Hack sprechen – wirklich eine Sunnah?

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Spätestens seit dem Aufkommen der Neo-Salafi-Da’wah in Deutschland kennen wir nicht nur in Moscheen, sondern auch zunehmend außerhalb und vor allem auch im Internet das Phänomen der autonom-selbstermächtigten Scharia-Polizei. D.h. vor allem junge Männer sind gerne tadelnd, schimpfend, belehrend unterwegs und wollen so die Menschheit, insb. den muslimischen Anteil derselben wohl zum Licht führen, bzw. zu dem, was sie dafür halten. Die Resultate sind eher gegenteiliger Natur, bei den Sprechern wie den Angesprochenen – warum?






Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm

Wa-l_h°amdu li-Llâhi Rabbi_l-3âlamîn(a), wa-s°alâtu_Llâhi wa-salâmuhû 3alâ rasûlihi_l-karîm(i).
Ash.hadu an lâ ilâha illâ_Llâh(u) wa-anna sayyidanâ Muh°ammadan 3abduhû wa-rasûluh(û).
As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh.


Das arabische Wort für Unrecht und Unterdrückung „zhulm(un)“ ist von einem Stamm (zhâ‘ – lâm – mîm) abgeleitet, der als zweites Leitmotiv „Finsternis“ hat, wie im Wort „zhulumât(un)“ (vgl. dazu Al-Baqara 257, z.B. hier oder hier). Im erwähnten „Korrigieren“ von Geschwistern ergehen sich viele der un- oder teilwissenden selbsternannten Zensoren in Ansprachen, die teils von den Angesprochenen als übles Unrecht empfunden werden, teils es unabhängig davon auch sind. Letzeres spätestens, wenn Menschen im Namen des jeweiligen „Hack“ (von „Haqq“ kann dann häufig schon lange keine Rede mehr sein) beschimpft, mit Worten erniedrigt werden und schlimmeres. Insbesondere Frauen werden hierbei schnell Opfer völlig unangemessener Unterstellungen, indem sie mir-nichts-dir-nichts als „Unzüchtige“, „H..re“, etc. oder ihr Ehemann als „dayyûth“, d.h. als „Gehörnter“, „Zuhälter“ tituliert werden, und das auch noch häufigst aus Anlass von vergleichsweise nichtigen „Vergehen“.

Natürlich fühlen sich die entsprechenden Herren, manchmal auch Damen, völlig im Recht, „auf Hack“, und zwar sowohl, was den Grund ihrer Rüge, als auch die Umsetzung derselben angeht. Dies kann meiner – und nicht nur meiner! – Ansicht nach nur auf mangelhafter Kenntnis und geringem Verständnis der islamischen Quellen beruhen. Daher möchte ich einige diesbezügliche Texte und vor allem die darin enthaltenen Befehle an die Muslime hier aufführen, zum Nutzen der Opfer wie der Täter solcher Attacken.

Interessanterweise ergibt sich zum Schluss der Untersuchung aus einem Hadith, dass nicht wenige dieser Sittenhüter sittliche deutlich unter ihren Opfern stehen, was spätestens seit dem Phänomen ISIS keinen mehr wundern sollte.

Was sagen also Quran und Sunnah nach dem Verständnis der Altvorderen im Islam zur Frage der Da’wah und inwieweit Härte und regelrechtes Schimpfen dort erlaubt oder überhaupt nur möglich sind?

Fangen wir mit einem Befehl von Allah (swt) in Al-An`âm 108 an:

{ wa-lâ tasubbû_lladhîna yad3ûna min dûni_Llâhi fa-yasubbû_Llâha 3adwan bi-ghayri 3ilmin kadhâlika zayyannâ li-kulli ummatin a3mâlahum thumma ilâ rabbihim marji3uhum fa-yunabbi’uhum bi-mâ kânû ya3malûn(a) }

Zu Deutsch etwa (meine Übersetzung, eine Wort-für-Wort siehe hier, viele andere auf tanzil.net verfügbar):

„So schmäht nicht jene, die sie neben Allah (swt) anrufen, damit sie nicht umgekehrt Allah (swt) schmähen, ohne Wissen [um die Hintergründe] übertretend; so haben wir [doch] jeder Gemeinschaft ihre Werke schön erscheinen lassen, dann wird ihre Rückkehr zu ihrem Herrn (swt) sein, Der sie über [die Wahrheit dessen] aufklären wird, was sie zu tun pflegten.“

Hier ist insbesondere anzumerken, dass der Muslim, der einen anderen Menschen für Fehler rügt oder tadelt, ja davon ausgehen sollte, dass diese nicht zufällig oder aus Versehen geschehen, sondern aus Vorsatz. Damit aber hat, nach islamischer Lehre, der vermeintliche Sünder zumindest sich in dieser einzelnen Sache auf eine Stufe mit Allah (swt) gestellt, einen kleinen Shirk begangen. Wenn man also ihn schmäht, fällt dies unter das soeben genannte Verbot. Um den für uns relevanten Teil damit noch einmal klarer, in noch freierer Übersetzung auszudrücken:

— Werdet in eurer Kritik an Menschen nicht persönlich, wenn diese nach eurer Auffassung systematisch schwer sündigen und ihr sie darin korrigieren wollt. Denn sie werden schon, wie alle Menschen, ihr Handeln für mehr oder minder vertretbar halten; wenn ihr sie auch noch beschimpft, dann werden sie sich womöglich beleidigt fühlen und erregen, aber nicht nur über euch, sondern am Ende euch (wie ihr das ggf. auch wünscht) mit dem Islam insgesamt identifizieren. In dem Fall werden sie aber nicht nur auf euch wütend sein, sondern die Religion oder ihre strengere Beachtung (oder euren „Manhaj“ bzw. euer Islamverständnis und die dazugehörige Gruppe) zu hassen beginnen und vielleicht sogar angreifen. Geht mal davon aus, dass sie nicht soviel vom Islam und/oder eurem Hintergrund wissen, und dann genau droht das zu geschehen! —

Das der Befehl unseres Allerhöchsten Herrn (swt).
Wie es aber gute Gewohnheit unter Muslimen ist, möchte ich hier nicht stehen bleiben, sondern dies mit entsprechenden Aussagen und Handlungsweisen des Gesandten Allahs (sAs) untermauern, da die Sunnah ja nach dem Quran selbst die höchste Quelle des Tafsîr, des Korankommentars, darstellt.

Es kamen Muslime zum Propheten Muhammad (sAs) und sagten:

„Der Stamm der Daws hat seine widerspenstige Ablehnung des Islams offen gezeigt! Sprich ein vernichtendes Bittgebet gegen sie!“

Die Leute, die das hörten, sagten schon:

„O weh für die Daws! Vorbei ist es mit ihnen!“

Der Gesandte Allahs (swt) aber wandte sich seinem Herrn (swt) zu uns sprach stattdessen:

„O Allah! Leite die Daws recht und bring sie zu uns, in den Schoß des Islam!“

Als Erklärung fügte er, bei dieser oder einer anderen gleichartigen Gelegenheit, hinzu:

„Ich wurde nicht als Verflucher entsandt, sondern als und aus Barmherzigkeit.“

(In freier Übersetzung durch mich;
überliefert bei Bukhari und Muslim;
für weitere Informationen siehe hier.)


Wir sehen also, dass der Prophet (sAs) selbst Menschen gegenüber, die ihn bekämpften, nicht aggressiv oder gar feindselig geantwortet hat, sondern sogar um ihre Rechtleitung gebeten hat. Ein weiteres Beispiel seines Vorbilds und seiner Regeln für gute Da’wah sehen wir in folgender Begebenheit:

Eines Tages kam eine Gruppe der Juden Medinas zum Gesandten Allahs (sAs) und grüßte mit:

„As-sâmu `alayk.“, d.h. etwa: „Der Tod komme auf dich!“

Sayyidah A’isha (ra), die bei ihm war, erregte sich und schimpfte:

„Und auf euch komme der Tod! Und der Fluch und der Zorn von Allah (swt) auf euch!“

Der Prophet (sAs) aber sprach:

„Gemach, gemach, o A’isha! Allah ist freundlich, mild, sanftmütig, gütig [‚rafîq‘] und liebt Freundlichkeit, Milde, Sanftmut und Güte [‚ar-rifq‘] in jeder Angelegenheit. Zu freundlich-sanftmütigem Verhalten bist du verpflichtet, und dazu, dich vor dich vor Grobheit, Gewalt und übergriffigem und unanständigem Verhalten und Reden zu hüten!“

Worauf sie entgegnete:

„Hast du nicht gehört, was sie gesagt haben?“, und er erwiderte:

„Hast du nicht gehört, was ich gesagt habe? Ich habe  ‚Wa-`alaykum‘ gesagt und es ihnen so wieder zurückgegeben [‚Und auf euch (dasselbe)!‘], und meine Bitte wird angenommen und ihre wird unerhört bleiben.“

(In freier Übersetzung durch mich; überliefert
bei Bukhari, Muslim, Tirmidhi und Abu Dawud;
für eine ausführliche Bearbeitung siehe hier.)


Also selbst im Falle offener Aggression ist der Muslim, der nicht als Privatperson, sondern Vertreter der Religion oder der Gemeinschaft tätig werden möchte, verpflichtet, seine Rede möglichst weit zu mäßigen und auf jeden Fall hinter der Aggressivität der Gegenseite zurückzubleiben.

