Impfdiskussion Teil 3 – Interview mit einem Professor

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Im Folgenden präsentiere ich den letzten Teil des Interviews:


Frage 10:
Was sind Adjuvantien und welche Aufgabe erfüllen sie? Diese werden oft in Verbindung mit schädlichen Wirkungen auf den Organismus gebracht. Das bekannteste Adjuvans ist sicherlich das Aluminium. Welche Rolle spielt es im Impfstoff?

Antwort 10:
Unser Immunsystem hat ja die Aufgabe, uns gegen eindringende Krankheitserreger oder andere gefährliche Stoffe (z.B. Gifte) zu schützen. Es muss also in der Lage sein, Fremdes zu erkennen und von körpereigenen Substanzen und Strukturen zu unterscheiden. Das ist offensichtlich ein schwieriger Balanceakt, wie das Vorkommen von Autoimmunkrankheiten zeigt, bei denen Antikörper körpereigene Strukturen angreifen. Nun ist das Immunsystem so aufgebaut, dass es am besten infizierte Zellen erkennt und dann dort die Erreger identifiziert, gegen die dann Antikörper gebildet werden. (Die zelluläre Immunantwort lassen wir bei dieser Überlegung außer Acht.) Deswegen sind Impfungen mit abgeschwächten Erregern, die noch Zellen infizieren können, am wirksamsten.

Schon wenn abgetötete Erreger oder gar nur Bestandteile von Erreger zur Impfung benutzt werden, ist es viel schwieriger, eine Immunantwort hervorzurufen. Man muss irgendwie das Immunsystem dazu bringen, solche Substanzen auch als fremd zu erkennen. Das ist die Aufgabe der Adjuvantien (=Wirkverstärker). Der Entwicklung von Adjuvantien wird nach wie vor große Aufmerksamkeit geschenkt und es wird erwartet, dass mit einem besseren Verständnis der Art und Weise, wie das Immunsystem fremd und eigen unterscheidet, immer bessere Adjuvantien entwickelt werden.

Das Adjuvans, das seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt wird, ist ein spezielles Gemisch aus Aluminiumhydroxid und Aluminiumphosphat. Der Trick ist, dass, wenn dieses Gemisch richtig gemacht wird, Partikel einer bestimmten Größe entstehen, die, so stellt man sich vor, dazu beitragen, dass daran adsorbierte Eiweißstoffe als fremd erkannt werden. Das funktioniert auch recht gut. Muss man nun Bedenken gegen dieses Adjuvans haben? Wenn sich die Partikel auflösen, entstehen Hydroxid-, Phosphat- und Aluminium-Ionen. Hydroxid- und Phosphationen sind normale Bestandteile des Körpers und werden problemlos verstoffwechselt. Aluminium-Ionen (Al3+) dürfen natürlich nicht mit metallischem Aluminium (Al) verwechselt werden. Dass sich Metalle und deren Ionen ganz unterschiedlich verhalten, sieht man am Natrium. Metallisches Natrium würde den Körper durch Reaktion mit Wasser sofort verbrennen, während Na-Ionen (Na+, ein Bestandteil von Kochsalz) lebensnotwendig ist.

Für das Gemisch aus Aluminiumhydroxid und Aluminiumphosphat gibt es im Deutschen kein passendes Wort. Im Englischen wird es „alum“ genannt, was nicht mit „Aluminium“ sondern mit „Alaun“ zu übersetzen wäre. Im Deutschen allerdings meint Alaun ein bestimmtes Aluminiumsalz (KAl(SO4)2), und nicht Aluminiumsalze allgemein.

