Verwilderung der Muslime in Deutschland?

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von Yahya ibn Rainer

Im jüdischen Jahr 5692 (1930-1931), also knapp 3 Jahre vor Hitlers Machtergreifung, veröffentlichte der Vorstand der Rabbiner-Hirsch-Gesellschaft seine Monatsschrift für Judentum in Lehre und Tat. Inhalt dieser Monatsschrift war u.a. ein Artikel von Rabbiner Dr. J. Merzbach namens Verwilderung der deutschen Judenheit?. Der Rabbiner befasste sich dort mit der steigenden Kriminalität von Juden in der deutschen Gesellschaft, erkannte die Wirkung dieser Entwicklung auf die judenfeindliche Agitation und formulierte die einzige Heilung dieses Zustandes.

Für mich ist dieser Text aus vielerlei Hinsicht aufschlussreich: Zum einen befand sich das deutsche Judentum speziell zur damaligen Zeit in einem ähnlichen Dilemma wie heutzutage die Muslime in Deutschland. Es gab eine wahrzunehmende und teils spezifische Kriminalität unter den damaligen Juden, ebenso wie es das heute leider auch bei einigen Muslimen in Deutschland gibt (wenn auch auf anderen Gebieten). Diese spezifischen Fälle von Kriminalität wurden damals von einer judenfeindlichen Presse gezielt aufgegriffen und zur Agitation beim Volke genutzt, ebenso wie es heute auch von bestimmten islamfeindlichen Blogs, Foren und Zeitungen praktiziert wird.

Zum anderen fällt mir aber auch der ungezwungene Umgang des Rabbiners mit den Begrifflichkeiten seiner Religion auf. Offen stellt er die Thora, den Talmud und den Schulchon Oruch (Zusammenfassung der jüdischen Scharia) als höchstes Gut und als einzig wahres Gesetz dar. Wenn man gar die jüdisch-religiösen Termini durch islamisch-religiöse austauschen würde, dann fordert dieser Text eigentlich nichts anderes, als dass die Leute zu Quran und Sunnah zurückkehren und hierzulande nach der Scharia leben sollen … und wer das nicht tue, der würde aus der Gemeinschaft und der Religion ausgeschlossen, bis er reumütig zurückkehrt.

Dieses Experiment war mir die Mühe wert, und so setzte ich mich also an meinen PC und tauschte tatsächlich sämtliche jüdisch-religiösen Spezifika aus und änderte zudem einige wenige Begrifflichkeiten (zum besseren Verständnis). Die wenigen Änderungen im Urtext sind durch Kursivschrift gekennzeichnet. Eine Liste der ausgetauschten Begriffe befindet sich im Anhang.

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VERWILDERUNG DER MUSLIME IN DEUTSCHLAND?

Mit Entsetzen findet der muslimische Leser Deutschlands in den Blogs, Foren und Tageszeitungen der letzten Jahre ab und zu Berichte, je nach Einstellung des Verfassers mehr oder weniger ausführlich, über Unrechttaten, von Muslimen begangen:

