopf hinhalten müssen. Von den Gelehrten, die diese Tat als märtyrerqualifizierende Maßnahme erachten, wird niemand mit gutem Beispiel vorangehen. Auch die Führungsetage ist anscheinend zu wichtig, um sich einen Sprengstoffgürtel umzuschnallen.

Man könnte natürlich noch mehr zum Thema Selbstmord schreiben, aber es gibt nicht mehr zu sagen. Der Koran und die Sunnah verbieten den Selbstmord. Aber Gelehrte mit zu viel Tagesfreizeit schaffen es immer wieder das Evidente zu verschleiern um dem Zeitgeist oder einer anderen niederen Entität zu entsprechen.

Wir sehen wie die Gewalt Einzug gehalten hat in unseren Gesellschaften. Es gibt keinerlei Respekt mehr gegenüber dem Blut, dem Eigentum und der Würde eines Muslims. Das Ausführen von Grausamkeiten und das Empfinden von ekstatischer Freude bei der Ausführung eben dieser sollen also die Markenzeichen des modernen, frommen Muslims sein?

Auf der einen Seite haben wir die Selbstmordattentäter und andere Massenmörder, die ihre Taten auf Videos festhalten und mit Eunuchengesang untermalen. Auf der anderen Seite haben wir authentische Überlieferungen vom Propheten und seiner Art.

Hat der Prophet Freude empfunden, wenn ein Delinquent seiner gerechten Strafe zugeführt wurde? Ist er bekannt für seine Schadenfreude, hat er sich am Unglück des Verurteilten gelabt? Nein, denn er wurde als Barmherzigkeit für die Welt gesandt und nicht als Gewaltherrscher!

Allerdings ist auch klar, warum versucht wird den Islam als Todeskult darzustellen. Der Islam steht anscheinend für die Anwendung von Gewalt, für Zwangsmaßnahmen. Also für genau die Elemente, die ein „guter Herrscher“ benötigt um erfolgreich zu sein. Dieser Todeskult wird aus einem bestimmten Grund gepflegt. Durch diese Verzerrung des islamischen Selbstbildes, haben die „kämpfenden Gruppen“ immer genug Kanonenfutter für ihre Machenschaften, die bereit sind jede mögliche Gewalttat durchzuführen, wenn ihr Anführer ihnen dies befiehlt.

Aber wie ist es denn wirklich? Es ist bekannt, dass zu Lebzeiten des Propheten lediglich knapp 260 Muslime durch Kampfhandlungen ihr Leben ließen. Die Anzahl der Gefährten ging aber in die Zehntausende. Nach Darstellung der heutigen Sadisten, müsste der islamische Blutzoll für die Etablierung des Islams auf der arabischen Halbinsel zu Lebzeiten des Propheten doch wesentlich größer ausgefallen sein, oder etwa nicht? Waren die Gefährten und ihr Herr und Meister doch nicht so blutrünstig, wie die kranke Fantasie heutiger Gewalttäter? Fragen über Fragen!

So lange das Blut, das Eigentum und die Würde eines Muslims nicht von anderen Muslimen respektiert werden, so lange man sich darüber erfreut, dass einem wohlhabenden Muslim ein Unglück passiert und man es für ein Kavaliersdelikt hält, wenn ein anderer ihn bestiehlt oder anderweitig Schaden zufügt, so lange die drei Fundamente der islamischen Freiheit lediglich mit einer fadenscheinigen Begründung für nichtig erklärt werden (können), so lange müssen wir mit dem Schrotthaufen der Geschichte vorliebnehmen.

Nicht der CIA, der Mossad oder die Freimaurer sind verantwortlich für unser Unglück, unsere eigene Unmündigkeit, unser mangelnder Respekt vor dem Gesetz, unsere Missachtung muslimischen Blutes, muslimischer Würde und muslimischen Eigentums, genau das sind die Gründe für den Status Quo. Daran gilt es zu arbeiten!

