Salomon und die Zauberei

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In den vergangenen Schriften und Büchern wurde viel über Salomon geschrieben und erwähnt. Bis heute wird Salomon (Friede sei mit ihm) von den Anhängern der Schriftreligionen, der Zauberei und der Abwendung von Gott, getadelt und teilweise nicht als Prophet Gottes anerkannt. Zu Beginn als einen weisen, reichen und starken König gelobt [1], wird Salomon letztendlich des Polytheismus, der Abgötterei [2], bezichtigt, die durch fremde Frauen und Satan zustande kam [3]. Ebenso nimmt die kabbalistische Lehre (Erneurer, Randströmung, mystische Sekte im Judentum) Salomon als Vorbild, für seinen Tempelbau [4], Zahlenmystik [5] und die Praktizierung der Zauberei [6].

Bei dieser kurzen Einführung möchte ich auch schon direkt dazu übergehen, was der Qur’an zu Salomon (Friede sei mit ihm) und der Zauberei zu sagen hat. Dabei möchte ich die Ansichten einiger Qur’an-Exegeten (Möge Gott sich ihrer erbarmen) aufzeigen, die wiederum andere Qur’an-Exegeten angeführt haben. Bei einigen Lesern sollten diese Gelehrten namentlich schon bekannt sein. Die Aussagen fand ich im Englischen und habe sie ins Deutsche übersetzt.

„Und sie folgten dem, was die Teufel unter der Herrschaft Sulaimans (den Menschen) verlasen. Nicht Sulaiman war ungläubig, sondern die Teufel waren es, indem sie die Menschen in der Zauberei unterwiesen und in dem, was auf die (beiden) engelhaften Männer) in Babel, Harut und Marut, herabgesant worden war. Und sie (beide) unterwiesen niemanden (in der Zauberei), ohne zu sagen: „Wir sind nur eine Versuchung; so werde (darum) nicht ungläubig.“ Und so lernten sie von ihnen (beiden) das (Zaubermittel), womit man Zwietracht zwischen den Ehegatten stiftet. Doch können sie damit niemandem schaden, außer mit Allahs Erlaubnis. Und sie erlernten, was ihnen schadet und nicht nützt. Und sie wussten doch gewiss, dass, wer es erkaufte, am Jenseits wahrlich keinen Anteil hätte. Fürwahr, wie schlimm ist das, wofür sie ihre Seelen verkauft haben, wenn sie (es) nur wüssten!“
[Die Kuh (al-Baqara) 2:102]

<Und sie folgten dem, was die Teufel unter der Herrschaft Sulaimans (den Menschen) (die Falschheit der Magie) verlasen.>

At-Tabari legt das an Hand von folgenden Gelehrten aus:

Von Mujaahid: Das, was die Teufel (Shayaateen) pflegten, auf die Offenbarung (zu seiner Zeit) zu hören, und wann immer sie etwas davon erwischten, fügten sie wieder zweihundert andere Wörter hinzu. So beschlagnahmte Sulayman (as.) diese Bücher von ihnen, und als Sulaymaan starb, fanden die Teufel sie und lehrten die Leute die magischen Inhalte davon.

Von Qatadah: Dies bezieht sich auf Wahrsagerei und Magie, und Allah erwähnt hier, dass die Teufel Bücher erneuerten, in denen es Magie gab, und dann verbreiteten sie diese unter den Menschen und lehrten sie ihnen.

Von Ibn Abbaas: Dass die Teufel in der Zeit Sulaimans (as.) Bücher schrieben, in denen Magie und Unglaube herrschte, dann begruben sie sie unter dem Thron von Sulayman, und später brachten sie sie heraus und lasen sie es den Leuten vor.

<Nicht Sulaiman war ungläubig, sondern die Teufel waren es, indem sie die Menschen in der Zauberei unterwiesen…>

Ibn Katheer zählt folgende Ansichten auf:

Muhammad bin Ishaaq bin Yasaar: Dass die Teufel Bücher über Arten von Magie geschrieben haben, nachdem sie von Sulaymans (as.) Tod wussten, und so schrieben sie: „Wer immer dies und jenes erreichen will, lass es so und so machen“, und sie legten all das in ein Buch, und dann brachten sie ein Siegel darauf an. Das Siegel des Propheten Sulayman und sie schrieben als Titel: „Dies ist, was Aasif bin Burkhyaa, der Freund des Königs Sulayman, von den erhaltenen Schätzen des Wissens schrieb“. Dann begruben sie es unter seinem Thron. Später fanden einige der Kinder von Israel dieses Buch und sie sagten: „Bei Allaah Sulaymans Reich war ausschlißelich/nichts mehr als durch diese (Magie)“. So verbreiteten sie diese Magie unter den Menschen, sie lernten diese und brachten die Magie auch anderen bei. Magie ist unter niemandem mehr zu finden als unter den Juden!