  • In Krefeld ersticht ein Muslim seine christliche Lebensgefährtin, mit der er zwei Kinder hat, aber nicht verheiratet ist, mit ca 20 Messerstichen, weil sie sich von ihm trennen will.
  • In Berlin überfielen am 06. März 2010 4 Muslime, vermutlich im Auftrag eines Fünften, ein Pokertunier und erbeuteten dabei über 242.000,- €.
  • Auch in Berlin, griff am 11.02.2011 eine Bande von 4 muslimischen Jugendlichen in einer U-Bahnstation zwei Malergesellen an und verprügelte einen von ihnen so stark, dass er in Lebensgefahr schwebte und ins künstliche Koma versetzt werden musste.
  • In Bottrop schneidet am 24. Februar 2010 eine Muslimin ihrer ebenfalls muslimischen Freundin die Kehle durch und sticht daraufhin weitere male auf ihr Opfer ein, weil sich herausstellte, dass ihre bereits einmal geschiedene Freundin, die aus ihrer ersten Ehe ein 4jähriges Kind hat, ihren Bruder heiraten möchte, was für sie wohl nicht in Frage kam.
In einer ganzen Reihe von Orten werden auch Muslime im Bereich der Drogenkriminalität überführt. Fälle von Zuhälterei und Zwangsprostitution durch Muslime werden berichtet. Es könnte die traurige Chronik noch durch eine ganze Zahl ähnlicher Fälle erweitert werden. Mit stärkstem Nachdruck unterstreicht die muslimfeindliche Presse solche Delikte, um an ihnen die Verworfenheit des Islams zu demonstrieren: zum Teil führt sie sie sogar auf angebliche geheime Pläne einer Islamisierung der Gesellschaft zurück, welche, aus Quran und islamischer Scharia resultierend, jedem Muslim – selbst dem, der sich integrieren lässt – in Fleisch und Blut übergegangen seien und auf Grund deren er gar nicht mehr anders handeln könne.
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Wie stellt sich der Muslim, wie stellen sich die muslimischen Blogs, Foren, Web-Portale und Zeitungen (auch die islamistischen) dazu? Man weist entrüstet darauf hin, daß solche Vorkommnisse gleichermaßen bei Nichtmuslimen sich ereignen; daß man von der Schlechtigkeit einzelner Muslime, die eben nur Ausnahmen alhamdulillah sind, nicht auf die Qualität aller Muslime schließen dürfe; daß solche Geschehnisse in schreiendstem Gegensatz zu den Lehren der Sunnah und islamischen Scharia stehen.
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Alle diesen Entgegnungen sind unbedingt richtig, aber sie genügen nicht. Der Muslimfeind sieht nur die Tatsache: so handelt ein Muslim. Und wir selbst, die wir in der Tat nach muslimischer Auffassung in gewissem Grade mitverantwortlich für Taten eines jeden Muslims sind, können und dürfen bei solchen Antworten nicht stehen bleiben. Uns selbst gegenüber hätten wir unsere Pflicht nicht erfüllt, und der zeitgenössischen Muslimgemeinde würden wir damit nicht zum Führer auf ihrem Golusweg.
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Wir müssen uns und unsere muslimischen Brüder fragen: wie war es möglich, daß deutsche Muslime derart verwildern können? Hätte man nicht noch vor 30-40 Jahren die Existenz von deutsch-muslimischen Mördern (Berlin, vielleicht auch Bottrop), Drogen- und Gewaltverbrechen u.s.w. auf Grund unserer Überzeugung vom sittlichen Hochstand der deutschen Muslime für nahezu unmöglich gehalten. Was hat sich inzwischen denn Grundlegendes bei den deutschen Muslimen geändert?
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Man wird feststellen müssen, daß vielerorts es muslimische Kreise gibt, deren sittliches Niveau nicht höher als das der Umwelt liegt. Das braucht noch längst nicht – ebenso wenig wie in der Umwelt – zum Verbrechen führen. Das äußert sich etwa in der Einstellung vieler Muslime zum Gelderwerb, zum Eheleben, in dem Verhältnis der Kinder zu den Eltern, in der Lektüre, der Beschäftigung in der freien Zeit, der ganzen Denk- und Lebensweise. Wie kommt es, daß die deutsche Muslimgemeinde in vielen Orten und Kreisen in all diesem gleich niedrig dasteht wie die andersgläubigen Menschenmassen um sie herum?
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Man wird – ob man es will oder nicht – an der einzigen Antwort, die es für beiden Fragen gibt, nicht vorüberkommen: Die Masse der deutschen Muslime ist heute ohne Quran, Sunnah und Scharia erzogen worden. Nur in der Unterbrechung der Jahrhunderte alten muslimischen Erziehung, nur in Abkehr vom das ganze Leben beherrschenden Din konnte der sittliche Hochstand bei deutschen Muslimen zusammenbrechen. Wenige Generationen haben genügt, die anfangs noch in Fleisch und Blut übergegangenen oder indirekt wirkenden Lehren von Quran, Sunnah und Scharia im Bewußtsein des deutschen Durchschnittsmuslims zu vernichten. Gewiß, so schlimm äußert sich das nur bei einzelnen Muslimen. Aber auch deren Zahl ist doch leider gar nicht einmal mehr so furchtbar klein, daß man sie außer Acht lassen könnte. Und entscheidend ist die Atmosphäre, in der solche Giftpflanzen überhaupt, auch nur vereinzelt, entstehen können: die durch kein höheres Zuchtwort geleitete Zügellosigkeit, die materialistisch-egoistische Lebensauffassung, wie sie dem Muslimfeind schon als typisch für den Muslim gilt. Nur weil Generationen ohne die die diesem Geist doch als Todfeind entgegentretenden Lehre des Islams erzogen wurden, konnte er emporkommen. Weil ein absoluter Halt, ein höherer göttlicher Maßstab für das Niveau des Menschen dem Muslim gar nicht mehr bekannt ist. Weil er – und sei es auch nur indirekt, wie das erste und zweite Geschlecht nach dem Abfall – sich am Din nicht mehr orientieren kann.

