„Tawhîd – Endlich verständlich!“ – Der Scharch

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Dieser Tage hat der Begründer unseres Blogs, Shaykh v.e.Gn. (von eigenen Gnaden) Zia al-Administratoriyy al-Bakistaniyy, einen Artikel unter dem Titel „Tawheed – Endlich verständlich!“ hier auf dem Blog veröffentlicht. Manche Verteidiger (jeweilige Selbstwahrnehmung) des „wahren Tawhîd“ (d.h., so wie sie ihn verstanden oder ggf. eben auch nicht so gut verstanden haben) waren recht entrüstet und gingen in ihrem Missverständnis so weit, in unserem Oberblogger Zia einen nachweislichen Apostaten dingfest gemacht zu haben. Insbesondere hängte sich die Kritik am Buchtitel „Die süßen Küsschen…“ auf, der als eindeutiger Spott über Allah (swt) bzw. den ersten Teil von Kalimati_l-Islâm missdeutet wurde.

Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm
Wa-l_h°amdu li-Llâhi Rabbi_l-3âlamîn(a), wa-s°alâtu_Llâhi wa-salâmuhû 3alâ rasûlihi_l-karîm(i).
Ash.hadu an lâ ilâha illâ_Llâh(u) wa-anna sayyidanâ Muh°ammadan 3abduhû wa-rasûluh(û).
As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh.

Diese Wahrnehmung insbesondere des inkriminierten Buchtitels ist meiner Ansicht nach aber gar nicht notwendig, sogar im Gegenteil.

Deshalb möchte ich zuerst, mit Allahs (swt) Erlaubnis, darstellen, wie ich persönlich diesen Titel verstanden habe:
„Die süßen Küsschen des Tawheeds auf der entstellten Wange von Heuchelei und Polytheismus“

 

1. Islamisierender Kitsch

Zuerst einmal karikiert der ganze Titel eine Art der Garnierung an sich islamischer Themen und Inhalte:
„Die süßen Küsschen des/der XY auf die entstellte Wange von YZ und ABC“.
Wer kennte diesen Sprechweisen nicht, sie gehören leider zu einer verbreiteten, wenig löblich zu nennenden Neuerung, dem islamisierenden Kitsch.
Diesen habe ich bereits als kleiner nichtmuslimischer Vorschulbub bei meinem griechisch-türkischen Spielfreund daheim kennenlernen dürfen, in Form des quadratmeter-großen gestickten (!), schreiend bunten Mekka-Ka’ba-Schinkens über dem Sofa der Eltern. Solcher Kitsch lenkt erstens vom Inhalt der Religion ab und verrät zweitens einen Mangel an Îmân, da der jeweilige Autor doch tatsächlich meint, die Religion Allahs (swt) durch Hinzufügung übertriebener, regelrecht affektierter und völlig geschmackloser Weltlichkeit verschönern (!) zu können. Drittens wird dadurch nicht eine Verschönerung, sondern äußerlich Verunstaltung an sich löblicher Handlungen erreicht.

 

2. Eigenlob riecht auch im Islam nicht gut

Zudem geht es bei solch blumigen Titeln immer wieder nicht nur um die Verschönerung der Religion Allahs (swt), sondern um das Eigenlob und die Selbstbeweihräucherung des Autors des jeweiligen Bandes. Wenn einer sein eigenes (!) Buch selbsthändig (!) „Die glänzenden Perlen von EFG“ tauft, so mag dies bei einem Gelehrten großen Ranges (d.h. sektenübergreifender Anerkennung!) ja angehen. Diese jedoch beschränken i.d.R. solche Buchtitel auf Sammlungen verbürgter Ahâdîth u.ä. Werke, in denen die jeweilige Meinung des Autors hinter dem Zitat des Wortes Allahs (swt) und Seines Gesandten (sAs) zurücktritt. Bei den wirklich großen Werken solcher Herkunft ist meist auch der Titel nicht zu arg blumig gehalten, wie z.B. bei „Riyadi-s-Sâlihîn“ von Imâm An-Nawawi (rh).
Ist im entsprechend betitelten Werk jedoch viel von der persönlichen Meinung des Autors oder der speziellen Position seiner jeweiligen Gruppe enthalten, so sind solche positiven Eigenbewertungen m.E. nach dem Wort Allahs (swt) zurückzuweisen:

{ Fa-lâ tuzakkû anfusakum huwa a3lamu bi-man-i_ttaqâ } ( Sûratu_n-Najm, Âyah 32 ) und

{ A-lam tarâ ila_lladhîna yuzakkûna anfusahum bal-i_Llâhu yuzakkî man yashâ’u wa-lâ yuzhlamûna fatîla(n) } ( Sûratu_n-Nisâ‘, Âyah 49 )

Allein im Billigen solcher Handlungen zeigt sich ein schwacher Îmân bzgl. der universellen Richterschaft Allahs (swt) („Mâliku yawmi_d-Dîn“), hier der Annahme der guten Taten allein durch Allah (swt). Vgl. dazu auch Sûrata-l-Mâ’ida, Âyah 27 , und was aus der Missachtung dieser Grundwahrheit an Übel erwächst!

