Du bist ein Amir, aber kein Sklavenhalter

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Wenn ich irgendjemanden befohlen hätte, sich vor einem anderen niederzuwerfen, so hätte ich angeordnet, dass die Ehefrau sich vor dem Ehemann niederwirft.“

Vielen ist dieser Hadith bekannt, doch mit großem Bedauern muss man feststellen, dass die islamische Ehe (an-Nikah) zu jenen Angelegenheiten gehört, die am meisten zweckentfremdet und missbraucht wurde.

Es ist oft passiert, dass viele aus dem obigen Hadith (oder anderen Ahadith) eine Vorrangstellung dem Mann gegenüber seiner Ehefrau herauslesen. Es steht außer Frage, dass Männer und Frauen im Islam verschiedene Rechte und Pflichten haben und dass ein Mann innerhalb der Ehe bestimmte Rechte und Vorzüge hat, was aber nicht bedeutet, dass die Frau grundsätzlich einen Kürzeren gezogen hat.

Der Mann gilt als der Amir der Familie, er ist das Oberhaupt und auf ihm lastet die größte Verantwortung. Wo die Frau von der Pflicht und Aufgabe befreit ist, arbeiten zu gehen und die Familie – in allen ihren finanziellen und materiellen Bedürfnissen – zu versorgen, lastet auf dem Mann die immense Verpflichtung, genau diesen Dingen nachzugehen. Nicht nur das: Er muss die Sicherheit seiner Ehefrau und Kinder gewährleisten, unter Umständen die Familie seiner Frau finanziell unterstützen, viele andere (außerhäusliche) Angelegenheiten regeln und sich gleichermaßen wie seine Frau um die (religiöse) Erziehung seiner Kinder kümmern. Es ist daher nicht verwunderlich, dass dem Mann angesichts dieser gewaltigen Verantwortung auch großer Respekt gebührt. Respekt zeigt sich in erster Linie im Verhalten: in der Art und Weise mit jemandem zu sprechen, mit ihm umzugehen, seine Bedürfnisse zu stillen und dafür zu sorgen, dass er sich wohl fühlt. Jemanden Respekt und Achtung entgegenzubringen, darf nicht mit Dienerschaft verwechselt werden. Amir hin oder her – die Frau ist nicht verpflichtet, ihrem Mann in irgendeiner Hinsicht zu dienen. Abu Muhammad Ali ibn Said ibn Hazm sagte hierzu:

Es obliegt der Frau grundsätzlich überhaupt nicht, ihrem Mann mit irgendetwas zu dienen, weder mit Teigkneten, noch mit Kochen, Einrichtung, Fegen, Spinnen, Weben oder mit sonst irgendetwas. Wenn sie es aber tut, so ist es besser für sie. Dem Mann obliegt es hingegen, sie mit fertig genähter Kleidung und fertig gekochtem Essen zu versorgen. Sie hat lediglich einen guten Umgang mit ihm zu pflegen, nicht freiwillig ohne seine Erlaubnis zu fasten, während er zugegen ist, niemanden in sein Haus zu lassen, den er nicht mag, sich nicht zu verweigern, wenn er nach ihr verlangt und das zu behüten, was er an Vermögen bei ihr gelassen hat.

