Über wichtige und unwichtige Probleme

7 Kommentare

Wehe dir, wenn du über Bildung und Erfolg redest.

Wehe dir, wenn du über Jobperspektiven für Muslime in Deutschland sprichst.

Wehe dir, wenn du sagst, Anschläge in Europa haben ausschließlich negative Folgen für Muslime.

Wehe dir, wenn du das Thema „Muslime und ihr Umgang mit Nicht-Muslimen“ eröffnest.

Du sprichst dabei nur unwichtige Dinge an. Die Ummah ist am verbluten, und du redest darüber, dass asoziale Grapscher an Silvester oder anderen Anlässen kein islamisches Benehmen ausleben.

Unsere Schwestern in Syrien werden von Barbaren vergewaltigt und getötet! Kinder verhungern, wachsen ohne Väter auf, Schulen und Krankenhäuser werden angegriffen! Es gibt keine ausreichende Medizin, Nahrungsmittel sind entweder nicht da oder viel zu teuer! Überall lauern unsere Feinde und attackieren uns! Unsere Brüder geben alles auf, um an vorderster Front gegen die Kuffar zu kämpfen, doch fehlt es nach wie vor an Männern mit korrekter Aqida und gutem Akhlaq, um die Feinde in die Flucht zu schlagen. Der Westen bombardiert unsere Länder mit dem Vorwand, gegen Terrorismus zu kämpfen, dabei sind sie die wahren Terroristen!

Die Ummah krepiert, und du sitzt zuhause da, hast keinen Job, um wenigstens spenden zu können, keinen gescheiten Abschluss, damit du dich für unterdrückte Muslime einsetzen kannst und kein Wissen, um mit den Kuffar und unwissenden Muslimen Da’wa machen zu können, damit die Ummah reicher wird an wissenden Menschen!

Die Ummah leidet, und du sprichst hier nur über unwichtige Themen!

Ähnliche Beiträge

7 Antworten auf “Über wichtige und unwichtige Probleme”

  1. Khalid Amin

    Assalaamu aleykum wa rahmatullahi wa barakatuhu,

    „Wehe dir, wenn du sagst, Anschläge in Europa haben ausschließlich negative Folgen für Muslime.“

    Nicht auszumalen, was gar das Urteil über einen wie mich wäre, der sogar Anschläge ausserhalb von Europa, insbesondere auf andere Muslime, für äusserst ungute Da’wa hält.

    Antworten
  2. Muhammad Ibn Maimoun

    السلام عليكم

    Vorbeugend gebe ich eventuellen Kommentatoren den Rat, gut aufzupassen, was die Autorin – Gott entgelte es ihr bestens – hier meint!

    Antworten
    • Khalid Amin

      Wa aleykum assalaam wa rahmatullahi wa barakatuhu,

      falls ich durch meinen Kommentar in deine Warnung rückwirkend auch miteingeschlossen bin, so möchte ich erklären, dass ich mir des ironischen Grundtons des Artikels (den ich übrigens sehr schön finde), durchaus bewusst bin. Der von mir zitierte Satz könnte aber eben auch falsch verstanden werden – wobei ich nicht davon ausgehe, dass das die Absicht der Autorin war

    • Muhammad Ibn Maimoun

      Ich musste auch sehr genau hinschauen, bis der Wendepunkt Aufschluss gab 🙂

  3. Zia ul Haq

    Zia ul Haq

    Wehe dir, wenn du über Bildung und Erfolg redest.

    In einem nicht veröffentlichten Kommentar hat sogar jemand mal geschrieben, dass ahlu-sunnah.com dazu aufruft, dass die Muslime wie „die Juden“ werden sollen. In seinem Kommentar war auch ein LInk zu einer islamfeindlichen Seite, in dem jüdische mit muslimischen Nobelpreisträgern quantitativ verglichen wurden. Es ist wirklich krass, welche Assoziationen mit Erfolg und Bildung hochkommen. Wer kritisiert, ist ein Kafir, wer gebildet ist, ist wie ein Jude. Das ist wirklich krass.

    Wehe dir, wenn du über Jobperspektiven für Muslime in Deutschland sprichst.

    Jobs gibt es genug in Deutschland. Auch für Muslime. Allerdings haben die Internetmaulhelden ein Problem mit harter Arbeit, was typisch orientalisch ist. Jeder der ein bisschen Grund in der alten Heimat hat und Verwandte (die ebenfalls Boden besitzen), weiß, was für ein Leben diese führen (wollen). Sie möchten viel Geld, aber keinen Finger dafür rühren. Deswegen kommen auch so viele Wirtschaftsflüchtlinge aus Nordafrika nach Deutschland, weil sie meinen, man bekomme hier fürs Nichtstun Geld. Was auch immer sehr armselig ist, wenn sie sagen man „erniedrige“ sich für Geld. Aber vom Amt Gelder kassieren ist natürlich sehr edel. Typisch Löwen!

    Der Artikel gefällt mir. Keep up the good work!

    Antworten
    • Khalid Amin

      Besonders die ausgesprochene Bildungsfeindlichkeit (getreu dem Motto „Boko Haram“) mancher Geschwister macht mir grosse Sorgen. Obwohl gerade die Balagha, die Eloquenz, eine im traditionellen Islam hoch angesehene Disziplin ist, haben wir hier erst jüngst von der Löwenkäfigfraktion Brachialaussagen lesen dürfen wie „Du mit deinem tuntigen Schreibstil“ oder „Ihr redet wie die Kufar!“.

      Wie, frage ich, sollen wir mit diesen immer mehr werdenden Trashmuslimen umgehen? Sie sind zweifellos immer noch unsere Geschwister und wir sollten versuchen ihnen zu helfen, eine gesunde Beziehung zu sich selbst, zur Religion und vor allem auch ihrem Schöpfer entwickeln zu können. Wie liesse sich ein solches Unterfangen praktisch umsetzen?

  4. Abdussalam bA

    Abdussalam bA

    Bismillahi-r-Rahmani-r-Rahim
    As-salamu alaykum wa-rahmatuLlah.

    „Wehe dir, wenn du über Bildung und Erfolg redest.“
    Wie wichtig es gerade für Löwen und -innen mit Fernweh sein kann, etwas Bildung zu besitzen und diese anzuwenden, habe ich in einem Kommentar zum „Curriculum insanum“ behandelt.
    http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=1100#comment-3779
    Fortsetzung nach Freischaltung (bi-idhni-Llah) unter:
    http://www.ahlu-sunnah.com/blog/?p=1100#comment-3828

    Ahlan wa-sahlan, insb. den Großkatzen!

    Antworten

Antworten