 

3. „Du sollst keinen Götzen neben mir haben!“

Ferner ist mir bewusst, dass es natürlich nicht nur einen „Tawheed“ gibt, sondern viele. Zu jeder Sekte und jeder anderen menschlichen Gruppe, jedem Guru oder Führer, jeder Weltanschauung oder Überzeugung, schlicht allem, woran Menschen glauben, gibt es einen eigenen, dazugehörigen ‚tawh°îd‘, den ich abgekürzt den ‚Sektentawhîd‘ nenne, mit dem Ober- und Hauptgebot „Du sollst keine Sekte (oder Weltanschauung etc.) neben mir haben!“. Und in allen Gemeinschaften mit gemeinsamem Glaubenssystem gibt es Menschen, die dieses auf die höchste Stufe erheben. Wenn dieses Glaubenssystem nicht dem Islam (in seiner gottgewollten Form!) entspricht, so handelt es sich nach islamischer Lehre bei diesem Gruppentawhîd um einen Sektentawhîd reinsten Wassers und damit um 1. Kufr, 2. Shirk, 3. Fanatismus.
Daher habe ich die Verwendung des Wortes „Tawheed“ im fiktiven Buchtitel erst einmal unter diesem Aspekt betrachtet. Diese Leseweise fand ich auch durch Sätze des Artikels gestärkt, die dem von manchen, offensichtlich recht hastigen Lesern inkriminierten Buchtitel immerhin voraus(!)gehen:
„… aufgrund meines exklusiven Wissens über den Tawheed™… Folgendes Buch ist ab dem heutigen Tage Pflichtlektüre für alle Muslime…“
Man beachte hier den offensichtlich selbstironischen Ton, in welchem Zia sektiererische Rechthaberei und Besserwisserei zugleich imitiert und karikiert.

 

4. „WIR sind die wahren Muwahhidîn!“

Nicht zuletzt findet ja auch allenthalben ein Versuch der Monopolisierung und Instrumentalisierung des Tawhîd statt. Keine der 72 irrenden Gruppierungen wird ja zugeben, dass sie außerhalb des Tawhîds stünde – das wäre so etwas wie theologischer bzw. ideologischer Selbstmord. Im Gegenteil hält sich praktisch jede muslimische Sekte, die auf sich hält, eigene Theologen, die allen anderen Sekten, aber vor allem den Leib- und Magenfeinden nach allen Regeln der Propaganda „nachweisen“, dass es sich bei ihnen selber um DIE berufenen Hüter des (islamischen) Tawhîds, beim jeweiligen Gegner aber um DIE (am besten: schlimmsten) Feinde desselben handele („wie die Juden!“, „diese Rabbiner!“, „wie die Christen!“, „wie die Heiden!“, „sie gleichen Atheisten!“ etc. pp.). Ja, das können sogar die verstiegensten Schiiten, liebe Muwahhidîn!
Dieses Bedürfnis, den Islam zugleich zu instrumentalisieren, ist im vorherigen Zitat Zias (s.u. 3., gegen Ende), sowie in seinem ganzen Artikel auch angesprochen und durch Stilmittel des uneigentlichen Sprechens (Ironie, Sarkasmus, Übertreibung etc., insb. der Hinzufügung von „TM“) karikiert und damit kritisiert worden.

5. Resümee: Mein „Scharch“ der „Süßen Küsschen“

Und letztens finde ich all diese Punkte im Buchtitel recht gut zusammengefasst:
Dass Menschen ihr irdisches Süppchen auf der Religion Allahs (swt) kochen möchten. Dass sie damit anfangen, die Religion sektenmäßig zu monopolisieren („Nur bei uns ist die Wahrheit!“, „Alles Kuffâr außer WIR!“, oder, ‚gemäßigter‘: „Alles Irregeleitete, außer WIR!“) und die anderen Muslime (und sowieso die Nichtmuslime) öffentlich (!) pauschal abzuwerten („Heuchler“, „Mushrikûn“, „Murtaddîn“, „Fussâq“, hier: „entstellte Wange“). Die Instrumentalisierung der Religion Allahs (swt) ist eine Heuchelei, die Selbstheiligung der Sekten und ihr ‚Sektentawhîd‘ eine Verletzung von „tawh°îdi_Llâh“ (swt) (des wahren islamischen Tawhîd), und damit eine Form von Polytheismus.
Insofern die Schönheit des Îmâns bei manchen, in dieser Richtung auf Abwege gekommenen Muslimen der Gewalttätigkeit des Takfîr (und, wenn sie können, einem richtig blutigen Kopf-ab-Theater) gewichen ist, entsteht ein Vakuum, das immer wieder gerne mit Kitsch gefüllt wird. Und insofern also Süße Küsschen des [Sekten-]Tawheeds [dieser maskiert als islamischer Tawhîd] auf der entstellten Wange von Heuchelei und Polytheismus [in deren Abgrund die Sektierer durch ihren Fanatismus und ihre notwendigen theologischen Windungen hineingeraten]“.

