Klerikaler Kadavergehorsam – Teil 2

22 Kommentare

Hinterfragt man den Klerus und seine Autorität an sich, so hat man den ersten Schritt in Richtung Mündigkeit und Aufklärung getan. Viele Muslime können die gedankliche Trennung von Islam und Gelehrtentum nicht vollziehen. Für sie sind die Gelehrten und ihr Monopol auf Interpretation der heiligen Texte schier ein Synonym für einen funktionierenden Islam. Ohne Klerus, kein Religion. Ohne Mullahs, keine Rechtsgutachten. Ohne Gelehrten gäbe es wohl „noch viel schlimmere Streitigkeiten als wir jetzt schon haben“ oder „jeder Unwissende würde dann Fatwas geben“. Ebenso verhält es sich, wenn man dem Muslim von heute, der in seinem Anspruchsdenken nach einem „Vater Staat“ schreit und sozialistischem Gedankengut nicht abgeneigt ist, erklärt, dass man für eine Einschränkung der staatlichen Macht ist und zu hören bekommt, „wer dann die Straßen bauen soll“. Der moderne Mensch kann sich ein Leben ohne einen bevormundenden Staat, mit seinen Bibliotheken füllenden Gesetzbüchern, nicht mehr vorstellen. Artefakte und Arbeitsleistungen, von Menschen aus Fleisch und Blut erstellt, werden dem immateriellen Konstrukt „Staat“ zugeschrieben, denn nur dieser vermag es eine Krankenversorgung oder Schulbildung zu gewährleisten. Ein Mensch, der das Bedürfnis nach ausgebauten Straßen oder Allgemeinbildung verspürt, wird niemals aus Eigenantrieb versuchen, die marode Infrastruktur oder seine prekäre Bildungssituation zu verbessern. Ähnlich verhält es sich mit dem Glauben an allwissende und hochbegabte Gelehrte. Ohne ihre Existenz, kann es keinen Islam geben, denn nur sie vermögen es die verschlüsselte Botschaft Allahs und seines Propheten (Allahs Segen und Heil seien seine ewigen Begleiter) zu dekodieren.

 

Genau diese Menschen übersehen die Tatsache, dass der Staat an sich keine Straßen baut oder die eigenen Kinder ausbildet. Dies wird immer noch von realen Menschen übernommen. Der Staat stellt lediglich Mittel und Organisation, die er mit fragwürdigen Methoden akquiriert, zur Verfügung. Ebenso erstellen Gelehrte keine „neuen“ Rechtsgutachten. Die Offenbarung ist final und komplettiert. Es gibt aus dieser keine neuen Erkenntnisse mehr zu gewinnen. Der Text steht jedermann zur Verfügung. Ketzerisch ausgedrückt: jeder Mensch mit Zugang zur islamischen Literatur, kann den Islam verstehen, kann den Propheten verstehen. Jeder, der etwas anderes behauptet, impliziert mit seiner Aussage, dass

 

  1. Allah und sein Gesandter stets in einer fremden, den Menschen nicht bekannten Sprache kommunizierten,
  2. Der Islam somit keine universale Religion ist, da seine Botschaft lediglich für eine Minderheit von Menschen gedacht ist.

 

Der Mensch benötigt keine Anleitung um den Koran und die Sunnah zu verstehen. Dies wird lediglich von den Gelehrten und ihrer Anhängerschaft kolportiert, um ihre Machtstellung beizubehalten und den gemeinen Pöbel in einer Situation von Verwirrtheit und Unwissenheit zu belassen. Aus diesem Grund werden sie die islamische Literatur bis zum Anschlag verumständlichen und ein jahrzehntelanges Studium (am besten an einem saudi-arabischen Institut) voraussetzen, um auch nur ein Wort aus dem Koran verstehen zu können. Einige sind der Ansicht, dass man vor dem eigentlichen Koranstudium, noch dieses und jenes Buch von diesem und jenem Manne gelesen haben muss, damit man beim Lesen ja nicht in die Irre geht. Denn dafür ist ja der Koran bekannt, dass er seine Leser in die Irre führt…

 

Fakt ist, es gibt keinen Gelehrten der heutigen Zeit, der diese Situation offen anprangert. Es gibt keinen gelehrten Mann, der davon spricht, dass der Islam eine verständliche und einfache Religion ist. Die Gelehrten loben sich stattdessen lieber untereinander in den höchsten Tönen bei gleichzeitiger Herabsetzung der eigenen Person durch intensiven Plattitüden- und Floskeleinsatz. Wer kennt diese aufgesetzten Gespräche nicht? Immerhin bilden sie die Grundlage für eine positive und vor allem muslimische „Streitkultur“.

 

Mullah Abu Mullah:

„Oh Shaykh, du vorzüglichster unter den Menschen. Das Nuur in deinem Gesicht erleuchtet das gesamte Universum. Wie könnte ich es wagen, deinen Worten zu widersprechen? Ich bin doch nicht mal Staub unter deinen Füßen, wahrlich, ich würde 100 Kamele hergeben, nur um für fünf Minuten deine Füße auf meinem Nacken zu spüren. Oh Shaykh, mein vorzüglichster Shaykh!“.

