„Meine Hijrah ins schöne Marokko“ – Ein Gastbeitrag

59 Kommentare

Wieviele von uns, die nicht durch irgendetwas hier festgekettet sind, haben das Globusspiel wieder und wieder geübt: Mit dem Finger von Marokko und Mauretanien im Westen bis nach Indonesien im Osten, vom Sri Lanka im Süden bis zum nördlichsten von Muslimen bewohnten Punkt im Inneren Asiens. Und wäre nicht der Hijâz am schönsten? Und sind wir nicht das jeweilig anvisierte Ausreiseziel gründlich durchgegangen und haben es auf Umsetzbarkeit abgeklopft?
Fort in ein Land, wo man als betender Muslim immer noch Teil einer Minderheit, aber eben, so hofft man, keiner verachteten oder zumindest belächelten Minderheit sein wird.
„Hijrah“, so das Zauberwort, das Herzen vieler, vor allem junger Muslime höher schlagen lässt.
Wohin also? Wie sich vorbereiten? Worauf sich vorbereiten?
Ein deutscher Bruder nun hat einige seiner Erfahrungen im schönen Marokko zusammengetragen, um unsere Leser daran teilhaben und davon, bi-idhni_Llâh, profitieren zu lassen.
Sein Bericht nun hier als Gastbeitrag in meinem Verantwortungsbereich. Nur eines von mir, Abdussalam, vorab: Es ist eine sehr, sehr spannende und aufschlussreiche Lektüre, die Euch erwartet!

 

Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm

Wa-l_h°amdu li-Llâhi Rabbi_l-3âlamîn(a), wa-s°alâtu_Llâhi wa-salâmuhû 3alâ rasûlihi_l-karîm(i).
Ash.hadu an lâ ilâha illâ_Llâh(u) wa-anna sayyidanâ Muh°ammadan 3abduhû wa-rasûluh(û).
As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh.

 

Vorneweg eines noch, auf Bitten des berichtenden Bruders:

Es muss vor Risiken und Nebenwirkungen gewarnt werden. Der folgende Bericht ist für Jugendliche unter 18 Jahren nur aufgrund vorsorglich durchgeführter Vorzensur zugelassen.

 

Außerdem gilt der sogenannte „De-Maizière-Vorbehalt“:

Es steht zu befürchten, dass ein Teil des folgendes Berichts ausreisewillige Geschwister verunsichern könnte.

Und nun zum Bericht unseres deutschen Muhâjir:

 

Meine Hijrah ins schöne Marokko

Natürlich träumen viele betende Muslime davon, in einer Umgebung zu leben, in der sie nicht für ihre religiöse Praxis, ihr Erscheinungsbild etc. diskriminiert, sondern ggf. sogar geachtet werden. In einem Land, in dem der Adhân ertönt und man an jeder Ecke sein Pflichtgebet in der Moschee verrichten kann.
Und natürlich gibt es in Marokko all diese schönen Seiten muslimischen Lebens. Zu beachten gilt aber, dass es einen großen, großen Unterschied macht, als was du in Marokko bist. Bist du als Tourist da oder machst als in Europa lebender Maroc für ein paar Wochen im Sommer Urlaub bei Verwandten? Oder wanderst du nach Marokko ein mit viel, viel Kohle in der Tasche, dickem Auto, großem Haus? Dann wirst du vermutlich nirgends so netten Leuten begegnen wie in Marokko. Warum? Weil sie in dir einen wandelnden Geldbeutel sehen, wo es sich vielleicht früher oder später mal auszahlen könnte, wenn man nett zu dir ist.

Diese scheinbar positive Erfahrung machte ich nicht nur vorher, als ich Marokko besuchte, sondern auch noch die ganzen ersten Wochen lang, nachdem ich nach Marokko ausgewandert war. Zu diesem Zeitpunkt wurde ich zwar schon von jedem Maroc ausgelacht, dass ich freiwillig von Deutschland nach Marokko gezogen war, aber immer noch war jeder sehr, sehr nett. Im Lauf der Zeit merkt man aber, dass das nicht ehrlich gemeint, sondern fast immer (es gibt natürlich auch Ausnahmen) mit einem Hintergedanken versehen ist. Man erhofft sich etwas von dir. Du bist der reiche Deutsche, selbst wenn du keinen Dirham in der Tasche hast. Du kannst den Leuten auch tausendmal erklären, dass du keinen Dirham hast, niemand wird dir das glauben. Denn du kommst schließlich gerade frisch aus Deutschland, wo man nach einem Jahr schon einen neuen Mercedes kaufen kann. In Deutschland muss man das Geld nämlich einfach nur von den Bäumen pflücken, das hat man so im Fernsehen gesehen.

Der große Umschwung kommt dann, wenn dein Umfeld merkt, dass bei dir nichts zu holen ist. Dass du tatsächlich nur aus religiösen Gründen ausgewandert bist, wohlwissend, dass dann Schluss mit Luxus ist. Dass du jemand bist, den Wohlstand nicht interessiert. Ab dem Zeitpunkt wirst du uninteressant und siehst sehr schnell, von wem die Freundlichkeit ehrlich gemeint war, und bei wem nur eine Maskerade.
Spätestens dann lässt auch die Freude über das äußerlich islamische Gebaren, die Kleidung etc. vieler Menschen leider stark nach. Denn du erkennst mit der Zeit, dass viele von denen, die dich täglich betrügen, belügen und über den Tisch ziehen, auch alle Bart, Takke und Djellaba tragen und neben dir im Gebet stehen. Und dass all die geheuchelte Religiösität um dich herum nur dazu dient, dein Vertrauen zu gewinnen.

Richtig schwierig wird es dann, wenn DU die Einheimischen brauchst, da du nämlich viele, viele Papiere, Sinnlosgenehmigungen etc. benötigst, um endlich Geld verdienen zu können, und die Leute checken, dass von dir nichts zu holen ist. Wenn du für deine ‚Carte de Séjour‘ [Aufenthaltsgenehmigung] jede nur erdenkliche Erniedrigung und Demütigung stillschweigend ertragen musst, weil du sonst am selben Tag im Knast oder Flugzeug sitzt. Dann merkst du nämlich sehr schnell, dass die Unterdrückung, Demütigung und Erniedrigung, die dir in Deutschland als Muslim begegnet ist, gegen das, was dich nun dort erwartet, das reinste Disneyland war.

Damit hat sich nach meiner Erfahrung schon der eine Teil der „religiösen Vorteile“ erledigt, die von Hijrah-Befürwortern als wichtigster Grund genannt werden.

Als anderer erhoffter religiöser Vorteil wird die angeblich immer noch bessere Gesamtsituation in Bezug auf gelebte Sexualmoral, öffentliche Zurschaustellung von Nacktheit, usw. genannt.

So gab letztens ein Muslim mir gegenüber seiner Meinung etwa folgenden Ausdruck:
„Es soll mal einer versuchen, in Marokko eine Frau auf offener Straße zu küssen. Die Einheimischen würden ihm alle Knochen brechen. So was ist dort ein absolutes No-Go, während es in Deutschland schon beinahe zu offener Zinâ auf den Straßen kommt.“

Es tut mir leid, als ich aber diese Äußerung las, musste ich richtig lachen, weil ich mit meinen eigenen Augen wieder und wieder das genaue Gegenteil gesehen habe.
Zum einen: Ich hab noch nie gesehen, dass in Deutschland Frauen ansatzweise so respektlos wie in Marokko behandelt werden, außer eben auch von zwielichtigen orientalischen Jugendlichen mit merkwürdigem Frauenbild.

Gerade im Landesinneren habe ich Zustände gesehen, die man eigentlich gar nicht wiedergeben kann.
Ich will jetzt gar nicht vom allgemeinen Benehmen, der katastrophalen Umweltverschmutzung, der allgegenwärtigen Misshandlung von Tieren etc. anfangen, sondern einfach nur über den Punkt mit der Zinâ und dem angeblichen Respekt vor Frauen reden.

Zuerst einmal zum erwähnten angeblichen Knochenbrechen, wenn eine Frau auf der Straße geküsst wird. Da habe ich leider nicht ganz verstanden, ob jener Kommentator einen Kuss mit Zustimmung der betroffenen Frau oder vielmehr dagegen gemeint hat.
Sollte er einen Kuss gegen ihren Willen meinen, so zweifele ich daran. Ja, vielleicht, vielleicht würde ihr jemand helfen, und ja, vielleicht würde jemand den Belästiger schlagen.
Generell muss man aber sagen, dass das Belästigen von Frauen in Marokko einfach zum guten Ton gehört, weswegen ich mir nicht ganz sicher bin, ob beim aufgezwungenen Kuss wirklich zufällige Zeugen so handeln würden, wie dieser Muslim meint.

Wenn, wie geschehen, eine Muslimin berichtet, dass sie als 18jähriges verschleiertes Mädchen bei einem Familienbesuch in Marokko bei jedem Ausgang von unablässig von in Djellabiyya gehüllten Männern über 40 bedrängt und belästigt wurde, obwohl sie dabei immer in Begleitung ihres Vaters und eines ortsansässigen Verwandten unterwegs war, so entspricht dies auch meiner Wahrnehmung: Jüngere, unverheiratete Mädchen müssen mit der Situation zurecht kommen, dass ihnen, ganz egal wie sehr sie sich bedecken, hinterher gepfiffen und geschrien wird, dass gegrapscht wird, aus dem Auto heraus gehupt wird, oder sie, wenn sie allein unterwegs sind, in parkende Autos gelockt werden.

Frauen, vor allem junge Mädchen werden doch eigentlich pausenlos auf den Straßen „angebaggert“. Wenn man beispielsweise junge Mädchen alleine auf dem Souk einkaufen gehen sah, musste man einfach nur die Augen offen halten und hat dann meist sehr schnell jemanden gefunden, der genau auf Gesäßhöhe des Mädchens dieses mit dem Handy auf Schritt und Tritt verfolgte.
Gerade im Gedränge auf dem Souk, in der Schalterhalle der Elektrizitätswerke, an der Supermarktkasse oder ähnlichem wird sich dann auch gerne mal „unabsichtlich“ am Gesäß einer Frau gerieben, dieses betatscht, etc. Wenn Mädchen am Straßenrand aufs Taxi oder den Bus warten, sieht man nicht gerade selten verhaltensgestörte Männer, die gröhlend, pfeifend und schreiend auf dem Roller möglichst nah an den Mädchen vorbei fahren und sich benehmen wie wilde Affen, und noch vieles mehr.

Von Dingen wie Sex gegen gute Noten in Schulen oder Sex gegen Job mal ganz zu schweigen.
Wenn sie älter sind, müssen sich Frau dann gegen Beamte in Behörden wehren, die eine Baugenehmigung etc. auch gern gegen Sex mit der Ehefrau des Antragstellers eintauschen. Das ganze bis hin zu medizinischer Versorgung nur gegen entsprechende ‚Gegenleistung‘.
Und wenn die betroffene Frau, wie kürzlich im Fall einer Sexerpressung durch einen Ortsvorsteher, es wagen sollte, das Ganze öffentlich zu machen, wird sie mitsamt der ganzen Familie eingesperrt und ihr Haus abgerissen.

Diese üblen Formen der Belästigung sind leider Alltag für Frauen (wohl nicht nur) in Marokko. Die Menschen dort haben nach meiner Wahrnehmung ein so krankhaftes Verhältnis zur Sexualität, das ich es wohl nie begreifen werde.

Sollte in der Äußerung jenes Bruders aber das Küssen mit Zustimmung der jeweiligen Frau gemeint gewesen sein, dann muss ich schon wieder lachen. Das Küssen zwischen Mann und Frau auf der Straße ist wirklich noch das Harmloseste, was man in Marokko sieht:

Es gab überall, wirklich überall Sextreffs. Auf Friedhöfen, neben Friedhöfen, in Parks, an Flüssen, in Wäldchen, in Autos, einfach überall. Man konnte nicht mit seiner Frau und seinen Kindern an einem abgeschiedenen Ort spazieren gehen, ohne dass man früher oder später irgendein Pärchen in den Büschen gestört hätte.
Öffentliche Zinâ war so dermaßen verbreitet, dass eine tschechische Dorfdisko gar nichts dagegen ist. Und dabei rede ich gar nicht von den Sexclubs, Stripclubs etc., die es an jeder Ecke gab, sondern nur vom ganz normalen Alltagsleben. Nicht umsonst gilt Marokko als Hochburg des (Kinder-)Sextourismus.

 

Mein Resümmee

Mir persönlich sind (leider) neben dem meinen sehr viele Beispiele bekannt von Brüdern, die nach Marokko und anderen Ländern ausgewandert sind und früher oder später mit nichts nach Deutschland zurückkamen. Ein Bruder fällt mir da spontan ein, der das mit insgesamt in 4 Länder durchgespielt hat und jedes Mal wieder mit nichts in den Händen heimkam. Jedes Mal hat er sich in Deutschland wieder mühselig alles aufgebaut, ist erneut ausgewandert und nach kurzer Zeit wieder zurückgekommen, nachdem er wieder alles verloren hatte.

Warum war das so? Weil er faul war? Weil er dumm war? Nein, ganz im Gegenteil. Er hat DEN Fehler schlechthin gemacht und Vertrauen in Menschen mit Bart, Djellaba und schönen Worten auf den Lippen gesetzt. Mit anderen Worten: Immer und immer wieder wurde er von Muslimen belogen und betrogen, bis sie alles hatten, was vorher ihm gehört hatte. Anschließend kam er zurück, und jedes Mal waren es diese „dreckigen Kuffâr“, die ihm wieder auf die Beine geholfen haben…

Das ist nur ein Beispiel. Mir ging es leider, wie gesagt, sehr ähnlich, und ich kenne mehrere Brüder, denen es ähnlich oder teilweise noch viel schlimmer als mir ergangen ist, und das nicht nur in Marokko.

Ein Bruder hat neulich mir gegenüber die Golfstaaten als mögliche Alternative erwähnt. Ich bin da skeptisch.
Die Frage, die sich mir stellt ist: Kann man dort tatsächlich dauerhaft leben? Dass die medizinischen Zustände, etc. dort besser sind, ist mir bekannt. Aber ich persönlich kenne nur Brüder, die dort kurzfristig für Studium oder Arbeit lebten, jedoch sobald das Studium oder die Arbeitsstelle beendet war, das Land verlassen mussten.
Der Haken, der mir bei den üblichen auf ein bis zwei Jahre befristeten, von einem konkreten Arbeitsvertrag abhängigen Visen sofort ins Auge sticht (da ich ähnliches selbst erlebt habe): dass du dadurch aber so lange du dort leben willst, immer von mindestens einer anderen Person abhängig sein wirst. Jetzt könnte man sagen, wenn diese Person eine gottesfürchtige Person ist, kein Problem, der wird das ja nicht ausnutzen. Die Realität in den Golfstaaten (siehe das Verhalten der Einheimischen gegen Angestellte aus Äthiopien oder Pakistan) sieht aber leider meist anders aus.

Was das ganze Thema betrifft, liest man auf Facebook oder anderswo immer wieder Kommentare à la „Sucht keine Gründe bei den Kuffar zu bleiben, Hijrah ist Pflicht, verlasst Deutschland“, usw. usf.
Was ich dabei immer vermisse ist ein Lösungsansatz. Mit der Aufforderung ist es ja nicht getan.
Oft sagen dies leider auch Brüder, die selbst immer noch in Deutschland leben (also auch keine praktische Lösung wissen) oder umgekehrt Deutschland verlassen haben, sich dabei aber selbst in eine Situation gebracht haben, aus der es kein Zurück mehr gibt.

Wenn man eine Lösung für die in Europa lebenden Muslime finden möchte, muss man auch klar sehen und nicht einfach nur Phrasen dreschen. Ein wirklicher Lösungsvorschlag sieht für mich anders aus. Und dafür muss man doch einfach mal der Realität ins Auge schauen:

Die meisten Muslime in Deutschland führen ein Leben, auf dem man nirgends sonst aufbauen kann. Arbeitslosengeld, Putzjob, Zeitarbeitsjob, Schwarzarbeit im Dönerladen, etc. sind doch eher die Regel als die Ausnahme. Das einfach als ganz nüchterne Feststellung, ohne das jetzt weiter bewerten zu wollen.
Nun stellt sich doch die Frage, wie man darauf im muslimischen Ausland aufbauen soll? Was kann man, was dort nicht auch jeder andere kann? Was hat man für Finanzen und wie lange kann man davon überleben, seinen Kindern eine Schulbildung finanzieren, seine Familie medizinisch versorgen lassen, etc.?

Das sind Dinge, die man als klar denkender Mensch bedenken sollte, zumal in muslimischen Ländern niemand auf einen wartet. Vor allem nicht, wenn man nicht gebürtig aus irgendeinem arabisch-orientalischen Raum stammt. Ist man deutscher Konvertit oder sonstig nordisch aussehender Muslim (Bosnier, Tschetschene, etc.) wird man automatisch als wandelnder Geldbeutel betrachtet und nach Strich und Faden benutzt und regelrecht verarscht. Wie soll man sich denn so ein Leben aufbauen? Seine Kinder so aufwachsen lassen?
Dazu kommt, dass man in den meisten muslimischen Ländern seiner Familie absolut keine Sicherheit bieten kann, egal wie blumig man sich die Realität zurechtbiegen möchte.

 

Soweit die Stellungnahme unseres ausgereisten und ernüchtert zurückgekehrten Bruders im Islam.