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16 Antworten auf “Tötet sie. Der Herr wird die Seinen schon erkennen!”

  1. Abu_Taymiyyah

    As Salam Alaikum,

    Mashallah sehr gute und wahrhaftige Worte. Leider bemerke aus meinen Freundes- und Bekannten Kreis das all die Fehler immer an die Juden, den Mossad, Freimaurer und den USA angehangt werden. Ein Anschlag passiert… der Mossad war es… Isis tötet und vergewaltigt unsere Geschwister? Ah alles Lügen… „Ist Doch gut das sie jene die Zina begehen steinigen, auch wenn sie es negiert“, aber davon wie Umar ibn al-Khattab, möge Allah ihm Segnen, zugunsten der Beschuldigten richtete und strenge Auflagen für die Steinigung als Bedingung setzte das intressiert sie nicht. „Ist doch super das sie die Leute zuhause spionieren“. Die Liste könnte man lange weiterführen.

    Dies ist meiner Meinung ein Grund für unseren erbärmlichen Zustand. Die muslimische Gemeinschaft ist, im allgemeinen, nicht dazu in der Lage selbstkritik hinzunehmen oder auch an sich oder ihren Geschwister anzuwenden. Dadurch werden alle Fehler einfach ausgeblendet und es wird weitergemacht.

    Es wird immer auf Opfer Modus geschaltet.

    Ein anderer Grund ist wie ich bemerkt habe das selbstwertgefühl. Wie du in einem deiner Artikel angeschnitten hast sind die Muslime in Trance, haben was Kultur und Zivilisation betrifft, geschlafen bzw. schlafen noch und jetzt importieren sie die Güter aus anderen Ländern, sei es Nahrung oder Gerät für Technik oder Waffen anstatt dies selber herzustellen und weiter entwickeln.

    Dann kommen so Sachen raus das die Erde eine scheibe ist oder jene die sich Selbstbefriedigen eine Schwangere Hand bekommen. Nur um zwei beispiele zu nennen auf welch einem Niveau die Menschen sind.

    Auch der Rassismus besonders der Stammeskult ist wirklich eine Krankheit geworden. Man sieht die Folgebedingungen davon überall. Die Muslime in Afrika werden von den Arabern als Muslime zweiter Klasse angesehen.

    Möge Allah der Ummah wieder Ehre und Wissen geben, womit sie sich aus dem Sumpf ziehen können.

    Was mich intressieren würde in diesen Zusammenhang: Das der Kalif von den Quraysh sein MUSS… wie ist das damit zu vereinbaren? Oder ist dies eine Ausnahme von der Regel?

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  2. Zia ul Haq

    Zia ul Haq

    Vielen Dank für deinen Beitrag, hat mich sehr gefreut!

    Dass der Kalif eine qurayshitische Abstammung für sein Amt vorweisen muss, stimmt. Das ist Gesetz.

    Allerdings ist dies ein Mann unter vielen Milliarden Muslimen. Sein Amt korrekt ausgeführt ist dann für viele auch nicht mehr so interessant, weil er das Blut, das Eigentum und die Würde eines Muslims nicht ohne Weiteres antasten darf. Der Kalifentitel ist für viele deswegen interessant, weil sie meinen, sie könnten jede Tyrannei implementieren, die ihnen beliebt, und wenn man dann noch rassistische Elemente in ihre Propaganda einbauen können, ist der Tag gerettet und man kann in Ruhe regieren.

    Der Islam kennt keinen Rassismus, auch der qurayshitische Kalif wird nach seiner Gottesfurcht, seinen Taten und Absichten gemessen, niemand kann sich bei Allah auf seine hohe oder niedere Herkunft stützen. Auch wenn viele meinen Kalif zu sein bedeute Party für ihn und seine Klientel und Not und Unheil für seine „Untertanen“ (=Sklaven).

    Ich wünsche einen schönen Abend.