Um uns jetzt abzusichern, dass wir Ayah und Hadith nicht falsch verstanden haben, können wir die Stimme der Salaf, insbesondere von Sahâbah, zu der Sache einmal hören.

So rät uns bspw. der große Sahâbi und Faqîh Abdullah ibn Mas`ûd (ra):

„Wenn ihr seht, dass einer von euch sich der Sünde hingibt, dann beschimpft ihn nicht und sagt keine Bittgebete gegen ihn und verflucht ihn nicht, sondern bittet Allah (swt) vielmehr, dass Er (swt) ihn von diesem Leiden befreie und ihm seine Sünde verzeihe und ihm tätige Reue [Tawbah] erleichtere und diese annehme.“

(Aus At-Tawbah von Ibn Abî_d-Dunyâ (rh);
in eigener freier Übersetzung;
für weitere Informationen siehe hier.)


Damit wird uns inbesondere das Verhalten des Gesandten Allahs (sAs) im Falle der Daws auch in seiner Bedeutung für unseren Umgang untereinander erklärt.

Sayyidnâ `Ali ibn Tâlib (ra), der Vetter und Schwiegersohn des Propheten und vierte Rechtgeleitete Kalif, warnt die Muslime bezüglich der gleichen Problematik folgendermaßen:

„Tadelt und rügt eure Geschwister nicht so häufig, denn Tadel und Rüge führen dazu, dass die Menschen gegeneinander Groll, Feindseligkeit und Abneigung entwickeln und schlechtes Benehmen überhand nimmt.“

(Aus Rawdah al-`Aqalâ‘ von Ibn Hibbân (rh);
in eigener freier Übersetzung;
für weitere Informationen siehe hier.)


Damit weist uns dieser erstrangige Sahâbi (ra) auf einen Aspekt der oben zitierten Ayah Al-An`âm 108 hin: Die Rüge eines Mitmenschen, insbesondere in der Öffentlichkeit, hat grundsätzlich die Tendenz, diesen auch zu provozieren, gleichgültig, wie sanft sie formuliert ist. Daher sollte man mit dem Kritisieren seiner Mitmenschen, wenn man den Islam wirklich ernst nimmt, doppelt sparsam verfahren: so selten und so sanft wie möglich. Wenn wir davon ausgehen müssen, dass der Angesprochene auf unser Wort eh nicht angemessen reagieren wird, sollten wir auch einfach schweigen können. Und sowieso ist es untersagt, dass wir den Adressaten durch unsere Wortwahl oder andere Aspekte unserer Intervention unnötig zusätzlich reizen.

Wenn wir einen Muslim kritisch ansprechen, so kann dies ja nur dann sinnvoll sein, wenn wir davon ausgehen, dass er/sie noch lernfähig ist, also das bemängelte Verhalten nicht schon untrennbar zur Person gehört. Letzteres festzustellen ist uns aber untersagt, da dies zum Wissen um das Verborgene (Al-Ghayb) zählt, das sich Allah (swt) vorbehalten hat. Insofern ermahnt uns der große Sahâbi und Asket Abu_d-Dardâ‘ (ra), zwischen Mensch und Verhalten zu trennen und den Täter nicht mit der Tat umstandslos gleichzusetzen:

Eines Tages begegnete Abu_d-Dardâ‘ (ra) einer Gruppe von Muslimen, die einen der ihren, der eine üble Sünde begangen hatte, dafür beschimpften. Der Sahâbi redete sie an und sprach:

„Schaut, wenn ihr ihn in einem Brunnenschacht sitzen fändet, würdet ihr euch dann nicht bemühen, ihn da herauszuholen?“

Und die Leute antworteten: „Aber gewiss doch!“

Abu_d-Dardâ‘ fuhr also fort:

„Ich kann nur seine Tat verabscheuen, was ihn aber angeht: wenn er sie unterlässt, so ist er mein Bruder.“

(Aus Hilyat al-Awliyâ‘ von Abî Na`îm;
in eigener freier Übersetzung;
für weitere Informationen siehe hier.)


Hier sieht man auch, mit welch brüderlicher Haltung dieser Sahâbi an die Frage herangeht: Er ist nicht zuerst empört über die Sünde seines Mitmenschen und Bruders, sondern betrübt, dass dieser seiner Seele Schaden zufügt und sich dadurch in großer Gefahr befindet. Er möchte wenn möglich helfen, statt ihn zu bekämpfen.

Wenn wir uns diese Ratschläge nun vor Augen führen, so wird immer klarer, welche Sünde im groben Reden gegen jene Geschwister besteht, welche wir ggf. als Sünder, ggf. sogar als schwere Sünder wahrnehmen (wobei wir uns auch irren könnten!). Denn häufig genug werden diese infolge grober Rügen von seiten anderer Muslime zu Sünden verschiedenster Art, auch gegen den Islam, provoziert, wie es nicht nur die erwähnte Ayah Al-An`âm 108, sondern auch Sayyidnâ `Ali (ra) erwähnt.

Das von ihm erwähnte schlechte Benehmen geht aber leider heutzutage nicht allzu selten von den Scharia-Hilfspolizisten selber aus. Nicht selten kennen sie sich mit der von ihnen angeblich so heißgeliebten Shari`ah gar nicht weiter aus, und wie durch ein Wunder genau in jenen Regeln am wenigsten, die sie einschränken (würden).

Dazu hat der Sahâbi `Amr ibn al-`Âs (ra) etwas zu sagen:

„Mich verwundert der Muslim, der den Halm im Auge seines Bruders entdeckt, den Baumstamm im eigenen aber übersieht. Der es wie auch immer schafft, die Bosheit seines Bruders aus diesem herauszuholen und bloßzustellen, während er seine eigene Bosheit unangetastet in seinem Inneren verborgen wesen lässt.“

(Verzeichnet in Al-Adab al-Mufrad von Imâm al-Bukhâri (rh),
Hadith Nr. 886, Buch 37 („Kitâb al-Kalâm), Hadith 12,
mit gesunder Überliefererkette nach Al-Albani.
Eigene Übersetzung; für weitere Informationen siehe hier.)


Auch er weist indirekt darauf hin, dass manche Unart, die Menschen als Antwort auf Kritik zeigen, ggf. erst durch diese provoziert wurde, dass häufig Rüge und Tadel die Kritisierten erst dazu veranlasst haben, sich an ihrem Mitmenschen zu versündigen. Wenn man Leute aggressiv angeht, dann erwischt man sie eben allzu häufig nicht bei ihrer guten, sondern ihrer schwachen Seite, denn auf Ansprache, die sie als garstig erleben, antworten die meisten Menschen halt – garstig.

Nicht selten wissen jugendliche und nicht mehr so jugendliche Moralhüter aber auch einfach gar nicht, wann sie etwas angeht und mit welchen Befugnissen sie Allah (swt) überhaupt ausgestattet hat. Von tieferem islamischen Wissen ganz zu schweigen… Da ihnen die Grenzen unbekannt sind, welche Allah (swt) ihnen gegenüber dem Hoheitsbereich bzw. der Privatsphäre ihrer Geschwister gezogen hat, gibt es nicht selten Exzesse gegen deren Ehre wie z.B. das schändliche Bezeichnen einer Muslima als Prostituierte oder Unzüchtige. Hier spätestens haben wir die vom Sahâbi `Amr (ra) erwähnte Umkehrung der Tatsachen vorliegen, dass der schlimmere den kleineren Sünder kritisiert… Möge uns Allah (swt) vor solchen Abirrungen bewahren.

Der berühmte Gelehrte aus der Generation der Tâbi`în (d.h. der ersten Folgegeneration nach den Sahâbah (ra)) Sufyân ath-Thawri (rh) nun erinnert uns in diesem Zusammenhang an ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal von Sünden, nämlich die Frage, ob es sich jeweils einfach um Unrecht gegen die eigene Seele oder solches gegen andere Geschöpfe, insb. Mitmenschen handelt. Er mahnt:

„Wenn du dich vor Allah (swt) für 70 Sünden verantworten musst, deren Unrecht nur zwischen dir und Ihm (swt) ist, so ist dies einfacher für dich, als vor Ihm (swt) Rechenschaft über eine einzige Sünde abzulegen, durch welche du Menschen Unrecht getan hast.“

(Aus Tanbîh al-Ghâfilîn von Abî Layth as-Samarqandi (rh);
eigene Übersetzung; für weitere Informationen siehe hier.)


Alles zusammen nun lässt nicht nur ein Wort des Propheten verstehen, nämlich:

„Wer sagt ‚Sind diese Menschen verdorben!‘, der hat sie erst ins Verderben gestürzt“,

sondern auch die mahnendere (und von Gelehrten für stärker erachtete) Überlieferungsvariante:

„Wer sagt ‚Sind diese Menschen verdorben!‘, der ist der Verdorbenste von ihnen.“

(In freier Übersetzung durch mich; überliefert bei Muslim und Abu Dawud;
für eine ausführliche Bearbeitung mit erklärendem Kommentar durch
Autoritäten des Islamischen Fiqh siehe hier.)