[Nachtrag: Mittlerweile hat sich im Kommentarbereich eine Diskussion entwickelt, an der sich unser Bruder Abdul Hakim, unser Berichterstatter von seiner Hijrah nach Marokko, auch beteiligt hat. Da sich seine Beiträge sehr gut als Erweiterung seines eh schon interessanten Artikel lesen, findet man deren Links ab nun ganz unten im Artikel- und noch vor dem Kommentarbereich in chronologischer Reihenfolgen angegeben. A.b.A.]

Ich möchte dies gar nicht besonders von meinem Standpunkt eines grundsätzlich immer auswanderungswilligen, jedoch bisher immer auch schlussendlich verhinderten ethnisch deutschen Muslims kommentieren.

Vielmehr möchte ich die Leser einladen, ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Leben in muslimischen Ländern mit uns zu teilen. Dabei denke ich nicht an Reiseberichte o.ä., sondern an Erzählungen, welche die jeweilige gesellschaftliche Realität auch und gerade inklusive der wirklich zu meisternden Hürden widerzuspiegeln suchen. Insbesondere bin ich auch gerne bereit, ähnlich aussagekräftige Berichte wie den obigen als Vorschläge für eine Veröffentlichung als entsprechenden Gastbeitrag entgegenzunehmen.

Was Leserkommentare zu diesem Artikel angeht, so bitte ich die Kommentierregeln, wie hier dargelegt, zu beachten.

Unter Regel 1 findet man auch meine Email-Adresse zur Einsendung eigentlicher Leserbriefe oder Einreichung von Veröffentlichungsvorschlägen zum gleichen Thema.

Wa-Llâhu a3lamu dâ’ima(n). Wa-astagfiru-Llâha wa-atûbu ilayh(i).

Wa-s-Salâm.

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  1. Vom 22. Aug.: comment-5260comment-5261, comment-5268, comment-5269, comment-5280, comment-5281.
  2. Vom 23. Aug.: comment-5296.
  3. Vom 24. Aug.: comment-5324.

Wa-s-Salâm.

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59 Antworten auf “„Meine Hijrah ins schöne Marokko“ – Ein Gastbeitrag”

  1. Mohammed

    Das geschilderte kann ich so bestätigen, auch ich habe ähnliche Erfahrungen in einem anderen muslimischen Land gemacht in dem ich für eine kurze Dauer lebte und dem ist leider nicht viel hinzuzufügen.

    Dennoch möchte ich, ebenfalls aus meiner eigenen Erfahrung heraus darauf hinweisen, dass es Ausweichmöglichkeiten gibt, Orte, an denen man eine starke muslimische Gemeinschaft und religiöse Freiheiten hat.

    Zwar sind dies keine Länder mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit, dafür aber Länder, die einflussreiche, wirtschaftlich erfolgreiche und trotzdem religiöse muslimische Minderheiten aufweisen in die man sich, solange man der englischen Sprache mächtig ist, bestens integrieren kann.

    Canada mit seiner „leben und leben lassen“ Attitüde, Großbritannien mit seinen für jede Volks-oder Religionsgruppe physisch existierenden Parallelwelten, Südafrika mit seiner 400 Jahre alten islamischen Geschichte und einem Status der muslimischen Gemeinde, die dem der Juden in den USA doch sehr ähnlich ist fallen mir da auf Anhieb ein.

    Wenn man nicht auf die positiven Seiten des Westens verzichten möchte, einem aber Burkiniverbot, Schwein-und Alkoholverkaufspflicht, Kopftuchverbot an Schulen und Burkaverbot für nicht existierende Burkas in Deutschland und den französischen Nachbarn sauer aufstoßen, sollte man sich in den englischsprachigen Ländern der Welt umschauen. Es gibt keinen französischen Laizismus, der staatliche Eingriff in die individuellen Freiheiten ist verpöhnt und in den meisten ehemaligen britischen Kolonien z.B. Afrikas oder Ozeaniens leben Muslime seit z.T. hunderten von Jahren, in manchen waren Muslime aktiv in den Freiheitsbewegungen involviert.

    Doch die Voraussetzungen sind dort in vielerlei Hinsicht anders. Da sich der Staat in diesem Teil der Welt in der Einmischung in die Angelegenheiten der Bevölkerung stärker zurückhält, sieht sich der Staat auch weniger in der Pflicht, diese durch Subventionen und Sozialleistungen zu unterstützen. Wer hier nicht arbeiten wollte/konnte wird dort schon garnicht auf einen grünen Zweig kommen. Andererseits bieten die meisten dieser Länder weitaus weniger bürokratielastige Möglichkeiten als Deutschland, um sich Selbstständig zu machen und so seinen Lebensunterhalt zu verrichten.

    Wer will kann es dort nach meiner subjektiven Einschätzung schaffen, wenn man muss schafft man es bestimmt auch als deutscher Schlaffi zu arbeiten.

    Antworten
  2. Muhammad Ibn Maimoun

    السلام عليكم

    Wäre gut zu wissen, wo der junge Mann ungefähr in Marokko gewesen ist. Jedes arabische Land hat seine moralisch saubereren und schmutzigeren Gebiete.

    Der Hauptfehler solcher Zeitgenossen liegt meines Erachtens aber darin, dass sie eine Auswanderung überhaupt für eine uneingeschränkte Pflicht halten.

    Was ich wohl nie verstehen werde, ist, dass die Beweisführung eines Facebook- oder Youtube-Scheichs für diese und ähnliche Loch-im-Kopf-Fatwas sich ja für den Laien überzeugend anhören mag – aber fragt sich denn nie einer dieser mutigen Helden, ob solche teils unrealistischen, teils sinnlosen angeblichen Normen überhaupt zum Geist der Religion Gottes passen und folglich irgendetwas mit der Beweisführung nicht ganz stimmen kann?

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Wa-3alaykum-u_s-Salâmu wa-rah°matu_Llâh.

      Für mich ist aus dem Bericht des Bruders gerade nicht ersichtlich, ob er die Auswanderung in muslimisch dominiertes Land je für seine Pflicht als Muslim gehalten hat.
      Viele gehen da meines Wissens nach einem pragmatischeren Denkansatz vor (den ich aus diesem Bericht äußerlichen Grund auch bei seinem Autor vorliegend vermute): „Hijrah“ ist immer dann, wenn Du von einem „harâm“ zu einem „halâl“ wanderst. Also wenn Du einen nennenswerten Aufwand treibst und Dein Leben änderst, so dass irgendetwas darin sauberer wird.
      Und viele erhoffen sich ein solches Resultat von einer Auswanderung in muslimische Länder, warum auch immer und ohne das hier jetzt bewerten zu wollen. So offensichtlich auch unser hier berichtender Bruder in seiner damaligen Situation.

      Was mir hier am meisten als „Loch-im-Kopf“-Phänomen aufstößt als die jeweilige Motivation vor den Auswanderungen: Das gestörte Verhältnis vieler, insbesondere sich strenggläubig wähnender männlicher Muslime zur gesellschaftlichen Wirklichkeit und den mehr oder minder schlechten Erfahrungen, die man damit macht.

      Leider ist der Hadîth, nach ein rechter Muslim nie zweimal aus dem gleichen Loch gebissen wird, entweder unheimlich vielen völlig unbekannt, oder wird völlig falsch verstanden oder schlimmeres. Auf jeden Fall handelt es sich m.E. dabei wirklich um eine Sunnah, die viel häufiger wiederbelebt werden müsste, als die detaillierte Aufarbeitung der Bartlänge…

      Häufig verfallen Muslime stattdessen in gröbste Formen fehlerhaften Umgangs mit der sogenannten kognitiven Dissonanz. Da wird auf emotionalem Gebiet endlos dem guten Geld schlechtes hintergeworfen, d.h. an einer einstmals getätigten Investition wider alle schlechten und gegenläufigen Erfahrungen rechthaberisch festgehalten. In diesem Sinne verstehe ich auch den Hinweis im Text auf jene Brüder, die nach einer Hijrah nun irgendwo in Muslimistan 3000 Kilometer in dicksten Schwierigkeiten sitzen und diese emotional damit kompensieren zu müssen meinen, dass sie andere Muslime auch im Brustton der Überzeugung per Facebook u. Co auf den gleichen offensichtlichen Irrweg zu locken, koste was es wolle.

      Dass unser Bruder hier mutig ein Gegenbeispiel setzt und zugibt, mit einer Lebensentscheidung voll daneben gegriffen zu haben, um andere vor dem gleichen Fehler zu bewahren, finde ich an seinem Bericht daher fast das wichtigste. Wa-jazâhu_Llâhu khayran.

      Zur kognitiven Dissonanz noch ein Lesetipp: „Ich habe Recht, auch wenn ich mich irre“ von Elliot Aronson wird für jeden, der wirklich etwas zugleich über sich, als auch über seine Mitmenschen lernen will, ein ganz erstaunliche Lektüre sein. Jedem, der dies vermag, würde ich empfehlen, statt der Übersetzung das englischsprachige Original mit dem ebenfalls sehr treffenden Titel „Mistakes were made – but not by me!“ zu lesen.

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

    • Abdul Hakim

      Assalamu alaikum.

      Es macht eigentlich kaum einen Unterschied, in welcher marokkanischen Stadt du dich niederlässt. Die geschilderten Dinge wirst du in nahezu jeder Stadt finden (es sei denn in den absoluten Touristengebieten um Ifrane, Azrou, etc., in denen man eher den Eindruck hat, man wäre in der Schweiz und in denen die Straßen wie geleckt sind, denn man will ja den Touristen eine heile Welt zeigen). In der einen Stadt sicherlich mehr, in der anderen Stadt weniger.
      Ziehst du hingegen in die absolute Pampa wirst du die geschilderten Dinge sicherlich nicht in dieser Form vorfinden. Dafür hast du dort aber ganz andere Probleme, mit denen du dann klar kommen musst. Fehlende Infrastruktur, fehlende medizinische Versorgung, keine Schulen, oftmals nicht mal Strom oder Trinkwasserversorgung.
      Was genau tust du dort dann für den Rest deines Lebens?

      Davon aber einfach mal abgesehen, das eigentliche Grundproblem, dass du als Nichtmarokkaner haben wirst, wird deswegen ja nicht verschwinden. Du bist dem dort herrschenden Ungerechtigkeitssystem gnadenlos unterworfen. Denn egal ob du nun in einer Großstadt lebst, in der oftmals eine größere Fitna herrscht, als in Deutschland oder eben irgendwo in der Einöde: Du brauchst eine Einkommensquelle. Arbeiten darfst du als Ausländer nicht, das ist Marokkanern vorbehalten. Solltest du daran denken, eine Einheimische zu heiraten (dürfte kein Problem sein, solange du mit dem roten Reisepass winkst), wird dir auch das nichts bringen. Denn als Mann wird deine Ehe mit einer Marokkanerin nicht akzeptiert, nur anders herum. Das heißt, willst du länger als 3 Monate am Stück im Land bleiben, musst du ein Geschäft gründen und das ganz egal ob in der Stadt oder in der Wüste. Nehmen wir einfach mal an, du hast hierfür das Kapital, das KnowHow und eine richtig gute Idee bringt dir das noch immer gar nichts. Denn um überhaupt einmal einen einzigen Dirham verdienen zu können, brauchst du viele, viele, viele Papiere und Genehmigungen. Klare Gesetze hierfür gibt es nicht. Das Gesetz macht der Beamte, an den du gerätst. Ist der dir wohlgesonnen (was er sofern du praktizierender Muslim bist schon mal nicht ist) und du bereit bist, ihm viele schöne Geschenke zu machen, nimmt der sich vielleicht auch mal deiner Problematik an. Dann hast du irgendwann nach Wochen oder Monaten einmal einen Stempel. Dann wirst du aber immer noch nichts verdienen können. Denn dann kommen die richtigen Probleme. Du wirst immer und immer und immer wieder durchgecheckt, auf der Straße mitgenommen, von zu Hause abgeholt, befragt, verhört,… Immer und immer wieder. Ich kenne Brüder, die haben dieses Spiel Jahre mitgemacht, ohne je eine Aufenthaltsgenehmigung gesehen zu haben.
      Für all diese Spiele brauchst du Geld und zwar viel Geld. Denn die Zeit wirst du überbrücken müssen. Für Genehmigungen wirst du Schmiergeld zahlen müssen. Für deine Geschäftspapiere wirst du endlos teure Sinnlosbestimmungen erfüllen müssen. Du wirst in dieser Zeit kein Geld verdienen, aber trotzdem deinen Lebensunterhalt finanzieren müssen. Das Spiel kann Jahre dauern. Während dieser Zeit musst du spätestens alle 3 Monate einmal (evtl mit deiner gesamten Familie) das Land verlassen und weißt dann immer noch nicht, ob du wieder rein kommst, egal was du dir zwischenzeitlich aufgebaut hast.
      Du wirst irgendwann mal zum Arzt müssen, den du selbst bezahlen musst. Deine Kinder werden in eine Schule müssen, die du selbst bezahlen musst. Denn in die staatliche Schule dürfen deine Kinder nicht. Auch in eine Quranschule dürfen deine Kinder als Ausländer nicht, zumindest nicht offziell.
      Solltest du gerne mit dem Auto von A nach B fahren, beispielsweise wenn du alle paar Monate das Land verlassen musst, vergiss auch das. Denn ein Auto darfst du als Ausländer nicht kaufen.
      Usw, usf. Dieses Spiel zieht sich Jahre und du kommst keinen Millimeter weiter, dafür wird gesorgt. Während dieser Zeit wirst du drangsaliert, schikaniert und unterdrückt wo es nur geht.
      Die Frage ist, wozu?

  3. Abdallah

    Wa alaikum salam wa rahmatullahi.

    Zu diesem Thema fällt mir so viel ein, ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.

    Ich unterteile es in Punkte:

    Punkt 1: Inwiefern kann man die Kraft aufbringen, sich den zahlreichen Unzulänglichkeiten hierzulande, die eher zu- als abnehmen, zu stellen, nicht aber denen in islamisch geprägten Ländern?

    Das hängt wohl von der Persönlichkeit ab. Ich z. B. fände oben genannte Personen immer noch erträglicher als die Tatsache, das sich im Sachunterricht-Buch meiner 8-Jährigen(!)Schwester Illustrationen befanden, auf denen die Geburt eines Kindes (unzensiert) und Paare beim Sex (unzensiert) gezeigt wurden. Und hört man von Plänen einiger Leute in einigen Bundesländern (Behandlung von allen möglichen sexuellen Abartigkeiten, Besuch eines Bordells, Vorstellung von homosexuellen Praktiken etc.), kommt mir mein Frühstück hoch.

    Man könne jetzt dieses Spiel zugunsten sowohl des Orients als auch des Okzidents spielen und je nach Neigung eine Stoßrichtung wählen.

    Punkt 2: Hat man als Moslem zwingend die Wahl zwischen Pest und Cholera?

    Nein. Denn wenn man nicht all zu pingelig ausgerechnet die negativen Aspekte in verschiedenen islamischen Ländern raussucht und so tut, als sei es ein von Allah gegebenes Recht, solange diese Länder zu meiden, bis die Straßen dort mit Silber gepflastert und die Menschen den Sahaba Konkurrenz machen, kann man auch dort unzählige urbane wie ländliche Orte finden, wo es sich zumindest für Angehörige des jeweiligen Volkes halbwegs gut leben lässt.

    Und selbst wenn man ethnisch völlig fremd ist, so kann man, vor allem bei gutem und gesichertem Einkommen, viele Orte finden, wo man nicht nur den Islam, sondern auch besseres Klima, schönere Landschaften und der in der Folge ein schöneres Lebensgefühl erleben kann.

    Ein Beispiel: Ich war mal für ein Praktikum in Indonesien. Nach nur 6 Wochen fühlte ich mich dort wohler als in meinen 19 Jahren in Deutschland.

    Der Grund: Wie in jedem islamischen Land eine vergleichsweise unglaubliche Erleichterung bei der Ausübung der Pflichtgebete und der Gebetswaschung während (!) der Arbeitszeit. Zwischen dem Unterrichtsraum und dem Gebetsraum lagen ein paar Meter. Nach 20 Jahren Deutschland ist das ein regelrechter Traum.

    Man vergisst hierzulande, dass sowas eigentlich selbstverständlich ist und die Situation hierzulande eine eigentlich inakzeptable Erschwernis ist.

    Dann waren die Leute offenherziger, die Regeln dort lockerer (vom Verkehr bis zum Zoo) und ich fühlte mich so frei wie als Kind nicht mehr. Erst hier merkte ich, wie widernatürlich die unzähligen deutschen Gesetze und Vorschriften für den menschlichen Geist sind und das sie einen regelrecht verkümmern lassen in der Lebensfreude.

    Der Bus hält dort, wo du gerade stehst. Hierzulande fährt der Bus oft ab, sobald der Fahrer die Tür zu hat, selbst wenn er dich noch sieht und du ihm signalisierst, dass du mit musst.

    Und gezahlt wird erst am Ende, keine Minischlange am Anfang wie hierzulande, wo man vor allem mit Fahrkarte sich ärgert, erst einmal die Münzcowboys zahlen lassen zu müssen.

    Rechnet man das hoch auf tausend weitere Alltagserlebnisse, ergibt sich in der Summe entweder ein gestresstes Ich oder ein fröhliches Ich mit freien Kapazitäten im Bereich der Lebensfreude, von denen man nie denken würde, dass diese erschöpft werden könnten (bis man halt nach Deutschland kommt).