 

Shaykh Shayko:

„Oh Mullah Abu Mullah, du bist es doch der, der die besten Eigenschaften in sich vereint. Du bist scharfsinnig, gut aussehend und ein Held des Islam. Was würde ich dafür geben, einen Tag mit dir verbringen zu dürfen! Dein Urteil ist stets wahrhaftig, ich bin ein Nichts im Vergleich mit deiner erhabenen Person! Oh Mullah Abu Mullah!“ [aus der Reihe „How to talk like a Mullah“]

 

Die Probleme der Ummah werden seit jeher mit einem Übermaß an Schmeichelei und blumigen Worten ertränkt, damit sich auch ja nichts ändert! Alle spielen die heile Welt vor, obwohl es im Inneren seit Jahrhunderten rumort. Das ganze wird dann noch als „Adab der Gelehrten“ an den muslimischen Pöbel weitervermittelt. Ihr habt ein Problem untereinander? Löst es mit Schmeichelei und schönen Worten, bis ihr vergessen habt worum es überhaupt ging! So löst man Probleme in der Ummah, durch leeres Gerede und vor allem durch Nichtstun!

 

Menschen werden in Szene gesetzt, ohne auch nur einen Moment darüber nachzudenken, was der Glaube an unfehlbare Gelehrte [sic!] für Implikationen mit sich bringt. Gelehrte haben diese sakrosankte Stellung, die man im besten Fall als fehleranfällig und im schlimmsten Fall als faschistoid bezeichnen muss.

 

Liest man in der Literatur von den Gelehrten und ihrer Fatwasammlungen, die der einfache Muslim als Quasi-Offenbarung liest, so wird man feststellen, was zu viel Autorität und vor allem zu viel Tagesfreizeit mit einem literaturschaffenden Mann anstellen können. Vom Glauben an die Suprematie der Araber und der Inferiorität anderer Menschengruppen, insbesondere von Schwarzafrikanern bis hinzu zur Frage, ob das Fleisch von Meerjungfrauen erlaubt ist oder nicht, ist alles dabei.

 

Institutionalisierter Rassismus war und ist eine bekannte Meinung unter einem spezifischen Teil der Gelehrten. Schafiitische Rechtsgelehrte gingen sogar soweit, einer arabischen Frau ein Sonderrecht auf Scheidung zu zusprechen, wenn sie mit einem schwarzen Mann verheiratet ist. Denn die Ehe mit einem Schwarzen ist für eine arabische Frau schlicht eine Entehrung und Zumutung, die sie durch Scheidung legitim beenden darf.

 

WARNUNG:

Du bist eine arabische Ukhti und mit einem nichtarabischen Akhi verheiratet und ihr gehört beide dem „salafistischen Milleue“ an? Dann überspringe bitte die folgenden Passagen und lies erst ab dem „WARNUNG ENDE“ weiter. Solltest du diese Warnung ignorieren und deine Ehe dadurch bereits vor dem Ablauf der durchschnittlichen 2 Wochen in die Brüche gehen, übernimmt der Autor dieses Textes keine Haftung!

 

Folgender Text ist eine deutsche Übersetzung des englischen Originalposts auf islamicvirtues.com. Es wurde der Originalpost übersetzt, da in ihm typische Verhaltensweisen von einem Gelehrtenanhänger auftreten und ein guter Beweis dafür sind, was extreme Anhängerschaft zu einem Menschen mit dem Verstand eines Fanboys anrichten kann.

 

Im Namen Allahs,

Ich habe in letzter Zeit bemerkt, dass arabisch-muslimischen Familien, insbesondere jene, die im Westen leben, ihren Töchtern erlauben Nicht-Araber zu heiraten.

 

Ja, das ist wahr, ich habe das nicht erfunden.

 

Wie widerwärtig!

 

Ja, ich weiß, es ist nicht haram dies zu tun, genausowenig wie Exkremente auf eurer Gesicht zu schmieren, würdet ihr das auch tun [Anmerkung des Übersetzers: nur weil es nicht haram ist]?

 

Brüder und Schwestern, unser Deen ist klar. Es ist empfohlen jemanden zu ehelichen, der ihr kafa’a (religiös passender Partner) und nicht-arabische Männer sind kein passender Partner für eine arabische Frau.

 

Dies [Anmerkung des Übersetzers: diese Ansicht] ist etabliert in unserem Glauben. Lest z. B. meine führeren Post darüber, warum Araber die edelsten unter allen Rassen sind. Und wenn das nicht ausreicht, lest das, was unsere werten Gelehrten uns über diese Thematik beigebracht haben. Wir erkennen folgendes bzgl. der kafa’a für die Ehe im klassischen Shafii-Werk des islamischen Rechts mit dem Titel ‚Umdat as-Salik wa ‘Uddat an-Nasik:

 

Übersetzung [Anmerkung des Übersetzers: der Übersetzung]: Kafa’a liegt in der Abstammung, in der Religiosität, in der Freiheit des Mannes (kein Sklave), in seinem Beruf und im Fehlen von Defekten, die eine Annullierung der Ehe rechtfertigen. Und ein ajami [Nicht-Araber) ist nicht geeignet für eine arabische Frau und ein Nicht-Qurayshit ist nicht geeignet für eine qurayshitische Frau, weder ist ein Nicht-Hashimit geeignet für eine hashmitische Frau oder ein Nicht-Muttalabi für eine hashimitische oder mutallabi-Frau. Weder ist ein sittenloser Mann geeignet für eine gesittete Frau, noch ein Sklave und eine freie Frau und kein ehemaliger Sklave für eine freie Frau, deren Vorfahren frei waren. Weder ist ein Mann mit einer niederen Berufstätigkeit geeignet für die Tochter eines Mannes, mit edler Profession, wie zum Beispiel ein Schneider, der die Tochter eines Kaufmannes heiraten möchte.