    Antworten
  3. guest

    Bevor du.wieder.nen strohmann abbrennst, zitier doch erst einige dieser gelehrtenaussagen bezüglich des heiratsverbots

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    • Zia ul Haq

      Zia ul Haq

      Diese Meinung ist in den Gelehrtenclubs bekannt und wird bis zum heutigen Tage noch verteidigt, auch wenn nicht mehr so beliebt wie damals (wegen Muhammad Ali und so), nicht umsonst hätte der Imam Ibn Hazm eben diese scharfen Worte gewählt, um seine Zeitgenossen zurechtzustutzen.

      Es ist ein „Best-of“-Fatwa von verschiedenen Gelehrtenclubs geplant. Daher bitte ich dich noch um ein wenig Geduld.

  4. Hukm al-Tatarrus

    „Scheinbar hat Goethe um einiges mehr Ahnnung als die sog. „Sahab“
    8 Std. · Bearbeitet

    Und ich bin KEIN Koranit und gehöre weder einer Sekte noch einem sonstigen Rechtschulenclub an. Ich bin ein freier gottergebener Mensch!“

    „Gottergeben“ will dieser schmutzige Modernisten-Murtadd sein?

    Man beachte den Wortlaut „Rechtsschulenclub“. Außerdem beachte man, dass dieser HUND die edlen Sahaba beleidigt. Ist es dir nicht peinlich, lieber Zia, dass du dich wie ein gewöhnlicher Drecks-Modernisten-Kafir ausdrückst? Yani, diese Tiere wollen den Islam zerstören, sie wollen die Gelehrten loswerden, damit sich jeder seinen Privat-Islam zusammenphilosophieren kann (wie es heute ohnehin schon größtenteils im Westen der Fall ist)! Das ist eine immense Bedrohung der Ummah und des Islams insgesamt, wie es sie sonst nicht gibt! Wacht bitte auf Leute, sonst könnte es bald zu spät sein. Wir haben dann keinen Islam mehr, sondern nur noch assimilierte Murtaddin â la Khola Hübsch oder Mazyek!

    Mir gefällt diese Entwicklung nicht und wenn einer sog. Salafist sich wie ein Modernist ausdrückt, dann bereitet mir das persönlich Angst.

    Antworten
    • Zia ul Haq

      Zia ul Haq

      Ich bin kein „Salafist“ und danke dem Herrn dafür, dass ich kein „Salafist“ bin.

      Keine Ahnung was du dir wieder zusammenreimst, wer ich bin und was ich so meine. Ich weiß auch nicht, was die Referenz zu diesen Leuten soll. Die sind hier nicht anwesend, du solltest meine Aussagen bewerten und nicht versuchen mit diesem billigen Ad-hominem, was jeder anatolische Sonderschüler mit schweren Verhaltensauffälligkeiten in seinem Standardreportoire bereit hält („Du bist ja genauso doof wie das Opfer da!!!“), meine Person in irgendeinem Zusammenhang mit jenen Elementen zu bringen.

  5. Hukm al-Tatarrus

    Noch greifst du „nur“ „die Gelehrtenkaste“ oberflächlich und pauschal an, wann wirst du auch Bukhari anfeinden und manche Überlieferungen für unauthentisch halten, weil Bukhari ja auch nur „irgendein Gelehrter“ und kein Prophet war? Wann wirst du über die Hadith-Wissenschaftler und deren Klassifizierungen herfallen (wie Orientalisten, Koranisten und Modernisten) und dir deine „eigene Meinung“ über Ahadith und deren Authentizität bilden (ich hoffe nie)?

    Diese Entwicklung ist wirklich beängstigend!

    Antworten
    • Zia ul Haq

      Zia ul Haq

      1. Falls es dich beruhigt, „Bukhari-Kritik“ gibt es und gab es schon immer. Auch er war nicht unfehlbar und auch er und sein Werk müssen nach sachlichen Kritierien bewertet werden. Auch wenn sein Opus Magnum, wohl das authentischste Schriftstück nach dem Koran ist, gibt es auch in seinem Werk einige Überlieferungen, deren Authentizität man hinterfragen sollte.