    Das ist nur eine persönliche Wahrnehmung, aber unpersönlich gilt in jedem Fall: Ein Muslim hierzulande ist und bleibt ein Fisch in fremden Gewässern. Selbst wenn er sich wohl fühlt in seinem Mikrokosmos, so ist spätestens bei Anblick eines Bordells, nackter Frauen im Sommer und all der Rest wieder in Erinnerung gerufen, dass man lieber vom richtigen Wasser aus ins Jenseits treten würde.

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Wa-3alaykum-u_s-Salâmu wa-rah°matu_Llâhi wa-barakâtuh(u).

      Dem letzten Absatz möchte ich vehement widersprechen.
      Und zwar nur in der Verwendung des Wörtchens „unpersönlich“, womit Du vermutlich „personenübergreifend“ meinst.
      Es gibt in Deutschland ein weltweit wahrscheinlich einzigartige Kultur der Ehrlichkeit in gleich mehreren Dimensionen, inklusive der bei vielen Orientalen nicht sehr beliebten Direktheit.
      Ich möchte dabei weder meinen Stamm noch meine Heimat über den Klee loben, da die genannte Kultur noch nichts im Vergleich zu dem einzig maßgeblichen Vorbild der Sahâbah ist, also, islamisch gesehen, auch in Deutschland in Sachen Ehrlichkeit noch sehr viel zu verbessern wäre. Ich möchte aber schon in aller Bescheidenheit darauf hinweisen, dass 1. Deutschland auch im Urteil vieler Ausländer führend ist, 2. Ehrlichkeit im gesellschaftlichen Umgang nicht nur eine islamische, sondern eine für den Islam einer Person unerlässlich grundlegende Eigenschaft ist. (Vgl. den Hadîth über die drei Eigenschaften des Heuchlers, dass er kein ehrliches Wort rede, das anvertraute Gut nicht bewahre und die Verträge nicht einhalte.)

      Insofern habe ich mich selbst und gerade in vielen Kreisen „engagierter Muslime“ nie heimisch und wohl fühlen können, da nämlich offene Unehrlichkeit und eklatante persönliche Unzuverlässigkeit unter heutigen Muslimen, insbesondere „frommen“ nicht die absoluten „no, no!“’s sind, die sie nach Quran und Sunnah sein müssten.

      Was die Schulsituation angeht, so kürzt sich für mich vieles darauf zusammen, dass Deutschland als eines nur weniger Länder eine Schulbesuchspflicht kennt, also ein regelrechtes staatliches Monopol auf schulische Erziehung (d.h. das Verbot jeder Form von „home-schooling“). Dem könnte allein schon eine Hijrah ins ländliche Österreich abhelfen. Mit dem Ausweichen in ländliche Gegenden ist man in Europa auch viele andere, offensichtlich eher mit den Städten verbundene Probleme los.

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

    • Muhammad Ibn Maimoun

      السلام عليكم
      Lieber Bruder @Abdallah,

      mit Verlaub, dein Beitrag liest sich für mich stellenweise wie derjenige eines an Luxus gewöhnten Menschen, der die Gelegenheit hatte, einen noch größeren Luxus zu schmecken 🙂

      Und das mit den lockereren Verkehrsregeln ist für mich eigentlich ein Minus- und kein Pluspunkt. Ich habe bisher ein einziges Mal in meinem Leben an einem Wendeverbot gewendet (sind ja nur Menschengesetze), und prompt gab es dafür ein Bußgeld. Genau hierfür danke ich Gott {erh.}, denn hätte es diese Erziehungsmaßnahme nicht gegeben, hätte es dieses Verhalten seitdem von mir womöglich so oft gegeben, bis es gekracht hätte.

    • Abdul Hakim

      Assalamu alaikum Abdallah.

      Die Frage ist ja, ob diese Unzulänglichkeiten in Deutschland tatsächlich schlimmer sind, als in den muslimischen Ländern. Ich kann wie gesagt selber nur von Marokko sprechen und da muss ich klar und deutlich sagen, dass die Probleme die wir als Muslime in Deutschland haben, gar nichts sind gegen das, was einen praktizierenden Muslim dort erwartet.
      Die von dir geschilderten Abartigkeiten wirst du in ähnlicher oder teils noch schlimmerer Weise auch dort vorfinden. Zumal das Meiste, was du beschreibst, in Deutschland ganz einfach umgangen werden kann. Man muss nicht in einer deutschen Großstadt leben und wenn man dort lebt, muss man keine Straßen durchqueren, in denen das zu sehen ist, was du beschreibst. Wenn du das nicht willst, zieh aufs Land und schaffe dir ein Umfeld, in dem du gut leben kannst.
      Ich lebe wieder in Deutschland und sehe so etwas nie.
      Dafür hast du noch dazu in Deutschland ganz andere Freiheiten, deine Religion auszuleben und deinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Du kannst dir hier etwas aufbauen, ohne dass es dir jemand anderes zerstören oder sabotieren kann. Ohne dass du eine Möglichkeit hast, dich zu wehren. Ohne dass dich jemand einfach nur deswegen verhaften kann, weil du grad an der falschen Straßenecke herumstehst oder ein Spion aus deinem Wohnviertel dich meldet, weil ihm aufgefallen ist, dass du mit einem Rucksack zum Einkaufen geht.
      Deine Erlebnisse in Indonesien schön und gut. Von einem Kurzaufenthalt in einem Land kann man jedoch nicht auf die tatsächlichen Lebensbedingungen schließen, wenn man dort tatsächlich (über-)leben muss. Oder lebst du inzwischen dort und kannst davon näheres berichten?

  4. Abdallah

    Eine Sache noch: Es ist unzulässig (ausgerechnet) von Nordafrika auf islamische Länder im Allgemeinen zu schließen.

    So wirkt es zumindest. Man schließt ja auch nicht von den USA hinsichtlich der sozialen Absicherung auf Deutschland …

    In der Türkei, Indonesien, Malaysia usw. findet man definitiv kein Sex in jeder Ecke, tatsächlich habe ich dort nie ein küssendes Paar gesehen. Und ich war in einem der Länder länger als der Bruder in Marrokko.

    Ich nehme an, der Bruder geht nicht nach dieser Methode vor: „Okay, okay. Ich mach es. Aber wehe, das gewählte Land wird mies. Dann kehre ich sofort nach DEU zurück. Und wehe, jemand kommt mir jemals wieder mit diesem Thema. Was? Fehlgriff mit Marokko? Anderes islamisches Land ausprobieren? Keine Erschwernis in der Religion! Ich bleib hier“

    Nordafrika hat offenbar einen völlig anderen Weg genommen als Orient, Kleinasien, Südostasien etc.

    Es ist bezeichnend, dass Silvester in Köln von Nordafrikanern definiert wurde, nicht von Kurden, Türken, Persern …

    Dass sich Türken zu Gruppen um blonde Touristen versammeln? Undenkbar, jeder, der sich dort auskennt, weiß wie wichtig „Terbiye“ und „Ayip“ den Türken sind.

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Wa-3alaykum-u_s-Salâmu wa-rah°matu_Llâh.

      Man hört von anderen Muslimen aber auch anderes. Übrigens insbesondere was Indonesien angeht. Ganz anderes.

      Vielleicht ist es einfach so, wie hier auch: Um die Reeperbahn und ihre Atmosphäre zu meiden, musst Du nicht unbedingt nach Jiddah, da reicht ggf. schon irgendein Dorf in Niedersachsen vollständig aus.
      Umgekehrt genauso.

      Unser Berichterstatter, jazâhu_Llâhu khayran, hat nicht verallgemeinert, sondern vor einer Verallgemeinerung gewarnt.

      Also: Nicht blauäugig sein! Informationen einholen! Nicht nur mit einem Plan B, sondern am besten einem Plan C und D in der Tasche auswandern! Sprachen lernen! (Inkl. f. xy-stämmige, die nach XY-Land auswandern: endlich mal die Muttersprache als Schrift- und Bildungssprache richtig erlernen!) Die Englischkenntnisse perfektionieren! Einen für das Auswanderungsziel relevanten hochwertigen Beruf von der Pieke auf erlernen! Ausreichende Ersparnisse ansammeln!
      Vor allem aber: Nicht für die vielen, vielen moralischen Mängel im ersehnten „Dâri-l-Hijrah“ blind sein! Sich dessen bewusst sein, dass manches auch hier besser ist, auch islamisch gesehen (siehe Ehrlichkeit im gesellschaftlichen und insbesondere Geschäftsleben und auf Behörden (!))! Nicht aus allen Wolken fallen, wenn man mit den Haken und Ösen des gesellschaftlichen Umgangs am Ziel seiner Reise konfrontiert wird, sondern diese sogar vorher kennen und ihrer schädlichen Wirkung, so gut es geht, vorbauen!

      Der Muslim MUSS schlau sein und dazu gehört auch, aus den schlechten Erfahrungen der anderen zu lernen. Sonst muss er sie nämlich erst selber machen und wird damit in seinem Leben nicht fertig.

      Insofern noch einmal: Informiert Euch über kognitive Dissonanz, lest den oben bereits von mir empfohlenen Titel „Ich habe Recht, auch wenn ich mich irre“ / „Mistakes were made but not by me“!

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

  5. anonym

    „Warum war das so? Weil er faul war? Weil er dumm war? Nein, ganz im Gegenteil. Er hat DEN Fehler schlechthin gemacht und Vertrauen in Menschen mit Bart, Djellaba und schönen Worten auf den Lippen gesetzt. Mit anderen Worten: Immer und immer wieder wurde er von Muslimen belogen und betrogen, bis sie alles hatten, was vorher ihm gehört hatte. Anschließend kam er zurück, und jedes Mal waren es diese „dreckigen Kuffâr“, die ihm wieder auf die Beine geholfen haben…“

    [Rein persönliche Bemerkung gelöscht.]

    Die Hijra ist eine Aufgabe, welche je nach Fatwa und Gelehrter gar eine Pflicht sein kann.

    Die Welt ist grösser als Marokko und wenn Geschwister Hijra machen wollen, macht dies zusammen und somit könnt ihr wo auch immer vor Ort eine Gruppe bilden.

    Dieser Text ist sicherlich richtig für die Konvertiten.
    Jedoch können vorallem Bruder ,die Familie dort haben, einfacher die Hijra vollziehen in diese Länder, z.B Türkei.

    Die Hijra muss ja nicht zwingend in einem Land des Islams sein sondern kann auch dort vollzogen werden, wo man nicht unterdruckt wird, soweit ich weiß und Allah weiss am besten.

    [Unsachlicher Absatz mit persönlicher, unbegründeter Kritik gelöscht. A.b.A. Bitte noch einmal meine Regeln beachten. Beim nächsten derartigen Verstoß wird der Gesamtkommentar nicht freigeschaltet.]

    Und für die Konvertiten ein Tipp: Macht doch gemeinsam Hijra. Die die Familie haben, schaffen es ja durch Familie und davon gibts sehr viele Beispiele, wie z.B Afghanen zurück die Hijra machten nach Afghanistan und dies erfolgreich, obwohl Afghanistan in vielen Bereichen Marokko nichts nach steht.
    Die hatten Familie, Bildung und den Mut.
    Ihr habt sicherlich auch Bildung und Mut und solltet euch zusammentun, damit ihr auch so gesehen eine Familie habt.

    Ihr solltet auch Hilfe suchen bei Familien von Brüdern aus Deutschland oder gar die Hijra machen in Ländern, z.B die Türkei, wo man frei leben kann aber auf weniger schlimmes trifft, als in Marokko.

    Ich meine, die Gemeinschaft vom Propheten hat damals ja die Hijra als Gruppe getan und nicht jeder Individuell und das ist wohl ein wichtiger Unterschied zwischen heutigen vereinzelnten Brüdern, welche nichtmal Familie oder Freunde dort haben und den damaligen Sahabis, welche als Gruppe gingen.

    Jedoch muss man anmercken, dass die Hijra kein „Paradies“ im Erden sein soll.

    Viele Muslime argumentieren, dass die Hijra nicht gut sei, weil die Bildung nicht dort so hoch ist etc. was nicht nur eher weltlich gesehen ist, sondern auch nicht ganz stimmt, da man auch dort oftmals studieren kann, sofern man bisschen Geld hat.

    Vielmehr, hatteb die Sahabis die Hijra vollzogen aber dennoch soweit ich weiss eine schwere und mühsame Zeit gehabt.

    [Wiederholungen gelöscht. Siehe bitte auch oben.]

    z.B geht man als einzelner Passport beantragen in manchen Ländern, so kann dies ein richtiges Problem wegen, wegen der Korruption aber wenn man da schon mit mehreren Leuten erscheint, so ändert sich schnell die Situation, was meine Erfahrung ist mit so welchen Situationen.

    [Wiederholungen und allgemeine Behauptungen gelöscht. Siehe bitte auch oben.]

    PS. Geld, Geld regiert die Büro Mitarbeiter in den Ländern, worin viele die Hijra planen, d.h Geld sparen und für den Passport und Ausweis bezahlen und die Sprache lernen und einen Job vor der Hijra suchen, sollte zumindestens in erwägung gezogen werden, was mein Tipp ist….

    Ansonsten möge Allah euch „Hijra Versucher“ für eure Mühe mit dem Paradies belohnen Amin.

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Wa-3alaykum-u_s-Salâm wa-rah°matu_Llâh.

      Was mich zuallerst einmal erstaunt, ist die Regelmäßigkeit, mit der Muslime, die bei anderen ganz arg auf der Befolgung der Sunnah bestehen, Schwierigkeiten damit haben, den Friedensgruß zu erwidern.

      Zweitens möchte ich dem Kommentarschreiber, aber auch allen Lesern seines Textes die Lektüre meiner obigen Antwortbeiträge empfehlen.

      Drittens möchte ich darauf hinweisen, dass ich dem Text bisher nur folgende „harte“ Information bzgl. der Meinung des Autors habe entnehmen können:
      1. Hijrah ist im allgemeinen gut.
      2. In der Gruppe ist sie leichter.
      3. Bemühen ist wichtig.

      Dem wollte auch niemand widersprechen.

      Darf man ansonsten fragen, von welchem Dâri_l-Hijra aus Du mit uns kommunizierst?
      Falls Du noch in Deutschland leben solltest: Welche konkreten Ausreisevorbereitungen hast Du unternommen?

      Solltest Du weiter hier kommentieren wollen, erwarte ich, nach Deiner obigen Gardinenpredigt, die Du wahrscheinlich für eine Nasiha hältst, von Dir in einem nächsten Beitrag unbedingt eine echte Nasiha, wie sie uns der Bruder oben in seinem Bericht geliefert hat.
      Da wir immer vom Positiven, also hier von der Ehrlichkeit Deines Einspruchs, ausgehen wollen, müssen wir zum Schluss kommen, dass Du selber bereits konkrete Erfahrungen auf dem Gebiet des Hijrah-Wesens gesammelt hast und aus diesen heraus sprichst.

      Lass uns bitte daher alle an Deinem praktischen Wissensschatz teilhaben!

      Wa-lâ h°awla wa-lâ quwwata illâ bi-Llâh.
      Wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

    • anonym

      [Der Nutzer „anonym“ bezieht sich inhaltlich auf diesen Kommentar von mir:
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=2221#comment-5227
      und zitiert ihn bis auf die letzten beiden Absätze, was ich hier als m.E. unnötige Wiederholung meiner Worte herausgekürzt habe. Abdussalam b.A.]

      Dieser Text von dir ist das, was ich auch als richtig empfinde, man hätte dies aber gerne schon oben im Haupttext verfassen können, damit der Sinn des Textes eindeutig sein könnte.

      Wa Aleykum Salam.

  6. Abdallah

    @Abdussalam

    Bruder, ich hab mich missverständlich ausgedrückt: Es ist nicht nur das Vorhandensein von X, sondern auch das Fehlen von Y, das mich hier stört.

    Ja, ein Dorf in Deutschland ist ruhig, gesittet, zivilisert, keine Frage. Aber was ist mit der Gesellschaft dieser Leute? Mit einem Abdullah zur Dorfmoschee ist nicht auszugleichen hierzulande, da kann es hier noch so rechtstaatlich zu gehen.

    Sein Leben lang Kirchglocken statt Muezzin, Bier statt Ayran in der Hand der Nachbarn?

    Ich finde es befremdlich, wie Unsitten in Hijrahländern derart überhöht, Katastrophen hierzulande aber regelrecht relativiert werden.

    Wieso sind den Sextreffs in Marokko erwähnenswert im Sinne contra Marokko, aber Schwulenparaden unter freiem Himmel nicht erwähnenswert im Sinne contra Europa?

    Wie auch immer, ich plane meine Auswanderung in die Türkei und such mir dort eine ruhige Gegend. Und wer hier an Bordellen vorbeigehen kann, kann dort auch an XY vorbeigehen.

    Wer hier die Aura von Gottfernen akzeptieren kann, der kann dort auch die Aura von Assis ertragen.

    Nur gibt es dort Moscheen an jeder Ecke und je nach Land auch zahlreiche ehrliche und gute Leute.

    Muss jeder für sich entscheiden

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Wa-3alaykum-u_s-Salâmu wa-rah°matu_Llâh.

      Ein Teil des von Dir erwähnten fällt unter Geschmackssache, wenn auch islamische begründete, hat aber mit einer islamrechtlichen Bewertung NICHTS zu tun.

