Zeitgenössischer Antisemitismus unter den Muslimen

22 Kommentare

Ich habe mir schon lange Gedanken darüber gemacht, einen Artikel zum Thema „Antisemitismus unter Muslimen“, zu schreiben. Wenn wir uns Gedanken über „den Orient“ machen und seine Geschichte studieren, gehört die Epoche der muslimischen Herrschaft über Al-Andalus, insbesondere für die europäischen Muslime, zu einem wichtigen Teil unserer Kulturgeschichte. Wir projizieren ein Geschichtsbild der Harmonie zwischen den drei Weltreligionen und einer umfassenden Blüte von Kultur und Wissenschaft. In gleichem Atemzug loben wir das Osmanische Reich, für die Aufnahme von hundertausenden von Juden, die im Zuge der „Reconquista“ aus Andalusien vertrieben wurden. Während wir also auf der einen Seite die Toleranz unserer „Großväter“ loben, verbreitet sich unter den zeitgenössischen Muslimen, das moderne Phänomen des Antisemitismus.

Wenn sich einige Muslime Gedanken über die Rückständigkeit der islamischen Welt machen („Die Juden tragen die Schuld für den Untergang des Osmanischen Reichs“),  die ungerechten Herrscher verurteilen („Dieser Taghut hat bestimmt jüdische Vorfahren“), oder es alltägliche Probleme zu bewältigen gilt („Guck, mal das gehört alles den Juden“), sehen wir, dass für jedes Problem der imaginäre „Jude“ Verantwortung trägt.

Ich erinnere mich noch, als ich das erste Mal mit dem „Antisemitismus“ zu tun bekam: Ich hatte erst einige Monate vorher angefangen den Islam zu praktizieren und saß mit einigen Brüdern in einem Restaurant. Wir diskutierten über die Ungerechtigkeiten, die der israelische Staat den Palästinensern antut. Im Zuge der Diskussion leugnete ein afghanischstämmiger Bruder plötzlich den Holocaust. Damals hatte ich bereits einige Bücher über den Holocaust gelesen.

Ich hatte mich auch mit der Literatur der „Holocaustleugner“ auseinandergesetzt, die auf einer muslimischen Internetpräsenz in Skandinavien zur Verfügung gestellt wurden. Schon damals fand ich die „Argumente“ der Holocaustleugner extrem sonderbar. Auf meine Frage, wie er auf die Idee kommt, dass es den Holocaust nicht gegeben habe, sagte er mir:

“Glaub mir, es sind keine sechs Millionen Juden umgekommen, sondern nur drei Millionen!“

„Und? Inwiefern hat die Opferzahl eine Bedeutung für die juristische Beurteilung dieses Verbrechens?“

„Guck doch mal, sie Übertreiben es mit den Opferzahlen“

„Nehmen wir mal an du hast recht. Das ändert nichts an der juristischen Beurteilung, oder?“

Ich wollte damals keine lange und nervenaufreibende Diskussion mit ihm führen. Deswegen beließ ich es beim Wesentlichen. Ich empfahl ihm noch einige Bücher (u.a. von Hilberg, Friedländer und Benz).

Seit diesem Tag bin ich immer mal wieder mit antisemitischen Aussagen in Konflikt geraten.

Ein Beispiel:

„Guck mal Bruder, diese Häuser hier gehören alle einem Juden“ (Er wollte damit suggerieren das alles in der Hand eines Juden ist, um „uns“ zu kontrollieren, zu beherrschen etc.)

„Und? Dann sei doch erfolgreich und kauf ihm die Häuser ab. Worin liegt das Problem?“

Meine Einwände wurden oft verwundert wahrgenommen. Das lag wahrscheinlich daran, dass sie solch einen Widerspruch nicht oft zu hören bekamen.

Den Anreiz diesen Artikel zu schreiben, bekam ich gestern, als ein deutschstämmiger Muslim (ehemaliger NPDler), mich darauf hinwies und dazu ermunterte dieses Thema zu behandeln. Wir hatten uns via „Telegram“ über einen Ausschnitt eines muslimischen Predigers unterhalten, der diese antisemitischen Verschwörungstheorien wieder einmal bedient hatte. Er behauptete, dass fünf Juden, die er namentlich aufzählte, für den Untergang des Osmanischen Reichs verantwortlich seien.

Wenn wir uns mit antisemitischen Verschwörungstheorien auseinandersetzen, dann haben diese alle unterschiedliche Ursachen: Zum einen neigen einige Muslime dazu, alle Probleme den Juden in die Schuhe zu schieben. Egal ob es persönliche Probleme sind, oder die Probleme in der islamischen Welt. Immer ist „der Jude“ Schuld.

Es findet keine Selbstkritik, keine wahrhaftige Reflexion der Ursachen, keine Bewältigungsstrategie und keine Selbstreflexion des Einzelnen statt.