 

So wir stellen fest:

  • Nicht-arabische Männer für arabische Frauen
  • Nicht-Hashimiten oder Nicht-Mutallabi für hashimitische oder mutallabi-Frauen
  • Sündige Männer für sittsame Frauen
  • Ein Sklave oder ein ehemaliger Sklave für eine freie Frau
  • Ein freier Mann, dessen Vorfahren Sklaven waren für eine Frau, deren Vorfahren keine Sklaven waren
  • Ein Mann mit einem niederen Beruf für eine Frau, mit einem Vater, der einer nobleren Profession nachgeht

 

Brüder und Schwestern, euer Glaube ist kein Spiel. Ignoriert nicht die Anweisungen unserer Gelehrten, die lange und hart gearbeitet haben und uns diesen Schatz hinterlassen haben. Ihr seid vielleicht erfreut darüber, dass es für dieses Buch eine partielle Übersetzung auf Englisch existiert, die ihr hier und hier nachlesen könnt. Der Übersetzer hat zwar den arabischen Text, den ich oben angegeben habe (Seiten 523-524) mit abgebildet, aber den Text nicht ins Englische übersetzt. Es scheint so, als sei er ebenso einer dieser „modernen Muslime“, die sich erniedrigen um sich in die westlichen Kuffar-Gesellschaften zu integrieren, in dem sie die Lehren unserer muslimischen Gelehrten ignorieren.

 

Ich warne euch erneut, ignoriert euren Deen nicht für weltliche Begierden oder die Kuffar-Westler zu erfreuen. Haltet eure Töchter und Schwestern fern von nicht-arabischen Männern, Sklavenabkömmlingen und jenen mit niederen Berufen.

 

Aber dies gilt nur, wenn ihr Araber seid. Wenn ihr nicht zu dieser überlegenen Rasse gehört, so gelten diese Regeln nicht für euch. Also tut mit euren Frauen, was immer ihr wollt.

WARNUNG ENDE:

 

Ignorieren wir für einen kurzen Moment die Tatsache, dass der Islam den Rassismus verdammt und einer der prominentesten Mitstreiter des Propheten Schwarzafrikaner war, da wir uns momentan in der Welt des Klerus befinden, denn dieser hat andere Gesetze. Da diese Meinung von Gelehrten der schafiitischen Rechtsschule vertreten wurde, so ist diese somit eine legitime innerislamische Meinung und der Pöbel muss das Urteil der Gelehrten anerkennen. Denn die Gelehrten würden niemals aus rassistischen Gründen andere Menschen verdammen. Auch würden sie niemals den Islam vorschieben um bestimmte Ressentiments in der herrschenden Klasse oder im gemeinen Pöbel zu bestätigen.

 

Ein Problem bringt diese Meinung aber dennoch mit sich. Wie sollen jetzt die hyperaktiven und aufgedrehten Koranstand-Ukthtis mit ihren schrillen Stimmen nun für den offenen und multikulturellen Islam werben? Malcolm X und Muhammad Ali fallen leider als Argumentationsgrundlage weg! Aus Gründen der Gleichberechtigung möge man sich an dieser Stelle einen ebenso aufgedrehten, Zeigefinger hochhebenden Akhi vorstellen, der den Koran noch nie gelesen hat, und vorbeilaufende Passanten mit konvertierten, afroamerikanischen Musikern für den Islam locken möchte.

 

Wie stellt man sich das ganze denn vor? Was für eine Anstrengung kann man denn vorweisen um den Islam, die einzig wahre Religion auf diesem Planeten, zu verinnerlichen? Was wird man seinem Herrn antworten, wenn er fragt, wie man die Religion gelernt und praktiziert hat? Kann man wirklich von einer aufrichtigen Suche nach der Wahrheit ausgehen, wenn man sein ganzes Leben dem Urteil der saudi-arabischen Intelligenzija vertraut hat? Ohne auch nur einmal kritisch nachzufragen und vor allem selber nachzuforschen? Möchte man ein Leben lang fremdbestimmt sein?

 

Die schlimmsten Urteile wurden von Gelehrten für diverse Auftraggeber gefällt, die verrücktesten Sekten und Gruppierungen und der Jahrhunderte andauernde Stillstand der islamischen Welt gehen auf die Fantastereien der Gelehrten und ihrer fanatischen Anhängerschaft zurück. Gelehrte sind genauso korrupt wie der gemeine Pöbel, sie stammen nicht aus einem anderen Universum, sondern rekrutieren sich ebenso aus dem Volk. Auch sie fällen opportunistische Urteile die entweder der Allgemeinheit gut gefallen und /oder eben dem Tyrannen, der gerade an der Macht ist. Und diese Kooperation mit den Herrschenden und dem Pöbel lassen sie sich bestens vergüten. Beispiele für diese Korruption möge man sich aus seiner eigenen Heimat herausnehmen.

 

Doch sollte jedem klar sein, dass jeder Einzelne für seine islamische Bildung verantwortlich ist. Wenn es um den Hartz4-Antrag geht, so werden einige Zeitgenossen mit Migrationshintergrund zu wahren Juristen. Sie kennen jeden Kniff, jedes bürokratische Schlupfloch und jedes Gerichtsurteil zu Gunsten eines Hartz4-Empfängers, nur um im Monat 4,37 € und zwei Hemdknöpfe mehr in der Tasche zu haben. Sie wissen bei welchen Ämtern und Behörden sie klingeln müssen, damit auch schön „Para“ (=türkisch für Geld) fließt. Gestandene Männer, die im Fitnesscenter niemals „den Leg Day skippen“ würden, verwandeln sich vor der Sachbearbeiterin des Arbeitsamtes in weinerliche Gestalten, die jeden Tag von einem neuen Wehwehchen geplagt werden, damit die Sachbearbeiterin einen gleich als schwervermittelbar abstempelt und somit in Ruhe lässt.