Und at-Tabaree stellt dar:

Ibn Hawshab: Er sagt, ähnlich wie es oben von Ibn Ishaq gesagt wurde, und erklärt, dass die Teufel schreiben würden: „Wer auch immer zu solchen und jenen kommen möchte, der wende sich an die Sonne und lasse ihn dies und jenes sagen. Und wer will um dies und das zu tun, lass ihn mit dem Rücken zur Sonne stehen und lass ihn so und so sagen. “ Also schrieben sie ähnliches und legten es in ein Buch und gaben ihm den gleichen Titel wie oben von Ibn Ishaq erwähnt. Dann begruben sie es unter Sulaymans (as.) Thron. Als Sulayman starb stand Iblīs als Khateeb und sagte: „Oh Leute, wahrlich, Sulayman war kein Prophet, aber er war ein Magier, also haltet an seiner Magie fest, die an seinem Rückzugsort und in seinen Häusern ist“, dann zeigte er ihnen den Platz, in dem es begraben wurde, und als sie es fanden, sagten sie: „Bei Allah Sulayman war ein Magier, und das ist seine Magie, damit wir anbeten, und durch sie werden wir (andere) unterwerfen“. Die Gläubigen unter diesen Juden sagten jedoch: „Vielmehr war er ein Prophet, ein Gläubiger“. Dann, als Allah den Propheten Muhammad (saws.) sandte, erwähnte er die Propheten, bis er Dawud und Sulayman erwähnte, so sagten die Juden: „Sieh Muhammad an, vermische Wahrheit mit Falschheit, er erwähnt Sulayman zusammen mit den Propheten, er war nur ein Zauberer, der die Winde tragen würde „, so offenbarte Allah den Vers,“Nicht Sulaiman war ungläubig, sondern die Teufel waren es, indem sie die Menschen in der Zauberei unterwiesen…

Saeed bin Jubair: Der Prophet Sulayman (a.s.) pflegte sich damit zu befassen, was die Teufel an Magie in den Händen besaßen (welche Seiten sie besaßen), und er nahm es von ihnen und legte alles unter seinen Thron in seinem Schatzhaus. Die Teufel konnten es nicht erreichen, also kamen sie zu den Männern/Menschen und sagten: „Willst du das Wissen haben, mit dem Sulayman die Teufel und die Winde und andere (Dinge) unterwirft?“ Sie sagten: „Ja“, und so leiteten die Teufel sie zum Schatzhaus unter dem Thron. Also fanden die Männer es und begannen demgemäß zu handeln/es zu praktizieren. Diese (falsche Behauptung) setzte sich fort, bis die Leute von Hijaz sagten, dass Sulayman auch diese Magie praktizierte. Dann offenbarte und entlastete Allah, der Allmächtige und Majestätische, durch die Zunge/den Mund von Muhammad (saws.) Sulayman (von dieser Beschuldigung).

Qatadah: Die Teufel erneuerten ein Buch, in dem es Magie gab und sie verbreiteten es unter den Leuten, um es ihnen beizubringen. Als Sulayman (as.) davon hörte, ging er diesen Büchern nach, nahm sie und begrub sie unter seinem Thron und hasste es, dass die Leute von ihnen lernen würden. Als Allah Sulaiman fortnahm, holten die Teufel diese Bücher von dort heraus und lehrten sie es den Menschen. Sie (die Teufel) sagten, dies sei das Wissen, das Sulayman pflegte zu verbergen und für sich zu behalten. So entschuldigte Allah Sulayman und sprach ihn frei und sagte: „Nicht Sulaiman war ungläubig, sondern die Teufel waren es, indem sie die Menschen in der Zauberei unterwiesen…

Muhammad bin Ishaaq: Diejenigen die die Bücher nach dem Tod von Sulayman (as.) fanden, behaupteten, dass es Bücher sei, die von Allah durch Sulayman offenbart wurden, das Sulayman vor ihnen verborgen hielt, also nahmen sie es und machten es in zur ihrer(m) Religion/Glauben.

