Nutzvolle Perlen [4] Die Gründe des Zurückfallens von der Religion

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Die Gründe des Zurückfallens von der Religion

Richtig ist, sagt der Bruder, dass wir jetzt in der letzten Zeit einige Jugendliche sehen, […] wie sie zurückfallen, schwanken und auf den Prinzipien nicht standhaft bleiben, so drehen sie sich so, wie sich die Politik und die Realität dreht. In Wirklichkeit hat dies viele Ursachen, doch ich erwähne und erkläre die größten Ursachen:

Erstens:
Das einige Menschen über die Rechte (o. Realitäten) der Religion und der Tatsachen springen. So macht man sich selbst in der Stellung Ibn Taimiyahs, obwohl man nicht mal den Schuhen Ibn Taimiyahs gleichkommt. Dann erreicht ihn die Sache so, dass man sich in einer Stellung sieht, die man nicht ertragen kann, weil man die Biografie, oder Aussagen ibn Taimiyahs gelesen hat und das ausführen will, was Ibn Taimiyah machte, ohne die vorhandenen Einleitungen bei Ibn Taimiyah. So nimmt man das Ergebnis aber nicht die Mittel. Es besteht kein Zweifel, dass wer jenes macht, nur sich selbst und seinen Imaan schaden wird, und deshalb bietet der Mensch sich nicht selbst den Prüfungen an, weil er diese nicht ertragen kann. Einige Jugendliche, die praktizieren, sagen, dass sie sich opfern wollen, daraufhin machen sie vielleicht etwas, was zulässig ist, doch haben sie nicht nach den Mittel gehandelt, die zu dieser Tat führen. So wird man mit dem geprüft, was man nicht ertragen kann und dies führt zum Zurückfallen.

Zweitens: Die Liebe. Die Liebe vieler Jugendlichen zu einigen Gelehrten, Rufern (Du’at) und Gutes Tuenden, so beschäftigen sie sich jetzt mit der üblen Nachrede, der Verleumdung, der Beleidigungen, der Schmähungen, der Gelehrteneinstufung und dem Vergleichen: „Der ist wissender, der ist gefährlicher, der hat mehr auswendig usw.“ Ohne Wissen! So fallen sie in der üblen Nachrede, der Verleumdung und Klassifizierung uvm. Diese Dinge führen beim Diener zur Abschweifung und Irre. Und Abuu Ya’laa erwähnte in „Tabaqaat ibn Rajab“ Erzählungen und Geschichten über Einige, die abschweiften aufgrund der üblen Nachrede und der Verleumdung und weil sie in die Ehren der Rechtschaffenen herfielen. Und davon gibt es noch viel mehr in den Biografien der Imame. Und das Buch von Al-Muqaddim, Muhammad ibn Isma’il ist gut, es heißt „Hurmatu Ahlil Islaam“. Ein gutes und nützliches Buch in diesem Kapitel.

Drittens: Wenige Taten, weil sie nichts tun. Sie reden und quatschen mehr als sie tun. Du siehst einen Jugendlichen, der sagt, redet und etwas beschließt mit dem Vorwand die Wahrheit zu verkünden, und dass dieses keine üble Nachrede für ihn ist, doch hat er Ungehorsamkeiten (in sich) … Er hat üble Nachrede, Verleumdung, er steht nachts wenig auf. Er hat sogar Vernachlässigungen um zum Fajr-Gebet aufzustehen. Solche Angelegenheiten, wenn man Allahs Recht vernachlässigt und sich mit den Rechten der Anderen beschäftigt u.ä., man sieht ein Stäubchen im Auge seines Bruders, doch sieht man nicht die Verstümmelung in seinem (eigenen) Auge, führen ihn zur Abschweifung.

Viertens: Sie tragen das, was sie nicht ertragen können. Und es ist normal, dass wenn eine Person etwas trägt, was er nicht tragen kann, dies ihn zur Abschweifung führt. So ist es zwingend, dass der Lehrer den Jugendlichen nicht alles gibt, was er weiß. Er gibt den Jugendlichen was sie aushalten können und was sich für sie eignet. Schau dir die Zeit des Propheten -sallaAllaahu aleyhi wa sallama- an, als Abu Dharr zu ihm kam, als er Muslim wurde und sagte: „Lass mich inmitten von ihnen verkünden!“ Er sagte: „Nein, kehre zu deinem Volk zurück und wenn du von mir hörst, dass du schon verkündet hast, so komm zu mir!“ So pflegte der Prophet –sallallaahu 3aleyhi wa sallama- sich um die Leute zu kümmern. Und weil die Menschen sich bzgl. der Kraft in der Geduld mehr unterscheiden als in ihrer Gestalt und ihren Namen. Schau dir die Fitnah in der Zeit von Al-Imaam Ahmad an. Abu Ma’mar, Ahmad ibn Manii‘, Alii ibn Al-Madiinii, Yahya ibn Ma’iin gehorchten, diese sind die Führer der Imaame zu dieser Zeit. Sie gehorchten und haben es nicht ausgehalten, sie haben nicht verkündetes nicht geschafft. Nur drei sind standhaft geblieben: Ahmad (ibn Hanbal), Muhammad ibn Nuuh und sein Bruder Khuzaa’ah. Khuzaa’ah wurde getötet, Muhammad ibn Nuuh starb im Schiff und nur Ahmad bleib. Einige seiner Gefährten fragten ihn: „O Abu Abdillaah, siehst du nicht wie die Falschheit gegen die Wahrheit siegt?“ Er sagte: „Niemals! Solange die Herzen standhaft sind, wird die Wahrheit siegreich sein!“ Verlangt ist von dem Muslim, dass wenn er standhaft ist und Allaah ihn mit der Rechtleitung und der Brüderschaft der Rechtschaffenen die Gunst erwiesen hat, so ist es seine Pflicht das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten, jedoch mit Wissen und Barmherzigkeit gegenüber den anderen. Allaah sagte: { …dem Wir Barmherzigkeit von Uns aus hatten zukommen lassen und den Wir Wissen von Uns her gelehrt hatten.} [18:65] Und er soll nicht da reingehen, was ihn nichts angeht und nicht für ihn gut ist. Er soll dies seinem Gelehrten überlassen und für sich selbst eine Zeit festlegen, in der er Allaah anbetet und das Recht Allaahs –jalla wa alaa- aufrecht hält. Seine Worte sollen nicht immer mehr als sein Schweigen sein, und sein Reden mehr als seine Taten, denn dies mangelt uns.