 

Andere wiederum studieren ein weltliches Fach und perfektionieren ihre Arbeitsleistung, damit sie im Leben weiter kommen und sich ein Vermögen aufbauen können. Aber für die eigene islamische Bildung ist neben dem Konsum von Bollywoodfilmen und Jackie-Chan-Clips auf YouTube wohl keine Zeit mehr und auch kein Gehirnschmalz mehr übrig? Diese Dinge lassen sich ja bestens an „die Erben des Propheten“ (haben unsere Prachtexemplare an Gelehrten diese Bezeichnung wirklich verdient?) outsourcen.

 

Der Personenkult um die Gelehrten ist ausgeufert. Gelehrte manifestieren den Status Quo der Meinungsverschiedenheit, sie streben nach keiner Einheit des Glaubens. Ihnen gefällt die Situation so, wie sie ist. Der gemeine Muslim soll Amin sagen und den Mund halten und vor Ehrfurcht erstarren, wenn ein Mullah oder ein anderer Würdenträger spricht. Sie scheren sich nicht darum, diesen Zustand aufzulösen und den Muslim zu erleuchten.

 

Wovor hat man denn Angst? Dass Goldkettchen-Murat und Kopftuch-mit-Jeans-Aishe Rechtsgutachten erteilen? Hat man dann nicht die Pflicht ihre falschen Ansichten zu widerlegen? Sollte es denn nicht ein Leichtes sein, ihre Behauptungen zu entkräften? Wenn der Behauptende aufrichtig ist, so wird er seinen Fehler erkennen und seinem falschen, selbstgerechten Meinungskatalog abschwören. Sollte es ihm an Aufrichtigkeit fehlen, so werden alle Argumente und Beweise, die vorgetragen werden, nichts nützen. Also alles wie gehabt, oder nicht? An dieser Stelle sei auf die Existenz von Schiiten und Sufis verwiesen, die trotz guter Argumente gegen die Machenschaften ihrer Doktrin existieren und ihren Riten nachgehen.

 

Man kann das hier Geschriebene verdammen und in die gewohnte Schnappatmung verfallen. Man kann alle Kritiker und Freidenker mit einem Label versehen und sie in eine Schublade stecken. Man kann ihnen die reine Absicht absprechen und ihnen vorwerfen, dass sie ja nur Rosinenpickerei betreiben möchten, heißt wenn die Fatwa einem selber gefällt, so wird sie schon ihre Richtigkeit haben, anderenfalls hat sich der Gelehrte geirrt. Diese hier beschriebenen Personen mag es sehr wohl geben, allerdings ist der gemeine Pöbel doch schon so weit konditioniert, dass er es gar nicht wagt den Gelehrten zu widersprechen. Dass es vereinzelt unaufrichtige Elemente gibt und diese Elemente gibt es überall, soll an dieser Stelle nicht abgestritten werden, lediglich der Hinweis erfolgen, dass das Problem nach wie vor besteht und eine Lösung gefunden werden muss.

 

Wieso beunruhigt es den „Laien“ nicht, dass er laut Aussagen der hohen Geistlichkeit, niemals in der Lage sein wird den Islam zu verstehen? Dass sein unangeleitetes Studium der islamischen Wissenschaften stets in die Irre führen wird? Was ist man nun? Ist man nun Muslim und ein Anhänger des Propheten? Oder ist man ein Anhänger einer bestimmten klerikalen Gruppierung, die man ja heutzutage sowieso beliebig austauschen kann? Wieso ist man so eingeschüchtert von sterblichen Menschen? Wer hat ihnen diese Macht übertragen?

 

Die Muslime lieben und leben die Rolle des Versklavten. Sie verabscheuen den freien Geist. Die Freiheit, mit der wir ausgestattet wurden. Sie verstehen nicht, dass der Prophet in erster Linie ein Befreier war. Seine Sira ist die Lebensgeschichte des größten Freiheitskämpfers der Geschichte.

 

Hat unser Herr und Meister nicht den Aberglauben beendet? Hat er nicht schon vor 1400 Jahren den Ahnenkult gestürzt? Entspricht es nicht der Realität, dass die Muslime von heute in erster Linie von ihrer eigenen Familie unterdrückt werden? Die ihnen jede Freiheit untersagt, die den Regeln ihrer Ahnen entgegenläuft? Hat der Prophet nicht an anderer Stelle den Gelehrtenkult der anderen Buchreligionen verdammt? Hat er uns nicht von allen falschen Götzen befreit, auf dass wir frei sind von falschen Autoritäten? Ist das nicht das Lebenswerk des Propheten?

 

Fragen über Fragen.