Um den Artikel mit etwas Positivem zu beschließen, zum Schluss nun den Rat von Sayyidna Omar ibn `Abdelaziz (rh) für alle, die sich vorgenommen haben, die Angelegenheiten der Muslime auf globaler Ebene zu verbessern oder sonstwie polizeilich, engagiert oder gar „militant“ (Bernhard Falks Politsprech für „jihadistisch“) unterwegs zu sein:

Den Kalifen Omar ibn `Abdel`aziz (rh) fragte eines Tages sein Sohn `Abdulmalik, warum er nicht alle Gebote des Islams gegen die Muslime mit Regierungsgewalt durchsetze. Ob er die Folgen fürchtete, obwohl es doch nur für die Wahrheit sei, wenn man leiden müsse? Darauf entgegnete ihm sein Vater:

„Denk dir das nicht so einfach, mein Sohn. Selbst Allah (swt) hat zweimal im Qur’ân den Alkohol schwer getadelt und ihn erst beim dritten Mal verboten. Ich fürchte, wenn ich den Menschen den Islam in der Gesamtheit seiner Gebote auf einmal auferlegte, dass sie den Islam und die Gesamtheit seiner Gebote auf einmal ablehnen würden und daraus eine große Fitnah entstehen könnte.“

(Aus Al-`Iqd al-Farîd von Ibn `Abd Rabbih (rh);
in eigener freier Übersetzung;
für weitere Informationen siehe hier.)

 

Weiteres zum Thema:

Ayah Ali `Imran 128 und ihr Offenbarungsanlass

Der Hadith vom Sünder, der Allah und seinen Gesandten liebte

 

Warnhinweis für Kommentatoren:

  1. Trolle sind hier unerwünscht. Egal, unter welchem Vorwand sie trollen.
  2. Keiner hat ein Recht auf Freischaltung seines Kommentars. Ich, Abdussalam, entscheide alleine, was ich freischalte.
  3. Jeder weiß, was er selbst nicht mögen würde, wenn er das an meiner Stelle als Kommentar zu lesen bekäme. Wer so etwas hier einstellt, tut dies auf eigene Gefahr.
  4. Das bisherige gilt auch für den Kommentarbereich zum Beitrag zu diesem Artikel auf Facebook.
  5. Kommentare ohne Salam behalte ich mir vor, nicht freizuschalten, außer solchen, die zeitnah einem Kommentar desselben Nutzers folgen, in denen er den Friedensgruß bereits entboten hat.
  6. Wer sich bei mir Gehör verschaffen will, kann auch gerne einen Leserbrief per Email einsenden. Für die Adresse siehe hier.

 

 

Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman wa-nastagfiru_Llâha wa-natûbu ilayh(i).
Wa-s-Salâm.

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  1. Abdussalam bin Abdillah

    Abdussalam bin Abdillah

    BismiLlâhi_r-Rahmâni_r-Rahîm
    As-Salâmu `alaykum wa-rahmatuLlâh

    Âyât des Edlen Quran und Ahâdîth des Propheten Muhammad (sAs)

    1. Ayah Al-An`âm 108
    2. Offenbarungsanlass von Ayah Âli `Imrân 128
    3. Hadith über das Bittgebet für/gegen Kuffâr
    4. Hadith über die angemessene Antwort auf giftige Grüße
    5. Hadith über den Sünder, der Allah und Seinen Gesandten liebte
    6. Hadith über den Kritiker, der den größten Schaden anrichtet bzw. der Schlimmste ist

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    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      BismiLlâhi_r-Rahmâni_r-Rahîm
      As-Salâmu `alaykum wa-rahmatuLlâh

      Ayah Al-An`âm 108

      وَلَا تَسُبُّوا الَّذِينَ يَدْعُونَ مِنْ دُونِ اللَّهِ فَيَسُبُّوا اللَّهَ عَدْوًا بِغَيْرِ عِلْمٍ ۗ كَذَٰلِكَ زَيَّنَّا لِكُلِّ أُمَّةٍ عَمَلَهُمْ ثُمَّ إِلَىٰ رَبِّهِمْ مَرْجِعُهُمْ فَيُنَبِّئُهُمْ بِمَا كَانُوا يَعْمَلُونَ

      { wa-lâ tasubbû_lladhîna yad3ûna min dûni_Llâhi fa-yasubbû_Llâha 3adwan bi-ghayri 3ilmin kadhâlika zayyannâ li-kulli ummatin a3mâlahum thumma ilâ rabbihim marji3uhum fa-yunabbi’uhum bi-mâ kânû ya3malûn(a) }

      Übersetzung Wort-für-Wort durch mich:
      { wa-lâ /und nicht/ tasubbû /schmäht/ [a]lladhîna /[jene] die/ yad3ûna /[sie] anrufen/ min /von/ dûni /unterhalb/ [A]llâhi /Allahs (swt)/ fa-yasubbû /so [dass sie] schmähen/ [A]llâha /Allah (swt)/ 3adwan /in Übertretung, Überschreitung/ bi-ghayri /mit keinem = ohne/ 3ilmin /Wissen/ kadhâlika /so, auf diese Weise/ zayyannâ /haben [WIR] geschmückt/ li-kulli /jeder, für jede/ ummatin /Ummah, Gemeinschaft/ a3mâlahum /ihre Taten, Werke/ thumma /dann [ist]/ ilâ /zu, in Richtung/ rabbihim /ihres Herrn/ marji3uhum /ihre Rückkehr/ fa-yunnabi’uhum /und [ER] wird sie aufklären, unterrichten / bi-mâ /über was/ kânu /sie waren [gewohnt]/ ya3malûna /arbeiten, tun = zu tun/}

      Freiere Übersetzung durch mich:
      „So schmäht nicht jene, die sie neben Allah (swt) anrufen, damit sie nicht umgekehrt Allah (swt) schmähen, ohne Wissen [um die Hintergründe] übertretend; so haben wir [doch] jeder Gemeinschaft ihre Werke schön erscheinen lassen, dann wird ihre Rückkehr zu ihrem Herrn (swt) sein, Der sie über [die Wahrheit dessen] aufklären wird, was sie zu tun pflegten.“

      Im Internet mit Übersetzungen und Audio z.B. hier und hier zu finden.

      WaLlâhu a`lamu dâ’iman wa-astagfiruLlâha wa-atûbu ilayh. Wa-s-Salâm.

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      BismiLlâhi_r-Rahmâni_r-Rahîm
      As-Salâmu `alaykum wa-rahmatuLlâh

      – Allah (swt) leitet auch schlimmste Islamfeinde recht –

      عَنْ أَنَسٍ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كُسِرَتْ رَبَاعِيَتُهُ يَوْمَ أُحُدٍ وَشُجَّ فِي رَأْسِهِ فَجَعَلَ يَسْلُتُ الدَّمَ عَنْهُ وَيَقُولُ
      „كَيْفَ يُفْلِحُ قَوْمٌ شَجُّوا نَبِيَّهُمْ وَكَسَرُوا رَبَاعِيَتَهُ وَهُوَ يَدْعُوهُمْ إِلَى اللَّهِ“
      فَأَنْزَلَ اللَّهُ عَزَّ وَجَلَّ
      { لَيْسَ لَكَ مِنْ الْأَمْرِ شَيْءٌ أَوْ يَتُوبَ عَلَيْهِمْ أَوْ يُعَذِّبَهُمْ فَإِنَّهُمْ ظَالِمُونَ }

      3an anasin anna_n-nabiyya s°allâ_Llâhu 3alayhi wa-sallama kusirat rabâ3iyatuhû yawma uh°udin wa-shujja fî ra’sihî fa-ja3ala yaslutu_d-dama 3anhû wa-yaqûl(u):
      „kayfa yuflih°u qawmun shajjû nabiyyahum wa-kasarû rabâ3iyatahû wa-huwa yad3ûhum ilâ_Llâh(i)?“
      fa-anzala_Llâhu 3azza wa-jall(a):
      { laysa laka min-a_l-amri shay’un aw yatûba 3alayhim aw yu3addhibahum fa-innahum zhâlimûn(a) }

      Auf Deutsch ungefähr (für eine Übersetzung Wort für Wort s.u.):
      Von Anas ibn Malik (ra), dass des Propheten (sAs) äußerer Schneidezahn am Tag von Uhud abgebrochen wurde und ihm (sAs) auf dem Haupt eine Wunde geschlagen wurde, so dass er das Blut von dieser abwischte und sprach:
      „Wie kann ein Volk je erfolgreich sein, das seinen Propheten [mit dem Schwert] auf den Kopf schlägt und seine Zahn abbricht, während er sie nur zu Allah (swt) ruft?“
      Da sandte Allah (swt) die Ayah {laysa laka min-a_l-amr} herab. [Âli `Imrân 128 / http://tanzil.net/#3:128 / http://tanzil.net/#3:128%5D
      Ungefähre Bedeutung der Ayah:
      „Dir steht nichts von der Entscheidungsgewalt darüber zu, ob ER (swt) sich ihnen wieder verzeihend und Reue erleichternd zuwendet oder sie bestraft, und gewiss sind es Unrechttuende/Unterdrücker.“

      Verzeichnet in
      Sahih Muslim (rh), Hadith Nr. 1791,
      Buch 32 „Kitâb al-Jihâd wa-s-Siyar“, Hadith 127