 

6. Meine Kritik der „Süßen Küsschen“

Soweit bisher meine Interpretation. Nach dieser fand ich die Umsetzung nicht hundertprozentig gelungen, auch ein wenig hart an der Grenze guten Geschmacks. Von meinem Verständnis her hätte ich die Form „Die süßen Küsschen der ‚Löwen des Tawheed‘ (TM) auf die entstellte Wange von Heuchelei und Polytheismus“ vorgezogen. Und Allah (swt) weiß es am besten.

 

7. Zias Stellungnahme

Als ich diesen Artikel plante, bat ich auch Zia um Auskunft und habe folgende Antwort erhalten:

„Ich habe den Artikel bewusst etwas provokativ formuliert. Ich wollte die Leute aus geistigen Dauerschleifen holen und zum Nachdenken bringen: Es kann doch nicht gut sein, wenn sich Muslime mir-nichts-dir-nichts wie Propheten fühlen und dementsprechend auftreten.
Und eines finde ich schon ziemlich komisch: ‚Sǘße Küsschen‘, das soll arg problematisch sein, aber bei ‚Feurigen Blitzen‘ wäre die Welt auf einmal wieder im Lot. Das soll mir mal jemand erklären, bitte sehr.
Den Gesamtzusammenhang meinte ich übrigens ganz freundlich, im Sinne von Da’wa: Die ’süssen Küsschen‘ der Lehre des Tawheed, welche die ‚entstellte Wange‘ der Menschen von jeglicher Spur von ‚Heuchelei und Polytheismus‘ heilen.“

 

8. Übereilte Reaktionen hastiger Leser

Ich ahnte schon, dass einige der erwähnten ‚Löwen des Tawheed‘ (TM) (welche ‚Trademark‘ bekanntlich von mehreren Gruppen und Grüppchen beansprucht wird, welche sich untereinander auf das fröhlichste takfirieren (sic)), alsbald herbeirennen und „Haltet den Dieb!“ schreien würden. D.h. „Haltet den Murtadd!“ natürlich, o.ä.
Und tatsächlich nervte auch gleich ein solcher Experte auf der Facebook-Seite herum, wollte die Adresse von Zia unbedingt haben, prahlte damit, dass er in irgendeinem Whois die Anschrift von Tariq gefunden habe etc pp. Dazu die Ankündigung, Zia besuchen zu wollen, zum „Süßen“. Zwei, drei irre Postings vorher hatte er uns, praktischerweise sozusagen, unterrichtet, dass „der Tod süß“ sei, „wenn Du weißt, was ich meine?“. Zum Schluss wurde es ihm selbst zu jihâdig, man will ja als Selfmade-Muwahhid in Ruhe sein Hartz4 verzehren können, und er hat alles gleich wieder gelöscht. Ob es ein Zufall war, dass ich kurz zuvor diesen Beitrag veröffentlicht habe? Es ist dann noch hier auf dem Blog ein giftiger Kommentar eingetroffen, dessen Autor sich als pegidistischer Islamexperte herausgestellt hat. Und später einer, der nicht freigeschaltet wurde.
Ob sich jetzt irgendeiner dieser ‚Muwahhidîn‘ und Freizeitmuftis sich jetzt nach erfolgter Aufklärung etwa entschuldigen wird? Ich wollte es hoffen, wenn mich meine Erfahrung nicht skeptisch machte. Khayr, in shâ’a_Llâh.

 

9. Die Scheinrechtfertigung des Takfîr

Viele dieser Spezialisten islamischen Rechts berufen sich dabei auf eine Âyah, die sie per Tafsîr(TM) zum Gummiparagraphen umzumodeln unredlich bemüht sind. Es handelt sich dabei um Sûrati_t-Tawbah, Âyah 65.
Der leider regelmäßig vorkommende Trick bei ihrer Referenz auf den Herabsendungsanlass (im Kontrast zum Text des Verses) (siehe dazu z.B. hier ) ist so einfach wie nervig: Man setze einfach die Mitglieder der jeweiligen eigenen Gruppe mit den Sahâbah (ra) bzw. die besonderen (!) Gepflogenheiten, Sprachregelungen und religiösen Interpretationen derselben mit DEM Islam gleich.  (Ganz wie manche Extremisten auch untereinander recht schamlos reden: „Mâ shâ’a_Llâh, Bruder, wie Du es diesem Madkhali gegeben hast! Wenn ich Dich sehe, muss ich immer an Omar ibnu_l-Khattâb denken!“ Und sie sind dabei, alle beide, sowohl vom Wesen des Propheten (sAs), als auch dem jedes einzelnen der großen Sahâbah (ra) und sogar derjenigen geringeren Ranges Lichtjahre entfernt.) Außerdem schließen solche von dem damaligen Fall und der Offenlegung der wahren, inneren Lage jener Heuchler auf den Inhalt der Brüste heutiger Muslime, wenn diese Äußerungen tätigen, die man unbedingt als blasphemisch einordnen möchte. Derb, aber leider wahr.
Dabei ist die Sache doch so einfach: Die Taten sind nach den Absichten, und die weiß nur Allah (swt). Die Heuchler spotteten damals eben nicht einfach über die Sahâbah (ra), sondern wollten damit Allah (swt) und Seinen Gesandten (sAs) treffen, nach dem Motto: „Schau, welche Bewahrer Seines Wortes sich dieser Gott angeblich ausgesucht hat, schau, welche ‚edle‘ Gefährten dieser angebliche Prophet umgeben!“ Aber selbst der Prophet (sAs) kam nicht aus seiner eigenen, immerhin beachtlichen Urteilskraft auf die Feststellung der hinter der (an sich schon bösen) Verleumdung der betroffenen Sahâbah (ra) steckenden Absicht, sondern es wurde ihm offenbart. Welcher verständige Muslim wollte also heute wissender als der Gesandte Allahs (sAs) sein wollen und aus eigener Schlussfolgerung, ohne konkrete Offenbarung, die wahre Absicht einer Äußerung abweichend vom Wortlaut derselben sicher feststellen können?!