Einige mögen an dieser Stelle sagen: „Der Mann ist dann aber auch nicht verpflichtet, seiner Erstfrau zu sagen, dass er wieder geheiratet hat. Die Gelehrten sagen es so“, „Es gehört zu den Rechten des Mannes, dann nochmal zu heiraten. Es ist Sunnah und steht im Qur’an“, „Sie soll ihm gefälligst dankbar sein“, „Heutzutage sind Frauen nicht mehr richtige Frauen, sobald die sowas lesen, tun sie dann was sie wollen“, „Was wollen sie denn stattdessen den ganzen Tag machen?“ uvm. Es ist eine maßlose Frechheit und zeugt von der Unfähigkeit zu denken, wenn man die Befreiung der Frau in ihrer Rolle als ausschließlich-Hausfrau sich mit dem Recht, „einfach eine andere“ zu heiraten, erkauft. Bei derartigen Aussagen werden alle Regeln, Maßnahmen und Verpflichtungen, die es bezüglich der Nikah zu beachten gibt, außer Acht gelassen. Die Ehe ist kein Kinderspiel, schon gar nicht für den Mann, dem die Position des Amirs nicht geschenkt wurde, sondern erarbeitet und verdient werden muss. Die Ehe geht mit unzähligen Verpflichtungen und großer Verantwortung einher. Kein vernünftiger Mensch würde sie angesichts dieser Umstände ohne Weiteres auf die leichte Schulter nehmen. Ferner darf die Ehefrau nicht mit einem Kleidungsstück verwechselt werden, was ausgewechselt werden kann, wenn es einem nicht mehr gefällt. Sie ist eine Dienerin des Allmächtigen, ein – wie es ibn al Jawzi treffend formuliert hat – zurechnungsfähiges Individuum, das ebenso wie der Mann ausschließlich der Dienerschaft Allahs erschaffen wurde. Eine Frau ist ein Mensch mit Verstand, Gelüsten, Bedürfnissen, Wünschen und Rechten. Sie hat ihre Pflichten als Ehefrau einzuhalten, aber nicht aus Zwang, sondern weil Allah diese zur Gewährleistung der gesellschaftlichen Moral ihr auferlegt hat. Keiner stellt Allahs Weisheit im Hinblick der Polygamie in Frage – wieso wird man dann aber plötzlich laut, wenn Allahs aus seiner endlosen Weisheit heraus Männer mit bestimmten Verpflichtungen und Frauen mit gewissen Rechten ausgestattet hat?

Das Dasein einer Frau schränkt sich nach der Ehe nicht auf den Haushalt ein. Auch als Ehefrau muss sie ihren religiösen Pflichten nachgehen und diese angemessen erfüllen. Das tägliche Rezitieren aus dem Qur’an, das Nachsinnen über Allahs Worte, das Lesen aus anderen religiösen Werken und das Beiwohnen von Durus in Moscheen (in Begleitung ihres Ehemannes) sollten höchste Priorität genießen. Viele Frauen beklagen nach der Ehe ein starkes Sinken ihres Imans, weil sie aufgrund der Haushaltstätigkeiten und/oder den Kindern kaum mehr Zeit und Nerven haben, sich anderweitig zu beschäftigen. Ja, das Paradies liegt unter den Füßen der Mütter, aber diesem liegt auch eine gewaltige Opferbereitschaft der Frau zugrunde, die an ein Mutter-Märtyrertum grenzt. Das Opfern der eigenen Freiheiten, Schönheit, Zeit, Nerven, Geduld fisabil den Kindern und der Ehe wird oftmals unterschätzt. Auch wenn ihre Belohnung inshaAllah groß sein wird und diese vielleicht die Unfähigkeit, die religiösen Pflichten zu erfüllen, ausgleicht, so würden ohne Frage die meisten Frauen behaupten, viel lieber durch das Verrichten zweier freiwilliger Rakat belohnt zu werden, statt durch ihre beschränkte Existenz als Hausfrau.

Ferner darf eine weitere Ehefrau nicht mit einer halal-Prostituierten verwechselt werden, wenn man mit seiner Erstfrau Probleme hat und sich denkt: „Ist doch eh mein Recht.“ Eine Mehrehe heißt mit anderen Worten im Monat für je Frau mindestens 2000 Euro auszugeben (Miete, Kleidung, Essen, evlt. Kinder, andere materielle Dinge). Hinzu kommt, dass jede Frau eigene Bedürfnisse hat: Auch sie wünscht sich körperliche Nähe, Zuneigung, einen guten Umgang, Respekt – und egal wie viele Ehefrauen ein Mann hat, keine von ihnen ist verpflichtet, dem Mann zu dienen. Und wenn man sich unter diesen Umständen denkt, dass man sich keine alternativ-Ehefrau leisten kann, so sollte man dennoch die Mehrehe nicht als Drohmittel instrumentalisieren. Eine Frau ist kein Hund, der man einfach eine Wurst vor die Nase halten und sagen kann: „So, wenn du das und das richtig machst, bekommst du sie, wenn nicht, werde ich dich bestrafen.“