      Ich weiß, unvorstellbar, dass Menschen sich irren können, nicht wahr?

      2. Quellenkritik ist ein Thema für sich, welches ebenfalls bald in einem Beitrag angesprochen werden wird.

      3. Mir geht es primär um die Vergewaltigung der beiden Offenbarungen durch Menschen, die aufgrund von Tagesfreizeit und Geltungsdrang meinen sie müssten jeden Vers 10 mal umdrehen, bis sie die „Wahrheit“ aus eben diesen entnommen haben und die Allgemeinheit, für die der Islam gesandt wurde, vom Erlenen seiner Wissenschaften auszuschließen.

  6. ANO nym

    Kannst du mir bitte erklären was du genau mit Salafisten meinst und warum du so dankbar bist nicht einer von Ihnen zu sein?

    Antworten
    • Zia ul Haq

      Zia ul Haq

      Was ist denn bitte so toll daran? Nenn mir doch mal ein unterscheidendes Merkmal zu anderen gelehrtenbasierten Gruppierungen?

  7. ANO nym

    also unter „Salafist“ verstehe ich die Leute die versuchen ihr Leben so zu führen wie die damaligen Salaf, also mit dem selben Islam verständnis wie diese.
    (Damit meine ich nicht die Saudi Salaf und ähnliches.)
    Deswegen würde ich gerne von dir wissen was DU unter Salafisten verstehst.
    Und warum soll dies eine Gelehrtenbasierte Gruppe sein soll?
    Mein Din Basiert auf den Quran und die Hadithe die diesen erklären, welche ich durch Wissende Brüder erlernt habe, da ich weder die richtige Methodik noch sonst irgend eine Ahnung davon hatte wie man beim erlernen des Dins vorzugehen hat.
    Ich zähle mich zu den „Salafisten“ auch wenn ich das nicht rumposaune, weil ich den selben Islam verständnis habe wie die Salaf.
    Was ist jetzt das Problem damit? Oder hab ICH jetzt ein falsches Verständis über die Bedeutung des Wortes Salafist?
    (Das sind ernstgemeinte fragen und nicht ironisch oder sonst wie gemeint)

    Antworten
    • Zia ul Haq

      Zia ul Haq

      Vielen Dank für deine Frage, die ich dir gerne beantworten möchte.

      Zunächst müssen wir die Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit darstellen. JEDER Mensch bzw. jede Gruppe behauptet von sich auf dem rechten, gradlinigen Weg zu sein, und nichts anderes zu tun bzw. zu predigen, was der Prophet (Allahs Segen und Heil seien seine ewigen Begleiter) zu tun und zu predigen pflegte. Allerdings sind Anspruch und Realität nun mal nicht immer gleich. Ich sehe dahingehend keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Gelehrten-Gruppierungen und „Salafisten“ sind ebenfalls eine stark gelehrtengeprägte Gruppe, mit all den Fantastereien, die diese Kaste mit sich bringt. Warum also auf diese Gruppierung bauen und nicht auf Hanafiten oder Schiiten, die ebenfalls starkt gelehrtenbasiert sind? Wo ist bitte der Unterschied? An den größeren Bärten, an den Goldumhängen? Weil sie Koran und Sunnah oder den Monotheismus „richtig“ verstehen? Das sagen mir aber auch Schiiten und Hanafiten, also was ist das Alleinstellungsmerkmal?

      Grundsätzlich gehe ich von Individuen aus, nur weil jemand sich einer bestimmten Gruppe zugehörig fühlt, heißt das für mich nicht, dass er den Katechismus dieser Gruppe in- und auswendig kann. Von daher finde ich es löblich, dass du dich lediglich auf die beiden Quellen berufst, Eigenbezeichnungen sind da Schall und Rauch. Zudem ich sowieso der Ansicht, warum man sich bitte 100 Gruppen mit 1000 verschiedenen Namen hierfür begeben muss. Reicht es nicht einfach Muslim zu sein, so wie der Prophet uns nannte?