      Quellen:
      https://abuaminaelias.com/dailyhadithonline/2012/05/05/hadith-on-salvation-only-allah-almighty-decides-who-goes-to-paradise-or-hellfire/

      Alternative Quelle
      https://sunnah.com/muslim/32/127

      Übersetzung Wort für Wort:
      3an (von) anasin (Anas [ibn Mâlik, ra]) anna (dass) [a]n-nabiyya (der Prophet (sAs)) s°allâ (möge beten=segnen) [A]Llâhu 3alayhi (auf) wa-sallama (und möge Frieden/Wohlbehaltenheit geben) kusirat (wurde zerbrochen (fem.)) rabâ3iyatuhû (sein Schneidezahn) yawma (am Tag) uh°udin ([von] Uhud) wa-shujja fî (in=an) ra’sihî (seinem Kopf) fa-ja3ala (und machte/ließ) yaslutu (fließt herunter=herunterfließen) [a]d-dama (das Blut) 3anhû (von ihm) wa-yaqûl(u) (und [er] sagt)
      „kayfa (wie) yuflih°u (wird/soll erfolgreich sein) qawmun (ein Volk) shajjû nabiyyahum (ihren Propheten) wa-kasarû (und zerbrochen haben) rabâ3iyatuhû (seinen Schneidezahn) wa-huwa (und er) yad3ûhum (ruft sie) ilâ (in Richtung/zu) [A]Llâhi
      fa-anzala_Llâhu 3azza wa-jall(a):
      { laysa //nicht ist [es]// laka //für dich// min //von// [a]l-amri //der Angelegenheit/der Entscheidung// shay’un //eine Sache=irgendetwas// aw //[ob] entweder// yatûba // sich [ER(swt)] verzeihend, die Reue erleichternd zuwendet// 3alayhim //auf sie=ihnen// aw //oder// yu3addhibahum //[ER (swt)] sie bestraft// fa-innahum //so [sind] sie gewiss [jetzt]// zhâlimûna //Unrechttuende//}
      [Âli `Imrân 128 / http://tanzil.net/#3:128 / http://tanzil.net/#3:128%5D

      WaLlâhu a`lamu dâ’iman wa-nastagfiruLlâha wa-natûbu ilayh. Wa-s-Salâm.

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      BismiLlâhi_r-Rahmâni_r-Rahîm
      As-Salâmu `alaykum wa-rahmatuLlâh

      – Das Verfluchen von Sündern –

      عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ قَالَ
      قَدِمَ الطُّفَيْلُ وَأَصْحَابُهُ فَقَالُوا
      ‚ يَا رَسُولَ اللَّهِ إِنَّ دَوْسًا قَدْ كَفَرَتْ وَأَبَتْ فَادْعُ اللَّهَ عَلَيْهَا ‚
      فَقِيلَ هَلَكَتْ دَوْسٌ فَقَالَ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ
      “ اللَّهُمَّ اهْدِ دَوْسًا وَائْتِ بِهِمْ “
      ‏وَفِي رِوَايَةٍ أُخْرَى قَالَ
      “ إِنِّي لَمْ أُبْعَثْ لَعَّانًا وَإِنَّمَا بُعِثْتُ رَحْمَةً “

      3an abî hurayrata qâla
      qadima_t-t°ufaylu wa-as°hâbuhû fa-qâlû:
      yâ rasûla_Llâhi inna dawsan qad kafarat wa-abat fa-d3u_Llâha 3alayhâ
      fa-qîla halakat dawsun fa-qâla s°allâ_Llâhu 3alayhi wa-sallam(a):
      „[A]llahumma_hdî dawsan wa-‚ti bihim“

      wa-fî riwâyatin ukhrâ qâl(a):
      „innî lam ub3ath la33ânan wa-innamâ bu3ith.tu rah°ma(tan)“

      Auf Deutsch ungefähr (für eine Übersetzung Wort für Wort s.u.):
      Von Abu Hurayra (ra), der sagte:
      Es kamen Tufayl (ra) und seine Leute und sprachen:
      ‚O Gesandter Allahs, Daws haben wahrlich ihren Kufr [Unglauben bzgl. des Islams] offenbart und sich hochmütig und widerspenstig gezeigt. Rufe also Allah (swt) gegen sie an!‘
      Und die Menschen sagten, dass Daws gewiss untergegangen sei, aber er (sAs) sagte:
      „O Allah, leite die Daws recht und bring sie [in den Islam]!“

      Nach einer anderen Überlieferung sagte er:
      „Wahrlich, ich bin nicht als Verflucher entsandt worden, sondern nur als / aus Barmherzigkeit.“

      Verzeichnet in
      Sahih Bukhari (rh), Hadith Nr. 2937, Buch 56 „Kitâb al-Jihâd…“, Hadith 150,
      Sahih Bukhari (rh), Hadith Nr. 4392, Buch 64 „Kitâb al-Maghâzi“, Hadith 415,
      Sahih Bukhari (rh), Hadith Nr. 6397, Buch 80 „Kitâb ad-Du`ât“, Hadith 92;
      Sahih Muslim (rh), Hadith Nr. 2524, Buch 44 „Fadâ’il as-Sahâbah“, Hadith 279;

      sowie die Überlieferung mit dem alternativen Text in
      Sahih Muslim (rh), Hadith Nr. 2599, Buch 45 „Kitâb al-Birr…“, Hadith 111.

      Quelle:
      https://abuaminaelias.com/dailyhadithonline/2016/04/23/hadith-on-guidance-the-prophet-supplicates-to-guide-the-unbelievers-not-destroy-them/

      Alternative Quellen:
      https://sunnah.com/bukhari/56/150
      https://sunnah.com/bukhari/64/415
      https://sunnah.com/bukhari/80/92
      https://sunnah.com/muslim/44/279

      Für die zweite Überlieferung:
      https://abuaminaelias.com/dailyhadithonline/2011/04/07/the-prophet-is-mercy-to-humanity-not-an-invoker-of-curses/
      bzw.
      https://sunnah.com/muslim/45/111

      Übersetzung Wort für Wort:
      3an (von) abî (Abu/[dem] Vater) hurayrata ([eines] Kätzchens) qâla ([der] sagte)
      yâ rasûla (o Gesandter) [A]Llâhi inna (wahrlich) dawsan ([der Stamm der] Daws) qad (schon) kafarat (ist ungläubig geworden/hat seinen Kufr/Unglauben deutlich gezeigt) wa-abat (und ist widerspenstig und hochmütig gewesen) fa-d3u (so rufe an) [A]Llâha 3alayhâ (auf/gegen sie)
      qâla ([es] sagte) s°allâ (möge beten=segnen) [A]Llâhu 3alayhi (auf) wa-sallama (und möge Frieden/Wohlbehaltenheit geben) :
      [A]llahumma (o Allah) [i]hdî (leite (recht)) dawsan ([die] Daws) wa-‚ti (und komm [=bring zu uns]) bihim (mit ihnen)
      wa-fî (und in/nach) riwâyatin ([einer] Überlieferung) ukhrâ (anderen) qâl(a) (sagte [er (sAS)]):
      innî (wahrlich, ich) lam (nicht [Vergangenheit]) ub3ath (werde=wurde entsandt) la33ânan (als ein Verflucher) wa-innamâ (sondern nur) bu3ith.tu (wurde entsandt) rah°matan ([Akk.=als/aus Barmherzigkeit)

      WaLlâhu a`lamu dâ’iman wa-nastagfiruLlâha wa-natûbu ilayh. Wa-s-Salâm.

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      BismiLlâhi_r-Rahmâni_r-Rahîm
      As-Salâmu `alaykum wa-rahmatuLlâh

      – Korrekte Antwort auf giftige Ansprache –

      عَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا قَالَتْ
      اسْتَأْذَنَ رَهْطٌ مِنْ الْيَهُودِ عَلَى النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالُوا ‚السَّامُ عَلَيْكَ‘
      فَقُلْتُ ‚بَلْ عَلَيْكُمْ السَّامُ وَاللَّعْنَةُ‘ فَقَالَ
      „يَا عَائِشَةُ إِنَّ اللَّهَ رَفِيقٌ يُحِبُّ الرِّفْقَ فِي الْأَمْرِ كُلِّهِ“
      قُلْتُ ‚أَوَلَمْ تَسْمَعْ مَا قَالُوا‘ قَالَ
      „قُلْتُ وَعَلَيْكُمْ“

      وَفِي رِوَايَةٍ أُخْرَى:
      عَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا
      أَنَّ الْيَهُودَ أَتَوُا النَّبِيَّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالُوا ‚السَّامُ عَلَيْكُمْ‘ – قَالَ
      „وَعَلَيْكُمْ‏“‏
      فَقَالَتْ عَائِشَةُ ‚السَّامُ عَلَيْكُمْ وَلَعَنَكُمُ اللَّهُ وَغَضِبَ عَلَيْكُمْ‏’‏ – قَالَ ‏:
      „‏مَهْلاً يَا عَائِشَةُ عَلَيْكِ بِالرِّفْق وَإِيَّاكِ وَالْعُنْفَ وَالْفُحْشَ‏“‏
      قَالَتْ ‚أَوَلَمْ تَسْمَعْ مَا قَالُوا‘ قَالَ:
      ‏“أَوَلَمْ تَسْمَعِي مَا قُلْتُ رَدَدْتُ عَلَيْهِمْ فَيُسْتَجَابُ لِي فِيهِمْ وَلاَ يُسْتَجَابُ لَهُمْ فِيَّ‏“‏