Wenn wir Muslime es nicht schaffen, uns von rassistischen und verschwörungstheoretischen Deutungen der Geschichte – oder innerhalb der zeitgenössischen Politik – zu distanzieren, dann sehe ich für die Ummah schwarz! Wir müssen auf einer wissenschaftlichen und analytischen Art und Weise, die persönlichen und allgemeinen Probleme beschreiben. Dazu müssen Strategien entwickelt werden. Sollten wir das nicht schaffen, müssen wir uns auch nicht über den degenerierten Zustand unserer Gemeinschaft wundern.

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22 Antworten auf “Zeitgenössischer Antisemitismus unter den Muslimen”

  1. Muhammad Ibn Maimoun

    السلام عليكم

    Guter und wichtiger Artikel – Schlüsselstelle:

    Es findet keine Selbstkritik, keine wahrhaftige Reflexion der Ursachen, keine Bewältigungsstrategien und keine Selbstreflexion des Einzelnen statt.

    Passend dazu der bekannte Hadith: „Wer Gutes vorfindet, der lobe Gott, und wer etwas anderes vorfindet, soll bloß niemanden anderes tadeln als sich selbst.“

    (Das schließt natürlich nicht aus, dass das „andere“ über den Weg irdischer Faktoren oder menschlicher Akteure zu einem gelangt, egal zu welcher Gruppe diese gehören.)

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    • In jeder Propaganda - auch in Verschwörungstheorien - steckt ein Körnchen Wahrheit!

      Das schließt auch nicht aus, die Verantwortung der entsprechenden Personen an zu erkennen.
      Zum Thema: Selbstverständlich fand das Leben in Andalusien nicht immer – wie auch sonst – reibungslos zwischen den Religionen statt, auch dort waren Juden schon mitunter subversiv tätig. Ähnlich wie später beim Zusammenbruch des osmanischen Reichs als jüdische Individuen in Zusammenarbeit mit dem Ausland und der Freimaurerei den Zusammenbruch dessen bewerkstelligt haben. Deswegen tendiere ich zu der Ansicht, dass es ein Fehler gewesen ist, die Juden damals auf zu nehmen. Zweifellos gehören auch heute noch die jüdischen Pseudo-Konvertiten in der Türkei zu der Oberschicht, die insbesondere seit jeher den Kemalismus mit getragen hat.
      Kurzum: Ja, krankhafter Verschwörungswahn muss aufhören, deshalb muss ich jetzt aber nicht die massiven Probleme und schädlichen Einflüsse, die Juden in vielerlei Hinsicht verursachen, vollständig leugnen, oder zum Philosemiten werden oder Al Walaa wal Baraa leugnen.

    • Mohammed Isa

      Mohammed Isa

      Die Behauptung das „jüdische Individuen in Zusammenarbeit mit dem Ausland und der Freimaurerei den Zusammenbruch“ des Osmanischen Reichs bewerkstelligt hätten bedarf eines Beweises. Dabei muss der Beweis so angeführt werden das es einzig und allein deshalb geschah weil die Person jüdisch sei ohne den historischen, politischen, gesellschaftlichen etc. Zusammenhang anzuführen. Denn wenn damit gemeint ist das bestimmte jüdische Individuen, aufgrund ihres Wunsches eines jüdischen Staats in Palästina, den Untergang des Osm. Reichs vorangetrieben haben dann stimmt dies sicherlich. Genauso haben arabische, armenische, griechische etc. Individuen mit dem Ausland kooperiert um ihren eigenen Nationalstaat auf osmanischem Territorium zu gründen.

  2. Ben Adam

    السلام عليكم ورحمة الله وبركاته

    Die Verschwörungstheoretiker sollten sich mal Gedanken über Sure 3:55 machen, wo Gott der Erhabene Jesus (s) verspricht, jene die an ihm glauben und ihm folgen über die Entkennenden zu stellen.

    Denken wir mal kurz nach: Wer hat Jesus (s) nicht als Prophet Gottes akzeptiert?
    Genau: Die Juden! Dieser Vers widerlegt also den fraglichen Mythos des Weltjudentums.

    Die Ummah ist aber schwach, man würde also sich fragen,wo ihre Überlegenheit denn heute zu sehen ist.

    Gott weiß es hier besser, aber es könnte einfach damit zu tun haben, dass viele der heutigen „Ummah“ gar nicht zu den wahren Gläubigen von Gottes Versprechung gehören.

    Siehe auch:
    http://icraa.org/qurans-prophecy-about-the-jews-and-the-followers-of-christ/
    (Stimme nicht damit überein, die Christen dazuzuzählen. Schon gar nicht die säkular gesinnten Juden/Christen der Moderne.)