<…was auf die (beiden) engelhaften Männer) in Babel, Harut und Marut, herabgesandt worden war. Und sie (beide) unterwiesen niemanden (in der Zauberei), ohne zu sagen: „Wir sind nur eine Versuchung; so werde (darum) nicht ungläubig.“>

Babylon (Baabil, Babel) ist eine Region südlich von Bagdhad im Irak. Es war der Lebensmittelpunkt von Nimrod, welches at-Tabari und anderen Quellen besagen, der den Turm von Babel und den Ort/die Stätte der Chaldäer und Assyrer gebaut hat und die Saban-Planetenanbeter. Es wurde ein Zentrum des Lernens, besonders der Magie und Astrologie. Magie war ein integraler Bestandteil des Funktionierens der Gesellschaft. Es sollte beachtet werden, dass Ortsnamen im Qur’an in Bezug auf vergangene Ereignisse nicht allgemein erwähnt werden, und es gibt nur wenige, die erwähnt werden, wie Midyan, Iram, Baabil, so dass die Erwähnung von Baabil im Besonderen von Bedeutung ist. Und wie wir sehen werden, ist der Vers, den wir besprechen, äußerst genau in der Charakterisierung jener Juden, die einfach der von den Teufeln in der Zeit von Sulayman (as.) einstudierten Magie folgten und was sie aus Babylon nahmen, sie in den Talmud (der babylonische Talmud) inkorporierten.

At-Tabari stellt dar:

As-Sudee: Dass dies eine andere Art von Magie war, durch die sie (die Juden) mit ihm (Mohammed) diskutierten, durch das, was auf die beiden Engel herabgesandt wurde, und dass die Ansprache der Engel unter ihnen, wenn sie den Menschen es lehren, in Form/Kunst ausgeübt und danach gehandelt wird, Magie ist.

Qataadah: Magie besteht aus zwei Arten: Die Magie, die von den Teufeln gelehrt wird, und die Magie, die von Harut und Marut gelehrt wird.

Ibn Zayd: Die Teufel und die beiden Engel, die den Menschen die Magie lehren.

At-Tabari führt weiter aus:

Qatadah and al-Hasan: Es wurde ein Schwur von ihnen genommen, dass sie niemanden lehren würden, bis sie nicht sagten: “Wir sind eine Drangsal/Versuchung, also werdet nicht ungläubig!“

Ibn Juraij: Es wurde ein Schwur von ihnen genommen, dass sie niemanden lehren, bis sie nicht sagen: “Wir sind eine Drangsal/ Versuchung, also leugnet nicht, niemand verfällt in die Magie, außer einem Ungläubigen!“

At-Tabari erklärt, dass die Trübsal/Drangsal (fitnah) eine Versuchung, eine Prüfung, ein Test ist.

 

<Und so lernten sie von ihnen (beiden Engeln) das (Zaubermittel), womit man Zwietracht zwischen den Ehegatten stiftet.>

At-Tabari erläutert:

Die Bedeutung der Aussage ist, dass die Engel niemanden lehren würden, bis sie sagten, sie seien eine Versuchung, aber das Volk würde sich weigern, dies zu akzeptieren und von ihnen zu lernen, was einen Mann von seiner Frau trennen würde.

Und diese Art von Magie tritt auf, wenn ein Mann (oder eine Frau) dazu gebracht wird, sich Dinge über den Ehepartner vorzustellen, die nicht real sind, so dass er beispielsweise sie als sehr hässlich ansehen oder unerträgliche Gerüche wahrnehmen kann. Diese Dinge sind nicht real, existieren aber im eigenen Verstand, so dass er dazu gebracht wird, sich Dinge vorzustellen, die nicht real sind. Das kommt von der Art der Magie, die man „imaginär“ nennt.

At-Tabari stellt dar:

Qatadah: Die Trennung von ihnen (Ehemann und Ehefrau) ist, dass er jeden von seinem Partner verzaubern und jeden von ihnen dazu bringen würde, seinen Partner zu hassen.

 

<…Doch können sie damit niemandem schaden, außer mit Allahs Erlaubnis.>

At-Tabari merkt an:

Diejenigen, die von den beiden Engeln, Harut und Marut, gelernt haben, wodurch sie Mann und Frau voneinander trennen, konnten kein Schaden anrichten, außer denen Allah bereits bestimmt hatte, dass ihnen ein solcher Schaden zugefügt wird. Derjenige, für den Allah seinen Schaden abgewehrt und ihn vor der verachtenden Magie bewahrt hat, welches auf Knoten und Zaubersprüche (Beschwörungsformeln) geblasen wird, der wird ihn nicht verletzen, und sein Schaden wird ihn nicht erreichen.