 

Ähnliche Beiträge

  • Keine ähnlichen Beiträge

22 Antworten auf “Klerikaler Kadavergehorsam – Teil 2”

  1. Alois der Grübler

    Ich finde die Kritik im Bezug auf solche Fälle zwar berechtigt, jedoch berechtigen solcherlei Fälle keine Analogie auf die allgemeine Funktion der Gelehrsamkeit. Der Text impliziert, dass die Gelehrsamkeit nur Unterwürfigkeit bedeute und das den freien Verstand beschränkt. Aber es wäre bloß eine Zumutung, dass man erwartet, dass jeder Muslim ein vollstes und ausgewogenes Islam Verständnis besitzt. Dafür sind die Menschen schlicht und einfach von ihrer Religiosität nicht auf der selben Ebene und nicht nicht auf die selbe Ebene zu bringen. Es werden immer Menschen geben, die den Laienstatus verkörpern werden und auch aufgrund ihrer mangelnden geistigen Kompetenzen Referenzen durch die Gelehrsamkeit benötigen. Und wenn der Umgang mit der Gelehrsamkeit mit einer richtigen Art und Weise geschieht, dann ergibt sich daraus auch keine Falschheit, wie in dem obigen Beispiel.

    Antworten
    • Zia ul Haq

      Zia ul Haq

      Danke für deinen Beitrag.

      Magst du die „richtige Art und Weise“ im Umgang mit den Gelehrten noch etwas ausführen?

  2. Dunja Fanaa

    As salamu alaykum.

    Mich schreckt sowohl das Verherrlichen als auch das Verunglimpfen der Gelehrten ab.

    Wa alaykum salam.

    Antworten
  3. Abdullah ibn Dzordze

    As salamou alaikoum

    Danke für den Beitrag.
    Es muss gesagt werden, dass die Menschen heutzutage noch größere Juhal sind als zur Zeit des Propheten s.a.u.s.. Die meisten Muslime sind in Schirk und Kufr so tief drinnen, dass ihnen das nicht mal auffällt – und die ganzen Palastgelehrte lenken die Menschen so wie es ihnen passt, da der Mensch nur konsumieren will und nicht selber recherchiert!

    Erinnert mich ein bisschen an die katholische Kirche bzw. das Christentum, denn die haben es genauso gemacht.

    Dies geschieht auch auf Grund der weltlichen Ablenkung, denn TV, Medien, Zeitungen, Vergnügungen, Sony und co produzieren soviel Spiele und Spass weiviel nur geht, sodass die Menschen gar keine Zeit haben sich selber anzustrengen und überhaupt zu lesen und den Islam zu studieren.

    p.s.
    Gewalt im Fernsehen,
    Gewalt im Zeitungen und niemand verbietet, dass auch weiter solche Szenen produziert wird, jedoch, den Muslimen schaut man genau auf die Finger…….und hetzt gegen den Islam mit Hassbeiträgen!

    Antworten
  4. Feminismus ist vom Shaytan

    Der Autor dieses Artikels hat leider die Ironie aus der vermeintlich rassistischen fatwa nicht heraus gelesen.

    Antworten
    • Tariq Ibn Lahsan

      Tariq Ibn Lahsan

      Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass dieser Beitrag ironisch gemeint war. Hier verteidigt der Autor seinen Artikel sogar noch: http://islamicvirtues.com/2014/01/26/shiite-racism/

      Des Weiteren bliebe selbst für den Fall, dass es als Ironie gemeint war, das Zitat aus jenem schafiitischen Referenzwerk bestehen. Ähnliche Beispiele findet man zuhauf in der Literatur.

  5. Feminismus ist vom Shaytan

    Der Text mutet an wie die Reflexion eines religiösen Marxisten, der als solcher anti-autoritäre Agitation betreibt und sich das finale anarchistische kommunistische Utopia herbei sehnt. Gleich zu Beginn spricht sich der Autor dem Anschein nach gegen den Staat sowie Steuern aus und stellt die Gelehrten als Kaste von machthungrigen(„faschistoiden“) Schmarotzern – mit anderen Worten „Klerikalfaschisten“ – dar. Außerdem bedient er sich verräterisch häufig der Terminologie der euphemistisch „Aufklärung“ genannten historischen Umwälzungen in Europa (sowie des Marxismus) – in die Wege geleitet durch die Freimaurer – , welche den Boden bereitete für den Sozialismus und Kommunismus als auch den diese ermöglichenden Liberalismus.(„Aufklärung“, „Geist frei machen“, „Freidenker“, „Freiheit“ etc.)
    Der Autor scheint gegen Autoritäten religiöser als auch weltlicher Natur zu sein und vor allem gegen jene in Saudi Arabien – handelt es sich hier doch nach marxistischer Denkweise um eine „antiquierte“ Monarchie mit „reaktionären“ Gelehrten.
    Selbstverständlich ist die Behauptung jeder Muslim könne den Islam, also Koran Sunnah sowie die Kontextualisierungen der entsprechenden Stellen als auch die Interpretationen und in entsprechenden jeweils spezifischen Situationen Rechtsfindung erlernen, an Merkwürdigkeit nicht zu überbieten.
    Und nein unser Prophet – Frieden und Segen auf ihm – war kein „Freiheitskämpfer“ nach Art von Che Guevara, er war Prophet.
    Außerdem gehört es sich nicht unsere edlen Schwestern, die es gut meinen und sich abmühen in aller Öffentlichkeit als „hyperaktiv“, „laut“ und „schrill“ zu beschimpfen genauso wenig wie unsere Gelehrten.
    Außerdem ist dieser Text mit einem anti-arabischen, insbesondere anti-saudischen Ressentiment durchtränkt, dass einem unweigerlich der Verdacht aufkommt, dass es sich bei dem Autor um einen Konvertiten aus dem linken Milieu handelt, der den dummen Orientalen wie so häufig erklären will der Islam sei eine westliche linke Ideologie.

