10 Jahre PI-News – Was lange währt wird endlich WUT

13 Kommentare

von Yahya ibn Rainer

Am 11. November 2004 gründete, laut Wikipedia, der nordrheinwestfälische Sportlehrer Stefan Herre den Internetblog politicallyincorrect.de. „Die Gründung des Blogs war, so Herre, eine Reaktion auf die verbreitete Kritik an der Politik George W. Bushs in den deutschen Medien.“ weiß die Online-Enzyklopädie weiter zu berichten.

Heute, im Dezember 2014, dürfen wir also das 10-jährige Bestehen dieser Plattform erleben, und pünktlich zu diesem zweistelligen Jubiläum und mit PEGIDA wohl auch den ersten beachtenswerten Erfolg außerhalb der digitalen Heimeligkeit des anonymen Weltnetzes.

„Was lange währt, wird endlich Wut“, könnte man meinen. 10 Jahre lang mühte man sich – erst Herre allein, dann gemeinsam mit einem immer größer werdenden Autorenkollektiv – daran ab, den Islam und die Muslime für den Niedergang des Abendlandes in Haftung zu nehmen, jedoch wollte anscheinend niemand dem Ruf zum Volkszorn und Widerstand in der Realwelt folgen.

Vielmehr beschränkte sich der Erfolg von PI-News Jahre lang allein auf das digitale Schlachtfeld. Die Besucherzahlen, falls nicht frisiert, waren gewaltig und der Ansturm auf die Kommentarbereiche unter den Blogeinträgen schier endlos. Auch das Shitstorm-Potenzial der eingeschworenen PI-News-Community war einmalig für damalige Zeiten und verunsicherte anfangs so manch eine Persönlichkeit des politischen Establishments.

Doch auf die Straße traute man sich nie. Auch als der charismatische und laute Michael Stürzenberger die Bühne betrat, der mit seiner Bürgerbewegung Pax Europa auch endlich eine reale und fassbare Variante ins Spiel brachte, konnte man den wütenden und schimpfenden Mob aus den Kommentarspalten nicht aus dem Sessel locken, und so sah man Stürzenberger häufig allein oder umringt von einigen wenigen mutigen Bürgern, wenn er die auf PI-News groß angekündigten Kundgebungen abhielt.

Ein weiterer Versuch, den Widerstand auf die Straße zu bringen, misslang auch mit der Gründung der sogenannten German Defence League, einem schlechten Abklatsch der English Defense League, die sich in Großbritannien aus diversen Hooligan- und Nazi-Gruppen formiert hatte. Dabei scheiterte die German Defence League nicht nur als Mobilisierungsfaktor, sondern machte sich auch in weiten Teilen der nationalistischen und patriotischen Bewegung zum Affen, da sie anscheinend schon bei der eigenen Namensgebung nicht in der Lage war etwas maßgeblich deutsches zu verteidigen, nämlich die deutsche Sprache, die bekannterweise Quell- und Kristallisationspunkt der deutschen Nation ist.

So darbte also die Islamhasser-Szene a la PI-News über viele Jahre dahin, gefangen in der selbst geschaffenen digitalen Isolation, bekämpft und verspottet vom Mainstream, den man hasste wenn er kritisch berichtete und hochlobte, wenn er den Islam und die Muslime aufs Korn nahm; und in der daraus erzeugten Verzweiflung darum bemüht, über die anfangs so hehren Grundsätze hinaus Querfronten zu schaffen, auch in nicht-proamerikanische, -proisraelische und -kompromisslos grundgesetzliche Kreise hinein.

Pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum nun scheint der Sprung auf die Straße jedoch gelungen zu sein. Am 10. November 2014, also genau 10 Jahre nach der Bloggründung durch Stefan Herre, schaffte es die 4. PEGIDA-Demonstration im sächsischen Dresden erstmals über die 1500 Teilnehmergrenze.

Der Querfront sei Dank, konnte man in Personalunion mit Nationalliberalen, Nationalbolschewiken, Neu-Rechten, Identitären, Hooligans, Nationalen Sozialisten und diversen konservativen und kleinbürgerlichen Gruppen, gestern über 15.000 Menschen auf die Straße bringen und sorgt damit für die größte Demonstration islamfeindlicher und zuwanderungskritischer Interessen seit dem Bestehen der BRD.

