Vom Zenit unserer Zivilisation …

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von Yahya ibn Rainer

Eine Gesellschaft, die sich auf dem Zenit (Höhepunkt) ihrer Zivilisation befindet, steht unweigerlich (und logischerweise) auch unmittelbar vor dem Niedergang der selbigen. Ein Zeichen für das Erreichen dieses Zenits, ist die letzte Generation, die in diese Phase der Zivilisation hinein geboren wird und in den Genuss dieses zivilisatorischen Hochstandes kommt, aber nicht die geringste Ahnung davon hat, auf welchen Fundamenten und durch welche Tugenden diese Hochkultur entstehen konnte.

Sie genießen also in allen Zügen, wie niemand vor ihnen, zehren von einem mannigfaltigen Reichtum, den sie weder erbracht haben, noch in der Lage sind zu erhalten. Sie verbinden mit diesem Hochstand, in den sie hinein geboren wurden, einen großen Stolz und empfinden Geringschätzung für sämtliche anderen Gesellschaften, die diesen Zenit noch nicht erreicht haben oder bereits über ihn hinausgegangen sind.

„Rückständig“ sind die anderen, „Barbaren“, die man verabscheut, ja geradezu fürchtet ob ihrer rauen und vom Leben gezeichneten Einfachheit.

Lange macht man sich etwas vor, will den Abgrund am Zenit nicht sehen, glaubt man könne ihn künstlich, durch Zwänge und willfährige Eingriffe in die natürliche Ordnung verbauen. Aber die Zivilisationen dieser Welt sind zyklisch und wir Menschen sind so erbärmlich schwach und neigen dazu, uns auf dem Ruhm unserer Vorfahren auszuruhen.

Und so geht es dann bergab, viel rapider als zuvor bergauf, und zusätzlich durch die vorigen Eingriffe und ihre erzeugten Illusionen und Blasen um ein vielfaches beschleunigt.

Doch Besinnung will auch jetzt nicht eintreten. Die Menschen sind entfremdet vom Ursprung ihrer Zivilisation, und benommen vom Rausch des falschen Stolzes sehen sie die Schuld am Debakel nicht bei sich, sondern bei den Fremden, bei den Rückständigen, den Barbaren, sie wollen die Hochkultur okkupieren, sie auf ihr niederes Niveau stürzen.

Doch was sie dabei vergessen ist, dass dort unten, am Nadir, am Tiefpunkt der Zivilisation, auch sein Fußpunkt liegt. Denn so, wie der Zenit, der Höhepunkt, den Abstieg einläutet, so läutet der Nadir, der Tiefpunkt, den Aufstieg ein … unweigerlich.

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3 Antworten auf “Vom Zenit unserer Zivilisation …”

  1. Peter Fudar

    Lächerliches Geschwätz.. GERADE DU nippelst an der Brust des Westens, weil deine Brüder & Schwestern es nicht weiterbringen als zur menschlichen Bombe.. Die Relligionen ubd alle Kuffrs werden euch in die STEINZEIT zurück-bomben und den Islamisten (NICHT DEN ISLAM und seine Anhänger,die verstehen,dass man ein 700 Jahre altes Buch IM 2015 unmöglich WÖRTLICH NEHMEN DARF ) ausrotten.

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  2. LuqmanFirasah

    @Peter Fuda, bist du nervös? Hasst du dein Leben? Du wirkst jedenfalls sehr angespannt.

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  3. Dunja Fanaa

    Also wir bringen es nicht weiter als zur menschlichen Bombe und ihr werdet uns in die Steinzeit zurückbomben…interessant, diese Ansichten. 😉

    (Nebenbei: wo ist hier der Bezug zum Artikel? Scheint als ob man sich sofort peinlich angegriffen fühlt sobald man liest, dass die eigene Kultur nicht unantastbar ist und auch einer größeren Gesetzmäßigkeit untersteht.)

    Denen, die ungläubig sind, zeigt sich das diesseitige Leben im schönsten Licht. Und sie spotten über diejenigen, die gläubig sind. Aber die Gottesfürchtigen stehen am Tag der Auferstehung (an Rang) über ihnen. Und Allah beschert (im Jenseits), wem er will, (Gutes) ohne abzurechnen. (2:212)

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