    Antworten
    • Tariq Ibn Lahsan

      Tariq Ibn Lahsan

      Es gibt gewiss kaum etwas, wovon der Bruder weiter entfernt sein könnte, als Marxismus und Kommunismus. Wie kommt man darauf, dass jemand der marxisitschen Mythologie von der Schaffung eines neuen Menschen und einer neuen Gesellschaft anhängt, nur weil er selbsternannte religiöse Autoritäten hinterfragt und institutionalisierte Zwangsapparate wie den „Staat“ zur Disposition stellt? Der Bruder ist weder konvertiert, noch hat er eine linke Vergangenheit. In einer Freimaurerloge ist er auch kein Mitglied. Von daher ist das alles doch sehr an den Haaren herbeigezogen.

      Ich kann ihm nur beipflichten, dass eine Emanzipation von der etablierten Gelehrsamkeit in vielen Angelegenheiten Not tut. Dabei geht es gar nicht darum, dass man islamischen Wissen geringschätzt. Vielmehr ist das Problem, dass vieles, was als islamisches Wissen verkauft wird, in Wahrheit nur Willkür ist, die entweder für Dollars erkauft oder aus persönlicher Geltungssucht geboren wurde…

    • Mert

      @Tariq Ibn Lahsan

      Bruder, weil er keine Argumente mehr hat, kann er nur noch mit vermutungen um sich werfen und was heißt das für uns? Der Zia ul Haq hat einen guten Korb geworfen (=

    • Mert

      Wann kommt Teil 4 ?

  6. Feminismus ist vom Shaytan

    Die rassistischen Artikel auf dieser Seite sind zweifellos von einem Islamhasser geschrieben, der sich als Moslem gibt und dem Islam (und nebenbei auch den Schiiten) schaden will, indem er Sunniten hier als bigotte Rassisten darstellt. Bitte sehe dich genau auf dieser Seite um. Kein Moslem drückt sich so aus.
    Niemand hat jemals behauptet Gelehrte seien ohne Fehler, jedoch zu behaupten, Gelehrte seien unnötig und jeder Muslim sei selbst zur Rechtsfindung in der Lage, ist das genau entgegen gesetzte Extrema und diese Aussage stellt einem als Moslem die Nackenhaare auf.
    Also wenn du vom Staat als „institutionalisierten Zwangsapperat“ sprichst, soll das etwa keine Befürwortung eines Anarchismus sein (wie eben im kommunistischen Utopia vorgesehen – Marx sprach hier vom „Absterben des Staates“)?
    Gibt es für euch so etwas wie einen islamischen Staat?

    Antworten
    • Zia ul Haq

      Zia ul Haq

      Dass es sich beim Schreiber des Artikels um einen Islamhasser handelt, ist schlicht deine Vermutung, die es zu beweisen gilt (vorhin war es noch Ironie, du erinnerst dich?). Weiterhin ist es problematisch, dass du dein Gutdünken auf alles andere überträgst, was du dir nicht vorstellen kannst, darf bzw. kann auch nicht sein.

      Gelehrten sind nicht ohne Fehler, das wissen alle, dennoch werden aber ihre Meinungen und ihre genialen Rechtsgutachten als Quasi-Offenbarung gelesen. Es gibt noch andere Themen, wo sich die Gelehrten geirrt haben (siehe die Rechtsgutachten, die die Vertreter der Rechtsschulen so abgeben), aber aufgrund des fortgeschrittenen Gedankens von „alle sind gleich gut und gleichberechtigt“, dürfen diese Gutachten nicht angezweifelt werden.

      Wie du bereits an anderer Stelle geschrieben hast:

      „Multikulturalismus, Gleichheit aller Menschen, Gleichwertigkeit aller Religionen – so spricht Shaytan. “

      Wie können dann kontradiktorische Meinungen, die von den Gelehrten vertreten wurden und werden, dann alle gleichberechtigt sein? Einge irren sich und das gewaltig! Aber darf man das offen anprangern?

      Wieso kann der gemeine Muslim den Islam nicht verstehen? Weil die Gelehrten dann ihre Macht und ihre Arbeit verlieren würden. Genauso wie man hierzulande ständig neue Diskussionen über den Feminismus und einer geschlechtsneutralen Sprache entfacht, damit die Lehrstühle für Gender-Studies weiterhin Arbeit und Legitimation haben.

      Ich würde dir empfehlen weiter bei deinen Lieblingsthemen Feminismus und Marxismus zu bleiben.

      Danke.

  7. Jahil

    الله أكبر ما أعظم الغلو إلا أنه نقيض غلو متعصبي التقليد فهذا غلو جاهل بالشرع وبعلومه ولا شك. من الذي ألف الكتب في جميع الفنون والعلوم سوى العلماء؟ ولعل هذا الأبله لا يفهم حتى كتبهم التي ألفت في الفنون المتعددة ثم يتطاول عليهم وكأنه قد سقي نمير الفهم حتى ارتوى منه وتضلع
    تطاوله على العلماء بصفة عامة يبدي لكل ذي بصيرة ما طوته نفسه من الجهل العظيم بقدر العلم والعلماء. وإنما يعظم العلماء من عرف جهودهم الجبارة وعرف العلم .

    حماداك أيها الأبله المسمى بضياء الحق أعني ظلام الباطل أن تربع على المجال الذي تعلمت أو تخصصت فيه وهو لا شك ليس المجال الشرعي بدليل سخفك وسفهك وكذا شقيقك في الخوض بالباطل طارق بن الأحسن.

