Aus al-Akhlaaq wal-Siyar: Der Vorzug der Vernunft

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Ibn Hazm schrieb in al-Akhlaaq wal-Siyar:

Wen die Stärke seines Körpers verzückt, der wisse, dass das Maultier, der Stier und der Elefant stärker sind, als er. Und wen seine Fähigkeit Gewichte zu tragen verzückt, der wisse, dass der Esel mehr zu tragen vermag, als er. Und wen die Schnelligkeit seines Laufs verzückt, der wisse, dass der Hund und der Hase schnelleren Laufes sind, als er. Und wen die Schönheit seiner Stimme verzückt, der wisse, dass viele Vögel schönere Stimmen haben, als er und dass die Töne der Flöten süßer und betörender sind, als seine Stimme. Was verzückt und was macht stolz an Dingen, in denen einem diese Tiere überlegen sind? Wessen Vernunft aber stark, wessen Wissen weit und wessen Werke gut sind, der soll sich daran erfreuen, denn ihm ist darin niemand überlegen, außer den Engeln und den besten Menschen.

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15 Antworten auf “Aus al-Akhlaaq wal-Siyar: Der Vorzug der Vernunft”

  1. cairn

    Nette Gute Nacht Geschichte.
    Der Urzeiterzähler konnte sich eben eine Zeit nicht vorstellen wo das Alles überhaupt keine Rolle spielt.
    Was läuft schneller als ein Maschine fährt, Vögel können leicht mit Technik imitiert und
    werden den Tonumfang eines Synthetischen Klanges nie erreichen.
    Wer hebt schon noch schwer, ein Gabelstapler usw.

    Wer will schon wissen was Engel können, nix bekannt.
    Wer ist der beste Mensch ,in welcher Disziplin, der größte Nahrungserzeuger wäre ein Kandidat.
    Der Rest sind so lyrische Allgemeinplätze, kann Alles sein.

    Märchenbuch, taugt praktisch nichts, aber gut fürs Gemüt.

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    • Abdullah

      Wusste nicht das du so ein Dummkopf bist, schlimmer als man es erlaubt, diesen Quaksalver auch noch als Kommentar zulässt. Armes Deutschland deine Muslime.

    • Oum Mokhtar

      Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die menschliche Physis auch im vielbeschworenen 21. Jahrhundert immer noch die gleiche ist, wie vor rund tausend Jahren zu Lebzeiten Ibn Hazms. Was vermag der Mensch ohne technische Unterstützung? Welche Folgen für Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft hätte ein totaler „Backout“ (der gleichnamige Roman entwirft ein beunruhigendes Szenario)? Diese Frage darf/muss man sich in stiller Stunde ruhig einmal stellen. Und anschließend ist Lektüre fürs Gemüt sicher nicht die schlechteste Wahl.

    • akh

      Carin… Oum Mokhtar hat dich zerstört… also geh dich selbt erhängen… hast sowieso kein Sinn im Leben

  2. Abdullah ibn Dzordze

    Salamun alaikum

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  3. Salim

    Kommentar Saol

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  4. cairn

    Einfach mal abzulästern ist einfach.
    Wer nicht meiner Meinung ist, ist krank oder doof ?
    Wie wärs denn mit etwas Sachlichkeit, z.B. was
    uralte allgemeine Weisheiten in die heutige Welt übertragen werden können.
    Andere Sache werden doch auch nicht mehr berücksichtigt.

    Quacksalber ist übrigens ein falscher oder unfähiger Arzt.
    Was bedeutet „Armes Deutschland deine muslime“ jetzt praktisch ?
    Irgendwie sinnloser Satz.

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  5. cairn

    „Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die menschliche Physis auch im vielbeschworenen 21. Jahrhundert immer noch die gleiche ist, wie vor rund tausend Jahren zu Lebzeiten Ibn Hazms. “