Und er stellt weiter dar:

Sufyaan (ath-Thawree): Zu Seinem Ausspruch: „Aber sie konnten niemandem so etwas antun, außer durch Allahs Erlaubnis“, sagte er: „Durch das qadaa (Bestimmung, Erlass, Erlaubnis) von Allah.

Und das qadaa (Bestimmung, Erlass, Erlaubnis) bezieht sich hier auf das qadaa al-kawnee, bezogen auf alle Geschehnisse in der Schöpfung, sowohl auf das Gute als auch auf das Böse – und stellt dabei fest, dass das Böse nur innerhalb der Geschehnisse in der Schöpfung existiert und nicht in den Handlungen Allahs, sie (die Schöpfung) zu dekretieren und ins Diesseits zu führen, denn in den Handlungen Allahs existiert nichts als Weisheit und Gerechtigkeit, bestimmt für höhere Ziele und Zwecke. (Anmerk.: Hier konnte ich nicht exakt übersetzen, aber es sollte den Kern der Aussage treffen).

<Und sie erlernten, was ihnen schadet und nicht nützt.>

At-Tabari sagt:

Sie lernen von ihnen die Magie, die ihren Glauben Unheil bringt/anrichtet, und es nützt ihnen im Jenseits nichts. Was das Diesseits anbelangt, so erwarben sie sich damit ein Verdienst und erlangten dadurch eine Lebensgrundlage.

< Und sie wussten doch, dass, wer es erkaufte, am Jenseits wahrlich keinen Anteil hätte.>

At-Tabari stellt dar:

Qatadah: Das Volk des Buches wusste, den Schwur, den Allah von ihnen nahm, dass der Zauberer am Tag des Gerichts bei Allah keinen Anteil haben wird.

As-Sudee: Das heißt die Juden, Er sagt, dass die Juden bereits wissen, dass derjenige, der es gelernt oder gewählt hat, keinen Anteil am Jenseits haben wird.

Mujahid: Für denjenigen, der das Wissen erworben hat, was einen Mann von seiner Frau trennt.

Ibn Zayd: Die Juden wussten, dass im Buch Allahs, in der Thora, derjenige, der die Magie erworben und den Deen von Allahs verlassen hat, keinen Anteil am Jenseits haben wird, und so ist das Feuer sein Verleib/Bestimmung/Ort.

Und at-Tabari erklärt, dass dies in Bezug auf die Juden zur Zeit von Muhammad (saws.) ist, denn sie wussten aus ihrem eigenen Buch, der Torah, diese Tatsachen (wie sie in den obigen Erzählungen vorkommen), aber obwohl sie dies wussten, folgten sie weiterhin der Magie, die zur Zeit von Sulayman (as.) von den Teufeln geübt wurde, und der Magie, die Harut und Marut den Menschen in Baabil (Babylon) offenbart hatten.

<Fürwahr, wie schlimm ist das, wofür sie ihre Seelen verkauft haben, wenn sie (es) nur wüssten!>

At-Tabari sagt:

Er teilte ihnen mit, dass sie wussten, dass jeder, der Magie erworben hat, dass er keinen Anteil am Jenseits haben würde, und Er beschrieb ihnen, dass sie Allahs Befehl missachten, aus voller Kenntnis dessen, und dass sie ungläubig sind an Allah und Seine Gesandten, und dass sie es vorziehen, den Teufeln zu folgen und nach dem zu handeln, was sie von der Magie über Sein Buch, Seine Eingebung und Seine Offenbarung eingeführt haben, aus hartnäckigem Widerstand gegen sie mit ihrem vollen Wissen um die Strafe, die für sie bei Allah liegt, für denjenigen, der das tut.

Und in der Verdeutlichung Allaahs sagt at-Tabari, dass er zuerst das Wissen für sie bejaht und dann das Wissen am Ende dieses Verses negiert:

Allaah negiert das Wissen von ihnen, indem Er sagt: „[…]wenn sie (es) nur wüssten!“, nachdem er sie beschrieben hatte, dass sie es wussten, indem Er sagt: „Und sie wussten doch gewiss…“, aus dem Grund, dass sie nicht nach dem handelten, was sie wussten. Und der Aalim (Gelehrte) ist derjenige, der nach seinem Wissen handelt. Wenn sich sein Handeln seinem Wissen widersetzt, dann fällt er unter die Bedeutung des „Unwissenden/Ignoranten/Dummen“.