Die millionenfache Anwendung des Adjuvans aus Aluminiumhydroxid und –phosphat zeigt, dass es offensichtlich problemlos vertragen wird. Auch wenn man sich das Aluminiumion vom Atomaufbau her betrachtet, zeigen sich keine Risiken. Es stammt aus der dritten Periode des Periodensystems und hat daher einen relativ einfachen Aufbau seiner Elektronenschalen, im Gegensatz zu den viel komplizierteren Schwermetallen. Es kann daher keine komplexen Beziehungen eingehen. Dreiwertige Ionen spielen im Stoffwechsel auch keine Rolle, im Gegensatz zu den Nachbarn im Periodensystem, dem zweiwertigen Magnesiumion und dem einwertigen Natriumion. Es kann daher auch nicht mit irgendetwas anderem in Konkurrenz treten und es verdrängen. Physiologischerweise kommt es allerdings im Körper nicht vor, aber nicht alles, was nicht im Körper vorkommt, ist gleich ein Gift. Und dann gilt natürlich auch die alte Weisheit, dass „die Dosis das Gift macht“, und die ist bei den relativ wenigen Impfungen im Laufe des Lebens doch recht gering.


Frage 11:
Es wird gesagt, dass die WHO so gut wie nur von Bill Gates finanziert wird. Ist es plausibel zu sagen, dass die WHO dadurch nicht mehr zielorient bzw. zugunsten der Zivilastion arbeitet, sondern eher den Profit zum Ziel nimmt?

Antwort 11:
Die WHO ist eine Organisation der Vereinten Nationen. Sie wird gesteuert und überwacht durch das World Health Assembly (WHA), in dem alle Staaten vertreten sind, die die WHO finanzieren. Die WHA legt auch die Schwerpunkte der Arbeit der WHO fest. Dazu gehören auch die Ausrottung der Kinderlähmung und der Masern sowie die Bekämpfung von Infektionskrankheiten in Afrika. Das Geld, das die WHO von den Staaten bekommt, ist zu wenig, um all die Ziele effizient zu erreichen. Daher wird die Unterstützung von Stiftungen, wie der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, dankbar angenommen. Diese Unterstützung erlaubt dann auch die Entwicklung von wirksamen Impfstrategien unter Bedingungen, wie sie in Afrika herrschen, und auch die Entwicklung von Impfstoffen gegen vernachlässigte Infektionskrankheiten, zu denen auch Ebola zählt. Wäre beim letzten Ausbruch von Ebola ein Impfstoff zur Verfügung gestanden, wäre die Epidemie nicht so schwer verlaufen. Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung unterstützt jetzt die Entwicklung und Prüfung von Ebola-Impfstoffen. Ich finde es gut, wenn sich die Gates, die reich geworden sind, weil wir alle PCs mit MS-DOS und Windows und Microsoft Office gekauft haben, jetzt mit unserem Geld etwas zur Bekämpfung von Krankheiten tun und nicht mit irgendwelchen Vergnügungen verpulvern!


وَ صَلَّى اللّهُ و سَلَّمَ عَلَى سَيِّدِنَا وَ عَلَى آلِهِ وَ صَحْبِهِ اَجْمَعِينَ
و الْحَمْدُ للَّهِ رَبِّ الْعَـلَمِين

 

Foto: Facebook.com/DasGoldeneBrett

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4 Antworten auf “Impfdiskussion Teil 3 – Interview mit einem Professor”

  1. blabla

    Diese ständige Für/Wider Diskussion ist sinnlos, schon deswegen kein Mensch einen genauen Einblick hat was genau beim Impfen geschieht, es darüberhinaus überhaupt keine Überprüfbarkeit gibt, weil die Statistiken keine wirklichen Aufzeichnungen sind, sondern Fanatasiezahlen detto auch die Zahlen über Impfschäden. Im Prinzip, wenn ihr Impfprodukt so toll sein soll, können die doch ganz einfach Vertrauen schaffen. Wie? Indem sie Verantwortung für ihr Produkt übernehmen und für Impfschäden zahlen und zwar saftig und nicht 10 Jahre alles durchjudizieren bis die Leute verzweifeln und aufgeben bzw. ihren Schaden auf den Staat abwälzen. Alleine deswegen, weil mir kein Arzt unterschreibt mir im Falle eines Impfschadens die Verantwortung finanziell zu übernehmen, schon alleine deswegen sehe ich dass die Ärzte nicht hinter ihrem tollen Produkt stehen und warum soll dann ich dahinter stehen, ganz einfache Geschichichte.