So sank das Niveau der deutschen Muslimegemeinde: so verwildern einzelne seiner Teile.

Und in der Tat: konnte es anders kommen? Wir haben zu wenig Imaan gehabt, wenn wir geglaubt haben, es könnte diese Verwilderung zu vermeiden sein. Haben wir es in der Tat für möglich gehalten, daß bei der Masse der Muslime ohne Quran, ohne Sunnah, ohne Scharia doch Güte, Sittlichkeit, Gerechtigkeit, Charaktergröße sich auf die Dauer halten könnten? Wir hielten es für möglich. Wir meinten, daß bei unfrommen Muslimen das anständige Menschentum auch bei der Masse auf die Dauer gesichert sei. Wir waren nicht von vornherein alle fest überzeugt, daß dem Abfall vom, die geschlossene Persönlichkeit erziehenden und erzielenden, Din auch bald der katastrophalen Zusammenbruch der menschlichen Werte folgen müsse. Wir hätten die Verwilderung der deutschen Muslimgemeinde sonst voraussehen müssen.

Das war unser Fehler. Es war eine Sünde, daß wir zu wenig Imaan zur alleinigen Erziehungsmöglichkeit durch den Quran hatten.

Und der moderne Relativismus? Der Nationalstolz? Die (Forderung der) Einheit von angepassten Verbandsmuslimen und Islamisten? Auch ihre Ideen und Ideale gleich uns in schreiendem Gegensatz zu den angeführten Verwildersungserscheinungen. Auch ihre Bekenner, gleich uns, wenden sich voller Abscheu von den entarteten Glaubens- oder Volksbrüdern ab.

Aber: Der moderne Relativismus hat die Herrschaft des Din in Deutschland zerbrochen. Sie hat der Masse der deutschen Muslime, – die ihren Weg ja ohne relativistische Überzeugung einfach nach ihrem Gutdünken ging – bestätigt, daß jeder nach seinem eigenen Gewissen sich seinen Weg bestimmen dürfe, daß es ein Schritt und Tritt des Muslim regelndes Gottesgesetz nicht gebe, daß jeder sich seine Scharia selber schreiben dürfe. Sie hat dem Empörer gegen die Richtschnur des Din bestätigt, daß er ein guter Muslim und seine Ansicht vom Islam die rechte sei.

Drei Tage nach dem Tode des Menschen spaltet sich sein Leib, der Unrat in seinem Innern kommt zum Vorschein: hier nimm, was du gegessen hast. Drei Generationen, nachdem durch den modernen Relativismus die Herrschaft des Quran in der deutschen Muslimgemeinde erstorben ist, kommt Unrat aus dem Innern der deutschen Muslimgemeinde zum Vorschein: hier habt ihr, was eure Nahrung wurde.