Welche Gefahren eine solch wütende Querfront für gewöhnlich in sich birgt, dass scheint man im Taumel der Gefühle zu vernachlässigen. 10 Jahre lang verängstigt oder feige im Verborgenen den Hass und Unmut zu äußern war jetzt wohl vielen zu blöd. Nun, in so großer Masse, auch wenn diese aus vielen zweifelhaften Figuren besteht, hat der deutsche Wutbürger wieder Mut, sieht sich bestätigt und trumpft geradezu auf. Euphorie macht sich breit und insgeheim hofft so mancher PImat sicherlich auch auf den Zeitpunkt, den man sich in den PI-News-Kommentarspalten zuhauf erwünscht hat: Den Ausbruch des Volkszorn auf Deutschlands Straßen und Rache für die Schmach des Außenseitertums, und dass endlich jeder bekommt was er verdient.

Vorsicht ist also geboten, vor allem bei Teilnehmern deren Protest hier vielleicht zweckentfremdet wird. Die Zustände in Deutschland sind tendenziell tatsächlich besorgniserregend und ich kann den Unmut besorgter anständiger Bürger vollkommen nachvollziehen.

Auch die detailreiche Berichterstattung aus dem Nahen und Mittleren Osten ist für jeden friedliebenden Menschen garantiert der reinste Horror und der Wunsch, diese Verhältnisse nicht auch in Europa ausbrechen zu sehen, entspringt einem gesunden humanistischen Geiste.

Ebenfalls kann ich das Verlangen nachempfinden, hier in Deutschland endlich wieder christliche sowie jüdische Kultur, Sitte und Tradition zu leben. Erst kürzlich äußerte ich mich diesbezüglich in einem Kommentar auf der Facebook-Seite der evangelikalen Nachrichtenagentur IDEA zu diesem Verlangen.

Ich , als sogenannter „Salafist“ und indigener Deutscher wünschte mir ein wahres christliches Abendland, was ich jedoch sehe ist ein atheistisches, hedonistisches, nihilistisches, dreiviertelsozialistisches, demoralisiertes, sittenloses und traditionsschwaches Deutschland.

Wenn es nur die Muslime schaffen, durch ein wenig heile Parallelgesellschaft diesem gottlosen Trend Einhalt zu gebieten, dann ist die erboste Reaktion darauf, von wahren Christen wohlgemerkt, eher dem Neid geschuldet, als der Angst um eine Islamisierung.

Es gibt nur weniges was mir lieber wäre, als ein bibeltreues christliches Deutschland … also yalla liebe Christen bewegt etwas, und sei es nur eine kleine heile Parallelgesellschaft.

In diesem Sinne wünschte ich mir einfach ein wenig mehr Bereitschaft zur Übereinkunft. Friedliche Lösungen findet man nicht auf der Straße und nicht im anonymen Weltnetz, sondern am Tisch und mit entsprechender Absicht.

Bleibt sauber, dann bleib ich es auch. 🙂

Euer Jens

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13 Antworten auf “10 Jahre PI-News – Was lange währt wird endlich WUT”

  1. Aphelótes

    Zu den PI-Leuten braucht man nicht viel zu sagen, doch zu dem letzten Teil dieses Textes schon:

    Interessanterweise verfallen viele religiöse/traditionsbewusste Leute oft unbewusst in dasselbe Denkmuster, dass auch Leute wie die von PI, Pegida etc antreibt, nämlich dass früher alles besser war, wobei nur der Teil mit „früher, als es noch keiner Ausländer/etc gab“ mit „früher, als noch Zucht und Ordnung herrschte“ ausgetauscht wird.
    Jedoch hält keines dieser beiden Muster der Realität stand.

    Hier muss ich sehen, dass anscheinend auch Muslime den christlichen Kirchen das Märchen vom „Zerfall der Moral“, „grassierenden Nihilismus“ und „Werterelativismus“ abkaufen.
    Wenn man ihnen glauben mag, so geht gesellschaftlich alles vor die Hunde wegen den blöden Atheisten, Agnostikern, Nihilisten und was auch immer.
    Dies ist jedoch nichts anderes als der Schrei nach Aufmerksamkeit einer Institution, die hierzulande massiv an Bedeutung verloren hat, es weiterhin tut, und schon seit Ewigkeiten nichts mehr zu der vielzitierten Moral beigetragen hat.