Ein Muslim muss also bewusst absichtlich Allah (swt), Seine Offenbarung, den Edlen Quran, Sein perfekten Werke oder Seinen Gesandten Muhammad ibn Abdillah (sAs) verspotten und herabsetzen, um nach dieser Âyah von einer zum öffentlichen Urteil befähigten (!) und durch die Gemeinschaft der Muslime ermächtigten (!) Person zum Kâfir erklärt werden zu können.

Wie wir aber oben gesehen haben, ist erstens nach dem Wortlaut im Kontext des Artikels eine ganz andere Deutung des bemängelten fiktiven Buchtitels möglich (nämlich meine präsentierte). Diese deckt sich teilweise, aber nicht vollständig mit der vom Autor Zia selber ausgedrückten Absicht, die ferner ebenfalls zum Wortlaut des Textes passt.

Aber vielleicht haben wir ja unter manchen „Muwahhidîn“ (jeweilige Eigenbezeichnung) wirklich solche, die von den Engeln Allahs (aS) besucht werden? Und die bessere Auskunft über die wahren Absichten Zias besitzen, als er uns hier gegeben hat?!

Kein Scherz: Die erste muslimische Gruppe, mit der meines Wissens historisch der Begriff „al-muwahh°idûn“ verbunden wird, ist eine marokkanisch-spanische Erneuerungsbewegung, die in Europa mit der verballhornten Version dieser Bezeichnung als Almohaden bezeichnet wird. Ihr Anführer ernannte sich mit Billigung seiner Truppe zum „Mahdi“ – immer noch kein Scherz! Einen berühmten islamischen Gelehrten haben sie sogar dafür, dass er diesen Irrsinn nicht anerkennen wollte, gewaltsam zu Tode gebracht: den Qadi `Iyad (rh). (Siehe dazu auch hier .) Und auch in unserer Zeit hat es das bereits, Gott sei Dank nur als kurzes Intermezzo, gegeben, die Besetzung der Großen Moschee in Mekka im Jahr 1400 AH. bzw. 1979 chr. Ztrg.

Allen muslimischen Löwen „des Tawheed (TM)“ oder anderweitig stark ‚engagierten‘ und schnell ‚energischen‘, meist jungen Geschwistern daher noch einmal unsere eindringliche Empfehlung: Erst dreimal nachdenken, dann (besser nicht) takfirieren, tafsiqieren, tabdi’ieren oder auf andere Art shariapolizeilich herummaulen!

Als Nachdenkhilfe gibt es auch schon den recht neuen, m.E. wunderschönen Löwenticker.
Dort findet man auch eine praktische, bloginterne Artikelsammlung, zur höheren Löwenbildung.
Oder man springt gleich ins aktuelle Geschehen, über den Tickerkopf.

Wer den obenstehenden Artikel kommentieren möchte, ist herzlich willkommen. Er/sie muss sich allerdings, da gibt es auch für Löwen und solche des „Tawheed (TM)“ keine Ausnahme, an die Regeln halten, die ich denjenigen, denen sie missfallen könnten, auch erklärt habe.

Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
Wa-s-Salâm.

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16 Antworten auf “„Tawhîd – Endlich verständlich!“ – Der Scharch”

  1. Abdussalam bin Abdillah

    Abdussalam bin Abdillah

    Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm.
    As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh.

    Nachträge zum Artikel

    Im Unter-Strang unterhalb dieses Kommentarfeldes sollen Nachträge etc. als einzelne Kommentare von mir, bi-idhni_Llâh veröffentlicht werden.
    Leser sowie Administratoren und Autoren des Blogs werden daher gebeten, im folgenden Unterstrang KEINE Kommentare einzustellen, da ich diese dann per Hand verschieben müsste.

    Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
    Wa-s-Salâm.

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm.
      As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh.