      3an 3â’ishata ra(d°)iya_Llâhu 3anhâ qâlat:
      – ista’dhana raht°un min-a_l-yahûdi 3alâ_n-nabiyyi s°allâ_Llâhu 3alayhi wa-sallama fa-qâlû: ‚as-sâmu 3alayk(a)‘,
      fa-qultu: ‚bal alaykumu_s-sâmu wa-l-la3na(tu)‘, fa-qâla:
      „yâ 3â’ishatu inna_Llâha rafîqun yuh°ibbu_r-rifqa fi-l-amri kullih(î)“
      qultu: ‚a-wa-lam tasma3 mâ qâlû?‘, qâla:
      „qultu wa-3alaykum“ –

      wa-fî riwâyatin ukhrâ:
      3an 3â’ishata ra(d°)iya_Llâhu 3anhâ
      – anna_l-yahûda atû_n-nabbiyya s°allâ_Llâhu 3alayhi wa-sallama fa-qâlû: ‚as-sâmu 3alayk(a)‘, qâla:
      „wa-3alaykum“
      fa-qâlat 3â’ishatu ‚[a]s-sâmu 3alaykum wa-la3anakumu_Llâhu wa-gad°iba 3alaykum‘, fa-qâla rasûlu_Llâh(i):
      „mahlan yâ 3â’ishatu 3alayki bi-r-rifqi wa-iyyâki wa-l-3unfa wa-l-fuh°sh(a)“
      qâlat: ‚a-wa-lam tasma3 mâ qâlû?‘, qâla:
      „a-wa-lam tasma3î mâ qultu? radadtu 3alayhim fa-yustajâbu lî fîhim wa-lâ yustajâbu lahum fiyy(a)“ –

      Auf Deutsch ungefähr (für eine Übersetzung Wort für Wort s.u.):
      Von Sayyidah Aisha (ra), die sagte:
      – Es bat eine Gruppe Juden beim Propheten (sAs) um Zutritt und sagten: ‚Assâmu `alayka‘ [‚Der Tod auf dich!‘]
      Und ich sagte: ‚[Nein] sondern ‚alaykumu_s-sâmu wa-l-la`nah‘ [‚Auf euch sei der Tod und der Fluch (Allahs (swt))]!‘,
      aber er (sAS) sprach:
      „O Aisha, Allah (swt) ist ‚rafîq‘ [der Immer Freundlich-Mild-Sanft-Gütige][und] liebt ‚ar-rifq‘ [die Güte, Freundlichkeit, Sanftheit, Milde] in jeder Sache.“
      Ich [aber] sagte: ‚Hast du etwa nicht gehört, was sie gesagt haben?!‘, und er (sAs) erwiderte:
      „Ich habe [darauf einfach] ‚Wa-`alaykum‘ [‚Und (genauso auf) euch!’/’Und dasselbe für euch’/’Euch ebenfalls!‘] erwidert.“

      Und nach einer anderen Überlieferung:
      Von Sayyidah Aisha (ra),
      – dass eines Tages Juden zum Propheten (sAs) kamen und sagten: ‚Assâmu `alayka‘ [‚Der Tod (komme) auf dich!‘], und er (sAs) sagte:
      „Und auf euch!“
      Und Aisha (ra) sagte: ‚As-sâmu `alaykum!‘ [‚Der Tod (komme) auf euch!‘], und möge euch Allah (swt) verfluchen und euch zürnen!‘,
      aber er (sAS) sprach:
      „O Aisha, dir obliegt ‚ar-rifq‘ [die Güte, Freundlichkeit, Sanftheit, Milde], und hüte dich vor Grobheit und Unanständigkeit [in deiner Rede]!“
      Ich [aber] sagte: ‚Hast du etwa nicht gehört, was sie gesagt haben?!‘, und er (sAs) erwiderte:
      „Hast du etwa nicht gehört, was ich gesagt habe?! Ich habe es ihnen [einfach] zurückgegeben, und meines gegen sie wird [von Allah (swt)] angenommen, und ihres gegen mich wird nicht angenommen.“

      Verzeichnet in
      Sahih Bukhari (rh), Hadith Nr. 6927, Buch 88 „Istitâbatu_l-Murtaddîn“, Hadith 9,
      bzw. die 2. Überlieferung:
      Sahih Bukhari (rh), Hadith Nr. 6401, Buch 80 „“Kitâb ad-Dû`ât““, Hadith 96;
      Sahih Bukhari (rh), Hadith Nr. 6030, Buch 78 „Kitâb al-Adab“, Hadith 60;

      außerdem, mit je abweichendem Text, in:
      Sahih Bukhari (rh), Hadith Nr. 6024, Buch 78 „Kitâb al-Adab“, Hadith 55,
      Sahih Bukhari (rh), Hadithe Nr. 6256/57, Buch 79 „Kitâb al-Isti’dhân“, Hadith 30f.,
      Sahih Bukhari (rh), Hadith Nr. 6395, Buch 80 „Kitâb ad-Dû`ât“, Hadith 90,
      Sahih Muslim (rh), Hadith Nr. 2165, Buch 39 „Kitâb as-Salâm“, Hadith 11,
      Jami` at-Tirmidhi (rh), Hadith Nr. 1603, Buch 21, „Kitâb as-Siyar“, Hadith 66,
      Jami` at-Tirmidhi (rh), Hadith Nr. 2701, Buch 42 „Kitâb al-Isti’dhân…“, Hadith 14,
      Jami` at-Tirmid3alaykumhi (rh), Hadith Nr. 3614, Buch 44 „Tafsîr al-Qur’ân“, Hadith 351,
      Sunan Abi Dawud (rh), Hadith Nr. 5206, Buch 43 „Kitâb al-Adab“, Hadith 434

      Quellen:
      https://abuaminaelias.com/dailyhadithonline/2011/01/16/allah-is-kind-and-loves-kindness/
      bzw.:
      https://sunnah.com/bukhari/88/9
      Und für 2. Überlieferung:
      https://sunnah.com/bukhari/80/96
      https://sunnah.com/bukhari/78/60

      Bzw. für die Textvarianten:
      https://sunnah.com/bukhari/78/55
      https://sunnah.com/bukhari/79/30
      https://sunnah.com/bukhari/79/31
      https://sunnah.com/bukhari/80/90
      https://sunnah.com/muslim/39/11
      https://sunnah.com/tirmidhi/21/66
      https://sunnah.com/tirmidhi/42/14
      https://sunnah.com/urn/680110
      https://sunnah.com/abudawud/43/434

      Übersetzung Wort für Wort:
      3an (von) 3â’ishata (`Â’ishah) ra(d°)iya (möge zufrieden sein) [A]Llâhu 3anhâ (von=mit ihr) qâlat ([die] sagte):
      ista’dhana (um Zugang bat) raht°un (eine Gruppe) min (von) [a]l-yahûdi (den Juden) 3alâ (auf=zu) [a]n-nabiyyi (dem Propheten (sAs)) s°allâ (möge beten=segnen) [A]Llâhu 3alayhi (auf) wa-sallama (und möge Frieden/Wohlbehaltenheit geben) fa-qâlû (und [sie] sagten) as-sâmu (der Tod) 3alayka (auf dich!)
      fa-qultu (und [ich] sagte) bal ([nein] aber/doch) alaykum[-u] (auf euch [sei]) [a]s-sâmu (der Tod) wa-l-la3natu (und der Fluch [Allahs (swt)]) fa-qâla:
      „yâ 3â’ishatu (o `Â’ishah!) inna (wahrlich) [A]Llâha rafîqun ([ist] freundlich, milde, gütig, sanft) yuh°ibbu ([ER] liebt) [a]r-rifqa (die Freundlichkeit, Güte, Sanftheit, Milde) fi-l-amri (in den Dingen) kullihî ([in] ihrer Gesamtheit)
      qultu ([ich] sagte) a-wa-lam (und etwa nicht) tasma3 (hörst=hast gehört [du, mask.]) mâ (was?) qâlû ([sie] gesagt haben) qâla ([er] sagte)
      „qultu ([ich] habe gesagt) wa-3alaykum ([und dasselbe] auf euch!)