Es lehrte der moderne Relativismus: Der Din ist nicht mehr bestimmend. Jeder darf sich aus seiner Religion das heraussuchen was ihm gefällt, das verwerfen was ihn stört. Nur vor seinem Gewissen ist der Muslim verantwortlich. Was Wunder, daß dann das Gewissen bei Einzelnen angesichts der Leidenschaften, der Geldgier, des Egoismus ganz verstummt? Was Wunder, daß, wo kein Gottesgesetz mehr spricht, keinerlei Bindung mehr existiert? Ist Quran, Sunnah und Scharia ewiges Gesetz, dann gut; sind sie es nicht – dann hört dem Menschengesetz, das von keiner Staatsautorität gestützt wird, die Gefolgschaft auf.

Der moderne Relativismus verwarf den Din, um das „Zeremonialgesetz“ abzuschütteln. Das „Sittengesetz“ das er retten wollte, mußte, als Halbes, als freiwillig geübtes Gewissensgesetz in Kürze zusammenbrechen. Der moderne Relativismus hat dem sittlichen Hochstand der Muslime den Todesstoß gegeben.

Eine hochwertige, in sozialer, kultureller, geistiger und sittlicher Hinsicht vorbildliche Nation will der Nationalstolz aus den muslimischen Völkern machen. Jedes Unrecht, jedes Verbrechen seitens eines Volkgliedes ist ihm Unrecht und Verbrechen an seinem Volk. Er würde den Verbrecher strafen wie jedes andere Volk, weil er sich an der Gesamtheit versündigt. Aber welchen Weg an sich, vor Allah, in seinem Innern, der Mensch geht, ist dem Nationalstolz Privatsache. Die Volkszugehörigkeit des Einzelnen wird dadurch nicht berührt. Das Erziehungsziel, das das Volk ihren Gliedern setzt, ist ein von menschlichen Meinungen bestimmtes, von zeitlicher Auffassung bedingtes.

So teilt der Nationalstolz das Los des modernen Relativismus: Es bestimmt sich jeder seinen Weg nach eigenem Urteil, bestenfalls nach dem jeweiligen Volksbewusstsein. Und wenn dieses versagt? Dann muß der Volksstolz sagen: So wie es in jedem Volk gute und schlechte Menschen gibt; so auch bei uns; wir werden das zu ändern nie imstande sein. In dem Mosaik des Volksganzen gibt es ja auch Gottesgläubige und Gottesleugner; Ramadanfastende und Ramadanschänder. Warum dann nicht auch Edeldenkende und – Verbrecher? Bedauerlich und den Edlen tief schmerzend; aber bei einer reinen Volksauffassung unabänderlich. Auch der Nationalstolz wird die Muslimgemeinde vor Verwilderung nicht schützen können.

Und die (Forderer der) Einheit von angepassten Verbandsmuslimen und Islamisten? Gleich uns fordern sie die Alleinherrschaft des Din im Leben des Muslims. Gleich uns wird sie den Abfall vom Quran als Ursache menschlichen Niedergangs im Leben des Muslims empfinden. Gleich uns kann sie kein anderes Mittel zur Besserung als Rückkehr zum Quran und Sunnah kennen.

Aber sie haben sich und damit auch den Quran zur Ohnmacht verurteilt. Die Einheit auch mit Quran-Verächtern zu wahren, betrachtet sie als ihre heilige Aufgabe. Ist die Einheit nicht gesprengt, wenn ein Muslim Quran und Sunnah leugnet und Allah, ist er auch dann noch ein gleichberechtigtes Glied in der neutralen Gemeinde, weist die Gesamtheit, die islamische Ummah oder die diversen muslimischen Verbände und Vereine ihre Glieder nicht auf den Quran als auf den einzig dem Muslim gangbaren Weg, und unterstützen wir das – dann wird die muslimische Gesamtheit den Einzelmenschen nicht mehr erziehen können. Dann muß die Gemeinschaft als solche versagen, dann duldet auch sie, daß sich jeder inmitten der Gesamtheit seinen Weg – sich selber weist, und sei es – zum Verbrechen. Ist einmal die Herrschaft des Qurans im Leben der Gesamtheit durchbrochen, dann sind wir machtlos gegen Verwilderung.

