Über die Vorzüglichkeit der Erhabenheit durch Eigenleistung generierter, liquider Mittel, die regelmäßig eingehen und die der umfassenden Rücklagenbildung dienlich sind – nach der Wissenheit von Imam Gesunder Menschenverstand

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Heute möchte ich euch mal ein paar Tipps zum alltäglichen Umgang mit Geld geben, da die Szene überhaupt keinen Bezug zu diesem Thema hat und immer wieder darüber verwundert ist, dass der kapitalistische Vermieter zum Ersten eines jeden Monats gerne Miete in Form von Euros bekommen würde.

 

Die Gründe hierfür sind wohl sehr unterschiedlich, legte die erste Einwanderergeneration von Muslimen noch eine eiserne Fiskalpolitik an den Tag (was nicht immer gut war für sie und ihre Nachkommen / oftmals wird heute noch unnötig – das gesparte – Geld in die undankbare Heimat geschickt!), so stellen wir fest, dass insbesondere die „religiösen“ Nachfahren jener Generation diese Politik vollkommen über Bord geworfen haben.

 

Es vergeht kein Tag ohne emotionale Facebook-Aufrufe a la

 

„Ukthi X hat seit 9 Monaten keine Miete überwiesen und muss jetzt auf einmal (sic!) mit ihren 10 Kindern ausziehen, wenn wir nicht auf die Schnelle 9.000 Euro auftreiben!“

 

„Akhi Y hat Wettschulden in Höhe von 5000 Euro aus seiner Jahaliyya angesammelt und muss ins Gefängnis, wenn wir nicht bis morgen das Geld aufgetrieben haben. Es ist egal woher die Schulden stammen! Wir sind eine Ummah!“

 

„Familie Z ist in ein Land ausgewandert, dessen Amtssprache sie nicht sprechen, dessen Bewohner sie kulturell nicht verstehen, in dem es kein fließendes Wasser und Strom gibt, in dem Bürgerkrieg herrscht und das nächste funktionierende Krankenhaus im Nachbarland steht… also lange Rede kurzer Sinn: 13 ihrer 10 Kinder (sic!) sind an Tuberkulose erkrankt, daher muss die ganze Familie zurück nach Deutschland. Wir brauchen 10.000 Euro bis morgen, damit wir ihnen den Flug nach Hamburg finanzieren können, ein Raqi hat sich bereit erklärt, sie dort kostenlos und ohne Einsatz von Gift (= westliche Schulmedizin) zu behandeln!“

 

Neben diesen emotionalen Nonsense-Aufrufen, in denen es immer nur um selbstverschuldete und vermeidbare finanzielle Engpässe geht, stellen wir auch fest, dass das Thema Geld mit einem gewissen Tabu belastet ist. Zwar wird in den Moscheen gerne ein bescheidenes Leben propagiert (die Finanzierung dieser Bescheidenheit ist natürlich Sache der „Ummah“ oder des hiesigen Sozialstaates) und andererseits gerne die Hand aufgehalten, wenn ein mysteriöser Prediger aus dem Morgenland eingeladen werden soll oder wenn die sanitären Anlagen erneuert werden müssen, aber wie man finanzielle Verantwortung für sich und seine Familie übernehmen und dann auch noch genug über haben soll, um Milde und Wohltätigkeit in der Tradition des Propheten (Allahs Segen und Heil seien seine ewigen Begleiter) auf der Erde walten zu lassen, tja, da sind die mashallah Akhis überfragt. Immerhin müssen ja wichtigere Themen geklärt werden: Hat Allah eine Hand? Wo ist Allah? Stimmt es, dass Sekte A den unumstößlichen Fakt einer flachen Erde leugnet?

