Sharh zu Bulugh Al-Maram [8] – Hadith Nr. 452: Buch des Freitagsgebetes (Kurze Predigt, langes Gebet)

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Hadith Nr. 452:

وَعْنَ عَمَّارِ بْنِ يَاسِرٍ رَضِيَ اَللَّهُ عَنْهُمَا قَالَ: سَمِعْتُ رَسُولَ اَللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ: {إِنَّ طُولَ صَلَاةِ اَلرَّجُلِ، وَقِصَرَ خُطْبَتِهِ مَئِنَّةٌ مِنْ فِقْهِهِ}. رَوَاهُ مُسْلِمٌ

452 – Von ʿAmmār ibn Yāsir –رضي الله عنهما- wurde überliefert, dass er sagte: „Ich hörte den Gesandten Allāhs –صلى الله عليه وسلم- sagen: »Gewiss, die Länge des Gebetes des Mannes und sein kurzes Predigen sind ein Zeichen seines Verständnisses (o. Wissens).«

(Überliefert von Muslim)

Erklärung:

Al-Imām Muslim –رحمه الله- sagte:

Mir überlieferte Suraij ibn Yūnus, der sagte: Uns berichtete ʿAbdurraḥmān ibn ʿAbdil Malik ibn Abjar, von seinem Vater, von Wāṣil ibn Ḥayyān, von Abū Wāʾil, von ʿAmmār ibn Yāsir.

Dies überlieferten auch Al-Imām Aḥmad –رحمه الله-, Ad-Dārimī und Al-Ḥākim, und dieser sagte:

Authentisch nach der Bedingung den Shaikhain (Al-Bukārī und Muslim).

Al-Imām Adh-Dhahabī schwieg darüber.

Dieser Ḥadīth ist ein Beweis, dass es erlaubt ist die Predigt kurz und das Gebet lang zu halten. Und mit der Länge ist eine übereinstimmende Länge, nach der Art und Weise des Propheten –صلى الله عليه وسلم- gemeint, denn er pflegte Sūrah Al-Jumuʿah und Al-Munāfiqūn, Sabbiḥ und Al-Ghāhiyah, und Al-Jumuʿah und Al-Ghāshiyah zu rezitieren.

Also ist mit dem langen Rezitieren diese, im Zusammenhang mit der Predigt, gemeint. So soll der Prediger die Worte zusammenfassen und die schönen Wörter sammeln. Es gibt keinen Grund, nutzlos viel zu sagen. Und man konnte die Worte des Gesandten –صلى الله عليه وسلم- sogar zählen. Und wenige Worte kann man bewahren (o. auswendiglernen) und daraus Nutzen ziehen. Sie fallen ins Herz und die Ermahnung, Rechtleitung, Erklärung, Wissen davon sind besser als viele Worte, welche die Winde verstreuen und die Ohren hinauswerfen, in denen es weder Leitung noch Aufklärung gibt. So soll der Prediger die Predigt zusammenfassen und sich für das Bemühen, was den Anwesenden nützt. Er soll ihre Zustände berücksichtigen, denn die meisten von ihnen sind Laien. Und die besten Worte sind die, die wenig sind und (auf etwas) hindeuten, nicht die, die zu lange sind und langweilen.

Der Prediger muss sich sehr darum bemühen, dass seine Predigt ermahnend ist, so dass sie sich um das Paradies und die Hölle handelt. Genauso waren die Predigen des Propheten –صلى الله عليه وسلم- und die seiner Gefährten nach ihm. Denn wenn sich die Herzen an das Paradies und die Hölle erinnern, werden sie weich und akzeptieren das, was ihnen gesagt wird. Und wenn sie vom Paradies und der Hölle entfernt sind, werden sie hart, stur, sie gehorchen nicht und hören weder der Aussage des Ratgebers noch der Ermahnung des Ermahnenden zu.

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[Erstveröffentlichung im Forum von  Abu Saeed Al-Afghaani]

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