    Im Prinzip, galt vor 4000 Jahren genauso.
    Die Menschen waren aber kleiner, Äußerlichkeiten wie Behaarung, Pigmentierung,
    Lactoseintoleranz, verschiedene Enzyme durch Nahrungsgewöhnung sind aber allgegenwärtig.
    Hat mit irgendwelchen Lehren aber nur insofern zu tun, als sie aus dem Erfahrungschatz,
    öfter mal unsinnig, eingingen.
    Wobei heutige Veränderungen chemischer Art, Zusammensetzung, Gentechnik
    natürlich nicht eingingen.
    Aber die Behandlung der Physis hat sich geändert. Medikamente, Schutzkleidung,
    Wissen um Umwelteffekte, Seuchenbekämpfung usw.
    Will jemand drauf verzichten und alles mit Schwarzkümmelöl bekämpfen ?
    Die Physis aller Menschen war nie gleich, genauso wie die Darmflora in anderen Ländern einen
    ziemlich auf das Bett fesseln kann.
    Ich war durchaus beruflich in 3 Welt/Schwellenländern unterwegs.
    Da war nie Technik und hält teils auch nur langsam Einzug ins tägliche Leben,
    ich habe die Leute eigentlich nicht unglücklich empfunden.

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    • Oum Mokhtar

      1. Frage: welcher Stelle des Textes von Ibn Hazm entnehmen Sie die (auch nur implizite) Aufforderung, auf technischen, medizinischen, allgemein wissenschaftlichen Fortschritt zu verzichten?
      2. Wo wurde gesagt, dass Technik eine notwendige Voraussetzung dafür ist, glücklich zu sein?

      Es geht nämlich nicht um die unbestreitbare Erleichterung des täglichen Lebens, die „der Fortschritt“ mit sich bringt, sondern eher um die Hybris, die einige Leute anscheinend aufgrund dessen schon immer empfunden haben (war offenbar damals nicht anders als heute). Dem Menschen sind weiterhin Grenzen gesetzt, auch wenn diese heute natürlich weiter gesteckt sind. Ich glaube, die derzeit grassierende Ebola-Epidemie ist ein Beispiel für diese Verwundbarkeit.

    • cairn

      Was sollte man eine Veranlassung haben sich mit Ibn xxx auseinanderzusetzen , ausser das er ein Mann seiner Zeit war und da auch bleiben sollte.
      Natürlich konnte er sich nicht mit modernen Zeiten auseinandersetzen,
      konnte die Shinto geister auch nicht.
      Deswegen sind sollte netten Geschichten Geschichte.
      Ich seh das eher als Hybris die Geschichte der letzten Jahrhunderte zu ignorieren und eher daran festzuhalten, das da einer mit der Weisheit der Welt für immer aus einer Höhle getaumelt ist.
      Der Mann hat auch gesagt man soll Wissen erwerben, ist Zeit das auch
      mal anzuwenden oder ist da nichts mehr dazugekommen, das man sich immer noch auf steinalte Verse eines Utman beruft ?

  6. cairn

    Was mich ja allgemein interessieren würde warum so alte Sachen
    überhaupt angeführt werden.
    „Ibn Hazm schrieb in al-Akhlaaq wal-Siyar:

    Wen die Stärke seines Körpers verzückt, der wisse, dass das Maultier, der Stier und der Elefant stärker sind, als er. Und wen seine Fähigkeit Gewichte zu tragen verzückt, der wisse, dass der Esel mehr zu tragen vermag, als er. Und wen die Schnelligkeit seines Laufs verzückt, der wisse, dass der Hund und der Hase schnelleren Laufes sind, als er…..“

    Esrt mal sind das Kategoriefehler und zweitens, wenn man da noch nicht selbst drauf
    gekommen ist sonder im Jahr 9xx nachlesen muss, kennt anscheinend keine Tiere
    oder sonst was stimmt nicht.
    AUch die alten Ägypter wusstebn das bestimmt schon und sind von Ibn Hazm kopiert
    worden. Ein Plagiat sozusagen.
    Soll ja heute Leute geben, die glauben das der Supermarkt die MIlch macht.

    Wo ist der Sinn sowas zu zitieren ?

    Antworten
  7. cairn

    Was mich ja allgemein interessieren würde warum so alte Sachen
    überhaupt angeführt werden.
    „Ibn Hazm schrieb in al-Akhlaaq wal-Siyar:

    Wen die Stärke seines Körpers verzückt, der wisse, dass das Maultier, der Stier und der Elefant stärker sind, als er. Und wen seine Fähigkeit Gewichte zu tragen verzückt, der wisse, dass der Esel mehr zu tragen vermag, als er. Und wen die Schnelligkeit seines Laufs verzückt, der wisse, dass der Hund und der Hase schnelleren Laufes sind, als er…..“

    Esrt mal sind das Kategoriefehler und zweitens, wenn man da noch nicht selbst drauf
    gekommen ist, sondern im Jahr 9xx nachlesen muss, kennt anscheinend keine Tiere
    oder sonst was stimmt nicht.
    Auch die alten Ägypter wusstebn das bestimmt schon und sind von Ibn Hazm kopiert
    worden. Ein Plagiat sozusagen.
    Soll ja heute Leute geben, die glauben das der Supermarkt die MIlch macht.