Fünftens: Ar-Riyaa‘. Dies bringt den Diener zur Abschweifung.

Sechstens: Die (selbst) Bewunderung. Einige Menschen bewundern ihre Taten und missachten die Anderen. Eine Art von Hochmut. So etwas führt den Diener zur Abschweifung.

Siebtens (letzte): Der wenige Kontakt mit den Gelehrten und den Leuten des Wissens. Man ist mit sich selbst isoliert. Entweder, weil man denkt, dass man etwas Erwähnenswertes ist, oder weil man die Realität der Menschen nicht gesehen hat und, dass es keinen bei ihm gibt, der Religion und Islaam hat. Und wenn man (dann) mal gefragt wird, gibt es vielleicht keinen (Gelehrten). Vielleicht stellt er sich vor, dass es niemanden außer ihn gibt in … (unverständlich). Und von Umar ibn Abdil Aziiz würde überliefert, dass er sagte: „Wenn gesagt wird, während die Menschen zwischen dem Paradies und der Hölle stehen, dass alle Menschen im Paradies sind, bis auf einer, so habe ich Angst, dass ich es bin.“ Die Realität ist, dass manche Menschen sich selbst unterschätzen und nicht mit den Gelehrten und den Rechtschaffenen sitzen, um von ihnen Nutzen zu ziehen, damit sie ihm helfen und ihn an Allaah –jalla wa alaa- erinnern. Und so wie einige Sahaabah sagten: „Sitz mit uns, damit wir eine Stunde glauben!“ Also, sie lernten diese Sache, doch die Menschen haben Angst vor sich selbst.

Dies sind wahrscheinlich die größten Erscheinungsformen, aber meiner Meinung nach ist die größte Erscheinungsform jetzt die fehlende Keuschheit (o. Sicherheit) bei den Jugendlichen. Und dies kannst du an einigen Angelegenheiten prüfen, dass einige Menschen glauben sie wären wie Ibn Taimiyah und dementsprechend schauen sie Fernsehen und es kümmert sie nichts. Er sagt: „Ich kenne mich.“ Doch kennt er sich nicht. Schnell fällt er in die Grube der Schönheit der Frauen, die in den Fernsehkanälen eine Fitnah darstellen. Dann fällt er durch den Frauen und Geschlechtsverkehr und was diesen an verbotenen Dingen verbindet, in Versuchung. Der Mensch muss sich also schützen und sich selbst nicht mehr als ihn ausmacht geben und soll er sich selbst nicht in der Stellung von Anderen legen. Ja, vielleicht wagt sich einer und gerät nicht in Versuchung, (aber) aus Gründen. Doch (allein), dass du dich etwas wagst bringt dich in Versuchung. Deshalb finden wir einige Jugendliche, die Ibn Tamiyah in seinen Sitzungen mit den Philosophen, den Logikern und den Rawaafid nachmachen und mit ihnen diskutieren … Ibn Tamiyah hat Wissen, Iimaan und Keuschheit (o. Sicherheit), was sich von anderen Leuten unterscheidet. Wenn man von einem Menschen Wissen, Keuschheit (o. Sicherheit), Taqwa und Rechtschaffenheit kennt, und dies auch von ihm gesehen wurde, so kann es sein, dass ihm diese Richtung gebührt. Ein Anderer, nein! Er hat keine Richtung. Schließlich kommen noch durch die Tür der Gelüste mehr (Dinge) im Herzen rein als durch die Tür der Scheinargumente (Shubah). Die Zügel freizulassen, indem man Fernsehkanäle mit vollem Mut sieht, führt ohne Zweifel zur Abschweifung. Und der Beweis ist die Aussage des Propheten –sallallaahu 3aleyhi wa sallama- „Ich hinterließ nach mir keine Versuchung die schädlicher für die Männer ist als die Frauen.“

Und Allaah weiß es besser.

Shaikh Sulaimaan bin Naasir Al-‘Alwaan -فك الله أسره-

[Erstveröffentlichung von Abu Saeed Al-Afghaani]

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