Ahadith wie die, in denen es lautet, dass der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, seiner Tochter Fatima gesagt hat, dass Dhikr besser sei, als einen Sklaven im Haushalt einzustellen, sollten im richtigen Kontext gelesen und angewendet werden. Schließlich wünschen sich Männer doch auch nicht, dass bei jedem „Ich hol mir eine Zweitfrau, ist doch mein Recht“ die Ehefrau entgegnet: „… und der Prophet stellte sich vor die Menschenmenge und verbot Ali die Mehrehe aus Liebe und Rücksicht zu seiner Tochter.“

Der Mann nimmt zweifelsfrei eine wichtige Rolle innerhalb der Ehe ein. Wird er seinen Aufgaben gerecht, so gebührt ihm vonseiten seiner Frau und seinen Kindern großer Respekt und Wertschätzung. Die Frau sollte, um die Harmonie und Balance in einer Familie einzuhalten bzw. aufrechtzuerhalten, sich in der Abwesenheit ihres Mannes angemessen verhalten und dazu wird der Haushalt gezählt. Ihr Verhalten ist aber nicht gleichzusetzen mit Dienerschaft. Sie ist keine Dienerin, sondern die Vervollständigung des Deens eines Mannes und dementsprechend sollte mit ihr umgegangen werden.

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21 Antworten auf “Du bist ein Amir, aber kein Sklavenhalter”

  1. Ukhti Mukhti

    MINDESTENS 2000 € (Netto?)? In Deutschland kommt man als allein lebender mit ca. 1500€ über die Runden bzw. sollte einer Frau ausreichen, sofern sie nicht zusammen leben und keine Kinder haben. Wenn man die Miete (+ Nebenkosten) abzieht, so bleiben plus minus noch 600€ für Essen übrig. Und Kleidung kauft man sich auch nicht jeden Monat.

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  2. Ukhti Mukhti

    Der Text ist echt schön und prangert eine Sache an, die im deutschen sprachraum so noch nicht angesprochen worden ist. Nichtsdesto trotz ist das alles total realitätsfern was erwähnt wird. Vielmehr habe ich die leise vermutung, dass es als grundlage für bereits schon freche und rebellische damen dienen wird.

    eine beziehung bzw. ehe ist das schönste was es geben kann, sich zu ergänzen, die zeiten mit einander zu verbringen, lachen und auch weinen, sich einander stärken usw usf. Wenn man sich innerhalb der ehe dann immer diese „rechte und pflichten“ nach dem muster des textes vor augen hält bzw. danach lebt, so wird sicherlich diese ehe nicht lange bestand bleiben. Zur einer ehe gehören auch opfer, manchmal ein auge zuzudrücken, sachen als selbstverständnis zu betrachten, welche vielleicht vom islam nicht unbedingt gefordert werden (dass die frau z.B. für den mann kocht, mit ihm scherzt usw.).

    korrigiert mich, falls ich den text falsch aufgefasst habe

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    • Umm Rahel

      Im Hinblick auf deine Behauptung, der Text könnte zur Rebellion gegen den Ehemann anstiften, muss ich dich leider korrigieren: im Artikel wird die falsche Behandlung der Frau kritisiert und die Haltung, die einige Männer bezüglich der Ehe (an sich) an den Tag legen, angeprangert. Keineswegs sollte er zur fitna anstiften. Deswegen habe ich oft im Artikel angemerkt, dass dem Mann aufgrund seiner Verantwortung und seinen Aufgaben großer, wenn nicht sogar größter Respekt gebührt.

      Grundsätzlich hast du Recht. Die Ehe ist tatsächlich etwas Schönes und eine Beziehung kann niemals funktionieren, wenn man nicht bereit ist, kleine und große Opfer zu bringen. Solange das auf Gegenseitigkeit beruht, wird in der Ehe Harmonie herrschen. Selbstverständlich kann es auch zu Streitereien kommen. Wie uns allen bekannt ist, haben selbst die Ehefrauen des Propheten (sas) mit ihm diskutiert und bei einem Streit zwischen Aisha (ra) und dem Gesandten Allahs (sas) musste Abu Bakr (ra) als Schiedsrichter fungieren. Was jedoch nicht in Ordnung ist – weder religiös noch moralisch noch anderweitig – ist eine Unterdrückung der Frau und das Reduzieren ihres Wesens und Lebens auf den Haushalt. Gerade weil sie von der Pflicht, arbeiten zu gehen etc befreit ist, denken viele, dass sie nicht das Recht hat, ihre Meinung zu sagen, sie keine wichtige Rolle einnimmt.