      wa-fî (und in/nach) riwâyatin ([einer] Überlieferung) ukhrâ (anderen):
      3an (von) 3â’ishata (`Â’ishah) ra(d°)iya (möge zufrieden sein) [A]Llâhu 3anhâ (von=mit ihr)
      anna (dass) al-yahûda (die Juden) atû (kamen [zu]) [a]n-nabbiyya (dem Propheten (sAs)) s°allâ (möge beten=segnen) [A]Llâhu 3alayhi (auf) wa-sallama (und möge Frieden/Wohlbehaltenheit geben) fa-qâlû (und [sie] sagten) as-sâmu (der Tod) 3alayka (auf dich!)
      qâla ([aber er, sAs] sagte):
      „wa-3alaykum (und [dasselbe] auf euch!)
      fa-qâlat (und sagte) 3â’ishatu (`Â’ishah) as-sâmu (der Tod) ‚3alaykum (auf euch!) wa-la3anakumu (und verfluche euch) [A]Llâhu wa-gad°iba (und zürne) 3alaykum‘ (auf euch=euch) qâla ([und er] sagte)
      „mahlan (gemach!) yâ 3â’ishatu (o `Â’ishah!) 3alayki (auf dir [die Pflicht]) bi-r-rifqi (bzgl. der Milde, Güte, Sanftheit, Freundlichkeit) wa-iyyâki (und Dich [hüte bzgl.]) wa-l-3unfa (und die Schroffheit) wa-l-fuh°sha (und die Unanständigkeit)
      qâlat ([sie] sagte) a-wa-lam (und etwa nicht) tasma3 (hörst=hast gehört [du, mask.]) mâ (was?) qâlû ([sie] gesagt haben) qâla ([er] sagte)
      „a-wa-lam (und etwa nicht) tasma3î (hörst=hast gehört [du, fem.]) mâ (was) qultu ([ich] gesagt habe)? radadtu ([ich] habe erwidert/zurückgegeben) 3alayhim (auf/gegen sie) fa-yustajâbu (und wird angenommen) lî (für mich/meines=zu meinen Gunsten) fîhim (in/auf=gegen sie) wa-lâ (und nicht) yustajâbu (wird angenommen) lahum (für sie/ihres=zu ihren Gunsten) fiyya (in/auf=gegen mich)

      WaLlâhu a`lamu dâ’iman wa-nastagfiruLlâha wa-natûbu ilayh. Wa-s-Salâm

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      BismiLlâhi_r-Rahmâni_r-Rahîm
      As-Salâmu `alaykum wa-rahmatuLlâh

      – Der Sünder, der Allah und Seinen Gesandten liebte –

      عَنْ عُمَرَ بْنِ الْخَطَّابِ أَنَّ
      رَجُلًا عَلَى عَهْدِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كَانَ اسْمُهُ عَبْدَ اللَّهِ وَكَانَ يُلَقَّبُ حِمَارًا وَكَانَ يُضْحِكُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَكَانَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَدْ جَلَدَهُ فِي الشَّرَابِ فَأُتِيَ بِهِ يَوْمًا فَأَمَرَ بِهِ فَجُلِدَ فَقَالَ رَجُلٌ مِنْ الْقَوْمِ
      ‚اللَّهُمَّ الْعَنْهُ مَا أَكْثَرَ مَا يُؤْتَى بِهِ‘ – فَقَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ
      „لَا تَلْعَنُوهُ فَوَاللَّهِ مَا عَلِمْتُ إِنَّهُ يُحِبُّ اللَّهَ وَرَسُولَهُ“

      3an 3umara_bni_l-khatt°âbi
      anna rajulan 3alâ 3ahdi_n-nabiyyi s°allâ_Llâhu 3alayhi wa-sallama kâna_smuhû 3abdu_Llâhi wa-kâna yuqallabu h°imâran wa-kâna yud°h°iku rasûla_Llâhi (s°allâ_Llâhu 3alayhi wa-sallama) wa-kâna_n-nabiyyu (s°allâ_Llâhu 3alayhi wa-sallama) qad jaladahû fî_sh-sharâbi fa-atâ bihî yawman fa-amara bihî fa-julida fa-qâla rajulun min-a_l-qawmi:
      ‚[A]llahumma_l-la3natu mâ akthara mâ yu’tî bihî‘, fa-qâla_n-nabiyyu (s°allâ_Llâhu 3alayhi wa-sallama):
      „lâ tal3anûhu fa-wa-Llâhi mâ 3alimtu innahû yuh°ibbu_Llâha wa-rasûlah(û)“

      Auf Deutsch ungefähr (für eine Übersetzung Wort für Wort s.u.):
      Von Sayyidnâ `Omar ibn Al-Khattâb (ra), über einen Mann zu Zeiten des Propheten (sAs), dessen Name Abdullah war, der aber mit Spatznamen „Himâr“ oder „Esel“ gerufen wurde und der den Gesandten Allahs (sAs) [mit seinen Witzen und Streichen] immer wieder zum Lachen brachte. Der Prophet (sAs) hatte ihn schon für das Trinken [alkoholischer Getränke] schlagen lassen und kam jetzt wieder mit ihm, gab die Anweisung [dazu] und er wurde geschlagen, und ein Mann aus der Menge sprach:
      ‚O Allah, der Fluch [auf ihn]! Wie häufig ist er damit gekommen!‘, und der Prophet (sAs) sagte:
      „Verflucht ihn nicht, denn, bei Allah, nach dem, was ich weiß, liebt er Allah (swt) und Seinen Gesandten (sAs)!“

      Verzeichnet in
      Sahih Bukhari (rh), Hadith Nr. 6780, Buch 86 „Kitâb al-Hudûd“, Hadith 9,

      Quellen:
      https://abuaminaelias.com/dailyhadithonline/2012/11/16/hadith-on-punishment-do-not-curse-him-for-by-allah-he-loves-allah-and-his-messenger/
      bzw.:
      https://sunnah.com/bukhari/86/9

      Übersetzung Wort für Wort:
      3an (von) 3umara (`Omar) [i]bni ([dem] Sohn) [a]l-khatt°âbi ([von] Al-Khattâb)
      anna (dass) rajulan ([ein] Mann) 3alâ (auf=in) 3ahdi (Vertrag/Amtszeit) [a]n-nabiyyi (des Propheten (sAs)) s°allâ (möge beten=segnen) [A]Llâhu 3alayhi (auf) wa-sallama (und möge Frieden/Wohlbehaltenheit geben) kâna (war) [i]smuhû (sein Name) 3abdu_Llâhi (Knecht Allahs=Abdullah) wa-kâna (und war [die Gewohnheit]) yuqallabu ([er] wird [mit Beinamen] gerufen) h°imâran (Esel) wa-kâna (und war [seine Gewohnheit]) yud°h°iku ([er] bringt zum Lachen) rasûla ([den] Gesandten) [A]Llâhi (s°allâ_Llâhu…) wa-kâna (und war=hatte) [a]n-nabiyyu (der Prophet) (s°allâ_Llâhu…) qad (schon) jaladahû (hat ihn geschlagen) fî (in=bzgl.) [a]sh-sharâbi ([des] Trinkens/Getränks) fa-atâ (und [nun] kam [er, sAs]) bihî (mit ihm=diesem) yawman ([eines] Tages) fa-amara (und befahl) bihî (über ihn/bzgl. seiner) fa-julida (und [er] wurde geschlagen) fa-qâla (und sprach) rajulun ([ein] Mann) min (von/aus) [a]l-qawmi (dem Volk/den Leuten)
      ‚[A]llahumma (O Allah) [a]l-la3natu (der Fluch!) mâ (was) akthara (ist mehr?!) mâ ([als] was) yu’tî ([er] kommt) bihî (mit ihm=diesem=dieser Sache) fa-qâla (und sprach) [a]n-nabiyyu (s°allâ_Llâhu…):
      „lâ (nicht) tal3anûhu (flucht) fa-wa-Llâhi (denn bei Allah) mâ (was) 3alimtu ([ich] weiß) innahû (er gewiß) yuh°ibbu (liebt) [A]Llâha wa-rasûlah(û) (und Seinen Gesandten)

      WaLlâhu a`lamu dâ’iman wa-nastagfiruLlâha wa-natûbu ilayh. Wa-s-Salâm.

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      BismiLlâhi_r-Rahmâni_r-Rahîm
      As-Salâmu `alaykum wa-rahmatuLlâh

      – Wenn der „Moralapostel“ der schlimmste ist… –

      عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم قَالَ
      “ إِذَا قَالَ الرَّجُلُ هَلَكَ النَّاسُ ‏ فَهُوَ أَهْلَكُهُمْ “
      ‏وَفِي رِوَايَةٍ أُخْرَى:
      “ إِذَا قَالَ الرَّجُلُ هَلَكَ النَّاسُ ‏ فَهُوَ أَهْلَكَهُمْ “

      3an abî hurayrata anna rasûla_Llâhi s°allâ_Llâhu 3alayhi wa-sallama qâla:
      “ idhâ qâla_r-rajulu halaka_n-nâsu fa-huwa ahlakuhum “
      Wa-fî riwâyatin ukhrâ:
      “ idhâ qâla_r-rajulu halaka_n-nâsu fa-huwa ahlakahum “

      Auf Deutsch ungefähr (für eine Übersetzung Wort für Wort s.u.):
      Von Abu Hurayra (ra), dass der Gesandte Allahs (sAs) gesagt habe:
      “ Wenn einer sagt: ‚Die Menschen sind [ganz und gar] verdorben‘, so ist er der Verdorbenste von allen.“

      Und in einer anderen Variante wird es so überliefert [s.u. auch Anm.1]:
      “ Wenn einer sagt: ‚Die Menschen sind [ganz und gar] verdorben‘, so hat er sie damit ins Verderben gestürzt.“

      Verzeichnet in
      Sahih Muslim (rh), Hadith Nr. 2623, Buch 45 „Kitâb al-Birr…“, Hadith 180/181,
      sowie:
      Sunan Abi Dawud (rh), Hadith Nr. 4983, Buch 43 „Kitâb al-Adab“ , Hadith 211.