    P.S.: Mit Überlegenheit ist keineswegs die Versklavung und Unterjochung der Juden und anderer gemeint, sondern eine solidarische, unabhängige und starke Glaubensgemeinschaft in Form eines Staates/Königreichs etc. im Gegensatz zu dieser Gruppe.

    Konstruktive Kritik ist willkommen.

    الله اعلم

    Antworten
  3. In jeder Propaganda - auch in Verschwörungstheorien - steckt ein Körnchen Wahrheit!

    Warum wurde mein Kommentar nicht veröffentlicht?

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    • Mohammed Isa

      Mohammed Isa

      1) Manchmal braucht es Zeit bis Kommentare freigeschaltet werden. Jeder von uns hat ein Privatleben.
      2) Welcher Kommentar freigeschaltet wird obliegt einzig und allein dem Autor. Kein zweiter Autor oder Kommentator hat ein Recht darauf das seine Bemerkung veröffentlicht wird.

  4. Yahya Jens Ranft

    Yahya Jens Ranft

    Ein wichtiges Thema. Gern mehr davon.

    Antworten
  5. Jeylani

    Na ja, der Koran selbst spricht an manchen Stellen nicht gerade schmeichelhaft von Juden:

    Und ganz gewiß wirst du sie als die gierigsten Menschen nach Leben finden, sogar mehr (noch) als diejenigen, die (Allah etwas) beigesellen. (Manch) einer von ihnen möchte gern tausend Jahre am Leben bleiben, (2. 96)

    Dann die Geschichte mit Isa a.s.

    Das Töten von Propheten.

    Was viele nicht wissen:

    It is related that ‘A’isha said, “The Prophet, may Allah bless him and grant him peace, used to say in his illness from which he died, ‘O ‘A’isha, I still feel the pain of the food which I ate at Khaybar and now I feel as if my aorta is being severed by that poison.‘

    Und wer brachte dieses vergiftete Essen?

    Zeynab bint Al-Harith, eine jüdische Frau.

    Versteht mich nicht falsch, ich halte nichts vom Antisemitismus westlicher Art.

    Unser Umgang mit Juden und Christen ist klar definiert und hängt auch immer von Einzelfall ab.

    Aber bitte nun nicht auch in dieser Hinsicht eine Verwässerung Richtung Wir-haben-uns-alle-lieb.

    Es scheint, als würde der Aufenthalt in Europa langsam merkwürdige Früchte tragen …

    Gerade in der rechten Regierung Israels sitzen einige der größten Islamhasser auf diesem Planeten.

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/israel/11368360/Avigdor-Lieberman-urges-supporters-to-distribute-copies-of-Charlie-Hebdo.html

    Antworten
    • Mohammed Isa

      Mohammed Isa

      1) Niemand behauptet das wir alle wie die Hippies in einer kulturmarxistischen Gesellschaft zusammenleben werden. Der Antisemitismus ist ein modernes Phänomen. Es hat rassistische, verschwörungstheoretische etc. Tendenzen die es so in der islamischen Welt nicht gab. Er ist klar und deutlich abzulehnen.
      2) Die Islamophobie und Araberphobie in der jüdischen Gesellschaft sind genauso vorhanden wie der Antisemitismus in der muslimischen Gesellschaft. Dieses Thema muss genauso angegangen werden. Das steht außer Frage.

  6. Jeylani

    Ich erinnere mich: Als Mursi an die Macht kam, war Israel eines der wenigen Länder, das ein Problem mit Mubaraks Abgang hatte.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/aegypten-mubarak-israel

    Und paar Jahre später sitzt wieder ein genehmer Mann in Ägypten der Macht.

    VT mögen im Regelfall Quark sein, eine Realität aber wird praktisch offen zugegeben: Interessendurchsetzung mit aller Macht.

    Nordkorea>Atombombe>keine Möglichkeit mehr, China einzukessenln>USA macht Stress.

    Es gibt Tausende Beispiele, wo Regierungen gestürzt, unsägliche Grausamkeiten verübt und Destabilisierungen ausgeübt wurden, immer mit dem Ziel, gegenwärtige Interessen zu schützen und zukünftige Risiken zu verhindern.

    Eine einheitliche, selbstbestimmte islamische Welt, von Marroko bis nach Indonesien wäre zahlenmäßig der größte Verbund der Welt, noch vor China.

    Die Wirtschaftskraft wäre irgendwann ebenfalls die größte, sofern man innerhalb von 100-200 Jahren die Schwelle zum Industrieland schafft.

    Potentiale gibt es dafür genug.

    Antworten
  7. Jeylani

    Und zu der Lage der muslimischen Welt:

    Es gibt eine Überlieferung, die einen ganz anderen Grund angibt als westliche Mächte, Faulheit etc.

    “Soon the nations will call one another against you, just as people call one another to eat from a platter of food.”

    A man asked: “Will this be because we will be few in number, O Messenger of Allaah?”

