Lehren ziehen aus dem Brexit?!

23 Kommentare

As-salamu `aleikum wa rahmatuLLAHi wa baraktuh,

seit dem gestrigen Freitag hat die Menschheit Klarheit darüber, dass die Bürger von Großbritannien mehrheitlich dafür votierten, aus der EU auszuscheiden. Dies ist aus vielerlei Gründen tragisch. Natürlich wird kein Brite der Gurkenkrümmungsverordnung (die eigentlich auf einem dänischen Gesetz von 1926 beruht), dem Verbot, Teebeutel zu recyclen, der Richtlinie über den Salzgehalt in Brot (1g pro 100g Brot) oder ähnlich weltfremden Unsinn hinterher trauern.

Es ist tragisch, weil es zunächst insbesondere die ‚Arbeiterklasse‘ treffen wird, die, von Globalisierung und immer komplexer werden Märkten ohnehin marginalisiert, mehrheitlich für den Brexit stimmte und nun gerade als Erste von ausbleibenden Investitionen und Jobsterben bedroht werden wird. Es wird sich bald herausstellen, dass sie eine ‚Elite‘, ‚die da oben‘, gegen eine andere eingetauscht haben. Eine Bewertung, wie sich das kurz-, mittel- und langfristig darstellt, steht freilich noch aus, die Aussicht ist aber trübe.
Es ist außerdem tragisch, weil längst vergessen geglaubte Grenzen zwischen UK und 27 anderen Ländern hochgezogen werden; ein Zustand den man noch bis vor einem Jahr mit albernem Gekicher quittiert hätte.

Und es ist tragisch, weil es unterstreicht, dass wir in Zeiten leben, in denen Fakten an Mythen und Populismus abperlen, wie Wassertropfen an einer Ente. Warnungen von einer Mehrheit der ‚Intellektuellen‘, also Wissenschaftler, Geschäftsleute und Künstler, mithin Leute, die qua Beruf(ung) über den Tellerrand schauen (müssen), wurden aufgrund von hanebüchenen Versprechen (350 Mio. Pfund pro Woche für das Gesundheitssystem statt nach Brüssel; eine Aussage, von der Brexit Befürworter bereits heute nichts mehr wissen wollen, mit dem Hinweis, dass das ohnehin nie gesagt wurde und es sich überhaupt um eine bedauerliche Fehleinschätzung handelt) in den Wind geschlagen.

Was ist der Grund für den Sermon, wird sich der geneigte Leser fragen? Was hat sowas auf Ahlu-sunnah.com verloren? Was gehen uns die Probleme der Tawaghit an? Wie kann man nur über solch ein Thema schreiben, während es der Ummah schlecht geht? Lern‘ Du erstmal Arabisch und überhaupt den Tawhid!

Gemach, gemach. Zunächst ist es ein welthistorisches Ereignis von nicht absehbarem Ausmaß, und als solches wird es wohl früher oder später jeden von uns betreffen, weiterhin, und darauf will ich eigentlich hinaus, kann man sich auch fragen, ob wir Muslime uns nicht letztlich auf einem ähnlichen Weg befinden und ob wir nicht vielleicht auch die ein oder andere Lehre aus dem Brexit ziehen können.

Kann man die obigen drei Punkte Elitenabneigung, Abgrenzung und Ignoranz, vielleicht auf die Lage der Muslime projizieren und dann daraus lernen?

Die Regulierungswut steht doch letztlich der, nennen wir es mal Kreativität, mancher Gelehrter bei der Exegese der Heiligen Schrift in nichts nach. Es werden Fatawaa erfunden, Regelungen ersonnen und als ‚der Islam‘ ausgegeben; eine Unart, die hier Forum/Blog oft herausgestellt und m.E. mit Recht kritisiert wurde.