      Zu häufig steht „Tawhîd“ auf der Packung – drin ist aber keiner!

      Man sollte ja meinen, dass der islamische Tawhîd zwingend die Verpflichtung des an ihn Gläubigen zum behutsamen, zurückhaltenden und pfleglichen Umgang mit dem islamischen Dîn und seinen Lehren beeinhaltet. Ferner sollte man meinen, dass ein Muwahhid im Sinne des Islams sehr genau darauf achtet, wann er sich und anderen etwas zuschreibt und dies auch noch als Wahrheit behauptet.

      Insofern gibt es für die Einführung des Begriffs „TawhidTM“ tatsächlich eine regelrecht dringende Notwendigkeit: finden wir doch viele Menschen, die sich nicht nur dem Islam, sondern sogar dem Tawhîd ganz arg zurechnen, vielen anderen Muslimen die Berechtigung dieser Selbstzuschreibungen sogar absprechen, die aber inhaltlich zugleich in ihrer Da’wa für ihren (ggf: gruppen-)individuellen Tawhîd die Regeln des islamischen Tawhîd (nach Quran und Sunnah) gröblichst verletzen.

      Der obenstehende Artikel befasst sich ja analytisch mit ebendiesem Phänomen (im Unterschied zur Fb-Seite „TawheedMEME“, die dies offenbar mit Hilfe von Bildsketches zu tun versucht), und eine individuelle Ausformung haben wir untenstehend bereits in einem Kommentarbeitrag genauer analysiert.

      Einer anderen individuellen Erscheinung dieser höchst unerfreulichen tawhid-widrigen Sektiererei im behaupteten Namen des Tawhîds bin ich jüngst erst begegnet und habe diese in meinem gestrigen Beitrag für den Löwenticker behandelt:
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=2096#comment-5421

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm.
      As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh.

      Selbstlob und -heiligung (k)ein Widerspruch zum Tawhîd?

      Wir müssen uns ja immer wieder auf dem Blog den Vorwurf der „Arroganz“ anhören, mindestens jenen der „pseudointellektuellen“.

      Anderen lassen deutsch-orientalische Feld-Wald-Wiesen-Löwen (ggf. auch konvertitischer Provenienz) eigenartigerweise derbste Formen der Selbstbeweihräucherung durchgehen. Und viele der lieben „Brüder und Schwestern“ praktizieren es auch ganz ungeniert selber.

      Ein Beispiel krassester Überheblichkeit habe ich im Internet-Prediger und sogenannten „Sheikh“ „Abu Walaa“ gefunden und Ende August auf dem „Löwenticker“ dementsprechend kommentiert. Wegen der Relevanz auch für den obigen theoretischen „Scharch“ (zu Zias „Tawheed – Endlich verständlich!“) möchte ich den Ticker-Beitrag über Abu W. und seine m.E. völlig offensichtlich islamwidrige Selbstdarstellung hier noch einmal verlinken: http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=2096#comment-5326

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

      Zur Erstausgabe des „Loewenkundlichen Magazins“

  2. Abdussalam bin Abdillah

    Abdussalam bin Abdillah

    Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm.
    As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh.

    SO geht Adab! SO geht Tawhîd!

    Wie in Bestätigung der Frage Zias (s.o., u. 7.) finde ich heute folgenden gar nicht fiktiven Titel für ein Pamphlet (auf Facebook am 17. Juli d.J. mit Link zur PDF eingestellt), ich zitiere den ganzen „Beitrag“:

    Die Widerlegung des Vogels Teams von einem armen Diener ALLAHs, welches den Namen „Ein mit Süße parfümiertes Geschenk an die Muwahhidin und ein im Auge steckender Dorn an die Murtaddin vom armen Diener ALLAHs an die hochmütigen Diener Shaytans. “ trägt.

    Wie aus dem Lehrbuch, Zia hätte es nicht besser erfinden können!

    Am 20. Juli zeigefinger-schulmeisterte dieser Premium-‚Muwahhid(TM)‘ noch:

    Achtung: Schimpfwörter in den Screenshots enthalten
    Da immer wieder Anhänger der Kreuzritter auftauchen und emotionale Geschwister aufgrund ihres Wortgebrauches wie ‚Hund‘ kritisieren. Schaut mal, was eure vorbildlichen Kreuzritter an Brüder schreiben und wer die Kommentare mit ‚Gefällt mir‘ markiert. Und ich appelliere an die Brüder, euch nicht auf dieses Niveau herabzulassen. Nennt sie Murtaddin, Kuffar, Kreuzritter – aufgrund ihrer Loyalität zu diesen – aber beleidigt sie nicht.

    Sic! Nur die Hervorhebungen sind (wie sonst hier auch) von mir!

    Beleidigen nur mit Niveau, bitte schön! Rübe ab nach dem Takfîr geht zwar leider nicht, darf man sich aber vorstellen… Aber KEINE Schimpfwörter, das wäre ja NIVEAULOS!