    He peace and blessings of Allaah be upon him replied: “No, you will be large in number, but you will be ghuthaa’a like the froth scum on the surface of a body of water, and Allaah will remove from the hearts of your enemies their fear of you and shall place in your hearts wahn.”

    Those present asked: “What is wahn O Messenger of Allaah?”

    He peace and blessings of Allaah be upon him replied: “The love of this worldly life and hatred of death.”

    Sunan of Aboo Daawood

    Keine Ahnung, ob sahih.

    Aber hier wird die Liebe zu weltlichen Dingen als Grund angegeben, ironischerweise wäre als eine Nachahmung des Westens (BIP mit aller Macht erhöhen) wohl der falsche Weg!?

    Kann jemand nachschauen, was es mit dieser Überlieferung auf sich hat?

    Antworten
    • Mohammed Isa

      Mohammed Isa

      Zum Thema „Jihad/Kampf bzw. Gewalt im Allgemeinen“ werde ich in shaa Allah in Kürze was veröffentlichen

    • Pflichtangabe

      Salam,

      „Aber hier wird die Liebe zu weltlichen Dingen als Grund angegeben, ironischerweise wäre als eine Nachahmung des Westens (BIP mit aller Macht erhöhen) wohl der falsche Weg!?“

      Wenn „wahn“ westlicher Lebensstil sein soll, wieso obsiegen sie über uns, wo wir doch ihren Wahn kopieren, und wir sie doch
      zerschlagen müssten, weil sie doch die ersten waren, die „wahn“ im Herzen hatten?
      Haben sie „wahn“ heute nicht mehr im Herzen und schlagen uns deswegen?
      Merkst du den Widerspruch in *deiner* voreiligen Konklusion?

      Was ist überhaupt Nachahmung des Westens für dich?
      Bloß weil der Westen X tut, wird X noch lange nicht haram.

      Vielleicht sind die einfach selbstkritischer, mündiger, und nicht so abhängig von Mullahs und Sheikhs von denen man beinahe schon erwartet, sie mögen erklären wie es islamisch korrekter ist, Hände zu waschen, oder Hosen anzuziehen, oder wie und mit wem zu heiraten ist und nicht ( schwarzafrikanische Muslime oder einfach Nicht-Araber werden – soweit ich las – als minderwertig gezählt und scheiden deswegen als Ehepartner aus, http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=422).

      Ich verstehe den Hadith ganz einfach dahingehend – falls er denn sahih sein sollte, aber wer außer einem Propheten kann mit der Erlaubnis Gottes die Zukunft voraussagen? – dass der „wahn“ die Konsequenz des ersteren(“ you will be ghuthaa’a like the froth scum on the surface of a body of water“) ist.
      Es ist also nicht die Schuld der Feinde des Islam das wir so sind wie wir sind – wobei sie nicht ganz unschuldig sind, aber eben nicht die *Ur*sache -, sondern unsere eigene.
      „Gelehrte“ diskutieren noch heute über die Rolle der Erde und erheben sie zum Mittelpunkt des Universums,
      oder erklären das die Sonne sich um die Erde dreht, oder bemühen ihren Kopf für Nichtiges wie das Autoverbot für Frauen.

      Dazu folgender Hadith:
      „Vom Propheten, Allahs Segen und Heil seien mit ihm, sind die Worte belegt: „Ihr werdet den Wegen derer, die vor euch waren, Handspanne um Handspanne und Elle um Elle folgen, bis ihr ihnen selbst dann folgen würdet, wenn sie in das Loch einer Eidechse kröchen. Wir sagten: ‘Gesandter Allahs! Den Juden und Christen?‘ Er sagte: Wem sonst?!““

      Man lese,
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=1680

      insbesondere
      “ Es geht soweit, dass manche gar billigen, dass über Schaykh al-Islam Ibn Taymiyyah gesagt wird: „Wäre das Prophetentum nicht vorüber, wäre Ibn Taymiyyah ein Prophet gewesen“ oder „er wäre fast einer gewesen“! Würde sich dies doch nur auf Persönlichkeiten der Wissenschaft wie Ibn Taymiyah beschränken (was trotzdem ein schwerer Fehler bliebe), doch vielmehr wird ebenso auch mit Predigern und Publizisten verfahren, die keinen nennenswerten wissenschaftlichen Hintergrund haben. Der Erhabene sprach über die Leute der Schrift: „Sie haben ihre Schriftgelehrten und Mönche zu Herren neben Allah genommen.““

      Also hören wir doch auf vom Nachahmung des Westens zu sprechen, und konzentrieren uns darauf,
      das Beste aus unserer Situation zu machen… statt über Illuminaten und Freimaurer zu reden.

      Es ist Gott der bestimmt, niemand anderes.
      Nichts geschieht ohne Seine – verherrlicht sei ER – Erlaubnis.