  8. Emre

    “1. Falls es dich beruhigt, „Bukhari-Kritik“ gibt es und gab es schon immer. Auch er war nicht unfehlbar und auch er und sein Werk müssen nach sachlichen Kritierien bewertet werden. Auch wenn sein Opus Magnum, wohl das authentischste Schriftstück nach dem Koran ist, gibt es auch in seinem Werk einige Überlieferungen, deren Authentizität man hinterfragen sollte.“

    “Ich weiß, unvorstellbar, dass Menschen sich irren können, nicht wahr?“

    1.Menschen können sich irren.

    2.Zia ul Haq ist ein Mensch

    3. Zia ul Haq kann sich irren.

    Es ist also möglich, dass im krassesten Fall jedes deiner Kritikpunkte an der Konkurrenz auf einem Irrtum beruht. Oder zumindest einige deiner Fundamente.

    Solange aber diese Gefahr besteht, solltest du nicht so auftreten, als wäre die Wahrscheinlichkeit dafür praktisch 0, genau so trittst du aber auf.

    Abgeschlossenes Urteil in jedem Punkt und Komma.

    Und noch was: Mathematik ist ein hartes Fach, mann kann unwiderlegbar richtig vs. falsch aufzeigen.

    Wobei selbst hier ab einer bestimmten Dimension wohl die Sache komplizierter wird.

    Gödels Unvollständigkeitssatz z. B. zeigt, dass selbst die Mathematik nicht immer eindeutig widerspruchsfrei ist, man also irgendwann mit “Beweisen“ nicht weiter kommt.

    Und wenn das für Mathe gilt, dann gilt das erst Recht für theologische Themen, wo ein Beweis im Sinne der Mathematik nicht möglich ist.

    Es läuft also immer auf Aussage vs. Aussage hinaus und nur die Dummen beharren darauf, dass ihre Aussage stimmen muss, ohne dabei zu merken, dass sie von Hormonen gedrängt werden, die Glücksgefühle bei bestimmten Überlegungen auslösen und man deshalb ein gutes Gefühl bei bestimmten Gedanken mit der Wahrheit verwechselt.

    Bei Sündern sagt Allah, dass Satan ihnen ihre bösen Werke “ausschmückt“.

    Das Ausschmücken bedeutet, dass sich sich gut fühlen bei objektiv bösen Dingen also eine Täuschung ist.

    Ähnlich sind auch viele Sekten und ihre Angehörigen getäuscht, weil sie kein Unwohlsein bei bestimmten Aussagen spüren (–>Ausschmückung durch Satan).

    Um davor befreit zu sein, befreit man sich von seinen Gelüsten und paart sachliche Herangehensweise mit Gebeten zu Allah, der Formung des Herzens usw.

    Doch selbst dann merkt man, dass es oft daraus hinaufläuft, auf Annahmen zurückgreifen zu müssen, ohne das man diese eindeutig beweisen könnte.

    Man merkt also, dass es unmöglich ist, mit absoluter Gewissheit ein richtiges Urteil zu fällen.

    Und dieses Restrisiko könnte jederzeit das eigene Wahrnehmungssystem infiltriert haben und zwar so, dass man es für Scharfsinn etc. hält.

    Und das, was man beim Konkurrent als Schwachsinn wahrnahm, war die wahre Weisheit …

    Und zu guter letzt:

    Was hältst du von jemandem, der einen IQ von 110 hat und eine Person kritisiert, die einen IQ von 150 hat. Dabei geht um die Berechnung von Kometenumlaufbahnen.

    Richtig.