Die Abneigung gegen ‚Eliten‘ wiederum, gegen die ‚Palastgelehrte‘ und ‚Diener der Tawaghit‘ kann man in jeder Diskussion verfolgen, in der zeitgenössische Geschehen in Nahost kommentiert werden. Muslime, die sich tatsächlich erdreisten, nach Berechnung der Mondbahn beim Bestimmen der Monate zu gehen, werden mit dem Hinweis, dass wir ein Volk seien, welches nicht rechnet [ja, ich weiß, dass es einen Hadith gibt, der das besagt, ich interpretiere das aber anders], für Befolger ihrer Neigungen erklärt. Ja, selbst wenn man Mondsichtungen aus einem Land anzweifelt, weil es physikalisch völlig unmöglich ist, dass der Mond gesichtet wurde, wird man gescholten [vermutlich machen sich die gleichen Leute aber dann wieder über die Sufis lustig, die behaupten, ihr Obersufimeister könne fliegen], denn wenn ALLAH swt. wollte, dass der Mond da ist, er auch da wäre. Der Einwand ist natürlich weit hergeholt. Warum steht im Koran, dass alle Planeten ihrer vorberechneten Bahn folgen, wenn das bspw. ausgerechnet zum Ramadan nicht gilt?

Und wenn man sich nicht selbst in die Tasche lügen will, wird Abgrenzung doch auch tagein, tagaus gelebt. Auch wenn dem Gesetz nach Menschen, aller Nationen, aller Hautfarben, die die Shahada bestätigen, Geschwister sind, wird dennoch weiterhin danach diskriminiert, ob der Bruder oder die Schwester nun Araber(in), Türk(in), Deutsche(r) usw ist, manchmal wird sogar nicht nur nach dem Land, sondern auch nach der Region in diesem Land unterschieden; oft flankiert von Fatawaa die solchen Irrsinn auch noch islamrechtlich legitimieren sollen. Und wenn man schon nach Herkunft nicht genug diskriminieren kann, wird flugs eine neue Gruppe ersonnen: Sufis, Salafisten, Sunniten (noch nach Rechtschule und `Aquida unterschieden), Schiiten (12er, 7er, 5er), ahlu-l-hadith etc pp. Die Liste scheint endlos und es sollte jedem einleuchten, dass dies nicht nur unislamisch, sondern auch völlig nutzlos ist.
Das Gros der Muslime will praktizieren, die Familie ernähren und den Kindern eine akzeptable Zukunft bieten, den meisten ist doch egal, welches Haar nun genau von den Gelehrten gespalten wird.

Um es nochmal zusammenzufassen: es geht hier nicht um den Brexit als solchen. Es soll lediglich ein Denkanstoß sein, zu reflektieren, was in der Welt geschieht, welche Probleme sich auftun, in sich zu schauen und vielleicht zu erkennen, ob man Parallelen erkennt und dass man zunächst im Kleinen, also bei sich selbst, vielleicht doch ein wenig ändern kann, ein bisschen toleranter anderen Meinungen gegenüber wird (insbesondere dann, wenn es sich um Themen des legitimen Ikhtilaf handelt), auf dass es in Summe der Einzelnen der Ummah und der gesamten Menschheit zum Vorteil gereichen möge.

Einen gesegneten Ramadan.
as-salamu `aleikum

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23 Antworten auf “Lehren ziehen aus dem Brexit?!”

  1. Milat

    „Und wenn man schon nach Herkunft nicht genug diskriminieren kann, wird flugs eine neue Gruppe ersonnen: Sufis, Salafisten, Sunniten (noch nach Rechtschule und `Aquida unterschieden), Schiiten (12er, 7er, 5er), ahlu-l-hadith etc pp. “

    Soll ich nun den Rafidha toleranter gegenüber stehen?
    Siehst du die Unterschiede zwischen den Rafidha und uns Ahlu Sunna als eine legitime Meinungsverschiedenheit?

    Oder meinst du eher Fragen nach Niqab vs Hijab,Anwalt nehmen oder nicht und Hadith XY ist schwach vs ist stark?

    Antworten
  2. EinMathematiker

    salam, ich habe die Schiiten in den Beitrag gepackt, weil ich zum einen aufzeigen wollte, dass dieser Aufspaltungswahn offenkundig ansteckend ist und zum anderen wollte ich natürlich gucken, ob sich die Reaktionen eher mit diesem kleinen Textbaustein oder der Gesamtaussage beschäftigen 🙂
    Ich meinte außerdem in erster Linie solche Fragen, wie Du sie aufwirfst. Ich plädiere halt dafür, dass man nicht in erster Linie einen ‚Gesinnungs‘-/“Aquidah‘-Test‘ durchführt, sondern erstmal jeden als Muslim ansieht, der die Shahada bestätigt und gar nicht aktiv nach Unterschieden sucht. Mir sind per se Gruppen suspekt, die nicht nur zu ALLAH aufrufen, sondern zunächst einmal nur zu ihrer Gruppe, da sie sich im Besitz der einzigen Wahrheit wähnen.