      Den, sagen wir mal, beschönigend, schwierigen Umgang in den heutigen orientalisierten Kulturen muslimischer Länder mit dem Thema „Ehrlichkeit“ NICHT als große Katastrophe zu sehen, muss ich leider zumindest als Unsitte des Denkens eines Muslims werten. Der von mir angesprochene Hadîth über die drei Eigenschaften des Heuchlers steht immerhin in den großen Hadîth-Sammlungen im Kapitel über den Îmân; eine verlässliche Version endet mit der Aussage „…und wer sie alle drei hat, ist ein vollständiger Heuchler [d.h. im Sinne der Wertlosigkeit seiner Shahâdah vor Allah (swt)!!] und wenn er betet und fastet.“

      Insofern auch zur vermeintlich größeren „Gottferne“ der Menschen hier.

      Was Marokko angeht, weigere ich mich dagegen, dass Du als (korrigiere mich) junger, unerfahrener Mann einfach den obigen Erfahrungsbericht eines Muslims, der teuer für seine Hijrah UND sein Zutrauen in betende Muslime als „ehrliche und gute Leute“ bezahlt, billig abwerten willst. Ich halte das auch für intellektuell regelrecht unredlich.
      Das muss ich auch deshalb sagen, weil arg viele Konvertiten jahrelang dafür bitter bezahlen müssen, dass sie betenden Muslimen einfach das Durchschnittsvertrauen entgegenbringen, welches sie einem vergleichbaren deutschen „dreckigen Kâfir“ aus guter Erfahrung gegenüber den an den Tag gelegt hätten. Wenn sie dieses heiße Eisen öffentlich anzupacken wagen, stürzen x Orientalen eilfertig über sie her, um ihnen klarzumachen, dass die muslimische Welt nicht so ist, wie sie ist.
      Doch, sie ist so. Unheimlich verheuchelt und unehrlich, und zwar weit mehr und stärker verseucht als der in der Beziehung auch nicht lustige Westen.
      Und das Heucheln und Lügen und Beschönigen etc. ist keine Unsitte, das ist eine Art, wie man JEDEN Nutzen des Islams in sein Gegenteil verkehren kann, wie der erwähnte Hadîth schon warnt. Und die betenden Muslime sind da nicht besser, sondern in ihrer Mehrheit schlimmer. Punkt. (Ist übrigens auch bei Juden und Christen so: Die größten Kirch- oder Synagogengänger sind nicht die ehrlicheren. Und wenn sie unehrlich sind, dann sind sie die schlimmsten Lügner, Heuchler, Betrüger, Neider etc.)

      Schamhaftigkeit im Islam darf man nicht nur auf das Thema „unten rum“ reduzieren. Wer sich nicht schämt zu lügen, dem nützt der Islam GAR NICHTS.

      Die Sextreffs in Marokko sind übrigens ganz einfach deshalb erwähnenswert, weil der Ausreisewillige von ihrer Existenz und ihrer anscheinend flächendeckenden Verbreitung in manchen Gegenden gar nicht ausgeht. Und es könnte ggf. wichtig sein, sich, wenn schon Marokko (weil man z.B. selbst oder die Gattin von dort stammt), NICHT eine Region auszusuchen, wo derartige sittliche Verwahrlosung vorherrscht, damit man nicht vom Regen in die Traufe auswandert.

      Aufwachen, junger Mann!
      Und ganz unbedingt für Dich: Meinen Buchtipp beachten, gleich kaufen, gleich lesen. „Ich habe Recht, auch wenn ich mich irre“ von Elliot Aronson. Selbsterkenntnis (d.h. die Fähigkeit zur Selbstreflexion) ist ein Grundpfeiler echter Weisheit, wirklichen islamischen Wissens! Hier heißt von den (echten) Sûfîs lernen wirklich siegen lernen!

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

  7. UmmSabiqun

    Ein ziemlich umstrittenes Thema..
    Marokko war nie ein Land der Hijrah und wird es auch nie werden.
    Es ist ein islamisch geprägtes Land, weil das Volk muslimisch ist.
    Die meisten von ihnen praktizieren entweder kaum oder haben sufistische Hintergründe..
    Eine sehr korrupte Regierung.
    Nur weil es Masaajid gibt und der Adhaan ausgerufen wird, heißt es nicht, dass es ein Land der Hijrah ist.
    Ich persönlich habe auch genug Erfahrung machen müssen, die einheimischen Frauen tragen mittlerweile den Niqaab um ihr Gesicht zu schützen, weil sie in Wahrheit Prostituierte sind, so kann eine gläubige Schwester nicht mehr alleine in Nador auf die Straße gehen, da die Männer ihr sonst Nummern zustecken da sie denken sie sei eine Prostituierte.

    Marokko ist nicht wirklich anders als Tunis, der einzige Unterschied ist, dass der Dhaalim von Saadis nicht alles so offenkundig macht wie es in Tunis der Fall ist.
    Wie der Bruder schon sagte, entweder man führt aus was sie wollen oder kommt hinter Gittern.

    Mag sein, dass diese „dreckigen Kuffar“ aus Deutschland immer wieder helfen, dennoch brauch man sie nicht all zu viel zu loben, denn als deutscher Staatsbürger hat man nun mal Rechte die eben jeden zustehen. Genau so gut könnte ich viel negatives aufzählen hier in Deutschland.

    Fakt ist, dass wir hier nichts zu suchen haben, in einem Land wie Marokko oder Tunis aber noch weniger.

    Vielleicht müssen wir ganz wo anders anfangen nach einer Lösung zu suchen, und zwar bei uns selbst.
    Was benötigen wir alles? Können wir auf alles verzichten, was uns in Akhirah kein Nutzen sein wird? Vielleicht müssen wir uns mit etwas mehr Zuhd und Wara3 erziehen?!
    Wenn wir dann an uns gearbeitet haben und unsere Traumvorstellungeb runter geschraubt haben… könnten wir uns dann ein Leben mit Wasser und Brot in einer Wüste vorstellen? Vielleicht etwas mehr vielleicht auch mit weniger?
    Was ich damit sagen will ist, wir können keine islamischen Erwartungen haben, wenn wir in Großstädten leben und vor allem nirgends mit Shari3ah regiert oder ausgeführt wird..

    Ich bin sicher, dass der erste Schritt für eine Lösung, die Änderung an uns selbst ist.

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Wa-3alaykum-u_s-Salâmu wa-rah°matu_Llâh.

      Einige kleine Anmerkungen:

      – Zu den „Sûfîs“: Allgemein gilt Saudi-Arabien, ein Land, in dem Sufis seit langem schon keine prägende gesellschaftliche Rolle mehr spielen, unter Arabern als eines der im Kern (bzgl. der Moral seiner Bevölkerung) als verdorbensten. Ich finde es völlig verfehlt, das Problem an einer Gruppe von Sekten aufzumachen.

      „Fakt ist, dass“: „Fakt ist“ m.E. bloß, dass Du das hier einfach in den Raum stellst. Wir sind hier weder eine „Kalifatsamt“ noch ein „Dari_l-Iftâ'“, auch keine islamtheologische Hochschule etc. pp., und erwarten auch von unseren Lesern, dass sie solche Aspekte nicht per rhetorischer Volte in den Text einführen. Wenn Du Deine Meinung sagen willst, sag‘ sie bitte ALS Deine Meinung. Wenn Du die Meinung der von Dir bevorzugten Gelehrten hier zitieren willst, dann tue dies, aber bitte vollständig mit Quellenverweis.

      – Dass die Selbsterziehung als wichtigster Teil des „Fliehens zu Allah (swt)“ (al-firâru ila_Llâh) das Fundament jeder Verbesserung in unserem Leben sein sollte, können wir allein dem Worte Allahs (swt) in Sûrati-r-Ra3d (Â.11) entnehmen:

      „Inna_Llâha lâ yugayyiru_mâ bi-qawmin h°attâ yugayyirû mâ bi-anfusihim“

      Leider hat es m.E. in den letzten Jahren gerade in (selbstgefühlt) salafîtischen Kreisen eine systematische Abwertung von „Jihâdi_n-nafs“ gegeben, obwohl die Aussage „Al-mujâhidu man jâhada nafsahû li-Llâh“ nach Al-Albani eine gesunde Überlieferungskette als Hadîth besitzt. (Etwa: „Mujâhid ist der, der gegen sich selbst und sein Ego für Allah (swt) Jihâd führt.“)
      Insofern finde ich sehr wichtig, dass Du diesen Punkt ansprichst.

      Der Artikel war übrigens als eine Hilfestellung beim insofern für jede Verbesserung unserer Lebenslage zentralen muslimischen lebenslangen Lernen gemeint.

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Ein wichtiger Nachtrag:

      Mir sind erst jetzt zwei Dinge nachteilig an Deinem Beitrag aufgefallen:

      1. Der fehlende Friedensgruß: Allah (swt) sagt in Sûrati-n-Nisâ‘ (Â.86):

      „Wa-idhâ h°uyyîtum bi-tah°iyyatin fa-h°ayyû bi-ah°sana minhâ aw ruddûhâ – inna_Llâha kâna 3alâ kulli shay’in h°asîba(n)“

      Beachte bitte bei den von mir verfassten Artikeln, dass JEDER Leser zweimal mit dem Friedensgruß, einmal sogar in erweiterter Form bedacht wird.

      2. Dein Nick: Bitte ändern, sonst werde ich zukünftige Beiträge von Dir nicht freischalten (vor allem entsprechend meiner Regel 8).
      Denn erstens gilt es unbedingt zu vermeiden, auch noch als strenggläubiger Muslim die koranische Sprache zu verhunzen. Es heißt nämlich korrekt „Umm Sâbiqîn“, d.h. die „Mutter von Vorangehenden“, oder „Umm Sâbiq“, d.h. „die Mutter EINES Vorangehenden“ bzw. „die Mutter von Sâbiq“.
      Da die „Sâbiqûn“ laut Sûrati-l-Wâqi3ah (Â.10 ff.) die am Jüngsten Tag (!) führenden (!) Mu’minîn (!) sein werden, meine ich ferner, dass die Kunyâ in der Pluralform unter das streng verbotene religiöse Selbstlob fällt, entsprechend den schließenden Worten aus Âyah 32 von Sûrati-n-Najm:

      „Fa-lâ tuzakkû anfusakum Huwa a3lamu bi-man-i_ttaqâ“

      Außerdem ist „Ummu_l-Mu’minîn“ ein speziell von Allah (swt) im Edlen Quran in Sûrati_l-Ah°zâb (Â.33) offenbarter Ehrentitel NUR für eine der edlen Gattinnen des Gesandten Allahs (sAs), zu denen Allah (swt) in Sûrati-l-Ah°zâb spricht und u.a. in Âyah 32 zu deren Beginn sagt:

      „Yâ nisâ’a_n-nabiyyi lastunna ka-ah°adin min-a_n-nisâ'(i)“

      Daher gleicht es m.E. einem regelrechten Widerwort gegen Allah (swt), wenn eine einfache Muslima (und DAS alleine sollte doch als Ehrentitel, den sie sich ihr Leben lang erst noch verdienen muss, völlig reichen – desgleichen für die Männer natürlich) sich eine Kunyâ vergleichbaren Anspruchs wie „Umm Sâbiqîn“ zulegt.

      Der Gesandte Allahs (sAs) ließ übrigens wenige Muslime ihren Namen ändern. Seine Gattin Juwayriyah (ra) jedoch hieß von ihren Eltern her „Bârrah“, also „diejenige, die ‚birr‘ übt“, „die mustergültig Fromme“. Diesen Namen wies der Prophet (sAs) sie an, in „Juwayriyah“ zu ändern, da solch „fromme“ Namen den Hochmut förderten.

      Also ein perfekte Gelegenheit, eine wichtige, mit dem islamischen Tawhîd eng verbundene Sunnah wiederzubeleben!

      Insofern muss ich Dir natürlich auch für Dein restliches Leben als Dein Bruder im Islam striktestens von einer weiteren Verwendung dieses Pseudonyms, auch in einer rein sprachlich korrekten Form, abraten.

      Beide Anmerkungen fügen sich auf rein praktisch-islamischer Ebene natürlich wunderbar in Deinen hervorragenden Ratschlag bzgl. des Änderns seinerselbst ein. Ich wollte sie Dir auch deshalb nicht vorenthalten.

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

  8. Ein Bruder

    bismillahi arRahmani arRahim
    alhamdullillah wa asSalatu wa asSalaamu alaa rasuli Llahi wa alla aalihi wa sahbihi wa man ba3dahum,
    as salamu aleykum wa rahmatu Llahi wa barakatuhu,

    Ein geehrte Bruder hat mich auf diesen Beitrag in diesem Forum hingewiesen, da er weiß, dass ich auch in Marokko lebe. [Ohne ersichtlichen Sachbezug: Gekürzt. Admin.]

    Leiber Bruder,

    [Ohne ersichtlichen Sachbezug: Gekürzt. Admin.]
    Wie ich verstehen konnte, du suchst eine perfekte Gesellschaft, eine Gesellschaft, in der al-Ansar die al-Muhajirin empfangen und ihnen islamische Hilfe für ihre Auswanderung leisten.
    Wenn du diese Gesellschaft suchst, so musste du wissen, dass du sie niergenwo finden wirst außer evtl. in einigen Erdflecken, wohin man aber nicht gehen möchte. Und das Wissen liegt bei Allah.
    Ich bin aber fest davon überzeugt, dass das Problem nicht in diesen Gesellschaften liegt, sondern in uns selbst, wir wollen eine perfekte Gesellschaft, ein Land, das nach Scharia regiert wird, jedoch sind wir nicht bereit für diesen Wunsch uns anzustrengen. Uns ist leider die EIgenschaft geblieben, Kritisieren und Sitzen.

    Und gewiss, gar mit Sicherheit, in Marokko wirst du Ecken finden, wo du nur religiöse und gute Muslimen finden wirst (das ist eigene Erfahrung).

    Nun zum das Land Marokko, ich bin hier seit ca. 2.5 Jahre. Wir -als Familie nicht Marokkaner- haben hier auch einige Erfahrungen gemacht. Wenn ich anfange hier meine Geschichte zu erzählen, was mit mir so Brüder, die ich aus Deutschland kannte, gemacht haben, so wird mir der Kragen zum zweiten Mal platzenIch. Aber trotzdem sehe ich keinen Grund, um alles abzubrechen und zurück nach Deutschland zu gehen. Sogar ich danke Allah dem Erhabenen, dass es alles so gekommen ist und kommt, das ist alles khayir.

    Die NEGATIVE ERFAHRUNGEN überwiegen die POSITIVE, jedoch wenn ich alles auf die Waagschale lege und gesund betrachte, so sehe ich, dass es doch für mich und meiner Familie besser ist, als wenn ich in Deutschland lebe würde.

    Ja, es stimmt, die Gesellschaft ist kaputt. Der Islam als Religion des Propheten und Sahaba gibt es fast hier nicht, ja, es stimmt, das Benehmen und die Moral der Menschen ist verdorben.
    Die Behörden sind korrupt, keine Ordnung, Kein Plan, keine eigenständige kostenlose Bildung usw. Ich erwähne hier nicht Sachen wie Medizin usw. da dies in fast keinem arabischen Land auf einem ermessenen Nivea ist.

    ja, es stimmt, es gibt keine Bruderschaft, Niemand wird dir helfen. Im Gegenteil du wirst verraten, die langjarige Bruderschaft für paar verachtenswerte Dirham verkauft. Du wirst noch viel erleben und erleben und manchmal evtl. weinen, warum die Muslimen so sind, obwohl sie dasselbe Buch haben, das in Zeiten ihres Propheten gelesen wurde.
    ja, es stimmt, die Heuchelei ist da, sie ist vorhanden. Keiner traut dem andern.

    Aber meine Frage, ist es ein Grund, dass man eine Gesellschaft, in der Azan gehört wird, wo alle 5Gebete in Gemeinschaft verrichtet werden, wo man den Ramadan richtig erlebt.
    Eine Gesellschaft, wenn allein die Belohnung vom islamischen Gruß bewusst wird usw. für eine Gesellschaft ähndern möchte, wo man mit Ungläubigen lebt, nicht einfache Ungläubigen, sondern feinsellig gesinnte Ungläubigen. Ungläubigen, die uns nicht lieben und gegen uns Pläne schmeiden und durch alle Mitteln und Wege uns unterdrücken wollen.
    [Ohne ersichtlichen Sachbezug: Gekürzt. Admin.]
    Du meinst also, besser dort in Deutschland als hier in Marokko.
    Mein Fazit: Mit all diesen Problemen in diesem Ländern, sollten wir trotzdem die Auswanderung nicht auslassen und dies vollziehen und immer dabei an Allahs Wörter denken. und nicht von Menschen viel erwarten und verlagen.
    [Ohne ersichtlichen Sachbezug: Gekürzt. Admin.]
    Und Allah weiß es am besten.

    Antworten
    • Abdul Hakim

      wa alaikum salam wa Rahmatullahi wa Barakatuh.