    Wo ist der Sinn sowas zu zitieren ?

    Antworten
  8. Oum Mokhtar

    Gut, wenn Sie „Stärke“ zum Beispiel über die Fähigkeit, ein Vielfaches des eigenen Körpergewichts tragen zu können, bestimmen wollen, macht in der Tat die puerto ricanische Hornmilbe das Rennen.

    Ich unterstelle, dass Sie Ibn Hazm kennen. Warum sollte man ihn nicht (mehr) zitieren? Warum sollte man überhaupt irgendeinen bedeutenden Denker der letzten Jahrhunderte zitieren, sich mit seinen Gedanken auseinandersetzen. Sokrates, Marc Aurel, Cicero, Pico della Mirandola, Rousseau, Mill, Kant, um nur ganz wenige zu nennen – die Zeit ist über sie hinweg geschritten, also brauchen wir sie nicht mehr?
    Es geht hier nicht darum, und wird auch vom Autor nirgends gefordert, die Meinungen des Denkers eins zu eins zu übernehmen. Ich hätte auch ernste Probleme, wenn die Meinungen des großen Aufklärers Rousseau speziell zum Thema Frauen, heute noch irgendwie von Belang wären. Spielt das eine Rolle? Schmälert das seine philosophische Leistung? Macht das sein Denken vollkommen obsolet?

    Antworten
  9. cairn

    Man kann sich gerne mit denen auseinandersetzen, hatten ihre Verdienste und haben vieles geprägt. Zitate sollten aber nur zur Ergänzung von Eigenleistung dienen was man selbst
    für sich daraus gewonnen hat. EIn Zitat eines was auch immer ist solo nicht viel wert.
    Auch in Naturwissenschaften, die Verhaltensforschung eines Lorentz hat sicher
    ihr Vorzüge, seine Folgerungen in politischen Ansichten sind doch sehr fragwürdig.
    “ „Ausmerzung ethisch Minderwertiger“ und sagt voraus:

    „Versagt diese Auslese, mißlingt die Ausmerzung der mit Ausfällen behafteten Elemente, so durchdringen diese den Volkskörper in biologisch ganz analoger Weise und aus ebenso analogen Ursachen wie die Zellen einer bösartigen Geschwulst […] Sollte es mutationsbegünstigende Faktoren geben, so läge in ihrem Erkennen und Ausschalten die wichtigste Aufgabe des Rassepflegers überhaupt […] Sollte sich dagegen herausstellen, daß unter den Bedingungen der Domestikation keine Häufung von Mutationen stattfindet, sondern nur der Wegfall der natürlichen Auslese die Vergrößerung der Zahl vorhandener Mutanten und die Unausgeglichenheit der Stämme verschuldet, so müßte die Rassenpflege dennoch auf eine noch schärfere Ausmerzung ethisch Minderwertiger bedacht sein, als sie es heute schon ist.“

    Insgesamt haben die alten Lehren so ab 1600 zur Aufklärung geführt die heute noch das wesentliche Wertegerüst westlicher Kulturen geprägt hat.
    Wären Frauen ein Thema, Kleidungsgewohnheiten, Essensvorschriften,……..
    Bin für alles offen, mal schauen wie das mit einem Ahlu-sunna freiheitlich Bezug so läuft. 🙂

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  10. Oum Mokhtar

    Offenbar ist der Groschen bezüglich der Frage, weshalb die „alten Lehrer“ eben nicht gänzlich in die Versenkung gehören, endlich gefallen.

    Stichwort Konrad Lorenz: Anscheinend hat jede Größe ihren „blinden Fleck“. Interessant ist dabei allerdings, dass Denker / Wissenschaftler des Orients zumeist auf diesen reduziert werden, und sei er noch so vernachlässigbar. Eine einzige Einlassung, ein einziges (aus heutiger Perpektive) „misslungenes“ Werk genügt zur Diskreditierung des übrigen riesigen Oevres. Umgekehrt scheint dies hingegen nicht oder nicht in vergleichbarem Maß zu gelten.

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