    Ansonsten: wäre es wirklich NUR die Frage über die direkte Nachfolge des Propheten sas, so wäre m.E. niemand zu tadeln, wenn er der Meinung wäre `Ali wäre geeigneter gewesen (ohne gleich die ersten drei Kalifen zu leugnen). Immerhin waren ja durchaus auch nicht wenige Sahabah dieser Meinung und wirklich geregelt war die Nachfolge nicht. Schlimm wird es dann, wenn die drei ersten Kalifen beleidigt und denunziert werden, mal abgesehen davon, wenn Sachen wie das Imamat zu DEN `Aquidafrage erklärt werden, da werden natürlich Grenzen überschritten.

    Antworten
    • EinMathematiker

      Addendum: Bevor jetzt bei manchen womöglich die Schnappatmung einsetzt, möchte ich nochmal bekräftigen, dass bei den heutigen Verhältnissen natürlich NICHT von legitimen Meinungsunterschieden zwischen Schiiten und Sunniten die Rede sein kann. Das Bsp. oben war lediglich dazu gedacht, mal darüber nachzudenken, ob jeder, der sich selbst als Schiit bezeichnet, wirklich bis ins kleinste Detail alle heutigen Lehrmeinungen bestätigt oder ob es vielleicht sein kann, dass jener vielleicht selbst ein Etikett umgehängt bekam/sich selbst umgehängt hat, das gar nicht der Wahrheit entspricht.

    • Milat

      Was soll den wichtiger sein als die Frage nach der Aqida?

      Alles im Bereich des Fiqhs worin eine Meinungsverschiedenheit der Ulama herrscht ,gilt zu tolerieren.

      Jedoch ist dies bei der Aqida nicht so einfach.
      Und das wichtigste ist doch die Aqida.

      Was bringt es mir,wenn ich 5 mal am Tag bete aber zugleich dann daran glaube,dass mein Sheikh XY auch Sünden vergeben kann?

      Natürlich ist nicht jeder Sufi oder Schia oder Ashari bzw. Maturi ein Kafir.

      Vorallem wenn man die Ulama Bücher liest sieht man,dass die Gelehrten immer sehr stark differenziert haben und deren Fatwas dann oftmals nur an bestimmten Gruppen gingen.

      Jedoch bleibt das wichtigste die Aqida.

      Klar muss ich nicht sofort nach einem Takfir schreien,wenn einer sagt,dass er Sufi sei.

      Jedoch sollte ich ihn schon kennen lernen, wie seine Aqida steht.

      Und das nur eine Gruppe die Wahrheit trägt ist doch richtig.
      Und zwar die Ahlu Sunna. Und alle Gruppen die ausserhalb davon sind,folgen einen falschen Weg.

      Und zum zweiten Punkt.

      Wenn nun jemand sagt,dass er Rafidha Schiite sei aber dabei dies aus Unwissenheit sagt,ändert dies nichts daran,dass er solange auch als einer gilt,ausser er macht seine Aqida klar und daher sollte man immer nach der Aqida fragen.

  3. fragender

    salam,

    gute Thema auswahl. Irgendwann wird wohl der „große Knall“ kommen.

    Mal ne frage, was soll `Aquida sein? Ist damit etwa das Wort Aqida gemeint? Habe es damals schon oft gelesen…Das „u“ ist total unpassend

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm(i)

      An den Autoren und „Mathematiker“: Wa-3alaykumu_s-Salâmu wa-rah°matu_Llâh.
      Deinen Kommentar
      „salam, ich bin nicht der Transkriptionsexperte. Ohne ‚u‘ sieht es lediglich für mich komisch aus. Es ist natürlich عقيدة gemeint, wobei in dieser Variante das ‚ayn unterschlagen wird. Wa ALLAHu ‚alim“
      zum Vorredner hättest Du m.E. durchaus unten löschen und hier hinsetzen können. Die Rechte hast Du ja als Autor des Blogs.

      Ich verschiebe die Diskussion jetzt allein auch deshalb hierher, weil sie sonst im nächstfolgenden Strang zu stören UND verloren zu gehen drohte.