Ich finde es interessant, wie ein einziger Vers aus dem Qur’an so detailreich sein kann. Es genügt, wenn Gott, der Erhabene, Sulaiman in einem Vers von der Beschuldigung freispricht. Es ist ebenfalls bemerkenswert, wie die Exegeten dazu antworten bzw. wie sie es interpretieren. Sulaiman, Friede sei mit ihm, war ein ehrbarer, weiser und gottesfürchtiger Mensch. Er praktizierte keine Zauberei, noch wandte er sich von Gott ab. Er war ein reiner Monotheist, dem viele Gaben geschenkt wurden. Durch Gottes Erlaubnis war er in der Lage, die Dämonen, den Wind etc. zu kontrollieren. Sulaimans Eigenschaften und die Macht die er erhielt werden an verschiedenen Stellen besonders hervorgehoben:

„Und Wir ließen Sulaiman es begreifen. Und allen gaben Wir Urteil(skraft) und Wissen. Und Wir machten die Berge zusammen mit Dawud dienstbar, dass sie (Uns) preisen, und (auch) die Vögel. Wir taten (es wirklich).“

[Die Propheten (al-Anbiyāʾ) 21:79]

„Und Sulaiman (machten Wir) den Sturmwind (dienstbar), dass er auf seinen Befehl zum Land wehe, das Wir gesegnet haben – und Wir wußten über alles Bescheid -,“

[Die Propheten (al-Anbiyāʾ) 21:81]

„Und Wir gaben bereits Dawud und Sulaiman Wissen. Und sie sagten: „(Alles) Lob gehört Allah, der uns vor vielen Seiner gläubigen Diener bevorzugt hat!““

„Und Sulaimān beerbte Dāwūd und sagte: „O ihr Menschen, uns ist die Sprache der Vögel gelehrt worden, und uns wurde von allem gegeben. Das ist wahrlich die deutliche Huld.“

„Und versammelt wurden für Sulaiman seine Heerscharen – unter den Ginn, Menschen und Vögeln -, und so wurden sie in Reihen geordnet“

Als sie dann zum Ameisental kamen, sagte eine Ameise: „O ihr Ameisen, geht in eure Wohnungen hinein, damit euch ja nicht Sulaiman und seine Heerscharen niederwalzen, ohne dass sie merken.“

Da lächelte er erheitert über ihre Worte und sagte: „Mein Herr, veranlasse mich, für Deine Gunst zu danken, die Du mir und meinen Eltern erwiesen hast, und rechtschaffen zu handeln, womit Du zufrieden bist. Und lasse mich durch Deine Barmherzigkeit eingehen in die Reihen Deiner rechtschaffenen Diener.“

[Die Ameisen (an-Naml) 27:15-19]

„Und Sulaiman (machten Wir) den Wind (dienstbar), dessen Morgenlauf einen Monat und dessen Abendlauf einen Monat beträgt´. Und Wir ließen die Quelle des geschmolzenen Kupfers für ihn fließen. Und unter den Ginn gab es manche, die mit der Erlaubnis seines Herrn vor ihm tätig waren. Wer von ihnen von Unserem Befehl abweicht, den lassen Wir von der Strafe der Feuerglut kosten.“

[Die Sabäer (Sabaʾ) 34:12]

„Und Wir schenkten Dawud Sulaiman. Welch ein trefflicher Diener! Er war immer wieder umkehrbereit. Als ihm am Abend die edlen, schnellen Pferde vorgeführt wurden, da sagte er: „Ich habe mich der Liebe der (irdischen) Güter hingegeben und es darüber unterlassen, meines Herrn zu gedenken, bis sie sich hinter dem Vorhang verbarg. Bringt sie mir wieder her.“ Da begann er, ihnen die Beine und den Hals zu zerhauen. Und Wir setzten ja Sulaiman der Versuchung aus und setzten eine Gestalt auf seinen Thron. Hierauf wandte er sich (Allah) reuig zu. Er sagte: „Mein Herr, vergib mir und schenke mir eine Königsherrschaft, die niemandem nach mir geziemt. Gewiss, Du bist ja der unablässig Schenkende.“ Da machten Wir ihm den Wind dienstbar, dass er nach seinem Befehl sanft wehte, wohin er es für treffend hielt; und auch die Satane, jeden Bauarbeiter und Taucher, und andere, in Ketten zusammengebunden. „Das ist Unsere Gabe. So erweise Wohltaten oder sei zurückhaltend, (und dies,) ohne zu rechnen.“ Für ihn wird es fürwahr (den Zutritt in) Unsere Nähe und eine schöne Heimstatt geben.