  3. Catherine

    Salam aleikoum.
    Ein schöner Artikel – Ich fürchte nur, er wird genau denselben Empörungssturm entfesseln, der zuverlässig jedes Mal ausbricht, wenn das „heiße Eisen“ Frauenrechte angepackt wird – viele Co-Autoren auf dieser Seite haben da bereits leidvolle Erfahrungen machen müssen.

    „Viele Frauen beklagen nach der Ehe ein starkes Sinken ihres Imans, weil sie aufgrund der Haushaltstätigkeiten und/oder den Kindern kaum mehr Zeit und Nerven haben, sich anderweitig zu beschäftigen.“ Könnte der schleichende Verlust des Glaubens in den meisten Fällen viel eher auf die o. g. Verhaltensweisen vieler (Ehe-)Männer zurückzuführen sein? Zumal sie angesichts ihrer langjährigen Tätigkeit als Hausfrau und Mutter den unerträglichen Zustand, einen solch „vorbildlichen Bruder“ wie im Artikel beschrieben an ihrer Seite zu haben nicht beenden kann, ohne empfindliche finanzielle Einbußen zu erleiden und soziale Stigmatisierung zu erfahren.

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  4. Korianderblume

    “Auch wenn ihre Belohnung inshaAllah groß sein wird und diese vielleicht die Unfähigkeit, die religiösen Pflichten zu erfüllen, ausgleicht, so würden ohne Frage die meisten Frauen behaupten, viel lieber durch das Verrichten zweier freiwilliger Rakat belohnt zu werden, statt durch ihre beschränkte Existenz als Hausfrau.“

    Die Formulierung “beschränkte Existenz“ soll was genau bedeuten?

    Findet die Autorin etwa, die islamische Rolle der Frau wäre verbesserungswürdig?

    Die Frauen des Propheten bekamen den Befehl, weitgehend in ihren Häusern zu bleiben.

    Hatten diese eine beschränkte Existenz?

    Wenn die Autorin das unislamische Verhalten von Männern kritisieren will, schön und gut.
    Aber in der obigen Passage wird in erster Linie die sich logisch ergebende Rolle der Frau durch den Islam als “einschränkend (ergo negativ)“ bezeichnet.

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    • Muhammad ibn Maimoun

      السلام عليكم

      Ich denke, du hast die Autorin missverstanden. Es geht darum, dass die meisten religiösen Frauen ihren Lohn vermutlich lieber durch Beten statt Hausarbeit bekommen würden. Mit „Zuhausebleiben“ und „Rausgehen“ hat das nichts zu tun.

      By the way: Der Ausdruck „die Rolle der Frau“ entspringt der abendländischen Terminologie und ist dem islamischen Wörterbuch fremd.

    • ok

      @Muhammad ibn Maimoun

      „…dass die meisten religiösen Frauen ihren Lohn vermutlich lieber durch Beten statt Hausarbeit bekommen würden. Mit „Zuhausebleiben“ “ Gut, nehmen wir mal an, dass ist die eigentlich beabsichtigte Bedeutung der Autorin. Was will man dann damit sagen bzw. worauf will die autorin hinaus? Bei allem respekt, dass leben ist kein wunschkonzert, und wenn man den bund der ehe eingeht bzw. eine familie gründet, so kann es natürlich auch dazu kommen, dass man nicht mehr so viel zeit für sachen findet, die man als single gemacht hat. genau so könnte man sagen, dass der vater gerne sein lohn lieber mit beten bekommt jedoch das nicht möglich ist, durch die 40 std. arbeit die woche, wo man kaum noch zu etwas kommt.

      in dem kontext kann es leicht passieren, dass man als leser etwas reininterpretiert ala „der ehemann ist schuld, dass die frau eher mit hausarbeiten als mit beten ihren lohn bekommt“. im grunde genommen geht es von anfang bis ende des textes darum, dass es eine ermahnung in erster linie an die ehemänner ist, oder?