    Man könnte einen einfachen Blick auf entsprechende Statistiken und Studien werfen, die belegen, dass sich Menschen ohne religiös/traditionell vorgegebene Werte seltsamerweise nicht unmoralischer verhalten, mehr Verbrechen gehen o.Ä. als andere, sondern sogar eher in die andere Richtung tendieren, aber es genügt völlig, sich auf der einfach mal ein wenig umzuschauen auf der Welt, und man erkennt ziemlich schnell, dass überall dort, wo traditionsgebundene und religiös verankerte Gesellschaften vorherrschen, ebenso seltsamerweise nicht im geringsten heile Welt herrscht, insbesondere dann nicht, wenn man die Oberfläche wegkratzt.
    Im Hinblick auf das „Früher“ genügt ein Blick in die Geschichtsbücher und die historischen Quellen, um zu erkennen, dass es eben NICHT besser war. Leider unterliegen Menschen im Bezug auf Geschichte oftmals dem Nostalgiephänomen… Ungefähr wie man bei seinem eigenen Leben im Rückblick über die meisten Fehler/Verletzungen/Konflikte lachen und in Erinnerungen schwelgen kann, nach dem Motto „hach damals…..“, und dabei vergisst, dass man es eben genau damals überhaupt nicht lustig und zum schwelgen fand.

    Ich kann verstehen, dass einem Menschen, der traditionsgebunden und/oder religiös ist, die Vorstellung, eben ohne Religion und Tradition zu leben, befremdlich und vielleicht beängstigend erscheinen mag, aber dennoch rate ich einem solchen Menschen ebenso an, sein Bild und vielleicht sogar Feindbild von den „Gott- und Traditionslosen“ mal zu überdenken.
    Menschen mit Religion und/oder Tradition verhalten sich vorhersehbarer und leichter einschätzbar, was angenehm sein mag; hat man es mit einem Christen zu tun, weiß man in ungefähr, was auf einen zukommt. Bei einem Atheisten hingegen ist das nicht so, was aber nicht heißt, dass dieser weder Moral noch Werte hat.
    Genau das scheinen aber viele Religiöse gerne anzunehmen und schieben dann die Schuld für etliche heutige gesellschaftliche Probleme dann eben genau jenen zu, anstatt erstmal vor der eigenen Tür zu kehren.
    Wie schon erwähnt, genügt es, sich auf der Welt oder in der Geschichte einfach mal ein wenig umzusehen, und siehe da, religiöse und traditionsbewusste Menschen verhalten sich NICHT IM GERINGSTEN besser. Sie sind genauso zu jeder erdenklichen Art von Verbrechen fähig, zu jedem erdenklichen Akt der Perversion, Bosheit und Grausamkeit. Ihre Gesellschaften wirken geordneter und homogener als pluralistische Gesellschaftlichen, weil die Menschen mehr Gemeinsamkeiten haben, doch sind sie nicht im mindesten weniger problembehaftet, gerade unter der Oberfläche.

    Zudem sollte man gerade die Vorstellung, dass ein christliches Deutschland angenehmer und freundlicher für Muslime wäre, überdenken.
    Atheisten haben für gewöhnlich kein Problem damit, wenn neben einer Kirche noch eine Moschee steht. Leute ohne enge Bindung zur Tradition gehen für gewöhnlich nicht auf die Straße, weil sie sich von einer fremdem Kultur bedroht fühlen.

    Das Eindreschen auf Atheisten etc ist daher äußerst kontraproduktiv, denn damit macht ihr euch Feinde bei Leuten, die euch nicht unbedingt als solche ansehen und in keinster Weise für eure Probleme noch für die Probleme der Allgemeinheit verantwortlich sind.

    Ich zumindest als gottloser, sittenloser und traditionsloser Strolch schaffe es tatsächlich, mich zu benehmen, würdevoll und abstinent zu leben, moralisch und gesetzestreu zu handeln sowie sogar ganz unverbindlich Gutes zu tun, und das ganz ohne Erwartung einer jenseitigen Belohnung oder die Ketten der Tradition.

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    • Yahya Jens Ranft

      Yahya Jens Ranft

      Sicherlich gibt es immer Ausnahmen von der Regel und ich kenne persönlich recht viele anständige Menschen die (nach eigener Aussage) nicht an Gott glauben. Meine Erfahrung ist aber, sofern ich die Möglichkeit hatte mich eingehend mit ihnen auseinanderzusetzen, dass es sich bei solchen Menschen eher um Agnostiker handelt, die mitnichten 100%ig davon überzeugt sind dass es keine Gottheit gibt.
      Richtige Atheisten – ich nenne sie auch Antitheisten – sind Menschen, die keinerlei Zweifel an ihrer Ansicht pflegen, sie sind also quasi Glaubensanhänger dieser These. Solche Menschen sind nicht selten missionarisch tätig und das vor allem auch auf PI-News.