      Natürlich bist Du von den europäischen Sprachen gewohnt, ein „q“ immer vom „u“ geschwisterlich begleitet zu sehen. In Pakistan hat das soweit geführt, dass man dort das „qâf“ der arabischen Schrift regelmäßig mit „qu“ wiedergibt (wie in „Siddique“ für „Siddîq“ bspw., wo es noch, in Anlehnung an normannische Orthographie das weitere zusätzliche „e“ erzwingt!).

      Praktisch alle gescheiten Umschriften des Arabischen benutzen aber den Buchstaben „q“ alleine, nicht in Kombination, zur Wiedergabe von „ق“. Das ist auch logisch, da „qu“ in europäischen Sprache klassischerweise (französisch und spanisch erst nachträglich abweichend) einen „kw“-Laut darstellt, wobei „w“ manchmal hier wie ein halbkonsonantisches „u“ bzw. englisches „w“ auszusprechen ist (Latein, Englisch, Italienisch bspw.), manchmal hingegen (im Deutschen z.B) wie deutsches „w“ bzw. englisches „v“. Das heißt, „qu“ steht i.A. wirklich für eine Kombination aus zwei Lauten, und „u“ repräsentiert hier den „u“/“w“-Laut (und das „w“ ist original wirklich ein „Doppel-u“…).

      Wenn man also einen bloßen „k“-Laut darstellen möchte, dann ist es insofern also nur logisch, dass man das „u“ aus „qu“ weglässt.

      Wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i). Wa_s-Salâm.

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Bismi_Llâhi_r-Rah°mâni_r-Rah°îm(i)

      An den „fragenden“ Bruder: Wa-3alaykumu_s-Salâmu wa-rah°matu_Llâh.
      Betr.: http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=1963#comment-4212
      1. Was meinst Du mit dem „große[n] Knall“?
      2. „damals“ – im alten Forum?

      Wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i). Wa_s-Salâm.

    • EinMathematiker

      salam,

      barakaALLAHu feekum für die Ausführungen. Ich werde das ‚u‘ unterlassen 🙂

  4. Voting is shirk

    „Sufis, Salafisten, Sunniten (noch nach Rechtschule und `Aquida unterschieden), Schiiten (12er, 7er, 5er), ahlu-l-hadith etc pp. Die Liste scheint endlos und es sollte jedem einleuchten, dass dies nicht nur unislamisch, sondern auch völlig nutzlos ist.“

    Das ist falsch. Der Hadith mit den 73 Gruppen, wovon nur eine nicht Höllenfeuer ist, ist klar und deutlich. Und es gibt weitere Ahadith dieser Art, in denen auch die Merkmale dieser Gruppe der Wahrheit klar benannt werden.

    *zensiert*

    „ein bisschen toleranter anderen Meinungen gegenüber wird (insbesondere dann, wenn es sich um Themen des legitimen Ikhtilaf handelt)“

    Ich bin auch für Toleranz, sie darf aber nicht in Kufr ausarten. Kufr (und auch der störrische Kafir) wird von mir niemals „toleriert“.

    „Lehren ziehen aus dem Brexit?!“

    Ich persönlich ziehe keine Lehren daraus, sondern finde es einfach erfreulich, wenn sich der Feind, also der Kafir, selbst schwächt. Eigentlich sollte dies jeden Muslim erfreuen…

    (Wobei die neue Schwäche der EU die Amis, die Russen und auch die Chinesen langfristig stärken könnte, was wiederum alles andere als berauschend wäre…)

    Eigentlich kann einen der Brexit als Muslim nur stören, wenn sich selbst als einen integrierten Teil von Darul Kufr sieht.

    „Der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم sagte (ungefähre Bedeutung): „Führt euch nicht mit den Götzendienern zusammen und lebt nicht (mit ihnen) unter ihnen. Wer unter ihnen lebt (bleibt), verbindet sich mit ihnen, so ist er gleich wie sie“ und in anderer Überlieferung (ungefähre Bedeutung): „…er ist nicht von uns“. AtTirmizi, al-Hakim, Tabarani, Bayhaqi Hadith Hassan.
    Und erصلى الله عليه و سلم sagte (ungefähre Bedeutung): „Ich sage mich von jedem Muslimen los, der unter den Götzendienern geblieben ist“. Abu Dawud und andere. Hadith Hasan.