    Wer jemanden kritisiert, sollte nicht geringer qualifiziert sein als der Kritisierte, da sonst Gefahr besteht, dass eben diese Unterlegenheit Grund für den Irrtum ist und der Schlauere eben durch diese Überlegenheit zu einem anderen, richtigeren Urteil gekommen ist.

    Während du also von einem möglichen Fehler Bukharis redest, sieht Bukhari dich deinen Denkfehler ausformulieren, dann man aber nicht erkennt, da es ja sonst kein Denkfehler mehr wäre.

    Und wenn du nicht gerade behauptest, du würdest keine Denkfehler machen, gibt es für uns Gelehrtenclub-Anhänger keinen Grund, irgendwas zu ändern.

    PS: Was den Rassismus angeht, kann es keine zwei Meinungen geben.

    Und es wohl so, dass bestimmte Gelehrte ernsthaft glaubten, Rassismus sei okay.

    Aber das ist wie mit dem Töten von Frauen und Kindern im Krieg: Obwohl der Prophet sas eindeutig Stellung nahm, weicht man dann doch davon ab, wohl wissend, dass es diese Überlieferung gibt.

    Man hat dann halt eine andere “Einschätzung“ dieser Überlieferung.

    Ich weiß nicht, was in diesen Menschen vorgeht, aber wie erwähnt haben Menschen durch Iblis‘ Einfluss und mangels Aufrichtigkeit Allah gegenüber den Drang, im Zweifelsfall ihren Gelüsten/Empfindungen Vorrang zu geben.

    Man sollte sich von der naiven Vorstellung befreien, Gelehrte oder allgemein religiöse Menschen seien bereit, sich eher das die Wirbelsäule brechen zu lassen als auch nur die Gefahr einzugehen, Allahs Befehl nicht zu 100% umzusetzen.

    Imam Malik z. B. war gegen jeglichen Rassismus und ich kann mir nicht vorstellen, dass andere Größen wie Ghazali, Nawawi etc. es anders sahen.

    Weißt du was darüber?

    Bist du eigentlich Zahiriya-Anhänger?

    Antworten
    • Zia ul Haq

      Zia ul Haq

      Danke für deine – nicht zielführende – Exkursion in die Welt der Mathematik. Weil es in der Mathematik nun so komplexe Sachverhalte gibt, muss man diese natürlich auch in irgendeiner Form auf den Islam anwenden, damit der gemeine Pöbel noch mehr verängstigt wird und sich niemals trauen wird, auch nur einen Blick in den Koran zu werfen. Danke, das kennen wir zur Genüge.

      Wie sollte ich denn deiner Meinung nach auftreten? Sollte ich euer relativistisches Weltbild etwa teilen, in dem alles legitim ist, so lange irgendein Mullah seinen Stempel darunter setzt? Die Mullahs und andere Heilige klammern sich an der Macht. Daher sind sie dazu übergegangen, den Islam, die EINZIGE WAHRHEIT auf diesem Planeten, zu zerstückeln. Die Rechtsfindung wird zur unbedeutenden Detailfrage degradiert. Alles ist egal, so lange die Mullahs ihr Ego befriedigen und ihren Bauch durch Staatsalimente können. Fällt dir das nicht auf?

      Der Prophet hat nicht zu Technokraten gesprochen. Er hat mit ganz normalen Menschen gesprochen, die viel viel weniger Bildung hatten als wir heutzutage, die viel weniger von der Welt gesehen haben, als wir heutzutage. Sie haben sein Wort verstanden, ohne Probleme. Aber heute? Heute braucht der mündige Mensch einen Dolmetscher um das Wort Allahs zu verstehen. Hat Allah den Islam für die gesamte Welt gesandt oder nur für ein paar Leute? Antworten bitte!

      Gibt es in deiner Welt dann überhaupt „eine Wahrheit“?