      Dieses ewige Projizieren der eigenen Schuld auf andere nervt.

      Und Gott weiß es am aller besten und besser.
      Salam.

      PS: Möglich das ich etwas Falsches schrieb. Möge Gott mir vergeben.

  8. Abdur-Rahman

    Ich glaube nicht, dass ein paar Juden schuld am Untergang des Osmanischen Reiches sind. Es ist für mich überhaupt nicht wichtig, dass ein „Jude“ oder „Christ“ viele Häuser besitzt.
    Ich käme nie auf die Idee für meine Fehler andere Menschen veranwortlich zu machen. Wenn ich einem schlechten Menschen in etwas Schlechtem folge, ist es doch mein persönliches Problem und meine Verantwortung Allah gegenüber! So sehe ich das auch bei islamischen Gesellschaften/Ländern. Solange sich die Muslime nicht auf den Islam konzentrieren, werden immer wieder „Schuldige“ gesucht und für das eigene Versagen verantwortlich gemacht. Das ist viel leichter als selbst Verantwortung zu übernehmen.

    Antworten
  9. Jeylani

    @Pflichtangabe

    Salamu alaikum,

    Sie meinen also, dass „Wahn“ die Konsequenz, nicht Ursache des Problems ist?

    Gut möglich, ja sogar plausibel.

    Aber demnach wäre „Wahn“ ja eine Art Bestrafung und es macht wenig Sinn, die Auslebung der Bestrafung als Lösung für die Probleme der Muslime zu sehen.

    Von daher ändert sich nichts an der Aussage, die Liebe zu weltlichen Dingen zu reduzieren.

    Wenn Allah jemanden verbrennt als Bestrafung, wobei ja das Verbrennen die Konsequenz einer Missetat ist, so wie „Wahn“ die Konsequenz von X war, ist universell einleuchtend, die verbrannte Haut wieder loswerden bzw. den „Wahn“-Zustand loswerden zu wollen.

    Außerdem ist der von Ihnen angesprochene Widerspruch nicht wirklich einer, jeder islamisch belesener Mensch weiß, dass ein und dieselbe Sache bei Ungläubigen zu anderen Resultaten führt als bei Gläubigen:

    Abu Huraira reported: The Messenger of Allah, peace and blessings be upon him, said, “The world is a prison for the believer and a paradise for the unbeliever.”

    Source: Ṣaḥīḥ Muslim 2956

    Grade: Sahih (authentic) according to Muslim

    Die gleiche Erde, aber völlig gegensätzliche Wahrnehmung.

    Hier merken Sie ja auch nicht an, dass es widersprüchlich sei, dass die Erde einerseits ein Paradies, andererseits eine Hölle sein soll.

    Oder:

    So let not their wealth or their children impress you. Allah only intends to punish them through them in worldly life … (9, 55)

    Vermögen als Bestrafung?

    Für einen gläubigen, gutherzigen Moslem hingegen ist Vermögen regelmäßig eine Belohnung, keine Bestrafung.

    Wie man sieht, ist die Sache vielseitiger

    Wa alaikum selam

    Antworten
    • Pflichtangabe

      As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh werter Bruder,
      nicht nötig mich zu siezen, trotzdem vielen Dank. ( =

      „Aber demnach wäre „Wahn“ ja eine Art Bestrafung und es macht wenig Sinn, die Auslebung der Bestrafung als Lösung für die Probleme der Muslime zu sehen.“

      Wo – werter Bruder – liest du aus meinem Text heraus, man müsse „wahn“ (aus-)leben?

      Ich beanstande nur das Begriffspaar „westlich“ und „Lebensstil“, weil das einfach so unspezifisch ist.

      Es gibt sicher Leute die konstatierten, dass naturwissenschaftlich Tätigkeiten nachgehen ( selbst die, die um Allahs Willen geschehen, wohlgemerkt!) bereits als Nachahmung des Westens gilt. Einfach absurd.

      Aufgrund der Dämonisierung des Westens( also alles was der Westen tut: In Wahrheit haben sie das nur für sich gepachtet, es sind nicht ihre Verdienste) , und der völligen Hingabe zu Gelehrten sind wir ja unter anderem so rückständig: Westen ist satanisch, also ist alles was Westen tut satanisch, auch die guten Dinge.

      Nur weil exemplarisch Meinungsfreiheit im Westen so präsent ist, ist dies zu verlangen noch lange nicht westlicher Lebensstil oder Liebe zur Dunya.
      Ab einem bestimmten Punkt kommt man irgendwann zum dem Entschluss das wir an unserer Lage selbst schuld sind.