    Und er صلى الله عليه و سلم sagte auch (ungefähre Bedeutung): „Allah der Erhabene akzeptiert die Taten eines Götzendieners nicht, nachdem er Muslim wurde, solange er nicht von Götzendienern zu den Muslimen auswandert“. Ibnu Madja 2536, anNasai 2568. Die Kette ist Hasan.“

    Antworten
    • EinMathematiker

      salam, ich bin nicht der Transkriptionsexperte. Ohne ‚u‘ sieht es lediglich für mich komisch aus. Es ist natürlich عقيدة gemeint, wobei in deiner Variante das ‚ayn unterschlagen wird. Wa ALLAHu ‚alim

      Edit: Dieser Kommentar sollte eigentlich an den Vorpost von ‚fragender‘ gehen.

    • EinMathematiker

      salam, ich stelle fest, Du hast den Kern meines Postings lediglich gestreift…. Ich habe es dennoch mal veröffentlicht, damit ein jeder sehen kann, was ich eigentlich nicht meinte. barakaALLAHu feekum.

    • Muhammad Ibn Maimoun

      „Der Gesandte Allahs صلى الله عليه و سلم sagte (ungefähre Bedeutung): „Führt euch nicht mit den Götzendienern zusammen

      السلام عليكم

      Wer die Terminologie des Propheten (s) ignoriert oder einfach um sie unwissend ist, dem fällt es natürlich leicht, solche Hadithe dazu zu missbrauchen, Muslimen, die in Europa leben, ein schlechtes Gewissen einzureden. Bekanntlich ist المشركون aber ein reservierter Terminus im Ehrwürdigen Koran und in der prophetischen Lehre, der sich nicht auf alle Nichtmuslime bezieht, ja noch nicht einmal auf diejenigen Christen, die tatsächlich Beigesellung (shirk) begehen, sondern die typischen Götzendiener der damaligen Arabischen Halbinsel, mit denen sich die Muslime im Kriegszustand befanden.

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      An alle Muslime mit dem von den Aqida vorgeschriebenen Mindestmaß an Manieren und alle Grüßenden:
      As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh(i).

      An die Person hinter dem Parolen-Namen „Voting is shirk“:
      Ich nehme an, Du möchtest zu dem, was Du für die Wahrheit hältst, aufrufen. Da Du nun angibst, „die Merkmale dieser Gruppe der Wahrheit klar“ erkannt zu haben, obliegt es Dir, anzugeben, bei welchen Muslimen sie konkret vorliegen siehst. Sprich: Wer alles macht Deiner Ansicht nach heute alles richtig? Und warum? Bitte mit Belegen nach Quran und Sunnah.

      Die Ahadith zitierst Du offensichtlich nach einer Sekundärquelle. Gib diese bitte an, damit wir ALLE Ahadith auf ihre Primärquelle in den großen Büchern verfolgen können.

      Kennen die Betreiber, Autoren und Leser des Blogs Dich bereits unter anderem Namen? Wenn, dann gib diesen bitte an. Es ist eine Sitte von Heuchlern, mit je neuen Identitäten anzutreten, die verunmöglichen soll, verschiedene Äußerungen und Handlungen der gleichen Person zusammenzuschließen. Und ein Heuchler bist Du ja bestimmt gar nicht?!

      Innâ li-Llâhi wa-innâ ilayhi râji3ûn(a). Wa-lâ hawla wa-lâ quwata illâ bi-Llâh.
      Wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa_s-Salâm.

  5. Voting is shirk

    Sogar die größten und beliebtesten unter den Palastgelehrten – wie etwa al-Arefe – erkennen das Faktum an und verkünden, dass man als Muslim in nur sehr wenigen Sonderfällen unter den Götzendienern leben dürfte.

    Was kommt als nächstes? Wirst du den Lesern erklären, dass öffentlich ausgelebte Homosexualität kein todeswürdiges Verbrechen in der Scharia mehr darstellt?

    Erschreckend, was man mittlerweile alles an Abscheulichem lesen muss. Und wie weit hergeholt das auch alles ist…

    Man hat wirklich das Gefühl, man könne mittlerweile alles Beliebige in den edlen Qur’an und die Sunna hineininterpretieren. Und egal wie abstrus es auch tatsächlich, man verkündet es mit Stolz und denkt gar nicht daran, sich dafür zu schämen…

    Antworten
    • Voting is shirk

      Aber auf einen, der sogar die Evo-Theorie mit dem ehrwürdigen Qur’an als vereinbar erklärt, sollte man eh nicht hören.

