Das Urteil über das Prozessieren bei einem Ṭāġūtgericht in einer (notwendigen) Notlage

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Aus Al-Fatāwa-l-Ḥāyiriyyah, Fatwā Nr. 3

 

Das Urteil über das Prozessieren bei einem Ṭāġūtgericht in einer (notwendigen) Notlage

 

Von Aš-Šay Al-Muaddiṯṯ  Nāṣir Bin amad Al-Fahd

fakka-llāhu Asrahu

 

 

Frage: Bezüglich des Inhaltes in der vorherigen Frage – jener, der sich eines Problems nicht entziehen (oder sein Recht nicht einfordern) kann, außer, durch die Gerichte des Ṭāġūts, so stellt dies eine Ḍarūrah (Notlage) dar. Und Notlagen lassen (unter anderem) verbotene Handlungen (Muḥarramāt) zu, und nicht Dinge, die einen aus dem Glauben rausbringen (al-Mukaffarāt). Was ist die detaillierte Darstellung in dieser Frage?

 

Antwort: Das Einklagen des Rechts bei einem Ṭāġūtgericht ist nicht erlaubt, es sei denn, man befindet sich im Zustand des Zwanges und nur dann, denn es stellt den Kufr dar. Jedoch sehen einige Ṭalabatu-l-’Ilm[1], dass hier die Ḍarūrah es zulässt. Als Beweislage nehmen sie den Ḥadīṯ von Al-Ḥağğāğ Ibn ’Illāṭ. Und außerdem zählen einige Gelehrte die Ḍarūrah (Notlage) zum Ikrāh (Zwang) hinzu, so wie es in der vorherigen Antwort bereits erwähnt wurde.

Doch das Richtige ist, dass es nicht erlaubt ist. Wenn es aber jemand so interpretiert wie diese (zuvor erwähnten) Auslegungen (der Gelehrten) und er dazu genötigt ist, es zu machen, wird er somit nicht zum Kāfir (und man spricht kein Takfīr auf ihn aus).

Und Allāh weiß es am besten.

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[1] طَلَبَةُ الْعِلْمِ: Diejenigen, die nach dem Wissen streben; Wissenssucher.

Außerdem empfehle ich Shaykh al-TarifiDarf man sich an Gerichte wenden, die nicht mit der Shari’ah urteilen?

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