Die Modernisten

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Nach den Attentaten vom 11.September 2001 rückte der Islam in den Vordergrund der medialen Berichterstattung und damit kam ein langanhaltender Disput in den Blickwinkel der westlichen Politik der bis dato nur in den Gesellschaftswissenschaften wahrgenommen wurde.

Die Beherrschung der islamischen Welt durch die westlichen Mächte und die Unterlegenheit der Muslime führte zu einer innerislamischen Debatte darüber warum die islamische Welt in solch einer Lage ist.

Wie kam es, dass die Muslime den Anschluss an die technische Moderne verloren? Wie sollten die Muslime aus ihrer unterwürfigen Position zu alter Glorie zurückfinden?

Während die politischen und geistigen Führer der islamischen Welt versuchten eine Antwort auf diese Fragen zu finden, veränderten sich die muslimischen Gesellschaften infolge der Besatzungs- und Herrschaftspolitik, sowie durch die technische Modernisierung und kulturelle Verwestlichung.

Unter den Intellektuellen bildete sich eine Gruppe von Modernisten heraus, die der Ansicht waren, dass nur durch eine geistige, politische und kulturelle Nachahmung des Westens die islamische Welt eine Zukunft haben würde. Dabei vergaßen sie, dass diese Ansichten die vollständige Assimilation durch Verwestlichung und die Auflösung des Islams zur Folge hätte.

Dieselben Modernisten finden wir unter den heutigen Intellektuellen.

Wer sind die Modernisten?

Die Modernisten sind die Zwillingsbrüder/-schwestern der Säkularisten. Während einige ihrer Intellektuellen einzelne Fiqh-Angelegenheiten „revolutionieren“ und dem westlichen Maßstab anpassen wollen (z.B. dass Frauen und Männer Seite an Seite miteinander beten können oder dass die Frau Imam für Männer sein kann), negieren andere elementare Teile der Aqidah und/oder des Quran (z.B. die Pflicht des Hijab, die Gesetze Allahs).

Ihr Anliegen besteht darin, moderne Ideologien (Liberalismus, Faschismus, Sozialismus, Feminismus etc.) in die Quellen des Islam hinein zu lesen. Wenn Ihnen Hadithe oder Verse nicht passen, so werden sie kurzerhand uminterpretiert, verleugnet, negiert oder es wird behauptet das sie einzig und allein in einen bestimmten historischen Kontext gültig sind.

Um den Kampf gegen den Islam, sowohl in Europa als auch in den muslimischen Ländern zu führen, beabsichtigen die Demokratisten in erster Linie jene zu unterstützen, die als Modernisten zu bezeichnen sind.

Aber wie unterstützen sie die Modernisten?

Eine Strategie besteht darin, den Modernisten in den öffentlichen Medien eine breite Plattform zur Verfügung zu stellen, um ihre selbst generierten Lehren unter der muslimischen Bevölkerung zu verbreiten. Die Popularisierung ihrer Ideen wird finanziell kräftig unterstützt. Dadurch bezwecken die Demokratisten den Diskurs, um den Islam zu dominieren und ihren Kufr als eine legitime und alternative innerislamischer Stimme schmackhaft zu machen. Auf diesem Wege soll das Herzstück des sunnitischen Islams, die Aqidah, vernichtet werden. Die Muslime sollen sich der westlichen Leitkultur, dem vorherrschenden ideologischen Zeitgeist unterwerfen und sich ihren moralischen Vorstellungen anpassen. Man erhofft sich eine Reformation der muslimischen Gemeinschaft und ihrer Glaubensgrundlagen (Aqidah).

Eine weitere Strategie den Islam zu torpedieren soll durch die Verbreitung des ethno-säkularen Nationalismus erreicht werden.

Die europäische Kolonialgeschichte ist durchgehend gekennzeichnet durch die Politik des „Divide et impera“ („Teile und Herrsche“) und wird bis heute sowohl in der Außenpolitik als auch in der Innenpolitik fortwährend angewandt. Ihre Politik zielt auf die Vernichtung des Einheitsgedankens der Ummah. Der ethnische Nationalismus bezweckt die muslimische Gemeinschaft zu teilen und den Islam durch die Indoktrinierung des Säkularismus den Muslimen fremd zu machen.

