Zu viel Billigqualität auf dem hiesigen Halal-Markt. Warum?

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von Jens Ranft

Ein Phänomen, das den hiesigen Markt sehr geprägt hat, war die exzessive Spar-Mentalität innerhalb der 1. und 2. Generation der Migranten hierzulande. Diese beiden Generationen empfanden sich tatsächlich noch als „Gastarbeiter“, die nur hier waren um Geld in die Heimat schicken zu können, um dort die Familie zu versorgen, Grundstücke zu kaufen und Häuser zu bauen.

Um möglichst viel Geld in die Heimat zu schicken, lebte man in Deutschland auf absoluter Sparflamme. Dies führte bspw. zu irrkomischen Szenen am Beginn des Sommer- und Winterschlussverkaufs, wo sich bereits vor Öffnung hunderte „Kopftuchfrauen“ vor den Warenhäusern ansammelten, die sich wie ein Tsunami in die Geschäftsräume ergossen, sobald die Türen geöffnet wurden.

Aber auch bei der Lebensmittelwahl war man eher anspruchslos. Es wurde nur das billigste Fleisch und die billigsten Wurtswaren vom Halal-Schlachter gekauft, so dass sich die Schlachtereien darauf einstellten. Dies führte dazu, dass man Schlachttiere aus der industriellen Massentierhaltung zur Schlachtung kaufte und die Wurstwaren mit Salzstoß, Separatorenfleisch usw streckte.

Diese Billigqualität hat sich auf dem deutschen Halal-Markt leider bis heute durchgesetzt. Ein deutscher Bruder schrieb heute auf Facebook:

«Eines der Dinge, die ich am meisten vermisse, seit ich Muslim bin, ist gutes, qualitatives Essen.
Wenn man wirklich „islamisch korrekt“ leben möchte, ist man heutzutage quasi verdammt, nur noch Müll in sich hinein zu stopfen.»

Als meine Frau das erste Mal eine Ente beim hiesigen Halal-Schlachter gekauft hatte, war das ein besonderes Erlebnis. Es war ein Riesending und wir freuten uns auf das Essen.

Als die Garzeit abgelaufen war, ging meine Frau zum Ofen und schrie auf einmal erschrocken auf: «Was ist denn mit der Ente passiert?»

Aus der Riesenente ist ein verschrumpeltes braunes Küken in einer riesigen Fettlache geworden.

In Ägypten, meinte sie zu mir, wären die Enten nach dem Garen im Ofen beinah genauso groß wie zuvor. So etwas wie hier in Deutschland (auch mit allen anderen Fleischsorten) hatte sie in ihrem Leben noch nie erlebt.

Aber so funktioniert der Markt nun einmal. Wenn alle immer billig kaufen wollen, bekommen sie auch billige Ware.

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2 Antworten auf “Zu viel Billigqualität auf dem hiesigen Halal-Markt. Warum?”

  1. Eine Schwester

    Um ehrlich zu sein, habe ich es sowieso nie verstanden, wie Muslime sich da selbst so einen in die Tasche lügen können. Reden ständig von den hohen ethischen Werten des Islams, um ihre Minderwertigkeitskomplexe ggü dem Westen zu verbergen, aber gehen dann zum Türken und kaufen sich ein Hähnchen aus „konventioneller“ Massentierhaltung für 2€ pro Kilo. Weil Muslime ihre Komfortzone nicht verlassen möchten, beteiligen sie sich an der Zerstörung dieser Umwelt, die uns Allah gegeben hat und schädigen sich selber. Ist es nicht ironisch, wie Muslime Kuffar gegenüber immer wieder mit Blick auf Statistiken darauf beharren, dass Alkohol und Schwein verboten sind, weil sie die Gesundheit schädigen, aber gleichzeitig essen dieselben Muslime kiloweise „halal“ Junkfood-Fleisch pro Woche, das genauso billig und minderwertig und gesundheitsgefährdend ist wie die „haram“ Variante? Was ist mit den ganzen Prionen-Erkrankungen wie BSE (gibt es bis heute noch in der EU), den hunderttausenden Antibiotika, die bei Konsumenten inzwischen zu Antibiotikaresistenzen führen (und damit in einigen Fällen sogar zum Tod)? Was ist mit den ganzen Lebensmittelskandalen, wie etwa dem Gammelfleisch, Würmer im Fisch (geschweige denn die Überfischung der meere) und vielem, vielem mehr? Was ist mit der Trinkwasservergiftung durch Nitrate wegen viel zu viel Rindergülle, die man einfach nicht mehr los wird?

    Der Prophet saws selber aß Fleisch fast nur dann, wenn er dazu eingeladen wurde (übrigens zu 100% Bio artgerechtem, frisch und 100% halal geschlachtetes Fleisch, nicht einfach in Massentierhaltung bei Wiesenhof, wo ein Mahmud den Knopf zum Hühner schlachten drückt und bismillah sagt). Man sollte sich fragen, was man heute daraus lernen könnte und wieso man sich so sehr daran klammert, trotzdem jeden Tag dieses Gift zu konsumieren. Hauptsache man hat jeden Mittag seinen Teller Fleisch. Nach mir die Sintflut. Mahlzeit.

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  2. Pali

    Ich sehe das Ganze aus einer etwas anderen Perspektive, es gibt viele Gründe die für diese Billigware in Islamischen-Lebensmittelgeschäften sorgen. Aus dem Stehgreif denke ich da an folgende Punkte.

    1. Viele Muslime gehören nunmal der Finanziellen unterschicht an und können sich die Produkte schlicht nicht leisten, zumindest nicht ohne an anderer Stelle größere Abstiche zu machen. Muslimische Familien sind auch in Deutschland nicht selten ziemlich Groß, hochwertige Lebensmittel könne so auch für Facharbeiter ziemlich teuer werden.

    2. Die Muslime haben sich an die Preise gewöhnt, so wie auch der gemeine „normaldeutsche“ Kunde seine Produkte gerne beim Billig-Discounter kauft. Nicht umsonst ist Deutschland eines der Länder mit den größten Discounter-Ketten, frei nach dem Motto: ,, Warum auf ein doppelt bis dreifach so teures Produkt umsteigen, wo das jetztige produkt doch bereits gut schmeckt.“

    3. Die Muslime haben sich an diese Form der Nahrung gewöhnt, während in den
    – ursprünglichen – Heimatländern wahrscheinlich nur selten Fleisch gegessen wurde und viele gerichte aufs „Resteessen“ basieren, hat sich das Ganze hier in Deutschland radikal verändert. Für viele – mich einbezogen – gehört täglicher Fleischkonsum leider schon zum Alltag.

    Möglicherweise kann man ja bei einem jüdischen Schlachter etwas qualitativ besseres erwerben. Selber ein Tier zu schlachten wäre vielleicht für manch einen auch eine möglichkeit.

    Abseits davon, ich könnte mir vorstellen, dass sich bei dem richtigen Angebot auch ein Markt für hochwertige Ware entwickeln könnte.

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