      Lass dich nicht von IQen oder sonst was beeindrucken. Kein Mensch ist so heilig, dass niemand es wagen darf ihn zu kritisieren. Was ist das für ein Argument? Die Gelehrten wissen es eh besser, also halt deinen Mund? Sorry, dass kann zwar ein Hoca seinen Prügelknaben… ähhh… Pardon, seinen Koranschülern als Gottes Wahrheit verkaufen, aber ich bin ein freier, freidenkender und mündiger Mann. Man kann mich nicht mit leeren Gerede und „Autoritätsbeweisen“ überzeugen.

      Und wieso ist die Meinung zum Rassismus falsch? Weil sie dir nicht gefällt? Ja? Wonach misst du denn bitte? Du hast doch überhaupt keinen Plan von der Literatur, haben die Leute mit dem 150er-IQ etwa Unrecht? Fragen über Fragen!

      Und ich würde dir empfehlen die Wahrheit anhand der Wahrheit festzumachen und nicht anhand der Leute, von denen du meinst, sie hätten sie mit hoher Wahrscheinlichkeit vertreten. Was ändert es an den Tatsachen, wenn Nawawi und andere beispielsweise Rassismus oder eine andere „unbeliebte“ Meinung für wahr erachtet hätten oder haben?

      Nein, ich bin kein Zahirit. Du musst dir eine neue Schublade suchen.

  9. Anonym

    As-salamu ‚aleykum wa rahmatullahi wa baraktuh,
    ich finde es zutiefst traurig, dass es immer nur darum geht, sich gegenseitig fertig zu machen. Wir suchen immer nur die Unterschiede der Menschen, anstatt an Gemeinsamkeiten fest zu halten. Allah swt. steht im Mittelpunkt, gefolgt von unserem Propheten Muhammad. Egal welche Richtung/Sekte oder wie auch immer ihr euch gegenseitig nennt. Unser Prophet lebte doch friedlich mit den Menschen, egal ob Christ oder Jude, sogar zu seinen Feinden war er gut. Alle Richtungen im Islam behaupten immer, sie würden die Sunnah des Propheten nach ahmen. Wenn ich mich allerdings so umschaue, tut dies fast keiner von uns. Zu vieles hat uns wohl schon so verdorben, dass wir vom eig. Ziel abgekommen sind. Wir wollen alle Muslime sein, doch mit welchen Mitteln? Indem wir uns gegenseitig als Kafir oder sonst etwas bezeichnen? Toller Schritt nach vorne! Wir beleidigen uns Menschen gegenseitig, egal welchem Glaubens, und sagen alhamdulillah ICH bin ein Moslem. Wer sind wir? Wer bist du? Wer gibt uns die Macht darüber zu entscheiden: Du bist schlecht und ich bin gut? – Bist du wirklich so gut, wie du denkst? Vielleicht ist gerade das unser Problem, weshalb wir scheitern? Wer bist du als Mensch? Das ist das viel wichtigere, als sich hinter irgend eine Gruppierung zu verstecken. Du musst nicht Salafist, Sunnite, Schiite, Wahabite, Ahmadia oder wie sie alle heißen, sein. Versteck dich nicht hinter diesen Namen. Ich glaube nicht, dass unser Prophet immer gesagt hat, ich bin Sunnite oder Schia oder was weiß ich. Er war ein Gottesgesandter, der den Islam unter die Menschen gebracht hat und wir, denken seien etwas besseres, bennenen unsere Richtungen, grenzen uns gegenseitig voneinander ab. Wollen Muslime sein und schauen uns nicht mal mit dem Hintern an? Sprechen immer davon was dieser und jener Gelehrte gesagt hat und posten stolz diese Worte. Quellen hin oder her, Manipullationen gibt es viele! Wir leben im 21. Jahrhundert. Wichtig bist du! DEIN Verhalten, DEIN Charakter ist es, der zählt! Nicht der eines Gelehrten, dessen Worte wir posten. Der Mensch macht es sich sehr einfach, spricht von nach Ahmung, wobei er den Unterschied zwischen Wiederholung und Verinnerlichung nicht versteht. Jeder muss und wird sich vor Allah swt. für sein Tun und Handeln rechtfertigen müssen. Wieso ist es so wichtig, sich mit einer Gruppe zu identifizieren? Wir sind Menschen und nicht fehlerlos! Da macht eine Gruppierung unsere Fehler und schlechten Eigenschaften nicht weg! Wieso scheint das keiner zu verstehen?! Jedem scheinen sich die Nackenhaare zu Berge zu streuen, wenn sie hören, dass sein Gegenüber zu einer anderen Gruppe gehört, wie er selbst? Jeder dieser Gruppen behauptet etwas besseres zu sein, wie die andere, spricht von Sunnah, doch davon sind wir weit entfernt. Es bringt einfach nichts, mit dem Finger auf jemand anderen zu zeigen! Ist es nicht Sinn und Zweck einmal gewesen, den Islam zu verbreiten? Wie soll etwas sich verbreiten, wenn man von vorn herein jeden ausgrenzt oder nieder macht? Ist doch klar, dass sich der natürliche Instinkt des Menschen zeigt und auf Abwehrmodus springt. Wir wollen Muslime sein, doch beschäftigen uns die meiste Zeit nur damit, die Schwächen des anderen heraus zu finden, um uns über ihn zu stellen. Das kann und wird niemals klappen! Der Grundgedanke ist in vielen Menschen verschwunden, weil sie einfach nicht selbst anfangen zu denken, sondern IMMER andere denken lassen, ohne zu hinterfragen! Ist natürlich der einfachere Weg. Wir sehen, durch die Veränderung in der Welt, moderne Techniken, usw. die steigende Faulheit der Menschen. Davon war auszugehen, dass es so kommen wird. Wir suchen uns eine Zugehörigkeit, um Schutz zu finden und der Rest klärt sich schon von allein… sehr gut! Weiter so! Wenn wir wirklich Muslime sein wollen, sollten wir WIRKLICH die Charaktereigenschaften unseres heiligen Propheten studieren und aufhören,immer nur die Schwächen der anderen zu suchen! Das bringt uns nicht weiter! Wa salam