Das beste Beispiel hierfür ist der türkische Nationalismus: Mit der Republiksgründung durch Mustafa Kemal begann eine radikale Nationalisierung und Säkularisierung der Gesellschaft. Der Kemalismus verfolgte eine massive Assimilationspolitik gegen die ethnischen Minderheiten wie den Kurden und indoktrinierte die muslimische Gesellschaft mit ihrer Lehre vom „glorreichen und zivilisierten Türken“. Wie auch bei den Kemalisten, stellen die demokratistischen Propagandisten die unislamische Vorgeschichte der jeweiligen Nationen in den Vordergrund.

Ziel ist es, durch das Schüren des Nationalismus eine Alternative zum Islam zu schaffen, in der die Religion lediglich auf ein kulturellen Aspekt der Identität degradiert wird. Die Propagierung der modernistischen Ansichten zur Vernichtung der fundamentalen Grundlagen im Islam ist ein wesentliches Ziel ihrer Agenda. Um dieses Ziel zu verwirklichen, eignen sich die „Modernisten“ selber hervorragend als Mittel zum Zweck: Geprägt von einem unterwürfigen Geist gegenüber der europäischen Ideologie und Kultur, ausgestattet mit Minderwertigkeitskomplexen und einer „Onkel Tom“-Mentalität, macht es sie zu idealen Partnern der Demokratisten. Die Verbreitung der ideologischen Kufr-Lehren zielt auf die Masse der Muslime, aber vor allem auf die jungen Muslime, die den Islam zurück zu alter Größe führen wollen am Beispiel ihrer glorreichen islamischen Geschichte.

Als Anhänger der Ahlu Sunnah befinden wir uns in einem Kampf um die Herzen und Köpfe der Muslime.*** Wir müssen die Modernisten in Wort und Schrift widerlegen, an den Pranger stellen, ihre Irrlehren entlarven und ihren Einfluss minimieren.

 

***Da der Audio Vortrag nicht mehr Online ist habe ich die PDF Datei verlinkt.

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7 Antworten auf “Die Modernisten”

  1. Abd al Nour

    Sehr nützlicher Artikel mit sehr nützlichen Links…

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  2. Weckruf

    Da ich mich mit diesem Gesindel quasi sehr oft „beschäftige“, kann ich eine Menge über diese Übeltäter schreiben und kann auf dem Gebiet profundes Wissen vorweisen. Dies gilt als Warnung vor ihrer Irrlehre, die einen ja nur regelrecht anwidern kann:

    Tatsächlich ist es so, dass um Weltanschauungen heftig konkurriert wird, aber wir sollten uns bewusst sein, dass wir lediglich Warner sind und nur Allah Ta’ala rechtleiten kann. Wenn Er etwas Gutes in diesen Wesen erkannt hätte, hätte Er sie rechtgeleitet. Uns obliegt somit allein die Warnung vor ihnen und die Da’wa mit ihnen und vielleicht kehren einige dadurch – mit Allahs Erlaubnis – von ihnen um.

    Ich denke Modernisten – abscheuliche Kreaturen, vor denen ich übrigens keinerlei Achtung habe – passen sich nicht an die Moderne an und haben allgemein auch keine Onkel-Tom-Mentalität. Ich denke vielmehr, sie sind schon vornherein selbst daran angepasst und wollen auch ihre individuellen Kuschel-„Islam“-Varianten bestmöglich daran anpassen. Sie sind also schon von vornherein Demokraten, Linksversiffte, Feminist_innen und wollen aus schleierhaften, mir jedenfalls unbekannten Gründen dennoch den Islam als reine „Spiritualität“ in ihrem Leben haben (von „Religion“ kann hier nicht die Rede sein), den sie dann aber vollständig an ihre linksverdrehte Ideologie assimilieren.

    Natürlich, es mag auch Onkel Toms unter ihnen geben, Mazyak machte erst vor kurzem einen solchen Eindruck auf mich (es war die letzte Lanz-Sendung, die ich mir nur seinetwegen ansah). Er zitierte den Hadith, „Derjenige, der…“ bis zu dieser Stelle war der Hadith sinngemäß noch völlig richtig, doch dann veränderte er plötzlich seinen Wortlaut: „Derjenige, der, (ähm) DIE Muslime, die Frauen am besten behandeln…“. Dabei geht es in dem Hadith nicht um „irgendwelche Frauen“ sondern um die eigene Ehefrau! Natürlich passt es aber besser, wenn er von „den Frauen“ spricht, vermutlich, weil die Kuffar den Hadith dann schöner finden. Außerdem schien es so, als ob er das Verborgene kennen würde, da er Massentakfir auf die „Grapscher von Köln“ ausübte. Hinderungsgründe gab es dafür scheinbar keine und dass er vermutlich keinen von ihnen persönlich kennt – auch geschenkt. Er betitelte nebenbei Belästigung als eine „Totsünde“ im Islam. Ist eine „Totsünde“ also dasselbe wie Großer Kufr? Und gesetzt den Fall es wäre tatsächlich dasselbe: Seit wann ist Belästigung Großer Kufr, sodass man überhaupt Takfir sprechen könnte? Man sieht also, wie viel Ahnung diese Person von der Religion hat, die sie vorgibt zu vertreten.