    فض الله أفواهكما

    Antworten
    • Tariq Ibn Lahsan

      Tariq Ibn Lahsan

      Die typische Wichtigtuerei aus dem Dunstkreis der Gelehrtenhörigkeitsprediger. „Schaut her, ich kann Arabisch, deswegen schreibe ich auf einen deutschen Beitrag auf einer deutschsprachigen Seite einen arabischen Kommentar.“ Aber das verstehe ich. Den Opponenten schlicht als Idioten zu betiteln und seinen Namen zu verdrehen macht in deutscher Sprache weit weniger her, als im Arabischen.

      Was die inhaltliche Kritik angeht, so leugnet niemand per se die Leistungen der islamischen Gelehrsamkeit oder erklärt sie für obsolet, vielmehr geht es darum zu erkennen, dass es sich um keine vom Rest der Menschheit abgehobene, unantastbare Kaste handelt, die nur Gutes tut. Ganz im Gegenteil. Neben dem hervorgebrachten nützlichen Wissen und dem Nutzen für die Menschen, wird und wurde von gelehrten Personen auch jede Menge Müll und Unheil produziert. Praktisch jeder Tyrann in der Geschichte hatte einen Hof von Intellektuellen, welche sein Tun rechtfertigten. Das hat sich bis heute nicht geändert.

    • Jahil

      أوه
      إن كان عقلك لا يتسع إلا لسبب واحد تظنه الدافع للتكلم بالعربية فذاك مزر ولكني أطلعك على جلية الأمر فأنا لا أتقن الألمانية وظننت ظنا غالبا أنك عربي فهذا هوالسبب.

  8. Anon

    Fakt ist, als Konvertit oder jmd der zurück zum Islam gefunden hat, ist es so gut wie unmöglich in diesem Wirrwarr überhaupt einen rechtschaffenen Gelehrten zu finden, um ihm zu folgen. Wie soll der „Laie“, also die Masse, beurteilen können wer auf Haqq ist? Dazu müsste man erstmal jede Gruppe und seine Gelehrten analysieren. Das ist der Grund für die vielen Gruppierungen (abgesehen von den Madhabfanatikern usw.). Würden die Muslime sich erstmal wirklich mit dem Quran und der Sunnah befassen, wären sie nicht so leicht beeinflussbar und beeindruckt von den „Beweisen“ der Anhänger der erst besten Gruppe oder Sekte, die ihnen begegnet, weil sie selbst die Ayat und die dazugehörigen Handlungen des Propheten kennen würden. Sekten- und Gruppenanhänger verweisen immer auf die Interpretation ihrer Gelehrten, anstatt selbst Hand anzulegen. Mir sind bis jetzt nur richtige Juhal begegnet, die versucht haben selbst Ayat zu interpretieren, welche allerdings immer mit weiteren Versen und Abadith widerlegt werden konnten. Man sollte sich also wennschon ernsthaft damit befassen, aber dann seh ich wirklich eie Möglichkeit unsere jetzige Lage zu ändern. In den letzen Jahren hat sich diese Verherrlichung der Gelehrten wirklich zugespitzt. Jede Gruppe legt sich einfach einen Gelehrten zu und aus die Maus.

    Dieser Blogeintrag hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht und ich merke, dass ich dem Autor immer mehr zustimme. Es muss sich ja keiner angegriffen fühlen oder für die Gehlerten auf Verteidigungsstelle übergehen. Ich bin und bleibe nämlich auch den Gelehrten dafür dankbar, dass sie ihr Wissen, aus denen man trotzdem viel Nutzen ziehen kann, bescheiden weitergeben.

    Antworten
  9. Feminismus ist vom Shaytan

    Ironisch war natürlich das falsche Wort, auch wenn der Autor sich des selben Stilmittels der Überspitzung bediente, hier um den Islam als rassistische Ideologie dar zu stellen. Bitte sieh dir die anderen Artikel auf dieser Seite an – es handelt sich hierbei mitnichten um einen Moslem.
    Außerdem ist es selbstverständlich so, dass wir nicht ohne Grund angewiesen wurden, den Salaf und Tabeen zu folgen bzw. dementsprechend Koran und Sunnah zu folgen und nur so lange einem Gelehrten zu folgen, solange sich die Fatwa hiermit deckt – und zwei richtige Antworten auf einen Sachverhalt kann es natürlich nicht geben. Damit geht natürlich folglich einher, in Angelegenheiten, welche unklar sind, den zeitgenössischen Gelehrten der Salafiyah zu folgen. Und ich werde nicht allen Ernstes weiter auf die implizierte Behauptung eingehen, jeder Muslim habe die geistigen Kapazitäten ein Fakih zu sein und Gelehrte seien somit überflüssig wie Gender“wissenschaftler“.
    Außerdem möchte ich nicht bestreiten, dass es katastrophale opportunistische Pseudogelehrte gibt, die für jede zweckdienliche Fatwa zu haben sind – diese jedoch findet man eher in der Al Azhar oder bei der degenerierten Muslimbruderschaft – man sehe sich etwa deren Oberguru Yusuf al Qaradawi an – und nicht unter den edlen Gelehrten der zeitgenössischen Salafiyah im glorreichen Saudi-Arabien.
    Ablehnung von Autoritäten religiöser als auch staatlich-weltlicher Natur, also Anarchie, ist vom Shaytan.