[Sad 38:30-40]


[1] Altes Testament – 1.Könige

[2] Im arabischen „Schirk“, linguistisch: Beigesellung, Anteil haben, teilnehmen, islamisch: Abgötterei, Gott etwas beigesellen, etwas neben Gott Anteil haben/teilnehmen lassen, Gott etwas zur Seite stellen

[3] Altes Testament – 1.Könige 11, Vers 1-13

[4] Altes Testament – 1.Könige 10, Vers 18-20

[5] Altes Testament – 1.Könige 10, Vers 14

[6] ua. Testament Salomos, Ableitung durch die Fähigkeit von Salomos Ring (Dämonen zu kontrollieren)

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14 Antworten auf “Salomon und die Zauberei”

  1. Pali

    Übrigens gibt es auch einige tradierte Geschichten und Berichte, die Salomon die Herrrschaft über einige Djinn zuschreiben, diesen wurde demnach einst aufgetragen Frauen aus verschiedenen Gebieten der Welt zum Ehelichen für Salomon herbeizubringen, doch dieser starb bevor die Djinn heimkehrten und so nahmen die Djinn die Frauen hinauf auf die Berge und Zeugten Kinder mit ihnen, aus diesen Kindern ging demnach das Volk der Kurden hervor.

    Antworten
    • Ben Adam

      Friede und Segen.

      Und genau deswegen ist es sehr wichtig, sich bei Prophetengeschichten möglichst an Koran und authentischen Ahadith zu orientieren(, gegebenenfalls auch an die (nach-)biblische Literatur unter Berücksichtigung archäologischer Funde.)

      Und übrigens waren weder David (s) noch Salomo (s) „Weltherrscher“, dafür waren sie einer der rechtschaffensten Herrscher überhaupt. Wer sich auf Q 38:35 stützt („Mein Herr, vergib mir und schenke mir eine Königsherrschaft, die niemandem nach mir geziemt […]“), so bezieht sich dies eher auf die (rechtschaffene) Königsherrschaft unter den Israeliten, denn in der Tat war nach Salomo (s) das Reich dauerhaft zweigeteilt und nie wieder mehr vereint.

      Und Gott der Erhabene weiß es besser.

  2. Pflichtangabe

    Frieden,
    und was bringt dir nun die Erwähnung dieser lächerlichen Geschichte, die du nicht einmal im Ansatz mit dem ehrwürigen Quran oder der authentischen Sunna belegen kannst?

    An dieser Stelle magst du mir auch erklären, inwieweit Djinn Spermien besitzen die mit der Eizelle einer menschlichen Frau kompatibel sind, gar interagieren können und so die Citokynese in Gang setzen.

    In Zukunft: Hirn einschalten, dann geschieht mit solchen Geschichten das was seit ihrer Entstehung hätten geschehen müssen: Ausgerottet werden.

    Frieden.

    Antworten
    • Pflichtangabe

      Hinweis: Mein Beitrag ist an @Pali adressiert.
      _

    • Pali

      Auch dir Frieden,
      Ich weiß nicht was genau an der Geschichte dich jetzt so zornig werden lässt, aber diese Geschichte ist zumindest nicht völlig aus der Luft gegriffen, so finden sich Hadithe dazu in schiitischen Sammlungen wie vertrauenswürdig diese sind steht erstmal offen.
      Dass die heutigen Kurden normale Menschen sind, wird ja wohl kaum jemand ernsthaft anzweifeln, zumindest wäre mir da nichts bekannt.
      Zudem haben viele Völker ihre Gründungsmythen, welche nicht immer logisch, realistisch oder sinnvoll erscheinen.