    Viele dieser Modernisten haben üble Eigenschaften der Khawarij, wie gerade von mir aufgezeigt wurde. Ein weiteres Beispiel: Bestimmte Mujaheedin könnten angeblich keine Muslime sein, weil sie Muslime ja abschlachten würden. Aufklärung: Mord an Muslimen ist kein Ausschlusskriterium, das aus dem Islam führen würde. Punkt. Für wen war es aber ein Ausschlusskriterium? Genau – für die Kawarij!

    Wollt ihr wissen was tatsächlich Großer Kufr ist? Für viele Gelehrte ist es das unberechtigte Unterlassen des Gebets. Viele dieser Modernisten geben sogar offen ohne jede Scham zu, dass sie nicht regelmäßig beten würde. Für viele scheint es keine wirkliche Schande zu sein.

    Wenn man den Kuffar äußerlich ähnelt, ist es eine große Sünde. Wenn man den Kuffar aber in ihrer Aqida ähnelt, ist es schnell Großer Kufr.

    Dann gibt es aber auch welche mit Eigenschaften der Murjia-Sekte unter ihnen (Murjia gelten als die Juden der Qibla), die genau die gegenteilige Richtung einschlagen haben. Sie machen also generell keinen Takfir, unter anderem, weil sie aufgrund ihres Unwissens ein Fehlverständnis des Hadithes haben: „Wer zu seinem Bruder sagt: ‚du Kafir‘, so fällt dies auf einen von beiden zurück.“ (Bukhari). Nur einmal zur Klarstellung: Die Gelehrten sagen überwiegend, dass damit KLEINER KUFR gemeint sei, der eben nicht aus der Religion führt. Modernisten mit diesem Fehlverständnis meinen aber, dass jeder der Takfir macht, umgehend zu einem Kafir mutiert und darum enthalten sie sich vollständig. Des Weiteren sollte man an dieser Stelle „zu seinem Bruder“ beachten. Ich halte die Allgemeinheit der Modernisten aber nicht für „meine Brüder“ sondern für Kuffar wa Murtaddin, weil sie den Kufr lieben und praktizieren.

    Modernisten sehen den Islam NICHT als vollständige Lebensordnung, die auch die Politik umgreift, sie betrachten ihn eher als eine rein spirituelle und individuelle Privatangelegenheit. Sie sind deshalb auch Laizisten und Säkularisten. Ich zitiere eine Modernistin nun buchstäblich: „Gottesstaaten sind genauso verblendet wie Diktaturen und ähneln sich mehr als ihnen lieb ist.“. Wobei Allah Ta’ala doch sinngemäß sagt: {Der Hukm liegt doch nur bei Allah.}. Politisch gesehen sind die meisten deutschen Modernisten linker bis linksextremer Abschaum, schmuddeliger linksversiffter Dreck. In arabischen Ländern mag eventuell nationalistischer Abschaum die Oberhand haben. Soweit mir aber bekannt ist, gab es ab Mitte des letzten Jahrhunderts auch einen Boom des Kommunismus‘ in den arabischen Staaten.

    Auffallend an Modernisten ist auch, dass sie auf die Aussagen islamischer Gelehrter keinerlei Wert legen und diese sogar regelrecht verachten, was sie mit einem Autor hier gemeinsam haben. Stattdessen vertrauen sie auf die Äußerungen von Orientalisten und sog. Islam“wissenschaftlern“. Es ist hoffentlich klar, dass ich damit keine Orientalisten á la T. Nagel meine. Es wird ja fälschlicherweise pauschalisierend behauptet, dass „Salafisten“ generell keiner Rechtsschule folgen würden, auf Modernisten trifft dies indes voll zu. So haben sie weder irgendwelche Gelehrten noch Rechtsschulen, auf die sie sich berufen könnten und verehren ihren eigenen „Verstand“ als Gottheit. Vielleicht könnte man noch einwerfen, dass einige von ihnen die Mutazila toll finden. Wen wundert es?!