      Werterelativismus ist nur ein kleiner Teil des grundsätzlichen konstruktivistischen Rationalismus, der tief im Atheismus verwurzelt ist und sittlich, moralisch und allgemein gesellschaftlich zu folgenschweren Menschenexperimenten geführt hat. Allein der Atheist sieht sich befreit von vorgegebenen kulturell-gesellschaftliche Institutionen (wie z.B. Ehe, Familie, Eigentum) und Regeln (Verhaltensnormen, Tabus, geltende Werte), da er sich mit Gewissheit auch befreit davon sieht, dereinst für seine Handlungen zur Verantwortung gezogen zu werden.

      Sogar wenn jemand nur aus „Gewissensgründen“ sich an gesellschaftliche Normen und Werte hält, kann dies nichts anderes sein als ein Gewissen vor Gott, auch wenn er es selbst so nicht nennen mag.

      Somit, lieber Aphelótes, gebe ich dir, ebenso wie Wunna, in mancherlei Hinsicht Recht. Nicht jeder „Ungläubige“ ist ergo sittlich und moralisch verwerflich, und nicht jeder „Gläubige“ ist ergo ein Heiliger.
      Allein das Bekenntnis zu Gott oder einer Religion macht ebenfalls noch keinen „Gläubigen“, sondern erst die Handlung und das Verinnerlichen mit dem „Herzen“ macht die Sache rund und schützt letztendlich vor schändlichen Taten.

  2. Wunna

    @ Aphelotes

    Im Wesentlichen stimme ich mit Ihnen überein.
    Auch ich vertrete die Meinung, dass Moral und Anstand nicht abhängig davon sind, ob man gläubig oder atheistisch geprägt ist.

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  3. saxhida

    Diese Rufe ala „Wir sind das Volk“ hätte ich mir auf den Straßen gewünscht,als die ganze „Ami/Abhörsache“ aufgeflogen ist.Aber lieber einen Wolf im Schafspelz als eine Frau mit Kopftuch.Vielleicht bin ich ja zu kleingeistig oder lasse politischen Weitblick missen aber auch wenn 100.000 Teilnehmer wären oder noch mehr….. mich kümmert das nicht wirklich.Wenn der Judenstern für Muslime umfunktioniert wird…..dann trage ich ihn.Wenn man entscheidet das alle muslime das Land verlassen sollen….dann verlasse ich mein Heimatland und gehe woanders hin.Und wenn man mir mein Kopftuch runterreißt….schnapp ich mir notfalls ein gelben Sack.Ich fühle mich nur dann unwohl wenn ich mir nicht sicher bin ob ich das richtige tue.

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  4. Feminismus ist vom Shaytan

    An saxhida:

    Es ist übrigens sehr wohltuend deinen gelassenen Kommentar zu lesen – ich sehe das ganz genau so; sollte sich die Situation verschlimmern kann man in der tat noch auswandern(aber bitte vorher eine vernünftige Ausbildung absolvieren!).
    Es ist in jeglicher Hinsicht unangebracht sich als Moslem theatralisch als Opfer auf zu spielen – wie es etwa jene gehirngewaschenen Moslems tun, die von linken Pennern und ihren quotentürken dazu animiert worden sind weil diese ihnen ihre unislamische linke ideologie als Lösung präsentieren wollen.
    Die Gefahr von Aktionen von rechter Seite gegen Moslems besteht nicht so sehr aus ihnen selbst als aus der Tatsache dass die linken diese immer nutzen werden um sich als unsere Beschützer und Interessenvertretung zu präsentieren und uns so für ihre entartete ideologie zu vereinnahmen.
    Oder seht ihr rechte die unseren Kindern schwulenrechte Abtreibung freie liebe feminismus und anderen Unsinn beibringen wollen während sie sich als islamophil geben – geht es noch heuchlerischer?