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  10. Shuayb

    Ah; das alte Elend mit dem Rassismus. Auch keine Thematik, welche nur die morgenländischen Staaten betreffen würde. Ein Stichwort: Katastrophe. Solche Gedankenansätze haben dazu geführt, dass Kinder vergast und behinderte Menschen gnadenlos den Gewehren ausgesetzt wurden. Der Menschlichkeit würdig?

    Jeder Kommentierende trägt Verantwortung für das, was er oder sie schreibt. „Ich gebe auch mal meinen Senf ab“ ist gerade zum Thema Islam eine gefährliche Sache. Hier wieder bezeugt. Deshalb an alle: Lasst uns den Islam erlernen, bevor wir irgendwo im Netz irgendetwas schreiben, was vollkommener Schwachsinn ist. Auch hier wieder schreiben viele, ja sie benennen Menschen als Muslime (oder sich selbst), die sich jedoch dem heutigen arabischen König oder irgendeinenen „machtgierigen“ Typen unterworfen haben oder Sonstiges.

    PS: Mit dem „IQ“; es gab bereits Streitigkeiten unter den Theoretikern. Der Wert misst nur, wieviele Punkte eine Person im Test (Rechenaufgaben etc.) hat; über die wirkliche Intelligenz gehört aber sicherlich nicht nur, einige sprachlichen Aufgaben zu lösen usw. . Ein hoher Astronome kann theoretisch im Test einen „IQ“ von „100“ und ein Sprachwissenschaftler einen „Wert“ von „120“ erreichen. Dem folgt aber nicht, dass der Astronom nun absolut dem Sprachwi. komplett unterlegen ist.
    Und im Islam kann sich auch ein Gelehrter irren; alles aber kein Grund ihn sofort zu exekutieren.

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