 

Folgende Tipps kann ich zum Thema Money Management an die Hand geben:

 

 

  1. Die Priorisierung der Ausgaben richtet sich nach den Grundbedürfnissen (gerne mal nach Maslowscher Bedürfnishierarchie suchen). Heißt, Grund-, Existenz- und Sicherheitsbedürfnisse werden zuerst befriedigt! Dazu zählen Essen und Trinken und ein Dach über den Kopf, das nicht ständig hausdurchsucht wird, weil Papa unbedingt ein IS-Hinrichtungsvideo hochladen musste! Erst wird dafür gesorgt, dass die Befriedigung dieser Bedürfnisse mehr als sichergestellt ist, danach kann man sich den Kopf über andere Dinge zerbrechen!
  2. Führe ein Haushaltsbuch. Jede Einnahme und jede Ausgabe müssen akribisch erfasst und die Sinnhaftigkeit hinterfragt werden. Braucht man unbedingt die neuen Kopfhörer, das neue Smartphone, den neuen Esstisch? Oder kann die Ausgabe günstiger und zu einem Zeitpunkt in der Zukunft realisiert werden? Haushaltsbücher gibt es tonnenweise im Internet in Form von Excel-Tabellen oder als Smartphone-App. Just use it!
  3. Jeder Mensch in Deutschland braucht eine Krankenversicherung. Die wichtigen Grundleistungen sind überall gleich und die „Zusatzleistungen“ sind für viele Menschen nicht relevant bzw. gleich gut. Wer jetzt nicht unbedingt eine Brillenförderung braucht, kann einfach die günstigste am Markt verfügbare gesetzliche Krankenversicherung nehmen und spart dabei einen zweistelligen Betrag Monat. Entsprechende Rechner hierzu gibt es im Internet zuhauf.
  4. Heutzutage gibt es gefühlt 10 Mio. Internetportale, die einen Kostenvergleich zu allerlei möglichen Themen anbieten. Es empfiehlt sich diese ausgiebig zu nutzen und etwaige Vergünstigungen als Neukunde in Anspruch zu nehmen. Die meisten Anbieter sind nicht daran interessiert ihre Bestandskunden für ihre Treue zu belohnen und gehen davon aus, dass der Konsument zu faul zum Wechseln ist, daher regelmäßig die Anbieter vergleichen oder zum Ende der Vertragslaufzeit beim Support anrufen und Ihnen mitteilen, dass es anderswo ein ähnliches / günstigeres Angebot gibt und man wechseln wird, wenn der aktuelle Anbieter keinen Preisnachlass gewährt. Der Telefonist hat oftmals einen großen Spielraum, um den Kunden doch noch ans Unternehmen zu binden! Den Aufwand nicht scheuen und finanziell verantwortlich handeln!
  5. Es empfiehlt sich mehrere Konten zu führen und diesen ein Thema zuzuweisen. Habe ein Gehaltskonto, in dem dein Gehalt eingeht. Es sollten mindestens zwei weitere Konten geführt werden, auf dem einen sollten allgemeine Rücklagen gebildet werden (Auto kaputt, Waschmaschine hat den Geist aufgegeben, ein Verwandter in der Heimat ist krank und man muss Geld hinschicken…), das andere Konto sollte dafür verwendet werden für günstige Gelegenheiten Geld flüssig zu haben. Da ich kein Investmentberater bin und auch nicht vorhabe dies zu werden, möge man sich an dieser Stelle jeweils selber Gedanken dazu machen. Tipp: Bitte nur nicht vom „Islamic Banking“ blenden lassen. „Islamic Banking“ ist lediglich die intransparentere und teurere Form des hiesigen Bankings, dass lediglich Begrifflichkeiten aus der Bankbranche durch irgendeinen Arabismus austauscht und ein hochbezahltes „Sharia Board“ unterhält, dem man auch noch zusätzlich Geld in den Rachen werfen muss. Des Weiteren sollten die Konten sowieso nur bei Direktbanken geführt werden, da diese eine kostenlose Kontoführung anbieten können. Durch den Kontowechselservice kann man auch sein Gehaltskonto einfach umziehen.
  6. Es sollten immer so viele Rücklagen vorhanden sein, dass man locker gut von diesen einen längeren Zeitraum (3-6 Monate) überbrücken kann. Dieses Verhalten zeugt von Weitsicht und sorgt für das gute Gefühl vorgesorgt zu haben.
  7. Was macht man wenn man nicht so viel verdient und momentan sowieso von Sozialleistungen lebt? Gut, Sozialleistungen mögen auf dem ersten Blick wirtschaftlich „sinnvoll“ erscheinen, als arbeiten zu gehen, da Mama Merkel für alles aufkommt. Hier gilt es: arbeiten, Erfahrungen sammeln, sich fortbilden, mehr verdienen, aus dem Teufelskreis rauskommen. Anders geht es nicht. Das man zu Beginn nicht 5000 Euro netto verdienen kann, ist klar. Aber alles ist ausbaufähig. Wenn ich bedenke, wie viel ich ganz am Anfang meiner Karriere verdient habe, so muss ich sagen, dass ich heute das was ich damals in einem Monat verdient habe, in einer Woche verdiene! Langfristig denken. Bzgl. Berufschancen kann man sich beispielsweise auch gerne meinen Beitrag über eine Karriere in der IT durchlesen! Des Weiteren gibt es neuerdings auch viele seriöse Möglichkeiten, von zu Hause im Home Office zu arbeiten. Viele Firmen lagern ihren Support aus (kein Verkauf) und verlangen keine großartige Ausbildung für diese Tätigkeit. Hardware wird von der Firma gestellt und die Einarbeitung wird komplett bezahlt. Dies könnte insbesondere für Ukthis interessant sein, aber auch für jene, die genug Disziplin haben, in den „Pausenzeiten“ etwas anderes zu lernen.