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  5. nuruddin muadh

    Einfacher als Allah es im Quran sagt, kann man es kaum Ausdrücken: { Und der Satan hatte recht mit seiner Meinung über die meisten von den Menschen, ausser einer Gruppe von den Gläubigen }
    Ein Mensch, der in seinem Leben Gott nicht erkennen oder achten wollte, und alle Zeichen Gottes bewusst übersieht – ihm ist das ewige Höllenfeuer schon versprochen worden, ohne Zweifel.
    Und dass die Werke der Ungläubigen wie Asche sind, die der Wind verweht – genauso sagt es Allah in seinem Buche.
    Und was die Gläubigen Zeugen Allahs angeht, so ist seine Zufriedenheit nur mit den wahrhaft ergebenen dienern, die er als lauter erachtet. Er spricht von einer Gruppe, und dies ist sicherlich nicht eine Gruppe oder Sekte oder Organisation, in der man Mitglied werden kann, einen Ausweis bekommt oder so, sondern es sind die Menschen, die sich am Ende im Leben vor Allah bewährt haben, an denen die Anschuldigungen Satans nicht haften bleiben.
    Und Allahs Gesandter (sws) erklärte, dass das Paradies nur von (Gott-)Ergebenen betreten wird, und dass diese a.d. Völkern der Welt i.d. Zahl wie die (wenigen) weißen Haare auf einem Schwarzen Stier sind.
    Das (fromme) Volk Muhammads war eine gewaltige Ausnahme i.d. ganzen Weltgeschichte, und ich rede nicht von der Masse der heutigen Muslime – Allah führe sie zum rechten Weg und zur Vergebung. Es ist das „heilige Volk des Allerhöchsten“, dem nach dem Propheten Daniel (Kapitel 7) die „Herrschaft über Könige und Reiche unter dem Himmel“ gegeben werden sollte, nach dem in einer Vision Daniels (as) angekündigten untergang vier antiker Reiche ab Babylon. Gemeint sind Babylon, Persien, Griechenland und Rom. Und danach erbte das Volk Muhammads die Gebiete ihrer einstigen Herrschaft, bis zur Zeit der Kolonialisierung und des Zerfalls des letzten islamischen Reiches, des Osmanischen Reiches. Die Prophezeiung Daniels ist so klar und unmissverständlich, denn es gab kein anderes „heiliges Volk des Allerhöchsten“, das jemals solche Herrschaft erlangte, und die Abfolge der Reiche, wie sie Daniel auch erklärt bekam ducrch den Engel Gabriel (as), sie entspricht den histor. Tatsachen.
    Auch wird der Gesandte Muhammad(sws) als „einer der Aussah, wie eines Menschen Sohn“ beschrieben, der „Zutritt bekam zu dem alten an Tagen (Gott)“ und dem von Gott „Macht, Ehre und Herrschaft“ gegeben wurde, das ihm „alle Völker und Leute von so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten“. Kein Zweifel, dass hier der Prophet Muhammad (sws) gemeint ist, denn kein andere Prophet i.d. ganzen Geschichte der Welt bekam solch eine Herrschaft, und sein Gesetz wurde weit über 1000 Jahre befolgt, ohne große Änderungen und Reformen, und solange sie es befolgten waren sie schier unbesiegbar und nicht zu verdrängen und nicht auszunehmen!
    Und in Jesaja beschreiben ellenlange Texte den Aufbruch des von Gott neuerwählten Volkes, dass er „Gott der Ganzen Erde“ genannt werden wird, dass „sie erkennen werden, dass ich (Gott) derselbe bin“ und dass sein neu erwähltes Volk „mit einem neuen Namen genannt“ werden wird, „den der Mund Jehovas noch nennen wird.“
    Dass Könige, die diesem Volk nicht dienen zugrunde gehen sollten, dass man Schätze und Reichtümer zu ihm hineintragen wird.
    Den Höhepunkt bildet Kapitel 60, wo Gott zu diesem Volke spricht: „Stehe auf und werde licht, denn dein licht ist gekommen, denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker aber über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Heiden werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht. [……] Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die jungen Kamele aus Midian und Epha (nordwestl. von Arabien). Aus Saba (Südarabien, Jemen) werden sie alle kommen, Gold und Weihrauch brinngen und das Lob des Herren verkündigen. Alle Herden von Kedar sollen zu dir gebracht werden und die Widder Nebajoths sollen dir dienen. Sie sollen als ein wohlgefälliges Opfer auf meinen Altar kommen; denn ich will das Haus meiner Herrlichkeit zieren.“
    So weit das Zitat. Was sagt der Prophet Jesaja uns etwa 750 Jahre vor Jesus Chr. (as) dort?
    Er sagt, dass sich das Umland Arabiens sammelt, um das Lob Gottes zu verkünden! Er sagt dass die Schlachttiere der Söhne Ismaels (as) Kedar und Nebajoth – also Bewohner der Arab. Halbinsel – sie sollen als Wohlgefälliges Opfer auf Gottes Altar kommen!
    Sind diese Tiere jemals in Jerusalem oder anderswo für Gott geopfert worden?? Oder sind diese Tiere stets von Muslimen, besonders im Makka zur Zeit der Wallfahrt und des Opferfestes geschlachtet worden, und das von der Zeit Muhammads (sws) bis heute ?!?
    Das „Haus der Herrlichkeit“ das Jesaja erwähnt IST das Haus in Makka, der ganze Inhalt der Prophezeiung dreht sich um Arabien, und Wortgetreu ist sie durch den Islam erfüllt worden!
    Es gibt kaum einen stärkeren Beweis in der Bibel, aber dieser Beweis ist absolut wasserdicht. Lest es selber, nehmt euch ein Bibellexikon, da steht auch drinn wer Kedar und Nebajoth waren, Söhne von Ismael.
    Da ist es kein Wunder und auch keine Fälschung, wenn Jesus in einem von der Kirche als „falsches Evangelium“ bezeichnetem Buch sagt, dass ein Gesandter kommen wird der lt. ital. Übersetzung „Mahomet“ heisst, der a.d. Süden kommt, dessen Glaube kein Ende haben wird und sich a.d. ganzen Welt verbreitet.
    Gott hatt die Wahrheit offenbar gemacht, und er hat sie zu etwas unumstößlichen gemacht, und solange sein Volk daran festhielt, hat er auch dieses unumstößlich gemacht. Dies galt für Israel, und es galt und gilt für die Muslime.

