Charlie Hebdo – eine Hommage

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In seiner Ausgabe vom 10.07.2013 machte das französische, als „Satiremagazin“ bezeichnete Blatt „Charlie Hebdo“ mit einer Karikatur auf, welche einen Muslim zeigen soll, der von Gewehrkugeln durchlöchert wird, während er schützend den Koran vor seiner Brust hält. Im Text heißt es: „Der Koran ist Scheiße – hält keinen Kugeln stand“. Bezug nimmt diese Karikatur auf Anhänger und Sympathisanten der Muslimbrüderschaft, welche im Zusammenhang mit dem blutigen Militärputsch des Generals Abdel-Fatah al-Sissi den Tod fanden.

charlie-hebdo-egypt

 

Wie das Schicksal es wollte, ist die Redaktion, welche sich für obiges Kunstwerk verantwortlich zeichnete, unlängst selbst durch Gewehrkugeln entleibt worden. Das Leben schreibt eben immer noch die beste Satire. Wir wollen der Toten mit einer Hommage an sie gedenken:

charlie-hebdo-cest-de-la-merde

(Internet-Fundstück, Name des Autors unbekannt)

 

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5 Antworten auf “Charlie Hebdo – eine Hommage”

  1. Albrecht

    Der „St.-Pauli-Kommentar“ mag auf einem muslimischen Blog exotisch bis grenzwertig anmuten, ist aber ein Bekenntnis gegen diese gott- und pietätlosen Pariser Schmierereien und auch klar als solches wahrnehmbar – gerade in diesen Tagen mit ihren gleichgeschalteten Parolen „Je suis Charlie“ bzw. „Nous sommes Charlie“.
    Dies möchte ich zu bedenken geben und hoffe auf die Freischaltung, nach Möglichkeit in der folgenden leicht abgewandelten Darstellung, der Übersichtlichkeit wegen:

    Nous sommes St. Pauli.

    https://www.youtube.com/watch?v=iKMBqx-xBhg

    [P. S.
    Meines Erachtens zeigt das verlinkte Video aus dem Millerntor-Stadion nichts Verbotenes und die Sportart generell scheint auch akzeptabel zu sein, wenn es muslimische Fußball-Vereine gibt. http://svmuslime.de/
    Insofern spricht aus meiner Sicht nichts gegen eine Freischaltung, aber die Entscheidung liegt natürlich bei Euch.]

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  2. FreedomOfWhat?

    Tatsächlich scheint Meinungsfreiheit seine Vorteile zu haben…

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  3. Albrecht

    Mit der oben abgebildeten Titelseite der Ausgabe vom 10.07.2013 verhöhnten die Macher von „Charlie Hebdo“ die Opfer des Kairoer Montagsmassakers vom 08.07.2013, demnach 53 Tote und über 400 Verletzte:
    http://scusi.twoday.net/stories/444866326/

    Jene Karikatur nimmt dabei offenbar Bezug auf blutverschmierte Koran-Exemplare, welche bei Opfern jenes Massakers gefunden wurden – die Bilder gingen um die Welt und sind auch dem hier verlinkten Beitrag zu entnehmen.

    Zitat daraus:
    „Die Bilder von den Toten, Verletzten und blutverschmierten Koranbüchern
    könnten noch ein weiteres Opfer gefordert haben.
    Gestern wurde überraschend die Ketchup-Milliardärin (Heinz) und Frau des US-Außenministers Kerry in kritischem Zustand in ein Krankenhaus in den USA eingeliefert. Vielleicht hat sie der Schlag getroffen, als sie im US-Fernsehen die grauenhaften Live-Fotos der Folgen des mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von den US-Geheimdiensten Obama`s und ihres Mannes in Ägypten angezettelten Armeeputsches gegen Mursi gesehen hat.“ [Zitat Ende]

    Gott sei Dank, dass ich nicht Charlie bin.

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  4. ibn maryam

    „c’est de la merde“ hört sich im Französischen viel netter an. Am besten übersetzt mit „taugt nix“.

    Das Wortspiel und die Provokation sind sind aber sicher gewollt.

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  5. Albrecht

    Hier ein Nachtrag zum Ablauf des von „Charlie Hebdo“ karikierten Kairoer Massakers vom 8. Juli 2013:

    »Recherchen des „Guardian“ zeigen: Die Armee eröffnete offenbar in einem Zwei-Fronten-Vorstoß das Feuer auf friedliche Demonstranten. […]

    Als der Imam an jenem verhängnisvollen Morgen zum Fadschr, dem Gebet vor Sonnenaufgang rief, zeigte die Uhr 3.17, schreibt Kingsley. Hunderte Demonstranten reihten sich ein, um sich im gemeinsamen Gebet gen Mekka zu verbeugen. Die meisten Befragten hätten bestätigt, dass während des zweiten und letzten Kniefalls des Gebets auf einmal Lärm zu hören gewesen sei: Die am Rande der Demo postierten Wachen hätten Metallteile gegeneinander geschlagen, um Alarm auszulösen.

    Zu diesem Zeitpunkt sei die Armee mit Panzerwagen und Infanterietruppen von zwei Seiten auf die Menge vorgerückt. Die Uniformierten hätten zuerst Tränengaskartuschen, dann – ab 3.40 Uhr und ohne weitere Vorwarnung – Schrot und scharfe Munition verschossen, sagen Kingsleys Quellen. Erst gut drei Stunden später, gegen 7 Uhr morgens, hätten die Waffen wieder geschwiegen.«

    (Quelle: Spiegel online, 19.07.2013)
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/guardian-bericht-aegyptische-armee-traegt-schuld-an-massaker-in-kairo-a-912058.html

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