    Von den Orientalisten – also den besonders unseriösen Vertretern unter ihnen – haben sie beispielsweise auch die Idiotie übernommen, dass der (bewaffnete) Jihad alleine der Verteidigung dienen würde. Eine Ansicht, die die klassischen Gelehrten niemals vertreten haben. Muslime, überlegt doch: Mit dieser abscheulichen Biddah wären wir nie vor Wien gestanden!

    Sie behaupten ebenfalls, dass die Sklaverei im Islam abgeschafft wäre, wobei wir doch am Gesandten (saws) das beste Beispiel haben und dieser sich selbst Sklaven hielt. Es gab auch Sahaba, die Sklaven hatten. Wie kann sie dann abgeschafft sein? Oder anders gefragt: Wer bitte hat sie denn abgeschafft?

    Allah Ta’ala spricht sinngemäß in seinem edlen Buch (Auszug aus der Ayah 4,24):

    {Und (verboten sind euch) von den Frauen die verheirateten, außer denjenigen, die eure rechte Hand besitzt.}

    Damit sind Sklavinnen gemeint, die durch Krieg erbeutet wurden, wie man durch den Tafsir weiß.

    Der Offenbarungsanlass war dabei folgender:

    Imam Ahmad recorded that Abu Sa`id Al-Khudri said, „We captured some women from the area of Awtas who were already married, and we disliked having sexual relations with them because they already had husbands. So, we asked the Prophet about this matter, and this Ayah was revealed

    Wer möchte denn etwas verbieten, dass Allah Ta’ala und Sein Gesandter (saws) den Muslimen erlaubt haben?

    Ach ja, genau: Der gute alte „historische Kontext“ wird da ins Spiel gebracht. Wenn ihnen eine Ayah aus irgendwelchen Gründen nicht in Kram passt, dann labern sie irgendwas von wegen man müsse doch den „historischen Kontext“ beachten und erklären diese somit quasi als abrogiert…

    Sie teilen auch die Auffassung der sogenannten Koraniten-Sekte, welche besagt, dass im Islam nur der Qur’an alleine gelten würde. Sie fragen dann immer auch so selten dämlich: „Wo steht dieses oder jenes im Koran“? Selbst authentische Überlieferungen betrachten viele der ihren daher als wertlos. Dabei ist es so, dass sie den Qur’an dadurch selbst missachten, weil in ihm ja deutlich verankert ist, dass man auch dem Gesandten (saws) gehorchen und folgen muss. Durch die authentische Sunnah wird der Qur’an außerdem erklärt und spezifiziert, doch sie interpretieren ihn – genau wie die Koraniten eben – nach ihren eigenen schmuddeligen Gelüsten.

    Ich schrieb „viele der ihren“, weil es doch tatsächlich welche gibt, die sich auch auf Ahadith berufen (wie auch einige obig erwähnte Beispiele gezeigt haben sollten). Diese legen dann aber individuell und je nach Lust und Laune fest, welche Ahadith sie gerade für glaubwürdig halten und welche nicht. Ihre Art der „Hadithwissenschaft“ lässt sich dabei leicht verständlich auch für den Laien erklären: Die friedlichen Ahadith seien glaubwürdig, die unfriedlichen unglaubwürdig. Warum? Weil der Islam angeblich eine reine „Religion des Friedens“ 😉 sei und unfriedliche Überlieferungen dem Qur’an deshalb auch generell widersprechen würden. Das einzige Kriterium, das sie aus der Hadithwissenschaft kennen, aber völlig fehlinterpretieren und fehlanwenden, ist, dass Überlieferungen nicht mit dem Qur’an widersprechen dürfen. Sie interpretieren nun nach ihren eigenen Gelüsten, welche diese „widersprüchlichen Hadithe“ seien, womit diese damit ihre Geltung verlieren. Die Spezialisten auf dem Gebiet – wie Bukhari (rh) – spielen für sie keine Rolle, augenscheinlich bilden sie sich ein, dass sie alles besser wüssten.