    { O ihr Leute des Buches, warum verleugnet ihr die Zeichen Gottes, wo ihr sie selbst bezeugt ? }

    { Diejenigen, die Unsere Zeichen verleugnen, werden Wir gewiß einem Feuer aussetzen. Jedesmal, wenn ihre Haut verbrannt ist, tauschen Wir sie ihnen gegen eine andere Haut aus, damit sie die Strafe kosten. Allah ist Allmächtig und Allweise. }

    Antworten
  6. Thomas

    „Es gibt kaum einen stärkeren Beweis in der Bibel, aber dieser Beweis ist absolut wasserdicht.“

    @nuruddin muadh

    Friede sei mit Dir und vielen Dank für Deine Mühe. Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, dass die Bibel hier als Beweis angeführt wird, obwohl ihr die Authentizität fehlt.
    Dazu ein paar Fundstellen aus dem Archiv des Forums von ahlu-sunnah.com mit Verweisen auf weiterführende Literatur:

    Wurde die Bibel authentisch überliefert? (1)
    http://www.ahlu-sunnah.com/threads/21750-Wurde-die-Bibel-authentisch-%C3%BCberliefert/page4

    Wurde die Bibel authentisch überliefert? (2)
    http://www.ahlu-sunnah.com/threads/21750-Wurde-die-Bibel-authentisch-%C3%BCberliefert?p=347812#post347812

    Wurde die Bibel authentisch überliefert? (3)
    http://www.ahlu-sunnah.com/threads/21750-Wurde-die-Bibel-authentisch-%C3%BCberliefert?p=348774#post348774

    Was spricht dafür, seine Argumentation auf die Bibel zu stützen, die der Koran doch als verfälscht ausweist?

    Ihr Leute der Schrift, weshalb vermengt ihr die Wahrheit mit der Lüge und verbergt die Wahrheit gegen euer Wissen?
    (Koran, Sura 3:71)