      Der Vers 9:55 – ein sehr schöner und lehrreicher Vers, subhanAllah – den du zitiertest betrifft ja nicht ein Kontinent, oder ein Staat, sondern – so verstehe ich das, man möge mich korrigieren – es ist das Individuum( oder eben Individuen) betreffend.
      Der Vers soll – meines Erachtens – aber ganz sicher nicht die muslimische Ummah dazu animieren, für Armut und Verkümmerung zu bitten, denn so ist man ja wieder automatisch von eben denjenigen abhängig die man zu meiden hat.

      Es gibt ein Qur’an Vers der das besser zu beschreiben vermag, als ich mit tausenden Wörtern könnte:

      {„Und unter ihnen gibt es manche, die sagen: „Unser HERR, gewähre uns im Diesseits gottgefällig Schönes und im Jenseits gottgefällig Schönes und bewahre uns vor der Peinigung des Feuers!“}
      {„Für diese gibt es einen Anteil von dem, was sie erworben haben, und ALLAH ist schnell im Zur-Rechenschaft-Ziehen.“}
      ( Sure 2:201)

      Worauf ich also hinaus will ist: Als Muslim hat man unabhängig zu sein, und als muslimischer Staat erst recht.
      Noch immer pirschen sich arabische Staaten an gerade den Westen an, über den sie dann auf Fatwa-Kanälen schimpfen… weil sie eben diese brauchen. Traurig!

      Das führt zu nichts, und wenn es zu etwas führt dann nur zu Schändlichem( sieh dich doch mal um! Unsere Ummah lebt entweder in Trümmern, oder in völliger Isolation, oder sind angewiesen auf die bösen Westler, oder inmitten einer Revolution oder oder oder)

      „Wenn Allah jemanden verbrennt als Bestrafung, wobei ja das Verbrennen die Konsequenz einer Missetat ist, so wie „Wahn“ die Konsequenz von X war, ist universell einleuchtend, die verbrannte Haut wieder loswerden bzw. den „Wahn“-Zustand loswerden zu wollen.“

      Hm?
      Korrigiere mich falls ich das missverstehe: Du bekämpfst Symptome statt Ursachen?!
      Ich wünsche deinem Körper viel Gesundheit falls du solche Ansätze verfolgst.

      Zur Aufklärung: Du schreibst zunächst völlig richtig: „Wahn“ ist die Konsequenz von X.
      Aber dann plötzlich : „also muss „wahn-Zustand(was meinst du damit?)“ weg..

      Richtig muss es lauten: „Wahn“ ist die Konsequenz von X , also muss X weg.

      Denn: Wenn Missetat A Grund für Verbrennung ist, dann soll man nicht das Symptom/die Konsequenz P( die verbrannte Haut) loswerden, sondern den Grund für die verbrannte Haut, also Missetat A unterlassen…

      Oder meinst du mit „wahn-Zustand“ X? Das würde dann wieder Sinn machen, aber der Vergleich mit der Haut hinke.

      X wäre in unserem Falle sogar eine Menge von Fehlern, allen voran die Unmündigkeit, bis hin zu völlige Verantwortungslosigkeit.

      „[…]jeder islamisch belesener Mensch weiß, dass ein und dieselbe Sache bei Ungläubigen zu anderen Resultaten führt
      als bei Gläubigen[…]“

      Richtig, wieso also nicht mal wieder sein Hirn einschalten, und sich um Allahs Willen für eine bessere Lage der Ummah zu bemühen?
      Wieso auswendig lernen statt verstehen?
      Wieso kein Beitrag zum Fortschritt, in welcher Form auch immer, aber vor allem in Bildung und Aufklärung, der Ummah leisten?

      „Hier merken Sie ja auch nicht an, dass es widersprüchlich sei, dass die Erde einerseits ein Paradies, andererseits eine Hölle sein soll.“

      Versuchst du den Widerspruch in deinem Gedanken mit diesem Hadith zu verteidigen?
      Tut mir leid: Immer noch: Es ist – falls du das auch wirklich so meinen solltest und ich dich nicht missverstehe- kein guter Ansatz Symptome statt Ursachen zu bekämpfen.

      Wa As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh
      Wa-Llâhu a3lamu
      wa-astagfiru_Llâha

  10. Jeylani

    Alles gut, ich hab den Kommentar nebenbei verfasst und das mit den Symptomen war so gemeint: Wenn wahn die Bestrafung von Allah ist wegen Verhalten X, dann kann man ja schlecht X angehen, ohne zuvor die Symptome bekämpfen.

    Man heilt ja auch zuerst oder zeitgleich die Symptome, wenn man erkrankt ist.

    So meint ich das.

    Symptome bekämpfen und X mit zeitgleich mitbekämpft.

    Sie haben mit Ihren Einwänden Recht, ich hab schlampig gearbeitet.