    • Ben Adam

      Friede,

      da ich mir so gut wie sicher bin, dass du lediglich ein Troll bist, (ein intelligenter Mensch würde so einen Müll nicht glauben, so einen Ausmaß der Dummheit wünsche ich echt keinem), sollte man dich einfach ignorieren. Für den Fall, dass du tatsächlich so dumm bist:

      a) Dschinns sind verborgene Wesen. Was ein geldgeiler Raqi dazu sagt ist nicht unwichtig.
      b) Die Kurden sind ein iranisches Volk, sind mit den Indern verwandt (Stichwort: Indoiraner, oder nicht, „Pali“?).
      c) Auch die israelitischen Schreiberlinge erfanden solche absurden Geschichten und fügten sie in die Thora ein (Stichwort: Verfeindete Moabiter und Ammoniter als inzestuöse Nachkommen des Gesandten(!) Lots (s)).

    • Pali

      @Ben Adam
      Weder bin ich in irgendeiner Form dumm bzw. ungebildet noch bin ich ein Troll, wie meine seit langem bestehenden Kommentare hier auf ahlu-sunnah.com zeigen. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht was diese persönlichen Angriffe hier sollen, eigentlich wollte ich hier nur einen quasi „Fun Fact“ widergeben, welcher möglicherweise doch den ein oder anderen Interessiert, vielleicht gibt es hier ja sogar Kurden die diesen Mythos selbst kennen. Weiterhin habe ich diesen Mythos, einer unter vielen, nie als die „EINZIG WAHRE WAHRHEIT“ bezeichnet, ob es nun Sinn macht oder nicht ist eine ganz andere Geschichte.

      Zudem weiß ich nicht auf was du mit diesem Satz hinaus wolltest: ,,(Stichwort: Indoiraner, oder nicht, „Pali“?)“, Der begriff Indoiraner bzw. Indoarier ist mir bekannt, wobei ich mir nicht sicher bin, weshalb du meinen gesondert gekennzeichneten Benutzernamen aufführst.

    • Ben Adam

      Frieden und Segen,

      wenn es lediglich deine Intention war, märchenhafte Mythen (auf Salomon (s) bezogen) schlichtweg zu erwähnen, ohne daran zu glauben, dann habe ich dich krass missverstanden und entschuldige mich selbstverständlich dafür.

      Das Problem ist nun mal, dass viele aus nationalistischen Gründen durchaus Sympathie hegen für solche Stories (wie eben im AT), und „Pali“ ja auf Indien hinweist und die Inder mit den Kurden eine gemeinsame Geschichte haben.

      Ich rede nicht um den heißen Brei herum. Gott der Erhabenen vergebe mir.

    • Muhammad Ibn Maimoun

      السلام عليكم
      Als beiläufige Erwähnung eines „Fun Facts“ habe ich @Palis Beitrag auch verstanden.

    • Pflichtangabe

      Frieden,
      an dieser Stelle möchte ich mich auch entschuldigen, kenne aber Menschen die sowas leider wirklich ernst nehmen.

      Verzeih mir lieber Bruder.

      Frieden

  3. Abdul-Hamid

    Abdul-Hamid

    Bitte auf den Umgangston achten und Kritik in sachlicher Form ausführen!
    Ich habe es erstmal unverändert freigegeben.

    Antworten
    • Ben Adam

      Ich werde in der Zukunft aufpassen, sorry. Aber andererseits sind für mich solche rassistische hanebüchener Legenden die unterste Schublade.

      Nachtrag: Bei a) heißt es natürlich *wichtig

    • Abdul-Hamid

      Abdul-Hamid

      Ich kann den Ärger verstehen, aber wir sollten uns auf die eigentliche Thematik zurückbesinnen: Salomon und die Zauberei. Eindrücke, Infos, Exegeten-Aussagen usw. sind erwünscht.

    • Ben Adam

      Für mich eine „mysteriöse“ Passage. Genau wie bei Moses (s) und al-Ḫiḍr findet man dazu keine Quellen in jüdischer/christlicher/paganer Literatur.

      Hārūṫ und Mārūṫ, Engel die sonst nie wieder erwähnt mehr werden und deren Namen etymologisch rätselhaft sind. Manche vermuten sie hätten was mit den Ameša Spentas Haurvatāt („Ganzheit“) und Amərətāt („unsterblich“) zu tun, womit man aber nicht wirklich schlauer wird.

      Zudem ist die Erwähnung Babylons interessant. Hat es was mit dem Exil zu tun? Waren die dortigen Exil-Israeliten auch involviert in der Sache? Jedenfalls ein interessanter Vers.

      Gott weiß es besser.

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