    Antworten
    • Tariq Ibn Lahsan

      Tariq Ibn Lahsan

      Die Ablehnung des Staates ist nicht automatisch Anarchie. Jeder Muslim glaubt an die Herrschaft des Rechts, welches durch das Buch und die Sunnah festgeschrieben wurde. Aufgabe des Imams ist es, dieses Recht umzusetzen, indem die Gebote erfüllt und die Verbote geachtet werden. Darin erschöpfen sich die Befugnisse des Imams dann aber auch. Den Menschen nach Gutdünken neue Gesetze aufzuerlegen und sich an ihrem Besitz und ihrer Handlungsfreiheit zu vergehen, wie es der Staatsbegriff impliziert, fällt nicht in den Bereich des Zulässigen.

    • Abd al Malik

      Die UN Saud Monarchie ist so weit vom tewhid entfernt das sie sich nicht mall von den Nasara und Jehud lossagen will und mit den „Papst“ im Vatikan Schirk Reden schmiedet die er(Abdullah ibn Abd al-Aziz Al Saʿud) in der UN von sich gibt, und er hatt auch die unterstützung seiner Saud“gelehrten“, den Direktor der Azhar el tantawie und seiner rafida Bruder im diesen Kufr, das gessagte kann mann im den Video fienden das verlinkt ist, diese UN Monarchie die unter sich mit tagut „gesetz “ namens „Nizamul-Jejschil-‘Arabis-Su’udijj“ wo es beispiels weise keine had schtrafe gibt fur den Dieb ist ein tagut.

      https://www.youtube.com/watch?v=lI2dxVwh4zE

      So ist diese Monarchie nicht „glorreich“, und widerspricht im vielen punkten den aslu din, ibn Abdul Wehhab nennt die Kategorien derjenigen die den Asludin widersprechen;

      Diejenigen die diesem widersprechen, sind sehr unterschiedlich: Die Schlimmsten sind die, die
      beiden Punkten gleichzeitig widersprechen.
      – Einige von ihnen dienen Allah, aber lehnen nicht den Schirk ab, und zeigen denen die Schirk
      begehen keine Feindschaft.
      – Einige dienen Allah, lehnen den Schirk ab, zeigen denen die Schirk begehen Feindschaft, aber
      machen keinen Takfir auf sie.
      – Einige von ihnen lieben weder den Tawhid, noch hassen sie ihn.
      – Einige haben die Anhänger des Tawhid zu Kuffar erklärt, wegen der Behauptung, dass sie die
      Rechtschaffenen beleidigt haben.
      – Einige von ihnen hassen weder den Schirk, noch lieben sie ihn.
      – Einige von ihnen kennen den Schirk nicht, und deshalb können sie ihn nicht ablehnen.
      – Und andere kennen den Tawhid nicht, und können ihn deswegen auch nicht verleugnen.
      – Zu den Schlimmsten unter ihnen zählen jene, welche mit dem Tawhid handeln, aber den Wert
      des Tawhid nicht verstehen und deshalb gegen diejenigen, die den Tawhid verlassen, nicht
      grollen und sie nicht zu Kuffar erklären.
      – Einige von ihnen verlassen den Schirk, betrachten ihn als schlecht und lehnen ihn ab, doch
      kennen sie die Bosheit des Schirk nicht und deshalb zeigen sie keine Feindschaft gegen die
      Anhänger des Schirk, noch erklären sie sie zu Kuffar.“„Ad-Durar us-Saniyyah (2/22)“

  10. Feminismus ist vom Shaytan

    Ich verstehe, sollte der Staatsbegriff des Autors das beinhalten, was du im letzten Satz deines Kommentars ausgeführt hast, ist dem Rest diesen vorbehaltlos zu zu stimmen. Wobei er sich sehr missverständlich, da vage, ausgedrückt hätte.
    Tatsache ist nun einmal, dass die Tyrannen der muslimischen Welt unmittelbare Produkte ihrer Gesellschaften und somit nicht Hauptproblem, sondern Symptome und Begleiterscheinungen einer tiefergehenden umfassenden Problemstellung, aus der auch unsere in jeglicher Hinsicht beklagenswerte Situation her rührt, sind – die durch das Entfernen der Moslems von Koran, Sunnah und der Methodologie der Salaf begründete Dekadenz unserer Gesellschaften. Würden die Muslime sich bessern und auf die Salaf und die Sunnah zurück besinnen, bekämen sie auch bessere Herrscher. Dies wird wohl eine Generation dauern, in der es primär darum gehen muss, den Kindern eine entsprechende Erziehung mit zu geben bzw. muslimische Familien zu errichten und Dawa zu betreiben. Bis dahin wir angewiesen, unseren Herrschern zu horchen und zu gehorchen selbst wenn sie uns peitschen oder unser Vermögen nehmen.

    Antworten
  11. Anti U3lema al Batil

    Salam aleykum, wieso kritisiert man nicht einfach die Gelehrten det Falscheit, entlarvt sie und lobt die Gelehrten der Wahrheit und zeigt ihre Eigenschaften auf.

    Wir brauchen Gelehrte, davon gibt es gute und gerechte und leider gibt es da noch die übelen und ungerechten die für Dunya ihre Religion verkaufen, so ist nun mal die Welt.
    Wir haben Verstand und Vernunft denn gilt es zu benutzen, wer das nicht tut und blind jedem Gelehrten folgt in jeder Sache der braucht sich nicht zu wundern wenn ihn Allah swt nach seinem Tot in die Hölle wirft.

    Antworten
  12. Muslim

    „zeitgenössische Salafiyah“ – was soll man da noch sagen?

    Kontext: „edlen Gelehrten der zeitgenössischen Salafiyah im glorreichen Saudi-Arabien“

    😀

    Antworten

Antworten