      Ich habe gerade deinen vollständigen Kommentar lesen dürfen und bin doch etwas erstaunt.
      Zum einen, dass du darüber mutmasst, ob wir uns kennen, obwohl dieser „edle Bruder, der dich auf diesen Beitrag hingewiesen hat“ genau weiß, dass er von mir handelt. Also warum dieses Theater?
      Zum anderen aber, dass du meinst, meine Situation zu kennen und darüber urteilen zu können, obwohl du nahezu nichts über mich weißt, vor allem nicht über das, was wir durchgemacht haben.
      Egal, ich antworte dir trotzdem:
      Wo habe ich geschrieben, dass ich eine perfekte islamische Gesellschaft erwarte? Der Zustand in Marokko, den du selbst bestätigt hast, ist wohl mehr als weit davon entfernt. Was ich jedoch in der Tat erwartet habe, ist eine Verbesserung meiner religiösen Freiheit. Dass dies nicht gegeben ist und man als Muslim in Deutschland wesentlich freier leben kann, weißt du selbst besser als ich. Oder warum gibt es so auffallend viele Brüder in Deutschland, die zwar nicht mal die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, aus muslimischen Ländern stammen, aber lieber ihr Leben in deutschen Jobcentern verbringen, als im islamischen Herkunftsland? Und warum werden diese Löwen, die den ganzen Tag mit einer Großspurigkeit über große Themen wie Kufr bit Taghut, al walaa wal baraa, Takfir und Djihad predigen zu reinsten Miezekätzchen, sobald sie einen Fuß in ein muslimisches Land setzen? Warum haben nicht wenige MashAllah-Prediger mir dringend dazu geraten, auf gar keinen Fall mit irgendwem in Marokko über Islam zu sprechen und doch bitte nicht den marokkanischen Staat oder gar den König zu kritisieren?
      Wenn man solche Löwen, die in einer kaum zu überbietenden Penetranz jüngere oder naive Brüder dazu drängen, doch alles für den Islam zu opfern, dann einmal fragt, warum sie selbst eigentlich von Hartz4 und Dönerladen-Dauerkarte in Deutschland leben, anstatt in ihrem muslimischen Heimatland bekommt man nicht selten Antworten wie „Ach weißt du, für Muwahidun wie uns ist es dort gefährlich“. So einfach kann man sich die Welt machen.

      Eine weitere Sache, die ich in der Tat erwartet habe, ist eine Verbesserung des Charakters meiner Umwelt. Da ich naiv war und die muslimischen Gesellschaften noch nicht kannte, habe ich erwartet, dass die Menschen in diesen Ländern doch eigentlich einen besseren Charakter haben müssten, als diese Ungläubigen, die Pläne gegen uns schmieden. Nie habe ich jedoch auch nur im Ansatz so verschlagene und hinterhältige Menschen erlebt wie dort, und du selbst hast es in deinem Kommentar am Besten ausgeführt.
      Was also soll das ganze Gerede? Wo genau liegt die Verbesserung für dich und deine Familie im Vergleich zu Deutschland? Dass du den Adhan hörst und den Ramadan erlebst, wie du schreibst? Nun, wenn das alles ist, dann könnten wir uns doch den Iran einmal genauer anschauen, ob es dort nicht auch ganz nett ist. Die Datteln dort sollen lecker sein.
      Den Ramadan in Marokko habe ich aber in der Tat noch sehr gut in Erinnerung. Wie war das noch gleich mit dem Itikaafverbot für die Gläubigen in Marokko? Ja, das war wirklich ein sehr besonderes Erlebnis für mich, während dem Ramadan nicht in einer Moschee sitzen zu dürfen und nach dem Taraweehgebet sofort von Polizisten, die das Gebet beobachteten, nach Hause geschickt zu werden.
      Ich persönlich hab übrigens gar kein Problem damit, wenn jemand Land X oder Land Y als sein persönliches islamisches Traumland gefunden hat, ganz im Gegenteil. Ich erwarte schlichtweg nur, dass dieser jemand dann auch Brüdern, die diese Länder nicht kennen, die Wahrheit über die dortigen Zustände berichtet und es nicht bei Forderungen wie „Unterlasst nicht die Auswanderung“ belässt. Damit ist es nämlich nicht getan.

  9. Abdullah ibn Masoud

    Was der Bruder schreibt kann ich auch zum größten Teil bestätigen, manches habe ich selber erlebt, anderes kenne ich aus Erzählungen vor Ort, aber es ist von Ort zu Ort anders, keine Ahnung wo er war, Marrakesch, Casablanca ? Diese katastrophalen Zustände leugnet keiner aber es ist auch wie Muhammad ibn Maimoon schrieb, von Ort zu Ort anders. Manche gleichen sich andere unterscheiden sich wie Tag und Nacht.

    Interessant ist was Muhammad geschrieben hat, es sind Optionen die man auf jeden Fall im Auge behalten sollte, falls man sich tatsächlich entschließt auszuwandern.

    Bruder Abdullah das Problem bei uns Muslimen ist das man das Thema Ramba Zamba komplett tabuisiert, man untertreibt ohne Ende, dieses Thema wird praktisch und theoretisch totgeschwiegen. In der Familie, in der Schule ect.

    Im Westen hingegen wird diese Thema von A-Z auseinandergenommen, es wird ohne Ende übertrieben, von kleinauf wird man mit Sachen konfrontiert, mit denen ich in 80 Jahren nicht konfrontiert werden möchte. Hier wird dieses Thema auf eine abartige Art und Weiße pervertiert und zur Norm erklärt. Ich will gar nicht erst mit den Homos und Transen anfangen.

    Allah Ya7fadna

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm.
      As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh.

      Bitte denke auch daran, den Friedensgruß entsprechend der Anweisung im Koran zu erwidern.
      (Vgl. http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=2221#comment-5234 , unter 1.)

      Mir stellen sich folgende Fragen:
      1. Heißt Dein Vater „Mas’ûd“ ? Wenn nein: warum nennst Du Dich dann so?
      (Vgl. bitte die von Kommentatoren zu beachtende Regel 8 meines Regelwerks; außerdem kannst Du Dir auch gerne im bereits verlinkten „comment-5234“ den Punkt 2 durchlesen, da findest Du nämlich die relevante Âyah)
      2. Was meinst Du mit „Ramba Zamba“? Etwa „Sexualität“? Warum vermeidest Du dann dieses sachliche Wort? Du kannst auch „Geschlechtlichkeit“ sagen, wenn Du das lateinische Fremdwort vermeiden willst.
      3. Hast Du schon einmal unter dem obigen Nick hier kommentiert?
      Wenn ja: warum kommst Du jedesmal mit einer neuen „Emailadresse“?
      4. Hast Du schon einmal unter anderen Nicks hier auf dem Blog Kommentare eingestellt?
      Wenn ja, nenne bitte alle.

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Zu einer Antwort mit Kommentar geht es hier:
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=2221#comment-5252

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

  10. Mohammed

    Ich würde ein mögliches Auswanderungsziel nicht danach auswählen, ob es in dem Land Bordelle, Drogenkonsum oder zwielichtige Personen gibt, denn all das gibt es in jedem einzelnen Land auf der Welt.

    Ich würde darauf achten ob:

    1. sich der Staat in die Belange der Bevölkerung einmischt oder nicht
    2. die muslimische Gemeinde wirtschaftlich erfolgreich ist und die Jobsuche bei einem muslimisch-geführten Unternehmen enden kann
    3. einem die kulturellen Eigenheiten des Landes zumindest einigermaßen zusagen.

    Alle drei Punkte sind bei den meisten mehrheitlich muslimischen Ländern nicht der Fall, in Ägypten und Tunesien wurden erst vor kurzem Gesichtsschleierverbote in allen öffentlichen Gebäuden erlassen, in Marokko ist der Burkini auch an den meisten Stränden verboten, in der Türkei ist das Kopftuchverbot nach wie vor in Kraft und wird nur nicht mehr angewendet, sollte eine andere Regierung an die Macht kommen, wird es wahrscheinlich auch wieder angewendet werden. In fast allen zentralasiatischen Ländern gibt es verschiedene Kopftuchverbote. Auch im chinesischen Xinjang, von den Muslimen Ost-Turkestan genannt, gibt es Kopftuch-und Fastenverbote, Kinder und Angestellte werden dazu gezwungen, vor Staatsbediensteten im Ramadan zu essen.

    Und wirtschaftlich erfolgreich sind nun einmal die wenigsten islamischen Länder.

    Ich möchte noch einmal folgende Länder als Hijraziele vorschlagen:

    Canada, USA, Großbritannien, Südafrika, Malaysia, Australien, Neuseeland.

    Canada, USA, Großbritannien und Südafrika kann ich aus eigener Reise-und Lebenserfahrung nennen.

    Antworten
    • Muhammad Ibn Maimoun

      السلام عليكم

      Ich finde es gut, dass du wenigstens auch nichtmuslimische Länder vorschlägst. Den meisten, die meinen, sie hätten die Pflicht zur Auswanderung, fehlt nicht nur das Wissen, unter welchen Bedingungen eine Auswanderung genau überhaupt erst zur Pflicht wird (Unmöglichkeit der Säulenpraxis und der Vermeidung echter Großaufsässigkeiten wegen religiöser Verfolgung), sondern auch, wohin alles die Auswanderung möglich und statthaft ist. Schließlich heißt es nicht: „War die Erde der Muslime nicht weiträumig genug?“ Sondern: „War die Erde Gottes nicht weiträumig genug?“

      So kann es heutzutage theoretisch schon genügen, das Stadtviertel zu wechseln, geschweige denn die Stadt, das Bundesland oder gar das komplette Land.

  11. Abdullah ibn Masoud

    wa aalaykum asalam wah rahmatulah
    [Wa-3alaykumu_s-Salâmu wa-rah°matu_Llâhi wa-barakâtuh.]

    @Abdussalam
    [Normale Schriftart: Der Kommentator mit dem m.E. unangemessenen oben angegebenen Nick.
    Kursive Schrift: Meine jeweiligen Antworten. Abdussalam b.Abdillah]

    Vileicht heißt mein Vater so, vileicht hab ich hier schon kommentiert, vileicht möchte ich nicht meine echte Email preisgeben, was spielt das für eine Rolle ?
    [Das ist für mich keine zufriedenstellende Antwort. Halte Dich an meine Regeln, beantworte meine Fragen, debattiere nicht die Geschäftsordnung oder -führung.
    Außerdem verlange ich gar nicht die Angabe einer richtigen Email (werde ich bei Dir aber ggf., wenn Du weiter herumdiskutierst), sondern nur bitte immer die Angabe der GLEICHEN Fake-Email, wenn Du schon nicht mutig genug bist, eine wirkliche anzugeben. Die Einrichtung eines eigenen Email-Kontos fürs Kommentieren ist übrigens 1. kostenlos, 2. leicht, 3. schnell erledigt. Unsere ernsthaften Kommentatoren geben nach meiner Erfahrung ALLE eine echte Emailadresse an.
    Was das für eine Rolle spielt? – Transparenz ist islamkonform. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, für jeden von uns. Ansonsten: Ich sage hier, was eine Rolle spielt. Mein Kommentarbereich, meine Regeln.
    Ohne Offenlegung ALLER bisher benutzter Nicks brauchst Du bei mir gar nicht mehr anzukommen, auch nicht unter anderem Pseudonym. Denn alsbald müsstest Du Dich auf die gleiche Rückfrage gefasst machen…
    Dass Du auf meinen Hinweis au das im Islam unerlaubte Selbstlob bzw. den eigentlich schlimmeren selbst aufgesetzten Heiligenschein, ÜBERHAUPT nicht eingehst, stellt Dir und Deinem Verhalten hier m.E. ein ganz schlechtes Zeugnis aus.]

    Ich fand auf Anhieb das richtige Wort nicht und Ramba Zamba erklärt sich wohl von alleine, wollte das andere Wort umschiefen. Warum sagt man Beischlaf oder Wasserlassen ?
    [Was Du gewählt hast, lag eben nicht auf dem Niveau von „Wasserlassen“, sondern etwa dem von „Lulu“ stattdessen, als würde man „Bubu“ für „Nachtruhe“ sagen. In Deinem Fall regelrechtes Pubertierenden- oder Spießer-Stammtisch-Niveau, da auch bitte zu beachten ist: „Ramba-Zamba“ hat im allgemeinen Sprachgebrauch Assoziationen wie „toll“, „da ist was los!“, „aufregend“.
    Bitte lass das. Wenn Dir die rechten Wörter nicht einfallen: einfach einmal im Wörterbuch nachschauen oder gar nicht kommentieren. Geht auch. Ich verpflichte übrigens auch die Legastheniker auf die Benutzung der Rechtschreibhilfe, wenn nötig.

    Sollte von Dir nicht mehr kommen, behalte ich mir vor, zukünftige Kommentare von Dir wortlos wegzulöschen.
    Außerdem werde ich keine Kommentare unter dem vollen Namen eines Sahâbi oder Propheten als Nick mehr akzeptieren; solltest Du also bei Einreichung unter „Abdullah ibn Mas’ûd“ verbleiben wollen, musst Du Dir dafür eine andere Kommentiergelegenheit suchen.

    Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
    Wa-s-Salâm.]

    Antworten
  12. Jens

    Es geht vor allem auch darum, welcher Eindruck von vielen Predigern vermittelt wird, die den Muslimen hierzulande die Hijra entweder dringend nahelegen oder sogar zur Pflicht machen.

    Bisher habe ich noch nie einen Prediger davon referieren hören, welche Gefahren eine solche Hijra in sich birgen kann, sondern vielmehr wird der Eindruck erweckt, es wäre besser in diesen Ländern als hier, weil die Leute dort alle Muslime seien.

    Unwissenheit kann u.a. zwei Gründe haben:
    Eigene Dummheit bzw. mangelnde Auffassungsgabe
    ODER
    falsche, mangelhafte oder gar verlogene Darstellung durch öffentliche Vertrauenspersonen.

    Leider neigen viele der (im bösen Westen gut genährten) Prediger dazu, den Muslimen hierzulande in ihren Vorträgen eine islamische Traumwelt zu präsentieren, wenn sie von den Ländern berichten, in denen sie und ihre eigenen Eltern anscheinend selbst nicht leben woll(t)en.

    Ich persönlich kann biodeutschen Muslimen nur dringendst davon abraten, allein (oder gar mit Familie) in die muslimischen Länder des Nahen, Mittleren und Fernen Ostens, sowie Afrikas auszureisen, ohne dort mindestens eine ansässige Familie oder eine solidarische deutschstämmige Gemeinde zu haben.

    Wa Allahu 3alem.

    Antworten
  13. Abdullah

    @Mohammed

    As salamu alaikum

    Könntest du bitte erläutern, wieso z. B. die USA die bessere Wahl gegenüber der Türkei ist?

    Bedenke, dass nur die allerwenigsten sich die von dir genannten Orte finanziell und/oder von ihrem sozialen Hintergrund her leisten können.

    Antworten
    • Mohammed

      Wa alaykum salam,

      ich behaupte nicht, dass es die bessere Wahl gegenüber der Türkei ist, ich habe lediglich die wundersamen Verbote einiger islamischer Länder, unter anderem eben auch der Türkei, aufgelistet.

      Selbstverständlich hoffe ich inständig, dass keine Regierung in dem Land an die Macht kommt, die sich wieder stärker in die Religionsfreiheit der Bevölkerung einmischt, ich sehe aber eine Tendenz zu einem solchen Machtwechsel in nicht allzu ferner Zukunft. Denn die AKP repräsentiert nicht die Mehrheit der türkischen Bevölkerung, sondern letztendlich leider eine Minderheit von 49,5%.

      Ich bin kein Freund demokratischer Strukturen und die Untaten der AKP aufzulisten würde meine zeitlichen Kapazitäten übersteigen aber selbstverständlich hätte ein Machtwechsel hin zum laizistischen Lager äußerst negative Folgen für die gesamte islamische Welt.

      Die USA habe ich als mögliches Auswanderungsziel gedanklich eher an niedrigerer Stelle angesetzt, was für das Land spricht ist trotz all der außenpolitischen Gräueltaten totale Religionsfreiheit, die auch rigorosdurchgesetzt wird, sowohl für Evangelikale Christen, hassidisch-orthodoxe Juden, Amish-people, Mennotiten oder eben Muslime. Und wer einmal dort war und sich ein Bild von der Situation gemacht hat wird sehen, dass in diesme Bereich von staatlicher Seite nur minimale Unterschiede gemacht werden.

      Eine Auswanderung kostet natürlich, egal wohin es gehen soll Geld, gerade die Türkei, zumindest wenn es nach Istanbul, Konya oder andere nach meiner subjektiven Meinung lebenswerten Großstädten gehen soll, ist dann die falsche Wahl.

  14. Abdullah

    „Die USA habe ich als mögliches Auswanderungsziel gedanklich eher an niedrigerer Stelle angesetzt, was für das Land spricht ist trotz all der außenpolitischen Gräueltaten totale Religionsfreiheit, die auch rigorosdurchgesetzt wird, sowohl für Evangelikale Christen, hassidisch-orthodoxe Juden, Amish-people, Mennotiten oder eben Muslime. Und wer einmal dort war und sich ein Bild von der Situation gemacht hat wird sehen, dass in diesme Bereich von staatlicher Seite nur minimale Unterschiede gemacht werden.“

    Was ist besser? Die Krone eines Baumes ist „frisch“, aber alles darunter ist verdorben?

    Oder die Krone eines Landes ist verdorben, alles darunter ist aber weit weniger verdorben als im ersten Beispiel?

    Die Alltagsrealität besteht immer im Kontakt zu den Massen und wer möchte hier behaupten, lieber mit US-Amerikanern zu verkehren als mit Türken?

    Antworten
  15. Abdullah

    @Abdul Hakim

    Ich sag es mal so: hast du kein Geld und bist stark abhängig in diesen Ländern, dürfte es in der Tat harsch werden.

    Hier müssen sich die weniger Betuchten fragen, wie sie vorgehen wollen.

    Für jeden Vermögenden sollte aber eigentlich der Wink mit dem Zaunpfahl nicht zu übersehen sein: Du kannst dich in Kuala Lumpur, Istanbul, Dubai usw. usf. einrichten, kannst alles meiden, was dich stört und lebst nur unter den Menschen und in den Räumen, wo es dir gefällt.