    Der Vorteil für uns ist, dass die meisten dieser Islamverdreher keine Ahnung vom Islam haben und ihm daher auch nicht schaden können, wie ich unter anderem am Beispiel des Hadithwesens oder der Person A. Mazyak zeigen konnte. Es fühlt sich als „Fundamentalist“ immer wie ein „Heimspiel“ an, wenn man gegen sie antritt, da sie aufgrund ihres beispiellosen Unwissens nur verlieren können. An dieser Stelle bitte ich die Muslime, dass ihr fleißig Da’wa mit diesen verirrten Seelen macht und sie öffentlich widerlegt.

    Es gibt aber mittlerweile eine viel gefährlichere Spezies unter Modernisten und dies sind falsche Prediger, die sich der Ahl as-Sunnah wal-Jamaa’ah zuschreiben. Diese haben eine Menge Ahnung vom Islam und können ihn deswegen auch viel effektiver – ob bewusst oder unbewusst – bekämpfen und nur Allah Ta’ala weiß, wie viele Muslime durch sie bereits in die Irre geführt wurden. Namentlich sei hier der Irreführer A. A. Khamouss erwähnt, vor dem an dieser Stelle auch ausdrücklich gewarnt werden muss.

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  3. Ryu

    @Mohammed Isa

    -,,Ziel ist es, durch das Schüren des Nationalismus eine Alternative zum Islam zu schaffen, in der die Religion lediglich auf ein kulturellen Aspekt der Identität degradiert wird.“

    Hier hast du Recht.

    -,,Das beste Beispiel hierfür ist der türkische Nationalismus: Mit der Republiksgründung durch Mustafa Kemal begann eine radikale Nationalisierung und Säkularisierung der Gesellschaft.“

    Das stimmt auch soweit.

    ,,Der Kemalismus verfolgte eine massive Assimilationspolitik gegen die ethnischen Minderheiten wie den Kurden…“

    Aber diese Aussage ist einfach nur falsch. Atatürk hat weder Kurden noch Aleviten noch andere Minderheiten assimilieren wollen. Das war weder sein Ziel noch steht das irgendwo geschrieben.
    Ganz im Gegenteil, die Kurden haben sogar 1919-1923 an seiner Seite gekämpft. Ja er hat vielleicht damals einen Wortbruch begangen und sein Versprechen gegenüber den Kurden nicht gehalten, aber er hat nie eine „Assimilierungspolitik“ geführt.
    Das gilt auch für den späteren Parteivorsitzenden Alparslan Türkes.

    Ich weiß nicht wie es bei anderen aussieht, aber ich bin langsam das ganze „Wir Kurden werden unterdrückt“-Drama leid. Selbst nach 50 Jahren wird immer noch darüber diskutiert ob dieses Stück Land Türkei oder den Kurden gehört.

    Ich würde dich bitten diesen Satz ,,Der Kemalismus verfolgte eine massive Assimilationspolitik gegen die ethnischen Minderheiten wie den Kurden…“ zu überdenken und zu ändern.
    Er hat definitiv keine „Assimilationspolitik“ geführt.

    Das die jetzigen Wähler der MHP gegen Kurden sind, bedeutet nicht, dass Atatürk damals auch gegen Kurden war, das sind 2 verschiedene Sachen.

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  4. Abd al Nour

    @Ryu

    Ich habe mal eine Doku gesehen wie türkische Lehrer in kurdische Dörfer geschiekt wurden, um unter anderem kurdischen Kinder den Satz der ungefähr so ging `´ Ich bin glücklich ein Türke zu sein „ einzuimpfen…die armen Kinder haben das immer wieder wiederholen müssen…

    Die Kurden werden in ihrer Sprache und Bräuchen unterdrückt, das ist ein Fakt, das kann man nicht leugnen. Genau wie die arabischen Nationalisten zum Beispiel in Nordafrika versucht haben aus Imazighen/Berbern Araber zu machen, genau so versuchten die Türken die Kurden zu Türken zu machen, was einfach nur dumm und lächerlich ist und auf dauer niemals funktionieren kann.

    Hätte man den Kurden ihre Sprache gelassen und ihre Idäntität akzeptiert wären sie Heute ein produktiver Teil der Türkei und kommunistische, terroristische und antiislamische Organisationen würde es nicht geben, Wah Allahu a3lem…

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  5. Ryu

    @Abd al Nour

    Ich verstehe was du sagen willst, aber es ist immer noch die Türkei und nicht Kurdistan.
    Genauso wie wir hier als „Migranten“ nicht einfach öffentliche Schulen öffnen können wo nur auf arabisch oder türkisch gelehrt wird.