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    • Bali Bey

      Bali Bey

      Jeder kann auf der Seite des RKI alle gelisteten Nebenwirkungen einsehen. Durch ein Stufenplanverfahren werden alle „Schäden“ aufgezeichnet und es besteht sogar Meldepflicht aller Instanzen, die dies von Kunden/Patienten aufnehmen. Von daher gibt es sehr wohl unabhängige signifikante Aufzeichnungen aus zig Jahren Impferfahrung. Aber genau das ist das Problem. Sie gehen von Fantasiezahlen aus, aber fantasieren sich da selber etwas zusammen. Genau dieses Verständnis bei der Herangehensweise an Wissenschaft/Lebensführung/Islam führt zur Radikalität im Denken. Ein Arzt wird Ihnen gar nichts unterschreiben, weil es nicht seine Pflicht ist. Die sitzen ohnehin schon mit einem Bein im Knast. Haben Sie schon einmal von einem Arzt verlangt, für potentielle Nebenwirkungen für Paracetamol geradezustehen? Es gibt jährlich ca. 2000 Tote durch die lebertoxischen Nebenwirkungen von Paracetamol. Ein Arzt ist icht dazu da, den Hellseher zu spielen und Nebenwirkungen vorherzusagen. Dazu müssten Sie sich besser mit dem Berufsbild beschäftigen und welche Risiken und Verantwortungen mit einhergehen. Zumal die „Schäden“ durch Impfungen an sich, zu diskutieren sind. Allahs Schöpfung war noch nie einfach, von daher besteht in dieser Hinsicht immer Klärungsbedarf.

    • Muhammad Ibn Maimoun

      السلام عليكم

      Haben Sie schon einmal von einem Arzt verlangt, für potentielle Nebenwirkungen für Paracetamol geradezustehen?

      Damit hängt eine Paradoxie zusammen, welche die Inkohärenz des Denkens vieler extremer Verschwörungstheoretiker entlarvt. Wären sie mit ihrer Haltung konsequent, dürften sie kein einziges Aspirin mehr schlucken, industriell hergestellte Lebensmittel zu sich nehmen oder in ein Auto einsteigen, geschweige denn in ein Flugzeug (Thrombosegefahr, klimatisch bedingte Vergiftungsgefahr im Passagierraum, Absturzgefahr). Der junge Mann, der mir gegenüber auf seiner Anti-Impfhaltung beharrte, jettet übrigens mehrmals im Jahr oder so zwischen Deutschland und seinem Heimatland hin und her.

  2. Bali Bey

    Bali Bey

    Ja, die Chemtrails darf man auch nicht vergessen …
    Ich stelle mir gerade zukünftige Schlagzeilen in irgendeinem Blatt vor:
    „Der Islam verbietet Impfen“
    „Nicht geimpfte muslimische Kinder stecken deutsche Kindergärten an“
    „Islam gegen moderne Medizin“
    Und wenn es soweit ist, will ich nicht dastehen, ohne etwas dagegen getan zu haben. Als ein Heilberufler sehe ich das als meine Pflicht an. Jeder hier sollte seinen Beruf islamisch vertreten können und einen Beitrag leisten, anstatt andere Berufszweige und deren Wissenschaft ohne jegliche Grundlage zu kritisieren. Jeder sollte die praktischen islamischen Bestimmungen seines Berufes kennen oder zumindest versuchen sich anzueignen. Das trägt mehr zur Gesellschaft bei und schafft mehr Wohlstand, wenn Muslime sich mehr bewusst werden, dass ihr Handel, ihre Arbeit und ihr Studium die Stufe einer ‚ibâda einnehmen kann, wenn sie darum bemüht sind, die Besten zu werden.

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