    Und ein sehr wichtiger Punkt: die Kinder. Wer hier aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, weiß: Eine brachiale Dekonstruktion aller Schamhaftigkeit, aller Gesittetheit, aller Gottesfurcht findet statt, sobald die Menschen hierzulande in die Pubertät kommen.

    Zu Indonesien: Wenn man aufmerksam ist und Lebenserfahrung hat, reichen sehr wohl wenige Wochen aus, um sich einen Überblick zu verschaffen.

    Man muss etwas Stinkendes nicht länger riechen, bis man weiß, dass es schlecht ist.

    Etwas, das aber von Anfang gut riecht, könnte in der Tat sich später als was anderes entpuppen.

    Indonesien jedenfalls roch solange gut, wie ich da war. Wenn man nicht gerade wie ein an Reizüberflutung Leidender jeden Minuspunkt extra betonen will.

    Auch finde ich es merkwürdig, wir penibel hier die negativen Aspekte betont werden.

    Solange die Menschen mir nicht auf dem Küchentisch kopulieren und die Öffentlichkeit nicht mit nackten Frauen auf den Plakaten überflutet wird und man dich weitgehend in Ruhe lässt und es Moscheen und Salams an jeder Ecke gibt, reicht das.

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm.
      As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh.

      1. Hast Du hier schon „Betuchte“ durchfliegen sehen? An wen meinst Du, dass der Artikel sich richtet?

      2. Die angeblich so „brachiale“ Sexualisierung ab Pubertät: Die findet längst im wesentlichen übers Internet statt. Alle Statistiken sagen, dass die Wirkung von „commercial Sex-Ed“ (vulgo: Internet-Pornographie) in muslimisch dominierten Ländern wohl nicht als weniger durchschlagend als hierzulande einzuschätzen sei, eher im Gegenteil die Arabische Halbinsel voran. Meinst Du ernsthaft, Malaysia, Indonesien oder die Türkei würden sich da anders entwickeln?

      3. „[vor] mir … auf dem Küchentisch kopulieren“ – Ist das erfunden? Oder eine moderne Legende? Ich höre so etwas das erste Mal.

      4. „wie penibel hier die negativen Aspekte betont werden“ – Das tust Du auch, nur in umgekehrter Richtung. Eigenartig finde ich, dass Du dem Bruder einfach seine (teuer bezahlte) Erfahrung und deren praktische Relevanz bestreiten willst. Auf welcher Datenbasis fußt Du dabei, abgesehen vom Urlaub in Indonesien?!

      5. „Wenn man aufmerksam ist und Lebenserfahrung hat, reichen sehr wohl wenige Wochen aus, um sich einen Überblick zu verschaffen.“ – Wieviel paar und zwanzig Lenze darf man eigentlich höchstens zählen, damit man noch in der Lage ist, ganz ungerührt so einen Stuss im Brustton der Überzeugung herauszuposaunen?! Der Satz verrät, dass Du übrigens über kein bisschen Lebenserfahrung verfügst, mein Lieber.

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

    • Muhammad Ibn Maimoun

      Und ein sehr wichtiger Punkt: die Kinder. Wer hier aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, weiß: Eine brachiale Dekonstruktion aller Schamhaftigkeit, aller Gesittetheit, aller Gottesfurcht findet statt, sobald die Menschen hierzulande in die Pubertät kommen.

      Das kann ich so nicht bestätigen. Jugendliche habe ich „da unten“ als 10 Mal schamloser erlebt, leider nicht nur im Reden, sondern auch im Handeln (ich könnte da seeehr eklige Geschichten erzählen, das lasse ich lieber). Dafür scheint es sich im Erwachsenenalter zwischen 20 und 30 ein wenig umzukehren, hierzulande reden junge Männer gerne mal über das, was sie so mit ihren Freundinnen privat machen.

      Hinzukommt: Je weiter die 68er in die Ferne rücken, desto braver scheint die Jugend hierzulande zu werden.

    • Abdul Hakim

      Salam alaikum Abdullah.

      Bist du der Abdallah, der weiter oben kommentiert hat und auf den ich geantwortet habe, da du jetzt antwortest, aber diesmal als Abdullah?
      Bin grad etwas verwirrt.

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Wa-3alaykum-u_s-Salâmu wa-rah°matu_Llâh.

      Vergelt’s Gott mit Besserem, lieber Bruder, für Deine Geduld mit dem (ganz offensichtlich:) jungen Mann (und auch sonst für Deine Mühe):
      Ja, er ist derselbe. Er wurde nur zwischendrin einmal von jemand mit „Abdullah“ angesprochen und hat, wenn ich mich nicht irre, danach gewechselt.

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

    • Abdul Hakim

      Wie dem auch sei:

      1. Ich bin nicht vermögend und der Großteil der in Deutschland lebenden Muslime ebenso nicht. Wenn wir eine Lösung für die vorhandenen Probleme der Muslime in Europa finden wollen, dann müssen wir auch über die Realität sprechen und nicht über Phantasien und Wunschvorstellungen. Die meisten unserer Geschwister führen nunmal kein Leben, mit dem man sich aussuchen kann, wo auf der Welt man von seinem Vermögen in Ruhe leben möchte. Egal wo wir leben, wir brauchen eine Möglichkeit, unser Einkommen zu erwirtschaften und das auf eine ehrliche Art und Weise. Die eventuelle Lösung für reiche Muslime ist also für den Großteil der Ummah gar nicht interessant. Aber angenommen, es wäre anders: Könnten denn vermögende Muslime einfach so in Indonesien, Dubai, etc. leben, ohne a) von der Gunst eines Einheimischen abhängig zu sein und b) in dauernder Angst leben zu müssen, bei der ersten Gelegenheit wieder aus dem Land zu fliegen?

      Und angenommen, man ist nun vermögender Muslim. Was spräche dagegen, sich ein Haus irgendwo in der deutschen Provinz zu kaufen? Es gibt Gegenden in Deutschland, in denen nicht nur Häuser, Bauernhöfe oder Gutshöfe in menschenleerem Gebiet leer stehen, sondern sogar ganze Dörfer. Warum also nicht dort, abgeschottet von äußeren Einflüssen ein ruhiges und sicheres Leben leben?
      Aber auch das ist nicht weiter hilfreich für den Großteil der Ummah, weil ihnen auch dafür die Voraussetzungen fehlen.

      In meinem Dorf kopulieren übrigens keine Menschen öffentlich und ich sehe auch keine nackten Frauen. Hier ist ein Ausländeranteil von schätzungsweise 2-3 %, welche im Dorfleben integriert sind. Die Kinder spielen zusammen auf Spiel- und Sportplätzen, die Jugendlichen gehen gemeinsam in den Sportverein. Ich kann damit leben und hab keinerlei Probleme.
      Von daher gibt es durchaus Möglichkeiten in Deutschland zu leben, ohne von permanenter Fitnah umgeben zu sein.
      Ja, ich weiß, auch in muslimischen Ländern mag dies möglich sein, aber dann haben wir eben noch die anderen Fakten, von denen ich weiter oben ausführlich sprach. Diese Punkte kann man nicht einfach ignorieren, wenn man über eine Lösung nachdenkt.

      Ich denke auch nicht, dass ein paar Wochen Aufenthalt in einem Land ausreichen, um sich ein Bild machen zu können. Alleine schon deswegen, weil man sich in diesen paar Wochen sicherlich nicht mit der Frage beschäftigen musste, wie man finanziell überleben kann, wie man eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung erhält ohne dafür ein Leben in Angst, Unsicherheit und Demütigung ertragen zu müssen, wie man seine Familie absichert, etc.

  16. Abdul Hakim

    Übrigens, dass die Menschen, die in Deutschland aufwachsen, allesamt verroht und pervers seien, während die Menschen in muslimischen Ländern nur so vor Gottesfurcht strotzen, halte ich für ein Märchen.
    Dass die Realität in den muslimischen Ländern eine ganz andere ist, darüber brauchen wir denke ich nicht ernsthaft diskutieren. Warum wohl ist gerade Marokko die Sextourismus- und Pädophilenhochburg schlechthin? Weil die Menschen dort alle so sittsam und gottesfürchtig sind?

    Wollen wir einen kleinen Ausflug in die Realität machen?

    „Bei seiner ersten Verhandlung wurde Galván vom Richter gefragt, warum er gerade nach Marokko gekommen sei, um Kinder zu missbrauchen. Galván antwortete: „Weil es billig ist und man durch Geld alles bekommen kann, was man will.“ Galváns vulgäre Antwort wurde von einer Reihe Menschen, die ich kontaktierte, wiederholt.“

    http://www.vice.com/de/read/ist-marokko-ein-zufluchtsort-fur-padophile-aus-europa

    „Marrakesch ist zu einem Zentrum des internationalen Sextourismus geworden. Gerade aus den arabischen Ländern am Golf kommen immer mehr Besucher auf der Suche nach schnellem Sex. Im Visier sind dabei nicht nur Frauen, sondern auch junge Männer – und das, obwohl Homosexualität in Marokko gesetzlich verboten ist.“

    „Dann kommt der Sex“, erklärt Fatima, eine 21-jährige Prostituierte, die sich mit ihrer Freundin Naima auf Kunden aus den arabischen Ländern am Golf spezialisiert hat. „Das ist zwar manchmal wie Sklaverei, dafür zahlen sie aber besser als andere Ausländer.“

    „Die Besucher aus Saudi-Arabien, Kuwait oder den Arabischen Emiraten sind allerdings nicht nur für ihr Interesse an jungen Frauen bekannt. „Ob hier in Marokko, im Libanon oder in Ägypten“, meint ein Zigarettenverkäufer in Marrakesch, „jeder weiß doch, dass sie auch hinter Männern her sind. Je jünger, desto besser.““

    „Homosexuelle schätzen „die erotische Atmosphäre einer Männergesellschaft“, wie Stefan S. aus Deutschland bekennt. „Niemanden stört es, wenn Männer auf offener Straße Händchen halten oder sich auf die Wange küssen.“ Zum anderen wegen billigem Sex, der überall leicht zu haben sei. „Vielen Marokkanern macht das auch Spaß“, versichert der 45-jährige Deutsche. „Sie sind verheiratet, haben Kinder, aber gleichzeitig einen Freund.“ Dabei ist Homosexualität in Marokko gesetzlich verboten.“

    „Vermittler haben eine Preisliste, was ein Zehnjähriger und ein Zwölfjähriger kosten. Je jünger, desto teurer, da diese vorwiegend von den Sextouristen bestellt werden.“ Erschreckend sei zudem, dass viele der missbrauchten Kinder und Jugendlichen erzählten, sie würden es aus Vergnügen tun – „ich bekomme 500 Dirham (etwa 50 Euro), ohne Touristen ist das nicht möglich“.

    http://m.welt.de/reise/article5303390/Marrakesch-die-neue-Metropole-fuer-billigen-Sex.html

    Antworten
  17. Abdullah

    @Abdussalam

    Kein Grund, persönlich zu werden.

    http://www.business-wissen.de/artikel/intuition-manager-mit-bauchgefuehl-entscheiden-besser/
    https://www.mwonline.de/blog/erfolg/hilft-intuition-bei-komplexitaet.html

    Intuition: komplexe Sachverhalte ohne Analyse lösen, einfach nach Bauchgefühl.
    In Wahrheit aber ist Intuition oft sehr zielgenau, denn:

    Alle Erfahrungen kann man in einem Koordinatenkreuz einzeichnen.

    Nach 20+x Jahren hat man einen Kurvenverlauf.

    Geht man nun in ein anderes Land, muss man nicht wieder 20+x Jahre dort Erfahrungen sammeln, da Menschen überall diesselben Grundwesensarten haben.

    Nun kann man sofort die neuen Erfahrungen in sein Koordinatenkreuz eintragen und sieht bereits nach Wochen und Monaten, wohin der Trend geht.

    Ich muss nicht Jahre in Griechenland wohnen, um zu sehen, ob die Bürokratie funzt dort.

    Besuch in 5 verschiedenen Ämtern und Abgleich mit Erfahrungen deheim + Berichte anderer + Gespräche mit Einheimischen= Trend.

    @ibn Maimoun

    richtig, aber kennst du den Unterschied zwischen einem Unzucht treibendem Bewohner Sodoms und einem Unzucht treibendem Araber, der sich zum Islam bekennt?

    Oder zwischen einem gesunden Baum mit faulen Früchten und einem faulen Baum mit faulen Früchten?

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Wa-3alaykum-u_s-Salâm wa-rah°matu_Llâh

      Wenn Du so leichtsinnig sein solltest, bei der nächsten schnippischen Antwort gleich die Erwiderung des Friedensgrußes vorneweg zu unterlassen, werfe ich sie nur zu gern in den Papierkorb. Vorsicht also, ich bin hier der Platzhirsch, und dem gegenüber gehört sich etwas besseres Benehmen.

      Außerdem werde ich keinen Beitrag von Dir mehr freischalten, bevor Du mir ALLE meinen Frage aus diesem Beitrag hier beantwortest:
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=2221#comment-5263

      Was Du da oben schreibst, bestätigt übrigens mein nicht auf Dich, sondern Dein Gerede hier bezogenes, in das Wort „Stuss“ zusammengefasstes Urteil. „Bauchgefühl“ ist längst von Neurowissenschaftlern erforscht, und die sagen Dir: 20 Jahre GEBILDETE Erfahrung sind durch nichts zu ersetzen. Stichwort: Studien bei Schachspielern zur Frage des „Talents“.
      Was Du hier Dir gerade geleistet hast, nennt man: „altklug“.

      Deshalb noch einmal: Wieviele grüne Lenze hast Du denn so? Ohne Antwort keine Freischaltung in meinem Bereich, auch nicht anderswo. Ich lasse weder mich, noch die anderen ernsthaften Geschwister hier trollen.

      Wa-lâ h°awla wa-lâ quwwata illa bi-Llâh.

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

    • Muhammad Ibn Maimoun

      @ibn Maimoun

      richtig, aber kennst du den Unterschied zwischen einem Unzucht treibendem Bewohner Sodoms und einem Unzucht treibendem Araber, der sich zum Islam bekennt?

      Oder zwischen einem gesunden Baum mit faulen Früchten und einem faulen Baum mit faulen Früchten?

      Ja, der Unterschied ist, dass ich meinem Kind das Verhalten des Ungläubigen mit seinem Unglauben erklären kann, nicht so gut aber das Verhalten des angeblich Glaubenden. Deswegen werde ich womöglich besser versuchen, es von diesem angeblichen Glaubenden fernzuhalten.

      Übrigens sind die Studien interessant und hierzu passend, denen zufolge Türken in Deutschland im Durchschnitt ihrer Religion auch in der Praxis treuer sind als in der Türkei.

    • Abdul Hakim

      Salam alaikum Abdallah.

      „Geht man nun in ein anderes Land, muss man nicht wieder 20+x Jahre dort Erfahrungen sammeln, da Menschen überall diesselben Grundwesensarten haben.“

      Ich denke du hast meinen etwas längeren Kommentar von heute Nachmittag entweder nicht gelesen oder nicht verstanden.
      Es geht gar nicht primär darum, wie nett oder unnett die Menschen um dich herum sind oder wie schön der Adhan erklingt oder ob dich die Menschen auf der Straße mit dem Salam grüßen.
      Du musst dort auch leben können! Wenn du sagst, dir haben die wenigen Wochen in Indonesien gereicht um bestätigen zu können, dass dort alles besser ist als in Deutschland, würde mich interessieren, ob du dich inzwischen dort aufhätlst.

      Falls nein: Warum nicht?

      Falls doch: Erzähl doch bitte einmal wie sich die Lösung für all die Probleme gestalten, welche ich heute ansprach. Aufenthaltsgenehmigung, Arbeitserlaubnis, unterschiedliche Rechtssprechung für Ausländer oder Einheimische, medizinische Versorgung, Schulsystem, Arbeitsmarkt,…
      Wenn du all das auf deiner geistigen Checkliste beruhigt abhaken kannst, dann kannst du dir Gedanken über den Charakter der Bevölkerung machen, aber auch wirklich erst dann.

  18. Abdullah

    Ja, derselbe, da haben meine Synapsen falsch geschaltet.

    Antworten
  19. Abdul Hakim

    Salam alaikum Muhammad.

    „Ja, der Unterschied ist, dass ich meinem Kind das Verhalten des Ungläubigen mit seinem Unglauben erklären kann, nicht so gut aber das Verhalten des angeblich Glaubenden. Deswegen werde ich womöglich besser versuchen, es von diesem angeblichen Glaubenden fernzuhalten.“

    Das ist ein unglaublich guter und wichtiger Punkt, den du ansprichst. Genau das war auch ein großes Problem, vor dem ich plötzlich stand. Wenn man in Deutschland seine Kinder als Muslim aufzieht, dann erklärt man ihnen ja normalerweise auch das islamische Benehmen. Wenn sie dieses Benehmen dann in dieser Gesellschaft nicht vorfinden, ist das sogar gut, denn so haben sie ein tägliches Beispiel, wie hässlich unislamisches Benehmen doch ist im Vergleich zum islamischen. Wenn man seine Kinder richtig erzieht, grenzen sie sich somit automatisch von ihrer unislamischen Umgebung ab und achten auf ihr eigenes Verhalten, das sie im perfekten Fall dann außer in der eigenen Familie auch noch im muslimischen Freundeskreis vorfinden.