    Jedes Land hat nun mal seine Regeln, ich kann sie nicht nach meiner Laune ändern.
    Entweder integrieren sich die Kurden, so wie wir es hier als „Migranten“ auch versuchen soweit es möglich ist, oder die hören auf permanent darüber zu sprechen „welch schlimmes Schicksal sie ereilt hat und wie sehr sie doch von der Türkei unterdrückt werden“.

    Das Problem ist, die Kurden im Westen der Türkei, die sich zumindest nicht weigern sich ein Stück der Türkei anzupassen, wollen weder kurdischen Pass noch kurdische Schulen, sie wollen das nicht, weil es ihnen auch nichts bringt.
    Es sind die typischen kurdischen Dörfer die mit ihren Ideen und Gedanken immer noch ganz weit hinten sind, weil „Intellektuelle Kurdische“ Fanatiker sie beeinflussen.

    Was soll denn eine Großfamilie die hauptsächlich von Landwirtschaft lebt, mit einer kurdischen Provinz anfangen bitteschön ? Der arme Opa weiß ja noch nicht mal was eine Provinz überhaupt ist…
    Die Leute leben da vor sich normal hin, so wie es türkische Dörfer auch tun.
    Aber es gibt immer wieder diese bestimmten Anhänger die einfach nicht kapieren, dass man sich anzupassen hat, Punkt!

    Zur Info, wir haben auch haufenweise andere Minderheiten in der Türkei, von Laz, über Gürcü (also Georgien), bis hin zu Christen und Armeniern und bisher haben die Bürger weder Feindseligkeiten noch Probleme mit einander. Da klappt es komischer weise…aber Kurden und Aleviten machen schon von sich aus Vorurteile und Unterschiede gegenüber Leuten die nicht zu ihnen gehören.

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    • Mohammed Isa

      Mohammed Isa

      Mit „Der Kemalismus verfolgte eine massive Assimilationspolitik gegen die ethnischen Minderheiten wie den Kurden …“ meine ich nicht explizit Mustafa Kemal. Vielmehr waren es auch diejenigen die sich als Vertreter des Kemalismus verstanden und spätere Ideologen und Politiker.
      Außerdem ist allgemein bekannt das kurdischsprachige Musik etc. nicht erlaubt waren.
      Als ich noch etwas jünger war hat z.B. Ahmet Kaya bei einer Preisübergabe bekanntgegeben das auf seinem neuen Album ein kurdischsprachiges Lied mit einem dazu gehörigen Video publiziert werden. Darauf brachen Tumulte im Raum aus, sodass er mit seiner Frau den Saal verlassen musste. Und was sangen sie? 10 Yil Marsi. Soweit ich mich erinnere hat Ahmet Kaya sogar eine Haftstrafe dafür erhalten.

  6. Abd al Nour

    Es ist klar das es die Türkei ist, aber ein Kurde ist nun mal kein reiner Türke. Was ist so schlimm daran ihm neben der türkischen seine eigene Sprache und Idäntität zu lassen ? Es gebe überhaupt kein Autonomie Bestreben oder Unabhängigkeits-Bewegungen, Aasgeier wie Öcalan oder andere die sich das Leid der Bevölkerung zu eigen machen um ihre kaputten Ideologien unters Volk zu bringen um so zu Macht kommen, Unheil zu stiften oder reich zu werden.

    Ich glaube das die Kurden sich wie du selbst sagst ´´ so weit wie möglich „ integrieren wollen oder zum Teil auch integriert haben. Warum erlaubt man ihnen nicht ihre eigenen Bräuche (auser das was gegen Islam ist) zu praktizieren, ihre eigene Sprache zu lehren und lernen ?
    Hier in Deutschland zwingt uns niemand (noch) uns zu assimilieren und auserdem gibt es in Deutschland kein andere Volk auser die deutschen, die Kurden sind keine Migranten.

    Die Unterschiede oder Vorurteile der Kurden basieren auf den Versuch der Ausrootung ihrer eigenen Idäntität. Ich bin mir sicher das wenn man den Kurden von Anfnag an das kurdisch sein zu gestanden hätte in einer Türkei als Vielvölkerstaat , dann gebe es Heute keine Pkk, kein Krieg, kein Hass und kein Terror. DIe Kurden hätten sich mit der Türkei identifizieren können, wah Allahu a3lem.

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