    • Voting is shirk

      „wie etwa al-Arefe“ Sorry, meinte *al-Tarifi*

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      An alle Muslime mit dem von den Aqida vorgeschriebenen Mindestmaß an Manieren und alle Grüßenden: As-Salâmu 3alaykum wa-rah°matu_Llâh(i).

      An die Person hinter dem Parolen-Namen „Voting is shirk“:
      Wo lebst Du, wenn man fragen darf? Wie ist Dein „Fiqh“ dazu?

      Du störst Dich sehr daran, dass „mittlerweile alles Beliebige in den edlen Qur’an und die Sunna hineininterpretier[t]“ wird, „[u]nd egal wie abstrus es auch tatsächlich [wird], man es mit Stolz [verkündet] und gar nicht daran [denkt], sich dafür zu schämen“.

      Ich gehe danach davon aus, dass Du entweder selbst in der Lage bist, Dich von der Wahrheit des Wortes Allahs (swt) durch ungefilterte Lektüre des Edlen Quran in arabischer Sprache (ist doch selbstverständlich für Verteidiger des Tawh°id!) selbst zu überzeugen, und auch regelmäßig das Wort Gottes studiert.

      ODER Du hast jemanden an der Hand, der dazu in der Lage ist und mit dem Du Deine Da’wah hier und anderswo aufs feinste inhaltlich abstimmst?
      (Vgl. auch http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=1832#comment-3991 .
      Und Takfîr zählt hier islamrechtlich wohl zu den gewaltigsten Taten …)

      Ansonsten würde ich freundlichst um die Beantwortung meiner Fragen bitten:
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=1963#comment-4220

      Denn „Taqiyyah“ kennen ja nur die böösen Schiiten, und zu denen möchtest Du gar nicht gezählt, noch als ihr Nachahmer gewertet werden?

      Innâ li-Llâhi wa-innâ ilayhi râji3ûn(a). Wa-lâ hawla wa-lâ quwata illâ bi-Llâh.
      Wa-Llâhu a3lamu dâ’ima(n), wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa_s-Salâmu 3alâ man-i_ttaba3a_l-hudâ.

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Als Anmerkung zu meinem vorherigen Kommentar, betreffend:
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=1963#comment-4223
      „Aber auf einen, der sogar die Evo-Theorie mit dem ehrwürdigen Qur’an als vereinbar erklärt, sollte man eh nicht hören.“
      Auf wen sollten wir denn hören? Bist Du, „Voting“- und sonstiger Fiqh-Experte von wahrscheinlich nur eigenen Gnaden, eher für al-Maqdisi? Oder eher für die Fatwâ-Brigade der kalifatären Truppen? Oder für den komischen Briten Anjem C.? Klär uns auf, damit wir „hören und gehorchen“ können!
      Von wem nimmst denn Du so?
      Sicher vom Großgelehrten Ibn Taymiyyah? Da habe ich ein paar hübsche Zitate für Dich auf Lager. Demnächst hier, in shâ’a_Llâhu ta3âlâ.

      Innâ li-Llâhi wa-innâ ilayhi râji3ûn(a).
      Wa-lâ hawla wa-lâ quwata illâ bi-Llâh.
      Wa-Llâhu a3lamu dâ’ima(n), wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa_s-Salâmu 3alâ man-i_ttaba3a_l-hudâ.

  6. Imran

    Ich glaube, du verwechselst da jemanden; ich bin jemand anderes.

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      As-Salâmu 3alaykum:

      An „Imran“:
      Wer verwechselt Deiner Ansicht nach ggf. wen mit Dir?

      Außerdem:
      „Demjenigen, der mit dem Friedensgruß begrüßt wird, ist aufgetragen, den Friedensgruß zu erwidern, selbst wenn der Grüßende ein Ungläubiger ist, denn dies gehört zur Gerechtigkeit, die verpflichtend ist. Das ist der Grund, warum der Prophet (sAs) den Friedensgruß der Juden, wenn sie ihn begrüßt haben, erwidert hat.“
      Imam Ibn Taymiyyah (rh)
      (Quelle: https://www.facebook.com/behzad.zibari/posts/10153194155061899 )