    Wahrlich, Allah hatte einen Bund mit den Kindern Israels geschlossen; und Wir erweckten aus ihnen zwölf Führer. Und Allah sprach: „Seht, Ich bin mit euch, wenn ihr das Gebet verrichtet und die Zakah entrichtet und an Meine Gesandten glaubt und sie unterstützt und Allah ein gutes Darlehen gebt, dann werde Ich eure Missetaten tilgen und euch in Gärten führen, in denen Bäche fließen. Wer von euch aber hierauf in den Unglauben zurückfällt, der ist vom rechten Weg abgeirrt.“ (12)
    Deshalb, weil sie ihren Bund brachen, haben Wir sie verflucht und haben ihre Herzen verhärtet. Sie entstellten die Schrift an ihren richtigen Stellen und sie haben einen Teil von dem vergessen, woran sie gemahnt wurden. Und du wirst nicht aufhören, auf ihrer Seite – bis auf einige von ihnen – Verrat zu entdecken. Also vergib ihnen und wende dich (von ihnen) ab. Wahrlich, Allah liebt jene, die Gutes tun. (13)
    Und auch mit denen, die sagen: „Wir sind Christen“, schlossen Wir einen Bund; auch diese haben dann einen Teil von dem vergessen, woran sie gemahnt wurden. Darum erregten Wir Feindschaft und Haß unter ihnen bis zum Tage der Auferstehung. Und Allah wird sie wissen lassen, was sie getan haben. (14)
    O Leute der Schrift, Unser Gesandter ist nunmehr zu euch gekommen, um euch vieles zu enthüllen, was ihr von der Schrift geheim gehalten habt, und (er ist zu euch gekommen,) um gegen vieles Nachsicht zu üben. Wahrlich, zu euch sind ein Licht von Allah und ein klares Buch gekommen. (15)
    Damit leitet Allah jene, die Sein Wohlgefallen suchen, auf die Wege des Friedens, und Er führt sie mit Seiner Erlaubnis aus den Finsternissen zum Licht und führt sie auf einen geraden Weg. (16)

    (Koran, Sura 5: 12-16)

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  7. Thomas

    “Die Attentäter von Paris haben auf ihrer Flucht angeblich einen schweren Fehler gemacht und die Polizei auf ihre Spur gebracht. Wie die französische Zeitschrift “Le Point” schreibt, hätten die Terroristen einen Personalausweis in ihrem Fluchtwagen vergessen, als sie das Auto wechselten.” (süddeutsche.de)

    Apropos Wut: Für all jene im Lande der Dichter und Denker, die sich nicht mit Volksverdummung abspeisen lassen, hier eine Literaturempfehlung:

    Gerhard Wisnewski:
    Verschlußsache Terror –
    Wer die Welt mit Angst regiert
    Knaur Verlag
    ISBN 978-3-426-77932-3

    Aus dem Vorwort / S. 12:
    […] “Da war es wieder, das Gespenst des »Kampfes der Kulturen« … Während der Graben zwischen zwischen Orient und Okzident, zwischen Christen und Moslems, immer tiefer wurde, rückte die westliche Welt zur Bekämpfung des »feindlichen« Islam noch enger zusammen.
    Die Angriffe von London waren nur ein weiterer Schritt auf dem Weg in eine Eskalation, die in weiteren und – nach dem Irakfeldzug – noch schrecklicheren Kriegen münden soll.
    Aber: Waren diese Angriffe auch »wahr«? Das heißt: Wurden sie wirklich von den angeblichen Selbstmordattentätern begangen, die der Öffentlichkeit vorgeführt wurden?

    Oder ist das alles ein politisches Täuschungsmanöver? War London nur, wie schon der 11.9. in den USA, ein weiterer Tagesordnungspunkt auf einer Agenda, die einzig den Zweck verfolgt, die westliche Welt gegen den Islam aufzuhetzen…?

    Dieses Buch vertritt die These, daß das, was wir jeden Tag in den Nachrichten über den Terrorismus erfahren, nur die Oberfläche ist, die äußere Hülle eines Tresors, in dem sich ein brisanter Schatz verbirgt: die Verschlußsache Terror.
    Ich behaupte, daß diese äußere Hülle nichts weiter ist als das, was die Bevölkerung, also Sie, wissen soll, um sie in eine bestimmte politische Richtung zu drängen. […]

    Der letzte Schritt schließlich ist der Versuch, eine Antwort auf die Frage zu finden, wer hinter dem Spiel mit dem Terror steckt und versucht, die Welt mit Hilfe der Angst zu regieren.”