 

 

Außerdem: Kommt man sich denn nicht blöd vor, als ewiger Bettler und Bittsteller aufzutreten? Will man denn kein produktives Mitglied der Gesellschaft sein? Verantwortung für sich und seine Familie übernehmen? Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Menschen, die in dem Sozialstaat schlechthin leben, sich dennoch erdreisten öffentlich betteln zu gehen. Vollkasko-Mentalität wird den Kafir-Deutschen nachgesagt, anscheinend hat man sich dahingehend schon sehr gut bei den Kafirs integriert!

 

Wäre es nicht besser – und da mögen sich die edlen Akhis und Ukthis aus der Unterschicht mal an die eigene Nase fassen – wenn man das Geld, das man für Wettschulden, Bußgelder oder versäumte Mietzahlungen eintreiben lässt, an WIRKLICH BEDÜRFTIGE (sic!) spendet? An Waisenkinder in Afghanistan, deren Vater beim Freitagsgebet in die Luft gejagt wurde? An die Edhi-Stiftung in Pakistan, die sich seit Jahrzehnten um die Schwächsten der pakistanischen Gesellschaft kümmert? An Frauenhäuser, die versuchen die gesellschaftlichen „Errungenschaften“ des Orients abzumildern? Ist ja nicht so, als gebe es nicht genügend ECHTE Möglichkeiten wohltätig aktiv zu werden!

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2 Antworten auf “Über die Vorzüglichkeit der Erhabenheit durch Eigenleistung generierter, liquider Mittel, die regelmäßig eingehen und die der umfassenden Rücklagenbildung dienlich sind – nach der Wissenheit von Imam Gesunder Menschenverstand”

  1. EinMathematiker

    Salam,

    das Einzige, was ich an diesem Beitrag rügen muss, ist die Tatsache, dass es meine Diskussion von Islamic Banking vorweg nimmt. 🙂
    Andererseits nehme ich es schon mal als Teaser hin.

    Schön geschrieben.

    Herzlichen Gruß

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  2. Muhammad ibn Maimoun

    السلام عليكم

    Schon der etwas kurz geratene Titel ist köstlich – bei Twitter brauchte ich nur diesen zu lesen, um zu ahnen, wer ihn verfasst hat 😀

    Sonnigen Friedensgruß

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