    Wenn man nun mit seinen Kindern auswandert in ein muslimisches Land, erklärt man seinen Kindern ja dann auch, warum und wieso überhaupt. Man erklärt ihnen, dass sie als Muslime nun endlich unter Muslimen leben können und natürlich freuen sich die Kinder darüber. Keine Erklärungen mehr, warum man dieses oder jenes Fest nicht feiert; warum man dies oder jenes nicht isst oder warum die Mutter verhüllt ist und der Vater der Klassenlehrerin nicht die Hand schüttelt.
    Die Kinder freuen sich, dass sie nun endlich bald unter Ihresgleichen leben dürfen.

    Nun kommen sie in dieses muslimische Land und merken sehr schnell, dass hier irgendetwas überhaupt nicht stimmt. Die Kinder und Jugendlichen um sie herum haben ein unbeschreibliches Aggressionspotenzial in sich, zerstören alles was sie finden können, egal ob Ampeln, Busse, Bushäuschen, Sport- oder Spielplätze. Sie klauen, lügen, prügeln Schwächere, schneiden Jüngeren die Arme mit Glasscherben auf und haben das dringende Bedürfnis, jedes Tier, dass ihnen in die Finger kommt zu quälen.
    Nun steht das Kind da und kommt erstmal mit seiner gesamten Welt nicht mehr klar. Ein Kind denkt in einfachen Mustern. Das versteht nicht, warum man ihm sagt, dass das alles Muslime sind, die sich aber komplett unislamisch benehmen.
    Richtig schwierig wird es dann aber erst, wenn ihnen ins Gedächtnis kommt, wie sich ihre vorherigen nicht-islamischen Freunde, Nachbarskinder oder Klassenkameraden benommen haben, welche in dem Alter gerade beim Bund Naturschutz Frösche über die Straße getragen haben oder sich im örtlichen Tierschutzverein engagiert haben.
    Was geht da in einem Kind vor? Wie soll es das alles verstehen?

    Von daher ist es tatsächlich wesentlich leichter, wenn ein Kind in einer unislamischen Gesellschaft aufwächst und innerhalb des muslimischen Freundeskreises und der Familie lernt, was Islam bedeutet, als in einer angeblich islamischen Gesellschaft, die außer dem Vornamen nichts mehr mit dem Islam zu schaffen hat.
    Denn dein Kind wird sich in der unislamischen Gesellschaft automatisch vom Schmutz abgrenzen, wenn du es richtig erziehst. In der verrohten, „islamischen“ Gesellschaft hat es hingegen nur zwei Möglichkeiten: Entweder es passt sich an und wird genauso oder aber es geht innerlich kaputt an diesem Zustand.

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Wa-3alaykum-u_s-Salâm wa-rah°matu_Llâh

      Besonders bedrückend wird es, wenn einem gerade besonders liebenswerte Orientalen erzählen, dass es ihnen in ihrer Kindheit genauso erging.
      Wenn einem Muslime aus dem Nahen Osten, die erst in Deutschland zur Praxis des Islams gefunden haben, berichten, wie sie in ihrer Jugend gerade wegen des Verhaltens vieler „frommer“ Muslime an der Religion gezweifelt haben.
      Dass sie erneut ins Zweifeln gekommen sind, als sie nach Deutschland kamen, und sogar unter Atheisten klassische islamische Verhaltensformen entdeckten, die sie von Zuhause nur aus Einzelfällen kannten.

      Am bedrückendsten empfinde ich jedoch, dass ich die klassischen geschliffenen Manieren der jeweiligen Kultur vor allem bei „säkularen“ Muslimen habe feststellen können. Das bedeutet, dass die Kontinuität der jeweiligen Kulturtradition, in welche je landesspezifisch der Islam eingeflossen ist, auch und gerade bei der Masse der Betenden unterbrochen ist.

      Ich habe übrigens bei Kindern und Jugendlichen muslimischer Herkunft in Deutschland feststellen können, dass sie einiges an islamischen Verhaltensnormen und der daraus erwachsenden höheren Sozialkompetenz von der deutschen Ausbildungs- und Arbeitsumgebung, nicht vom Elternhaus und meist auch nicht in der Moschee, vermittelt erhalten haben.

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

    • Muhammad Ibn Maimoun

      وعليكم السلام ورحمة الله

      Ich sehe das so, dass wie so oft auch hier die Wahrheit in der Mitte liegt.

      Die moralischen Zustände in stabilen arabischen Länder taugen nicht als Argument zum Ausreisen und schon gar nicht für eine Pflicht des Ausreisens.

      Als Argument dagegen aber auch nicht, denn ich denke, dass keiner von uns auch nur in einem einzigen arabischen Land alle Orte, und sei es auch nur alle großstädtischen Orte abgecheckt hat. Ein guter (strengreligiöser) Bekannter von mir war mehrere Monate zum Arabischlernen da, und er hatte nach eigener Aussage das umgekehrte Gefühl: Als er nach Deutschland kam, sei sein Gläubigkeitsgefühl direkt schwächer geworden, weil es dort soviel besser gewesen sei. Er war wohl in einem extrem religiösen Viertel gelandet, wo die Frauen nur mit Niqab hinausgingen etc. (Andererseits ist er zurückgekehrt, weil die Sprachschule[n] dort aufgrund von Salafismusverdacht geschlossen wurde[n].)

      Wer unbedingt auswandern möchte, bitteschön, er möge aber bitte den anderen Muslimen keine Märchen auftischen, weder über die Zustände dort, noch, dass es für sie unabhängig davon eine allgemeine Pflicht sei, in ein arabisches Land auszuwandern.

      Für diejenigen, die gerne hier bleiben möchten, gilt das Gleiche unter umgekehrten Vorzeichen.

  20. Abdallah

    [Irrelevant, gekürzt. Admin.]
    Admin.:
    Klare Fragen wurden gegeben, klare Antworten sind erwünscht.

    Noch einmal in Kürze:
    Ad 3: „[vor] mir auf dem Küchentisch kopulieren“ – Wirklich einfach erfunden? Nicht schwafeln, bitte. Woher hast Du das Beispiel? Aus Deiner Lebensrealität? Oder woher?

    Ad 4: Welche Länder, Regionen etc. hast Du wie lange gesehen? Urlaub oder länger?
    Wie lange insgesamt?

    Ad 5: Wie alt bist Du?

    Zusätzliche Frage 6: Welches Niveau hast Du im Ausbildungswesen erreicht? Hast Du einen Beruf erlernt und/oder ausgeübt? Wenn ja: welchen, wielange?

    Was DU angebracht findest, ist mir, ehrlich gesagt, so egal nur wie irgendetwas.

    „Platzhirsch“ benennt ein Recht: Hausrecht. Hier entscheide ich.

    Lies meine Regeln bitte genauer.

    Keine Rhetorik mehr bitte.

    Wa-s-Salâm.

    Antworten
  21. Abdallah

    Ehm. Leseverständnis ist alles, was man braucht …- Sei froh, dass ich Dich wg. dieser Rotzlöffelei nicht vollständig für diesen Artikel sperre. Du bist hier nicht unter Pennälern, also lass bitte diese Sprache. Mit Islam hat das sowieso nichts zu tun.
    Du darfst gerne einen erneuten Antwortversuch, beginnend mit einem guten Wort, statt einem frechen, einreichen. Für diesen Artikel werde darüberhinaus keinen Kommentar von Dir ohne Salam mehr akzeptieren. Punkt.
    Und meine bloß nicht, mit mir über meine Geschäftsführung hier auch nur den kleinsten Disput anfangen zu müssen, dann wende ich in Zukunft nämlich für Dich nur noch die Zeit zum Löschen Deiner Kommentare auf.

    Ich habe 7 Jahre lang in der Türkei gelebt… – Welche sieben Jahre? Die ersten?

    ….nach meinem Studium einen Job … – Ich wollte wissen, was Du HINTER Dir hast, nicht welche Luftschlösser Du baust. Welches Semester in welchem Studium? Und welche andere Lebenserfahrung im zarten 28. Lebensjahr, also immer ca. 9-10 Jahre nach dem Abitur?
    Wer bei mir große Töne spuckt, muss ertragen können, dass man ihm auf den Zahn fühlt.

    Gibt es im Islam … Hausrecht – Gibt es im Islam Eigentum? Gibt es im Islam das Recht auf Mitbestimmung über die Verantwortungsbereiche anderer?

    Den anderen von Dir eingereichten, an andere Adresse gerichteten Kommentar darfst Du auch gerne noch einmal im von mir angedeuteten Sinne neu verfassen.

    Alles kursiv gesetzte von mir, ebenfalls die Redaktion des Kommentartextes durch mich, Abdussalam b.Abdillah.

    Wa-lâ h°awla wa-lâ quwwata illâ bi-Llâh.
    Wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
    Wa-s-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llah.

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Nachtrag:
      Da Du es mit der Erwiderung des Friedensgrußes bei Deiner Antwort nicht geschafft hast, bist Du für den Artikel gesperrt.
      Deine Erziehung mag ich nicht mehr hier nachholen.
      Und nur als Erinnerung: Wenn ich Dich angesprochen habe, habe ich Dir praktisch JEDES MAL einen Salâm gegeben. Jedes Mal neu.
      Was hier reicht oder nicht reicht, bestimme ich. (Regel 1: Monarchisches Prinzip. Nix Demokratie.)

      „Ehm“ – hättest Du das in eine Klausur geschrieben?!
      Veralbern kann ich mich selber.

      Wenn Du unter meinen Artikeln noch einmal kommentieren möchtest, musst Du mir vorher auf die Fragen antworten:

      – Waren es die ersten sieben Jahre in der Türkei? – Warum frage ich das? Weil die für unser Thema praktisch wertlos wären. Ist Dir auch klar, gelt?!
      – Was hast Du nach dem Abitur erreicht? Bachelor, Master, Berufsausbildung? – Warum kannst Du darauf nicht klar antworten?
      – Promotion? Direktpromotion? Geht das in Deutschland noch? Oder studierst Du gar nicht bei einer deutschen Hochschule? Alles andere ggf.: siehe zuvor.

      „Luftschlösser“=“Milchmädchenrechnungen“=“Zukunftsmusik“ – Alles was der Mensch sich vorstellt. Bei mir nicht anders. Danach hatte ich aber nicht gefragt, sondern nach dem bereits erreichten. Du wirst aber selber am besten wissen, warum Du so um direkte, klare Antwort auf meine Fragen herumeierst.

      Du erinnerst mich immer mehr an „Kerim“, der ist auch exakt in Deinem Alter. Aber mit diesem Nutzer habest ja nichts zu tun, sagtest Du. Oder habe ich das falsch verstanden?

      Große Töne spucken? Ich zitiere, aus einem NICHT freigeschalteten Kommentar:

      „Eine derartige Verallgemeinerung und verzerrte Darstellung kenn ich ja nicht mal von Pegidisten. Ich habe noch nie davon gehört, dass …
      Hauptschule Neukölln? Duisburg Marxloh?
      Unglaublich…“

      und:

      „Soll ich jetzt als Reaktion Ballermann mit „hier-islamisch-halbwegs-akzeptable-Stadt“ vergleichen und das als Realität titulieren?
      Lasst uns diese what-aboutisms beiseite legen und eine solide Liste erstellen über Zufluchtsorte für Muslime.“

      Einfach mal ein Anhaltspunkt für Dich: Wenn Du es NICHT Deinem Professor oder früher Deinen Oberstufenlehrern so zu sagen wagtest, dann ist das schon mindestens an der Grenze dessen, was ich hier nicht mehr dulden mag.
      Und noch einer: frag Dich einfach, ob es klassisch osmanisch gesehen akzeptiert wäre, so mit deutlich Älteren zu verkehren.

      Wa-lâ h°awla wa-lâ quwwata illâ bi-Llâh.
      Wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llah.

  22. Musa

    As-Salamu ‚alaikum

    Das nenne ich mal einen bedrückenden Bericht. Bevor ich eine Frage nachschiebe erstmal ein Danke schön an den Autor. Meine Frage lautet, was gab es denn für positivere Seiten, die besser waren als in Deutschland, oder gab es deiner Ansicht nach gar keinen Aspekt in dem Marokko besser wäre als Deutschland, obwohl doch jede Medaille zwei Seiten besitzen müsste?

    Das Thema „Hijra“ beschäftigt mich schon seit längerer Zeit. Die Einleitung des Gastbeitrages hat auch meine Situation ziemlich gut getroffen. Ich persönlich bin zum Ergebnis gekommen, dass eine „Hijra“ für mich nur eine „Hijra“ weg von den Menschen bedeuten kann, wenn mein Ziel tatsächlich die islamische Weiterentwicklung sein sollte. Hört sich vielleicht hart und nicht so gesellig an, ist aber das Schlussfazit meiner Erfahrungen. Ich will auch nicht die Welt oder die „Ummah“ retten. Für solche großaufgaben bin ich nicht geeignet. Sollte ich nur mich und meine engste Familie durch die Hilfe und Gnade Allahs vor dem Feuer bewahren können, wären das schon eine gewaltige Aufgabe und das Maximum was ich erreichen kann und will.

    Die Ideal Vorstellung in meinen Träumen wäre eine abgeschiedene, ruhige, sichere Ecke in der ich als Selbstversorger mit geringen Lebenshaltungskosten mit so wenig Menschen und Staat wie möglich zu tun hätte, wo ich mit einem neuen Leben im Zuhd mich aufs Grab vorbereiten könnte. Ich bin aber nicht das Ideal, habe eine Familie mit Kindern und meine Träume sind nicht die Realität, dennoch strebe ich in diese Richtung und suche einen gangbaren, realistischen Mittelweg. Marokko ist für mich persönlich wegen mehrerer Gründe ein Aspirant die Plattform dafür zu stellen. Die Dichte triebhafter Heuchler spielt für mich dabei eine untergeordnete Rolle, genauso welche Perversionen in Europa gerade in Mode sind, da ganz gleich wo ich letztendlich landen sollte, nur eine doppelte Hijra in Betracht käme, nämlich eine ins Land hinein und wiederum innerhalb des Landes.

    Wieso ich mir diese „innere Hijra“ in Europa nicht vorstellen kann, hat wiederum mehrere Aspekte.

    a) Der Aufbau solch einer integrationsverweigernden Hijra, weg von den Menschen und der Gesellschaft, wäre in Europa vielleicht auch möglich, aber für mich persönlich zu kostspielig und kann ich mir einfach nicht leisten. Ich bin für Europa nicht reich genug, aber auch nicht so arm, dass es in (Dritte Welt) Ländern mit günstigeren Verhältnissen auch nicht klappen könnte.

    b) Die europäischen Staaten sind so straff bis ins Detail durchorganisiert, dass sie immer einen Teil in meinem Leben und der meiner Kinder spielen würden. Hat manchmal Vorteile, manchmal Nachteile, aber beim nächsten Punkt nur noch Nachteile. Da wäre es besser, wenn die Finger des Staates nicht so weit reichen würden.

    c) Und der letzte, aber springende Punkt. Ich spüre eigentlich gar nicht so sehr einen inneren Druck gehen zu wollen, sondern viel mehr den Druck gehen zu müssen, und der Hauptgrund liegt darin, dass ich diesem großen, in der Menscheitsgeschichte einzigartigen, „liberalen Gesellschaftsexperiment“ in Europa nicht traue und ihn kurz vor dem Kollaps sehe. Nur die eine grundlegende, fundamentale System Krise, vor allem wirtschaftlicher Natur, und ein völlig anderes Gesicht würde zum Vorschein kommen und die ersten die es zu spüren bekommen sind die „Moslems“. Für mich persönlich stellt sich nicht die Frage, ob überhaupt so eine Krise eintreffen würde, oder ob die Gesellschaften dennoch gelassen reagieren könnten weil gewisse liberal, humanistische Ideale tatsächlich ins Blut übergangen sind, wie man derzeit noch selbstbewusst behauptet weil die Kühlschränke voller den je sind, sondern meine Fragen sind lediglich, wann kommt dieser Kollaps und wann fallen die Menschen übereinander her und alle gemeinsam auf die „Islamisten“? In 5, 10, 15, 20,…,30 Jahren? Keine Ahnung, aber das dies so munter weitergeht und dieses Menschheitsexperiment glückt bis ein Raumschiff Enterprise die Weiten des Universums erkundet, kann ich mit besten Willen nur als Illusion ansehen.

    Diese grundlegenden Krisen und Umwälzungen können natürlich überall auftreten, auch in dem jeweiligen Hijra Land, dass man für sich ausgesucht hat. Ich glaube aber durch die lange Zeit der Stabilität und dem gewohnten hohen Wohlstand würde die Fallhöhe in Europa viel größer sein und dementsprechend die Reaktion und der Ruf nach dem Islam als Sündenbock wäre sehr viel lauter.

    In dieser Hinsicht kann ich auch Marokko einen positiven Punkt abgewinnen, denn das Land weist nicht nur für die islamische Welt eine sehr lange Stabilität auf, ist innerlich recht einheitlich und nicht in Minderheiten zerissen, und ruht auf vielen Ebenen in seinem eigenen traditionellen Selbstverständnis, selbst wenn es nichts mehr mit Islam zu tun hat.