    Wa alaikum selam

    Antworten
    • Pflichtangabe

      Salamu aleykum,

      „Sie haben mit Ihren Einwänden Recht, ich hab schlampig gearbeitet.“

      zunächst einmal: Du musst mich nicht siezen, kannst auch du sagen (:
      Desweiteren finde ich deine Selbstkritik lobenswert, Gott möge es Dir entsprechend vergelten.

      Ich vermute ich habe deine Idee nun nachvollzogen: Du meinst in etwa, so es richtig ist:
      Ursache müssen bekämpft werden, aber damit man überhaupt die Kraft hat, zunächst die Symptome.

      Mir geht es jetzt darum zu zeigen, dass dieser Hadith eben nicht sagt, Allah platzierte in die Herzen „wahn“ und dann ging die Ummah zugrunde… sondern die Ummah entschied sich aus freien Stücken dazu und so ließ Allah „wahn“ in den Herzen werden:
      Man siehe folgenden Qur’an Vers:

      Sure 61 Vers 5:
      {„Und (erinnere daran), als Musa zu seinen Leuten sagte: „Meine Leute! Weshalb beleidigt ihr mich, wo ihr
      bereits wisst, daß ich doch ALLAHs Gesandter zu euch bin?“ Und als sie abwichen, ließ ALLAH ihre
      Herzen abweichen. Und ALLAH leitet die fisq-betreibenden Leute nicht recht. „}

      Hier ist ganz deutlich zu sehen, dass das Volk sich dazu entschied fisq zu betreiben.
      Allah hat sie nicht dazu gezwungen.

      Aber aus dieser Entscheidung folgte die Konsequenz, dass Allah ihre Herzen abweichen ließ, Gott bewahre uns.

      Vielleicht verhält es sich bezüglich dieser Ummah entsprechend, auch wenn – so hoffe ich – nicht so drastisch.
      Es gibt in der Tat Hadithe die konstatieren, dass die Fitnah dieser Ummah ihr Reichtum ist.

      Was zählt ist nun für sich(und für die Ummah) zu erkennen, was das X ist, dessen Konsequenz die Einpflanzung von „al-wahn“ ins Herz, durch Gott war.

      Aber im Ganzen lässt sich X in Liebe zur Welt zusammenfassen, das eben viele Facetten annehmen kann.
      Das ist exemplarisch in Form von übermäßiger Erwerb von Gut, oder in Form von Ansehen erlangen, in Form von Betrug et cetera. ( auch Dinge die man gar nicht in erster Linie vermuten würde, also nicht unbedingt alles „Westliche“: Darauf wollte ich glaub ich hinaus)

      Auf die Idee bin ich auch erst durch dein Text gekommen, danke dafür.
      Gestützt wird das meines Erachtens durch Sure 8 Vers 53:

      {„Es ist so! Denn ALLAH wandelt keine Gabe (in Bestrafung) um, die ER Leuten beschert hat, bis sie sich selbst (zum Schlechten) verändern. Und ALLAH ist gewiß allhörend, allwissend.“}

      oder

      Sure 13 Vers 11:
      {„Gewiß, ALLAH ändert nichts von dem worin Menschen sind, bis sie das ändern, was sie in sich tragen. Und wenn ALLAH für Menschen Übel bestimmt, so kann es nicht aufgehalten werden. Und sie haben anstelle von Ihm keinen Wali.“}

      Man möge mich korrigieren, ich kam auf folgende Chronologie:
      – Gott gibt den Menschen z.B Reichtum( in welcher Form auch immer)
      – Menschen depravieren/werden schlecht weil sie z.B Gott vergaßen und Er sie darum sich selbst vergessen ließ( Sure 59 Vers 19 ( Gott bewahre uns))
      – Gott lässt ihre Herzen abweichen, oder: lässt in ihre Herzen „al-wahn“ einpflanzen, weil ihre innere Disposition so ist und danach quasi, vorsichtig gesagt, verlangt hat. (Gott bewahre uns)

      Zweifellos ist aber all dies eine Prüfung.
      Ich finde diese ewige Zurückweisung jeglicher Schuld von sich selbst und Beschuldigung anderer des Tragens von Verantwortung für die eigene Misere, ist weder fortschrittlich noch empfehlenswert.

      Wir müssen zusehen nach vorne zu gucken, das Beste aus der Situation zu machen, aus Fehlern zu lernen; diese zu aller erst bei und in uns selbst suchen; und darauf hinarbeiten die Vergangenheit als
      Inspiration, nicht als als Ziel zu nehmen.

      Wa-Llâhu a3lamu
      wa-astagfiru_Llâha
      As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh

      Möglich das ich Falsches schrieb, Gott möge mir vergeben.