    Und wer meint, dass man solche Realsatire nicht steigern könne, wird enttäuscht, denn…

    …nach der Razzia Ende Juli (der ersten) in Hildesheim wünscht er Pierre Vogel and Friends auf der Fb-Seite von Abu W.’s „AlManhajMedia“ folgendes an den Hals (der Löwenticker berichtete bereits):

    Möge ALLAH diese Kreuzritter vor den Augen der Muwahhidin entblößen und ihre Seelen qualvoll beim Klogang entnehmen.

    Jetzt könnte man meinen, er habe seine Meinung geändert, nach dem Motto „Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil“, aber nein, am 31. Juli schreibt er u.a.:

    Und bitte ahmt diesen Personen nicht nach, sei es gegen ein Kafir, Murtad, Erneuerer oder sonst etwas. Wahrt euer Benehmen als Muslim und die Gelehrten sagten, dass das Benehmen vor dem Wissen kommt. Auch schon so Begrifflichkeiten wie ‚Hund, Dreckiger‘ oder Ähnliches.

    Was jetzt nun? Doch wieder Kommando zurück? NEEEIN, richtiger Adab geht anders, das verstehen Juhhâl wie ich einfach nicht. Am 3. August zeigt er’s uns, wie Da’wa(TM) mit Adab(TM) wirklich funktioniert (in einer Antwort auf einen Nutzerkommentar auf seiner Seite):

    Deine verfluchten Murtaddin retten wohl die Ummah, indem sie bei den Tawaghit kriechen? Möge ALLAH ihre Köpfe zerplatzen lassen.

    Je nun, ICH würde hier zumindest eine schwerst gestörte Selbstwahrnehmung diagnostizieren. (Und ein Gewaltproblem hat der junge Mann anscheinend auch. Wie war’n da die Bilanz in „der Jahiliyyah“)?

    Die arg ramponierte Selbstwahrnehmung bestätigt er uns mit einem Beitrag im Kommentarbereich eines Posts am 15. August eiskalt ins Mikro:

    Selbst für mich objektive Person redest du ehrlich gesagt nur Schrott. Kannst du bitte aufhören?

    Und überhaupt, diesbezüglich: sein Pseudonym für den Fb-Account lautet – „Gottergebenheit“! KEIN SCHERZ!

    Er macht sich, ganz „Gottergebener“, über einen Sufi lustig, der seinem Shaykh übernatürliche Kräfte zuschreibt, und hat die Stirn, zugleich über seinen Shaykh am 17. Juli folgendes zu posten:

    Unser Shaykh sagte mal in einer „privaten“ Sitzung, dass wenn Shaykhul Islam Muhammad ibn Abdul WAHHAB heute am Leben wäre und er erneut die fünf Köpfe der Tawaghit aufgelistet hätte, noch vor Iblis al Salul (al Saud) erwähnt hätte.
    Möge ALLAH ihn beschützen.

    Diesen Shaykh besuchen die Engel Allahs (aS) nehme ich an, denn über eine Glaskugel darf er als strenger Wahhâbit ja nicht verfügen…

    Also ein Spezialist seines Sektentawhîd(TM), wie er im oben veröffentlichen Buche steht! Wa-li-Llâhi_l-h°amdu wa-sh-shukru kulluh(u).

    Wie komme ich nun überhaupt auf den Witzbold?

    Heute schreibt einer seiner Freunde auf der Facebook-Seite des Blogs als Kommentar zum obigen Artikel:

    Ihr habt echt Langeweile so viel Mist zu verfassen.

    Der Name erinnerte mich an das Umfeld von Abu W., DIK Hildesheim, etc., ich bin auf seine Facebookseite, von der weiter auf die gar nicht sehr „gottergebene“, um dann festzustellen, welchen „Mist“ ich gebaut hatte:

    Betreffs seiner Truppe mehrfach voll ins Schwarze getroffen!

    Danke für die freundlichen Hinweise, werter B.I.! Du nimmst teil am Wettbewerb „Unfreiwilliger Mitarbeiter des Monats“!

    Dazu kann ich nur wieder mit den Worten unserer Schwester Catherine sagen:

    Und jetzt stellen wir uns alle mal kurz vor wie es wäre, in einem Land zu leben, in dem solche Volleulen qua Amt über Leben und Tod zu entscheiden haben.

    Was wäre dem hinzuzufügen?

    Wa-lâ h°awla wa-lâ quwwata illâ bi-Llâh.
    Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
    Wa-s-Salâmu 3alâ man-i_ttaba3a_l-hudâ.

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm.
      As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh.

      Nach intensiverer Lektüre des im übergeordneten Beitrag analysierten Facebook-Kontos habe ich feststellen müssen, dass es sich nicht nur um einen offensichtlich dummen, aber eitlen, eingebildeten und lächerlichen Menschen dahinter handeln muss, sondern um eine Person mit einem regelrechten „criminal mind“, und einem blutigen noch dazu.
      Die gleiche widerliche ISIS-Fratze grinst einen da an, die man schon in ihren Kopf-ab-Videos ad nauseam vorgesetzt bekommen hat. Und ein Fan von „Abu Walaa“ noch dazu!