Es gibt für die deutsche Muslimgemeinde keine andere Rettung als die Rückkehr zum Din, zur Scharia, Quran und Sunnah. Nur so kann der Materialismus, die Leidenschaft, der Egoismus des Einzelnen gebändigt werden. Nur der Quran ist als Heilmittel gegen die Hawa (Gelüste) geschaffen worden. Ohne ihn > Verwilderung; mit ihm > Aufstieg. Ohne ihn > Abschaum; mit ihm > Vorbild der Völker.

Das können wir nicht laut und nicht oft genug betonen: von Mund zu Mund, vom Vortragpult und von der Kanzel, in unseren muslimischen Blogs, Foren, Web-Portalen und Zeitungen. Die Masse der deutschen Muslime, die sich voll Abscheu von den Untaten des Einzelnen abwendet, wird dann vielleicht die ihr selbst drohende Gefahr erkennen und wird beginnen, sich zu fragen, ob nicht in der Tat der Weg des Quran der einzig richtige und mögliche ist.

Sie wird begreifen, daß die Erziehung des Einzelmenschen zum hochstehenden Persönlichkeit in der Masse der Muslimgemeinde nur durch das „du sollst“ von al-Ma3ruf (das Gute) und das „du sollst nicht“ von al-Munkar (das Schlechte) [al-amr bi-l-marūf wa-n-nahy ani l-munkar] gesichert ist. Daß die Gesamtheit ihren Gliedern einen von zeitlichen und menschlichen Meinungen unabhängigen Erziehungsmaßstab geben muss. Daß ein solcher Maßstab nur im geschlossenen Quran zu finden ist, deren Erziehungsarbeit wir als Objekte uns hingeben müssen, ohne selbst uns als Richter über al-Ma3ruf (das Gute) aufzuspielen.

Es wird die Masse einsehen, daß, wenn nur der Quran Herrscher in den Gemeinden wäre, wir ein Mittel zur Bekämpfung der Auswüchse in der Muslimgemeinde besäßen. Ein Mittel, das nach innen und nach außen klar und unwiderlegbar zeigen würde; wie sich der Islam als solcher, wie sich Quran, Sunnah und Scharia zu diesen Vergehen stellt. Ein Mittel, das früher in Zeiten der Not stets gebraucht wurde, um die Muslimgemeinde innerlich rein und äußerlich unangreifbar zu machen. Ein furchtbares, grausiges, aber ein wunderbar heilkräftiges Mittel: den Takfir.

Gesellschaftlicher und geschäftlicher Boykott, religiöser Ausschluß und Verweigerung jeder religiösen Tat (selbst des Totengebtes und der Beerdigung), dem Muslim, der den Islam schändet. Entschiedene Abkehr der Muslimgemeinde von solchen Elementen; bis sie in vollendeter Rückkehr den Weg zu Allah und dem von ihm gewiesenen Lebenswandel wieder finden.

Das könnte die Rettung der deutschen Muslimgemeinde sein. Das würde selbst unter einer Herrschaft der Islamfeinde den Islam rein und lauter vor den Augen der Welt und vor allem vor Allah und sich selbst dastehen lassen. Dann könnten wir alle die – in ihrer Zahl weit übertriebenen, aber doch Vorhandenen – muslimischen Räuber, Gewaltverbrecher, Mörder und Gottlosen von uns abschütteln. Dann könnte die Disziplinierung durch den Din und durch die mit dem Din gehorchende muslimische Gesamtheit den Einzelnen zwingen, seine Schlechtigkeit zu überwinden, sich zum Hochstand emporarbeiten.