    • Pflichtangabe

      Anmerkung:
      „Zweifellos ist aber all dies eine Prüfung.“ soll auf die einzelne Lage der Individuen der Ummah sich beziehen.
      Wa-Llâhu a3lamu

  11. Muslim

    Schade.. es scheint so, dass „Muhammad Isa “ sich allmählich nun auch den „Modernisten“ anschließt…

    Wir brauchen solche Begriffe wie “ Anti-Semitismus“ – die der Westen definiert ( um schlechtes Gewissen zu generieren und somit die Juden zu schützen ) – gar nicht…

    Man könnte besser mehrere Beweise aus Quran und Sunnah bringen, aus denen klar die Pflicht des Hasses gegenüber den Kuffar hervor geht, liefern..

    Aber Modernisten nehmen Quran und Sunnah nicht ernst..auch wenn sie dies mit ihren Zungen nicht zu Geben..

    Liefert man Beweise aus Quran und Sunnah wollen sie dies als „Laienhaftigkeit von Salafisten“ darstellen.. oder kommen mit der „Wahabismus Keule“…

    Aber sie selber kommen mit historischen Ereignissen als „Beweise“..

    Was 1.) Eh keine Beweise sind und 2.) Vieles verdreht wird (Auch zur Andalus Zeit* )..

    Und kommt man mit Gelehrten , so sagen sie “ Personen Kult “

    Stattdessen lassen sie sich von „großen Namen von „großen Kuffar“ beeindrucken..

    Guckt euch doch mal an wen die Modernisten auf Ahlul-Hawa ständig zitieren.. oder auch auf Facebook Seiten…

    * die Ahlul Dhimmah auch zur Andalus Zeit waren kenntlich erniedrigt ( und äußerlich erkennbar durch bestimmte Gürtel zb) wie es verpflichtend ist ..
    Sie lebten nicht „gleich berechtigt“ auf gleicher Ebene wie die Muslime.. und als langsam die Juden anfingen höhere Positionen im Staat anzustreben war Ibn Hazm Al-Andalusi einer der ersten der vehement dagegen rebellierte..

    Es war nie “ Friede Freude Eierkuchen “ wie es heute einige darstellen wollen und dabei die Geschichte für verdrehen und missbrauchen wollen .. es waren klar verteilte Rollen .. die Muslime waren die Geehrten Edlen und die Juden die Erniedrigten die gedemütigt die Jizyah zahlten.. ( und sogar in der jizyyah Übergabe galt: die Hand des Muslims ist immer über die Hand des Kafirs .. sodass der Kafir die Hand offen hat wie ein Bettler… )

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    • Mohammed Isa

      Mohammed Isa

      1.) Antijudaismus und Antisemitismus sind nicht dasselbe. Der Antijudaismus hat als Grundlage eine religiöse Abneigung etc. wohingegen der Antisemitismus eine rassistische, verschwörungstheoretische etc. Grundlage besitzt.
      Im Antisemitismus werden Muslime mit jüdischen Vorfahren als „Juden“ beschimpft. Gab es soetwas zu den Zeiten der Sahaba? Oder haben sie einen jüdischen Konvertiten als einen der ihren akzeptiert? Heutzutage würde man bei der kleinsten Kleinigkeit einem jüdischen Konvertiten direkt Dinge vorwerfen die ganz klar antisemitischen Ursprungs sind. („Glaub mir der ist kein wahrer Muslim“/“Glaub mir der will den Islam von Innen zerstören“/“Glaub mir seine wahre Absicht liegt darin unseren Din zu verändern“ etc.)
      Du kennst nicht einmal diesen simplen Unterschied weil du dich mit der Materie nicht beschäftigt hast. Stattdessen wirfst du lieber mit Anschuldigungen um dich.

      2) Die Angelegenheit von Al Wala wal Bara bedarf einer klaren Darlegung. Ganz simple mit „die Pflicht des Hasses“ auszudrücken ist simplistisch und unwissenschaftlich.

      3) Quran und Sunnah ist weder Theorie noch kalte Materie, sondern gelebte Praxis über Jahrhunderte.

      4) Bzgl der Ahlul Dhimmah gibt es unterschiedliche Positionen im Fiqh (z.B. ob die Ahlul Dhimmah in einem islamischen Land Schweine halten/züchten etc. dürfen, Alkohol produzieren/Verzehren/Verkaufen dürfen, etc.).

      5.) Ein wesentlicher Fehler ist die Projektion der heutigen „humanistischen“ („Friede, Freude, Eierkuchen“) Gesellschaft auf die islamische Geschichte. Selbstverständlich gab/gibt es klare Benachteiligungen der Ahlul Dhimmah.

    • Jeylani

      Für den Fall, dass Sie kein Troll sind:

      The Permissibility of being Kind to Disbelievers who do not fight against the Religion

      http://www.qtafsir.com/index.php?option=com_content&task=view&id=1535&Itemid=116

      Zur Aufrichtigkeit gehört es, alle Zusammenhänge zu berücksichtigen, was Sie offenbar mit Ihrem Kommentar nicht getan haben.

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