    (Gerhard Wisnewski)

    Antworten
  8. Dunja Fanaa

    @Thomas

    Ja, die Schrift ist verfälscht, aber wir verneinen nicht, dass dort drin noch Wahrheit vorhanden ist. Allerdings kann man sich nicht auf die Bibel stützen, um die vollkommene Wahrheit zu erfahren, denn sie ist wie gesagt verfälscht.
    Wieso ist es so, dass man die deutlichen Zeichen nicht, jedoch alle anderen Dinge im Buch schon sehen will?
    Was bringt euch dazu, diese Prophezeiung zu leugnen oder zu ignorieren, jedoch andere Stellen, die offenkundig gefälscht sind und von denen viele wissen, dass sie ursprünglich nicht zum Wort gehörten breite Aufmerksamkeit zu schenken?
    Heuchelei?

    Fragt euch selbst.

    Antworten
  9. Thomas

    Danke für Deine Ausführungen, @Dunja Fanaa. Den Beitrag von nuruddin muadh verstehe ich als Bemühen, inhaltlich korrekte Passagen der heute in Umlauf befindlichen Bibel aufzuzeigen. Für die Auswahl der zitierten Passagen bildete dabei wohl Koran 7:157 den thematischen Hintergrund:

    Dies sind jene, die dem Gesandten, dem Propheten folgen, der des Lesens und Schreibens unkundig ist; dort in der Thora und im Evangelium werden sie über ihn (geschrieben) finden: er gebietet ihnen das Gute und verbietet ihnen das Böse, und er erlaubt ihnen die guten Dinge und verwehrt ihnen die schlechten, und er nimmt ihnen ihre Last hinweg und die Fesseln, die auf ihnen lagen.
    Diejenigen also, die an ihn glauben und ihn stärken und ihm helfen und dem Licht folgen, das mit ihm herabgesandt wurde, die sollen erfolgreich sein.
    (Koran 7:157)

    Weiterführende Informationen dazu finden sich auch im Koran-Kommentar von Ibn Kathir zu diesem Vers:

    „Zu Lebzeiten des Propheten Muhammad (s.a.s.) lagen den damaligen Juden und Christen Texte vor, die klar den ankommenden Propheten Muhammad (s.a.s.) beschrieben, wie folgende Überlieferungen zeigen, die Ibn Kathir als Erläuterung zu dieser Koranstelle anführt…“

    http://www.way-to-allah.com/dokument/Tafsir_Band4.pdf
    (S. 228 ff.)

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  10. RevTraBeNa

    Friede sei mit denjenigen, die der Rechtleitung folgen.

    Sodann: Nun wir Muslime glauben an Allah, dem Erhabenen und seine Gesandten, Friede sei mit ihnen. Verunglimpfungen gegenüber der Religion sind eine Katastrophe. Doch es sei bei jeglicher Wortwahl Vorsicht zu beachten:

    Sich ein ,,christliches Abendland“ zu wünschen ist Kufr: Solch ein Satz hätte zur Folge, dass sich ein jemand Shirk und Kufr wünscht. Gelehrte gehen noch weiter und sagen auch, wenn jemand den Kafir nicht als Kafir erklärt (also an seinen Kufr zweifelt), ist selbst in den Kufr verfallen.

    Zeigt Reue gegenüber euren Herrn.

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    • Nuruddin Muadh

      Recht hast du, mit dem was du sagst, Bruder, aber er wünscht sich ganz sicher nicht Kufr und Shirk, sondern Glaube an Gott und seine Offenbarungen und Achtung davor, sowie eine Wahrhaftigkeit darin. Dieser Glaube und diese Wahrhaftigkeit würden dann zunächst vielleicht zum Irrtum (christl. Glaube) führen, letztendlich, aber zur Wahrheit (Islam).
      Ganz sicher aber schon früh zu einer Besserung der Menschen, die von einem heuchlerischen Bekenntnis zu einem wahren (ernstgemeinten) Bekenntnis übergehen, und die dann auch von blinder Vorverurteilung und Hetze ablassen und offen werden für Argumente.
      Sicher wünscht er dies, und nicht festhalten an Kufr und Shirk.
      Assalamu aleykum wa rahmatullahi wa barakatuh.

  11. Nuruddin Muadh

    Oh, schon alles lange her. Grund meiner Antwort:
    Man sollte nicht immer nur eindimensional denken und predigen, auch wenn der Islam meist klar und eindeutig daherkommt und seine Einfachheit und die Eigenschaft, dass er für jeden Intellekt verständlich ist, wurde auch von Jesus (a.s.) laut Barnabas erwähnt – und man kann es so bestätigen.
    Aber streben wir nicht nach dem niedrigen, eindimensionalen Intellekt, und missverstehen wir uns auch nicht absichtlich….

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