    Antworten
    • Muhammad Ibn Maimoun

      وعليكم السلام ورحمة الله

      Dein Motiv ist nachvollziehbar und (mindestens teilweise) auch lobenswert. Es gibt drei Themen, die dagegen sprechen:

      1.) Bildungsmöglichkeiten für sich und die Kinder
      2.) Vernünftige medizinische Versorgung
      3.) Gefahr der Verschwendung des durch die hiesige Sozialisation entstandenen Potentials (z.B. deine hervorragenden Ausdrucksfähigkeiten)

      Für die Stabilität in Marokko müssen Marokkaner (und andere) hochdankbar sein. Man sollte ihr aber nicht allzusehr vertrauen. Algerien, Sahara und die damit verbundenen Konflikte sind nicht weit. Marokko ist beim Thema Auswanderung womöglich eine Hintertür, mehr nicht.

      Einmalig in der Geschichte ist die Präsenz des Islam im Westen durch völlig unblutige Umstände. Eine massenhafte Auswanderung wäre ein Verrat an dieser Errungenschaft.

    • Abdul Hakim

      Wa alaykum salam wa Rahmatullah Bruder Musa.

      Erstmal zu deiner Frage: Natürlich gab es auch Seiten, die im Vergleich zu Deutschland positiv waren. In erster Linie natürlich, dass man täglich 5 Mal den Adhan hört und wenn man in der Nähe einer Masjid wohnt, quasi Fajr unmöglich verschlafen kann. Auch dass man vom größten Teil der normalen Bevölkerung nicht komisch angeschaut wird, wenn man Bart, Takke und Djellabia trägt.
      Warum das aber nach auch relativ schnell verfliegt, habe ich ja bereits erklärt.
      Andere Sachen fallen mir leider auf Anhieb nicht ein. Falls du etwas konkret wissen willst, frag bitte.

      Bezüglich deinem Vorhaben in Ruhe und Abgeschiedenheit ohne staatliche Einmischung in Marokko zu leben, bitte ich dich darum, diesen Kommentar von mir aufmerksam zu lesen, in dem ich beschreibe, warum das unmöglich ist:

      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=2221#comment-5260

      Auch deine Vorstellung, dass du in Marokko mit weniger Geld etwas aufbauen kannst, als in Deutschland muss ich dich leider entmutigen. In Marokko ist so ziemlich alles im Verhältnis wesentlich teurer als in Deutschland. Wenn es dir in Deutschland nicht möglich ist, finanziell unabhängig zu leben, vergiss Marokko ganz schnell.

      wa salam

  23. Samira

    Salam Alaykum, ich kann die Probleme sehr gut nachvollziehen und finde es wichtig das man offen und ehrlich darüber spricht. Hijra hat sehr viele Aspekte auch sehr individuelle Gründe, und es ist eine Illusion zu glauben es gäbe das perfekte Land, gerade in der heutigen Zeit wo jeder Flecken der Erde irgendeiner Hoheitsgewalt unterstellt ist. Ich als Frau kann bspw. gut in einer deutschen Gegend leben, wenn noch viele Muslime dort leben umso besser weil der Lebensmittelpunkt eher das Haus ist. Meine Erfahrungen im Ausland waren ähnlich wie oben beschrieben. Ich war sehr enttäuscht und wenn ich mich früher gefreut hab Muslime zusehen die durch äusserliche Anzeichen erkennbar sind, so erzeugt das heute keine derartige Gefühlsregung in mir. Es gibt trotzdem einige Rückwanderer und es freut mich wenn man es versucht. Viele Ausländer haben in Deutschland überhaupt erstmal ein richtiges Islamverständnis kennen gelernt, ungefiltert durch Tradition und Kultur. Im Ausland hab ich mir oft gedacht, wie nötig doch hier die Dawa wäre. Positiv fand ich dass Kinder aufwachsen und das Gefühl haben unter Muslimen zu leben. Sie nehmen auch wahr das Muslime falsches machen aber man kann sie dazu ermutigen es richtig zu machen und erklären das andere viele Sachen vergessen haben im Laufe der Zeit. Hier in Deutschland finde ich werden Kinder schon sehr früh in eine Rolle gedrängt ihren Glauben zu verteidigen, wo sie oft selbst noch kein tiefes Wissen haben. Manche haben auch nicht die Kraft und Persönlichkeit sich zu wehren. Schule soll zu einen guten deutschen Staatsbürger erziehen der das hiesige System unterstützt, das durchzieht das ganze Schulsystem. Ich meine nicht nur Sexualkunde sondern viel mehr die politische Grundbildung dieses tiefe Vertrauen in die Gesetze, Europa und deren Freiheitswerte ohne Kritik usw. . Wenn Kinder älter werden dann werden Freunde wichtiger, da geht es nach Sympathie, nicht ob die Freundin ne gute Muslima ist. Ich finde es sehr schwer für Muslimische Kinder hier einen Platz zu finden. Auch was gesellschaftlich akzeptiert wird hat einen subtilen Einfluß. Im Ausland gabs zwar Heuchelei, Doppelmoral ohne Ende aber zumindest offiziel wurden unanständige Dinge verpönt. Ich denke tatsächlich Leben a la Selbstversorgung wäre eine gute Möglichkeit, evt. Homeschooling, auch im Ausland gibt es rechtschaffene Muslime, man kann dort freier leben so lang man nicht vor hat gegen das herschende System vorzugehen. Ich bin trotz meiner Erfahrungen fürs auswandern aber nicht planlos und mit realistischen Erwartungen. Als Deutscher würde ich wie schon vorgeschlagen mich mit einen vertrauensvollem Einheimischen zusammentun. Auch er wird es demjenigen danken. Rückwanderer haben auch das Problem das man anderen Einheimischen nicht so recht trauen kann.

    Antworten
  24. Abdussalam bin Abdillah

    Abdussalam bin Abdillah

    Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm.
    Wa-s-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh.

    Aus gegebenem Anlass möchte ich noch einmal auf ein ggf. mögliches Missverständnis hinweisen:

    Ich betrachte den Kommentarbereich unter den von mir verfassten bzw. verantworteten Artikeln als öffentlich zugänglichen Raum in Privatbesitz, und mich auch islamrechtlich als Verantwortlichen.

    Wer hier kommentiert, akzeptiert damit die von mir erlassenen Regeln als AGB der Kommunikation, auch seiner Teilnahme daran.
    Insbesondere akzeptiert er meine letztgültige, im wesentlichen unhintergehbare weltliche Entscheidungsgewalt (Regel 1).

    Wenn ihm an meinen Entscheidung etwas nicht passt, kann er sich gerne beim Oberboss des Blogs Zia beschweren, der ist für Leserbriefe per Mail erreichbar unter den drei Buchstaben „zuh“ auf „ahlu-sunnah.com“.
    Gleich vorneweg: Versprecht Euch, wenn ich Euch nicht offen gegen meine Regeln behandelt habe, nicht zuviel von einer solchen Beschwerde. Gejammer hört sich der Bruder auch nicht gerne an.

    Wer einmal zu kommentieren angefangen hat, soll nicht vergessen, dass er/sie damit einen Vertrag eingegangen ist: nämlich meine Regeln UND mein Schiedsrichteramt darüber zu akzeptieren.
    Verträge zu halten ist aber eine gottesdienstliche Handlung für einen gläubigen Muslim!
    Also haltet Euch in Eurem eigenen besten Interesse an meine Regeln und akzeptiert bitte meine dementsprechenden Anweisungen und Eingriffe, ohne zu maulen. Wer Diskussionen der Geschäftsordnung anfängt, hat sich sofort eine gelbe und ganz schnell eine gelb-rote oder volle rote Karte eingefangen!

    Wen ich mit Hinweis auf wiedergutzumachende Mängel gesperrt habe, muss diese Dinge heilen – sonst darf er woanders weiter kommentieren, hier auf dem Blog oder im großen weiten Muslimweb oder ganzen Internet.
    Wem das alles noch nicht reicht, den kann ich nur auf die Möglichkeit verweisen, mich unter der in Regel 1 des genannten Artikels angegebenen Emailadresse anzuschreiben.

    Wa-lâ h°awla wa-lâ quwwata illâ bi-Llâh.

    Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
    Wa-s-Salâm.

    Antworten
  25. Schwarzer Wolf

    Salam Alaikum wa Rahmatullahi wa Barakatuh

    Unter den Aspekten wie der Bruder Musa [Einsamkeit, Entsagung etc.] berichtet, stelle ich mir auch eine Auswanderung vor. Mir gefallen diese Sachen und ich persönlich sehe es für mich als besten Weg, Allah dem Erhabenen näherzukommen.

    Sagt unser Prophet nicht in einer Überlieferung:

    Abū Saīd Al-Ḫudryy, Allāhs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: ”Es wurde folgende Frage gestellt: »O Gesandter Allāhs, wer ist unter allen Menschen der beste?« Der Gesandte Allāhs, Allāhs Segen und Friede auf ihm, sagte: »Ein Gläubiger, der unter dem Einsatz seines Lebens und Vermögens auf dem Weg Allāhs den Ǧihād unternimmt.« Die Leute sagten: »Wer dann außer diesem!« Der Prophet sagte: »Ein Gläubiger, der sich irgendwo in einer unbewohnten Gegend zwischen den Bergen aufhält, Allāh fürchtet und die Menschen von seinen Schlechtigkeiten verschont!«“ [Bukhari 2786]

    Muslim berichtete ebenfalls von Abu Sa`īd al-Khudri (möge Allāh mit ihm zufrieden sein) einen ähnlichen Hadīth in seinem Sahīh (1888), in dem es heißt, dass ein Mann zum Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien auf ihm) kam und fragte: „Welches sind die besten Leute?“ Er antwortete: „Ein Mann, der sich um den Jihād um Allāhs willen mit seinem Vermögen und seinem Leben bemüht.“ Der Mann fragte: „Wer dann?“ Er antwortete: „Ein Gläubiger auf einem Gebirgspass, der Allāh dient und die Menschen verlässt.“

    Al-Nawawi sagte in Scharh Sahīh Muslim (13/34): „Damit ist nicht der Pass an sich gemeint, sondern es bezieht sich darauf, dass er allein ist und sich abgesondert hat. Der Gebirgspass wird als Metapher verwendet, denn er ist üblicherweise menschenleer.“

    Al-Hāfiz ibn Hajar sagte in al-Fath (13/42): „Dieser Bericht zeigt, dass die Isolation in dem Fall zu bevorzugen ist, wenn man um sein religiöses Bestreben fürchten muss.“

    Al-Sindi sagte in seiner Fußnote zu al-Nasā`i (8/124): „Das zeigt, dass es erlaubt ist, sich abzusondern, und tatsächlich ist es in Zeiten der Versuchung zu bevorzugen.“

    Das Problem bei Dörfern in Deutschland: Oftmals werden Zugezogene ja nicht wirklich akzeptiert, selbst wenn diese nicht so aus der Reihe fallen [wie deutscher Muslim mit arabischer Frau].

    Problem ist auch, das es sehr schwer ist, aus der Großstadt in der wir Leben wegzukommen aufgrund etlicher Probleme. z.B. Wohnungsbesichtigungen die xxx km entfernt sind [z. B. NRW], sind schwer realisierbar [schon gemacht]. Und im nahen ländlichen Umfeld [Ostdeutschland] möchten wir nicht leben.

    Wenn diesbezüglich jemand helfen kann, kann man gerne inshallah privat weiter Korrespondieren.

    Man steckt eben irgendwie Fest. Ich empfinde es als „Grauen“, seit Jahren alle paar Meter einem ehemaligen „Freundeskreis“ über dem Weg zu laufen, der alles andere als rechtschaffen ist, der zu Hausbesuchen neigt und viele andere mehr. Zudem gibt es viele alte Erinnerungen, die man nicht vergessen kann, da man nicht von hier wegkommt und nicht abschließen kann mit dieser Sache.

    Ich Glaube, es geht etlichen Geschwistern so. Allah weiß es am Besten. Ein flüchtiger Bekannter ist wohl [Allah weiß es am Besten] vom Islam abgefallen, nachdem sein Nachbar [anderer Stamm] ihm die Tür eingetreten, wertvolle Sachen geklaut hat und er angefangen hat Hamed Abdel-Samad zu lesen.

    Und ich kann leider auch Bestätigen, das in den Deutschen Gebetsräumen oftmals eigentlich eher eine Abneigung gegen etliche andere Stämme entsteht und deren Verhalten, was dort offenkundig toleriert wird.

    Natürlich darf man nicht verallgemeinern. Ich habe selber eine marokkanische Ehefrau. Ihre Familie ist „Alte Schule“ [Kurzfassung]. Aber ich habe es selten erlebt, dass mein Stamm mich so dermaßen betrogen und abgezogen hat, wie dass unter vielen anderen Stämmen heute scheinbar Normalität ist.

    Ich habe auch mitbekommen, dass viele eigene Stammesleute sich sehr oft über, dass Grundverhalten etlicher aufregen, und die gleichen Erfahrungen gemacht haben.

    Hat jemand Erfahrung mir Rumänien? Dort gibt es ja schon Häuser in Dörfern um die 10000 €. Aber eben traditionell sehr christlich und ich weiß nicht, wie es ist, wenn man in ein ca. 1000 Einwohner Dorf zieht.

    Möge Allah uns zusammenbringen und das Unheil entfernen.

    Antworten
  26. Khalid Amin

    Assalaamu aleykum wa rahmatullah,

    wieso machen wir nicht zuerst einmal eine innere Hijra, indem wir einfach aufhören, uns ständig Gedanken über die Unzulänglichkeiten anderer zu machen und die Augen auf uns selbst richten?
    Wenn der Blick stets nur darauf schweift, wie wenig islamisch alle anderen sind, dann wird das auch in einem anderen Land nicht anders sein. Und äußerst unislamische Individueen gab und gibt es überall zu jeder Zeit.

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm.
      Wa-s-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâhi wa-barakâtuh(u).

      Ein sehr richtiger und wichtiger Hinweis, lieber Bruder.
      Allerdings geht es immer auch darum, welche Umgebung für die innere Hijrah (= weg vom islamischen Verbotenen, hin zum islamisch Gebotenen) die beste wäre.
      Viele drängen dann darauf, dass die muslimischen Länder angeblich den grundsätzlich besseren Hintergrund lieferten.
      Insofern fand ich den faktenbasierten Bericht des Bruders interessant, nicht etwa als Grundlage, Marokko pauschal zu verteufeln.

      Meiner ganz persönlichen Meinung nach ist für manchen die Fitnah hier größer, für manchen in den muslimischen Ländern, die sich darin auch noch (wieder je individuell, je jedes einzelne Land für je jeden einzelnen Typ Muslim) gewaltig unterscheiden. Und dann kann in der Tat sogar ein Hijrah in ein nichtmuslimisch dominiertes Land, oder in Deutschland von der Stadt aufs Land, oder z.B. innerhalb Europas von Deutschland nach Österreich (Stichwort „home schooling“) in Frage kommen. Usw. usf.

      Eben in Abhängigkeit der von Dir implizit angesprochenen wahren Hauptfrage:

      Was hilft mir persönlich, Allah (swt) näher zu kommen und mich nicht etwa von IHM (swt) zu entfernen.

      Wa-hadâna_Llâh. Wa-lâ h°awla wa-lâ quwwata illâ bi-Llâh.
      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

    • Khalid Amin

      Wa aleykum assalaam wa rahmatullahi wa barakatuhu,

      sehr richtig, eine gute Ergänzung! Ich hatte mit meinem Kommentar auch tatsächlich eher jene Klientel im Sinne, die der Ansicht ist, dass für die eigenen Defizite und Verfehlungen stets nur das böse, böse Umfeld verantwortlich ist und dass man sich nur in Islamistan breitmachen müsse und schon würde die allgemeine Rechtschaffenheit nur so vom Himmel regnen.

      Den Artikel selbst fand ich sehr interessant und aufschlussreich.

  27. Hamidi

    Salamualaikum

    Istanbul ist meine Empfehlung. Halbwegs modern, genügend Angebote an allem und man findet bei 15 Mio. Menschen jeden Typ. Uns wer jetzt mit Mängeln kommt: Nicht so störend dass man lieber hier und mit den Mängeln hier leben würde.

    Wasalam

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm.
      Wa-3alaykumu_s-Salâmu wa-rah°matu_Llâh.

      Danke für Deine Stellungnahme.
      Ich möchte Dich allerdings auf einen kleinen Fehler in Deinem Text hinweisen.
      Im letzten Satz muss es nämlich heißen: „(Für mich) nicht so störend, dass ICH lieber…“ Du kannst ja nicht so ohne weiteres von Dir auf andere schließen.
      Weißt Du von Istanbul auch zu berichten, ob es dort Viertel gibt, in denen man weder unter Sektierern leben muss, noch faktisch eine rein westliche Umgebung genießen „darf“?
      Weißt Du ferner, wie es sich für Nichttürken das Leben gestaltet? Hier wäre es freundlich, wenn Du kurz Stellung zu den Argumenten des Bruders Abdul Hakim in den folgend verlinkten drei Beiträgen durch Gegenüberstellung der türkisch-istanbulischen Realität aus eigener Anschauung nehmen könntest:
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=2221#comment-5260 und comment-5261 sowie comment-5280 .

      Kennst Du Menschen, die nach Istanbul als Nichttürken ausgewandert sind? Kannst Du von deren Erfahrungen berichten?

      Kannst Du von eigenen Reiseerfahrungen oder zumindest -vorbereitungen erzählen, damit wir daraus praktischen Nutzen gewinnen?

      Lieben Dank im voraus für die Nachlieferung substantieller Informationen, auf deren Basis allein m.E. eine verantwortungsvolle Abwägung und Planung eines solchen Unterfangens möglich ist.

      Wa-lâ h°awla wa-lâ quwwata illâ bi-Llâh.
      Wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salam.

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