      Quelle:
      https://abuaminaelias.com/dailyhadithonline/2011/05/26/he-who-condemns-people-is-in-reality-the-most-condemned-of-them/

      Alternative Quellen:
      https://sunnah.com/muslim/45/180
      https://sunnah.com/muslim/45/181
      und:
      https://sunnah.com/abudawud/43/211

      Anm.:
      1.) Der arabische Begriff „an-nâs(u)“, d.h. „Menschen, Leute“, bezeichnet vorderhand die Menschen der Bezugsgruppe. D.h. es kann sich um die Muslime, die Menschen eines Landes, aber auch die Weltbevölkerung handeln, d.h. immer die jeweilige Gruppe, die der Sprecher meint. Sie dazu auch die Erläuterungen in Anm. 3. u. 4.

      2.) Im Arabischen kann das Wort „ahlakuhum“, d.h. etwa „der Verdorbenste von ihnen“, auch zu „ahlakahum“, d.h. „hat sie ins Verderben gestürzt“ vokalisiert werden. Beide Versionen werden in der arabischen Konsonantenschrift gleich geschrieben. Ein Überlieferer gibt nun an, dass beide Varianten hier möglich seien. Nach Imam Nawawi in „Sharh Sahih Muslim“, seinem Kommentar zum Sahih Muslim, ist jedoch „ahlakahum“, also hier oben die erste Übersetung das wahrscheinlichere. Siehe dazu auch: http://www.ahlalhdeeth.com/vb/showthread.php?t=111004

      3.) Bei Abi Dawud (rh) ist ein erhellender Kommentar von Imam Malik (rh) verzeichnet:

      قَالَ أَبُو دَاوُدَ قَالَ مَالِكٌ
      ‚ إِذَا قَالَ ذَلِكَ تَحَزُّنًا لِمَا يَرَى فِي النَّاسِ – يَعْنِي فِي أَمْرِ دِينِهِمْ – فَلاَ أَرَى بِهِ بَأْسًا وَإِذَا قَالَ ذَلِكَ عُجْبًا بِنَفْسِهِ وَتَصَاغُرًا لِلنَّاسِ فَهُوَ الْمَكْرُوهُ الَّذِي نُهِيَ عَنْهُ ‏.

      – Abu Dawûd sagt, dass Imâm Mâlik ibn Anas (ra) gesagt hab: ‚Wenn er dies aus Trauer darüber sagt, was er bei den Menschen [an Problemen] sieht, d.h. was die Angelegenheiten ihrer Religion betrifft, so sehe ich darin nichts kritikwürdiges. Wenn er dieses jedoch aus Selbstgefälligkeit und zur Herabsetzung der Menschen sagt, so ist das Verabscheuenswürdige, das [in diesem Hadith] untersagt worden ist.‘ –

      4.) Lt. der Quelle kommentiert Imâm An-Nawawi (rh) den Hadith in seinem Kommentarwerk „Sharh Sahîh Muslim“ („Erklärung zum Sahih Muslim“) u.a. so:

      قال النووي وَاتَّفَقَ الْعُلَمَاءُ عَلَى أَنَّ هَذَا الذَّمَّ إِنَّمَا هُوَ فِيمَنْ قَالَهُ عَلَى سَبِيلِ الْإِزْرَاءِ عَلَى النَّاسِ وَاحْتِقَارِهِمْ وَتَفْضِيلِ نَفْسِهِ عَلَيْهِمْ وَتَقْبِيحِ أَحْوَالِهِمْ لِأَنَّهُ لَا يَعْلَمُ سِرَّ اللَّهِ فِي خَلْقِهِ

      – Nawawi sagte und die Autoritäten [islamischer Gelehrsamkeit] waren sich darin einig, dass diese Verurteilung nur für den gilt, der es aus zum Zwecke der Herabsetzung und Geringschätzung der Menschen sagt, und um sich [in religiös-sittlicher Hinsicht] als vorzüglicher als sie und [gleichzeitig] ihre Verfassung als abscheulich darzustellen. Denn er kennt nicht das verborgene Wissen Allahs (swt) über Seine Schöpfung [d.h. auch über das Innere der Menschen etc.] –

      Übersetzung Wort für Wort:
      3an (von) abî (Abu/[dem] Vater) hurayrata ([eines] Kätzchens) anna (dass) rasûla (der Gesandte) [A]Llâhi s°allâ (möge beten=segnen) [A]Llâhu 3alayhi (auf) wa-sallama (und möge Frieden/Wohlbehaltenheit geben) qâla (gesagt habe):
      idhâ (wenn) qâla (sagt/gesagt hat) [a]r-rajulu (der Mann) halaka (verdorben sind) [a]n-nâsu (die Menschen) fa-huwa (dann [ist] er) ahlakuhum (ihr verdorbenster bzw. der verdorbenste von ihnen)
      wa-fî (und in) riwâyatin ([einer] Überlieferung) ukhrâ (anderen):
      idhâ (wenn) qâla (sagt/gesagt hat) [a]r-rajulu (der Mann) halaka (verdorben sind) [a]n-nâsu (die Menschen) fa-huwa (dann er) ahlakahum (hat sie verdorben/ins Verderben gestürzt)

      WaLlâhu a`lamu dâ’iman wa-nastagfiruLlâha wa-natûbu ilayh. Wa-s-Salâm.

  2. Abdussalam bin Abdillah

    Abdussalam bin Abdillah

    BismiLlâhi_r-Rahmâni_r-Rahîm
    As-Salâmu `alaykum wa-rahmatuLlâh

    Aussagen von Sahâbah und Salaf

    1. Abdullah ibn Mas`ûd (ra) gegen das Beschimpfen von Sündern
    2. Sayyidnâ Ali ibn Talib (ra) gegen das häufige Tadeln
    3. Abu_d-Dardâ‘ (ra) gegen das Ausschimpfen von Sündern
    4. `Amr ibn Al-`Âs (ra) über den Baumstamm im Auge von Moralpolizisten
    5. Sufyan ath-Thawri (rh) über die Gewaltigkeit von Sünden gegen Menschen
    6. Omar ibn Abdelaziz (rh) gegen Hauruck-Methoden bei der Umsetzung der Shari`ah

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    • Abdussalam bin Abdillah

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      BismiLlâhi_r-Rahmâni_r-Rahîm
      As-Salâmu `alaykum wa-rahmatuLlâh

      Abdullah ibn Mas`ûd (ra):
      — Für die Sünder bitten statt zu tadeln —

      عَنْ أَبِي عُبَيْدَةَ عَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رضي الله عنه قَالَ
      إِذَا رَأَيْتُمُ الرَّجُلَ مِنْكُمْ قَارَفَ ذَنْبًا فَلا تَدْعُوا اللَّهَ عَلَيْهِ وَلَا تَسُبُّوهُ وَلَكِنِ ادْعُوا اللَّهَ أَنْ يُعَافِيَهُ وَأَنْ يَتُوبَ عَلَيْهِ فَإِنَّا كُنَّا إِذَا رَأَيْنَا الرَّجُلَ خُتِمَ لَهُ بِخَيْرٍ رَجَوْنَا لَهُ وَإِذَا خُتِمَ لَهُ بِشَرٍّ خِفْنَا عَلَيْهِ

      Von Abi `Abîdah, von Abdullah ibn Mas`ûd (ra), der gesagt habe:
      „Wenn ihr seht, dass einer von euch sich einer Sünde hingibt, dann ruft nicht Allah (swt) gegen ihn an und beschimpft ihn nicht, sondern bittet Allah (swt), dass ER ihn davon befreie und dass ER ihm dies verzeihe und die Reue erleichtere. Denn wahrlich, wenn wir einen gesehen haben, der sein Leben auf Gutem [an Taten] beschlossen hat, so hofften wir für ihn [Gutes], und wenn er sein Leben auf Schlechtem beschloss, so fürchteten wir um ihn.“

      Aus At-Tawbah von Ibn Abî_d-Dunyâ (rh)
      Zitiert nach:
      https://abuaminaelias.com/dailyhadithonline/2017/10/22/ibn-masud-on-sincerity-ask-allah-to-guide-sinners-not-curse-them/

      WaLlâhu a`lamu dâ’iman wa-nastagfiruLlâha wa-natûbu ilayh. Wa-s-Salâm.

    • Abdussalam bin Abdillah

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      As-Salâmu `alaykum wa-rahmatuLlâh

      Sayyidna Ali ibn Talib (ra):
      — Nicht soviel tadeln —

      عَنْ أَبِي السَّائِبِ قَالَ قَالَ عَلِيُّ بْنُ أَبِي طَالِبٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ لا تُكْثِرِ الْعِتَابَ فَإِنَّ الْعِتَابَ يُورِثُ الضَّغِينَةَ وَالْبَغْضَةَ وَكَثْرَتُهُ مِنْ سُوءِ الأَدَبِ

      Von Abi_s-Sâ’ib, der sagte, dass Ali ibn Talib (ra) gesagt habe:
      „Übt euch nicht in zu häufigem Tadeln, den das Tadeln führt zu Groll und Hass und einer Menge schlechten Verhaltens.“

      Aus Rawdah al-`Aqalâ‘ von Ibn Hibbân (rh)
      Zitiert nach:
      https://abuaminaelias.com/dailyhadithonline/2013/05/29/ali-on-hatred-do-not-rebuke-people-so-much-that-it-leads-to-hate-and-anger/

      WaLlâhu a`lamu dâ’iman wa-nastagfiruLlâha wa-natûbu ilayh. Wa-s-Salâm.