Es muß wieder einen absoluten islamischen Maßstab für Recht und Unrecht, für Sitte und Unsitte, für Glauben und Unglauben in unserer Mitte geben. Es gibt keinen anderen als die Lehre Allahs, als das Gesetz des Quran, als das Wort des Propheten in der Sunnah, als den Din und die Scharia.

[Quelle (Urtext): http://www.bloggen.be/jesjoeroen/archief.php?ID=1960941]

 

Folgende Begriffe habe ich im Text ausgetauscht:
Juden > Muslime
jüdisch > muslimisch bzw islamisch
Judenheit > Muslimgemeinde
Judentum > Islam
Tauroh > Quran
Talmud > Sunnah
Schulchan Oruch > Scharia
Emunoh > Imaan
orthodox > islamistisch
Liberalismus > moderner Relativismus
Zionismus > Nationalstolz
Einheitsorthodoxie > (Forderer der) Einheit von angepassten Verbandsmuslimen und Islamisten
Sabbat > Ramadan
Jezer Hora > Hawa (Gelüste)
Mitzwoh > al-Ma3ruf (das Gute)
Aweroh > al-Munkar (das Schlechte)
Kaddisch > Totengebet
Cherem > Takfir

Wichtig: Der Text ist und bleibt ein Experiment und beinhaltet deshalb auch nicht den Anspruch auf Richtigkeit in jeglicher Hinsicht. Speziell der Einsatz des Wortes Takfir sollte unter dieser Prämisse verstanden werden. Je nach Leseart ist es aber sicherlich möglich das eine oder andere Aha-Erlebnis zu extrahieren.

 

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3 Antworten auf “Verwilderung der Muslime in Deutschland?”

  1. cairn

    „Die Masse der deutschen Muslime ist heute ohne Quran, Sunnah und Scharia erzogen worden. Nur in der Unterbrechung der Jahrhunderte alten muslimischen Erziehung, nur in Abkehr vom das ganze Leben beherrschenden Din konnte der sittliche Hochstand bei deutschen Muslimen zusammenbrechen. “
    Aha, die Masse der Muslime in islamischen Ländern die kein Unterbrechung hatten sind die Vorbilder eines mustergültigen Zusammenlebens , ein Hort der Zivilisation, Bildung, Fortschritt
    und höchster moralischer Lebensweise ?
    Wer soll hier verscheissert werden ?

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  2. cairn

    „Uns selbst gegenüber hätten wir unsere Pflicht nicht erfüllt, und der zeitgenössischen Muslimgemeinde würden wir damit nicht zum Führer auf ihrem Golusweg.“

    Wer ist den wir, was ist eine zeitgenössische…..
    Meinst du jetzt die Ahmadiyyah als einzige Körperschaft, die Aleviten ?
    Was ist denn ein Standard-Muslim , doch nicht etwa ein sunnitischer ?
    In Malysias sehen die aber ganz anders aus als im vorderen Orient.

    Ich würd mal nicht soviel Stoff in ein paar kurze Sätze packen, da wird man nichts gerecht.
    Mag ja eine nette Gedankenspielerei sein, aber wertlos.
    Nichts wird wirklich angesprochen.
    Zu welcher Richtung rechnet den der Autor sich, wär ja mal ein Einstieg ?
    Hochtrabende Oberlehrerweisheiten sind überflüssig.

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  3. Oum Mokhtar

    Zitat: „wer soll hier versch…….t“ werden?“ Wir wahrscheinlich von Ihnen. Der Verdacht drängt sich nach drei Tagen intensiver Entschlüsselungsversuche Ihres „Geplauders“ auf. Sie scheinen weder an der nachvollziehenden Lektüre des ganzen (!) Textes, noch an einer konstruktiven Auseinandersetzung mit diesem interessiert zu sein.

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