  5. Muhammad ibn Maimoun

    „Wenn ich irgendjemanden befehlen würde, sich vor einem anderen niederzuwerfen, so würde ich anordnen, dass die Ehefrau sich vor dem Ehemann niederwirft.“

    Der Authenzitätsgrad des Hadiths ist umstritten, und Bukhariy und Muslim haben diesen Hadith mit gutem Recht nicht in ihre Sahîh-Werke aufgenommen.

    Zu den Bedingungen für den Sahîh-Grad eines Hadiths gehört, dass seine Überliefererkette intakt ist (bei diesem Hadith gehen hierin die Gelehrtenmeinungen auseinander), und dass er frei von gravierenden inhaltlichen Mängeln („ilal“, sg. „illah“) ist. Dass diese Bedingung hier nicht erfüllt ist, müsste eigentlich relativ schnell auffallen: 1.) Gemäß der bekannten Werteordnung des Ehrwürdigen Koran und anderer Hadithe müsste er eigentlich lauten: „…so hätte ich angeordnet, dass der Sohn sich vor seinen Eltern niederwirft.“ 2.) Besonders in der Zeit des Propheten (s) arbeitete die Frau für ihre Familie sehr hart und hielt ihrem Ehemann den Rücken frei, so dass der Ehemann ihr ebenfalls viel schuldete. Schwer vorstellbar, dass dem Prophet (s) der Gerechtigkeit so ein Ausspruch über die Lippen kommt.

    Und Gott weiß es am besten.

    Antworten
  6. Korianderblume

    “By the way: Der Ausdruck „die Rolle der Frau“ entspringt der abendländischen Terminologie und ist dem islamischen Wörterbuch fremd.“

    Wie? Die Frau darf im Islam also tun und lassen, was sie will, da ihr keinerlei Vorgaben gemacht wurden, die in ihrer Summe ihre Rolle ergeben?

    Antworten
  7. Korianderblume

    @ibn Maimoun

    So, so. Der Hadith ist also umstritten?

    Ist folgende Ayat auch “umstritten“?

    “Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede. Wahrlich, Allah ist Erhaben und Groß“

    Zusammenfassung: Ein Mann darf eine ungehorsame Ehefrau notfalls mit Gewalt zu Gehorsam bringen.

    Achtung: Die Begriffe “gehorchen“ und “schlagt sie“ in dem Sinne, dass man Gehorsam einfordert sind Allahs Worte.

    Schön langsam also, bevor du wieder hier und da relativierst.

    Antworten
    • Muhammad Ibn Maimoun

      Das ist keine „Ayat“, sondern nur eine grottenschlechte Übersetzung eines Koranverses, garniert mit einer Interpretation von der Marke Pegida.

  8. Abd al Nour

    Irgendwie hat sich das über Jahrhunderte verselbstständig das viele Frauen in unserer Kultur der Familie zu dienen haben und zwar von Morgens bis Abends, 7 Tage in der Woche. Früher habe ich das selber nie in Frage gestellt, aber wenn ich Heute darüber nachdenke was meine arme Mutter alles leisten musste bzw, geopfert hat , war es einfach unverschämt diese Leistung und harte Arbeit als selbstverständlich zu betrachten.

    Ich glaube das der Feminismus diese Sheytan Ideologie in vielen Länder unter anderem nur Fuß fassen konnte, weill er gerade dort bei vielen Mädchen und Frauen auf fruchtbaren Boden gestoßen ist der von Männern gesaet wurde.

    Antworten
  9. Korianderblume

    “Das ist keine „Ayat“, sondern nur eine grottenschlechte Übersetzung eines Koranverses, garniert mit einer Interpretation von der Marke Pegida.“

    Fast alle übersetzen die Ayat genau so.

    Klipp und klar verwendne alle die Worte “schlagt sie “ und “wenn sie euch wieder gehorchen“.

    https://en.wikipedia.org/wiki/An-Nisa,_34

    Nur weil es nicht in den Konzept passt, kannst du doch nicht einfach ohne konkrete Beweise gängige Übersetzungen ignorieren.

    Bist du also der Meinung, Allah erlaubt nicht, aufmüpfige Frauen zu schlagen?