      Du BIST m.E. aber auch einfach zu verwechseln.
      Bitte beantworte doch einmal die m.E. ganz normalen Rückfragen an Dich, u.a. diejenige nach Deiner (event.) Autorenschaft bzgl. des von Dir verlinkten Blogs „islam-essenz“:
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=1574#comment-4209

      Was Deine m.E. völlig haltlosen, jedoch dadurch nicht weniger zweifelhaften Unterstellungen mir gegenüber angeht, werde ich darauf noch getrennt und im Kommentarbereich des anderen Artikels antworten, in shâ’a_Llâhu ta3âlâ.
      Vorab nur, bzgl. etwaiger summarischer Sympathien gegenüber dem saudischen Staat meinerseits, ein kleiner Literaturtipp:
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=1780#comment-3590
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=1780#comment-3608

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’ima(n), wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa_s-Salâm.

  7. ....

    As salaamu alaikum @abdussalam

    Kannst du bitte normal schreiben ubd diese komischen Zeichen weglassen?! Es ist ziemlich anstrengend deine Texte zulesen aufgrund diese unnötige zwischensätze und Zeichen.

    Antworten
    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Wa-3alaykumu-s-Salâm wa-rah°matu_Llâh.

      1. Wer bist Du? „…“ reicht mir definitiv nicht, Mister (oder „Miss“/“Mrs“?) Nemo. Wenn Du bisher unter anderen Pseudonymen hier kommentiert hast, dann gib diese bitte an. Wenn Du ein anderes neues wählen solltest und kein bisher hier verwendetes angibst, gehe ich im Zweifelsfall davon aus, dass Du ehrlich und mit keinem der bisherigen Kommentatoren identisch bist. Denn Taqiyyah brauchen wir hier nicht und können sie m.E. getrost Hardcore-Schiiten, ISIS-U-Booten und V-Männern / IMs diverser Provenienz als ihr zweifelhaftes Privileg lassen.
      2. Du kannst kein Arabisch? Oder hättest Du lieber, dass ich direkt die arabische Schrift verwende? Zu dieser Frage siehe bitte die Links unter dem folgendem Punkt (3.).
      3. Es hat gewichtige sprachwissenschaftliche und pädagogische Gründe, wenn ich diese Zeichen benutze. Die sind auch gar nicht sooo komisch:
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=1929#comment-4134
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=1929#comment-4149
      http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=1929#comment-4154
      Ich sollte vielleicht noch eine explizite Einführung in die arabische Lautung samt Erklärung der DMG und meiner abgewandelten Version verfassen und diese hier einstellen. Was meinst Du?
      4. „Unnötige Zwischensätze“ – Meinst Du etwa solche hier:
      „Wa-Llâhu a3lamu dâ’ima(n), wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).“?!?!
      Oder solche: „in shâ’a_Llâhu ta3âlâ.“ ???!?
      5. War das alles Deinerseits bzgl. „normal schreiben“? Oder hast Du auch bzgl. meines Stils im Deutschen Verbesserungsvorschläge?

      Wa-Llâhu a3lamu dâ’ima(n), wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i).
      Wa_s-Salâm.

    • Abdussalam bin Abdillah

      Abdussalam bin Abdillah

      Anmerkung zu meinem vorherigen Kommentar:

      An „….“: Wa-3alaykumu-s-Salâmu wa-rah°matu_Llâh.

      Ich bitte vielmals um Verzeihung, dass ich, wie ich gerade erst sehe, Deinen „Namen“ falsch geschrieben habe, und zwar „…“ statt „….“!

      Dazu noch einen hübschen Witz, damit es hier nicht immer so grimmig (von löwiger Seite) oder trocken und papiern (vonseiten meiner, manchmal auch deshalb der Arroganz geziehenen Wenigkeit) zugehe:

      Als das in Deutschland noch so möglich war, kam ein Bedürftiger jeden Freitag aufs Amt, um seine Stütze in bar abzuholen. Die Quittung unterzeichnete er, mangels besserer Kenntnisse des Alphabets, mit drei Kreuzen: „xxx“.
      Einmal aber standen plötzlich „xxxx“, vier solche Kreuze, auf dem Papier.
      „Wieso?“, fragt der Beamte: „Sonst haben doch auch immer drei gereicht!?“
      „Naja, ich habe inzwischen meinen Doktor gemacht“, gab der wöchentliche Besucher ungerührt zurück.

      Wa-astagfiru_Llâha wa-atûbu ilayh(i). Wa_s-Salâm.

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