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      As-Salâmu `alaykum wa-rahmatuLlâh

      Abu ad-Dardâ‘ (ra):
      — Zwischen Taten und Person trennen —

      عَنْ أَبِي قِلابَةَ أَنَّ أَبَا الدَّرْدَاءِ رضى اللَّهُ تَعَالَى عَنْهُ مَرَّ عَلَى رَجُلٍ قَدْ أَصَابَ ذَنْبًا فَكَانُوا يَسُبُّونَهُ فَقَالَ
      „أَرَأَيْتُمْ لَوْ وَجَدْتُمُوهُ فِي قَلِيبٍ أَلَمْ تَكُونُوا مُسْتَخْرِجِيهِ“
      قَالُوا ‚نَعَمْ‘ قَالَ
      „فَلا تَسُبُّوا أَخَاكُمْ وَاحْمَدُوا اللَّهَ الَّذِي عَافَاكُمْ“
      قَالُوا ‚أَفَلا تُبْغِضُهُ‘ قَالَ
      „إِنَّمَا أُبْغِضُ عَمَلَهُ فَإِذَا تَرَكَهُ فَهُوَ أَخِي“

      Von Abi Qilâbah, dass Abu-d-Dardâ‘ (ra) eines Tages an einem Mann vorbeilief, der eine [schwere] Sünde begangen hatte und den [die Menschen dafür] beschimpften. Da sagte er (ra):
      „Was meint ihr, wenn ihr in einem [tiefen] Brunnen [sitzen] fändet, würdet ihr dann nicht ihn herauszubringen suchen?“
      Und sie sagten: „Gewiss“, und er (ra) erwiderte:
      „Ich hasse nur seine Tat, wenn er sie aber lässt, so ist er mein Bruder.“

      Aus Hilyat al-Awliyâ‘ von Abî Na`îm (rh)
      Zitiert nach:
      https://abuaminaelias.com/dailyhadithonline/2012/07/23/abu-darda-hate-his-sinful-deeds-but-do-not-harm-or-abuse-your-brother/

      WaLlâhu a`lamu dâ’iman wa-nastagfiruLlâha wa-natûbu ilayh. Wa-s-Salâm.

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      As-Salâmu `alaykum wa-rahmatuLlâh

      `Amr ibn Al-`Âs (ra):
      — Balken im eigenen Auge, aber…–

      عن علي بن رباح عَنْ عَمْرِو بْنِ الْعَاصِ رضي الله عنه قَالَ
      عَجِبْتُ مِنَ الرَّجُلِ يَفِرُّ مِنَ الْقَدَرِ وَهُوَ مُوَاقِعُهُ وَيَرَى الْقَذَاةَ فِي عَيْنِ أَخِيهِ وَيَدَعُ الْجِذْعَ فِي عَيْنِهِ وَيُخْرِجُ الضَّغْنَ مِنْ نَفْسِ أَخِيهِ وَيَدَعُ الضَّغْنَ فِي نَفْسِهِ وَمَا وَضَعْتُ سِرِّي عِنْدَ أَحَدٍ فَلُمْتُهُ عَلَى إِفْشَائِهِ، وَكَيْفَ أَلُومُهُ وَقَدْ ضِقْتُ بِهِ ذَرْعًا‏؟‏‏“

      Von Ali ibn Rabâh, von `Amr ibn Al-`Âs (ra), der gesagt habe:
      „Ich bin angesichts des Mannes verwundert, der vor der Bestimmung [Allahs (swt) für ihn] flieht und sie zugleich bekämpft. Der den Span im Auge seines Bruders sieht und den Baumstamm im eigenen [dafür unbeachtet] lässt. Der Groll und Bosheit aus dem Inneren seines Bruders herausholt [und sichtbar macht], diese aber in seinem Inneren [verborgen und unverändert] lässt. Und ich habe nie jemand ein Geheimnis anvertraut und ihn dann für dessen Weiterverbreitung getadelt, denn wie sollte ich ihn tadeln, wenn ich ihn doch [offensichtlich durch Überforderung] bedrückt habe?“

      Verzeichnet in Al-Adab al-Mufrad von Imâm al-Bukhâri (rh),
      Hadith Nr. 886, Buch 37 („Kitâb al-Kalâm), Hadith 12,
      mit gesunder Überliefererkette nach Al-Albani, lt.d.Quelle.

      Quelle:
      https://sunnah.com/adab/37/12
      bzw. für den ersten Teil:
      https://abuaminaelias.com/dailyhadithonline/2017/07/16/amr-on-hypocrisy-he-sees-a-speck-in-anothers-eye-but-not-a-log-in-his-own/

      WaLlâhu a`lamu dâ’iman wa-nastagfiruLlâha wa-natûbu ilayh. Wa-s-Salâm.

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      Sufyan ath-Thawri (rh):
      — Sünden gegen Menschen wiegen schwerer —

      عن السمرقندي وَعَنْ سُفْيَانَ الثَّوْرِيِّ رَحْمَةُ اللَّهِ تَعَالَى عَلَيْهِ أَنَّهُ قَال
      „إِنْ لَقِيتَ اللَّهَ تَعَالَى بِسَبْعِينَ ذَنْبًا فِيمَا بَيْنَكَ وَبَيْنَ اللَّهِ تَعَالَى أَهْوَنُ عَلَيْكَ مِنْ أَنْ تَلْقَاهُ بِذَنْبٍ وَاحِدٍ فِيمَا بَيْنَكَ وَبَيْنَ الْعِبَادِ

      Von As-Samarqandi und von Sufyân ath-Thawri (rh) selbst, dass dieser gesagt habe:
      „Wenn du vor Allah (swt) mit 70 Sünden in Dingen, die zwischen dir und IHM sind, trittst, so ist dies leichter für dich, als dass du vor IHM mit einer einzigen Sünde in einer Sache stehst, die zwischen dir und [einem] Seiner/n Diener/n [d.h. Mensch(en)] ist.“

      Aus Tanbîh al-Ghâfilîn von Abî Layth as-Samarqandi (rh)
      Zitiert nach:
      https://abuaminaelias.com/dailyhadithonline/2017/07/23/sufyan-on-sins-to-sin-against-people-is-more-severe-to-allah/

      WaLlâhu a`lamu dâ’iman wa-nastagfiruLlâha wa-natûbu ilayh. Wa-s-Salâm.

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      Omar ibn Abdelaziz (rh):
      — Nicht alles auf einmal verbessern wollen —

      عَنْ ابْنِ عَبْدِ رَبِّهِ قَالَ عَبْدُ الْمَلِكِ بْنُ عُمَرَ بْنِ عَبْدِ الْعَزِيزِ لِأَبِيهِ
      ‚يَا أَبَتَ مَا لَكَ لَا تُنَفِّذُ الْأُمُورَ فَوَاللَّهِ مَا أبَالِي لَو أَنَّ الْقُدُورَ غَلَّتْ بِي وَبِكَ ‏فِي الْحَقِّ‘
      قَالَ لَهُ عُمَرُ
      „لَا تَجْعَل يَا بُنَيَّ فَإِنَّ اللَّهَ ذَمَّ الْخَمْرَ فِي الْقُرْآنِ مَرَّتَينِ وَحَرَّمَها فِي الثَّالِثَةِ وَأَنَا أَخَافُ أَنْ أُحَمِِّلَ الْحَقََّ عَلىَ النَّاسِ جُمْلَةً فَيَدْفَعُونَهُ جُمْلَةً ويَكُونَ مِنْ ذَلِكَ فِتْنَةٌ“

      Auf Deutsch ungefähr (für eine Übersetzung Wort für Wort s.u.):
      Von Ibn Abd Rabbih, dass Abdulmalik ibn Omar ibn Abdelaziz zu seinem Vater [Omar ibn Abdelaziz (ra)] sagte:
      ‚Was ist Dir, o Vater, dass Du nicht die Gebote [Allahs (swt)] umsetzt, denn bei Allah (swt), mir es ganz gleich, ob dir und mir alles um die Ohren fliegt, wenn es nur für die Wahrheit ist.‘
      Omar (rh) sprach zu ihm:
      „Stelle [Dir die Sache] nicht [so] vor, mein Sohn, denn gewiss hat Allah (swt) das Berauschende zweimal im Qur’ân gerügt und erst beim dritten Mal [komplett] verboten, und ich fürchte, wenn ich den Menschen den Islam [wörtl.: die Wahrheit] in seiner Gesamtheit auferlege, dass sie dann den Islam in seiner Gesamtheit ablehnen werden und dass daraus eine [große] Fitnah entstehen könnte.“

      Aus Al-`Iqd al-Farîd von Ibn `Abd Rabbih (rh)
      Zitiert nach:
      https://abuaminaelias.com/dailyhadithonline/2015/12/12/umar-ii-on-gradualism-if-i-force-everyone-to-follow-the-truth-completely-they-will-reject-it-completely/

      WaLlâhu a`lamu dâ’iman wa-nastagfiruLlâha wa-natûbu ilayh. Wa-s-Salâm.

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