Tarek Baé und seine erbärmliche Schadenfreude

2 Kommentare

von Yahya ibn Rainer

So etwas kann man sich eigentlich gar nicht ausdenken: Ein Muslim steht vor einem deutschen Gericht und beteuert mehrfach und teils unter Tränen seine Unschuld, wird trotz alledem aber zu fast 6 Jahren Haft verurteilt.

Bei einem Bruder in der Religion, bei jemandem dem Husnu Dhan aufgetragen ist, sollte doch in solch einer Situation zumindest ein wenig Mitleid aufkommen.

Bei dem IZ-Autor Tarek Baé jedoch scheint das anders. In einem Beitrag auf Facebook (hier => https://www.facebook.com/Tarek.X/posts/10155082157489081) stellt er es sogar so dar, als wären Polizei und Justiz des deutschen Staates hier ein Vollstreckungsinstrument Allahs.

Der absolute Hammer jedoch ist, dass er die Strafe Allahs auf Sven Lau nicht aufgrund der Anklagepunkte sieht, wegen denen er verurteilt wurde, sondern „seine amateurhafte Anwendung wahhabitischer Denklogik“ (sic!) und weil er „eine simplizistische, selbstherrliche und ungebildete Form des Muslimseins über das Internet“ (sic!) propagierte.

Das ist wahrlich ein hohes Ross, von dem dieser vorlaute Jungspund da krakeelt. Seine Abneigung gegen „Wahhabiten“ und „Salafisten“ wird im Grunde nur noch durch seine Unfähigkeit übertroffen, diese beiden Phänomene inhaltlich auf einem anständigen Niveau zu widerlegen.

Es ist nämlich nicht das erste Mal, dass der Baé ins Horn der Schadenfreude bläst. In einem IZ-Beitrag aus dem Jahre 2015 brachte er „Internet-Salafis“ sogar einmal in Verbindung mit Inzest, da einige von ihnen (aus Unwissenheit in der arabischen Sprache) die Possessiva der Worte akh und ukht falsch benutzten. (Ich schrieb damals eine Erwiderung dazu: http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=801)

Man muss kein promovierter Psychoanalytiker sein um bei Betrachtung seines Wirkens im Internet zur Einsicht zu gelangen, dass dieser junge Mann viele seiner eigenen Komplexe auf andere Muslime projiziert. Allein sein sehr früher Ausflug in die Sphären der Sexualberatung und die Inzest-Assoziation bei falsch angebrachten Possessiva spricht Bände.

Möge Allah unserem Bruder Sven Lau den Gefängnisaufenthalt erleichtern und möge Er ihm vergeben falls ihn eine Schuld trifft und möge Er ihn reichlich dafür belohnen, falls ihm hiermit ein Unrecht zuteil wird.

Sollte Sven Lau tatsächlich zu Unrecht diese Strafe absitzen müssen, dann soll er keinen Augenblick verpassen, für sich, uns und unsere Geschwister weltweit Bittgebete zu sprechen, denn das Bittgebet des ungerecht Behandelten bzw. Unterdrückten wird von Allah angenommen.

Das Bittgebet, die Waffe des Gläubigen; auch etwas, was ich in Tarek Baés zahlreichen Beiträgen gegen andere Muslime vermisse.

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EDIT:

Anscheinend hat Tarek Baé seinen Facebookbeitrag mittlerweile wieder gelöscht. Aus diesem Grunde füge ich diesen Abgriff seines Textes hinzu:

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2 Antworten auf “Tarek Baé und seine erbärmliche Schadenfreude”

  1. FacebookJihadi

    Schöner Artikel. Dem Ende stimme ich aber nicht so zu. Gibt es denn irgendwelche Zweifel daran, dass er aus islamrechtlicher Sicht zu unrecht im Knast sitzt? Und inwiefern stellen menschengemachte Gesetze und die daraus resultierenden Urteile in irgendeiner Hinsicht überhaupt Gerechtigkeit dar? Falls damit die Frage gemeint ist, ob er nach deutschem Recht unschuldig/schuldig ist, ändert dies ja trotzdem nicht an der Tatsache, dass er ein Unterdrückter ist.

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    • Mohammed Isa

      Mohammed Isa

      Falls er die ihm vorgeworfenen Taten gemacht hat so waren sie trotzdem rechtens. Man stelle sich vor ein Jude, unter der faschistischen Regierung Francos, wird wegen „Unterstützung des jüdischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus“ in Spanien angeklagt und verurteilt. Wer würde die Tat als verabscheuungswürdig verurteilen? Niemand.

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