      Erst Auswertungsresultate findet der interessierte Leser hier notiert:
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=2096#comment-5189

      Außerdem möchte ich an dieser Stelle im Bezug auf die Sûfî-Anwandlungen des wenig „Gottergebenen“ (Stichwort: „Mein Shaykh kennt manches aus dem Verborgenen!“) noch auf meinen untenstehenden Kommentar verweisen:
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=2193#comment-5182

      Innâ li-Llâhi wa-innâ ilayhi râji3ûn(a).

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

  3. Abdallah

    „Er macht sich, ganz „Gottergebener“, über einen Sufi lustig, der seinem Shaykh übernatürliche Kräfte zuschreibt, und hat die Stirn, zugleich über seinen Shaykh am 17. Juli folgendes zu posten:“

    Was sagt diese Person zu den sog. Siebenschläfern. Diese waren weder Propheten noch Prophetengefährten. Ganz gewöhnliche Menschen.

    Er würde wohl sich darüber lustig machen, weil ja niemand über 300 Jahre schlafen könne, stünde es nicht Quran.

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh.

      Ich gebe Salâm und bestehe, gemäß der Lehre von Quran und Sunnah, auf der Erwiderung. Diesmal gehe ich von einem Versehen Deinerseits aus, bitte aber für diesen Fall um eine Erwiderung, und sei es als einziger Beitragsinhalt.
      Bei Ausbleiben werde ich Deinen obigen Kommentar spätestens nach drei Tagen löschen, in shâ’a_Llâh.

      „diese Person“ – Er oder ich?

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i). Wa-s-Salâm

  4. Abdallah

    wa alaikum salaam.

    Ich meine die Person, die sich über Karamat lustig macht

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Wa-3alaykum-u_s-Salâmu wa-rah°matu_Llâh.

      Er hat sich nicht über Karâmât lustig gemacht, das war von mir ggf. etwas missverständlich formuliert. Zu diesem Thema werde ich später noch etwas sagen, in shâ’a_Llâh, weil ich, wie gemäßigte Wahhâbis auch, finde, dass hier durchaus in vielen heutigen Sufi-Kreisen mit dem Begriff auf illegitime Art gespielt wird.
      Die Behauptung des zitierten ‚Murîd‘ betraf eine Angelegenheit, die ich eher zwischen ‚Mu’jizah‘ (großem Prophetenwunder) und großer Âyah (Machtbereich allein von Allah (swt)) ansiedeln würde: Jener behauptete nämlich, dass seine Herzfunktion von seinem Sufi-Shaykh kontrolliert werde. (Bist Du Türke? Dann würde ich Dir nämlich, mit gewissem Zeitabstand, den türkischen Originaltext des Sufi-Jüngers heraussuchen.)
      Körperfunktionen aber und deren Kontrolle, das gehört nun wirklich nicht zu menschlichen Aufgaben, wa-na3ûdhu bi-Llâhi min-a_l-jahli kullih(î).

      Aber der Wahhâbi-Shaykh ist nicht besser! Im Gegenteil, der kennt Muhammad ibn Abdilwahhâb über 250 Jahre Abstand so genau, dass er in sein Herz schauen und seine Meinung zu Âl-Sa’ûd ermitteln kann – wenn jener sie sähe! Drei Glaskugeln auf einmal! Wa-na3ûdhu bi-Llâhi min-a_l-jahli kullih(î)!

      Was Deinen Salâm angeht, so hast Du mir gegenüber Deine Mindest(!)pflicht erfüllt. Ob Du damit auch das koranische Gebot Deines Herrn erfüllt hast, musst Du selber prüfen, schau dafür (in Deinem eigenen Interesse) einmal in Sûrati_n-Nisâ‘, Âyah 86 , wenn Du meinen Rat annehmen magst. Ist auch ein wenig im Sufi-Sinne (rah°mah, rifq, adab, tazkiyyatu-n-nafs, dhikr, alles auf einmal) gemeint.

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i). Wa-s-Salâm

  5. Abdallah

    Wa alaikum salam wa rahmatullahi wa barakatuhu

    Es wäre toll, wenn du das Thema schnell aufgreifen würdest, weil es nämlich diese m. E. übertriebenen und irgendwie unpassenden angeblichen Wunder sein sollen, die mich Abstand halten lassen von heutigen Tariqas.

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  6. Abdallah

    Ach ja, weißt du Genaueres über diese Worte:

    „Ich habe euch nur die eine Hälfte erzählt, würde ich euch die andere Hälfte erzählen, würdet [zensiert]“ Dies soll unser Prophet (sas) gesagt haben.

    Erwähnt wurden diese Worte im Buch „Das Kamel auf dem Dach“ in einem seltsamen Zusammenhang …

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    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm.
      Wa-s-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh.

      Ich haben einen Teil des „Hadîth“ zensiert, damit er hier nicht grob fahrlässig weiterverbreitet wird.