    Antworten
    • Muhammad ibn Maimoun

      Es geht hier nicht um das Verb „schlagen“, sondern um die Gesamtübersetzung.

      1.) „Widerspenstigkeit“, tolle Übersetzung von „nushûz“, mega.
      2.) „Ausrede“ für „sabîl“, wow.
      3.) Ausrufezeichen einfach mal herbeiphantasiert, passt ja zum Knüppel, den der Übersetzer offenbar vor Augen hatte.
      4.) Ignorierung der Rolle von „alladhee“ & „allatee“ => es geht nicht um Frauen allgemein
      5.) Ignorierung des erläuternden Hadiths bei Muslim, Abû Dâwûd und Tirmidhiyy, der deutlich macht, um welchen Extremfall es hier geht (unzuchtnahes Verhalten, Torpedierung des Ehevertrags), und um was für eine Art des Schlagens („nicht hart“ / „nicht quälend“).
      6.) Ignorierung anderer Koranverse und Hadithe, aus denen die Ablehnung des Schlagens der Ehefrau hervorgeht, so dass für jeden mit einem Funken Verstand klar ist, dass der Vers nicht nur nicht über Frauen allgemein spricht, sondern auch lediglich ein letztes Mittel der Rettung der Ehe nahelegt.

      Wenn für Widerrede Frauen geschlagen werden müssten, wäre der Gesandte Gottes (s) mit seinen Frauen ganz anders umgegangen…

    • Unbekannt

      Ja und wie darf, die Frau geschlagen werden ??

  10. Unbekannt

    Akhi sehr gut erklärt genau so ist es. Der Beste Mensch war und ist der Prophet sallallahu aleyh wa sallam, und er hat nie seine Frauen geschlagen.

    Antworten
  11. Komas

    @Ibn Maimoun

    Eine Frau, die sich ihrem Mann sexuell entzieht, wird von den Engeln verflucht. Authentischer Hadith.
    Für einen sich entziehenden Mann gilt das nicht.

    Erkläre mal das.

    Antworten
  12. Komas

    Oder: Eine Frau und ein Hund vorm Betenden machen das Gebet ungültig.

    Reaktion von Aischa ra: Ihr habt uns den Hunden gleichgestellt.

    Antworten
  13. ok

    Manchmal lese ich die ein oder anderen Kommentare, wo ich mir denke „Irgendwie hat XY schon recht“ oder „Das ist ein begründeter Einwand“, diese bleiben anscheinend oft unbeantwortet vom Autor. Woran liegt das? Mag man einfach die Meinung bzw. die Beweisführung desjenigen nicht? Ist jemanden etwa die Antwort zu wider? Unabhängig davon, wie ich dazu stehe, haben doch Leute wie Komas eine Antwort verdient, oder etwa nicht? Der erste Kommentar, dass man so mit 1500€ im Monat zu recht kommt wurde zwar veröffentlicht aber auch einfach so hingenommen, ohne zu antworten oder den Teil im Artikel zu korrigieren.

    Hält man nicht viel von der Diskussionskultur?

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    • Umm Rahel

      Mit dem Beitrag habe ich meine Meinung zu dem Thema ausführlich dargelegt. Alle folgenden Kommentare sind die Meinungen anderer, und der Kommentarbereich dient dem Austausch der Meinungen der Leser, deswegen enthalte ich mich, es sei denn, jemand wird beleidigend oder hat etwas vollkommen falsch verstanden. Wenn jemand behauptet, man komme mit 1500 Euro im Monat zurecht, kann ich dazu nicht viel sagen, denn ich vertrat in meinem Artikel eine ganz andere Meinung, und zwar dass man im Monat mindestens 2000 Euro ausgeben muss, um über die Runden zu kommen. Das ist jedoch eine Angelegenheit, bei der man nicht auf einen gemeinschaftlichen Konsens kommen kann. Ich habe außerdem auch Gründe genannt, wieso häusliche Ausgaben so hoch sind: Miete, Kinder, Kleidung, Essen etc.

      Ich lehne Diskussionen nicht ab. Ich bin zugegeben sogar eine Verfechterin der Diskussionskultur. Das heißt aber nicht, dass ich mich zu jedem Kommentar äußern muss.

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