      Allein, dass er im Buch ohne verlässliche Quelle stand, spricht gegen dieses, seinen Autor und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dessen Sûfî-Lehrer.

      Ein Hadîth OHNE Kette ist KEIN Hadîth!

      Wenn er vom Inhalt noch merkwürdig ist, so stellt seine Verbreitung ggf. Verleumdung Allahs (swt) oder des Gesandten Allahs (sAs) oder des Islams oder der Gemeinschaft der aufrechten Muslime (rh) dar. Daher bitte im eigenen Interesse unterlassen!

      Ich habe das erste Mal von diesem angeblichen „Hadîth“ gehört. Der einzige, der mir inhaltlich verbunden erscheint, ist jener des Inhalts „Wenn ihr wüsstet, was ich weiß…“

      Ansonsten musst Du Dich mit Deiner Frage an einen echten Hadîth-Wissenschaftler wenden. Ich bin da unzuständig.

      Was die Karamât angeht, so werde ich für eine erste Antwort ungefähr zwei bis drei Tage benötigen, in shâ’Allahu ta3âlâ.

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

    • Muhammad Ibn Maimoun

      السلام عليكم

      Der Hadith, den Abdallah vermutlich meint, steht in Sahih al-Bukhariy, er lautet, dass Abû Hurayrah gesagt habe: „Ich habe habe vom Gesandten Gottes (s) zwei Gefäße im Gedächtnis. Einen der beiden habe ich weiterverbreitet. Wenn ich den anderen weiterverbreiten würde, würde dieser (d.h. mein) Schlund durchtrennt.“

      Plausibel ist die klassische Ansicht zu dieser Überlieferung, dass Abu Hurayrah mit dem zweiten Gefäß politisch sensible Informationen zu gewissen Persönlichkeiten der Ummayaden meinte.

      والله أعلم

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm.
      Wa-3alaykum-u_s-Salâmu wa-rah°matu_Llâh.

      Werten Dank, lieber Bruder Ibn Maimoun, für die Information.

      Wie man leicht sieht, ist der jeweilige Sprecher, der den Satz gesagt haben soll, nicht der gleiche. In der „Fassung“ des Bruders „Abdallah“ ist dies der Gesandte Allahs (sAs), in der bei Bukhari (rh) der Sahâbi und Berichterstatter Abu Hurayrah (ra).

      Allein diese Differenz verändert die (ggf. mögliche) Aussage völlig.

      Insofern sehen wir m.E. an diesem Beispiel wieder einmal bestätigt, wie wichtig die Regeln der Hadith-Wissenschaft auch heute bleiben, und dass von der Weitergabe von Ahâdîth unklarer Aussage und noch unklarerer Herkunft außerhalb kontrollierter Umgebungen völlig abgesehen werden sollte.
      Nicht umsonst war es unserem bisher größten Unruhestifter „A.Bakr a.A.“/“murderer“ ganz wichtig, mit der Diskussion von Ahâdîth zu spielen, genauso wie schon in der Frühzeit der Muslime politische Streitigkeiten am liebsten immer auch durch Manipulation von Ahâdîth ausgetragen wurden. Was zu einer enormen Fitna mitsamt einer Übermenge erfundener und manipulierter Ahâdîth und dann zur Begründung der Hadîthwissenschaft, wie wir sie überliefert erhalten haben, geführt hat.

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’iman, wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa-s-Salâm.

  7. Abdallah

    Stimmt, daran hatte ich nicht gedacht. Der ganze Kontext zu dieser angeblichen Überlieferung ist ohnehin sehr, sehr wirr.

    Da ich aber nicht sicher bin, ob ich ihn richtig verstanden habe, gebe ich ihn hier nicht wieder.

    Was Salaam

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  8. Abdallah

    Ich hätte noch eine Frage, die ich mangels Arabisch-Kenntnisse nicht vollends klären kann.

    Folgende zwei Ahadith:

    Nummer 1:
    Aisha said: „Once the Prophet said, „Whoever will be called to account (about his deeds on the Day of Resurrection) will surely be punished.“ I said, „Doesn’t Allah say: „He surely will receive an easy reckoning.“ (84.8) The Prophet replied, „This means only the presentation of the accounts but whoever will be argued about his account, will certainly be ruined.

    Nummer 2:

    Narrated Ibn Abbas: Allah’s Apostle said, „seventy thousand people of my followers will enter Paradise without accounts, and they are those who do not practice Ar-Ruqya and do not see an evil omen in things…

    Heißt das nicht, dass alle bis auf 70.000 Muslime bestraft werden? Wenn ja, ausnahmslos durch Eintritt in die Hölle (vorübergehend)?

    Oder wie ist gemeint? Und wenn man das mal ausrechnet, würde das bedeuten, dass 99,X% aller jemals gelebten Muslime bestraft werden.

    Könntet ihr vielleicht euch die Überlieferungen im originalen Wortlaut ansehen oder vllt. kennt ihr jemanden, der hierzu schon mal geforscht hat?

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